Phoenix: Prof. Lothar Wieler bei Alfred Schier

Kommentar der Redaktion: Lothar Wieler lässt offen ob der „Corona Virus“ existiert, hebt jedoch die davon unabhängigen Vorteile für die Gesellschaft hervor (Video 27:41 min). Ob Wieler wohl auch den „Great Reset“ des Weltwirtschaftsforums bewusst oder unbewusst auf der Agenda hat?

Prof. Lothar H. Wieler (Präsident des Robert Koch-Instituts) äußert sich in phoenix persönlich zu den dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen und zu den Argumenten der Corona-Kritiker.

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

Zu gast ist heute der Präsident des Robert Koch Instituts Professor Lothar Wieler, der Mann der zuständig ist für die Corona Bekämpfung in Deutschland wir wollen uns heute darüber unterhalten was es bedeutet dass die infektionszahlen wieder so stark ansteigen und wir wollen uns mit den argumenten der kritiker auseinandersetzen die sagen die krone Maßnahmen seien das Ergebnis staatlicher history herzlich willkommen bei Phoenix persönlich und engagiert bin froh dass ich bei ihnen sein kann professor lila die zahl der täglichen Neuinfektionen ist wieder über 6000 fälle angestiegen mehr als im Frühjahr wie dramatisch ist die situation naja das eine ist die eine einzige zahl also diese zahl von über 6.000 aber viel wichtiger ist wahrscheinlich noch die Entwicklung die wir in den letzten tagen sehen es geht ja wirklich seit zwei drei wochen kontinuierlich nach oben das heißt es ist eine sehr sehr schlechte Entwicklung und wir sollten tunlichst dafür sorge tragen dass wir diese Entwicklung aufhalten können was haben wir denn inzwischen gelernt was ist der unterschied zwischen 6000 neuen Infektionen am tag im Frühjahr und halte ja das ist eine sehr gute frage also zum einmal muss man sagen dass die zahlen nicht ganz vergleichbar sind weil wir ihm früher auch weniger getestet haben wir haben nicht ganz so viel getestet wie heute wir schauen heute genauer hin wir sind sensitiver das heißt die zahl der 6000 die wir heute haben ist ein besseres abbild der tatsächlichen infektionszahlen als es im frühjahr war es gibt immer eine Dunkelziffer und die Dunkelziffer kennen wenig genau sie ist aber jetzt im herbst geringer als sie ihm früher gewesen ist und das andere was wir natürlich gelernt haben wir haben wirklich sehr sehr viel über das Virus gelernt und wir haben inzwischen einen relativ guten werkzeugkasten mit dem wir die ausbreitung des virus auch wirklich verhindern können und eindämmen können das ist die aufgabe die uns eben alle umtreiben die nächsten monaten noch wenn wir jetzt schon 6000 Neuinfektionen am tag haben was passierte dann im winter im dezember januar februar wenn wir nicht die maßnahmen verschärfen werden die zahlen weiter hoch gehen ich kann keine prognose abgeben wo sie hingehen aber sie werden sicher wenn er so weiter geht die 10.000 überschreiten aber wir wollen das verhindern und ich bin auch nach wie vor der Ansicht dass wir das auch noch schaffen können die bundeskanzlerin hat sich mit den 16 ministerpräsidenten getroffen und sie haben ein maßnahmenbündel beschlossen bei dem die kanzlerin gesagt haben soll das reicht nicht aus das unheil zu verhindern das klingt nicht wirklich beruhigend wie sehen sie das ich denke es ist sehr wichtig dass wir in deutschland einheitliche maßnahmen haben das ist sehr wichtig weil natürlich die bereitschaft der bevölkerung diese maßnahmen mitzutragen sehr stark davon abhängt dass sie nachvollziehbar sind und einheitlich sind die maßnahmen die getroffen wurden heißen dass wir noch mehr masken pflicht haben ab einem geringeren grenzwert die maßnahmen die getroffen wurden heißen dass sich weniger menschen abends nach sperrstunden in restaurants und kneipen treffen sie reduzieren tatsächlich die werden dazu führen dass die zahlen runter gehen wenn sich die menschen natürlich daran halten aber wir müssen vor allem dafür sorge tragen dass sie auch eingehalten werden und ich sage es nochmal die müssen auch möglichst einheitlich sein der rahmen muss einheitlich sein und dann muss man regional natürlich noch maßnahmen verschärfen wenn sie so wie die kanzlerin ist das nicht ausreichend fehlt ihnen was also mir fehlt verbindlichkeit es gibt immer noch einige von den maßnahmen