aerzteblatt: Globaler Gesundheitsnotstand: WHO – Mal zu spät, mal zu früh?

Die Zeitabstände, in denen die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) den globalen Gesundheitsnotstand ausruft, werden kürzer. 2009 war die „Schweinegrippe“ Auslöser für diese Maßnahme, 2014 die Ebola-Epidemie in Westafrika und am 1. Februar das in Lateinamerika grassierende Zikavirus. Im Fall von Ebola warfen Kritiker der WHO vor, viel zu spät gehandelt zu haben. Massives Versagen lautete wieder einmal die Diagnose. Die jüngste Entscheidung erachtet die Öffentlichkeit hingegen als übereilt oder sogar überzogen, da beide Infektionskrankheiten in der allgemeinen Wahrnehmung nicht vergleichbar sind: Krankheiten wie Ebola, bei denen die meisten Patienten innerhalb von wenigen Tagen sterben, werden als massive Bedrohung empfunden. Das Zikavirus mit milden Infektionsverläufen erscheint demgegenüber eher banal. Nur eine von fünf infizierten Personen entwickelt für wenige Tage einen Hautausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen und/oder Konjunktivitis.

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