saarnews: Dr. Ernst Zimmer: Es wird keine zweite Welle geben

Ein Leserbrief des saarländischen Hausarztes Dr. Ernst-M. Zimmer beschäftigte in der vergangenen Woche viele Menschen aus den medizinischen und pflegerischen Berufen. Wir besuchten ihn in seiner Hilbringer Praxis und sprachen über seine Sicht der Dinge.

Kommentar der Redaktion: Der bodenständige Hausarzt Dr. Zimmer hat im Bereich der Virologie promoviert. In einem Interview mit SaarNews berichtet er mit gesundem Sach- und Menschenverstand eines Praktikers von seinen Erfahrungen. Ein Beitrag der auch Mainstream unkritischen Menschen ansprechen dürfte. Super geeignet auch zur Beruhigung von Oma und Opa! Also gerne teilen!

Ein Interview von Claus Kuhn: saarnews.tv Youtube Kanal Saar News

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Saar News: Dr. Ernst Zimmer ist seit Jahrzehnten Hausarzt in Merzig Hilbringen. Mit einem Leserbrief an diese Saar News Redaktion hatte er vielen Menschen aus der Seele gesprochen. Wir fuhren deshalb nach Hilbringen um mit Dr. Ernst Zimmer zu sprechen.

Saar News: Hatten Sie bereits Patienten die mit dem Corona Virus infiziert waren?

Zimmer: Ja wir hatten vor zirka 5 Wochen als das mit dem Lockdown begann, hatten wir einen Patienten mit Covid 19 klassische, typische Anamnese. Sein Freund war in Ischgl, sie haben ne Partie zusammen gefeiert und 8 Tage später oder so war er symptomatisch, der war richtig symptomatisch, so wie man das von einer Grippe kennt, wie man sagt. Er kam als mit Fieber, Husten und dann auffallendem Geschmacksverlust. Das ist ja bekannt bei Covid 19 und auch bei anderen viel Virusinfektion ist das typisch fast typisch signifikant und da hätte man gar kein Test mehr gebraucht, den hab ich dann getestet, bis dahin haben wir so gut wie gar nicht getestet weil den Test gab es noch gar nicht, man testet auch nicht das ganze Jahr über weil ja auch teilweise budgetiert sind. Das heißt das Labor, wenn wir zu viel machen müssen wir teilweise selbst bezahlen und deswegen wird wenig getestet. Wir behandeln diese Patientin symptomatisch. Er war erkrankt, wurde dann unter Quarantäne gestellt, der übliche Gang, nach 4-5 Tagen war er wieder fit. Interessant ist seine Ehefrau mit der er sehr sehr engen Kontakt hat logischerweise, ist bis heute nicht erkrankt, soviel zur Kontagiösität dieser Erkrankung, die meines Erachtens nicht wesentlich höher ist oder vergleichbar mit einer Grippe, eher vielleicht sogar niedriger.

Frage: Wie ist denn eigentlich der Unterschied zu einer normalen Influenza Grippe?