das sind empfehlungen ich würde mir wünschen dass diese empfehlung und auch verpflichtend dann durchgeführt werden also zum beispiel das tragen von masken sollte prinzipiell dann verpflichtend sein das ist aber realen fußgängerzonen in deutschland zum beispiel ein es geht darum wer vom robert-koch-institut wir empfehlen ja das masken tragen bei bestimmten umständen und die politische aufgabe ist es dann aus den empfehlungen des robert koch instituts unter anderem impfpflicht aussagen zu treffen und es gibt umstände wo masken eine große rolle spielen das ist hauptsächlich in innenräumen und in innenräumen empfehlen wir das tragen von masken und dann wünschen wir uns natürlich dass die entscheider dieses massen kann dann verpflichtend um sie zum beispiel in den büros zum beispiel in büros abhängig von der anzahl der menschen die dort drin sitzen und abhängig von der größe der büros noch ein zitat dieses mal der bayerische ministerpräsident wir sind dem zweiten lockdown viel näher als wir das wahrhaben wollen wirklich das vermag ich nicht zu sagen also ich habe nach wie vor die den optimismus dass wir das verhindern können ich weiß dass wir das können ich weiß dass wir es können weil wir werkzeuge haben die wir einsetzen können die frage ist setzen wir sie ein und wie tragen wir sorge dafür dass sie eingesetzt werden aber machbar ist das noch ja besonders umstritten sind die sogenannten beherbergungs verbote sind die sinnvoll bringt das wirklich was also ein virus die dieses virus verbreitet sich darüber dass sich menschen begegnen nahe zusammen kommen längere zeit zusammen kommen einer von den menschen wäre infiziert dann wird er das virus über die atemwege ausscheiden und dann besteht die chance dass andere menschen angesteckt werden und das heißt die weniger menschen sich dann mobil wohin bewegen desto geringer ist die chance dass sie andere ansteckt mobilität ist einer der treiber natürlich dieser pannen in dem zusammenhang ganz interessant die kanzlerin hatte zum treffen mit den ministerpräsidenten an experten geladen von helmholtz zentrum und der soll wir waren ja nicht dabei der soll geraten haben man müsse die risikogebiete abriegeln also ich sag mal was das heißt das würde bedeuten berlin münchen köln müssten abgeriegelt werden da dürfte dann keiner raus und keiner rein ist das etwas wo sie sagen ja könnte sinnvoll sein und ist das überhaupt denkbar in der gesellschaft wieder bundesrepublik vor neun monaten noch habe ich in einem ähnlichen interview gesagt dass ich mir das nicht vorstellen kann inzwischen kann ich mir vorstellen dass solche maßnahmen durchgeführt wurden der hintergrund ist wieder der gleiche den ich eben nannte mobilität ist ein treiber dieser pandemie ob das wirklich geschehen wird ob die politik sich dazu entscheiden wird das wird man sehen bisher sind wir in deutschland vergleichsweise gut durch diese pandemie gekommen vor allem stehen wir sehr gut da wenn wir uns mal mit nachbarländern vergleichen wie dem niederlande wie frankreich spanien italien und auch die usa natürlich warum sind wir so gut durch die partner medical das ist eine frage die wir wirklich täglich gestellt bekommen von vielen kollegen aus dem ausland wir sind sehr intensiv mit kollegen unterwegs weil wir auch viel lernen von anderen kollegen und sie lernen von uns also es gibt viele gründe es gibt nicht den einen grund ein wichtiger grund ist sicher dass wir eine gute governance haben in unserem staat wir haben ein – das bedeutet wir sind in einem staat wo wir gut regiert werden ja das kann man ja sie haben recht das ist der bessere ausdruck also wir sind gut regiert wir haben ein hohes vertrauen in die institutionen das ist sicher ein punkt den man haben muss es gibt immer wieder befragungen die das auch belegen 80 prozent der deutschen sind mit den maßnahmen insgesamt zufrieden tragen sie mit das heute sicher auch wir haben natürlich auch institutionen wie das robert-koch-institut die nach bestem wissen und gewissen fachlich entscheidungen treffen und empfehlungen herausgeben und diese empfehlungen sind fachlich begründet und mit einem größtmöglichen maß auch von fachlicher unabhängigkeit und wenn diese empfehlungen dann so herausgegeben werden dann ist es natürlich schön wenn sich dann andere