Die Weltwoche: Wie eine Traditionszeitung kritischen Geistern das Leben schwer macht

Es ist überall dasselbe – in Brüssel, Bern oder Berlin: Hauptstadtmedien und Regierung haben ein symbiotisches Verhältnis. Man kennt sich, man braucht sich, man tut einander nicht weh.

Boris Reitschuster ist anders. Wenn er Fragen stellt, tut es der Regierung weh. Wenn er mit einer Antwort nicht zufrieden ist, hakt er nach. Penetrant.

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Deshalb soll er weg. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) hat auf ihrer grossen «Seite drei» einen Schmähartikel über den Nestbeschmutzer in der Berliner Bundespressekonferenz veröffentlicht. Der Vorwurf: Reitschuster missbrauche diese Bühne für «rechte» Proganda.

Reitschuster war 16 Jahre Focus-Korrespondent in Moskau und hat nun einen regierungskritischen Blog. Für ihn ist er in Berlin  akkreditiert, mit Zugang zur Bundespressekonferenz.

Doch die SZ hat gehört, dass sich Regierungssprecher über ihn  beschwert hätten. Da springt man dem Staat gerne zur Seite. Dass in derselben Ausgabe eine ganzseitige Impf-Anzeige des Gesundheitsministeriums stand, ist wahrscheinlich reiner Zufall.

Wie unangenehm Reitschuster sein kann, bewies er schon in Moskau. Keiner kritisierte Putin mehr als er, und als er endlich ging, schlug man drei Kreuze. Nur hätte dort kein unabhängiges Blatt gemeinsame Sache mit dem Kreml gemacht.

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