WIR – Wissen ist relevant: Paul Schreyer: Pandemie-Planspiele – Vorbereitung einer neuen Ära?

Kommentar der Redaktion: Hier finden Sie unsere Übersicht der vergangen Pandemie Planspiele.

Die Politik in der Corona-Krise kam nicht aus heiterem Himmel. Der „Kampf gegen die Viren“ begann schon in den 1990er Jahren als „Kampf gegen den Bioterror“. Eine Recherche zeigt: Über zwanzig Jahre lang wurden seither in Planspielen immer wieder Pandemie-Szenarien geprobt, erst in den USA, später international abgestimmt, auch mit deutscher Beteiligung. Die Titel dieser Übungen erinnern an Hollywood-Produktionen: „Dark Winter“ (2001), „Global Mercury“ (2003), „Atlantic Storm“ (2005) oder „Clade X“ (2018). Beteiligt waren hochrangige Behörden- und Regierungsvertreter sowie bekannte Journalisten, zuletzt, bei „Event 201“ im Oktober 2019, auch Vorstandsmitglieder großer Weltkonzerne. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO 2020 eine Coronavirus-Pandemie ausgerufen hatte, wurden viele der jahrelang geprobten und diskutierten Maßnahmen global umgesetzt. In den Drehbüchern tauchten schon vor 20 Jahren Passagen wie diese auf: „Der Anblick von bewaffneter Militärpräsenz in amerikanischen Städten provoziert Proteste gegen die Beschneidung der bürgerlichen Freiheiten (…) Die Frage ist, wie und in welchem Maße wir diese Dinge durchsetzen. Wie viel Gewalt wendet man an, um die Menschen in ihren Häusern zu halten?“ Im Falle einer Pandemie könnten „grundlegende Bürgerrechte wie das Versammlungsrecht oder die Reisefreiheit nicht länger für selbstverständlich“ genommen werden. Freiheitsbeschränkungen, aber auch Massenimpfungen, waren regelmäßiger Bestandteil der Planspiele. In diesem Vortrag wird chronologisch nachgezeichnet, wie es zu diesen Übungen kam, wer sie organisierte und welche Parallelen der Drehbücher zur aktuellen Situation bestehen. Ist das Virus nur ein Vorwand für eine länger geplante weltweite Umgestaltung? Und war ein schweres Börsenbeben im September 2019 vielleicht der eigentliche Auslöser für den globalen Lockdown? Der Vortrag wurde am 20.11.2020 in Berlin aufgenommen.

Infos über Paul Schreyer

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Mein Name ist Paul Schreyer ich bin freier journalist autor und Mitherausgeber des Magazins Multipolar. Ich möchte heute über ein aktuelles thema sprechen über die Corona Pandemie der titel des vortrags heißt pandemie planspiele vorbereitung einer neuen ära ich möchte allerdings nicht über die aktuelle situation sprechen über die aktuelle Corona krise sondern über das was vorher geschehen ist und da ist sehr viel interessantes passiert stichwort pandemieplan spiele die situation die wir jetzt im moment erleben also angst vor einem virus und darauf aufbauend dann ganz starke freiheitsbeschränkungen genau diese situation ist in den vergangenen jahren sehr oft und sehr intensiv geprobt worden in verschiedensten planspielen das sind jetzt keine spekulationen dass es gut belegt das ist gut dokumentiert und die beläge möchte ich ihnen hier heute präsentieren ja der zweite teil des titels vorbereitung einer neuen ära viele menschen haben den eindruck dass jetzt mit dieser krise eine neue ära ein neues zeitalter beginnt und dass das keine gute ära ist sondern eine ära der demokratie abgebaut wird in der freiheiten abgebaut beschädigt zerstört werden und ich möchte mit diesem vortrag dazu beitragen und dazu helfen dass man den blick vielleicht etwas weiter und auch eine historische perspektive gewinnt ich mache mal kurz ich sage ein paar worte zum inhaltsverzeichnis worüber ich heute sprechen möchte also ich beginne tatsächlich schon in den 1990 er jahren mit dem kampf gegen den terror stelle dann verschiedene planspiele vor komme dann zum loxstedt szenario ein sehr interessantes szenario aus dem jahr 2010 werde dann nochmal einige neuere planspiele vorstellen die in der zeit der tramp präsidentschaft stattgefunden haben und kommen dann zum letzten punkt das sind die geschehnisse an den börsen im september 2009 10 das ist aus meiner sicht ein sehr interessanter punkt ein sehr wichtiger punkt den ich auch in meinem buch war sich zu diesem thema geschrieben hat noch nicht mit drin habt das heißt für diejenigen unter ihnen die mein buch schon gelesen haben diesen punkt dieser punkt enthält möglicherweise informationen die für sie auch neu sein können ja eine neue ära beginnt welche ära ist zu ende gegangen auf welche ihrer blicken wir zurück das ist natürlich die ära des kalten krieges die auch schon 1990 tatsächlich zu ende gegangen ist was war das für ein zeitalter um es noch mal kurz in die erinnerung zurück also es war natürlich dieses gegenübertreten von zwei großen machtblöcken die sowjetunion auf der einen seite die usa auf der anderen seite und allgemeiner gesprochen im grunde der westen und der ostblock standen sich gegenüber beide waren hoch gerüstet mit atomwaffen und bedrohten sich gegenseitig mit totaler vernichtung das war die globale situation von 1945 bis 1990 das war eine situation die war geprägt von großer angst großer unsicherheit große bedeutung viele menschen hatten angst dass ein atomkrieg ausbrechen könnte das war ganz real die menschheit stand mehrere male kurz vor einem ausbruch eines atomkrieges 0 62 in der raketenkrise auch in den 80er jahren gab es noch mal ganz brenzlige situationen wo nur mit viel glück so ein atomkrieg tatsächlich dann vermieden werden konnte oder aus glück tatsächlich nicht ausgebrochen so muss man es heute sagen also im grunde wenn man das mal einen größeren geschichtlichen rahmen ein ortet eine total verrückte zeit dieser kalte krieg die bedrohung so massiv und so existenziell und diese zeit ging 1990 zu ende symbolisiert durch den mauerfall in berlin ein großes aufatmen war überall in der welt zu spüren in die sowjetunion zerfiel es gab glasnost und perestroika das begann ja schon in den 80er jahren in der zweiten hälfte der 80er jahre das man reformen im ostblock angestoßen hat dass die menschen dort mehr freiheiten bekommen haben und diese dieses gefühl größerer freiheit dieses gefühl das aufatmen es dass eine angst aufhört eindruck von den menschen genommen wird das ist im grunde das lebensgefühl ab 1990 gewesen internationalen nicht überall auf der welt natürlich aber in vielen teilen besonders im ostblock aber auch insgesamt auf der welt kann man das schon so sagen aber diese zeit hat nicht überall nur für freude gesorgt es gab auch gruppen und einflussreiche gruppen die große probleme damit hatten zum beispiel das militär und der gesamte verteidigung komplex denn für die brach in dieser situation natürlich der feind weg hatten keine feinde mehr die sowjetunion zerfiel und wie konnte man jetzt noch rechtfertigen dass man solche riesigen militärausgaben aufrechterhalten muss also hier im bild ein amerikanischer flugzeugträger ist ja so man kann sagen das symbol schlechthin für den sicherheits start für die militärapparat für die machtausübung überall auf der welt die man dafür diese waffensysteme braucht man ja dafür um überall auf der welt macht auszuüben wie konnte man das fortan noch rechtfertigen und ich hab da ein schönes zitat gefunden genau aus dieser zeit nämlich aus dem 1991 von colin powell der ist damals der oberste militär in den usa gewesen und damit auch der oberste militärische berater des präsidenten später wurde er dann außenminister und er sagte 1991 in einem zeitungsinterview ein bisschen mit einem sarkastischen unterton aber schon ernst gemeint wir gehen die teufel aus wir gehen die schurken aus wir bleiben nur noch castro und kim il sung und castro war damals der präsident von kuba und gesungen der präsident vor nordkorea also einige der ganz wenigen verbliebenen kommunistischen staaten auf der welt die aber natürlich als feinde für die usa nicht ernsthaft herhalten konnten dazu waren diese länder viel zu unbedeutend und militärisch viel zu schwach also wie konnten die usa ernsthaft nach 1990 noch sagen wir brauchen ein starkes militär sie sollen sie das tun und genau in diesem kontext genau in dieser fragestellung begann in den 1990 er jahren der kampf gegen den terror es gab wirklich eine zeitenwende die ist auch personell symbolisiert durch den übergang vom präsident bush dem älteren zu präsident clinton bush hier links im bild ist ja noch ein vertreter des kalten kriegs ein wirklicher kalter krieger der in den 70er jahren chef der cia gewesen ist und dieser übergang von bush zu clinton hat auch für viele hoffnungen gesorgt also clinton war ein hoffnungsträger galt nicht als ein falke ganz und gar nicht ist ein moderner weltoffener mensch er wurde im januar 1993 ins amt eingeführt und nur wenige wochen später ereignete sich ein sehr großer terroranschlag auf das world trade center damals dann ja noch die twin towers das ist ja die zeit eleven und dieser bombenanschlag in der tiefgarage des world trade center hier ein bild aus der zeit im februar 93 war ganz massiv zu dem zeitpunkt der größte terroranschlag in der geschichte der usa 700 verletzte also die tiefgarage vollkommen verwüstet die absicht war es den türme zu fall zu bringen was ja letztlich dann erst im jahr 2001 gelungen ist hintermänner dieser dieses angriffs dieses bombenanschlags sollen islamisten gewesen sein unmittelbar darauf im folgejahr veröffentlichte präsident clinton eine nationale sicherheitsstrategie das ist jetzt erst mal nicht so ungewöhnlich das macht im grunde fast jeder präsident und er gibt damit seine er gab damit seine leitlinie vor wo er seine schwerpunkte setzen will und ich will mein kurzes zitat daraus bringen weil es interessant ist clinton sagte der kalte krieg mag vorüber sein doch die notwendigkeit einer amerikanischen führung im ausland bleibt so stark wie schon immer es ist mir ein anliegen einen neuen öffentlichen konsens zu schaffen um unser aktives engagement im ausland aufrecht zu erhalten das ist ein bisschen coach sprache also wir kennen das vielleicht aktives engagement im ausland heißt nichts anderes als militäreinsätze oder kriege im ausland dass es einfach nur ein schönes wort dafür aber interessant ist der punkt dass clinton hier sagt wir müssen einen konsens schaffen oder er möchte gern einen öffentlichen konsens dafür schaffen dass wir weiterhin auf der welt unser militär überall einsetzen können das heißt zu der zeit gab es diesen konsens nicht zu der zeit gab es sicher schon sagte große debatten die leute haben gesagt wir wollen jetzt eine friedensdividende so war das stichwort wir wollen dass dieses ganze geld was jetzt jahrzehntelangen die rüstung geschlossen ist das soll jetzt zu uns fließen wir wollen unsere eigene wirtschaft aufbauen unsere gesellschaft soll profitieren und dieses verteidigungsbudget soll zurückgefahren werden und in den 90er jahren wurde ist auch zurückgefahren weil der öffentliche druck einfach so groß war das ist 94 gewesen jetzt kommen wir ins nächste jahr 1995 im märz 95 und das ist ein bild von joe biden ist jetzt präsident der usa damals hatte ja auch schon eine wichtige funktion vor 25 jahren war er vorsitzender im justizausschuss des senats und er hat hier das ist diese aufnahme im senat ein gesetz eingebracht und dieses gesetz sollte für den fall eines großen terroranschlages den präsidenten mehr vollmachten geben und überhaupt der regierung mehr vollmachten geben und dieses gesetz traf auf sehr großen widerstand in dieser zeit wenn man sich die presse archive anschaut ich habe das getan ich wurde das damals diskutiert dann sieht man das ganz einflussreiche bürgerrechtsgruppen sofort auf die barrikaden gegangen sind und gesagt haben das geht zu weit wir wollen keine sondervollmachten für den präsidenten für die regierung das soll alles demokratisch kontrolliert sein wir wollen dieses gesetz nicht großer widerstand wenige wochen später im april 95 gab es wiederum einen großen terroranschlag auf das regierungsgebäude in oklahoma und auch dieser anschlag war zu diesem zeitpunkt das ist ja alles noch vor nine eleven der gros der größte und tödlichste terroranschlag in der geschichte der usa bei diesem anschlag starben 170 menschen ungefähr 1000 verletzte man sieht der schaden ist immens eine autobombe mit zwei tonnen sprengstoff ein gigantischer schaden und die öffentliche aufmerksamkeit für das thema terrorismus schoss in die höhe mit diesem anschlag und blieb dort für ganz ganz lange zeit dieser anschlag auf das gebäude in oklahoma war wirklich eine eine wegmarke eine eine wasserscheide ein ganz entscheidender moment dafür dass das thema terrorismus gefahr durch terrorismus völlig neu viel ernster genommen wurde ganz anders wahrgenommen wurde ja und dann wurde auf dieser welle will ich mal sagen auf dieser welle der terrorgefahr wurde weiter ja stimmung gemacht kann man sagen das ist ein zeitungsartikel von 1997 der ist aber nicht von journalisten verfasst er ist von politikern verfasst nämlich von dem ehemaligen cia direktor james woolsey und einem ganz hohen pentagon beamten und die überschrift des artikels lautet wie man sich gegen den feind im schatten verteidigen kann und der erste satz des artikels nimmt direkt bezug auf die großen anschläge die ich gerade erwähnt habe die so heißt es die zerstörung des regierungsgebäudes in chroma city und der bombenanschlag auf das world trade center in new york haben amerika haben die amerikaner schockiert aber und jetzt kommt der große punkt diese tragödien werden noch viel schlimmer gewesen wenn dabei atomwaffen biologische oder chemische waffen verwendet worden wären und im weiteren verlauf des artikels führen die autoren dann aus dass diese gefahr von chemischen und biologischen waffen in den händen von terroristen ganz real wäre eine ganz große gefahr wäre und man das ganz große anstrengung unternehmen müsste um sich davor zu wappnen dieser artikel ist nur ein beispiel aus dieser medienkampagne in dieser zeit ist ganz viel in dieser art in dieser richtung publiziert worden ich will ihn noch ein anderes beispiel bringen auch aus dem gleichen jahr der damalige verteidigungsminister william cohen hat auf einer pressekonferenz erklärt ganz oben auf der agenda chemische und biologische waffen sind eine wahrscheinlicher bestandteil zukünftiger kriegsführung behauptet er und mit dieser behauptung begründet er dass man eine milliarde dollar mehr in den nächsten fünf jahren in den verteidigungshaushalt stecken will also man sieht hier ging es von anfang an um sehr viel geld um sehr große budgets die damit gerechtfertigt worden sind und william cohen hat auch in diesem jahr einen bemerkenswerten resse auftritt hingelegt kann man sagen er ist im frühstücksfernsehen aufgetreten also nicht jetzt irgendwie auf der bühne des pentagon sondern ganz einem in einem programm wo man eigentlich nicht so viel mit politik konfrontiert wird da saß er im frühstücksfernsehen und hat eine packung zucker in die kamera gehalten und hat gesagt wenn saddam hussein diese menge also soviel menge wie diese packung zucker enthält ein antrags also mit brandt erreger über einer stadt wie washington versprühen würde wäre mindestens die hälfte der einwohner tod nur einen atemzug und sie sterben wahrscheinlich fünf tagen also die moderatoren des frühstücksfernsehens waren sprachlos und diese diese dieser fernsehbeitrag hat große wellen geschlagen in der presse weil es so drastisch gewesen ist dieses beispiel und es ist ganz klar man kann dieses statement eigentlich nicht anders als angstmache bezeichnen das ist ganz krasse angst mache den menschen wird eingeredet sie sind unmittelbar in lebensgefahr ja das ist die stimmung gewesen die in der zweiten hälfte der 90er jahre immer mehr aufgebaut worden ist das ist die eine seite die bedrohung vor einer neuen gefahr wird erklärt wird diskutiert auf der anderen seite wird genau diese gefahr diese waffen an diesen waffen baut man zur gleichen zeit selbst das ist sehr interessant wusste ich vorher auch nicht aber ich erst im rahmen der recherche hier gefunden 1997 sind mehrere ganz umstrittene waffen projekte vorangetrieben worden in den usa die cia hatte ein projekt mit dem namen clear vision da wurde eine bakterien bombe entwickelt die das ist der militärische geheimdienst des pentagons hatte ein projekt jefferson da wurde eine genetisch veränderte antrags variante entwickelt als biowaffe und diese forschung ereigneten sich vollkommen im geheimen da gab es keine parlamentarische kontrolle oder irgendwas das wusste niemand zu dieser zeit das ist im september 2001 öffentlich gewordenen new york times artikel und daraufhin hat das pentagon eine pressekonferenz einberufen und erklärt es handele sich um rein defensive forschung was natürlich ziemlicher blödsinn ist wenn man eine biowaffe baut ist das keine defensive forschung in dieser zeit bekam auch dieser mann gewicht oberst Robert Kadlec kein bio waffenexperte der war im irakkrieg 1991 biowaffen inspekteur der usa im irak und einer der führenden waffenexperten wie gesagt der usa in einem strategiepapier in einem pentagon internen strategiepapier schrieb er zu diesem thema 1998 das ist ein sehr bemerkenswertes zitat auf das wird mein kollege dirk pohlmann aufmerksam gemacht hat was wirklich sehr wichtig ist jetzt kurz vor lesen