nach diesen empfehlungen auch richten und sie dann umsetzen und ich glaube dass ich versuchen zu verstehen was sie da gerade sagen man lässt sie ihre arbeit machen und die politik hört auch noch auf see und in anderen ländern ist das nicht der fall usa vermute ich mal gehört dazu aber vielleicht auch das eine oder andere europäische land es ist tatsächlich so ich glaube dass das die die zuhörer auch wissen dass in den usa tatsächlich die einflussnahme auf das cdc durchaus gegeben war und das ist natürlich kein guter einfluss denn die fachlichkeit muss im vordergrund stehen was die politische entscheidungsträger dann daraus macht ist eine ganz andere frage aber der entscheidende punkt ist dass die die fakten nach bestem wissen und gewissen aufgearbeitet werden müssen an die öffentlichkeit gekommen und das sind dann eben nur empfehlungen die umsetzung liegt in der hand der politiker damals kurz noch erklären des cdc ist quasi das robert koch institut der usa das für seuchenbekämpfung zuständige institut es gibt ja so eine art von logik die einleuchtend klingt zunächst einmal harte maßnahmen führen zu guten ergebnissen aber wenn ich jetzt mal hinschauen zu ländern wie frankreich und spanien die hatten viel viel striktere maßnahmen implementiert als wir das in deutschland gemacht haben aber ohne erfolg im gegenteil haben sie dann erklären dafür also es gibt ein phänomen wenn man zu harte maßnahmen fährt dann ist natürlich die akzeptanz der bevölkerung die wird schneller schwinden und wir haben in deutschland ja keinen richtigen lockdown gehabt dem früher sondern wir hatten ja kontakt beschränkungen aber das freie leben weil er nicht eingeschränkt und in anderen ländern war das stärker so ich glaube das ist ein wichtiger punkt wir müssen daran denken dass wir ja noch viele monate diese pandemie bewältigen wir müssen mit mit den maßnahmen sorgfältiger umgehen ich glaube das ist zu harte maßnahmen die akzeptanz der bevölkerung kurzfristig dann nicht mehr gelten lässt also das ist sicher ein punkt ein anderer punkt ist aber auch den dürfen wir auch nicht vergessen wir haben natürlich in deutschland schon noch immer ein sehr stabiles und intensives gesundheitssystem was sehr viele ressourcen hat und auch leistungsfähiger ist und es gibt ein system in deutschland das nicht in allen ländern so gut funktioniert das ist der so genannte öffentliche gesundheitsdienst der ist zwar auch in deutschland in den letzten jahrzehnten runter gespart worden aber er ist immer noch leistungsfähiger als in vielen anderen das robert-koch-institut hat einen großen anteil daran dass wir bisher so gut durch die krise kamen trotzdem haben sie fehler gemacht ja diese frage wird immer wieder gestellt ich kann dazu nur sagen dass wir kontinuierlich und besprechen das wir analysieren das hier mit experten aus dem ausland aus anderen bereichen reden wir versuchen fehler so gut wie möglich zu vermeiden und wir haben es bisher ziemlich gut hinbekommen also den fehlern gehört schon dass sie sehr lange von der maske abgeraten haben und nicht zu geraten haben das sehe ich nicht als fehler an ich kann ihnen erklären warum zu beginn dieser pandemie hatten wir bestimmte kenntnisse über das virus nicht und ein punkt war der den wir nicht wussten dass das virus schon ausgeschieden wird bei patienten bevor sie symptome bekommen unsere denkweise war die wenn menschen symptomatisch werden das sagen wir heute noch dann mögen sie bitte zu hause bleiben ihren arzt anrufen und dann regelt wie es weitergeht aber sie sollen eben zu hause bleiben damit sie niemand an steckt das ist das ganz große prinzip dahinter wenn man dann zu hause ist dann geht man ja nicht raus und dann steckt man niemand anderen an wir hatten damals gesagt symptomatischen patienten die sollen dann auch masken tragen aber wir wussten nicht dass schon vor dem turm diese viren ausgeschieden werden also ist das klar wurde war klar dass masken eine größere wirkung haben dass der eine grund der andere grund ist der wir wissen inzwischen dass das virus auch über eurozone übertragen wird also nicht nur über tröpfchen wie wir das früher dachten und dadurch ist die wirksamkeit der massen natürlich noch höher das heißt also ich betrachte das nicht als fehler sondern wir haben damals nach