reitschuster.de: Intensivschwester Tine aus der Coronastation: „Die Menschen werden getäuscht und belogen!“

Chronik einer Krankheit

Corona macht krank. Darüber berichten wir. Geschichten, die es nicht in die Medien schaffen. Die Serie „Kollateralschaden“ basiert auf Berichten Betroffener der Coronapolitik. Damit keiner sagen kann: „Das haben wir nicht gewusst!“

Intensivschwester Tine aus der Coronastation

Von Johanna und Frank Wahlig

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Seit 30 Jahren ist Tine Krankenschwester. Derzeit auf der Coronastation. Der Intensivbettenmangel dort sei nicht neu, erklärt sie. „Ich persönlich habe schon vor Corona erlebt, dass in der Umgebung keine freien Betten mehr zur Verfügung standen“, so Tine. „Dies ist in Deutschland schon lange Realität, dafür braucht es kein Corona!“ Sie ärgert sich maßlos darüber, dass die politisch verursachte Misere jetzt als Alibi genutzt wird, um den Menschen Maßnahmen, die in Grundrechte eingreifen, „unterzujubeln“, wie sie meint.

Für Angst und Panikmache kein Verständnis

„Für diese Angst und Panikmache auch mancher Kollegen habe ich kein Verständnis“, schreibt Tine. Der Engpass wurde durch Krankenhausschließungen und Pflegekräftemangel verursacht und nicht durch Corona. Viele Betten wurden und werden u.a. gesperrt, weil kein Intensiv-Personal da ist. „Es ist die pure Heuchelei der Politik, jetzt so zu tun, als ob sie sich Sorgen machten, dass keine Betten und kein Personal zur Verfügung stehen, und dies allein mit Corona zusammenhinge.“ Dabei habe die Politik selbst seit Jahrzehnten an der Verknappung mitgewirkt. „Warum wurden in 2020 in Deutschland 20 Krankenhäuser geschlossen, wenn wir eine Pandemie haben, die die Krankenhäuser und die Intensivkapazität überfordert?“, fragt Schwester Tine.

Schon vor Corona: Intensivpflege am Limit

Den Menschen und der Politik sollte klar gemacht werden, dass bald niemand mehr da ist, der Schwerstkranke betreut, wenn sich nicht schleunigst die Rahmenbedingungen verbessern. Intensivpflege ist ein anspruchsvoller Job mit fünf Jahren Ausbildung und kann nicht von jedem X-Beliebigen einfach übernommen und ausgeführt werden, wie es manche Politiker propagieren.

„Ohne damit die Corona-Erkrankungen relativieren zu wollen, der Tod ist schon immer ein ständiger Begleiter auf einer Intensivstation!“, sagt die Schwester. „Ich erinnere an MRSA (ca. 2000 Tote im Jahr in Deutschland) oder die Influenza (25 000 Tote im Jahr 2018/19).“
„Mir als Fachschwester ist es im Übrigen egal, was für ein Krankheitsbild ein Patient hat, der das Intensivbett auf meiner Station belegt. Jeder Patient hat das Recht auf eine anständige Versorgung. Und dazu braucht man nun mal ausreichend Pflegepersonal.“

Und ja, das Arbeiten in Schutzkleidung sei eine noch zusätzliche Belastung. Hinzu komme die Dokumentationspflicht. Pro Schicht ein bis zwei Stunden. Das kann jede Kollegin bestätigen. Hinzu kommen hunderte von Überstunden im Jahr. 2020 waren es 300 Überstunden bei Tine, eine Kollegin berichtet von 400, seit Jahren.

Tausende Operationen abgesagt

Seit der „zweiten Coronawelle“ werden wieder tausende Operationen verschoben oder abgesagt. Nach Angaben der Krankenkasse AOK gingen die Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern – psychiatrische Kliniken ausgenommen – zwischen März 2020 und 2021 um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Auch die Zahl der Notfallbehandlungen seien zwischen Oktober und Januar 2021 deutlich zurückgegangen, zeigt sich Jürgen Klauber vom wissenschaftlichen Dienst der AOK besorgt. Patienten würden lebensgefährlich lange warten, bis sie den Notruf wählen.

Insolvenzwelle bei Krankenhäusern erwartet

„Man hat über Jahre auf Kosten der Krankenpflege das Gesundheitssystem sanieren wollen“, klagt Schwester Tine. Tausende Stellen wurden gestrichen. 9000 Pflegekräfte haben ihren Beruf verlassen. Viele wechseln ins Ausland, nach Luxemburg oder in die Schweiz. „Die Häuser sind gezwungen, Betten abzubauen, da bei Nicht-Einhaltung des Personalschlüssels empfindliche Strafen drohen“, weiß Tine.

Wegen sinkender Fallzahlen droht eine Insolvenzwelle, warnt der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). „Durch die neue Personaluntergrenze fällt jetzt erst richtig auf, wie unterbesetzt die Stationen seit Jahren sind“, erklärt die Intensivschwester. Zu viele Patienten werden von gefährlich wenig Fachkräften versorgt. Die flächendeckende Gesundheitsversorgung steht auf der Kippe. Dennoch: „Außer Klatschen auf dem Balkon ist seit Beginn der Pandemie nichts passiert“, so Tine.

Ein virtuelles Krankenhaus auf der Messe Berlin

„Die Menschen werden getäuscht und belogen“, ist Intensivschwester Tine überzeugt. Der Bettenabbau, der durch Personalmangel, Rationalisierungen und staatliche Zuschüsse gefördert wird, läuft weiter. Als „Show-Klinik“ hält übrigens das Land Berlin auf der Messe seit über einem Jahr 500 „personalfreie“ Coronabetten bereit. Kostenpunkt: 300 Tausend Euro pro Monat, wie die Zeitung B.Z. berichtet. Ein virtuelles, ein politisches Krankenhaus ohne Pflegepersonal für Berlin.

Corona ist nicht der Auslöser des Pflegenotstands. Corona offenbart die Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheitspolitik. Der mutige Facebook-Beitrag von Tine Wagatz wurde über 30 Tausend Mal geteilt.

Wer aus seinem beruflichen oder privaten Leben einen „Kollateralschaden“ melden möchte: Vertraulich und persönlich, per E-Mail an wahlig@reitschuster.de

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Johanna Wahlig ist Politologin, Journalistin und Unternehmerin. Frank Wahlig ist Historiker und war 30 Jahre lang ARD-Hauptstadtkorrespondent.

Frische Sicht: Alltag auf der Coronastation eines Berliner Krankenhauses

Interview mit der Pflegefachkraft Clara N. (der Name wurde von der Redaktion geändert) über die Arbeit auf der Coronastation eines Berliner Krankenhauses.

„Nach wie vor habe ich 98% asymptomatische (also symptomlose) Patienten, welche PCR positiv getestet wurden, bei mir auf Station… Station voll. Zu wenig Personal. Wir sind echt am Limit.“

In dem Interview werden die akuten Probleme, welche sich durch den Umgang mit der Pandemie besonders für die Pflegefachkräfte ergeben thematisiert. Altbekannte Probleme wie der Personalmangel, die Unterbezahlung, sowie die fortschreitende Privatisierung von Kliniken werden durch Corona für viele Menschen deutlich aufgezeigt. Frau N. spricht in dem Interview über ein strukturelles Versagen im Hinblick auf das derzeitige Gesundheitssystem. Menschenleben werden dem Profit untergeordnet.

