exomagazin.tv: Die fragwürdigen Zahlen des DIVI Intensivregisters

22.04.2020 Die Regierung zieht die „Bundesnotbremse“ – ein Gesetz, das von Anfang an verfassungswidrig ist und auf fragwürdigen Zahlen beruht.

Wir nehmen die Zahlen des Intensivregisters unter die Lupe. Außerdem: Die Desinfektion des Meinungskorridors schreitet weiter voran – Zensur auf allen Kanälen. Unterdessen heizen die USA den kalten Krieg wieder an – und was gibt’s Neues von Julian Assange? Über all das und mehr reden die Journalisten Robert Fleischer, Dirk Pohlmann und Mathias Bröckers in Ausgabe #61 des 3. Jahrtausends!

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die bundes notbremse wird begründet mit der besorgniserregenden situation auf den intensivstationen die sei so gefährlich dass sogar von triage wurde schon geredet und man müsste den intensivmediziner da genau zuhören wir haben uns mal genau angeguckt auf welchen zahlen beruht dass eigentlich alles und wie stichhaltig sind diese zahlen und ist es gerechtfertigt auf dieser grundlage derart viele grundrechte einzuschränken bitteschön die dritte welle der pandemie hat und saarland fest im griff das sagen die täglichen infektionszahlen des robert koch instituts das sagt die entwicklung des erwerbs und das sagen vor allem die zahlen der belegten intensivbetten wir müssen genau zuhören was die intensivmediziner und medizinerinnen und sagen was die dortigen pflegekräfte und sagen es ist fünf nach zwölf und nur aufgrund der nicht fünf vor 12 5 nach 12 und nur aufgrund der extremen einsatzbereitschaft der mediziner und pflegenden personals und aufgrund der extremen flexibilität unseres berufes können wir solche krisen immer wieder einigermaßen hinbekommen rund 5000 cupid 19 patienten werden derzeit in deutschlands intensivstationen betreut ein jahr nach beginn der pandemie scheint das deutsche gesundheitssystem doch noch an seine belastungsgrenze zu kommen wie konnte es dazu kommen der informatiker tom larsen aus niedersachsen ist kopf eines unabhängigen recherche teams zusammen mit rund einem dutzend anderen informatikern ingenieuren notärzten und anwälten analysiert er die situation in den krankenhäusern auf grundlage offizieller daten seit beginn der pandemie werden freie bettenkapazitäten täglich anders die wie intensiv register gemeldet die grafiken auf der webseite zeigen steigende kursen an die situation scheint bedrohlich der informatiker lassen wollte es genauer wissen jeden tag besorgt er sich die aktuellen rohdaten die von den krankenhäusern gemeldet werden und wertet diese mit hilfe eines eigens geschriebenen programm es aus mit überraschendem ergebnis wie verlässlich sind die zahlen die wir intensiv ist da überhaupt nicht wieso fall dass die wie überhaupt gar nicht weiß aufgrund der eingaben der krankenhäuser wie viele patienten überhaupt jemals mitglied in den intensivstationen gelegen haben das wissen wir gar nicht ich gebe ihnen mal ein beispiel wenn ein patient in einer intensivstation liegt dann zählt er als ein fall und wenn er verlegt werden sollte gilt er als ein weiterer fall somit wird ein patient zu zwei fällen es kann auch zu drei fällen werden wenn er weiter verlegt wird und somit sind die zahlen die hier vom baby genannt werden also aktuell 90 1743 mit dem heutigen tag das ist alles falsch tatsächlich weiß dass intensiv register in seinem tages berichten selbst daraufhin aufgrund von verlegungen von patienten von einer intensivstation auf die andere kann pro patient mehr als eine behandlung gemeldet werden mehrfach zählungen möglich doch wie oft kommt das vor dazu gibt es nur schätzungen eine im deutschen ärzteblatt erschienene studie kam zu dem schluss dass etwa elf prozent aller stationären cupid 19 fälle mindestens einmal verlegt wurden bei beatmeten patienten waren es knapp 32 prozent diese patienten gingen also mehrfach in die statistik ein das heißt es liegen wohl weniger patienten auf den intensivstationen als gemeldet wird doch wie viel es tatsächlich sind weiß dass intensiv register nicht auf welche weise melden denn die krankenhäuser diese zahlen anders intensiv gewesen ich habe beim die wie nachgefragt das hat mich auch interessiert und ich wollte natürlich genau wissen wie geben die krankenhäuser die daten ein die haben eine eingabemaske die habe ich hier mal vorliegen und dort wird der kogit 19 status eines krankenhauses eingegeben hier werden zahlen eingegeben der aktuell intensiv medizinisch behandelten kubik 19 patienten davon die beatmeten und hier diejenigen die verstorben