dem besten stand des wissens eine empfehlung herausgeben die haben wir dann korrigiert angepasst lassen sie uns mal auf die argumente der kritiker kicken ich beginne mal mit dem chef der kassenärztlichen bundesvereinigung gassen der hat gesagt immer nur auf die zahl der neuinfektionen zu starren das führt zu falschen alarmismus hat erreicht ja da hat er recht aber der start der nur auf die zahlen das ist eine perspektiven frage das robert-koch-institut start nicht nur auf die zahlen wir haben eine menge von parametern übrigens gibt es ja ein situationsbericht den wir ja wirklich wird seit januar glaube schon täglich auf unsere website stellen da sind ja ganz viele zahlen drin da sind zahlen trends über die zeit da sind die zahlen wie viele tests werden durchgeführt wie viel dieser test sind positiv die prozentual sein die inzidenz da sind karten drin wie viele landkreise bestimmte institution aber da sind sogar daten drin zu den belegung von intensivbetten also wenn herr gassen das so sieht vielleicht schaut er nur auf die zahlen aber da müssen sie ihn selber fragen wen er damit dann schauen wir jetzt mal auf andere zahlen im frühjahr hatten wir bei 5000 euro infektionen pro tag über 200 tote am tag heute haben wir im schnitt 16 tote am tag rechtfertigt das nach wie vor diese strikten maßnahmen mit all den kollateralschäden ja also ich würde ihn erklären warum die so hohe zahlen hatten im frühjahr dort haben wir weniger getestet und haben weniger sensitive getestet das heißt die anzahl derjenigen die positiv getestet wurden und die verstorben waren waren höher als momentan und wir haben damals am anfang ist nicht geschafft so intensiv die das virus aus den entsprechenden gruppen wie wir das sagen herauszuhalten also was krankenhäusern pflegeheimen und dadurch werden die menschen infiziert wie das größte risiko schwer zu erkranken und auch zu versterben das ist die begründung für die hohen todesraten und wir haben vielleicht haben wir inzwischen ja auch einiges gelernt wie man erkrankte behandeln muss ja dass das kommt genau jetzt und wir können auch ein bisschen besser behandeln jetzt also die ärzte können tatsächlich patient noch besser behandelt das ist auch korrekt aber der entscheidende punkt ist momentan der das ist ja immer ein app ideologisches geschehen das hängt von vielen faktoren ab damals wurde es reingetragen durch junge menschen hauptsächlich aus dem ausland skiurlaub und so und in die familie und diese altersheim getragen heute ist es breit in deutschland vorhanden man weiß dass das virus da ist und jetzt stecken sich zur zeit sehr viele junge leute an wir hatten mal eine zeit da war das durchschnittsalter der fälle 52 jetzt liegt es bei mitte dreißig glaube ich und die jungen leute werden nicht so schwer erkrankt aber wir werden und das ist immer wieder diese glaube ich ein richtiger denkfehler die zahlen die wir uns anschauen nehmen wir den meldezahlen der guckt wie immer in die vergangenheit wir gucken drin was von der woche etwa passiert ist bis die zahl der gemeldeten ankommt ist ein blind patagonia und sagen wir eine woche und wir schauen nicht in die zukunft und wir werden sehen dass die zahl der schwererkrankten und derjenigen die todesraten die werden auch dann steigen weil eben wieder mehr ältere menschen infiziert wenn das heißt also wir wissen dass wir in die vergangenheit schauen wir wissen nicht genau was vorne kommt aber wissen wenn wir heute nur maßnahmen betreffen dann sehen wir den effekt der maßnahme sind zwei drei wochen noch mal ein blick auf die etwas radikaleren kritiker die sagen die krone epidemie das ist in wirklichkeit sowie eine schwere grippe epidemie da gibt es auch ein paar argumente der winter 2017/18 25.000 grippetote bisher in deutschland noch nicht mal 10.000 tote durch corona das schon argument also das ist ein echter trugschluss bei der grippe ist das problem dass die grippewelle jedes jahr ein bisschen anders aus hat und diese grippewelle die sie beschreiben ist wirklich eine schwere grippewelle gewesen 25.000 tote haben wir geschätzt dass daran gestorben das ist eine schwere grippewelle die anderen grippewellen sind aber im schnitt deutlich geringer wir haben am robert-koch-institut ein paar analyse tools entwickelt über den letzten