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frische sicht presseportal für unabhängigen journalismus ich darf mit klarer entsprechen frau n ist pflegefachkraft in berlin in einem großen krankenhaus ich möchte vorweg schicken dass wir den namen geändert haben aufgrund beruflicher probleme die auftreten könnten wenn wir den klarnamen benutzen es ist ja in der derzeitigen zeit ein sehr großes thema was uns beschäftigt nämlich die auslastung der krankenhäuser die pflegebetten thematik und ich bin sehr dankbar dass sie sich heute die zeit nimmt mit mir zu sprechen um auch sozusagen mal die sicht einer pflegefachkraft am hotspot sozusagen darzustellen bevor wir jetzt einsteigen frauen wir haben uns kennengelernt über einen kommentar den ich auch freundlicherweise auf frische sicht teilen durfte in dem sie sich äußerst kritisch äußern bevor wir in die materie einsteigen nun könnten sie mir mal ihren weg beschreiben ihren beruflichen weg wie sind sie sozusagen zur pflege gekommen auch gut als ich wollte ich wissen immer eine krankenschwester das ist mein mann mein traumberuf da gehe ich auf auch trotz dieser umstände unter denen wir arbeiten müssen willich nichts anderes mehr machen als es ist tatsächlich mein traumberuf jahren und jetzt haben sie schon die umstände angesprochen also es geht sozusagen um die tatsache dass pflegekraft mangels oder der unterbezahlung auf die sie anspielen wie hat sich denn die situation entwickelt für pflegefachkräfte in den letzten jahren können sie da mal einen kleinen einblick geben also die situation ist tatsächlich nicht besser geworden [Musik] das personal wird tatsächlich weniger egal ob es jetzt die krankenhäuser sind die pflegeheime die hauskrankenpflege alle sind irgendwie unterbesetzt weil es ist einfach nicht attraktiv der beruf der krankenschwester oder dass krankenpfleger ist wie auch immer wird einfach nicht attraktiv gestaltet spricht man es absolut unterbezahlt man schiebt überstunden ohne ende es ist einfach unattraktiv und ich denke dass die pflegeschule die sind schon volles rücken welche arbeiten der größte teil arbeitet dann aber nicht mehr an der basis sondern die nutzen die ausbildung zur pflegefachkraft und wie um dennoch studieren zu können und dadurch haben wir tatsächlich viel zu wenig personal und und woran liegt denn diese problematik der unterbezahlung ist das liegt das an dieser generellen ökonomisierung der dass das krank kranken systems oder des gesundheitssystems also krankenhäuser müssen jetzt mittlerweile sehr effizient arbeiten quasi immer am rande der der auslastung um überhaupt kostendeckend arbeiten zu können oder um gewinne zu generieren ist das ist das ein punkt oder gibt es da noch andere die sie da sind es geht nur es geht nur um gewinner also es geht im kompletten gesundheitssystem nicht um menschen die das gesamte gesundheitssystem ist kaputt gespart quasi die krankenhäuser sind alle privatisiert worden und zum größten teil ja da daran hegt und jetzt sind wir natürlich seit fast einem jahr mit der pandemie mit der korona pandemie beschäftigt und aus meiner wahrnehmung heraus ist es ja so dass diese situation wirklich wie ein katalysator wirkt und die ganzen problemstellungen umso mehr hervorhebt also gerade jetzt die thematik der überlastung des pflegepersonals die die sparmaßnahmen die wir erlebt haben im gesundheitssystem in den letzten jahrzehnten politisch bedingt die schlagen jetzt voll voll zurück kann man sagen na also es ist offensichtlich sehr problematisch die situation jetzt ist es so sie arbeiten ja auf einer corona station also das ist eine station auf der nur personen aufgenommen werden die pcr positiv getestet sind können sie mir mal beschreiben wie jetzt der alltag dort aus die einer pflegefachkraft auf seiner station das haben sie ganz richtig jetzt schon ausgedrückt geht sie eher positiver also sprich keine oder kaum mit 19 erkrankte das leider eine tatsache es ist so dass wir komplett ausgelastet sind und ich würde behaupten dass 98 prozent meiner patienten symptomatisch sind also sprich die sind ohne symptome wir bekommen patienten aus rettungsstelle die keine ahnung mit mit irgendwelchen ich sag jetzt mal lapidar wehwehchen in die rettungsstelle kommen dort findet er schnell test stadt gern positiv ist und dann wären die zu mir auf die kommune station verlegt mit 0 symptomatik also sprich kein spieler kein trockener husten also gar keine symptome und jede patientin liegen quasi ihre quarantänezeit bei uns ab und werden dann als genesen nach hause entlassen ich möchte aber auch dazu sagen ich hatte die eine oder andere frau moni tatsächlich bei mir auf station ich will dass ich will das nicht abstreiten ja ich will dieses kurven 19 ich will nicht sagen dass ist das nicht gibt und ich hatte den ein oder anderen der tatsächlich mit einer abnahme nie bei mir lag wo ich auch sage okay das ist gerechtfertigt das muss man im auge behalten da war die sekte nicht ganz so gut hat ein bisschen gefiebert das ging auf und ab und das sollte man schon im auge behalten aber ich habe tatsächlich menschen der mir auf der station die meiner meinung nach nicht an cupid 19 erkrankt sind und das sind in meinen augen sind das gefakte patienten um die die zahlen zu halten die die regierung haben möchte ja es wird auch und das ging ja auch viral dass viele viel zu früh auf die igs verlegt werden und beatmet werden was ja wohl bykow wird 19 absolut kontraproduktiv ist ich hatte einen fall wenn ich gegen kurz schildern darf patient wirklich tatsächlich mit mit mit 1 ab juni er hat gespart es war alles stabil also es war jetzt nicht so dass sage ich bin da so ein bisschen in sorge er hielt sich gut und die bahnen der ärztin wollte ihn auf die idee es verliehen wo ich überhaupt gar keine veranlassung gesehen habe ich habe mit dem patienten gesprochen ich habe ihm abgeraten weil das eps mit menschen macht ich glaube dass das ist ein fehler die umstände auf einer intensivstation sind nicht förderlich für den genesungsprozess das spielen ganz viele umstände sind da so risikofaktoren gott sei dank hat dieser patient die intensivstation abgelehnt er hat gesagt er bleibt bei mir auf der station wo ich sehr sehr dankbar war und er wurde nach weihnachten genesen entlassen wo ich wirklich sehr sehr sehr froh darüber war und er waren ja auch dankbar dass ich ihm abgeraten habe er hat also seine firma gut bei mir auskuriert und es war alles bestens und wenn ich mir überlege dass diese arme mann er war auch noch gar nicht so alt auf die intensivstation gekommen wäre ich glaube er wäre heute noch nicht zu hause es ist auch mehrfach schon thematisiert wurden auch in den großen medien dass besonders gibt sehr große oder viele beispiele aus den usa das dort sozusagen überschießend reagiert wurde am anfang und eben leute sehr früh beatmet wurden und dadurch auch sehr viele todesfälle zustande gekommen sein es würde sich jetzt etwas decken mit mit ihren eindrücken jetzt ist es aber so sie haben jetzt sehr sehr viele patienten auf der korona station auf der sie arbeiten und sie haben mir im voll gespräch erzählt viele menschen können nicht mehr aufgrund der umstände in denen sie als pflegefachkräfte dort arbeiten können nicht mehr adäquat versorgt werden einfach weil der prozess jetzt ein ganz anderer ist sie hatten auch beschrieben dass sie sich immer natürlich die entsprechend kleiden müssen pro zimmer und ist ein wahnsinniger aufwand ist haben sie haben sie das gefühl sie kommen den anforderungen noch ausreichend nach die die patienten an sie haben oder ist es ist ist das nicht mehr möglich nein überhaupt nicht ich werde meinen patienten nicht gerecht und ich werde auch mir selber nicht gericht was mindestens genauso schlimm ist ich habe ja eine besondere intentionen ja warum ich diesen beruf ausübe und jetzt tatsächlich nur ich muss das leider so sagen ein abarbeiten wenn ich mit mir im dienst beginnt fängt so ich sag jetzt mal mit einer ersten runde andere wo man so durchläuft und die medikamente für den abend schon verteilt das ist unter normalen umständen wenn es keine kommune station es dauert zum rundgang ich sag jetzt mal mit ein bisschen schwatzen und rechts um die 20 minuten dann bin ich durch jetzt dauert es tatsächlich ich muss mich bei jedem zimmer bevor ich reingehe ein schutzkittel anziehen eine haube aufsetzen handschuhe männer ft2 maske das muss ich bei jedem zimmer tun dann gehe ich da rein und rausgehen muss ich mich wieder ausziehen und das muss sich bei jedem zimmer machen und jetzt dauert so ein durchgang kann bis zu zwei stunden dauern es kommt jetzt