Punkt.PRERADOVIC: Prof. Dr. Stefan Homburg stellt sich der Kritik

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Unser erstes Gespräch mit Professor Homburg hat für jede Menge Reaktionen gesorgt. Professor Homburg hatte anhand der Reproduktionszahlen des Robert-Koch-Instituts erklärt, die Zahl R1 sei bereits vor dem Lockdown am 23.3. erreicht worden. Und daran hätte sich auch während des Lockdown wenig geändert. Also sei der Lockdown wirkungslos gewesen. Anders, als es Kanzlerin Merkel erklärt hatte. Dazu sind in unseren Kommentaren viele Fragen aufgeploppt. Die wichtigsten haben wir Professor Homburg in diesem zweiten Gespräch gestellt.

Das erste Video finden Sie hier: Prof. Dr. Stefan Homburg, Neue RKI-Zahlen, die Corona Welle ist vorbei, es braucht sich keiner mehr Sorgen zu machen

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Preradovic: Heute ist der 20. April auf unser Gespräch mit Professor Homburg über die Reproduktionszahlen des Robert Koch Instituts vom 17. gab es starke Reaktionen. Professor Homburg hatte anhand der RKI Grafik erklärt, dass die Zahl R 1 schon vor dem Lock-Down erreicht war und der Lock-Down deswegen keine Wirkung hatte. Uns viele Fragen in den Kommentaren erreicht und die wichtigsten die wollen wir heute beantworten und deshalb ist er wieder da jetzt den Punkt privat Beach Professor Doktor Stefan Homburg Finanzwissenschaftler an der Leibniz Uni Hannover und dort Direktor des Instituts für öffentliche Finanzen und vor allem ist er der Mann für komplizierte Zusammenhänge und zahlen Hallo nach Hannover Hallo gesamt dann wollen wir gleich mal die wichtigsten Punkte und Fragen unserer User klären

Preradovic: Nach unserem ersten Gespräch gab es die Kritik sie hätten eine mögliche Wirkung der bereits vor dem 23.3. beschlossenen Maßnahmen unterschlagen, also vom 9.3. Absage großer Veranstaltungen und 16.3. Schließung vieler Geschäfte Bars und Theater. Ich würde sagen das schauen wir uns gleich anhand der Grafik auch nochmal an was sagen sie dazu?

Homburg: ja also Ich bin ja im politischen Beratungsgeschäft tätig und wenn ich da manchmal auf die Frage Was ist 1 und 1 antworte 2 und jemandem gefällt das nicht dann sagt er nicht Ich habe gelogen, sondern sagt sie haben unterschlagen dass 2 und 2 4 ist. Sie hat mich gefragt war der Lock-Down wirksam. Lock-Down wird überall verstanden als das fast vollständige schließen der deutschen Volkswirtschaft bis auf wenige essentielle Bereiche. Dieser Lock-Down wurde am 23. März beschlossen und er trat am 24. März in Kraft. Ich habe auf ihre Frage gesagt, dass diese Reproduktionszahl, auf die die Bundesregierung seit Wochen schaut, dass die ja schon vor dem Lock-Down unter 1 gefallen war. Wenn sie jetzt aber zusätzlich wissen möchten, was ist mit den anderen Maßnahmen, dann kann man dazu sagen anhand dieser Grafik lässt sich nicht beurteilen ob die anderen Maßnahmen wirkungsvoll waren oder nicht. Ich habe mich auch nicht gegen die anderen Maßnahmen ausgesprochen. Ich würde nicht sagen, dass Corona ungefährlich ist oder dass man überhaupt nichts hätte machen sollen, aber wir haben ein etabliertes Infektionsschutzgesetz und dessen Instrumente hätten meines Erachtens ausgereicht. Ich wende mich nur gegen den Lock-Down also das totale schließen der Volkswirtschaft. Schon vorher fällt diese er Kurve ja sehr schön und die große Frage ist die ich aber nicht klären kann das ist sehr kompliziert für Fachwissenschaftler, wäre sie alleine gefallen, so wie die Influenzakurve die genau zu der Zeit auch viel, oder es ist es Folge der Maßnahmen zum Beispiel der Absage von Großveranstaltung.