jahr wir haben das sehr genau verglichen wir wissen das kogit 19 zu deutlich mehr todesfällen führt wir haben so bestimmte zu den systemen entweder das überwachungssysteme wir haben die verglichen die letzten fünf jahre grippe und dieses jahr wird wir sehen dass die sterberaten 22 prozent von den menschen sind die im krankenhaus eingeliefert sind bykow wird zwölf prozent bei denen die mit krippe immer intensivmedizinisch behandelt wurden wir sehen das kogit dazu führt dass dort menschen deutlich länger in krankenhäusern liegt auch deutlich länger beatmet werden intensiv intensivbetten liegen und wir sehen auch dass es deutlich mehr langzeitfolge schäden gibt durch das komitee ioc das heißt also man kann das vergleichen aber im vergleich kommt ganz klar heraus dass coop 19 eine deutliche und krankheitslast was ist mit dem vorwurf bei uns würden menschen als corona tote gewertet die in wirklichkeit an anderen dingen gestorben sind beispielsweise warum unterscheiden sie nicht deutlich zwischen menschen die wirklich an cholera gestorben sind und denen die nur mit corona gestorben sind also erstmals ja also dieser vorwurf wurde am anfang gemacht unter anderem von pathologen die ihn selber dann hinterher entkräftet haben weil sie nämlich dann ihre daten publiziert haben nach den daten die von der bestimmten arbeitsgruppe in deutschland publiziert werden sind 86 prozent derjenigen die von gesundheitsämtern nicht vom robert-koch-institut als todesfall infolge von profit diagnostiziert wurden 86 prozent der ihnen sind auch wirklich an cupid verstorben das ist eine arbeit die vor ein paar monaten im deutschen ärzteblatt erschienen ist das heißt also das ist eine hohe zahl die ankowitsch haben wir können das nicht unterscheiden weil wir bekommen wir die meldezahlen von den gesundheitsämtern noch den fall definition und die werden uns gegeben und wir haben eine bestimmte gesetzliche verpflichtung laut infektionsschutzgesetz wir definieren fälle und dann bringen wir die daten so raus jetzt werden natürlich untersuchung gemacht wie viel der menschen die die reduzierte von gestorbenen tatsächlich an co wird gestorben sind ich möchte aber noch ergänzen es gibt inzwischen die erkenntnisse dass das virus ja nicht nur lungenentzündungen macht sondern gerade dazu führt dass auch in den gefäßen schäden entstehen so dass menschen schlaganfälle herzinfarkte in folge des virus geschehen die vielleicht überhaupt nicht als ko wird erkannt werden so dass ich gehe sogar davon aus dass eigentlich mehr todesfälle haben in wirklichkeit als die die wir über die meldezahlen sie hervorgerufen durch ko wittwer freiheitsrechte der menschen einschränkt wäre für wirtschaftlichen lockdown sorgt er muss das gut begründen nur hat diese begründung im lauf der zeit immer wieder gewechselt am anfang hieß es wir müssen auch die verdoppelung zahlen 8 dann hieß es wir müssen darauf achten dass die intensivbetten nicht dass die ausreichen und dann hieß es wir müssen zehntausende von toten verhindern also zumindest bisher ist ja all das nicht eingetreten was also ist das eigentliche ziel dessen was wir da machen also was sie sagen doch ist aus meiner sicht eine wahrnehmung also ich glaube nicht oder ich kann wie gesagt es war zumindest nicht das ziel des robert-koch-instituts immer auf einen dieser parameter zu schauen ich bin sicher dass das nicht immer optimal kommuniziert wurde aber es war nie das ziel nur eine dieser maße das wichtigste für uns ist natürlich wir wollen möglichst wenig menschen in deutschland sehen die sich mit dem virus infizieren und schwer daran erkranken und die anderen dinge die sie ansprechen sind ja alles nur beschreibungen von diesem von diesem ausgang also wir wollen möglichst wenig menschen die schwer an kuwait erkannten und ins krankenhaus kommen intensivmedizinisch behandelt werden und das andere sind indikatoren mit denen wir das dann begleiten können und so für intervenieren hier wird noch gerne ein bisschen was erfahren über die personen die uns da durch diese krise steuert also virologen des rk ii das ist ja etwas was normalerweise wirklich im schatten der öffentlichkeit ist plötzlich sind sie zu einer person des öffentlichen lebens geworden bekannte als viele politiker fühlt sich wohl in dieser rolle?