darauf an wie was habe ich davon patienten ist der bettlägerig auch der neues inkontinenz material das möchte natürlich mit bei dem rundgang dann kann es gut sein dass ich da zwei stunden schon mal unterwegs bin wenn ich hinten angekommen fand ich freunde wieder an wir müssen auch das essen alleine verteilen was sonst unsere servicekräfte gemacht haben das müssen wir jetzt merken bei unsere servicekräfte nicht in die zimmer dürfen ich bin als ich mit meiner runde und fange vorne wieder an und ich muss so traurig wie das klingt um zeitig um hierhin zu kommen fand ich um 16 uhr 15 schon anders an mit getränken also tcrn laufe ich also wieder mit zwei wagen los ich kann mich wieder an ich kann mich wieder aus das ist wenn die runde und die dauert dann auch noch mal zweieinhalb stunden es ist ein enormer ein enormer aufwand und dann kommen noch die dazu ihn zwischendurch noch klingeln bei den wunsch haben oder weil keine ahnung was los ist also man ist tatsächlich markus metz keine pause und wenn wir nur zu zweit sind ich war jetzt mal so der ablauf vom spätdienst und ich habe das oft gehabt dass ich mit einer kollegin alleine war es ist kaum zu schaffen und man so tatsächlich wie man gerechnet wenn ich dann noch krebskranke patienten bei mir habe also denn dann wird es richtig kriminell sagt schon mal ja das ist ja recht haarsträubende zustände die sie mir da beschreiben und ich denke jeder der schon mal in einem krankenhaus war vor corona hat schon gesehen unter welchem druck oder unterrichten zeitdruck gerade sie als pflegekräfte arbeiten müssen und natürlich unter diesen bedingungen wie sie jetzt herrschen ist es ja umso schwerer oder eigentlich fast gar nicht mehr schafft bar jetzt haben sie eben schon angesprochen sie haben schwer kranke patienten der auch auf ihre stationen versterben sie haben da einige fälle geschildert wie ist das können können angehörige generell diese menschen begleiten oder haben sie da auch andere situationen erlebt ich aber ein fall erlebt dieser patient hatte wohl eine gesetzliche betreuung hatte wohl irgendwie keine angehörigen jeweils nicht in berlin den patienten konnte ich leider nicht adäquat versorgung wie sich das gehört ja das war eigentlich ein palliativpatienten der sollte in ein hospiz um den letzten weg antreten zu können in würde und auch schmerzfrei das wurde ihm verwehrt weil ja angeblich google positiv war er hatte null corona symptomatik wenn die arme seele hatte lungenkrebs und er ist also tatsächlich einsam wenn mir verstorben normalerweise erhält man solchen patienten die hand und begleitet angemessen und so dafür dass keine schmerzen haben und sich nicht fehlen es können wir momentan nicht gewährleisten bei anderen patienten das wurde mir erzählt hat sich frei da konnten die angehörigen tatsächlich kommen und sich verabschieden aber generell herrscht bei uns auf der station ein besuchsverbot ich sage jetzt mal in anführungsstrichen normalen patienten und da wurde auch weihnachten keine ausnahme gemacht es ist sehr traurig und was ich in dem kontext ganz interessant finde ist dass ihr palliativ schwester waren nicht dass das habe ich richtig mir gemerkt nicht wahr da ist natürlich auch ganz klar oder da haben sie natürlich auch einen ganz anderen erfahrungsschatz wie man auch menschen auf ihrem letzten weg begleiten sollte und jetzt ist es natürlich für sie persönlich sehr schwierig unter diesen umständen zu arbeiten wie wie geht es denn ihren kolleginnen und kollegen wie ist da der austausch dieser druck ist ja für alle der der gleiche oder die die erfahrungen müssten ja für alle dieselben sein ich glaube dass ein bisschen anders weg ich nehme normalerweise meine arbeit mich mit nach hause momentan aber doch sehr viel meiner kollegin prallt das was vielleicht nicht das schlechteste ist die lägen auf jeden fall ruhiger ich kann damit nicht so gut umgehen wer das nicht hat es zu arbeiten die ich mir vorstelle und schon gar nicht beim palliativpatienten ja sehr viel zuwendung braucht ja auch viel ärztliche kontrolle benötigt das palliativ herzen was bei uns nicht der fall ist ich glaube meine kollegen die die kommen da besser zurecht warum weiß ich nicht ich kann es nicht sagen ich bin einer der ganz ganz wenigen die da noch probleme mit hand und und mich jetzt fragen darf wenn wir jetzt gerade von seinem fall sprechen wie dem herrn der dann verstorben ist aufgrund seiner krebserkrankung dieser wird ja dann in der statistik als corona tote gezählt das ist richtig oder leider ja also ich hab das jetzt ein paarmal beobachten können dass patienten die bei mir versterben asymptomatisch wohlbemerkt ja einen anderen vorerkrankungen da steht tatsächlich auf dem leichenschau schinko wird 19 dass es auch eine sache warum wir heute sprechen ja dass dinge die müssen einfach nach außen getragen werden somit werden zahlen um gehalten und das entspricht definitiv nicht der wahrheit wenn jemand sich in der brief hinein oder finalen phase bei einer krebserkrankung befindet und in dieser phase auch noch auf google strich wird sowieso überhaupt gar keinen sinn macht und an seiner grunderkrankung stirbt und dann als 19 tote einer statistik auftaucht da hört tatsächlich auf ja ja ja das ist leider leider unfassbar und ich hoffe dass die zuhörer die unser gespräch hören vielleicht gewisse denkanstöße bekommen beziehungsweise ihnen auch in gewisser form die angst genommen wird weil ich merke oder neben war das eben eine große verunsicherung herrscht das eben viele menschen nach wie vor der ansicht sind dass eben die gefahr eine sehr große ist aufgrund der hohen zahlen die immer genannt werden der der positivtests aber wie gesagt es ist jetzt auch mehrfach schon besprochen worden ein positiver test bedeutet nicht erkrankt geschweige denn infiziert und das ist genau das was sie ja offensichtlich exemplarisch jetzt auf ihrer station eben erleben das dass sie [Musik] positiv getestete personen zu pflegen haben die aber keinerlei symptome aufweisen nicht richtig so ist derzeit die lage mit ganz ganz ganz ganz wenigen ausnahmen wirklich ich versuche also quasi gesunde menschen die vielleicht eine vorerkrankung haben aber definitiv nicht an coop 19 leiden und es die haben ja noch ganz ganz viele andere missstände dass zum beispiel wenn ich eine kleine alte dame übernehme aus der anderen abteilung die angeblich plötzlich positiv ist kommt mit 0 symptomatik auf menge stationen sie war bei aufnahme wirklich total fit und ich konnte zu gucken wie sie über sie lag über weihnachten wenn mir die sie von tag zu tag immer mehr abgebaut hat wenn ihre menschen einfach eingespart werden die wir sie werden quasi ihrer freiheit braucht ja meinen augen ist das tatsächlich freiheitsberaubung was da stattfindet si wir haben leider nicht die möglichkeit um nicht die kapazitäten aufgrund von personalmangel mit diesen patienten also sie zu mobilisieren ja mit ihnen zu laufen ist es normalerweise aufgabe der physiotherapie man ganz abgesehen davon dass über weihnachten ja sowieso nicht stattfindet viele sich aber tatsächlich weigern zu uns auf stationen zu kommen patienten zu versorgen selbst diese therapie selbst die stromer schwester da kann ich gleich noch drauf zurück und ich konnte zu gucken wie diese kleine alte dame von tag zu tag immer mehr abgebaut hat weil sie einfach dem bett lag sich nicht bewegt hat keine frische luft hatte kein besuch bekommen hat und das ist ganz ganz ganz großer knackpunkt bei mir auf stationen dass ich als zu gucken muss wie eigentlich relativ gesunde menschen dahin vegetieren und immer in mobiler er das ist ein umstand mit denen ich auch nicht so zurecht komme ja nochmal auf die stumme schwester zurückzukommen ich hatte einen patienten der hatten an austria bekommen also sprich einen künstlichen darmausgang und war positiv ohne symptome und der muss eigentlich jeden tag eine sogenannte stumme schwester am ball sein die also dem patienten sein muss wie kann ja in der häuslichkeit centro macher so dass es nicht so einfach das muss geübt werden dann muss noch eine hauskrankenpflege für die erste zeit involviert werden die dem patienten dabei unterstützt die schwester ist nicht zu den patienten reingegangen und und hat ihm gezeigt der sollte entlassen werden und da habe ich habe ich gesagt das geht so nicht wir können den denen man nicht nach hause entlassen der weiß nicht wie er sein künstlichen darmausgang versorgen soll das kann doch nicht sein das darf doch nicht echte der arme mann ist schon gebeutelt genug das hat künstlichen darmausgang weil das ist ein ganz ganz großer einschnitt ins leben und