Stiller Protest Halle (Saale) – Rede des Psychologen Hans-Joachim Maaz

Der bekannte hallesche Arzt und Psychotherapeut Dr. med. Hans-Joachim Maaz Klartext über den Unsinn des Maskenzwanges, die Pandemiemaßnahmen insgesamt sowie die wirtschaftlichen und psychischen Folgen. Erstmals äußerte er sich ganz klar und deutlich zum Thema Impfen. Er gab jedem Impfzwang eine klare Absage, verlangte wissenschaftliche Nachweise für den Nutzen von Impfungen und erklärte, dass jede Zwangsimpfung eine strafbewehrte Körperverletzung ist, die geahndet werden müsste.

Dr. Hans-Joachim Maaz, geb. 1943, war von 1980 – 2008 Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik im Diakoniewerk Halle (Saale) und langjähriger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für analytische Psychotherapie und Tiefenpsychologie (DGAPT). Er ist Vorsitzender des Choriner Instituts für Tiefenpsychologie und psychosoziale Prävention (CIT).

Der breiten Öffentlichkeit wurde Hans-Joachim Maaz durch sein Buch „Der Gefühlsstau. Psychogramm der DDR“ (1990) bekannt. Weitere wichtige Bücher von ihm sind: „Der Lilith-Komplex“ (2003), „Die Liebesfalle“ (2007), „Die narzisstische Gesellschaft“ (2012), „Hilfe! Psychotherapie“ (2014) und „Das falsche Leben“ (2017).

Hans-Joachim Maaz meldet sich immer wieder zur gesellschaftlichen Situation in unserem Land zu Wort und bezieht durch Vorträge und Publikationen, aber auch in Funk und Fernsehen zur aktuellen politischen Lage Stellung.

Quelle: hans-joachim-maaz-stiftung.de

Kommentar der Redaktion: Zum Thema Hetze ist dieser Beitrag des ARD Magazins: titel, thesen, temperamente: Verschwörungserzählungen rund um Corona beispielhaft

Der nachfolgende Text wurde aus obigem Podcast / Video transskribiert. Um die Lesbarkeit zu verbessern wurde der Text geringfügig verändert bzw. gekürzt ohne den Inhalt zu verändern.

  • Warum bin ich hier?
  • Diffamierung jeder Kritik
  • Warum ist Protest notwendig?
  • Verheerende ökonomische und psychosoziale Folgen
  • Soziale Distanz tötet
  • Ein ärztlicher Protest gegen Maskenpflicht!
  • Impfplicht
  • Selbstbestimmt Altern und Sterben
  • Hetze durch Politiker
  • Stabilisierung der Angst vor Krankheit und Tod / Eigenverantwortung statt Gehorsam, Hoffnung auf Erlösung von Oben.

Warum bin ich hier?

Warum bin ich hier? Es geht mir vor allem in erster Linie darum die Initiatoren, die jungen Leute, die das hier organisieren und geplant haben zu würdigen. Alle die den Mut haben sich hier zu zeigen die sollen gewürdigt sein. Persönlich bin ich hier, weil ich es für notwendig halte für die Erhaltung unserer Demokratie zu demonstrieren, die ich in Gefahr sehe durch die politischen Maßnahmen, die wir hinnehmen müssen.

Diffamierung jeder Kritik

Ich wehre mich entschieden gegen die auffällig wachsende Diffamierung jeder Kritik. Wir sind dann alle Verschwörungstheoretiker, Wirrköpfe, Esoteriker, Rechtsextreme, Linksextreme, Impfgegner, Antisemiten sogar Hooligans, Reichsbürger. Im Grunde genommen wird alles aufgezählt was man heute zur Diffamierung von Menschen aufbringen kann, nur weil wir hier stehen und uns gegen die Maßnahmen der Pandemie zur Wehr setzen.

Warum ist Protest notwendig?