sind als zahl und hier die gesamtzeit die abgegangen sind von der intensivstation sei es dass sie zurück auf die station gekommen sind oder ein anderes krankenhaus aber es werden immer nur zahlen eingegeben ja wo ist denn das feld wo man sehen carlos ist schwerer verlauf ist oder ob jemand asymptomatisch positiv getestet ist ja das habe ich auch gesucht es gibt es fällt nicht ich habe nachgefragt weil ich das natürlich wissen wollte ob man aufgrund dieser maske identifizieren kann ob ein schwerer verlauf vorliegt und daraufhin habe ich die beantwort bekommen ein sie würden nur betten zählen sie würden niemals die schweren verläufe wissen wollen von den patienten sondern sie möchten nur die betten zählen und der klassische fall dabei ist möglicherweise dass eine ältere dame oder ein älterer herr in pflegeheimen beim sturz sich den oberschenkelhals bricht was ein sehr häufiger vorfall ist in die intensivstation nach der operation kommt um noch beobachtet zu werden und natürlich ab gestrichen wird und zunächst einmal als verdachtsfall auf kobe 19 gilt und wenn der pcr test positives aber es ist eigentlich ein oberschenkelhalsbruch dann ist das für die eimco wie patient doch wie stark bestimmen cobit 19 patienten das geschehen auf den intensivstationen ein blick auf die statistik zeigt sie machen nur einen relativ kleinen anteil aus der grüne bereich zeigt die anzahl der verfügbaren intensivbetten an der blaue bereich den anteil der betten die belegt sind und hier sind die kurven 19 patienten dargestellt hellblau zeigt alle patienten auf der intensivstation der hellere bereich diejenigen die beatmet werden müssen interessanterweise blieb die gesamtzahl belegter intensivbetten seit anfang der pandemie mehr oder weniger konstant obwohl die anzahl positiv getesteter intensivpatienten zuweilen deutlich zunahmen zum vergleich so würde die kurve aussehen wenn corona virus patienten die intensivstationen zusätzlich belasten würden doch das ist nicht der fall naja wenn man sich das bundesweit anguckt das gesamte intensiv geschehen dann stellt man fest dass sich die auslastung der intensivstation insgesamt nicht verändern und dass es einen anteil an privatpatienten gibt aber dieser überhaupt keine bedeutung auf die gesamtauslastung der intensivstation hat deutlich verändert hat sich hingegen die gesamtzahl der verfügbaren intensivbetten hier in grün dargestellt seit november 2020 hat sie sich fast halbiert obwohl die auslastung der intensivstationen fast gleich geblieben ist ein umstand der inzwischen auch politikern auf fällt dramatisch verändert hat sind die freien kapazitäten nennt die intensivbetten aber nicht weil es mehr intensiv patienten gibt sondern weil die betten immer mehr reduziert wurden also im zweiten halbjahr 2020 sind irgendwie 6000 intensivbetten aus der statistik verschwunden keiner weiß warum rückblick im frühjahr 2020 bereitet sich deutschland auf die herannahende epidemie vor ende märz beschließt die regierung das kogit 19 krankenhaus entlastungsgesetz für jedes intensiv bett dass sie zusätzlich schaffen erhalten die krankenhäuser einen bonus von 50.000 euro zudem bekommen sie prämien für jedes bett das für corona virus patienten freigehalten wird folglich rüsten krankenhäuser betten der normalstation zu intensivbetten aufsagen gewöhnliche behandlungen ab denn jedes freie bett bedeutet mehr geld außerdem setzt die regierung die von pflegekräften kritisierten personal untergrenzen außer kraft das heißt weniger personal darf sich nun um mehr betten gleichzeitig kümmern somit stehen 10.000 bis 12.000 betten für intensivpatienten bereit doch im august 2020 setzt die regierung die personal untergrenzen wieder in kraft nun sind pro pfleger tagsüber nur noch maximal zweieinhalb intensivbetten erlaubt die folge die krankenhäuser lassen mehrere tausend intensivbetten in der sogenannten notfall reservekapazität verschwinden betten die eigentlich zur verfügung ständen wenn es jens sparens personal untergrenzen nicht gäbe es gilt wieder die losung wer zu wenige pflegekräfte für zu viele patienten hat muss betten abbauen am 30 september beendet die regierung auch die frei halte pauschale da leere intensivbetten nun kein geld mehr bringen wandeln viele kliniken sie wieder in betten der normalstation um die folge noch weniger freie intensiv plätze 18 november 2020 zehntausende menschen versammeln sich vor dem bundestag um gegen die novelle des infektionsschutzgesetzes zu demonstrieren bereits damals ahnen sie dass ihre grundrechte dadurch noch