dann weil er noch nicht mal wie er diesen strom versorgen soll weil die schule schwester sich weigert in das zimmer zu gehen obwohl er symptomatisch war und also das sind so geschichten also wir haben und man könnte immer mehr erzählen immer mehr erzählen und und das geht so nicht also wenn ich da etwas einwerfen darf ich habe ja auch mit mit ärzten viel gesprochen eben auch mit dem herrn dr schwarzkopf der auch viel für das robert-koch-institut extern beraten oder ist extern beraten tätig für das robert koch institut in anderen belangen und er hat eben auch gesagt dass das ein problem ist dass die menschen nicht mehr mobilisiert werden sie zu hause sind also es ist er dann nicht nur im krankenhaus so dass die menschen sich nicht mehr bewegen oder alte menschen sondern auch eben in ihren wohnungen ja sich nicht mehr mobilisieren und gerade auch das nicht mobilisieren ja auch geradezu kommunen führt das erlebt man immer wieder bei patienten die die die liegen ja gerade im höheren alter ich können sie mir das bestätigen dass gerade die dann anfällig sind für derlei probleme unter anders ist natürlich dass das kann ich sehr wohl bestätigen ich meine das ist ja nichts neues das ist zwar menschen oftmals einer pneumonie versterben weil sie halt im mobil sind und ja wenn wenn wenn diese menschen nicht nicht mobilisiert wenn ich denke mal dass auch dadurch jetzt in den letzten monaten viel mehr menschen gestorben sind an ihrer immobilie denn vielleicht eine pneumonie bekommen haben oder keine ahnung der embolie oder so ja ich meine das muss doch jeder arzt wissen und es interessiert einfach niemanden hauptsache station ist voll der rubel rollt was dort aus diesen armen seelen wird ist letztendlich egal ich muss das jetzt tatsächlich so sagen und wenn ich da nicht einmal abschweifen dürfte ein kleines bisschen weil es wird jetzt seitens der bundesregierung propagiert alle sind helden die zu hause bleiben es gibt ja auch diese bekannten werbespot wo man junge leute daheim auf der couch liegen sieht chips essen und cola trinken und propagiert wird es sei es sei heldenhaft das so zu tun letztendlich frage ich mich ist das denn wirklich zur gesundheitsförderlich was da propagiert wird generell frage ich mich auch wie wie die handhabung der situation zur gesundheit zuträglich sein soll weiß ich eben aus meinem wissen heraus sagen kann ist doch dass bewegung frische luft natur wesentlich wichtiger wären als sich zuhause einzusperren was ist denn da ihre persönliche meinung bin ich da mal so das kann ich tatsächlich so begrüßen richtig also zu hause sitzen nicht rausgehen also schlimmer geht es ja schon gar nicht mehr ja also bewegung an der frischen luft ist das a und o zu hause bleiben auf dem sofa sitzen nein auf gar keinen fall da wird die fettleibigkeit forciert herz kreislauf erkrankungen werden passiert diabetes dass so was von der bh oder vielleicht sogar noch von unserem gesundheitsminister sparen so angepriesen wird das also ganz ehrlich das grenzt ja irgendwie schon ist er schon körperverletzung ja was hier stattfindet in gottes namen geht raus geht alle raus auch was das was mit unseren kindern geschieht das ist doch ganz ganz ganz ganz schlimm kinder sollen sich von ihren freunden trennen sie dürfen nicht mehr rudeln sie dürfen dieses nicht sie dürfen jene sich sie sollen draußen mit dem mundschutz rumrennen in gottes namen dass die kinder im frieden lasst die kinder miteinander spielen an der frischen luft gibt den kindern viel frisches obst frisches gemüse lasst sie mit den diversen viren und bakterien in berührung kommen die brauchen das sie brauchen das um ein gutes immunsystem aufbauen zu können damit das große gesunde menschen werden das was jetzt mit den kindern machen womöglich noch im sack bhutan baden ganz ehrlich nein nein lasst die kinder in ruhe also ich habe nicht einmal in den ganzen monaten das wort prävention gehört weder von herwig noch vom gesundheitsminister sparen was sagt man denn in einer grippewelle prävention ist doch ganz ganz wichtig und prävention bedeutet ich beuge vor sie beuge ich vor die werde ich hoffentlich nicht krank indem ich mich gesund ernähren also viel frisches obst viel frisches gemüse ich bewege mich viel an der frischen luft das ist prävention und somit markanten vor ich wollte keine erkrankung vor indem ich mich von allen menschen meinen freunden fern halten zu hause in der ruhm bleibe auf dem sofa sitze und ja mir nur die chips reinstopfen das sind unter kranken von morgen die kinder sind unser kranken von morgen das so weiter wenn ich jetzt zum schluss unseres gesprächs noch mal zurückkommen dürfte in den klinikalltag in den bereich des gesundheitssystems was wäre denn ihr wunsch für die für die zukunft für ihren berufsstand ja generell für den bereich gesundheitswesen was müsste sich jetzt ganz ganz dringend ändern die rahmenbedingungen müssen geändert werden also dass es halt in ein unattraktiver und beruf geworden der beruf ist definitiv unterbezahlt für die arbeit die dort geleistet wird egal in welchem bereich ob es jetzt das krankenhaus ist das pflegeheim oder die mobile pflege die sind ja noch unbezahlte unterbezahlt als wir es mit definitiv an den rahmenbedingungen was ändern wir brauchen mehr personal und wir bekommen nur personal wenn die bezahlung stimmt und ansonsten rennen immer mehr weg also wenn das personal so wenig auf den stationen bleibt dann läuft man am himmel dann läuft man auf dem zahnfleisch und wirtschaft man das zu rind innig viele sind aus dem flieger ausgestiegen weil sie einfach nicht mehr konnten weil der personalschlüssel einfach viel zu niedrig ist also der personalschlüssel musste müsste angehoben werden wer jetzt natürlich die pflegedienstleitung sagt es reicht wenn da auf station zwei schwestern sind nein das reicht nicht also es muss ich definitiv ein personalschlüssel was ändern damit auch menschen in der fliege bleiben und die bezahlung die muss einfach besser werden es ist ganz klar wäre dann damit auch verbunden dass dieser gedanke des des wirtschaftlichen einfach zurückgestellt werden muss im gesundheitswesen also sprich gesundheit muss was kosten und darf was kosten und man muss nicht gewinne erzielen wäre das nicht erst mal der der erste ansatz das ist das ist so dass es so wichtig genau also es darf nicht mehr um profit gehen es ist aber leider so also das komplette gesundheitswesen es geht überall nur um profit kann universal sim privatisiert worden das darf nicht sein und da steht er der profit an erster stelle also die patienten sind nur nummern mehr sind sie einfach nicht wert da ist tatsächlich der erste ansatzpunkt ja ja vielleicht ist ja gerade diese situation in der wir sind ein weckruf dass ein umdenken stattfinden kann und stattfinden wird weil glaube ich wir alle merken dass in vielen bereichen ist so nicht funktioniert wie es bisher oder nicht mehr funktionieren kann wie es bisher funktioniert hat wenn ich sie jetzt noch privat fragen dürfte also unabhängig vom krankenhaus was wäre ihr wunsch für die zukunft ihre größte hoffnung ich will einfach mein normales leben wieder zurück das tatsächlich also wenn ich jetzt mir hätte so silvester um 0 uhr was wünschen können würde ich das letzte jahr gerne streichen dass ich will einfach dass die die menschen nicht mehr so nicht mehr so gespalten sind und ich glaube das wollen eigentlich ganz viele wollen ihr altes leben wieder zurück haben so wie es jetzt ist es für mich jetzt kein kein leben ja also ich denke ganz viel näher ich grübele ganz viel was passiert was noch kommen ich gehe stark davon aus es wird hier zu einem finanz crash kommen ich bin tatsächlich soll ich hatte noch nie angst gehabt noch nie jetzt momentan habe ich tatsächlich angst was was kommt was bringt das ja jetzt ich würde mir einfach wünschen dass alles wieder dass alles wieder so ist wie es vor anderthalb jahren war vielen dank frau in und da ich weiß dass sie um 3 uhr 30 die nächste schicht antreten müssen bedanke ich mich jetzt ganz ganz herzlich für ihre zeit und für ihre ausführungen und ich hoffe ja dass das ja wir dadurch einen einblick in den alltag geben konnten oder ein kleiner einblick unseren zuhören und ja wünsche ihnen alles gute und erst mal noch einen guten start in das jahr 20 21 trotz aller widrigkeiten zähnchen dank dass ich die möglichkeit hatte mich zu äußern und ich glaube es ist ganz wichtig dass solche dinge tatsächlich nach außen getragen werden und auch ihnen ein tolles neues 2002 wir können uns eine glaube ich ein besseres wünschen als das letzte vielen vielen dank für ihre zeit sehr gerne