„werden biologische waffen unter der tarnung einer räumlich begrenzten oder natürlich auftretenden solche benutzt lässt sich ihr einsatz glaubwürdig abstreiten. Das potenzial schwere wirtschaftliche verluste und in der folge politische instabilität auszulösen, verbunden mit der möglichkeit den einsatz glaubwürdig abstreiten zu können, übertrifft die möglichkeiten jeder anderen bekannten waffe“ (Robert Kadlec 1998)

das ist 98 und in die der kontext in dem diese sätze stehen in dem papier ist der dass robert kert lag warnt dass feinde der usa solche waffen benutzen könnten genau in so einem zusammenhang aber wenn man das papier gründlich liest dann fällt auf dass die formulierung dass man den einsatz glaubt sollte ich abstreiten kann an mehreren stellen immer wieder auftaucht und das macht auch ein wenig hellhörig.

In dieser zeit wurde auch eine institution gegründet die bis heute eine ganz große rolle in diesem Themen spielt sie heißt heute Center for Health Security also zentrum für gesundheitssicherheit ist angesiedelt an der Johns Hopkins Universität und sie haben den namen vielleicht schon mal gehört im rahmen der korona krise diese institution eine große rolle gespielt weil dort die ganzen corona zahlen von anfang an seit frühjahr 2020 zusammengestellt in einem dashboard präsentiert werden und an die medien von den medien überall in der welt verbannt werden dieses institut wurde im jahr 1998 gegründet damals noch unter einem anderen namen science center fossilien bio defense strategies also für zivile bio verteidigungs studien das hat er also noch ein militärischen akzent später wird man dann den akzent mehr auf die gesundheit gelegt in der außendarstellung aber es ging eigentlich um das gleiche und

Planspiele

Dieses zentrum hat einige ganz wichtige und wesentliche planspiele zu diesem thema organisiert übungen katastrophenübung auf die ich im folgenden bisschen näher eingehen möchte das ging los 1999 also das institut gab es gerade ein jahr gegründet mit dem geld einer reichen milliardärs stiftung der sloan foundation das geld vom ehemaligen chef des konzerns general motors der ist schon lange tot aber seine stiftungs verwalter haben da viele viele millionen in dieses bio terrorplan spielfeld hinein gegeben und 99 gab es eine erste konferenz das ist ein ganz großes ereignis gewesen viele hundert teilnehmer aus zehn ländern trafen sich in arlington also vor den der hauptstadt zu einem nationalen sind symposium zu public health also öffentliche gesundheit und den reaktionen auf bio terrorismus wie geht man damit um wenn irgendwo ein anschlag kommt was kann man da machen wir müssen wir uns abstimmen und im rahmen dieser konferenz das ist hier februar 99 hier ist auch nochmal der veranstalter johns hopkins center for the williams and studies in zusammenarbeit mit dem gesundheitsministerium und verschiedenen wissenschaftlichen vereinigungen im rahmen dieser großen konferenz fand auch das erste mal eine solche übung statt eine übung bei der getestet wurde dass terroristen einen poken erreger ausbringen in den usa und in den usa eine pocken epidemie eben ausbricht mit ganz vielen opfern und wie kann man darauf reagieren das planspiel müssen sich so vorstellen da sitzen leute ein paar stunden lang am konferenztisch rum und spielen rollen sie spielen verschiedene staatliche funktionen und sprechen dann miteinander wie so wie sie in der krise miteinander sprechen müssen wie sie dann der telekom telefonkonferenz durchführen würden in der realität um die reaktion abzustimmen diese art von konferenz spielt man dann durch wer sagt was wer hat was zu entscheiden wo entstehen konflikte wo entstehen probleme im abschlussbericht zu dieser übung finden wir folgende sätze wie weit kann die polizei gehen um patienten in quarantäne zu halten wir brauchen einen konsens wie mit den impfungen verfahren werden soll hätte das kriegsrecht verhängt werden müssen und wir müssen die botschaft kontrollieren die an die öffentlichkeit geht und wie können wir diese botschaft kontrollieren all diese fragen wurden 1999 diskutiert und das sind fragen die uns natürlich sehr an die gegenwart erinnern auf dem symposium sprach auch richard clarke damals hochrangiger anti terror berater der us-regierung gerade ein jahr frisch im amt und er sagte zum ersten mal ist das gesundheitsministerium teil des nationalen sicherheitsrates der usa also da ist wirklich dieser weg beschritten worden dass man diese gesundheitsfragen zum militärischen fragen macht im gleichen jahr also 1999 vorstellt das pentagon weiter an biowaffen es gab das sogenannte projekt bacchus da wurde eine antrags fabrik in der wüste von nevada gebaut und das ziel ist folgendes gewesen das pentagon hat seinen mitarbeitern gesagt also diese abteilung die das machen sollte entwickelt eine kleine antrags fabrik aber nur mit materialien die frei im handel erhältlich sind so also man hat quasi und das ist auch gelungen nach wenigen monaten das kam auch erst mehrere jahre später raus das pentagon hat diese antrags herstellung mit handelsüblichen materialien entwickelt war also in der lage wenn man es jetzt mal böse denkt waren der lage selbst so einen anschlag durchzuführen und nachher sagen zu können das habe aber terroristen gemacht dann alle bestandteile sind ja frei im handel erhältlich und so gefährlich ist dass also dieses potenzial diese fähigkeit ist zu dieser zeit entwickelt worden das fand statt auf einen militärstützpunkt in nevada das ist jetzt der gesamte militärstützpunkt davon früher atomwaffentests stadt und in den 90er jahren hat man dann die dort eben auch solche biowaffen forschung weitab der zivilisation wenn ich mal sagen stattfinden lassen okay es ging dann im raschen schritten weiter schon im nächsten jahr im jahr 2000 gab es das zweite große symposium vom gleichen veranstalter wieder zu diesem thema einziger unterschied und hat jetzt keinen poken ausbruch getestet sondern ein fest ausbruch aber wieder bio terror an den druck also diese dokumente die ich ihnen jetzt sagen dass es jetzt ein original webseite aus dem jahr 2000 man findet es noch im internet archiv und die zitate die ich in zeige das sind alles offene dokumente die können sie im internet finden das sind jetzt keine geheimnisse das hat jetzt kein whistleblower oder so veröffentlicht das ist alles offenes material ich will ihnen ein paar worte zitieren aus den unterlagen zu dieser übung von dem jahr 2000 darin heißt es der anblick von bewaffneter militärpräsenz in amerikanischen städten provoziert proteste gegen die beschneidung der bürgerlichen freiheiten die frage ist wie und in welchem maße wir diese dinge durchsetzen wie viel gewalt wendet man an um die menschen in ihren häusern zu halten das sind also die dinge die auf diesen übungen ganz konkret von hochrangigen beteiligten diskutiert wurden vor wie gesagt 20 jahren zu dieser zeit gab es in den usa viele wenn sich erinnern auch eine ganz wichtige präsidentschaftswahlen präsident bush der jüngere kam ins amt im januar 2001 hier neben ihm recht dick cheney sein vizepräsident der großen einfluss in dieser regierung hatte und nur wenige monate nach der amtseinführung dieser beiden herren gab es schon die dritte große bio terror übung innerhalb kürzester zeit die nannte sich dark winter wieder eine pocken übung und diese bunte seite ist auch eine original website dieses zentrums aus dem jahr 2001 damals sagen die webseite noch ein bisschen bunter aus bisschen unordentlich das ist wirklich aus dem original internet archiv hier steht auch direkt von wem das geld kommt sponsor bei alfred sloan foundation and robert wood johnson foundation das ist ganz offen gemacht worden ja und diese übung ist professionalisiert gewesen die vorhergehenden übungen haben in hotels stattgefundenen konferenzraum ganz einfach diese übung fand auf einem militärstützpunkt stand andrews air force base ist ein großer militärstützpunkt vor den toren der hauptstadt washington und das ist also nochmal eine stufe höher eskaliert worden die ganze sache sagt winter das hat auch so ein bisschen die anmutung eines hollywood films also es gibt es hat fast etwas wie ein marketing kann man sagen für diese ganz für dieses ganze thema öffentlichkeitswirksam das ist auch alles öffentlich gemacht worden da wird auch darüber geschrieben zu der damaligen zeit das ist jetzt nicht in dunklen hinterzimmern gemacht worden das muss man sich klar machen dass ist wirklich auch für die öffentlichkeit gedacht tatsächlich

schauen wir uns mal an wer da eigentlich teilgenommen hat das ist auch aus den original unterlagen der übung und wenn man sich mit diesem namen ein bisschen beschäftigt oder wenn man sich ein bisschen mit amerikanischer politik in dieser zeit beschäftigt werden viele namen bekannt vorkommen das sind sehr einflussreiche leute wir haben zum beispiel den die rolle des direktors ist gespielt worden von james e der war aber wenige jahre vorher wirklich sehr direktor oder wenn wir schauen der gouverneur von oklahoma also der bundesstaat der diesen schrecklichen angriff hatte wir hatten das vorhin frenking der war zum zeitpunkt der übung auch wirklich gouverneur von oklahoma also jetzt gar nicht nur gespielt er war es tatsächlich und ähnlich sind auch die anderen funktionen besetzt von sehr rang hohen leuten man kann wirklich sagen sie haben hier einen notstand geprobt auf höchster ebene das waren jetzt kein das war jetzt kein mittleres management von behörden das war eine ganz hohe ebene auf der diese dinge besprochen worden sind was auch auffällt wenn man sich diese übungs unterlagen anschaut ist die rolle der presse denn bei diesen übungen war presse dabei die war mit eingebaut in die planspiele die spielten mit und zwar auch keine kleinen journalisten sondern landesweit bekannte journalisten zum beispiel für hier judith miller von der new york times eine ganz bekannte journalist in dieser großen zeitung oder auch fernsehreporter von den großen netzwerken nbc cbs die waren mit dabei das ist also auch ein foto aus der übung direkt und haben im grunde eine fingierte pressekonferenz durchgespielt also die politiker haben gespielt wir haben jetzt diesen notstand da ist jetzt eine pocken übung da ist jetzt ein poken anschlag auf die usa und die reporter machen dann eine pressekonferenz stellen fragen die politiker üben schon mal wie die presse darauf reagiert und was sie der presse dann sagen auch dass wurde geübt sehr ausführlich und sehr hochrangig ok dann wurden lektionen gelernt das gehört jetzt so eine übung dazu dafür macht man es ja eigentlich und die ergebnisse waren dann so dass man gesagt hat wir sind schlecht vorbereitet auf den bio waffen angriff haben nicht genug impfstoff und gewaltsamer einschränkungen der bürger sind wahrscheinlich die einzigen werkzeuge die verfügbar sind wenn dennoch nicht genug impfstoff da ist also wir müssen die bürgerrechte einschränken das ist jetzt das jahr 2001 hier taucht auch wieder robert kert lag auf den wir vorhin schon hatten der dieses strategiepapier für das pentagon geschrieben hat und gesagt hat dass man eine bio waffe auch im schatten einer realen solcher einsetzen könnte und dass man das dann glaubwürdig abstreiten könnte und dieser robert cat lag nimmt hier als biowaffe experte an der übung teil diese aufnahme die sich hier sehen das ist ein presse 1 1 5 ein fernsehbericht eines fiktiven nachrichtensenders da wo sie müssen sich vorstellen die leute sitzen da machen diese übungen dann hängt ein großer fernseh bildschirm und da werden fiktive nachrichten eingespielt die aber extra vor produziert worden sind und da taucht dann der experte robert kert leck auf und sagt das problem ist wir haben nicht genug impfstoff und das bedeutet das könnte ein sehr dunkler winter ein amerika werden ist barry dark winter in america und das ist ja auch der titel der übung lag winter und wenn man jetzt mal schauen was ist aus robert cadillac später geworden er ist jetzt in der korona krise im jahr 2020 einer der wichtigsten berater der us regierung steht hier in der mitte am pult neben ihm mike pence vizepräsident unter trump und inzwischen ist ja beiden zum präsident erklärt worden der usa und nur wenige tage nachdem die großen amerikanischen fernsehsender ihn zum präsidenten erklärt haben hat er gesagt amerika drohe barry dark winter also die gleichen worte wirklich genau die gleichen worte das kann man jetzt für einen zufall halten kannst natürlich jetzt auch nicht belegen dass das mit der übung zusammen hängt aber der verdacht liegt doch sehr nah dass diese sprache eben auch aus diesen alten vorplanungen übernommen worden ist zumindest ist es gleich zurück ins jahr 2001 in den unterlagen zur übung hieß es