Lothar Wieler: Diese Rolle hat sich geändert tatsächlich es gibt ein paar schöne begleiterscheinung wenn man prominent ist man kriegt viel schulterklopfen es gibt sehr viele menschen die sich bei uns bedanken beim robert-koch-institut natürlich hat man eine große sichtbarkeit es hat aber auch schattenseiten die beleidigungen und bedrohungen kriegen sie hass mails trauen natürlich das ist ja leider offensichtlich ein gesellschaftlicher zustand denn viele prominente ertragen müssen aber hauptsächlich kriegen die leider meine mitarbeiterin koch institut ab die dann damit umgehen müssen das ist eine ungute neben erscheinen aber ansonsten der entscheidende punkt ist der wir müssen und wir machen und den job so gut wir das können und der entscheidende punkt warum ich überhaupt in der öffentlichkeit versuche zumindest das fachwissen so gut wie möglich weiter zu geben ist dass ich exzellente mitarbeiterinen mitarbeiter haben die diese dinge ja alle mit mir zusammen durch denken das ist ja nicht meine persönliche expertise sondern das ist ja die kumulation von all den daten und gesprächen und analysen die wm aus durchführen und das ist eben der punkt es sind eben nicht nur für urologen ich selber bin noch nicht wieder logge ich bin mikrobiologe und thc

