Boris Reitschuster: SOS-Kanzleramt prüft Riesen-Lockdown. Ein Corona-Hilferuf an meine Leser

Liebe Leserinnen und Leser,

dies wird kein gewöhnlicher Artikel. Denn ich brauche heute Ihre Hilfe. Mein Verstand schafft es nicht (mehr), gewisse Dinge in Einklang miteinander zu bringen. Und weil man immer selbstkritisch sein sollte, und sich ja auch schnell verrennt, oder in einer Blase verfängt, wende ich mich heute an Sie. Denn ich vertraue Ihnen. Und Sie können mir vielleicht sagen, ob mein Verstand einfach angesichts von Corona und den Maßnahmen dagegen nicht mehr die nötige Leistung bringt. Oder ob es doch nicht an meinem Verstand liegt. Und irgend etwas gewaltig schief läuft.

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Die „Reißleine“ habe ich gezogen, als ich gerade eben folgenden Text auf Twitter posten wollte: „Gestern konnte die Bundesregierung keine einzige wissenschaftliche Studie nennen, die den Nutzen eines Lockdowns belegt. Eine Studie, die einen Nutzen widerlegt, kommentierte sie nicht. Heute prüft sie einen ‘Riesen-Lockdown‘. Phänomenal. Und rational nicht mehr nachvollziehbar.“ Der Text sollte die Antwort auf folgende Schlagzeile bei Focus Online sein:

Weiter heißt es bei meinem früheren Arbeitgeber: „Aus Angst vor den Coronavirus-Mutationen plant das Kanzleramt um Angela Merkel offenbar eine deutliche Verschärfung des Lockdowns. Im Kanzleramt werde etwa überlegt, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bundesweit einzustellen. Insbesondere Merkel seien die vollen Busse und Bahnen ein Dorn im Auge, insbesondere im Vergleich zum Lockdown im Frühjahr. Einige Bundesländer würden sich zudem für eine Homeoffice-Pflicht einsetzen. Auch eine Ausgangssperre sei im Gespräch.“

Ich dachte, wir haben bereits eine Ausgangssperre, zumindest pro forma.

Ist etwas mit meinem Verstand nicht in Ordnung? Weil ich es einfach nicht verstehe, dass es zwar eine wissenschaftlich fundierte Studie gibt, die den Nutzen des Lockdowns widerlegt und sogar dessen Schaden nahelegt, aber die Regierung keine Studie nennen kann, die seinen Nutzen belegt. Dass die Weltgesundheitsorganisation WHO von Lockdowns abrät. Dass der bisherige Lockdown den offiziellen Zahlen zufolge nichts bringt, dass wir keine Übersterblichkeit haben. Aber dass nun eine Verschärfung des Lockdowns kommen soll (eines Begriffes aus der Gefängniswelt, der dafür steht, dass alle Gefangenen in ihre Zellen „abgesondert“ werden)? Wo liegt mein logischer Fehler, dass ich diese geistige Kurve nicht kriege?

Merkwürdige Prioritäten

Mein Verstand begreift es nicht, warum in Berlin am helllichten Tag offen mit Drogen gehandelt werden darf, vor den Augen der Polizei, aber der Verkauf von Reißverschlüssen untersagt ist.

Mein Intellekt, so ich denn einen habe, kommt nicht damit zurecht, dass 22 Fußballspieler und ein Schiedsrichter sich auf dem Spielfeld ganz nahe kommen dürfen (nur, wenn sie dafür sehr viel Geld bekommen, nicht als Amateure), und Millionen dabei zuschauen und sich freuen, dass aber gleichzeitig Nachbarn einen Kindergeburtstag mit 30 Teilnehmern der Polizei melden, und diese dann hart eingreift, und die Kinder aus ihren Verstecken holt.

Ich bekomme es geistig nicht auf die Reihe, dass Demonstrationen von Regierungskritikern verboten, Gegendemonstrationen gegen diese aber erlaubt sind. Dass bei Linksextremen die Missachtung von Abstandsregeln auf Kundgebungen toleriert wird, bei Corona-Maßnahmen-Gegnern nicht.