„Die Amerikaner können grundlegende Bürgerrechte wie das Versammlungsrecht oder die Reisefreiheit nicht länger für selbstverständlich nehmen “ (Dark Winter, Bioterrorism Exercise, Andrews Air Force Base, 22-23. Juni 2001, Final Script S. 39)

ja das war also die dritte übungen ganz kurzer zeit zu diesem thema das war ganz stark in der öffentlichkeit und nur wenige das ist jetzt juni 2001 dann gehen wir den september das sind die anschläge von einem neffen und das ganze thema terrorismus wird noch mal eine ganze ebene höher gepusht jetzt ist es wirklich der weltöffentlichkeit total präsent die terrorgefahr ist das thema was über jahre hinweg den gesamten politischen die gesamte politische diskussion lenkt und prägt september 2001 dann oktober 2001 einen monat später tauchen antrags briefe auf briefe mit diesem feinen weißen pulver des mit brandt erregers werden geschickt werden versendet an diese beiden politiker tom tesche und patrick lee tom daschle war damals mehrheitsführer im senat und patrick lee kiefer vorsitzender des justizausschusses diese beiden politiker hat in dieser zeit verbunden dass sie beide den gesetzesänderungen die nach dem 11 september 2001 beschlossen werden sollten stichwort patriot act also einschränkungen von bürgerrechten macht ausweitung für die regierung kompetenzausweitung für die geheimdienste diese ganzen gesetzesmaßnahmen die in dieser zeit auf den weg gebracht worden sind da waren sie dagegen sie haben sich auf die seite der bürgerrechte gestellten haben gesagt diese ausweitung können wir so pauschal nicht durchgehen lassen wir müssen das im einzelfall diskutieren wir müssen das genau abwägen und in dieser situation haben diese beiden antrags briefen bekommen deren urheberschaft bis heute eigentlich strittig ist muss man sagen am anfang hieß es das kommt von bin laden das kommt von al qaida das kommt vom irak das liest sich alles nicht belegen letztlich hieß es dann die briefe werden von einem verwirrten wissenschaftler der eigenen amerikanischen biowaffen forschung bekommen auch das ließ sich nicht wirklich belegen ganz viele verschiedene geschichten kursieren im raum faktisch sind diese anschläge bis heute nicht aufgeklärt fakt aber ist dass nachdem diese beiden politiker diese briefe diese drohbriefe bekommen haben und da muss man nochmal kurz sich klarmachen wenn sie einen brief mit einem giftigen pulver an so ein politiker schicken dann ist es klar dass sie damit den politiker nicht umbringen denn diese politiker öffentlicher post nicht selbst die haben natürlich mitarbeiter dafür die so was machen das heißt wer das auch immer gemacht hat wollte die beiden nicht umbringen dann hätte er andere mittel und wege von sondern er wollte sie bedrohen er wollte ihn ein signal senden hier ist eine rote linie wie auch immer woher die wer auch immer der urheber dieser briefe ist diese beiden politiker sollten bedroht werden und in angst versetzt werden und wie auch immer sie dazu gestanden haben das weiß ich nicht aber fakt ist unmittelbar nachdem sie diese briefe bekommen haben haben sie ihren widerstand aufgegeben und die gesetze wurden so verabschiedet mit diesen antrags briefen wurde dann etwas sehr interessantes begründet im november 2001 also wieder ganz kurze zeit später wurde eine neue internationale organisation gegründet auf initiative der amerikanischen regierung die nannte sich Global Health Security Initiative (GHSI) also initiative für globale gesundheitssicherheit und begründet wurde das damit dass man gesagt hat diese antrags briefe das war damals das große welt thema sie können überall zuschlagen jede regierung ist bedroht der irak unter saddam hussein oder osama bin laden könnte dieses giftige hoch giftige pulver an jedem von ihnen verschicken wir müssen uns jetzt zusammentun international alle staaten und gemeinsam dagegen vorgehen da hat man diese initiative gegründet die teilnehmerstaaten sind hier durch die flaggen symbolisiert da unten also das ist kanada europäische union frankreich deutschland italien japan mexiko großbritannien usa und als technischer berater auch die whu mit dabei november 2001 gegründet diese gruppe ist im grunde die g8 also die einflussreichen industriestaaten des westens ergänzt und mexiko und die europäische union hat als extrakt höher die haben sich dann fortan regelmäßig getroffen auf ganzer ebene elf ja die gesundheitsminister der staaten persönlich oder ganz hochrangige stellvertreter von ihnen und haben über dieses thema bio terrorismus dann gesprochen und sich koordiniert nur ein jahr später ist man einen weiteren ganz wichtigen schritt gegangen 2002 man hat nämlich festgestellt dass es große gemeinsamkeiten in der notfallplanung gibt für bio terror und für eine grippe-pandemie das heißt man hat fortan ab 2002 immer für beides geprobt und sich auf beides vorbereitet also man braucht nicht mehr unbedingt einen terroranschlag als gefahr sondern hat gesagt na ja so ein virus kann ja auch einfach so sich verbreiten und auch das ist genauso gefährlich auch darauf müssen wir uns vorbereiten dieses ganze thema pandemievorbereitung im englischen als spd mit prepaid es also alarmbereitschaft für pandemien das begann auf internationaler ebene durch diese institution im jahr 2002 war dann eine technische arbeitsgruppe gebildet zur grippe pandemie die von usa und england geleitet worden ist und dann begannen übungen die nicht mehr nur in den usa stattgefunden haben sondern die international koordiniert fahren die erste von diesen übungen war 2003 die übung global mercury das ist eine eine grafik aus den übungs unterlagen habe ich von der webseite des rk ii und da sieht man die mitspieler in dieser grafik also ich stehe direkte players europäische kommission frankreich deutschland italien japan mexiko großbritannien usa die whu kanada das sind die spieler und obendrüber gibt es einen direktor und ein übungs planer die die ganzen die das drehbuch geschrieben haben für die übung und unten wird halt gespielt da hat eben auch deutschland teilgenommen vertreten durch das lka das ist eine sehr aufwendige übung gewesen über mehrere tage viele hundert leute waren daran beteiligt und haben das eben durchgespielt von dieser art übungen gab es eine ganze reihe in dieser zeit sehr wichtig war im jahr 2005 die übungen Atlantik Storm in der mitte am rednerpult hier medien breit die ehemalige außenministerin der usa hat bei dieser übung die rolle des präsidenten gespielt in den unterlagen zu dieser übung können wir lesen wie sollten nationale führungskräfte über grenzschließung oder quarantäne bestimmen wenn maßnahmen zur einschränkung der bewegungsfreiheit ergriffen werden wie lange müssen sie aufrecht erhalten werden wie würden sie international koordiniert und wie würde die entscheidung getroffen werden sie aufzuheben also im grunde genau die art fragen die jetzt im moment im jahr 2020 überall auf der welt diskutiert werden sind auf dieser übung schon sehr ernsthaft und auf sehr hoher ebene miteinander gesprochen worden nicht einmal wer daran teilgenommen hat unter anderem zwei politiker aus frankreich und deutschland danach ging er links und rechts Werner Hoyer der Bernhard Kouchner er ist ehemaliger französischer gesundheitsminister gewesen später wurde er außenminister also teil der regierung und zu dem zeitpunkt als die übung stattfand war er gerade im gespräch als nächster kandidat für die für den direktorenposten der WHO also zu der zeit eine ganz wichtige person in diesem bereich rechts neben ihm ach ja und er spielt die rolle des französischen staatspräsidenten rechts neben ihm Werner Hoyer ist ein FDP-politiker der war staatsminister im auswärtigen amt und spielte die rolle des deutschen bundeskanzlers die saßen da meinen tisch aus allen diesen ländern und spielten das durch und das sind halt leute gewesen die tatsächliche regierungsverantwortung auch schon getragen haben ja der werner hoyer sagte nach der übung für jemanden der seit vielen jahren in den bereichen sicherheit und verteidigung tätig ist dort ist eine ziemlich überraschende und atemberaubende übungen. Ich glaube dinge wie diese sind nur eine sehr kleine minderheit von politikern in europa bewusst

okay ich habe ihn jetzt eine ganze menge von diesen übungen vorgestellt sie erkennen vielleicht die parallelen sie erkennen das muster worum es hierbei geht ich will mal ein kurzes zwischenfazit ziehen na klar worum ging es dabei natürlich ging es um einen gesundheitsnotstand es ging um entscheidungs probleme um kompetenzen wer darf was entscheiden wer hat die oberhoheit aber es geht eben nicht nur um diese dinge es ging auch um ein ausnahmezustand um die aufhebung von grundrechten um massenimpfung und um autoritäre politik ohne beteiligung von parlamenten auch um diese punkte ging es bei all diesen übungen und das finde ich sehr bemerkenswert denn das ist logisch nicht unbedingt notwendig wenn sie eine pandemie oder einen terroranschlag die reaktion darauf proben müssen sie nicht automatisch auch eine aufhebung von grundrechten proben das ist da nicht automatisch mit dabei es wurde aber so gemacht sodass sich ein beobachter der eindruck aufdrängen kann, dass diese ganzen übungen vielleicht auch eine tarnung gewesen sind um einmal einen politischen Ausnahmezustand schon mal testen zu können und schon mal durchspielen zu können, wie man dann eigentlich agiert wenn so etwas passiert das ist zumindest mein persönlicher eindruck

ja dann kam auch bald die finanzkrise im jahr 2007 und 2008 und das thema pandemie übung geriet ein wenig in den hintergrund auf der internationalen bühne 2009 als die finanzkrise gerade so durchbrach auf die weltwirtschaft kamen dann die schweinegrippe-pandemie um die ecke sag ich mal lax und im frühjahr 2009 als das gerade losging mit dieser Schweinegrippe geschichte und noch niemand so richtig wusste was daraus wird da hat sich dieser herr dazu geäußert das ist Jaques Attali den kennt vielleicht auch nicht jeder in frankreich ist er allerdings sehr bekannt er ist ein präsidentenberater er war lange ein ganz wichtiger parameter für präsident françois mitterrand er hat die g 8 treffen für mittwoch vorbereitet als sogenannter sherpa also jemand der ganz nah an der macht dran gewesen ist für lange zeit ein vordenker der eliten in frankreich und auch jemand der zum beispiel wie ich aus der frankfurter allgemeinen gelernt habe den präsidenten den jetzigen präsidenten manuel makro zum aufstieg verholfen hat er sagt selbst von sich er hat makro entdeckt und das ist auch relativ glaubwürdig wenn man sich anschaut wie gutjahr katali in den französischen eliten vernetzt ist er sagte anfang 2009 in einem medien beitrag in der presse das können sie heute auch noch aufrufen zum thema schweinegrippe die geschichte lehrt uns dass sich die menschheit nur dann signifikant weiterentwickelt wenn sie wirklich angst hat die beginnende pandemie könnte eine dieser strukturierenden ängste auslösen dann werden wir viel schneller als es allein aus wirtschaftlichen gründen möglich gewesen wäre die grundlagen für eine echte weltregierung schaffen können ich will es gar nicht weiter kommentieren das sind einfach seine aussagen aus dieser zeit ich finde das sehr bemerkenswert in der regel werden solche aussagen ja in den mit dem rubrum verschwörungstheorie bezeichnet aber das ist real das ist eine reale aussage von einem mann der großen einfluss hat und er hat es 2009 geäußert ungefähr zu dieser zeit ein jahr später im jahr 2010 ist in den usa eine studie veröffentlicht worden die auch so ein bisschen in diese richtung geht das so genannte loxstedt szenario ist ein teil dieser studie ich will es mal kurz vorstellen damit sie ein bisschen wissen worum es geht die studie selbst ist diese das ist der titel szenarien für die zukunft von technologie und internationale entwicklungen das klingt das ein bisschen langweilig bürokratischer titel unspektakulär da erwartet man jetzt nicht da große neuigkeiten zu erfahren auf den ersten blick die studie wurde entwickelt mit geld der rockefeller foundation unten ist das logo abgebildet die rockefeller stiftung ist eine der mächtigsten und reichsten stiftungen der welt der name geht zurück auf den stifter david rockefeller war vor 100 jahren tatsächlich auch der reichste mann der welt die stiftung hat heute noch großen einfluss in vielen bereichen und diese studie aus dem jahr 2010 hat im grunde hat das thema planspiel auf eine ganz neue ebene gehoben man hat nicht mehr nur irgendwie gesagt was passiert wenn dies passiert wenn das passiert sondern man hat globale vier globale zukunftsszenarien entwickelt in welche richtungen könnte sich die welt in den nächsten jahren entwickeln ganz allgemein gesprochen und man hat vier richtungen definiert und eine dieser möglichkeiten die man da eher skizziert hat einfach mal um so ein bisschen out of the box die man so in managerkreisen sagt also mal ein bisschen über den tellerrand zu schauen zugucken

eine dieser richtungen nannte sich lok step und loks gleichschritt und in diesem szenario vor zehn jahren geschrieben kommen folgende dinge vor