Alfred Schier: es heißt ja die kanzlerin die hört auf die wissenschaft mir häufig holt sie denn ihren rat einreden sie um ihr habe ich einmal die woche also wir sind ja eine nachgeordnete behörde des gesundheitsministeriums das heißt also wir beraten direkt den gesundheitsminister das ist unsere aufgabe und interaktion mit dem kanzleramt am wir ab und an aber das ist sicher nicht regelmäßig

Alfred Schier: Dann komme ich auf diese frage zurück wie kommt das dass ein von der ausbildung her tierarzt professor für tiermedizin uns menschen in deutschland durch diese pandemie ist daher

Lothar Wieler: Das ist ja eine position die wird ausgeschrieben und da steht drin bewerbungsprofil man muss entweder biologe tierarzt oder humanmediziner sein und dann bewirbt man sich und dann in dem fall hat man mich ausgewählt die gründe dafür kenne ich nicht aber es war nicht zu bescheiden sein ich glaube nämlich selber dass man ihn so pandemien ganz schön viel von tiermedizinern lernen kann weil die haben im normalfall vielmehr pandemien als wir gott sei dank beim menschen haben

Lothar Wieler: Ja also es ist tatsächlich so dass die Ausbildung wenn sie die die die medizinische Ausbildung anschauen wir haben ein deutlich höheres Niveau wenn es um Infektionskrankheiten geht das hängt einfach damit zusammen dass Infektionskrankheiten im bereich der Tiermedizin eine riesige rolle spielen und es gibt einen zweiten punkt wir sind in hohem Maße so genannte population Mediziner also wir betrachten nicht nur einzelne patienten sondern wir betrachten immer gruppen das heißt sie versucht es mal zu überschätzen übersetzen sie müssen nicht unbedingt die einzelne kuh retten aber die herde soll harmonisiert werden

Lothar Wieler: dass offenen punkt gebracht wir haben dort wirklich extrem gute ausbildung das heißt wir haben auch in der Epidemiologie extrem gute ausbildung insofern sind Tierärzte eigentlich finde ich persönlich sehr sehr gut geeignet dazu so einen job zu übernehmen wie sie ist übrigens nicht das einzige publik als institute weltweiter sein die alte chinesische csi wird auch von einem team zu leiten

so tritt entweder in die fußstapfen seines vaters oder nachts genaue gegenteil ihr vater war tiermediziner hatten so ein gutes verhältnis

Lothar Wieler: ja mein vater ist ein ganz wichtige person für mich immer gewesen er war glaube ich mal vier jahre in russischer kriegsgefangenschaft ja das ist natürlich ein prägendes ereignis

Lothar Wieler: ganz klar ich bin einer der generation der letzten nachfolge generation der kriegsgeneration prägt einen selbstverständlich mein vater und auch der großvater war irgendwie arzt man hat bestimmte bodenständige erziehungs wie soll ich das sagen da werden wir sie mir das vorstelle ja wir sind früher alle kinder sind wir immer mit meinem vater durch die gegend gefahren ja wir wollen vielen tier stellen und sind dort aufgewachsen

Alfred Schier: ihr Spezialgebiet als Tiermediziner war dann die sogenannten Zoonosen das muss man glaube ich erklären das sind Krankheiten die von Tieren auf menschen überspringen und damit kommen wir zurück zum Corona Virus wissen wir denn inzwischen wirklich wie dieses Coronavirus entstanden ist da kann man nur da hat man wahrscheinlich keiten also ist das höchste wahrscheinlich anzunehmende szenario ist dass eine fledermaus dieses jahres getragen hat versteht aber oft deutsch kroner während und dann ist es irgendwie auf den menschen übergesprungen entweder durch einatmen von zum beispiel Kot von fledermäusen oder dadurch dass es dass man vielleicht die auch verzehrt hat oder dass sie über den zwischen wird gekommen sind der infiziert wurde da gibt es plausibilitäten aber auch für das jemals beweisen können dass vom mag ich nicht zu sagen

Alfred Schier: können sie denn wirklich ausschließen dass dieses virus in einem labor zum beispiel in vivo hahn entstanden ist und dann absichtlich oder unabsichtlich verbreitet wurde