Preradovic: Es ist ja so dass ich viel dass ich auch einige Fachleute und Virologen ja auch gesagt haben dass ich sagen wir mal dieser Corona-Virus vor allem auf Großveranstaltungen wie zum Beispiel Fußballspiele Karneval oder Apres Ski weitergegeben hat das würde vielleicht sogar dafür sprechen dass diese Maßnahmen zumindest nicht unwirksam waren.

Homburg: Ich spreche mit vielen Medizinern, die alle ausnahmslos zustimmen und die sagen dann zum Beispiel auch normaler Arbeitnehmer der mit der S-Bahn oder den Bus zur Arbeit fährt steht zehnmal pro Woche eng gedrängt in der S Bahn immer auf dem Hin- und Rückweg und alle 14 Tage geht er einmal zum Fußballspiel. Ob das jetzt so viel bringt ist bei den Medizinern umstritten Ich möchte mich da aber nicht einmischen das nicht mein Fachgebiet ist, ich sage nur dieser Lock-Down der hat offensichtlich nichts gebracht und das zeigen ja die Zahlen des Bundesinstituts völlig eindeutig

Preradovic: Dann kommen wir zum nächsten Punkt. Es gab Irritationen um den Höhepunkt der Epidemie in Deutschland sie haben hier gesagt der Höhepunkt war in der ersten Märzhälfte und da widersprechen einige und sagen. Nein, Zahlen belegen, dass der Höhepunkt Ende März gewesen sei, wie ist es denn nun richtig?

Homburg: Das Robert Koch Institut schätzt dass der Abstand zwischen Infektion und erscheinen in der Statistik 2 – 3 Wochen beträgt. Wenn man jetzt sieht die Meldekurve erreicht ihren Höhepunkt Ende März und davon zieht man 2 – 3 Wochen ab, dann ist sonnenklar der Höhepunkt der Infektion der lag in der 1. März Hälfte.

Preradovic: Standen unsere Krankenhäuser nicht tatsächlich vor einer Überbelastung und waren die Maßnahmen wie Lock-Down und Kontaktsperre nicht deswegen notwendig?

Homburg: Nach den Meldungen der Krankenhäuser selbst gab es keine Überlastung, das wäre hier in Deutschland auch in die Medien gegangen und hat aber öfters davon gelesen dass die Krankenhäuser unter ausgelastet werden und einige mussten ja sogar das muss man sich mal vorstellen Kurzarbeit anmelden weil man die Betten frei hält aber die Patienten nicht kamen. Ich hab dazu auch eine Tabelle oder eine kleine Grafik gemacht.

Wir wissen aus der Statistik in Deutschland sterben jährlich ungefähr 960.000 Menschen wenn man das durch 365 teilt sind das etwas über 2600 Sterbefälle pro Tag also jeden Tag sterben im Jahresdurchschnitt, dass ist die rote Linie genau das ist diese Linie nicht natürlich jahreszeitlich klar, aber ich wollte das jetzt nicht verwirren auf eigene ist unten sieht man jetzt die sogenannten Corona Sterbefälle. Jeder erkennt erstens, dass sie nur ganz klein Bruchteil der gesamt Sterbefälle ausmachen so viele Menschen machen sich nicht klar wie klein das Verhältnis überhaupt ist aber unser ganzes Gesundheitssystem insbesondere die Krankenhäuser sind ausgelegt in ihrer Kapazität auf die obere Kurve. Es sterben zwar manche Leute einfach durch seliges einschlafen aber viele sterben auch nach schwerer Krankheit. Man sieht da unten die Corona Sterbefälle sind sehr klein und Dazu kommt ja noch das wissen inzwischen aber fast alle ein Corona Sterbefall ist nicht jemand der an Corona gestorben ist sondern bei dem Corona diagnostiziert wurde auch wenn die Todesursachen ganz andere waren.