also eine influenza-pandemie breitet sich über die ganze welt aus und führt zu globaler panik china wird in der panik zum vorbild mit seinen restriktiven vorgehen es wird überall eine masken pflicht eingeführt überall auf der welt autoritäre kontrolle wird ausgeübt und bleibt auch nach ende der pandemie noch bestehen die bürger geben bereitwillig ihre freiheit auf und breiter widerstand entsteht erst nach über zehn jahren das ist das szenario aus dem jahr 2010 und das ist schon sehr seltsam wenn man das jetzt im jahr 2020 liest und das ist die realität die wir jetzt zur zeit erleben wenn man die studie ließ dann findet man dort die formulierung das ziel sei eine neue strategische debatte unter entscheidungsträgern auszulösen wir wissen nicht oder ich weiß nicht wer mit wem über dieses szenario damals gesprochen hat in welchen kreisen dass zirkuliert ist kann man nicht sagen dazu habe ich keine daten aber es existiert die studie ist aufrufbar und sie ist mit geld von einer sehr mächtigen stiftung finanziert worden also man kann schon davon ausgehen dass die studie damals schon ein paar leute gelesen haben die einfluss haben ja dieses ganze thema notfallübung pandemie übung nahmen neue fahrt auf ab 2017 was war 2017 es gab einen neuen präsidenten in den usa donald trump und stelle das hier in einen zusammenhang weil mit dieser zusammenhang sehr naheliegend erscheint also januar 2017 jump wird ins amt eingeführt hier ein bild aus dem oval office im weißen haus in der mitte der schreibtisch des präsidenten links barack obama scheidender präsident zeigt also donald trump das erste mal dass open office ja und alle werden sich noch erinnern da ging wirklich ein schock durch die medien überall auf der welt trump ist präsident wie kann das sein niemand hat’s vorher gesagt alle haben es für unmöglich gehalten dass so was passieren könnte dass so ein außenseiter so krassen aussagen der sich so gar nicht danach schert was der mainstream sagt dass so jemand präsident wird hat also schockwellen um den globus gesendet es gibt ja dann diese großen internationalen konferenzen die immer jedes jahr stattfinden in davos im januar münchner sicherheitskonferenz im februar und in diesem jahr 2017 wurde bei diesen konferenzen eigentlich über nichts anderes geredet als über den neuen us-präsidenten was bedeutet das jetzt für das weltsystem für den welthandel fürs finanzsystem für die internationale diplomatie kann es überhaupt noch so weitergehen ob der Münchner Sicherheitsedkonferenz im februar 2017 ist John mccain aufgetreten und er hat gesagt

„Ich weigere mich den Untergang unserer Weltordnung zu akzeptieren“

der kellner damals noch gelebt ist ja einer der militärischen falken und hardliner in den usa gewesen mit großem einfluss in der internationalen diplomatie und seine rede hat großem beifall gefunden auf dieser konferenz wo sich militärs und diplomaten der westlichen welt der nato treffen jedes jahr und wenn man sich nochmal die dokumente anguckt die artikel anguckt aus diesen aus dieser zeit der konferenz dann wird deutlich dass damals wirklich ganz viel auf der kippe gestanden hat und in diesem elite kreisen man sich große sorgen gemacht ob die Nato und dieser form überhaupt noch weiter bestehen kann ob die jetzt verfällt ob die durch jump das alles auseinander fliegt und in diesem zusammenhang ist eben dieser satz gefallen merkel sagt ich weigere mich den untergang unserer weltordnung zu akzeptieren da hat eine riesen beifall von den kollegen aus der westlichen welt am nächsten tag auf der gleichen konferenz tritt Bill Gates auf und hält auch eine rede und er sagt

„Wir ignorieren die Verbindung zwischen Gesundheitssicherheit und internationale Sicherheit auf eigene Gefahr und er sagt ein Biowaffenangriff wird kommen. Es ist nur eine frage der Zeit, wir müssen darauf vorbereitet sein. Wir müssen uns auf Epidemien so vorbereiten die das Militär auf einen Krieg“

und unmittelbar darauf geht das mit diesen internationalen pandemie übungen noch mal richtig los das übungsgeschehen startet neu wir sind jetzt im jahr 2017 im mai 2017 in berlin findet das erste mal in der geschichte einen treffen der g-20 gesundheitsminister G20Gesundheitsministertreffen also g20 sind die 20 reichsten mächtigsten industriestaaten der welt also also auch china und indien und brasilien mit dabei und dazu noch die ganzen europäischen industriestaaten und das erste mal haben sich hier eben die gesundheitsminister gezielt getroffen um eben dieser bio terrorgefahr dieser pandemie gefahr sich gemeinsam zu stellen sich vorzubereiten und da fand eine große pandemie übung statt in berlin im mai 2017 wir sehen hier in der ersten reihe die ganzen gesundheitsminister hier hermann gröhe war damals der vorgänger von ihnen sparen deutsche gesundheitsminister neben ihm seine kollegin aus china aus den usa brasilien kanada australien alle sitzen da nebeneinander und vor ihnen läuft auf dem bildschirm eine pandemie szenario was passiert wenn ein neues virus sich ausbreiten was können wir dann gemeinsam tun das virus damals hieß nicht saß das hieß mountain associated respiratory syndrome also das ist jetzt ein fiktives virus das offenbar aus den bergen gekommen ist laut drehbuch ja und wenn man sich das anschaut wenn man sich dieses bild noch mal anschaue dann wird vielleicht auch ein bisschen klar warum heute jetzt in der krise alle länder oder die meisten länder sehr koordiniert vorgehen und überall das gleiche passiert weil all diese verantwortlichen leute den gleichen input bekommen haben in der zeit vorher schon vor der krise und die gleichen rezepte vermittelt bekommen haben die man dann umsetzen muss die sind schon synchronisiert worden durch dieses zur übungsgeschehen so stellt sich das zumindest da wir bleiben im jahr 2017 sind jetzt im august 2017 und hermann gröhe der gesundheitsminister stellt in diesem monat ein beratergremium vor ein internationales beratergremium was die deutsche gesundheitspolitik beraten sollen mit blick auf die globale also deutschland soll eine globale gesundheitspolitik machen soll das vorangehen und dieser herren und damen sollen die regierung beraten dabei da fällt natürlich ins auge gleich in der mitte den kennen wir alle christian drosten ist also mitglied dieses beratergremiums links neben ihm ilona kickbusch eine akademikerin aus deutschland die also zu diesem thema pandemie gefahr und so weiter auch viel geforscht hat die beinahe whu eine rolle gespielt hat dann hier jörg hacker das ist der ehemalige präsident des lka eine dame aus afrika wie herr regionaldirektoren von afrika aber entscheidend sind aus meiner sicht die beiden herren ganz außen links und rechts denn die spielen in einer ganz anderen liga wenn man sich das mal anschaut wir haben links jeremy ford vom wellcome trust das ist eine britische stiftung die über 25 milliarden dollar verfügt das ist eine unglaublich einflussreiche stiftung im feld gesundheitspolitik also vom geldvolumen sind die einflussreiche als die rockefeller stiftung als die stiftung von george soros sie haben also mehr geld und er ist in der internationalen gesundheitspolitik extrem gut vernetzt ganz rechts dass christopher elias von der Gates foundation und die gates foundation ist ja nur noch mal eine nummer größer die haben sich 25 milliarden sie haben 50 milliarden und sind noch besser vernetzt und spielen in der internationalen gesundheitspolitik also eine führende rolle in der welt kann man sicher ohne übertreibung sagen diese beiden herren sind ab 2017 berater der deutschen bundesregierung an einem tisch mit christian drosten und dem gesundheitsminister sollte man vielleicht schon mal gehört haben ok kommen wir ins nächste jahr 2018 gibt es in den usa wieder eine große bio terror übung das ist diesmal keine international übungen hier um diesen konferenztisch in washington sitzen personen die den nationalen sicherheitsrat repräsentieren also leute politiker beamte wichtige leute mit hohen funktionen die spielen sie wären jetzt der nationale sicherheitsrat und es gibt essen ein bio terrorattacke und sie müssen reagieren interessant ist dass aus verschiedenen perspektiven wir sehen hier in der mitte eine videoeinspielung eines fernsehsenders und das ist eine vorproduzierte fernsehsendung die beiden frauen die dann miteinander sprechen sind in den usa ganz bekannte fernsehmoderatorin wenn das jetzt in deutschland wer ist das so als ob der sandra maischberger und maybrit illner miteinander gerade über den bio terroranschlag konferieren und die leute da reagieren dann darauf man hat sich mühe dabei gegeben das so realistisch wie nur möglich zu machen das wirklich die leute die da an den tisch setzen das gefühl haben das ist jetzt real mit großem aufwand ist das gemacht wurden ok bei dieser übung ging es darum dass eine fiktive hochrangige elitäre sekte in einem biolabor in zürich einen fiesen virus entwickelt hat dienst dann zirkulieren hat lassen auf der welt eine pandemie entsteht und das ziel dieser sekte soll es gewesen sein die weltbevölkerung zu reduzieren also ein ganz dämonisches ziel das ist das szenario dieser übung klartext gewesen auch wieder organisiert vom center for security diese ganzen anderen übungen auch schon geplant haben im jahr zuvor mit dabei ist rechts den hatten wir vorhin schon mal einer der empfänger der antrags-briefe zwischenzeitlich ist er als lobbyist für das gesundheits für gesundheits unternehmen tätig gewesen und hier hat er eben an der übung teilgenommen links neben ihm sitzt terror tool das ist eine bio security experten die sehr viele drehbücher für diese übung geschrieben hat also zum beispiel für die übung lag winter vorhin hat sie das drehbuch geschrieben sie jetzt ja auch mit am tisch sie hat später eine wichtige funktion in der regierung gespielt und mir ist eine schlüsselperson in dieser ganzen szene tatsächlich jetzt sind wir also schon sehr nah an der gegenwart und bevor ich ihnen etwas über die letzte übung events 201 erzähle im oktober 2009 10

möchte ich noch mal ein ganz anderes fass aufmachen weil ich denke dass es in diesem kontext gehört in den kontext sich die frage zu stellen warum dann diese ganze corona pandemie im januar 2020 man kann natürlich sagen naja da tauchte das virus auf dann in der offiziellen erklärung bleiben und dann ging dann das eben seinen lauf es ist eben schicksalhaft so passiert wenn man jetzt unterstellt dass das nicht so schicksalhaft passiert ist sondern dass das von einigen kreisen gelenkt worden ist als gedankenspiel dann ist es vielleicht nicht uninteressant sich klar zu machen was im September 2019 passiert ist da hat sich nämlich ein sehr großes beben an den börsen ereignet. Ich hatte davon fast nichts mitbekommen ich hatte das damals nur ganz am rande als kleine meldung wahrgenommen aber nicht weiter verfolgt und erst jetzt für diesen vortrag mit dass man nie angeschaut wie ich vorhin schon eingangs sagte, in meinem buch habe ich dieses thema auch noch nicht drin um ihnen zu vermitteln was da wirklich passiert ist will ich ihn einfach mal einen kurzen zeitungsbericht dazu zeigen der das ganz gut zusammenfasst das ist ein artikel aus der zeit der ist im oktober 2009 10 erschienen und da heißt es kurzschluss im finanzsystem die us notenbank will mit milliarden dollar ein totalausfall am geldmarkt verhindern wie kritisch ist die lage

ich lese hier mal die wichtigsten infos aus dem artikel vor damit sie verstehen was da los war die krise kam über nacht banken droht das geld auszugehen notenbanker pumpen hunderte milliarden dollar in den geldmarkt los um das schlimmste zu verhindern das alles klingt nach dem höhepunkt der weltfinanzkrise vor elf jahren doch tatsächlich beschreibt es den montag vorletzter woche also september 2009 10 da stand ein wichtiger teil des weltfinanzsystems kurz vor dem zusammenbruch und die öffentlichkeit bemerkte so gut wie nichts in der nacht vom 17 september schoss ein bestimmter zinssatz ohne vorwarnung nach oben der satz der für banken die sich kurzfristig etwas leihen wollen normalerweise werden banken dort für etwa zwei prozent zinsen mit cash versorgt aber plötzlich kostete cash dort zehn prozent das letzte mal dass die notenbanker am repo markt so heißt dieser finanzplatz eingreifen mussten war nach dem untergang der investmentbank lehman brothers 2008 die schieflage der investment bank löste damals einen notstand in diesem teil des finanzsystems aus was fast zum kollaps der weltwirtschaft geführt hätte ich fand das sehr interessant finde das immer noch sehr interessant und habe mir die ich hab versucht das mal zu überprüfen um mir die zahlen anzuschauen wenn auf die website der federal reserve gegangen also der amerikanischen notenbank und da findet man folgende grafik für alle die sich jetzt mit finanzwesen und zahlen nicht so auskennen nicht erschrecken diese grafik ist kein zauberwerk nicht so kompliziert wie es auf den ersten blick aussieht ich will es ihnen kurz versuchen zu erklären die grafik zeigt die balance sheet also die bilanzsumme der notenbank das könnte man so übersetzen die grafik zeigt mit wie viel geld sich die notenbank an der wirtschaft der usa beteiligt also wie viele staatsanleihen gibt sehe wie viele staatsanleihen kauft sie auf diese unternehmensanleihen kauft sie auch auf das bedeutet die notenbank schöpft geld bringt es in den markt um auszugleichen dass banken sich selbst kein geld mehr leihen weil sie das vertrauen verloren haben das ist also das was passiert man könnte das ein bisschen als vereinfacht gesagt als fieberkurve der amerikanischen wirtschaft auch bezeichnen das ist es tatsächlich wir fangen mal links an 2008 vor der finanzkrise hatte die federal reserve eine bilanzsumme von ungefähr einer million also 1000 milliarden us dollar das verdoppelte sich in wenigen wochen im herbst 2008 ja warum verdoppelte sich das weil die banken sich untereinander kein geld mehr geliehen haben das vertrauen für weg und da muss die notenbank einspringen denn sonst kollabiert das system das es passiert was interessantes ist dass das nicht zurückgefahren wurde sondern das niveau blieb gleich in den nächsten jahren 2010/11 wo das erhöht 12 13 14 wurde es weiter erhöhten dann gab es eine platte phase von 2015 bis ende 2017 mit eine sehr hohe plateau phase 4 billionen also der 4 einfache wert von vor der krise und wenn man sich das jetzt mit dem abstand von heute mal anschaut dann sieht man diese blase war gigantisch und es ist klar dass man eine so große blase nicht auf ewig aufrecht erhalten kann irgendwann muss man die luft ablassen oder sie platzt und genau das hat die amerikanische notenbank ende 2017 versucht sie hat entschieden langsam und gezielt kontinuierlich luft aus dieser blase abzulassen vermögenswerte zu verkaufen und damit geld wieder zu löschen aus dem system und das ging zwei jahre lang gut von ende 2017 das ende 2019 und wir suchen da mal mehr an da sieht man es nochmal die kontinuierlich also monat für monat versucht hat die notenbank luft aus der blase abzulassen und die märkte haben mitgespielt die investoren haben das akzeptiert und im september 2009 10 ist irgendwas passiert ich weiß nicht was kann ich nicht sagen aber fakt ist das vertrauen an diesem finanzmarkt an dem repo markt ist zusammengebrochen im september 2009 10 und das bedeutete das führte dazu dass die notenbank ihren kurs total ändern musste was sie zwei jahre lang gemacht hat musste sie komplett umkehren sie musste wieder zu kaufen das ist also ein schock gewesen für diese bank und man sieht dieser anstieg hier der hat überhaupt nichts mit corona zu tun dass hier ist der januar 2020 das ist der anstieg im schatten von corona im märz aber das hier oktober november dezember 19 hat nichts mit der korona krise zu tun es ist aber die gleiche bewegung die sich später nur noch verschärft hat wenn man das jetzt mal einen gutachter zuvor das möchte ich ihnen noch einen bericht zeigen aus dem januar 2020 also auch noch bevor corona das große medien thema wurde vom 16 januar da hat der handelsblatt journalist norbert häring zu diesem anstieg ein artikel gemacht und darin schreibt er