Zimmer: Normalerweise kann man das gar nicht auseinander halten, die Patienten kommen mit sogenannter Atemwegserkrankung, das kennt ja jeder, also mit Husten, Fieber, Schnupfen Heiterkeit in die Praxis und wir können ja nicht, wie bereits gesagt schon allein aus Kostengründen, weil wir budgetiert sind, nicht alle Tests durchziehen. Aufgrund der Literatur zum Beispiel, ich habe jetzt das Handbuch leider zu Hause liegen, „medizinische Virologie“, wissen wir, die häufigsten sind Influenza A,B,C , Para Influenza Viren, die RSV Viren, Coronaviren kennen wir schon lange, seit 1968 glaub ich zu wissen kennen wir Corona Viren die auch sehr häufig für diese Erkrankung, nur wie gesagt getestet wurde da kaum, außer beprobt von den Virologen an den Universitäten vielleicht aber so in der Praxis nicht. Wir haben im Winter unsere Atemwegserkrankung, die werden wir auch jetzt im November wieder kriegen Oktober wiederkriegen nachdem, im vergangenen Jahr. Jetzt in der Saison hatten wir nach meiner Einschätzung oder Beobachtung im November bis Mitte Dezember so eine Welle, 4 Wochen, dann war über Weihnachten etwas Ruhe, Januar war auch Ruhe und Ende Januar, Februar ging es dann wieder so langsam los, nach Fassnacht war es ganz schlimm. Dann waren wir im Januar die ersten Covid Fälle da in München, wo diese Chinesen da in dieser Maschinenbau Firma und dann ging auch der Hype los bei den Medien, die Patienten haben das noch gar nicht registriert. Ich hatte das registriert, weil ich da sehr sensibel bin und wie gesagt die Grippe von Januar bis März jedes Jahr mehr oder weniger stark und dieses Jahr war es halt eben bis Mitte März und dann kam komischerweise dieser Lockdown. Und da war schon Schluss, wir hatten ja nichts mehr, wir fingen dann natürlich an zu testen, weil der Test da war und es wurde auch dadrum gebeten so viel wie möglich zu testen und trotzdem wurde getestet wie verrückt, keinen weiteren gefunden. Ja so viel zur Inzidenz. Wir haben also eine Testquote in unserem Labor von 10.000, dann liegt die Infektionszahl bei 5%, da kann man nicht von einer riesen Epidemie reden. Die Covid-19 ist vergleichbar mit der Influenza, ja die Influenza ist halt eben bekannt und seit Jahren kennen wir die, da gibt es mal schlimme Verläufe wie vor 2 Jahren, wir haben zwar eine Impfung ich habe relativ viele Patienten, weil ich sehr viel Propaganda mach, weil ich halt eben auch aus der Virologie komme. Dort habe ich promoviert und bin also ein großer Impffreund. In 2017/18 hatten wir eine ganz ganz schlimme Grippeepidemie und ich denke auch eine Pandemie, Pandemie heißt ja nur dass sich diese Epidemie auf der Welt ausbreitet, die Definition ist ja auch jetzt geändert worden, von der WHO und zwar nicht zum Besten ja da möchte ich jetzt nicht drauf eingehen und diese Influenza aber deswegen auch so schwer, weil die Impfung war nicht so ganz optimal, die war eher suboptimal, da fehlte der Influenza Typ B und zwar Yamagata, den hat man nicht auf der auf der Liste gehabt und dadurch hatten wir also viele schwerkranke Patienten, die Praxen waren voll, die Krankenhäuser waren voll, die Intensivstation waren voll, das wird medial überhaupt nicht wahrgenommen. Wir hatten also dann wirklich in den Krankenhäusern und hier auch in den Praxen, zumindest in meiner Praxis hab ich dazu wahrgenommen, den Ausnahmezustand, also ich hatte da in der Spitze manchmal täglich 96 bis hundert Patienten. Wir gehen auch immer dann schon hin wenn so eine Grippe Epidemie ist mit meiner großen Praxis, dass wir versuchen den Patientenstrom so zu Steuern, dass wenig Kontakt das ist ja logisch. Das war gemessen an den jetzt politischen ergriffenen Maßnahmen erscheint mir die fehlende Einführung einer Impfpflicht auch für Pflegeheim Bewohner zum Beispiel. Dass das noch nicht ergriffen wurde erscheint mir also sehr fragwürdig. Ich hab damals auch einige Patienten wegen Influenza verloren, aber das ist wieder ein anderes Thema, wenn wir vielleicht später darauf zurück kommen, auf die Risikogruppen, was machen wir mit dem Pflegeheim, mit dem Pflegeeinrichtung, das ist ja quasi die Achillesferse unserer Gesundheitsversorgung, dort sind die Hotspots, nicht in einem normalen Bevölkerung. Es gibt keine harmlosen Viren, die haben alle potenziell tödliche Gefahr und Coronaviren sind was ihre Gefährlichkeit, sprich Mortalität egal wie Mans ausdrückt, bleiben aber bei dem Wort Gefährlichkeit, nicht gefährlicher als die Influenza. In 2017 2018 hab ich auch im Bekanntenkreis