Deutsche Krankenhaus Gesellschaft: Corona-Pandemie verschärft drastisch wirtschaftliche Probleme der Krankenhäuser

Kommentar der Redaktion: Ob ein Sterben kleiner Krankenhäuser sogar erwünscht sind? Die Bertelsmann Stiftung hatte ja bereits in ihrer Studie von 2009 und 2019 gefordert die Zahl der Krankenhäuser zu halbieren.

Verschobene Operationen und andere Folgen der Corona-Pandemie haben die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland noch einmal verschärft. Das ergibt das aktuelle Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). Die Corona-Pandemie hatte dabei nicht nur Auswirkungen auf die Allgemein- und Intensivstationen. Auch in den OP-Bereichen führte sie zu merklichen Beeinträchtigungen. In der ersten Pandemiewelle von März bis Mai 2020 ist die Zahl der stationär durchgeführten Operationen im Durchschnitt um 41 und bei ambulanten Operationen um 58 Prozent zurückgegangen. Allein in diesem Zeitraum lagen die Erlösverluste bei den betroffenen Kliniken bei etwa 2,5 Millionen Euro pro Haus.

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Boris Reitschuster: Trotz Corona – Intensivstationen bauten Betten ab

Der mysteriöse Bettenschwund!

Intensivbetten sind in Corona-Zeiten besonders wichtig. Von ihrer Zahl hängt ab, wie viele schwer Erkrankte behandelt werden können. Mit der Gefahr, dass zu wenige solcher Betten verfügbar sind, werden ganz wesentlich der Lockdown und die schwerwiegenden Einschränkungen der Grundrechte begründet. Da die Krise seit Februar bekannt ist, sollte man also davon ausgehen, dass Politiker und Mediziner alles tun, um die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten zu erhöhen. Umso überraschender ist, dass ein Blick in das offizielle Intensivregister zeigt, die Zahl solcher Betten ist in den vergangenen Monaten gesunken. Hier stellt sich die Frage: Warum?

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Frankfurter Rundschau: Dr. Bernd Hontschik – Vorwürfe gegen Gesundheitsminister Jens Spahn: „Unfassbar, dass er so auftritt“

Ein Gespräch mit Arzt und Autor Bernd Hontschik über die Fehler der Politik, die Lehren aus der Corona-Pandemie und alternative Modelle der Daseinsvorsorge.

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Akanthos Akademie: RNA-Impfstoffe, Gesellschaftliche Betrachtung einer Verstaatlichung des Gesundheitswesens und digitale Überwachung

In dieser Podcast-Serie der AKANTHOS-Akademie geht es vor dem Hintergrund des Anfang Mai erschienenen Buches Corona- eine Krise und ihre Bewältigung um die Aufarbeitung der Corona-Krise aus anthroposophischer Sicht. In der 6. Folge spricht neben Michaela Glöckler und Andreas Neider auch Christoph Hueck, auf dessen Initiative die AKANTHOS-Akademie 2015 gegründet wurde. Er ist Biologe und hat früher selbst in der Impfstoffentwicklung gearbeitet. In dieser Folge geht es um die Entwicklung von Impfstoffen gegen COVID-19, um die Tendenzen zur Verstaatlichung und Überwachung des Gesundheitswesens, die zunehmende Digitalisierung staatlicher Kontrollmechanismen und um einen Untersuchungsausschuss im Bundestag zum Krisenmanagement der Bundesregierung.

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

Ich bin Yair Atala komme aus Peru und bin in dem freien jungen Seminar Stuttgart als P.A.-Beauftragter tätig, sowie im Koordinationsbüro des Campus aus Stuttgart, der Kooperation anthroposophisch orientierte Ausbildungen in Stuttgart. Jetzt machen die Akanthos Akademie und ich eine Podcastserie über diesen Corona-Ruf, in dieser Podcast Serie der Akanthos Akademie geht es vor dem Hintergrund des Anfang Mai erschienenen Buches „Corona, eine Krise und ihre Bewältigung“, um die Aufarbeitung der Corona Krise aus anthroposophischer Sicht. Im heutigen Podcast spricht neben Michaela Glöckler und Andreas Neider auch Christoph Hueck auf dessen Initiative die Akanthos Akademie 2015 gegründet wurde, er ist Biologe und hat früher selbst in der Impfstoffentwicklung gearbeitet, alle 3 Autoren bereiten zurzeit gemeinsam ein zweites Buch der Akanthos Akademie zur Corona Krise vor. In dieser 6. Folge der Podcast Serie geht es um die Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19 und die Tendenzen zur Verstaatlichung und Überwachung des Gesundheitswesens, die zunehmende Digitalisierung staatlicher Kontrollmechanismen und um einen Untersuchungsausschuss im Bundestag zum Krisenmanagement der Bundesregierung.