die fed begründete ihr eingreifen wenig überzeugend mit einer temporären eigenen fehlkalkulationen man dürfe keinesfalls schließen dass die banken sich gegenseitig nicht mehr trauen die angebliche fehlkalkulation ist offenbar ziemlich hartnäckig vier monate später gibt es die notfallkredite immer noch in ungebremster höhe und ein ende ist nicht absehbar die namen der empfänger der kredit erhält die fed geheim damit diese nicht den ruf der bedürftigkeit bekommen vielleicht befindet sich der von den notenbanken befeuerte finanzmarkt boom in der endphase vor dem zusammenbruch

Ich will das mal in größeren zeitlichen kontext stellen ich habe mir eine grafik rausgesucht der bilanzsumme der federal reserve die nicht nur zehn jahre zurückgeht, sondern 100 jahre zurückgeht so lang gibt es diese bank er schon das ist diese kurve da sehen sie im grunde mit welchem anteil die notenbank an der wirtschaft der usa beteiligt ist

und wir sehen dass es hier 2008 die finanzkrise ein solches ausmaß hat es zuletzt in der weltwirtschaftskrise 1930 gegeben werte bis zum zweiten weltkrieg wurde nach dem zweiten weltkrieg langsam zurückgefahren auf dieser ebene dieser schwere bewegen wir uns bei der finanzkrise von 2008 und auch bei der krise die im september 2009 10 neu ausgebrochen ist das ist die dimension der wir uns da befinden finanzpolitisch im oktober 2009 10 fand die nächste übung statt i went to one das ist der ort das hotel in dem diese übung stattfand das ist ein edel hotel in manhattan an der fifth avenue die wir sehen das ist der central park darüber und wenn man die straße hier ein stück weitergeht ein paar blocks weiter ist der trump tower das ist also hier die teuerste straße von manhattan und dieses hotel ist 1930 mit in der wirtschaftskrise eröffnet worden mit dem geld von großen wall-street-banken und die architektur dieses dachgeschoss ist angelehnt an die schlosskapelle von versailles also dieser barocken prunk von ludwig dem 14 dem in diesem prunk wollten die wall street banker die das da finanziert haben eben auch gern leben und sich auch gaben sich auch so ein bisschen auf diesem level gesehen ja das hotel gibt es bis heute und dort genau dort in new york fand diese übung statt event to one wo tatsächlich eine corona virus pandemie geprobt worden ist ich will immer kurz sagen wer hier an dem tisch sitzt dass man einen eindruck bekommt welche personen hier also geprobt haben das ist der moderator von dem zentrum vorher security neben ihm sitzt der christopher s den hatten wir vorhin der iss aus dem der gates foundation und ist ja nun berater der bundesregierung gewesen wie wir vorhin erfahren haben rechts neben ihm sitzt der chef der amerikanischen seuchenschutzbehörde das ist der chef der chinesischen solchen schutz behörde die haben auch an dieser übung teilgenommen das ist der vize chef von johnson johnson des nach börsenwert weltgrößten pharmakonzerns der welt das ist die ehemalige präsident vizepräsident in der city hat auch in dieser runde gesessen und daher hier vorne ist der präsident der pr agentur edelman das ist die größte pr agentur der welt auf dieser konferenz bei dieser übung wurde wie gesagt eine corona die rust pandemie durchgespielt auch mit blick auf die öffentlichkeitsarbeit das heißt in den unterlagen zu dieser übungen regierungen werden mit medienunternehmen zusammenarbeiten müssen um geschicktere ansätze zur bekämpfung von fehlinformationen zu erforschen und zu entwickeln dazu muss die fähigkeit entwickelt werden die medien mit schnellen genauen und konsistenten informationen zu überfluten die medienunternehmen ihrerseits sollten sich verpflichten dafür zu sorgen dass amtlichen botschaften vorrang eingeräumt wird und das falsche botschaften unterdrückt werden auch mit hilfe von technologie und das ist ja im grunde genau das was jetzt gerade passiert hier noch mal ein anderes bild auf diese konferenz wir sehen hier die organisatoren das ist die direktorin des center for security an die ta cicero sie ist eine anwältin sie hat bevor sie für dieses institut gearbeitet hat für eine große anwaltskanzlei als pharmalobbyistin gearbeitet sie hatte 300 anwälte unter sich und zu ihren gesprächspartnern gehörten mitglieder der europäischen kommission gehörten politiker aus dem amerikanischen senat denen sie die interessen der pharmaindustrie nahegebracht hat bevor sie dann vize-direktorin diese centers wurde und übungen wie diese mit veranstaltet hat was ich sehr interessant finde ist die präsentation links oben auf dem bild wo man eben sieht wie diese krise die da fiktiv durchgespielt worden ist veranschaulicht wird also man sieht jetzt eine grafik die fallzahlen wie sie sich entwickeln man sieht welche länder wie stark betroffen sind man sieht wie sich die börsenkurse entwickeln zeitgleich wie viele tote es gibt projiziert auf die nächsten monate das ist genau die art von präsentationen die für in der korona krise durch die johns hopkins universität bekommen und die wir auch vermittelt durch diese institution in allen medien vermittelt bekommen genau diese art der grafischen darstellung der zahlen das ist genau das was jetzt unsere realität ist und die vorgeschlagenen beschränkungen der von social media und so weiter und das youtube und google und die großen konzerne da also beschränkt und eingreifen sollen auch das was hier vor geplant wurde ist jetzt realität im moment und ich denke all diese informationen zusammen genommen sind ein wichtiger hintergrund um sich eine meinung zu bilden was hier im moment eigentlich gerade passiert ja ich danke für ihre aufmerksamkeit [Musik]

Rubikon: Das „Event 201“ hat die Covid-19-Pandemie vor allem als Kommunikationsstrategie vorweggenommen.

Ende 2019 trafen sich Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien zu einer Simulationsübung mit dem Namen „Event 201“ in New York. Dabei wurde geprobt, wie aus globaler Sicht auf eine Pandemie zu reagieren ist. Besonderes Augenmerk lag bei der Übung auf dem Thema Kommunikation und Medien. Doch wo genau endet die Inszenierung und wo beginnt die Realität? Ein Blick auf das Pandemie-Planspiel, seine Mitwirkenden und deren Aussagen erhärtet den Verdacht, dass wir gegenwärtig eine „Plandemie“ erleben.

von Angela Mahr

Event 201 Pandemic Exercise Videos

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

https://www.rubikon.news/artikel/geplante-wirklichkeit

In der gegenwärtigen „Pandemie“ Corona gibt es so viele Unstimmigkeiten, darunter Statistiken mit der Aussagekraft eines Kaffeesatzes, einen Test, der nicht zu Diagnose-, sondern nur zu Forschungszwecken geeignet ist, und so viel Zensur, dass wir erkennen müssen: Hier läuft etwas gewaltig schief. Es wirft die Frage auf: Wieso agieren weltweit so viele Länder trotz dieser Absurditäten ähnlich? Wie konnte es international zu so einer großen Panik und solch irrationalen Maßnahmen kommen?

Das wissen wir gegenwärtig nicht. Aus meiner Sicht ist aber sehr wichtig, trotzdem diese Frage zu stellen. Bei der Suche nach Antworten müssen wir auch damit leben, dass es manchmal Hinweise, keine Beweise gibt. Dies ist immer schon Teil des investigativen Journalismus gewesen.

Erprobte Beeinflussung: „Event 201“

Viele der global zu beobachtenden Mechanismen und Maßnahmen wurden in ähnlicher Form bereits im Oktober 2019 bei der oben genannten Simulationsübung besprochen, diskutiert und quasi durchgespielt. Die Rede ist hier vom öffentlich einsehbaren Event
201
. Im Folgenden vorab und beispielhaft zwei Zitate daraus. Gegen Ende der Übung fasst Anita Cicero, die stellvertretende Direktorin des Johns Hopkins Center for Health Security, die Ergebnisse zusammen und sagt unter anderem:

„Regierungen und Privatsektor sollten der Entwicklung von Methoden zur Bekämpfung von Fehl- und Desinformation im Zusammenhang mit den Reaktionen auf die Pandemie größere Priorität einräumen. Die Regierungen werden mit traditionellen und sozialen Medien zusammenarbeiten müssen, um Sofortmaßnahmen zur Abwehr von Fehlinformationen zu erforschen und zu entwickeln. Medienunternehmen ihrerseits sollten sich unserer Meinung nach verpflichten, dafür zu sorgen, dass offizielle Meldungen priorisiert, und wirklich falsche Informationen unterdrückt werden.“

Stephen Redd, tätig für die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sowie für den militärischen Bereich, den „Commissioned Corps“ des Public Health Service, betont die Notwendigkeit von Kontrollmechanismen, die über das Thema Gesundheit hinausgehen:

„Der andere Teil ist, sich mit der erforderlichen Geschwindigkeit bewegen zu können. Ich denke, die Möglichkeit, solche Mechanismen zu entwickeln, wäre diese Art Staatssystem, über das wir sprechen. Es könnte Teil einer Agenda für die Vorbereitungsmaßnahmen auf Regierungsebene sein. Ein anderer Punkt, den ich anmerken möchte, ist, dass ein Ereignis wie dieses über den Gesundheitsbereich hinausgehen wird. Daher wird es wirklich wichtig sein, dass es nicht als Geschehen wahrgenommen wird, welches nur die Gesundheit betrifft, sondern wirklich als eine globale Krise, und dass die Spitzen der Regierung, die dafür verantwortlich sind, diese Vorbereitungsarbeit auch über den Gesundheitsbereich hinaus anführen sollten.“

Das Event 201 wurde gemeinsam vom Johns Hopkins Center for Health Security, dem Weltwirtschaftsforum (WEF) und der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung veranstaltet, fand am 18. Oktober 2019 in New York statt und wurde via Livestream übertragen. Grundlage der Übung war ein fiktionales Szenario, in welchem ein neuartiges Coronavirus von Schweinen auf Menschen übergeht, sich weltweit verbreitet, und nach harmlosen Grippesymptomen auch schwere Lungenentzündung auslösen kann. Die Teilnehmer der Übung waren fünfzehn Vertreter aus Politik, Wirtschaft und den Medien. Sie kamen aus den USA und weiteren Nationen.

Dr. Michael Ryan ist Executive Director des Health Emergencies Programme der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Persönlich nicht anwesend brachte er aber zu Beginn der Veranstaltung in einem Videoeinspieler die Dringlichkeit einer solchen Übung zum Ausdruck: „Das Szenario, das wir Ihnen diesen Vormittag präsentieren, könnte leicht eine (räuspert sich) eines Tages gesicherte Realität werden“ (1). Er verweist im Folgenden auf vergangene Leistungen und die gute Vernetzung der WHO, welche beispielsweise im Jahr 2011 400 Millionen Impfungen für Influenza bereitgestellt habe, 10 Millionen antivirale Behandlungen und 250.000 Diagnose-Kits für die nächste Pandemie.

Tom Inglesby, Leiter des Center for Health Security der Johns Hopkins University, erklärt das Event 201 zu Beginn wie folgt:

„Der Zweck dieses Treffens besteht darin, Führungspersönlichkeiten und Regierungen, das Global Business und internationale Organisationen zur Reaktion auf die Pandemie zu beraten.“

Unter anderem wurde während der Übung besprochen, wie man die sozialen Netzwerke am Verbreiten von Fake News hindern könnte. Diese nämlich seien wie einen Flaschengeist, den man nicht mehr zurückbekommt.

Womit haben wir es hier zu tun? Gleicht man das Geschehen ab mit Edward Bernays „Propaganda“, bis heute das Grundlagenwerk zu Public Relations, so haben wir es hier mit einer geplanten Beeinflussung von „Schlüsselpersonen“ zu tun, um, in den Worten von Bernays, „Umstände“ zu schaffen, „die emotionale Bewegung erzeugen und dadurch für Nachfrage sorgen“ (2).

Eine solche Nachfrage kann natürlich in Form von globalen Impfkampagnen der Pharma-Industrie in die Tasche spielen. Darüber hinaus könnte es sich aber auch um unsere Zustimmung handeln zu mehr Überwachung, mehr Staatsgewalt, weniger Freiheit und zu einem Wirtschaftscrash, welcher die Umverteilung des Kapitals zu den größten Unternehmen zur Folge hat.

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Der unsichtbare Feind: Von der Terror-Angst zur Viren-Angst

Das Event 201 ist kein Einzelfall. Tatsächlich haben wir es mit einer Art Tradition der Pandemie-Übungen zu tun, und diese Tradition kommt aus dem militärischen Bereich. Ihre Wurzeln finden sich in der sogenannten Biodefense, welche sich mit der Gefahr durch Angriffe mit Biowaffen befasst. Das Center for Health Security der Johns Hopkins University, den meisten von uns heute bekannt durch seine richtungsweisende Rolle in der Coronakrise, hieß früher Center for Civilian Biodefense Studies (3). Heute weist unter anderem der Posten des National Security Advisor im Center for Health Security auf die vorhandene Nähe zum Militär hin, besetzt durch Colonel Randall Larsen, der 32 Jahre lang bei der US-Army und Air-Force diente.