ein zweijähriges Kind verloren, das war nicht bei mir Baden aber ich kenne die Großeltern, war auch ein Influenza Fall, ja das ist Schicksal, das ist schlimm, aber in der Regel trifft es ja doch mehr so die Schwachen die körperlich Schwachen. So war es bei jeder Epidemie, so war es bei der spanischen Grippe, die Leute waren ausgehungert, die hatten die Tuberkulose, die waren von Krieg fertig und da brauchst nur ein kleines Lüftchen und dann ist das Leben vorbei. Also es gibt keine harmlosen Viren, ja auch Adenoviren mit denen ich gearbeitet hab im Labor, sind höchst gefährlich, höchst Kontagiös, können also auch mal ganz übel Geschichten machen und das Schlimme jetzt, oder sagen wir so, das was jetzt bei dem Covid 19, war ja auch bei Saas Covid 1 schon so, halt eben dieses akute Lungenversagen, was dort gehäuft Auftritt, das bringt man damit in Verbindung, dass die Viren relativ tief ins Lungengewebe eintreten, in die Alveolen, also unten in die kleinste Bläschen, aber Lungenversagen kennen wir bei vielen Erkrankungen. Bei der Influenza bei Gasvergiftung in Bhopal, Seveso und was alles war, hatten viele Patienten ein Lungenversagen und die Sterblichkeit beim Lungenversagen ist halt eben sehr sehr sehr hoch. Sehr interessant geschrieben, man sieht das wiederholt sich immer wieder alles, also erstens Epidemien sind Selbstläufer, auch selbstlimitierend, viele Faktoren spielen mit eine Rolle, bei der Übertragung, da kommt es auf den Erreger, bei der Cholera ist etwas ganz anderes. Bei der Pest ist auch wieder was anderes gewesen, aber letztendlich sieht man, das auch gerade bei der Grippe, bei der Influenza hat man das so schön gesehen in der Vergangenheit, das die Altenpflegeheime, die Krankenhäuser die Hotspot sind, dort sterben dann die Krankenschwestern, dort sterben die Pfleger. Warum? Weil die sehr sehr engen Kontakt haben, die müssen pflegen, die haben von den ganzen Tag mit dem Sekret zu tun, mit den Ausscheidungen zu tun, man weiß über die Fäkalien wird das Virus ausgeschieden, trotzdem kann es durch kurze Unaufmerksamkeit zu Übertragungen kommen. Das Risiko ist viel viel größer, wie wenn ich Zuhause in meiner Stube sitze, ist ganz klar und da muss man sich überlegen, erstens für diese Einrichtungen, Krankenhäuser, Altenheime und für unsere Risikogruppen, dass man verpflichtende Impfungen einführt, um das vorzubeugen, Influenza soll man jetzt als erstes Mal machen, haben wir gute Erfahrungen. Wir haben ja auch schon schlechte Erfahrung gemacht mit Impfungen das Berühmt berüchtigte war die Schweinegrippe Impfung Pandemrix, 2009 war das glaube ich, war ja auch so eine Fehlleistung vom RKI, die haben immer gesagt das die zweite Welle kommt. Ich war hier einer der einzige Hausarzt der Pandemrix nicht benutzt hat, diesen Impfstoff gegen Schweinegrippe, der massive Nebenwirkungen hatte, wo heute noch der Steuerzahler für Impfschäden aufkommt. Ich hab das damals im New England Journal schon gelesen, dass der nicht springt, in Australien war die Saison vorbei die, sind ja immer ein Halbjahr vor uns dran und hatten dann die Schweinegrippe mal evaluiert und geguckt wie schwer ist der Verlauf, RKI riesen Theater gemacht, was ist herauszukommen, heiße Luft und sonst nichts. Da gibt es ja noch andere Geschichten, es gibt MRSA, da Sterben auch viele dran, also Multiresistente Staphylokokken, Multi resistente Streptokokken und so weiter ja und Darmbakterien die auch Multiresistent sind mittlerweile, dass man die alle dann testet, nur dazu muss der Vater Staat mal bisschen Geld in die Hand nehmen und das ist für mich echte Fürsorge. Fürsorge, die ein Verfassungsbruch benutzt, ist für mich keine Fürsorge, ja also so stelle ich mir vor. So die groben Züge, dass man dort gezielt Tests macht, also jeden testet, denn das Personal ist ja auch gefährdet, die arbeiten an der Front und das weiß jeder Arzt, jede Krankenschwester, die geht auch mit dem Risiko vernünftig um. Also wenn ich den Beruf ergreife weiß ich, ich kann mich infizieren, es sei denn ich hock mich ins Labor oder wie ein Radiologe oder so, da ist das Risiko geringer. Aber jeder Krankenpfleger der in der Pflege arbeitet weiß und diese Pflegerin, dass er sich infizieren kann und wenn man die Opfer sieht, so in der Vergangenheit, dann sieht man das die meisten die dann so sterben die Leute an der Front. Das war jetzt hier in Italien auch so, dass ist auch jetzt so, dass viele Ärzte positiv sind, ist ja klar wenn du den ganzen Tag dort arbeitest.