Weil sich herausgestellt hat, dass die Maßnahmen, die getroffen wurden überzogen sind, dass die ursprüngliche angenommene Gefährlichkeit von Covid-19 übertrieben wurde und unverhältnismäßige Maßnahmen dagegen unternommen wurden, muss dagegen protestiert werden. Wenn ich es mal ganz freundlich ausdrücke, dann ist mein persönlicher Wunsch, dass mein Protest und unser Protest Politikern und vor allen Dingen auch den Journalisten helfen sollen aus einer selbstverschuldeten Sackgasse wieder herauszufinden, damit Fehlentscheidungen endlich zugegeben werden können und nicht ewig verlängert werden müssen nur um das zu vertuschen. Mein spezieller Protest richtet sich gegen eine einseitige bis falsche Darstellung in den öffentlich-rechtlichen Medien sodass keine klare Differenzierung zwischen Infektion, Erkrankung und Todesursachen getroffen werden. Diese einseitige oder falsche Darstellung führt politisch und medial zu einer unnötigen Panikmache gegen die ich mich als Psychiater ganz strikt wenden muss, weil wir damit Menschen krank machen. Ich protestiere gegen eine einseitige wissenschaftliche Begründung der Maßnahmen und damit der Ausgrenzung aller anderen wissenschaftlichen Grundlagen, die sogar diffamiert werden und das halte ich für völlig undemokratisch.

Verheerende ökonomische und psychosoziale Folgen

Ich protestiere natürlich gegen die Maßnahmen die verheerende Folgen haben werden auf verschiedenen Ebenen, dann geht es nicht mehr nur um ein Virus da geht es um ökonomische und psychologische und soziale Folgen, von denen wir noch gar nicht ahnen was da auf uns zukommt. Diese Folgen werden verantwortet werden müssen von Politikern und auch von den Medienmachern.

Soziale Distanz tötet

Arzt und Psychotherapeut habe ich natürlich den speziellen Protest gegen die soziale Distanzierung vorgenommen (Transparent „Soziale Distanz tötet“). Wir wissen, dass wenn Menschen keinen sozialen Kontakt mehr haben, keinen emotionalen Austausch mehr haben, keine körperliche Nähe mehr haben, dass sie krank das macht, dass sie das aggressiv machen kann und dass sie daran auch am Ende sterben können, viele alte Menschen sterben aus Einsamkeit. Ich habe eben ein Wort eines Pfarrers gehört, der hat gesagt „Der Mensch wird des Menschen Virus“. Wenn man sich vorstellt was im Moment in unserer Gesellschaft geschieht, dass der Nachbar, der Nächste, der menschlich Nächste auf Distanz gehalten werden muss, dass jeder Nachbar, jeder Nächste in Verdacht steht er könnte mich gefährden, er sei eine Bedrohung, also das ist das Ende einer menschlichen Gesellschaft, das kann nicht akzeptiert werden.

Ein ärztlicher Protest gegen Maskenpflicht!

Der Sinn und Zweck einer Gesichtsmaske ist nicht hinreichend wissenschaftlich begründet. Es gibt keine belastbaren Daten dafür welchen Sinn Gesichtsmasken machen. Wir wissen, dass sie höchstens dann schützen, wenn man selbst krank ist und damit im Grunde und Tröpfchen auffangen kann um sie nicht beim Husten oder Nießen weiter zu geben. Aber wir wissen auch medizinisch begründet Gesichtsmasken haben ein großes Potential an Gesundheitsgefährdung einfach dadurch, dass man vermehrt CO2 einatmet und weniger Sauerstoff hat und auf Dauer für das natürlich zu Ermüdung zur Hirnleistungsschwäche zu Erschöpfung und so weiter. Wer herzkreislaufmäßig, atembedingt krank ist, für den ist das eine echte Bedrohung über längere Zeit eine Maske tragen zu müssen. Ich bin auch überzeugt, dass die meisten Menschen, die eine Maske tragen deren zweckmäßigen Gebrauch nicht kennen. Der zweckmäßige Gebrauch heißt, dass die einfachen Masken, die auf der Straße getragen werden nur einmal getragen werden können und im Grunde nicht angefasst werden dürfen, weil sie dann eine Keimquelle für das alles was da aufgesaugt sind. Wenn man sie anfasst und sich dann damit wieder berührt hat man mehr Gefahr als wenn man frei ein- und ausatmet. Von meiner Arbeit weiß ich, dass Masken Menschen auch in Angst und Schrecken versetzen. Vor allem Kinder sind oft belastet und verunsichert, wenn sie Erwachsene mit Masken sehen. Für mich ist die Maskenpflicht wie einen Kotau zur Unterwerfung. Da es keine hinreichende und gesicherte medizinische Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit gibt, ist das Tragen der Maske ein Symbol der Unterwerfung, gegen die ich protestiere.