Ich kapiere nicht, warum die Antifa, die immer gegen den Staat war, nun harte Maßnahmen des Staates gegen seine Bürger militant unterstützt, und statt den Staat nun dessen Kritiker angreift.

Ich fremdle intellektuell mit Polizisten, die überprüfen, wie lange Menschen einen Apfel essen und einen Kaffee trinken. Und die im November Corona-Maßnahmen-Kritiker mit Wasserwerfern beschießen lassen, und dann sagen, das sei eine „Beregnung“ und helfe gegen die Infektionsgefahr.

Alles nur eine Glaubensfrage

Ich komme nicht aus dem Rätseln heraus, wie es gemeint war, als Merkels Sprecherin mir gestern auf meine Fragen antwortete, die Kanzlerin „glaube“ fest an das, was ihre Wissenschaftler ihr sagen. Aber die Politik habe das Primat über die Wissenschaft. Wie passt das zusammen? Kann es mir jemand erklären? Ich bin überfordert. Geht es bei Corona um Glauben? Und muss sich die Wissenschaft nach der Politik richten und nicht umgekehrt?

Ich verstehe auch nicht, warum meine Verwandten in Bayern nicht in den Baumarkt dürfen, in Berlin dagegen die Baumärkte geöffnet sind.

Warum Friseure schließen müssen, Perückenmacher aber nicht. Warum die Kanzlerin und ihr Sprecher so gut frisiert sind. Und ich nicht.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) redet von einer Impfpflicht für Pflegepersonal, obwohl die Bundesregierung angibt, man habe keine Erkenntnisse darüber, ob Geimpfte nicht mehr ansteckend seien. Das hinderte die Regierung allerdings nicht, in einer Musterverordnung für Geimpfte Lockerungen bei den Freiheitsbeschränkungen anzuregen.

Da ich den Luxus habe, nicht zu einer Corona-Risikogruppe zu gehören, fasse ich persönlich für mich das Virus vor allem als Gefahr für meine geistige Gesundheit auf. Aber das ist sicher schon Ketzerei.

Wahrscheinlich lese ich die falschen Seiten. Wahrscheinlich wäre es besser, nur noch „Faktenfinder“ zu besuchen und öffentlich-rechtliche Sender. Die sind ja Corona-Ketzer-frei, wie etwa der Chef vom SWR stolz verkündete. Da kämen mir dann weniger Zweifel. Dann käme mein Hirn vielleicht auch sicher wieder ins Lot. Wie bei allen, die ganz, ganz fest der Regierung und den großen Medien glauben. Ich würde das ja so gerne. Mein Leben wäre dann so viel einfacher. Aber es gelingt mir einfach nicht. Stattdessen habe ich wie in einer Dauerschleife das Gefühl, eigentlich könne es gar nicht mehr schlimmer und absurder kommen. Um dann im Stundentakt zu erleben, dass noch eins obendrauf gesetzt wird.

Vielleicht ist das ja das Geheimnis, warum weiter Drogen verkauft werden dürfen, aber keine Reißverschlüsse. Vielleicht sind in diesen Zeiten die Drogen notwendiger?

Ich fühle mich wie in einem der besten Aussprüche des jüdisch-russisch-ukrainischen absurden Humors, den ich in 16 Jahren in Moskau kennen und lieben gelernt habe – und den ich Ihnen noch vor ein paar Jahren nie zugemutet hätte, weil man ihn damals wohl westlich der Ukraine nicht verstanden hätte. Heute, glaube ich, werden Sie ihn verstehen. Leider:

„Ich stehe auf dem Asphalt, und habe meine Ski angeschnallt.

Aber irgend etwas stimmt nicht – die Ski fahren nicht.

Entweder müssen die Ski kaputt sein.

Oder ich habe den Verstand verloren“.

Kann mich bitte jemand abschnallen?

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Kommentare.

Vielleicht bin es ja doch nicht ich, der verrückt geworden ist.

Wer weiß.

Vielleicht geht es Ihnen ja genauso wie mir? Und nicht nur Ihnen, sondern vielen? Lassen Sie es mich wissen. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Herzlich,
Ihr

Boris Reitschuster

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