Dr. Christoph Hueck über RNA Impfstoffe

Yair Atala: Das Buch „Corona, eine Krise und ihre Bewältigung“ und wir sind heute mit Christoph Hueck, Michaela Glöckler und Andreas Neider und ich wollte mit Christoph Hueck anfangen. Christoph wie schätzt du den gegenwärtigen Zeitpunkt einen Impfstoff gegen Covid-19 ein und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

Christoph Hueck: Das soll ja jetzt die Erlösung aus der Corona Falle durch den Impfstoff kommen, den man innerhalb von ein bis anderthalb, vielleicht 2 Jahren produzieren möchte, ich hab selber vor länger Zeit für einige Jahre in der Impfstoff Entwicklung gearbeitet, ich habe Biologie und Chemie studiert und dann promoviert in der Gentechnik und danach eben in der Impfstoff Entwicklung gearbeitet und hab kennengelernt wie so ein Entwicklungsprozess von der Forschung bis in die klinischen Studien hineinläuft und von daher muss ich sagen, üblicherweise rechnet man 15 – 20 Jahre für die Entwicklung eines ganz neuen Impfstoffes, also vom Labor bis zur Marktreife und das hängt damit zusammen, dass man eben ein etabliertes Verfahren befolgt mit dem man zunächst nach Laborstudien und Tierversuchen in kleinen Gruppen klinische Versuche an einigen Dutzend Versuchspersonen durchführt. An diesen Menschen muss man erstmal zeigen, dass der neue Impfstoff überhaupt verträglich ist, dann braucht man eine Phase 2 klinische Studien mit mehreren hundert Versuchspersonen, in der schaut man weiterhin auf Verträglichkeit und aber auch ob Immunreaktionen beobachtet werden und dann braucht man eine große ausgedehnte Phase 3 Studie mit mehreren 10.000 Probanden die dann auch Menschen sein müssen, die in risikogebieten Leben wo sie sich infizieren könnten und dann erst am Ende dieser Studien kann man eigentlich sehen ob der Impfstoff nicht nur im Körper der geimpften Immunreaktionen hervorruft, sondern ob er eben auch wirklich gegen eine Infektion unter Realbedingungen schützt und das hört man schon aus dieser einfachen Beschreibung, das das eben ein sehr langes, schwieriges Verfahren ist, wenn man das sauber durchführt.
Die Kosten die dieses Verfahren normalerweise mit sich bringen, die können bis zu einer Milliarde Euro sein und deswegen ist es für die Impfstoffindustrie überhaupt eigentlich kaum lukrativ, also es gibt kaum Impfstoffentwicklung in letzten Jahren die sich lohnt für die Industrie, das hat sich natürlich jetzt massiv geändert durch die Corona Krise, denn auf einmal spielt Geld keine Rolle mehr und die Zulassungsverfahren, ist es ja allgemein bekannt, sollen eben dramatisch verkürzt werden, also vielleicht kurz zum Geld, was eben mit dem, wie du vorhin sagtest, ja mit dem Hype zusammenhängt, wir haben jetzt von der Europäischen Union 7,4 Milliarden Euro, in Amerika sonst bis zu 10 Milliarden Dollar sein die in diese kurzfristige Impfstoffentwicklung hineingepumpt werden und man will das Zulassungsverfahren eben auf sagen wir mal 12 bis maximal 18 Monate zusammenschnüren lassen. Also wenn man da ein bisschen Erfahrung hat, man doch sagen muss, das das höchst gewagt ist, zu behaupten wir hätten das jetzt am Ende des Jahres oder im nächsten Jahr den Impfstoff und ich bin ja nicht alleine damit, also ich hab gerade gelesen, amerikanische Risiko Investoren die solche Firmen normalerweise finanzieren die das entwickeln, die warnen auch davor das also diese extrem verkürzten Verfahren einfach Versprechen hervorrufen könnten die dann jemand halten kann, das ist also der eine Aspekt den man dazu sagen kann, der andere vielleicht noch wichtigere Gesichtspunkt ist, dass es sich um eine ganz neue Impfstofftechnologie handelt, die nicht viel bisher in bei klassischen Impfstoffen mit einem abschwächten oder abgetöteten Virus impft, sondern die mit der Erbsubstanz des Virus impfen, diese Erbsubstanz wird in unsere Immunzellen eingebracht und dann produzieren unsere eigenen Zellen Teile des Virus, gegen die dann wiederum unser Immunsystem reagieren. Also eigentlich ein sehr intelligentes Verfahren zumindest sieht es von außen so aus, weil die Produktion dieser RNA-Impfstoffe sehr viel einfacher ist als die herkömmliche Produktion von Impfstoffe und der zweite ganz große zumindest theoretischen Vorteil dieses neuen Verfahrens ist, dass man ohne weiteres wenn es einmal etabliert ist, dieses Verfahren auch auf eine neue Variante des Corona Virus oder auch auf andere virale Erreger umstellen könnte, indem man einfach die RNA- Sequenz verändert mit der man impft.
Also das hat theoretische Vorteile, theoretisch ist äußerst attraktiv und man weiß auch aus Tierversuchen, dass das gut funktioniert, allerdings ist es eben in keinem Fall bisher bis zur Marktreife entwickelt worden, im Gegenteil, wir haben erst Phase 1 klinische Studien, kleine Studien und die haben nicht die erhofften Ergebnisse gebracht, also die sind sowohl in der Immunreaktion der Geimpften als auch in der Sicherheit, das heißt in den Nebenwirkungen, nicht so wie man sich das wünschen würde beziehungsweise wie es sein muss am Ende.
Also man hat zum Beispiel typisch lokale Nebenwirkung, da wo im Arm geimpft wird Schwellung Rötung, aber es gibt auch Fälle von systemischen Nebenwirkungen mit deutlichem Fieber und man weiß auch nicht genau, das kann man auch bei so wenigen Probanden nicht sagen, ob nicht diese Impfstoffe Autoimmunreaktionen auslösen könnten oder ob sie nicht auch eine bestehende Infektion, die aber noch nicht bemerkt wurde, erst wirklich zum Ausbruch bringen können. Das sind so Fragen die damit zusammenhängen, die einfach völlig offen ungeklärt sind und wenn man das ganze zusammen anschaut, dann muss also aus der Perspektive der betroffenen Bevölkerungen sagen, das es äußerst verständlich  ist, dass man das so intensiv vorantreibt, aus der medizinischen Perspektive ist es meiner Meinung nach sehr riskant zu sagen wir haben das in so kurzer Zeit und aus der Industrie Perspektive ist es natürlich ja eine Goldgrube, weil man erstens die Impfstoff Entwicklung jetzt nicht mehr selber bezahlen muss, die wird durch Fördergelder finanziert und da handelt es sich eben um Milliarden, dann liegen die Patente dennoch bei der Industrie, aber die Abnahme der Impfstoffe wird hinterher höchstwahrscheinlich auch von den Staaten finanziert werden und obendrein entwickelt man ein Verfahren wobei man hofft auch auf andere Krankheiten anwenden zu können, also die Vorbehalte in der Industrie gegen Impfstoff Entwicklung die haben sich dramatisch geändert.