Die Angst vor Biowaffen wurde seit Jahrzehnten immer wieder geschürt, insbesondere nach den Anschlägen vom 11. September oder 2003 durch die gelogene Behauptung, Saddam Hussein besäße Massenvernichtungswaffen. Paul Schreyer berichtet dazu in seinem neuen Buch:

„Anfang 2003 bestellte die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ohne Ausschreibung im Eilverfahren für viele Millionen Euro einen Pockenimpfstoff. (…) Mit Blick auf den sich abzeichnenden Irakkrieg sei daher wegen der ‚akuten Verschärfung der Gefährdungslage‘ Eile bei der Beschaffung geboten. Den Sicherheitsbehörden lägen Erkenntnisse vor, dass Pockenerreger in Russland, Irak und Nordkorea gelagert würden. Außerdem gebe es Hinweise darauf, dass Terroristen versuchten, Biowaffen herzustellen‘“ (4).

Das Thema Biosecurity wurde seit 2001 vermehrt mit der Angst vor dem Terror verquickt und gepusht. Damit wurde unter anderem auch viel Geld verdient:

„Nach den Anschlägen von 9/11 explodierte das Thema Biosecurity förmlich — was sich auch an den Börsenkursen einzelner Unternehmen ablesen ließ. Die Aktien des kleinen Pharmaherstellers Acambis stiegen um 45 Prozent, nachdem die Firma kurz nach dem Zusammenbruch der Twin Towers einen 400-Millionen-Dollar-Deal mit der US-Regierung eingefädelt hatte. Dafür verpflichtete sie sich zur Lieferung eines Pockenimpfstoffs, der im Notfall der gesamten Bevölkerung verabreicht werden konnte“ (5).

Kurz nach den Anschlägen vom 11. September entstand eine vom US-Gesundheitsminister Thommy Thompson initiierte Konferenz von Gesundheitsministern aus acht Ländern, die Global Health Security Initative. Thompson begründete diese mit den bis heute nicht geklärten Anthrax-Anschlägen im September und Oktober 2001 (6).

Im Jahr 2002 erweiterte die Konferenz ihr selbst gestelltes Aufgabengebiet, Notfallpläne zu koordinieren „um Pandemien“, da es viele „Gemeinsamkeiten“ gebe „in der Notfallplanung für Bioterrorismus und für eine Grippepandemie“ (7). Das „Übungsgeschehen“ lief im Folgenden „bei allen Szenarien stets auf drei Ziele zu: Ausnahmezustand, Massenimpfung und ausgeweitete staatliche Durchgriffsrechte“ (8). Beispiele vergangener internationaler Übungen sind Global Mercury im Jahr 2003 und Atlantic Storm im Jahr 2005 (9).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass basierend auf der geschürten Angst vor dem Terror vermehrt Besprechungen und Simulationsübungen zum Thema Biodefense stattfanden, sowie dann daraus folgend auch zur Bekämpfung von Pandemien. Viren gibt es überall. Vieles deutet darauf hin, dass aus dem unberechenbaren Feind, dem Terroristen, schließlich der komplett unsichtbare Feind wurde, der zur großen und tödlichen Gefahr für uns alle erhoben wird, nämlich das Virus selbst.

Inszenierte Wirklichkeit: Wer spielt mit?

Das Event 201 fand nun also am 18. Oktober 2019 im Johns Hopkins Center for Health Security in New York statt. Das Planspiel ist in fünf Segmente unterteilt. Zu Beginn jeden Themas werden Videoeinspieler gezeigt, welche fiktive Nachrichtensendungen zum neuen Coronavirus beinhalten. Ergänzend kommen fiktive Experten im Saal zu Wort. Die dann jeweils anschließende Diskussion bewegt sich innerhalb dieser fiktiven Ebene: Die Teilnehmer besprechen ihre Ideen überwiegend innerhalb des erdachten Szenarios, so, als sei die vorab eingespielte Situation bereits Realität.

Aus diesem Grund berührt mein Artikel vier verschiedene Realitätsebenen:

  • die inszenierte Realitätsebene, welche während der Simulationsübung von den Teilnehmern angenommen und behandelt wird,
  • die Ebene der ganz realen Planung für die Zukunft, in welcher sich die Teilnehmer des Event 201 am Ende der Veranstaltung teilweise bewegen,
  • die von Regierungen und Massenmedien seit März 2020 abgebildete Realitätsebene, das Narrativ zu Corona,
  • die Realität, in der wir tatsächlich leben, und von der sich jeder heutzutage eigenverantwortlich ein Bild machen muss.

Mit diesem Fokus auf Kommunikationsstrategien, Inszenierung und Wirklichkeit interessieren mich besonders vier Teilnehmer des Event 201, nämlich Stephen Redd, Avril Haines, Matthew Harrington und Hasti Taghi.

Stephen Redd und die CDC

Der bereits oben zitierte Teilnehmer Stephen Redd war zum Zeitpunkt des Events der stellvertretende Direktor des Public Health Service and Implementation Science an der Centers for Disease Control and Prevention (CDC). In dieser Rolle befasste er sich mit der „Einführung der Prinzipien der Implementierungswissenschaft an der CDC“.

Was bedeutet das? Implementierungswissenschaft beinhaltet die Lehre von der Übertragung von Forschungsergebnissen in die klinischen, administrativen und politischen Kontexte der Gesundheitsversorgung. Die britische Global Alliance for Chronic Diseases (GACD) definiert die noch recht junge Wissenschaft wie folgt:

Implementierungswissenschaft wird allgemein definiert als die Untersuchung von Methoden und Strategien, die das Annehmen von Eingriffen fördern, die sich in der Routinepraxis als wirksam erwiesen haben, mit dem Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Die Implementationswissenschaft untersucht daher, (…) wie Interventionen auf zugängliche und gerechte Weise angepasst und ausgeweitet werden können.“

Stephen Redd erscheint beim Event 201 in Uniform, was auf die militärische Sektion, den „Commissioned Corps“ des Public Health Service hinweist. Dieser zählt zusammen mit Army, Navy, Air Force und weiteren zu den sieben Diensten in Uniform der USA. Auf der Webseite des Gesundheitsministeriums wird die Zuständigkeit des Corps wie folgt beschrieben:

„Das U.S. Public Health Service Commissioned Corps ist ein Eliteteam von mehr als 6.000 gut ausgebildeten, hoch qualifizierten Fachleuten des öffentlichen Gesundheitswesens (…). Das Commissioned Corps erfüllt seinen Auftrag durch: schnelle und wirksame Reaktion auf Bedürfnisse der öffentlichen Gesundheit, Führungsrolle und Exzellenz in der Praxis der öffentlichen Gesundheit, Förderung der Wissenschaft der öffentlichen Gesundheit. Die Emergency Response Teams des Commissioned Corps sind ausgebildet und ausgerüstet, um auf Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und auf nationale Notfälle zu reagieren wie Naturkatastrophen, Krankheitsausbrüche oder Terroranschläge, sowohl hier als auch in Übersee.“

Eine von Redds Auszeichnungen ist die Meritorious Service Medal, die höchste Auszeichnung, die vom Public Health Service verliehen wird. Redd war im National Anthrax Epidemiologic Investigation Team bei der Untersuchung zu den Anthrax-Anschlägen von 2001 dabei. Er leitete 2009 während der Schweinegrippe als Kommandant etwa 3.000 CDC-Mitarbeiter. Während die WHO die Sterberate aus ihrer Definition einer Pandemie herausnahm und der Begriff damit seinen ursprünglichen Sinn entbehrte, setzte Redd sich dennoch dafür ein, „81 Millionen Menschen in den USA zu impfen“.

Avril Haines und die CIA

Avril Haines ist leitende Wissenschaftlerin an der Johns Hopkins University, war stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin bei US-Präsident Obama und stellvertretende Direktorin des US-Geheimdienstes Central Intelligence Agency (CIA). Zum Zeitpunkt des Event 201 war sie Mitglied der National Commission on Military, National, and Public Service. Es handelt sich um eine beratende Kommission der US-Regierung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, „Ideen (zu) entwickeln, die unter Amerikanern aller Altersgruppen ein größeres Ethos des militärischen, nationalen und öffentlichen Dienstes fördern …“.

Das erklärte Ziel ist:

„Im Laufe der nächsten zwei und mehr Jahre hoffen wir, (…) mehr Amerikaner für den Dienst zu begeistern. Wir beabsichtigen, (…) zu verstehen, welche Barrieren vorhanden sein könnten, die mehr Amerikaner davon abhalten, zu dienen.“

Auf inspire2serve.gov finden sich die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit. Eines der veröffentlichten Fact Sheets trägt den Titel „Reaktion auf Pandemien und andere nationale Notfälle“.

Matthew Harrington und die größte PR-Agentur der Welt

Matthew Harrington ist Global Chief Operation Officer bei Edelman, gemäß PRovoke Media die größte PR-Agentur weltweit. Das Unternehmen unterhält mehr als 60 Zweigstellen in den USA, Kanada, Lateinamerika, Europa, Afrika und Asien. Seit 20 Jahren misst Edelman das vorhandene Vertrauen der Bevölkerung in Regierungen, Wirtschaft und Medien, und das international. Die Agentur beschreibt dieses Barometer als „die größte weltweite Umfrage und die führende Quelle in Sachen Vertrauen in Wirtschaft, Regierung, Medien und NGOs“.

Der aktuellen Umfrage zufolge mangelt es den Menschen am genannten Vertrauen. Die Agentur begründet dies allerdings nicht mit wirtschaftlichen oder politischen Ursachen, sondern mit den Ängsten der Menschen. Die Lösung sei in einer neuen „Art der effektiven Vertrauensbildung“ zu finden, wird im Januar 2020 auf der Homepage der Agentur erklärt. Was genau ist hier mit dem schönen Ausdruck „building trust“ gemeint?

„Das Edelman-Trust-Barometer 2020 zeigt, dass trotz einer starken Weltwirtschaft und nahezu Vollbeschäftigung keiner der vier gesellschaftlichen Institutionen, die in der Studie gemessen werden — Regierung, Wirtschaft, NGOs und Medien — vertraut wird. Die Ursache dieses Paradoxons liegt in den Zukunftsängsten der Menschen und den Ängsten vor ihren zukünftigen Aufgaben, die einen Weckruf für unsere Institutionen darstellen, sich eine neue Art der effektiven Vertrauensbildung zu eigen zu machen: die Balance zwischen Kompetenz und ethischem Verhalten“.

Während des Event 201 kommt Harrington des Öfteren auf das Vertrauensbarometer zu sprechen.

Hasti Taghi und die Medien

Hasti Taghi ist die Vizepräsidentin von NBC Universal (10), dem drittgrößten Medienkonzern der Welt. Der Superkonzern ging aus der Übernahme der Universal durch die NBC-Muttergesellschaft 2004 hervor. Zu NBC Universal gehören viele Tochterunternehmen, darunter Produktionsgesellschaften, Themenparks sowie Fernsehsender. Beispiele sind das Studio DreamWorks Animation, die Sender NBC und Universal TV oder der in 160 Ländern empfangbare Doku-Sender History, welcher laut Selbstbeschreibung in „aufwendige(n) Dokumentationen enthüll(t), dass Geschichte in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geschrieben wird“. Die Reichweite sowie der weltweite gesellschaftliche und politische Einfluss des Medienkonzerns NBC Universal sind damit beachtlich.

Die Biografie auf der Homepage von Event 201 bleibt in Bezug auf Taghi recht vage: „Sie leitet auch strategische Initiativen für die Geschäftsstelle (eines Medienunternehmens), einschließlich Partnerschaften mit dem Weltwirtschaftsforum“, heißt es dort unter anderem.

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Lösungsvorschläge auf dem Event 201 innerhalb der Simulation

Die Segmente eins bis fünf des Event 201 behandeln folgende Themen: die Diskussion über „medizinische Gegenmaßnahmen“, „Handel und Reisen“, die „Finanzierung“, „Kommunikation“ und abschließend das Resümee und die wichtigsten Ergebnisse. Der Moderator Tom Inglesby vom Johns Hopkins Center for Health Security eröffnet den ersten Teil der Übung wie folgt:

„Die politische Krise, um die es in diesem Gremium, diesem Treffen geht, ist also folgende: Wie sollten Regierungen, Unternehmen und internationale Organisationen antivirale Mittel und medizinische Hilfsgüter für eine Pandemie zuteilen und an die Menschen verteilen, die sie am dringendsten benötigen? (…) Sollten Regierungen eingreifen? Wenn ja, mit welchen Regeln?“

Zentralisieren und Druck ausüben

Im Verlauf dieser Diskussion betont Avril Haines die Bedeutung internationaler Mechanismen. Die Staaten seien zwar in der Lage, „unter bestimmten Umständen einige der relevanten Fragen selbst zu entscheiden“, aber gegebenenfalls müsse man auch Druck auf sie ausüben:

„Wenn die Frage so klar gestellt wird, ist wohl klar, dass es nicht die effektivste Antwort sein kann, wenn es jeder auf eigene Faust versucht. Daher stimme ich zu, dass wir eine Art internationalen Mechanismus zur Koordinierung dessen brauchen, was wir tun würden, auch um Informationen zu sammeln, (…) Eine der Herausforderungen wird sein, die Nutzung eines vorhandenen Mechanismus sicherzustellen.

Und ich denke, Sophia hat recht, was die UNO betrifft. Sie kann Grundlage für Operationen dieser Art sein, sowohl für die Finanzierung als auch für die ganze Reihe anderer Fragen sowie Zuweisung, Koordinierung et cetera. Aber dann sicherzustellen, dass die Staaten besser werden, darin den Menschen zu sagen, was los ist, was sie tun müssen, was ihre richtigen Entscheidungen in diesem Kontext sind, um Transparenz darüber zu schaffen, wie die richtige Verteilung aussehen sollte, um dieses Problem einzudämmen, damit Druck ausgeübt werden kann, um sicherzustellen, dass die Staaten tatsächlich das tun, was der größere Plan in diesem Zusammenhang erforderlich macht.“

Der PR-Fachmann Matthew Harrington warnt vor gegenläufigen Bestrebungen einzelner Nationen: „Und es gibt Probleme, denke ich, mit dieser (…) Rhetorik, sowohl von einigen Kandidaten hier in den USA, aber auch in Großbritannien und Deutschland, die sagen, dass die Globalisierung für diese Pandemie verantwortlich sei, und deshalb gibt es eine zunehmende protektionistische Haltung, um sich um sich selbst zu kümmern. Und so denke ich, die Geschäftswelt, die Gesundheitsorganisationen und die Wissenschaft müssen diese Rhetorik und die irreführenden Informationen bekämpfen“.