Lothar Wieler: Das kann man nie ganz ausschließen also ich kann mir ist sehr schwer vorstellen dass wirklich zu beweisen wo das virus er kommt es sei denn man würde genau diesen virenstamm in einem tier finden aber die chance ist natürlich sehr gering es gibt ja millionen von fledermäusen

sie haben es ja schon ein bisschen angedeutet also wahrscheinlich hat die art und weise wie man in china mit tieren umgeht schon was mit der entstehung dieser zur rose zu tun dass die enge nähe auf diesen zielmärkten die tatsache dass man in china dinge ist geboren bei uns nie essen würde wie schätzen sie das ein

Lothar Wieler: ja wir wissen dass wir in den letzten jahrzehnten wird also der mensch ist in den letzten jahrzehnten immer weiter eingedrungen in bestimmte Umwelten wo er früher nicht wahr die interaktion zwischen wildtier und menschen würden immer intensiver das nahrungs verhalten spielt natürlich eine rolle aber auch der handel der handel mit bestimmten exotischen tieren spielt eine rolle wir müssen vielmehr von der un durchgesetzte konvention wirklich durchgezogen werden wir müssen illegalen tierhandel verbieten natürlich sollten sich auch die ernährungsgewohnheiten der menschen ändern ganz klar

welche rolle spielt die massentierhaltung?

bei 2000 bei 2000 spielt sie keine so große rolle weil die massentierhaltung also die konventionelle tierhaltung dazu führt dass man in der regel relativ gute bio sicherheits containments hat also das heißt dass tiere in stallungen gehalten werden und dort darauf geachtet wird dass nichts rein kommt oder rauskommt aber der entscheidende punkt und wenn sie das anschauen über die letzten jahrzehnte rund zwei drittel aller infektionskrankheiten die zum menschen übergehen kommen vom tier da kommt natürlich die Mehrheit von Wildtieren auf den menschen

lassen sie uns mal ein blick nach vorne richten kann es sein dass dieses virus nie wieder verschwinden wird

Lothar Wieler: Ja also ich persönlich gehe davon aus dass wir uns nie mehr verschwinden wird. Die Frage ist es wird sich anpassen, es wird hoffentlich weniger krank machen und wir werden mit dem Virus leben. Wir haben ja eine reihe von Schnupfen Viren, es gibt ja unter anderem vier Corona Viren wären die nur leichten Schnupfen machen. Wir wissen von einem dieser Viren, dass es sich im laufe von mehreren hundert Jahren zu einem relativ harmlosen Schnupfen Virus entwickelt hat und ich gehe davon aus dass das mit diesem Virus auch der Fall sein wird.

Was heißt das dann wenn sie sagen wir werden lernen müssen mit diesem virus zu leben heißt das unter umständen corona beschränkung maßnahmen masken über jahre

Lothar Wieler: Ich denke dass wir mit der Einführung von Impfstoffen ein entscheidendes Werkzeug bekommen mit dem wir die Krankheit beherrschen und die Krankheitslast so reduzieren können, dass wir wieder zu einem Leben kommen wie es vor Corona war. Ich hoffe allerdings auch, dass wir von einer Reihe von Dingen gelernt haben, die vielleicht so gut für die Umwelt als auch für andere ökologische Aspekte weiter so gehalten werden, unabhängig davon ob es dieses Virus gibt oder nicht. Denn wir haben glaub ich auch viel gelernt wie wir unsere Gesellschaft auch besser in die Zukunft führen können in der Zeit.

Wie beurteilen sie die wahrscheinlichkeit eines impfstoffes innerhalb der nächsten sechs monate

Wieler: Also wir gehen alle davon aus, dass im nächsten Jahr Impfstoffe zugelassen werden. Wir wissen nicht genau wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken, aber ich bin sehr optimistisch dass es Impfstoff, ja.

Das war völlig persönlich halte mit professor lothar wieler herzlichen dank an sie und an sie zu hause bleiben sie gesund

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.