weiter eingeschränkt werden die polizei vertreibt sie mit wasserwerfern vom bundestag doch am selben tag ändert das parlament auch das so genannte krankenhaus finanzierungsgesetz es soll krankenhäuser für ausfälle entschädigen die ihnen wegen der pandemie entstanden sind tom larsen und sein team glauben dass die regierung damit einen weiteren fehlanreiz geschaffen hat der zum abbau von bettenkapazitäten führte ein krankenhaus bekommt nur noch durch das krankenhausfinanzierungsreformgesetz die wenige auslassung haben gibt es kein geld und schlägt sich das tatsächlich auch irgendwie den zahlen nieder dieses neue gesetz naja es schlecht sich auf jeden fall in der optik niedermann kann das hier ganz gut sehen das ist jetzt hier mal das beispiel lübeck ich weiß nicht ob die das so machen aber es ist auffällig hier die orange linie ist der 19 11 und es ist auffällig dass die kurz vorher ihre betten abgebaut haben und dann auf einmal die auslastung die hier im hintergrund ist immer über 75 prozent halten vorher war die nicht so man kann sie gar nicht sehen würde hier hinter verlaufen weil wir so viele betten frei haben ist das jetzt ein einzelfall oder ist es bei mehreren oder vielen krankenhäusern so das ist bei sehr vielen krankenhäusern so wurden die intensivbetten kapazitäten künstlich verknappt in großen städten wie berlin oder köln war die auslastung auch schon vor dem neuen gesetz hoch hier ist kein effekt zu erkennen doch in vielen kreisen und gemeinden sieht es anders aus in bottrop in nordrhein westfalen wurden ab november betten abgebaut genau wie in goslar in niedersachsen auch in leipzig in sachsen wurden die betten knapp und im thüringischen eisenach schrumpfte ebenfalls die bettenkapazität nach inkrafttreten des gesetzes gibt es hinweise darauf dass die krankenhäuser in der lage sind ihre bettenkapazitäten auch wieder hochfahren wenn sie ihn ja eindeutig also ich habe hier mal ein beispiel der kreis pinneberg der hat hier zwei krankenhäuser und hier kann man das wunderbar sehen krankenhaus finanzierungsgesetz kommt wetten weg auslastung hoch und die betten so weit weg immer so wie es gerade benötigt wird also man sieht ja hier an dieser kurve ja das ist ja beeindruckend was die da machen es hat nicht unbedingt hier alles mit profit geschehen zu tun dann wenn man hier sieht das hier wenig profit geschehen ist und trotzdem ist hier viel los oder hier ist viel los das blaue sind ja die belegten betten also die machen nach belieben ihre wetten auf und zu und erreichen auf diese weise nahezu immer die 75 prozent hier diese orangefarbene linie die überschreiten sie dadurch gibt es geld immer wieder fanden lausen und sein team orte an denen die bettenkapazität flexibel an den bedarf angepasst wurde wie hier im stark betroffenen erzgebirgskreis in sachsen aber auch im bayerischen starnberg folgt die gemeldete bettenkapazität sichtbar der anzahl belegte betten auf der intensivstation haben sie sich mit dem intensiv register selbst in verbindung gesetzt mal gefragt was die zu den zahlen sagen zu ihren auswertungen ja ich habe den allem eine auswertung geschickt komplett und wir sind das zusammen am telefon durchgegangen zwei stunden lang und die pressesprecherin des baby war hoch verblüfft über das was sie auf einmal visualisiert präsentiert bekommen hat und ich kann ganz ehrlich sagen wenn das die wie verblüfft ist von dem was visuell möglich ist und was ihnen das tatsächlich dann auch sagt dann kann ich ehrlich gesagt sagen dass diese sachen nicht zu einer bevölkerungsweiten maßnahmen steuerung eingesetzt werden dürfen diese zahlen sind nicht valide die fragwürdige aussagekraft der zahlen dürfte bald auch justitia interessieren immer wieder kam es vor dass richter in ihren urteilen die zahlen des intensiv registers nutzten um entscheidungen zu treffen das könnte sich bald ändern offensichtlich ist es für die krankenhäuser wichtig ganz bestimmte melde höhen zu erreichen offensichtlich ist es für die krankenhäuser wichtig die kurve anzupassen an die kurve patienten oder an die in den patienten die auf intensiv liegen und entsprechend passt sich die kurve der freien betten an es hat also offensichtlich überhaupt nichts mit der tatsächlich vorhandenen freien becken zahl zu tun und wenn die zahlen derart gegriffen sind dann kann man als gericht nach meinem dafürhalten nicht sagen es genügt ein einfacher blick auf stevie register und damit begründe ich jedes urteil das geht aus meiner sicht nicht mehr

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