Rubikon: Fürsorgliche Entmündigung

Jeder Mensch sollte seine Lebensrisiken selbst abwägen dürfen. Exklusivabdruck aus „Nutzen und Risiken von Corona-Maßnahmen“.

von Günter Kampf

Wir Menschen können Wanderwege „auf eigene Gefahr” begehen. Wir können gefährliche und sogar lebensgefährliche Sportarten ausprobieren. Beim Sex riskieren wir AIDS und Schwangerschaft, und jede menschliche Beziehung, die wir eingehen, birgt das Risiko einer schmerzlichen Enttäuschung. Wir machen Fehler, aber es sind unsere Fehler. Sogar das selbstbestimmte Sterben war lange ein Thema, über das debattiert wurde. Im Zusammenhang mit Corona allerdings maßt sich der Staat teilweise eine Verantwortung an, die ihm nicht zukommt. Er entscheidet für uns, was wir risikieren dürfen und in welche potenzielle Gefahr wir uns und andere bringen. Dabei werden Nutzen und Risiken nicht immer sorgfältig abgewogen. Und er verfügt über ein wirkungsvolles Mittel, um uns zu bewegen, unserer eigenen Entmündigung zuzustimmen: die Drohung mit Strafen. Das Selbstbestimmungsrecht, das früher mal hoch im Kurs stand, wird unter solchen Umständen zum Auslaufmodell.

lesen Sie weiter auf -> rubikon.news

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.