Die Medien-Insiderin Hasti Taghi macht den Vorschlag, beim Entwickeln der richtigen Szenarien darauf zu achten, dass „Verschwörungstheorien“ unterbunden werden:

„Mein Team hat die öffentliche Kommunikation und Reaktion darauf erfasst, und auf verschiedenen Social-Media-Kanälen und Kabelnetzwerken gab es einige Verschwörungstheorien über die Möglichkeit, dass Pharma-Unternehmen oder die UNO das zu ihrem eigenen Vorteil in die Welt gesetzt hätten. Damit wir vorwärtskommen, ist das Vertrauen in die Pharma-Industrie und in die Regierung offenbar im Moment sehr wichtig. Während wir mit der Entwicklung der richtigen Szenarien weiterkommen, müssen wir sicherstellen, dass, aufgrund dieser Verschwörungstheorien, hier die Kommunikation mit der Öffentlichkeit eine wichtige Rolle spielt.“

Eine Pandemie kostet Geld

Der dritte Teil des Event 201 befasst sich mit der Finanzierung der Pandemiebekämpfung. „Die strategische Frage für dieses Gremium lautet also jetzt, wie sollten finanzpolitische Ressourcen priorisiert werden?“, eröffnet Moderator Inglesby die Diskussion. Er bezieht sich einleitend auf fiktive „Experten“, die mehrere Möglichkeiten diskutiert hätten.

Man könne „Gelder direkt in die öffentliche Versorgung und das Gesundheitswesen von Ländern“ geben, die diese benötigten, oder sie zur Stabilisierung strauchelnder Regierungen vergeben. Man könne die Mittel auch durch Fonds für die Pandemie an Unternehmen geben, „die direkt mit der Bekämpfung befasst sind, also der Herstellung von Impfstoffen, Medikamenten, N95-Masken …“.

Eine weitere Möglichkeit sei es, „Mittel an Industrien und Unternehmen zu vergeben, die die Weltwirtschaft in einer Art Dominoeffekt zusammenbrechen lassen würden. In gewisser Weise Firmen, die groß, zu groß sind, um zu scheitern. Die Frage ist also, gibt es solche, die wir nicht scheitern lassen dürfen, wie würden Sie Prioritäten setzen, wir haben nicht genug Geld um all die dringenden Probleme zu lösen“. „Too big to fail“ nennt Inglesby die Empfänger der letztgenannten Rettungsmaßnahme im Originalvideo. Wie weit kann und soll diese Logik getrieben werden?

Stephen Redd weist auf einen „Kriegszustand“ hin, von dem die Regierungen überzeugt werden müssten. Mich erinnert sein Statement an die TV-Ansprache des französischen Präsidenten vom 16. März 2020, in der Emmanuel Macron zweimal erklärte: „Wir sind im Krieg“. Beim Event 201 erklärt Stephen Redd:

„Ich denke, es ist wichtig, zu erkennen, dass dies eine beispiellose Situation ist, und wir müssen bereit sein, Regierungen müssen bereit sein, Dinge zu tun, die zum größten Teil aus ihrer Perspektive historisch sind. Es ist wirklich ein Kriegszustand, in dem wir denken müssen, und eine massive Mobilisierung von Ressourcen ist angemessen, um die Flut dieses Vorgangs einzudämmen.“

Avril Haines warnt vor Regierungen, die stürzen würden, vor sozialen Unruhen und vor terroristischen Gruppierungen:

„Mir wurde gesagt, dass inzwischen einige Regierungen gestürzt worden sind, dass andere ins Straucheln kommen, dass es weitverbreitete soziale Unruhen gibt, und dass die Regierungen um Katastrophenhilfe bitten, um ihre Wirtschaft zu stabilisieren. (…) Darüber hinaus gibt es wahrscheinlich noch eine beträchtliche Menge anderer Formen sicherheitsrelevanter Unruhen. Sie können in Form von, Sie wissen schon, terroristischen Gruppierungen kommen, oder anderen, die die Situation ausnutzen.“

Derlei Anschuldigungen häufen sich aktuell in der Berichterstattung der Mainstream-Medien über die Proteste zu den Corona-Maßnahmen.

Strategien der Zensur und Informationsverbreitung

Der dritte Teil der Simulationsübung befasst sich mit dem Thema Informationsverbreitung. Fallzahlen und Sterberate der Pandemie seien gestiegen, wird zu Beginn verkündet. Inglesby eröffnet das Segment mit den Worten:

„Wir haben dieses Treffen heute einberufen aufgrund weltweiter großer strategischer Probleme mit der Kommunikation.“

Im Folgenden wird ein Video-Einspieler gezeigt, der eine Fernsehsendung des fiktiven Senders GNN zum Inhalt hat. Eine Sprecherin erklärt:

„Twitter und Facebook berichten, dass sie eine beunruhigende Anzahl von Usern haben, die Desinformationen über den Ausbruch verbreiten, und dass sie diese gelöscht haben.“

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Ein zugeschalteter fiktiver Social-Media-Experte erklärt eindringlich:

„Wir wissen, dass Social-Media-Unternehmen rund um die Uhr daran arbeiten, die Desinformationskampagnen zu bekämpfen. Die Aufgabe, jeden schlechten Akteur zu identifizieren ist immens, und Experten sind sich einig, dass jeden Tag neue Desinformationskampagnen generiert werden. Das ist ein riesiges Problem, dass uns davon abhält, die Pandemie zu bewältigen, und es könnte sogar zum Sturz von Regierungen führen, wie wir es im Arabischen Frühling gesehen haben. Wenn die Lösung bedeutet, den Zugang zu Informationen zu kontrollieren und zu reduzieren, dann denke ich: Das ist richtig.“

Eine weitere fiktive Expertin ergänzt in der Sendung:

„Ich stimme Kevin zu, das ist ein großes Problem, und berücksichtigt nicht einmal die riesigen Mengen an falschen Informationen, die von legitimen Quellen über die Pandemie generiert werden. Aber es gibt nicht nur Trolle, die die Fake News verbreiten. Es sind oft sogar Politiker an der Spitze. Wer soll beurteilen, was ist echt, oder nicht? Würden wir jeder Regierung zutrauen, dass sie Wahrheit und Lüge trennt?“

Die handverlesenen Teilnehmer des Event 201 und ihre Zuschauer werden also zum Thema Kommunikation vorab in eine bestimmte Richtung hin beeinflusst: Es wird gewarnt vor der Verbreitung falscher Informationen durch „legitime Quellen“ (11) sowie durch Spitzenpolitiker mancher Nationen. Damit erhält die Runde innerhalb der Simulationsübung die Deutungshoheit über wahr und falsch, über alle relevanten wissenschaftlichen Fragen zur Pandemie, zu Krankheit und Gesundheit.

Nach dem Einspieler gibt eine fiktive Kommunikationsexpertin im Saal eine Erklärung ab. Sie wägt ab, ob man bestimmte soziale Medien oder gar das ganze Internet sperren sollte.

„Wir wissen, dass Social Media heute der gängigste Weg sind, wie Menschen Nachrichten erhalten. Also könnten vorübergehende Sperrungen dieser Plattformen die Flut von Fehlinformationen eindämmen, zugleich aber auch Informationen aus legitimen Quellen einschränken. (…) Einige Regierungen haben die Kontrolle über den nationalen Zugang zum Internet übernommen, andere zensieren Websites und Social-Media-Inhalte, und eine kleine Zahl hat den Internetzugang vollständig heruntergefahren, um die Verbreitung von Fehlinformationen zu verhindern.“

Matthew Harrington von Edelman weiß aus der Öffentlichkeitsarbeit, wie man Vertrauen einer Zielgruppe oder Gesellschaft herstellt, dort, wo man es braucht. Sein Ansatz: „Ich würde erst einmal sehen, wo Vertrauen im System besteht.“ Das Vertrauen der Arbeitnehmer in ihre Arbeitgeber sei groß, dies sei auch durch das eigene Edelmann-Vertrauensbarometer in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt worden.

„Damit verbunden ist in Krisenzeiten, in welchen wir leben, die Rolle des CEO und das Vertrauen, das ihm für seine Fürsprache und für die Weitergabe seriöser Informationen entgegengebracht wird, beachtlich. Ich würde die Unternehmensführung der Arbeitgeber mit den Führungsorganisationen der Unternehmen zusammenbringen.“

Damit das Vertrauen bestehen bleibt, müssten sich die Social-Media-Plattformen ihm zufolge von nun an mit Wissenschaft und Gesundheitswesen zusammentun:

„Und ich denke auch, dass wir an einem Punkt sind, wo die Social-Media-Plattformen hervortreten und erkennen müssen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen sie behaupteten, nur Technologieplattformen und keine Sendeanstalten zu sein. Sie sind in der Pflicht, als aktive Teilnehmer für die Verbreitung korrekter Informationen zu sorgen. Gemeinsam mit Wissenschaft und Gesundheitswesen dafür, als Gegengewicht, wenn nicht sogar, um mit präzisen Informationen die eigene Plattform zu fluten, denn eins ist klar: Wir werden Gini nicht mehr zurück in die Flasche der Fehl- und Desinformation bekommen. Das ist unmöglich.“

Selbst Edward Bernays könnte vermutlich noch etwas von Harrington lernen. Wer beeinflusst wen? Das ist eine der grundlegenden Fragestellungen in der PR. Doch mal angenommen, die Pest oder die Ebola bricht vor unserer Haustüre aus, bräuchten wir wirklich eine so perfide PR-Kampagne, um etwas Abstand voneinander zu halten?

Auch die Vizepräsidentin von NBC Universal Hasti Taghi hat Ahnung von Public Relations und möchte sicherstellen, dass die „richtigen Vertreter“ in den Medien tätig sind:

„Noch mal zurück zum Vertrauensbarometer. Voriges Jahr wurde in Davos veröffentlicht, dass das Vertrauen in traditionelle Medien gewachsen ist, während das Vertrauen in Social Media besonders nach den jüngsten US-Wahlen gesunken ist. Daher denke ich, eine Möglichkeit, wie wir das angehen müssen, ist sicherzustellen, dass wir die richtigen Vertreter in traditionellen Medien und Netzwerken haben, um unsere Seite der Geschichte darzustellen und um sicherzustellen, dass es keine Fehlinformationen gibt.“

Stephen Redd geht noch weiter und schlägt vor, mithilfe der sozialen Medien kritische Geister zu identifizieren:

„Erstens müssen wir anerkennen, dass wir alle anfällig für Fehlinformationen sind, was auf unseren eigenen Überzeugungen und Erfahrungen beruht. Und ich denke, mit den Social-Media-Plattformen gibt es eine Gelegenheit, zu verstehen, wer auf welche Weise so anfällig für Fehlinformationen ist. Es ist da sicher möglich, Daten aus den Netzen zu sammeln.“

Avril Haines sieht als ehemalige CIA-Vizedirektorin Handlungsbedarf der Geheimdienste:

„Ich höre von Mitarbeitern, es gibt auch tatsächlich Geheimdienstquellen, die mehrere ausländische Desinformationskampagnen identifizieren und so weiter. Aber das ist alles Teil eines größeren Ganzen, das so geht: Jedes Mal, wenn eine Falschinformation rausgeht, die unsere Fähigkeit, die Pandemie zu bekämpfen, zu stören beginnt, müssen wir in der Lage sein, schnell darauf zu reagieren.“

Matthew Harrington erklärt wie die Informationskette durch die Befürworter der zentralisierten Pandemiebekämpfung die Experten in den entsprechenden Umfeldern erreicht:

„Es muss auch eine zentralisierte Antwort und einen Kommunikationsansatz geben, der dann, stufenweise, die Befürworter informiert, die in den Umfeldern der NGOs und in der Medizin vertreten sind und so weiter.“

Inglesby fragt ihn: „Sie meinen, zentralisiert international?“ und erhält zur Antwort:

„Ich meine, zentralisiert auf internationaler Basis. Weil ich denke, dass es eine zentralisierte Quelle für Daten, Fakten und Kernaussagen geben muss.“

Hasti Taghi sorgt sich um kritische Reaktionen auf den neu zu entwickelnden Impfstoff — und um eigenwillige Regierungen, die dem Narrativ eventuell nicht folgen würden:

„Die Anti-Impfstoff-Bewegung war schon sehr einflussreich, bevor das hier begann, sie hatte sich besonders durch die Sozialen Medien verbreitet. Während wir die Forschung zur Entwicklung der richtigen Impfstoffe betreiben, (…) Wie kommunizieren wir die richtigen Informationen, um sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit Vertrauen hat in die Impfstoffe, die wir entwickeln?“

An dieser Stelle frage ich mich, wen Taghi mit „wir“ genau meint. Die NBC Universal wird den Impfstoff nicht entwickeln, mit wem also fühlt sie sich so verbunden?