Saar News: Wie sind sie denn mit der Entscheidung der Politik zufrieden?

Zimmer: Ja ich bin total unzufrieden, weil erstens kam dieser Lockdown, A. viel zu spät, wenn er überhaupt notwendig war, wenn er notwendig gewesen wäre, kam zu spät, weil wie man bei uns im Dorf sagt, die Musik war schon vorbei. Die Grippewelle dieses Jahr war schon an zweite Märzwoche tote Hose, wer sieht das denn am besten? Nicht die beim RKI, sondern wir in den Hausarztpraxen, braucht man nur mal rumtelefonieren und vielleicht noch ein paar Beerdigungsinstitute anrufen, die wissen das auch oft. Also die Entscheidung kam zu spät, dann wird einem ja wirklich auch Angst und Bang, wie ich schon geschrieben habe, dass wenn wirklich mal ein eine gefährliche Situation eintritt unser Katastrophenschutz, hier eine Katastrophe ist, weil wenn jetzt wirklich was Gefährliches da gekommen wäre… wir hatten nichts. Ich hab meine eigenen Schutz hier, aber wenn ich auf die Maske gewartet hätte, als Handwerker habe ich immer meine Atem Schutzmasken im Keller, allein schon wegen dem Staub. Insgesamt sind diese ganzen Maßnahmen Kontraproduktiv gewesen und ich wage auch zu behaupten, dass der Lockdown überhaupt nichts gebracht hat, dass die Zahlen jetzt runter gehen, die sind vorher schon runter gegangen und davor konnte man keine Zahlen erfassen, weil es noch kein Test gab. Ich hätte gern ab November getestet, aber wir hatten ja kein Test und wir hatten die Influenza, ich kann mir vorstellen, einige schon paar schwere Fälle in der Erinnerung, die wirklich richtig krank waren 8 – 10 Tage, Eheleute sogar ist mir jetzt grad noch jetzt eingefallen, möglicherweise hatten die Covid, aber wir konnten ja nicht testen und jetzt Antikörpertests zu machen macht Sinn, aber die Wartezeiten, die haben glaub ich 1000 oder 1500 Tests noch da stehen, die noch nicht abgetestet sind, also lange Wartezeit. Also insgesamt war das unmöglich, was die Politik hier gemacht hat, medizinisch in meinen Augen vollkommen unsinnig, das war nur Panikmache und die Medien haben dort eine ganz  üble Rolle gespielt, heute oder gestern war ja auch in der Süddeutschen Zeitung, so mal ganz leise eine Andeutung, die Rolle der Medien weil dieser COVID-Krise, also die hinterfragen sich jetzt auch mal. Als Beispiel nur in Schwerin haben am 1. Mai 150 Hausärzte demonstriert, aufm Marktplatz haben große Ansprache gehalten, waren alle ohne Mundschutz da, Plakate getragen, da wird von ARD und ZDF nichts berichtet, Events und die wussten dass mit Sicherheit, dann wird gesagt in Berlin ist Ruhe, wie erwartet gibt’s in Kreuzberg wieder Randale, wie jedes Jahr. Nein überall ist Ruhe, aber in Schwerin war keine Ruhe, und das ist in meinen Augen keine objektive Berichterstattung,  da werden der Bevölkerung Informationen vorenthalten und dann heißt es, ja da gibt es so ein paar Quertreiber, wie den Zimmer, das sind alles Staatsgefährdende, die müssen wir im Auge behalten, die motzen zu viel, denken zu viel und das viele Kollegen mitmachen, das wird gar nicht berichtet. Also es ist schon und wie gesagt das Schlimme ist, um wieder zurückzukommen, was hat dieser Lockdown bewirkt? Also aus hygienischer Sicht gar nichts, er hat Leute krank gemacht, er hat irrationale Ängste geschürt, Akuterkrankungen wurden verschleppt, hab ich Belege dafür, häusliche Gewalt ist aufgetreten, habe ich auch ein Fall, wo die Polizei hin musste, weil sie alle fix und fertig waren, alle machen sie mit den Nerven total fertig. Kontrolltermine bei chronisch Kranken, die dann immer alle 3 Monate zum Belastungs-EKG sollten werden verschoben, dadurch entstehen Verschlechterungen , also es kommt mit Sicherheit zu Schäden, abgesehen von den finanziellen Schäden in den Praxen, wobei wir ja budgetiert sind, also ist nicht gerade so gravierend vielleicht, wir werden ja nicht nach Leistung bezahlt, sondern pauschal, egal wie oft der Patient kommt. Also da ist vielleicht nicht so gravierend wie im Restaurant der anstatt 30 Essen nur noch 0 hat. Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit macht krank, da brauch ich keine Studien, da muss man nur einen Hausarzt zu fragen. Abgesehen von den Neugründungen, also Leute die gerade ihr Geschäft neu aufgemacht, haben Kredite haben, diesen fertig, mir hat einer gesagt „Ich kann jetzt den Schlüssel wegwerfen“, abwarten und dann gucken wer noch aus dem Dilemma rauskommt. So seh ich das und so sehe ich das nicht alleine.