Michaela Glöckler über Verstaatlichung des Gesundheitswesens

Yair Atala: Michaela, wie beurteilst du die zunehmende Verstaatlichung und Kontrolle des Gesundheitswesens in der Corona Krise und wie steht es dagegen mit der freien Entscheidung des Individuums in Gesundheitsfragen?

Micaela Glöckler: Die Frage ist zwar sehr aktuell, aber im Moment noch nicht leicht zu beantworten, weil wir ja sehen wie die staatliche Kontrolle sich weltweit entlang am Geschehen orientiert und noch nicht an irgendwelchen Prinzipien und dadurch dass die Unsicherheit und streckenweise noch Unkenntnis über den Zenit der Kulmination dieser Pandemie und ob und wie sie abklingt, ob wir eine zweite Welle bekommen oder nicht, diese vielen Unsicherheiten sind ja noch alle da und von Land zu Land auch unterschiedlich, deswegen kann ich eigentlich bisher nicht beobachten das die staatliche Kontrolle irgendwo übergriffig oder nicht nachvollziehbar gewesen wäre, denn wenn man sich die Gesichtspunkte anhört die vor Ort zu einem Entscheid geführt haben, zum Beispiel auch da wo auf Bundesebene entschieden wurde irgendein Entscheid auf Landesebene zu verlagern, war das für mich bisher immer nachvollziehbar, also insofern beurteile ich eigentlich diese Fragestellung, wie steht es um die staatliche Kontrolle im Moment, noch sehr empathisch, ich kann verstehen wie es dazu kommt, aber ich glaube deine Frage zielt ja noch auf was anderes ab, nämlich wie könnte man sich denken, dass das weitergeht, zum Beispiel habe ich an sämtliche Parteien geschrieben, ich hab mich da einem Aufruf angeschlossen und bekommen jetzt auch die Antworten, ob es zum Beispiel eine Zwangsimpfung geben wird in Deutschland. Da haben bisher alle Parteien ganz klar geantwortet „Nein“, also das finde ich zum Beispiel schon mal sehr gut, das die ganze Impfungsfrage, wenn sie denn kommt, wir haben eben gehört wie kompliziert es sich noch unter Umständen gestalten wird, da sehe ich eigentlich im Moment nur die Freiwilligkeit und das man eben bestimmte Risikogruppen sehr nahe legt sie zu impfen und jetzt kommt aber trotzdem ein „aber“ und zwar ein großes „aber“, weil Gefahr liegt natürlich drin und das sag ich deswegen, weil ich auch Kinderärztin bin und den Prozess vor dem Verwaltungsgericht wegen der Zwangs Impfung gegenüber Masern verfolge, da hat ja unsere Vereinigung „Ärzte für den individuellen Impfentscheid“, also gegen Zwangs Impfung und für einen gut informierten individuellen Impfentscheid, die haben einen Eilantrag an das Bundesverfassungsgericht gerichtet, mit der Bitte, die Masern Impfpflicht vor allem wegen den Kitas, weil das jetzt gekoppelt ist mit ob ein Kind aufgenommen wird oder nicht, auszusetzen, bis verfassungsrechtlich geprüft ist ob hier nicht das Recht des Individuums auf körperliche Unversehrtheit verletzt wird und da ist jetzt dieser Eilantrag vor dem Bundesverfassungsgericht abgelehnt worden und zwar mit einem Argument was mich sehr hellhörig gemacht hat und das ist das Argument, das man jetzt diesen Eilantrag ablehnt, weil ein höheres Gut das Allgemeinwohl wäre und die Sorge das die Mehrheit einen zureichenden Schutz hat, das klingt ja erstmal sehr sozial, dass diese kleine Gruppen von Leuten die meinen, man müsste da jetzt die Impfung freiwillig machen, weil sie sich doch so bewährt hat und dass man das doch nicht berücksichtigen kann gegenüber der großen Allgemeinheit die eben diesen Schutz braucht und da muss ich sagen bin ich eben noch ein Kind der Nachkriegszeit, ich bin Jahrgang 46 und hab mich in meiner Jugend sehr intensiv mit dem Dritten Reich beschäftigt und wie das überhaupt kommen konnte und da war ein ganz wichtiger Slogan von Adolf Hitler „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“, das heißt genau dieses. Die Politik bestimmt was von allgemeinem Nutzen ist und dann hat sich das Individuum dem unterzuordnen, das war die Vorgehensweise eben im Nazi Regime und das bedeutet aber, wenn die Deutungshoheit da bei der Politik liegt, dann kann das unter Umständen so enden, wie das dann mit der Judenverfolgung und allem was dann eben den Gemeinnutz scheinbar gefährdet hat, geendet hat und insofern meine ich das wir unglaublich wach sein müssen, wie jetzt die ganze Corona Pandemie politisch und wirtschaftlich instrumentalisiert wird oder nicht und dass wir da eben ganz klar als Zivilgesellschaft wach sein müssen, das in dem Moment wo individuelle Grundrechte tatsächlich angegriffen werden, uns für diese Grundrechte stark machen und Freiheit vor Sicherheit gehen lassen und eben unsere Freiheit und Menschenwürde verteidigen.

Andreas Neider über Digitalisierung von Überwachungsmaßnahmen

Yair Atala: Andreas und wie beurteilst du die zunehmende Digitalisierung von Überwachungsmaßnahmen, nach dem Muster Chinas auch in unserem freiheitlich orientierten Gesellschaften?