Taghi fährt fort:

„Und zweitens stehen Medienunternehmen in einigen Ländern derzeit unter dem Druck ihrer Regierungen, politisch günstig Nachrichten zu liefern. Und so müssen wir darüber nachdenken, wissen Sie, da sind nicht nur die Vereinigten Staaten, wo wir manchmal die Pressefreiheit für selbstverständlich halten. Es gibt Länder, in denen die Medienunternehmen im Besitz der Regierungen sind. Und wie verbreiten sie die Informationen? (…) Wie kommunizieren wir mit diesen Regierungen, um sicherzustellen, dass Fehlinformation und Desinformation nicht verbreitet wird?“

Wenn in den USA die Pressefreiheit garantiert ist, warum wurde Julian Assange dann nicht längst freigelassen? Diese Frage stellt niemand im Raum. Aber die ehemalige CIA-Vizedirektorin Avril Haines erklärt, wie man widerspenstige Regierungen informationstechnisch überwältigt:

„Wenn Sie eine staatlich geförderte Desinformation haben, gibt es zusätzliche Werkzeuge, die Sie einbringen können, um die Sache anzugehen. Eine Möglichkeit ist es, andere Länder zusammenzubringen, um, Sie wissen schon, gegen die Art von Kampagne vorzugehen, die sie verbreiten. Grundsätzlich ist es ja nicht immer leicht, die Grenze zwischen Desinformation und Fehlinformation zu ziehen. In Wirklichkeit ist der beste Weg es zu beeinflussen, nach meiner Erfahrung, es nicht stehen zu lassen. Also mit anderen Worten finden Sie ihre vertrauenswürdigen Gesprächspartner, die in der Lage sind, zu sagen, das ist nicht akzeptabel, das hier ist die Wahrheit, hier ist die Information.“

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Lösungsvorschläge auf dem Event 201 außerhalb der Simulation

Das letzte Segment der Simulationsübung beinhaltet ein Gespräch über die Schlussfolgerungen aus der Übung und gibt Raum für ein Fazit. Moderiert wird es von Jeanne Meserve. Sie war CNN-Korrespondentin für Home Security und berichtete bereits über „Guantanamo Bay, die Sicherheit während der Amtseinführung von Präsident Barack Obama, den Hurrikan Katrina“ und die „innere Sicherheit seit den Anschlägen vom 11. September 2001“.

Da es nun um ein Resümee geht, wechseln manche Akteure spontan von der klar definierten fiktionalen Ebene des Spiels in die Realitätsebene außerhalb des Spiels. Gefilmt wird weiterhin. So kommt es, dass sie zu guter Letzt noch so manchen überraschenden Vorschlag zutage bringen.

Tim Evans, von 2003 bis 2010 Assistant Director General in der WHO und sechs Jahre lang leitender Direktor der Weltweiten Praxis für Gesundheit, Ernährung und Bevölkerung bei der Weltbankgruppe, drückt seine Besorgnis darüber aus, dass die hohe Motivation des Gremiums verloren gehen und im „Business as Usual“ der Beteiligten untergehen könnte. Er möchte „Akteure“, die „dahinter stehen“, nicht enttäuschen:

„Ich denke, es sollte, vielleicht aus dem Global Preparedness Monitoring Board mit ein paar Leuten von uns hier: Es sollte einen zeitlich begrenzten Plan mit sehr klaren Zielen geben, in Bezug auf das, was eine neue Stufe der globalen Bereitschaft darstellen würde. Und wir sollten prüfen, was erforderlich ist, um das finanziert zu bekommen, auf eine Weise, dass es nicht nur der gute Wille aller ist, gelegentlich zusammenzukommen, weil sie in Davos (12) oder in New York sind. Das hat eine echte Rechenschaftspflicht gegenüber den Akteuren, die dahinter stehen und sich für eine stärkere globale Steuerung einsetzen, aber eine praktische. Es ist nicht so, dass die WHO das alles tun kann.“

Der PR-Experte Matthew Harrington spinnt den Faden einer realen Planung noch weiter:

„Ich teile die Sorge darüber, wie man nachhaltiges Interesse aufrecht erhalten kann, (…) und ein Gedanke, den ich habe, ist: Schaffen wir einen bestimmten Zeitpunkt, auf den wir hinarbeiten, und eine Analogie dazu wäre für mich das Jahr-2000-Computerproblem: Der öffentlich-private Sektor hatte verstanden, dass es zur Jahrtausendwende um Mitternacht einen entscheidenden Moment gab, auf den sich die Menschen entsprechend vorbereiten mussten. Selbst wenn es den Einzelnen in vielen Fällen nicht traf, ging es die Leiter hoch bis zu größeren Organisationen.“

Zuvor hatte man vielerorts befürchtet, die Umstellung der Jahreszahl würde einen großen Systemabsturz verursachen. Wie ist Harringtons Idee zu verstehen? Wer alles soll an dieser erneuten Inszenierung teilnehmen, und wer alles soll vielleicht ungefragt Teil davon werden?

Jeanne Meserve stellt die Frage in den Raum, ob man im Vorfeld „vertrauenswürdige Stimmen“ etablieren sollte, bevor eine Krise zuschlägt: „Müssen wir diese Stimmen jetzt finden und Vertrauen in sie jetzt aufbauen? Sodass, wenn die Krise einschlägt, die Leute bereits das aufgebaute Vertrauen haben?“
Dazu hat Hasti Taghi folgende Idee:

„Ich denke da besonders an Nachrichtenredaktionen. Es gibt einen Grund, warum sie echte, ehemalige Ärzte im Personal haben. Sie sprechen ständig über irgendwelche Leiden und Krankheiten, die neu auftreten. Sie haben dieses Vertrauen bereits aufgebaut, und wenn es eine Situation wie diese gibt, dann hat man ja bereits jemanden als Medizinexperten, der eine vertrauenswürdige Stimme ist.“

Brad Connett, Präsident der Henry Schein US-Medical Group, sorgt sich, ob ausreichend Militär angesichts möglicher Unruhen zur Verfügung steht:

„Wenn es wirklich katastrophal wäre, weiß ich nicht, ob wir auf die Unruhen vorbereitet wären, die kommen könnten. Wir haben nicht wirklich viel über unsere öffentliche Sicherheit, einschließlich des Militärs gesprochen. Sind sie bereit für solche Unruhen, wenn es wirklich ausarten würde? Ich sehe es nicht in den empfohlene Maßnahmen.“

Das Schlusswort in der Diskussion hat dann Matthew Harrington mit einer prägnanten Zusammenfassung:

„Ein Punkt, trotz der Übereinstimmung hier im Raum über die Bedeutung einer zentralen Führungsrolle denke ich, die Herausforderung besteht darin, sich über diese zentrale Führung zu einigen.“

Er erntet trockenes Lachen.

Lösungsansätze aus meiner Sicht

Sehr viele der beim Event 201 diskutierten Maßnahmen und Vorgehensweisen erleben wir seit März 2020 ganz real. Insbesondere das beklemmende Zusammenwirken von PR und Medien, das Beeinflussen einflussreicher Experten, der fehlende Diskurs und die einseitige Berichterstattung, die Zensur im Internet bis hin zur Löschung ganzer YouTube-Kanäle ist traurige Realität geworden.

Ich schreibe hier ausdrücklich, dass ich es sinnvoll finde, Theorien darüber durchzudenken, welche Beweggründe hinter dem Event 201 und den vergangenen Simulationsübungen stehen, was die Akteure jeweils beabsichtigen, wer alles einen Vorteil daraus zieht, und ob oder wie sehr die aktuelle „Pandemie“ und die globalen Reaktionen darauf mit den Übungen in Zusammenhang stehen. Wo immer in der Welt Unrecht geschieht, welches von mehr als einer Person im Geheimen geplant und verursacht wurde, sind auch hypothetische Überlegungen dazu eine notwendige Arbeitsgrundlage, etwa der Kriminalpolizei. Im Journalismus bedarf das alles ausführlicher Recherchen. Wer diese weiterführt, dem wünsche ich Anerkennung, nicht Ignoranz oder gar Diffamierung.

Ich selbst werde das Geschehen aus macht- und medienanalytischer Sicht weiter beobachten und natürlich auch weiterhin über die Ergebnisse dazu berichten. Es lässt sich sicher nicht monokausal erklären, was beim Event 201 alles beabsichtigt wurde und inwieweit es mit der Coronakrise zusammenhängt. Einige ihrer Absichten und Vorstellungen äußerten die Teilnehmer jedoch selbst sehr klar, insbesondere im letzten Teil der Übung, wie wir gesehen haben.

Es wird nicht eine einzige, sondern eine Vielzahl miteinander verbundener Erklärungen und Zusammenhänge verschiedener vorhandener Machtstrukturen geben. Wenn Menschen in materieller Hinsicht sehr mächtig sind und zusammenarbeiten, heißt das nicht, dass sie sich untereinander verstehen oder wirklich an einem Strang ziehen. Solche Eliten-„Freundschaften“ scheinen mir oft eher strategischer und temporärer Art zu sein. Man denke nur an die zahlreichen Kriege, in welchen ehemals Verbündete samt Regierungschef plötzlich zu Feinden erklärt wurden, je nach geostrategischer Entwicklung und Absicht.

Ich biete daher heute eine andere Sicht an, mit welcher wir auf das Zeitgeschehen blicken können, ohne uns über die Absichten einzelner, teils machtorientierter und skrupelloser Akteure zu streiten. Es ist diese Sicht: Wollen wir grundsätzlich, dass sich einflussreiche Menschen so wie hier beschrieben über globale Strukturen und Entscheidungen absprechen? Gehen wir mal davon aus, sie alle wollen nur unser Allerbestes, und glauben fest daran, dass die oben beschriebene Vorgehensweise der Zentralisierung, Finanzierung, Zensur und Informationsflutung wirklich hilfreich für die ganze Menschheit ist: Glauben wir das ganz persönlich etwa auch? Teilen wir das Weltbild, das hier durchgespielt wurde?

Zahlreiche oben genannte Überlegungen sind inzwischen weltweit Realität geworden. Angenommen, dies geschah, weil die Entscheider jeweils unsere Gesundheit im Sinne haben, und sonst nichts: Macht es uns gesund?

In welcher Welt wollen wir leben? Wie weit, wie sehr, und wie tief, wollen wir, jeder einzelne und wir alle als Gesellschaft, die Verantwortung noch abgeben für unser Leben, unsere Gesundheit und unser Glück?

Das Zusammenleben der Menschen ist aus meiner Sicht keine Maschine und auch kein Computernetzwerk, das man von einer zentralen Stelle aus steuern und erhalten kann. Es ist im Gegenteil ein kreativer, zutiefst lebendiger Prozess. Es ist wie das Leben selbst, stets im Wandel, nicht vorhersehbar und voll von individueller Inspiration. Fachleute sollten wir an ihrem Wissen in Verbindung mit ihrer Weisheit erkennen oder an ihrem konkreten Dienst an der Menschheit, nicht an ihrem Bankkonto, ihren Institutionen, Auszeichnungen, Wimpeln und an ihrer strukturellen Macht.

Entscheider sollten gewählt und demokratisch legitimiert sein. Haben wir die oben genannten Teilnehmer oder die Veranstalter gewählt und gebeten, für uns irgendwelche globalen Entscheidungen zu treffen? Wie fühlt sich die Vorstellung an, eine wie auch immer beschaffene supranationale Instanz könnte den (gewählten!) Regierungen einzelner Nationen Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge vorschreiben? Wie ist das noch vereinbar mit unseren Bedürfnissen nach Demokratie, Souveränität, kultureller Vielfalt und Menschenwürde?

Für mich endet diese Überlegung in der Frage: Wer sind wir? Zahnrädchen oder Seele? Wie wollen wir als Menschheit unser Zusammensein auf Erden gestalten?

Ich kann, vollkommen unabhängig davon, welche Absichten die Planer und Befürworter von Zentralisierung und Zensur verfolgen, für mich selbst erkennen: Das will ich nicht. Dem will ich mich nicht anschließen und erst recht nicht unterordnen. Ich glaube an die Würde und die Freiheit des Menschen, an unsere grundsätzliche Fähigkeit, Demokratie zu leben, neu zu denken und zu entwickeln, auch wenn sie eine Herausforderung ist, sowie an die uns innewohnende Intuition und Klugheit, die uns zu eigenständig denkenden und entscheidenden, nicht perfekten, aber erwachsenen Menschen macht! In diesem Sinne hoffe ich, dass wir uns an unsere Menschlichkeit erinnern und uns aus äußerlichen, finanziellen und gesellschaftlichen Abhängigkeiten zunehmend befreien, individuell wie kollektiv.

Abschließend noch einige Worte zum Thema Angst. Angst ist — gesellschaftlich gesehen — aktuell wohl unsere größte Herausforderung. Angst kann unser Denken lähmen und unsere Handlungsbereitschaft schwächen. Sie lässt uns voneinander getrennt empfinden. Große Angst macht es fast unmöglich, Entscheidungen zu treffen. Sie verunmöglicht den Dialog, das Dazulernen und einen kreativen Austausch. Angst führt daher zu Spaltung, auch von Bewegungen, die ähnliche oder gleiche Ziele haben. Deshalb: Seit jeher wussten Machthaber, dass eine Gesellschaft, in Angst versetzt, leicht zu steuern und zu beherrschen ist. Und nicht zuletzt: Angst schwächt unser Immunsystem.

Bevor wir konstruktiv Lösungen finden können, ist es unser aller Aufgabe, die Angst in uns zu beruhigen! Das betrifft sowohl die Angst vor Krankheit als auch die Angst vor Unfreiheit, institutioneller Korruption, Jobverlust oder einer Diktatur. Wir sind nicht ohnmächtig. Es wird nur manchmal viel Aufwand betrieben, damit es so erscheint. Tatsächlich lohnt es sich aber, sich jeden Tag aufs neue das Ausmaß der eigenen Freiheit und Wirkkraft bewusst zu machen. Dabei helfen Fragen wie: Wie geht es mir? Was lese ich? Worüber denke ich nach? Wer bezahlt mich? Mit wem spreche ich? Wen beeinflusse ich? Wem diene ich? Wem widme ich meine Zeit? Nutze ich meine vorhandene Freiheit überhaupt?

Reinhard Mey sang schon in den Neunzigern: „Pass auf, dass du deine Freiheit nutzt, die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt“ — und das ist wahr.

Je mehr wir unsere gefühlte Ohnmacht in Selbstermächtigung verwandeln, desto ruhiger können wir in Kontakt miteinander gehen und auch gangbare Lösungen finden für die Zukunft.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Im Original: „The scenario we will present to you this morning could easily become one (harrumph) assured reality one day.“
(2) Bernays, Edward: Propaganda, orange press 2014, Seite 54.
(3) Schreyer, Paul: Chronik einer angekündigten Krise, wie ein Virus die Welt verändern konnte, Westend Verlag 2020, Seite 51.
(4) Ebenda Seite 68.
(5) Ebenda Seite 67.
(6) Ebenda Seite 69.
(7) Ebenda Seite 70.
(8) Ebenda Seite 71.
(9) Ebenda Seite 71 folgende.
(10) Ebenda Seite 71 folgende, Seite 96.
(11) Im Originalvideo des Event 201: „legitimate newser“.
(12) In Davos findet das jährliche Weltwirtschaftsforum statt.

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