Saar News: Da scheint es offensichtlich Leute geben, die sich nicht trauen das zu artikulieren, weil es dann immer unter dem Etikett Verschwörungstheoretiker abgetan wird. Haben Sie keine Angst vor, dass Ihnen das auch so gehen könnte

Zimmer: Ich bin sehr selbstbewusst, war ich schon immer, etwas ja wiessoll ich sagen, Links eingestellt, etwas revolutionär, Che Guevara – mäßig drauf, also das ist mein Lieblingsrevolutionär, die kubanische und Ich bin froh, dass das mit 70 Jahren auch erhalten habe und nicht so stark konservativ bin. Also man muss sich immer bisschen gegen die Obrigkeit wehren, wenn man sieht es geschieht Unrecht und das ist das Schlimme, das halt eben hier Leute, deswegen hab ich auch geschrieben dieser Begriff Kadavergehorsam, das ist so ein Begriff der aus der Kriegszeit kommt, dieses unreflektierte einfach „Ich weiß nicht wo dran es liegt“, Ortega hatte sein Buch „Aufstand der Massen“, da musste ich vor dem Abitur einen Besinnungsaufsatz schreiben. Er hat das sehr schön beschrieben, dass die Massen durch Entwurzelung und durch weiß der Teufel welche Phänomene halt eben leicht anfällig sind für solche Dinge, das einem Menschen hinterherlaufen und dann auch alles ertragen, das ist denke ich eine große Gefahr, das ist wirklich schlimm und das ist jetzt diese staatspolitische oder ja überhaupt politische Überlegung bei der Sache die ich hab, die jetzt hoffentlich mal richtig in Gang kommt.