Impfplicht

Bei der Diskussion um eine Impfpflicht, die betrachte ich mit großer Sorge, fürchte ich, dass eine eventuelle Impfpflicht, oder ein sozialer Nachweis, ein Immunitätspass dahin führen wird, dass die Gesellschaft weiter in die Geimpften und nicht Geimpften gespalten werden wird, die Geimpften dann auch Nachteile im sozialen Kontakt haben werden und immer wieder bedroht werden, als die Gefährder die eine Gesundheitsgefahr weitertragen können. Eine Impfpflicht muss als Körperverletzung verdächtigt und verstanden werden und juristisch besprochen werden. Die Wirksamkeit einer Impfung muss eindeutig wissenschaftlich belegt werden. Über Nebenwirkungen und Komplikationen bis Todesfälle durch Impfen muss jeder Arzt der das tut aufklären. Die Bereitschaft zum Impfen darf nicht durch eine Panikmache geschürt werden. Meiner Meinung nach besteht im Moment eine Panikmache, so dass viele Menschen schon aus Angst sich impfen lassen werden, ohne zu berücksichtigen was das auch für sie an möglichen Gefahren und Nebenwirkungen bedeuten kann. Die Ablehnung einer Impfung darf keine sozialen Folgen haben. Sie muss absolut freiwillig geschehen. Eines ist noch zu sagen, Leute glaubt nicht oder bedenkt, dass Impfen auch eine falsche Sicherheit geben kann. Wir wissen, dass Impfung gegen Viren immer unsicher bleiben und fragwürdig sind. Viren verändern sich sehr schnell und wenn man gerade noch vielleicht gegen einen Stamm wirksam geimpft ist, kann sich übermorgen das Virus schon wieder verändert haben, die Impfung taugt dann nichts mehr. Also glaubt nicht an eine zu einseitige Hoffnung, dass durch Impfung dann alles besser wird und wir sicher weiterleben. Wir werden uns immer wieder mit Virusinfektionen auseinandersetzen müssen. Der Blick auf Impfen ist für einen Mediziner wie mich der ganzheitlich denkt insofern auch zu beanstanden, weil wir systemisch denken müssen. Zum systemischen Denken gehört unsere Fähigkeit für das Immunsystem. Wie Leben wir, wie ist die Gesellschaft, wie die sozialen Verhältnisse, wie wird unser Immunsystem gestärkt oder geschwächt, also zu denken? Dass wir durch Impfung gerettet werden könnten halte ich wirklich für schwachsinnig, wir müssen einen systemischen Blick haben.

Selbstbestimmt altern und sterben

Noch ein paar Worte als Arzt zu dem sogenannten Schutz der Alten und der Risikogruppen. Ich stehe vor ihnen und bin in vielfacher Hinsicht eine Risikogruppe. Ich sage aber eindeutig, ich will nicht durch Zwangsmaßnahmen geschützt werden, vor allen Dingen dann nicht, wenn diese Zwangsmaßnahmen für viele andere überflüssig und unnötig sind. Wenn diese Zwangsmaßnahmen vormundschaftlich und irrational sind und wegen der Alten praktisch ein ganzes Land lahmgelegt wird und alle Menschen sozusagen kollektiv in Quarantäne genommen werden, weigere ich mich dagegen, ich wehre mich dagegen. Ich bin selbst alt genug um zwischen Risiko und Lebensqualität selbst entscheiden zu können und das werde ich mir nicht nehmen lassen. Es gibt übrigens eine Petition von alten Menschen mit der Überschrift „Selbstbestimmt altern und sterben“ die kann die nur empfehlen, ich habe jedenfalls mit unterzeichnet.