Preradovic: Da wissen wir einfach dass man das durch Autopsien herausfinden kann und ich durch ein Interview mit einem Pathologen hatten wir hier auch schon besprochen dass einfach zu wenig Autopsien bislang in Deutschland durchgeführt wurden, um zu sagen wie viele Menschen sind wirklich an Corona und nicht nur mit Corona gestorben so und ein Punkt der immer wieder angesprochen wird ist ja aber wenn das Virus jetzt gar nicht so schlimm ist alles gar nicht so überlastet ist und wenn diese Gefahr der Überlastung überhaupt nicht besteht, eie ist das dann mit Bergamo also den Verhältnissen in der Lombardei, wie ist das dann zu erklären?

Homburg: Dieses Virus tritt auch bei uns in Deutschland eben oft geballt auf nach zum Beispiel Fasching in Tirschenreuth oder Karneval in Gangelt genau so ist es in Bergamo auch geballt aufgetreten. Aber es gibt jetzt einen wichtigen Unterschied zwischen Deutschland und Italien nämlich wenn in Italien in einer Stadt wo sich das Virus verbreitet hat die Krankenhäuser überlastet sind dann gibt es aus Gründen die ich nicht verstehen ich kenne keine Möglichkeit die kranken woandershin zu transportieren, obwohl ein Kurve Krankheit im Anfangsstadium nicht direkt Transport unfähig ist.

Preradovic: Sicherlich kommen die Leute nicht im Anfangsstadium in die Krankenhäuser

Homburg: Ja aber wenn die Aufnahme im Krankenhaus erfolgt sind die Patienten in der Regel transportfähig und wir haben doch gesehen, dass kranke Italiener hundertfach mit Militärmaschinen über die Alpen zu uns nach Sachsen und Niedersachsen transportiert worden das geht. Aber aus irgendwelchen Gründen kann man sie nicht in andere italienische Regionen bringen. die ja nicht so schwer betroffen sind von Corona. Sie hatten ein interessantes Interview mit einer italienischen Lungenärztin, die ja eine total andere Meinung vertritt als ich, am 16. dritten ja mit Frau Dr. Rinnenburger, das war der Höhepunkt der Bergamo Krise wo zwischen ja auch wieder gut aussieht, für sie das Corona Virus seit das schlimmste von allen und an einer Stelle Fragen sie dann ja wie sieht S denn bei ihnen in Rom aus und sie sagt ja also bei uns ist nichts los. Das heißt, wir haben hier eher ein logistisches versagen des Gesundheitssystem sh und der Politik Es sind keine im Land so gewesen, dass man insgesamt eine Überlastung hat das gilt auch für Fälle wie New York. Viele wissen nicht dass die Sterblichkeit zum Beispiel in der Schweiz insgesamt höher ist als in USA das ist aber auch das Problem gegeben dass die kranken nicht verteilt werden. Da gibt es starten wie Wyoming praktisch ohne Infektion und es gibt Staaten wie New York in den das Gesundheitssystem überlastetes

Preradovic: es ist also im Grunde eine organisatorische Frage und eine Frage eines guten oder nicht so guten Gesundheitssystem

Homburg: absolut Maurer wichtiger Unterschied ist natürlich pro Kopf der Bevölkerung haben wir hier in Deutschland viel mehr Intensivbetten als die Italiener diese Welle dass das konnte ich als Laie auch erkennen die die würde nie kommen das war einfach ein Unding dass die Politik die Krankenhäuser gezwungen hat auch Tumoroperationen abzusagen, wegen einer bloß imaginierten Welle die da kommen sollte. Jetzt am Schluss hat man gesehen die Welle wird nie kommen und deshalb werden die vielen kranken Deals so lange warten mussten endlich operiert.

Preradovic: So Professor Hamburg jetzt glauben wir glaub ich die wichtigsten Fragen von unserem ersten Gespräch beantwortet und unseren Beitrag zur Eröffnungsdiskussionsorgie geleistet wie es die Kanzlerin heute genannt, ein schreckliches Wort, aber irgendwie Merkel Wort.

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