Saar News: Schlimm wie sie sich gegen das was geschehen ist wenden, das gab es am Anfang so gut wie gar nichts, sondern es gab da Zustimmungsraten von über 95%.

Zimmer: Die Leute haben Angst! Man braucht nur sowas wie so einen Virus und deswegen sage ich den Leuten laut und deutlich auch jetzt wieder zu Ihnen, das Corona Virus, auch dieses Covid-19 ist genauso gefährlich oder genauso harmlos wie alle Influenzaviren, das ist kein Killervirus der uns umhaut, der sich so ähnlich verhält, der hat eben nur ein etwas anderes Krankheitsbild und im schlimmsten Falle, wobei die die Mortalität etwa bei 0,3% liegt, das ist nichts, das ist viel weniger als bei der Influenza . Die Datenlage insgesamt ist ja noch etwas luftig, obwohl ich ja sehr sehr viel lesen im New England Gernal und so weiter und sofort. Es gibt interessante Studien, zum Beispiel auch was die Verbreitung betrifft, war für mich sehr interessant zu sehen, in New York hat man vor 14 Tagen 250 schwangere Frauen getestet die ins Krankenhaus kamen zum entbinden, von diesen Frauen waren knapp etwas über  11% waren positiv und der Rest, also fast 90% war negativ und von den 10% war 1% Prozent symptomatisch und das in dem Hotspot New York, also man sieht ja bei uns auch, bei uns waren die schlimmen Fälle irgendwo in Verbindung zu bringen mit dem was wir schon seit Jahrhunderten wissen, wenn ich einen engen Raum habe, mit vielen vielen Leuten und schlechter Lüftung, nass geschwitzt, habe ich eine hohe Viruslast in der Luft, ja dann ist das Risiko dass ich mich anstecke natürlich sehr sehr groß, dann haben wir unsere Hotspots dann in Heinsberg gehabt, Karnevalsveranstaltung und Leute die aus Ischgl zurück kamen. Ischgl war in meinen Augen der Haupt Hotspot, also viele die ich kenne die auch aus dem Saarland die mit Covid positiv waren, die kamen alle aus Ischgl, dann hatten wir in Bayern auch so 2 Starkbierfeste im Dorf, auch in Hotspot, so dann hat man in München diese Firma diese Maschinenbaufirma wo eine Chinesin dann kam das war schon im Januar. Ansonsten verteilt sich das wie jedes Jahr, natürlich muss man überlegen, also leichter wärs gewesen zum Beispiel 2 Wochen die Schulen zu zumachen, aber dann schon im Februar direkt an Fassenacht und Bundesliga 3 Wochen und alle Veranstaltung, wobei im Stadion wo viel frisch Luft ist, weiß ich nicht wie das Ansteckungsrisiko da ist, das eher geringer, aber in großen Hallen zum Beispiel wo 10.000 Zuschauer sitzen, da läuft die Brille an, da hab ich sicherlich eine hohe Viruslast, Was mich auch wundert, wenn ich dann immer sie diese Daten die da verbreitet werden, das da auch Leute sitzen die sogenannte Experten sind. Ich will ja nicht sagen das Experte bin, aber Ich bin hausärztlicher Experte an der Front, die sollte man auch mal hören und ich hab dazu noch einen Virologischen Hintergrund, also das ist mein Steckenpferd. Patienten sagen zu mir, „da sitzen Gesundheitsexperten, die werden zu Experten ernannt weil sie 2 Arztromane gelesen haben“, das ist jetzt natürlich etwas sarkastisch, aber so ist es oft und dadurch werden