Hetze durch Politiker

Ich frage mich, was ist eigentlich mit den Politikern los und auch mit vielen Journalisten, die zunehmend gegen den Protest den wir hier friedlich und engagiert tun, zunehmend hetzen. Ich empfinde das als eine Hetze und überlege mir, da bin ich wieder der Psychoanalytiker, was muss in diesem Menschen vor sich gehen? Welche Angst müssen sie haben welche riesen Angst, dass sie falsch entschieden und falsch gehandelt haben könnten, dass sie für die Konsequenzen ihrer Entscheidung zur Verantwortung gezogen werden und das offensichtlich es nicht sein darf dass Fehlentscheidungen bekannt werden. Die Ängste, die geschürt werden führen natürlich dazu, dass politische Entscheidungen damit entschuldigt werden sollen und die massiven Folgen, die wir zu befürchten haben dann auch auf Schuldige zum Beispiel die Protestler, die nicht Geimpften geschoben werden können. Ich rufe die Politiker und die Journalisten auf, haltet Inne mit der Hetze gegen uns. Macht euch stattdessen Sorgen um unsere Zukunft und fördert die Diskussion wie die sogenannte neue Normalität aussehen soll. Leute, wir sind in der Verantwortung uns Fragen zu beantworten wie eine neue Normalität von der immer gesprochen wird aussehen soll. die können wir uns nicht vorsetzen lassen, die müssen wir mitbestimmen und mitgestalten.

 Ich komme zum Schluss und trage nochmal zusammen was zu fordern ist:

  • Ich fordere realitätsgerechte Informationen, keine einseitigen und falschen.
  • Ich fordere einen öffentlichen Diskurs mit allen Positionen und Gegenpositionen.
  • Ich fordere das Ende einer nur viruslastigen Orientierung
  • Ich fordere das Ende der Diffamierung als Verschwörungstheoretiker abgestempelt zu werden.
  • Ich schlage vor das Wort Verschwörungstheorie als Unwort des Jahres 2020 zu kennzeichnen. Jetzt sag ich noch etwas Persönliches Ironisches dazu, wenn heutige Kritik automatisch Verschwörungstheorie ist, dann bin ich stolz ein Verschwörungstheoretiker zu sein.

Stabilisierung der Angst vor Krankheit und Tod / Eigenverantwortung statt Gehorsam, Hoffnung auf Erlösung von Oben.

Wir haben zwei große Aufgaben. Die erste große Aufgabe ist uns zu ermutigen und zu stabilisieren, gegen Angst, gegen die Angst vor Infektionen und die Angst vor dem Sterben. Leute wir werden immer wieder mal krank, wir sterben auch und wir müssen uns damit auseinandersetzen und uns nicht vorgaukeln lassen, dass es politische Maßnahmen und Entscheidungen gäbe, die uns wirklich daran hindern könnten krank zu werden oder sogar das Sterben verhindern. Wir müssen das selbst in die Hand nehmen und das was wir noch brauchen ist, dass wir unsere Abhängigkeit unsere Neigung zum Gehorsam, eine Hoffnung auf Erlösung von oben oder von außen aufgeben. Ich bin einigermaßen entsetzt wie groß, wenn die Zahlen stimmen, immer noch die Zustimmung zu den Maßnahmen ist das ist für mich ein neues Zeichen für dieses Mitläufertum, dass ich schon in zwei Gesellschaften miterleben musste, dass wir das jetzt immer noch haben. Dazu passt auch die erschreckende Zunahme von Denunziation, wenn irgendeiner sich mich daran hält was jetzt die Regel oder die Vorschrift ist. Leute was ist da passiert, wenn schon wieder so viele Menschen Andere denunzieren, also den Mitmenschen zum Gegner und zum Feind erklären?

Das war es schönen Dank, ich habe genug gesprochen.


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