die Leute dann natürlich total verunsichert, der eine erzählt so und der andere so. Es gibt noch viele Daten, aber ich brauch diese Daten nicht, eins weiß ich, der Virus ist nicht gefährlicher als die Influenza, das ist für mich wichtig, ihre Frage war ja, was kann man tun jetzt für die Zukunft. Wichtig ist das man, A mal die Hausärzte miteinbezieht, bei dem nächsten Mal Katastrophenschutz wieder mal als Hausaufgabe ansieht und da die Experten von THW und dem Deutsche Roten Kreuz und pro Bundesland oder sowas, das ist eine Frage der Logistiker, also ich als Alter hätte gesagt, wir brauchen dann ein Reservelazarett mit 200 Betten und einmal im Jahr wird das Ding aufgebaut vom Roten Kreuz und geguckt ob alles ganz ist oder was fehlt, so mache ich das in meiner Praxis auch, da mach ich einmal im Monat so bisschen Check, guck mit den Arzthelfern durch, wo braucht man was, machen wir da was machen wir da. Das ist die eine Sache und dann Impfprogramme und Präventionsprogramme für die Hotspots, sprich für unsere Achillesferse, Altenheime, ich hab auch keine oder kaum Patienten verloren, in der Vergangenheit, die Zuhause gepflegt worden sind, auch wenn sie 95 waren, da ist das Ansteckungsrisiko viel geringer, ist ja logisch, als im Altenheim. Nicht nur der Kontakt, sie haben eine hohe Konzentration an Keimen, weil halt eben die Leute so eng zusammensitzen und wie gesagt ein erneuter Verfassungsbruch kann ich nicht empfehlen. Wenn es dann heißt heißt jetzt im Januar, die nächste Welle kommt, die nächste Welle kommt nicht, wir haben jetzt im Sommer Ruhe wie immer und dann fängt im Oktober, November die nächste Saison an und wie diese nächste Saison wird kann ich dir jetzt noch nicht sagen, der aktuelle Impfstoff ist mir bekannt, das richtet sich immer nach dem was im letzten Jahr war. Vielleicht ist irgendwo noch ein Influenza Virus Subtyp unterwegs, wo dann anstatt H1N1 dann plötzlich heißt H5N6 oder sowas, wo man auch keinen Stoff hat, müssen wir eben mit Leben, aber wir müssen schauen, dass alle die ins Altenheim kommen, würde ich gegen Influenza impfen auch gegen Pneumokokken impfen und zwar verpflichtend. Das kann man ja zum Schutz der Bevölkerung machen, denn die wollen ja ins Heim, oder müssen ins Heim. Ich bin ja wie gesagt mit Zwangs Impfung vorsichtig, aber auch die chronisch Kranken, ich denke die sollten auch schon geimpft werden und sollten mit dafür sorgen, dass keine Impflücken entstehen, denn sie profitieren ja von der Herdenimmunität, die schützt sie ja mit. Nur wenn sie sich nicht impfen lassen, dann wird ja nix mit der Herdenimmunität, deswegen bin ich auch dafür, dass man bei den chronisch Kranken sagt, so ein bisschen mit Druck vielleicht, aber da können wir Ärzte viel tun, wir Hausärzte, dass wir die überzeugen und sagen: „Komm du hast Cortison Therapie, du hast nen Moroskon, lass dich gegen Masern impfen bevor wir jetzt mit der Therapie anfangen, lass dich gegen Pneumokokken impfen, jährliche Influenzaimpfung und dann haben wir schon viel gewonnen.

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