Andreas Neider: Darauf hat der koreanische Kulturphilosoph Abio Schulhang, der an Berliner Humboldt Universität lehrt, schon am Anfang dieser Krise im April darauf hingewiesen das er beobachtet das in unseren westlichen Gesellschaften eine zunehmende Sehnsucht nach eben solchen digitalen Kontrollmaßnahmen, wie sie eben dort in Asien, vor allem in China, aber auch Singapur oder Hongkong und in all diesen asiatischen Ländern, eben massiv vorangetrieben wurden, dass das eben bei uns auch kommen wird, also da hat er nicht nur vor gewarnt, da macht er sich große Sorgen das es tatsächlich wie so eine Art Sehnsucht danach entstehen wird und man kann sich natürlich fragen woher das kommt.
Digitalisierung ist ja im Prinzip nichts anderes als eine zunehmende Kontrollierbarkeit von allem was sonst eigentlich nicht kontrollierbar ist oder bisher nicht war, der Soziologe hatten Rosa, der ja dieses berühmte Buch über Resonanzen geschrieben hat, der hat in einem kleineren letztes Jahr erschienenen Buch über Unverfügbarkeit gesprochen und eben auch beobachtet, dass eben die Tendenz alles verfügbar zu machen und damit kontrollierbar und steuerbar, dass diese Tendenz mit der Digitalisierung massiv zugenommen hat, Digitalisierung heißt ja nichts anderes als dass man Dinge berechenbar steuerbar und eben kontrollierbar macht und es ist so das eine solche Pandemie wie dieses Covid 19 natürlich zunächst diesem wenn man so will Kontrolldrang und diesem Verfügbarkeits- und Kontrollzwang eigentlich völlig entgegen schlägt, nicht weil das etwas ist somit zunächst überhaupt niemand gerechnet hat, das ist schon das eine, dann das es eben so schwer ist das eben verfügbar zu machen, weil es ist letztlich ein Naturprozess, ein Krankheitsgeschehen das sehr sehr komplex ist und das wenn es eben tatsächlich auch nicht frühzeitig erkannt und dann eben eingeschränkt wird, das es tatsächlich unkontrollierbar wird und das erzeugt ungeheure Ängste, gerade in einer eben Kultur die den Hang hat alles kontrollierbar, alles überwachbar und steuerbar wie möglich zu haben und die Digitalisierung ist auch nicht ein zufällig entstandene Instrument um eben diesen Drang des Menschen, die Natur verfügbar zu machen, steuerbar zu machen, berechenbar zu machen, um diesen Drang s auf eine Spitze zu treiben, deshalb ist die Digitalisierung überhaupt entstanden, weil sie genau diesem Bedürfnis entspricht die Natur beherrschbar und alles was bisher nicht durchschaubar, nicht berechenbar, nicht vorhersehbar war, das sozusagen in diese Verfügbarkeit zu bekommen. Nun ist es aber so das das in Asien natürlich einen anderen Hintergrund hat, wenn jetzt im Zusammenhang mit solchen Pandemien digitale Überwachung eingesetzt wird, da ist halt dieser Gedanke den die Michaela jetzt auch angesprochen hat, nämlich das Gemeinwohl über das Wohl des Einzelnen zu stellen, das ist für den asiatischen, vor allem den konfuzianisch erzogenen Menschen überhaupt nichts Besonderes, sondern das ist konfuzianische Ethik, dass der Einzelne sich ganz selbstverständlich dem Gemeinwohl unterordnet, dass er nicht zunächst auf sich selbst schaut, sondern immer auf den Umkreis. Die asiatischen Menschen vor allem, eben auch in China, aber auch in Japan, in Korea, überall, die haben ein anderes Bewusstsein das gar nicht auf sie selbst gerichtet ist, sondern es vielmehr Umgebungsorientiert ist und auch das Individuum definiert sich nicht aus sich selbst heraus, sondern nur aus seinem Zusammenhang mit den ganzen und demgegenüber ist jetzt diese digitale Kontrolle und Überwachungsmöglichkeit eigentlich etwas was diese konfuzianische und wenn man so will auch buddhistische Mentalität, wo der einzelne eigentlich gar nicht für sich existiert, sondern immer nur im Kontext, auch im Buddhismus ist das so, der einzelne existiert nur im Kontext eines Gesamthaften und wenn dieses Gesamthafte sozusagen gut funktioniert, dann geht es dem einzelnen auch gut, deshalb erleben die Chinesen, aber auch andere in Singapur zum Beispiel, haben sie jetzt ja solche Roboterhunde eingesetzt, das sind so vierbeinige Roboter die mit Kameras und Lautsprechern ausgerüstet sind, die durch die Parks da herumspazieren und die Bevölkerung überwachen ob sie diese Distanz einhalten und wenn dazu 2 Leute auf einer Parkbank zu dicht beieinander sitzen, dann werden die von diesem Roboter angeschnauzt und aufgefordert Dinstanz zu bewahren und sie werden auch identifiziert mit der Kamera und die Behörden können das über solche GPS Systeme dann tatsächlich wahrnehmen in welchem Park jetzt gerade wo Leute zu dicht aufeinander sitzen, weil sie eben von diesen Roboter Hunden da überwacht werden, das sieht natürlich voll beängstigend und bedrohlich aus, es gibt der Videos im Internet wo man diese Roboter spazieren sieht und die Leute aufscheuchen, aber die Asiaten haben die Tendenz sich solchen Maßnahmen zu unterwerfen, weil sie das Gemeinwohl über das individuelle Wohl stellen und das eben akzeptieren, nicht alle natürlich, aber ein Großteil derer die da Leben erleben das als etwas was ihren ethischen Vorstellungen in einer gewissen Weise entspricht, sodass diese Digitalisierung diesen ethisch moralischen Grundsätzen in einer gewissen Weise entspricht. Das ist aber bei uns natürlich völlig anders, weil wir haben ein ganz anderes Individualität Verständnis und unser Grundgesetz setzt eben zunächst die Würde des einzelnen Menschen, nicht des Staatswohles, die Würde des einzelnen Menschen ist zunächst unantastbar und insofern wieder spricht jetzt dieses digitale Kontrollieren von staatlicher Seite aus, was natürlich im Sinne des Gemeinwohls orientiert ist, das widerspricht zunächst unserem westlichen Individualitätsverständnis und insofern ist das ganze natürlich sehr sehr kritisch wahrzunehmen in welche Richtung entwickelt sich das Ganze, weil die ganze Pandemie ist ja von China ausgegangen, das muss man sich einmal klarmachen, also wir erleben da wirklich auch eine Konfrontation von westlichen und wenn man so will östlichen Moralitätsvorstellungen und auch Gemeinschaftssozialverständnis was im Rahmen eben dieser Digitalisierungsmaßnahmen, von denen wir auch wissen, dass die meisten dieser Überwachungsinstrumentarien von chinesischen Firmen entwickelt sind und viele technologische Errungenschaften die es in dem Zusammenhang gibt was Überwachung betrifft stammen aus China, nicht zufällig, abgesehen davon das die Amerikaner natürlich auch sehr weit entwickelt sind, wir ja dadurch Edward Snowden wissen, die haben das aber gemacht ohne dass die Menschen davon wussten, in China ist das nicht der Fall, die Menschen wissen das überwacht werden und ein Großteil der Bevölkerung ist auch mit einverstanden, das ist bei uns aber nicht der Fall und von daher ist das ganz ganz große Herausforderungen, wie gehen wir in Zukunft mit solchen eben unberechenbaren Ereignissen um, ohne dabei die Freiheit und das Individualitätsverständnis unserer Gesellschaften über den Haufen zu werfen?

Frankfurter Rundschau: Dr. Hontschiks Diagnose Coronavirus: Sind wir auf dem Weg in die Gesundheitsdiktatur?

Die einhellige Meinung scheint zu sein, dass es beim Coronavirus für die ganze Menschheit um Leben und Tod geht. Wer spricht da eigentlich noch vom Klima?

In Deutschland sterben jedes Jahr ungefähr 900 000 Menschen, fast eine Million. Das sind etwa 2500 Verstorbene jeden Tag. Infektionskrankheiten sind die häufigste Todesursache, vor den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch vor den Krebserkrankungen. Neben Tuberkulose und AIDS sind Lungenentzündungen ganz vorne mit dabei.

Dr. med. Bernd Hontschik ist Chirurg und Publizist. www.medizinHuman.de
Aktuell von ihm im Buchhandel: „Erkranken schadet Ihrer Gesundheit“.

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Die Welt: Jedes zweite Krankenhaus soll schließen, sagen Experten

Über die richtige Zahl von Krankenhäusern in Deutschland wird seit langem diskutiert. Viele Kliniken schreiben rote Zahlen, in der Pflege fehlt das Personal. Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung schlägt eine radikale Lösung vor.

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Alexander von Paleske: Intensivstation: Medizin ohne Menschlichkeit auf dem Vormarsch

In Deutschland und Grossbritannien – aber nicht nur dort – breitet sich eine Medizin aus, bei der das Geld im Vordergrund steht, und die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt.

über den Blog Politica-Comment von Dr. Alexander von Paleske

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

https://politicacomment.wordpress.com/2018/07/13/intensivstation-medizin-ohne-menschlichkeit-auf-dem-vormarsch/

Folgen der Fallpauschale

Zwar geht es auch in Deutschland um drastische Kostensenkung im Gesundheitswesen mit allen Mitteln, insbesondere zu Lasten der Betagten:

  • die Schliessung bürgernaher Krankenhäuser,
  • die rasche und vorfristige Entlassung multimorbider Patienten von Allgemeinstationen,

alles Folge der von der damaligen SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und der rot-grünen  Koalition eingeführten  Fallpauschale. Andererseits aber auch die  deutliche  Zunahme  der nicht selten unnötigen, gleichwohl  lukrativen Operationen und gut bezahlten  nichtpalliativen Behandlungen, selbst von  ausbehandelten Krebspatienten im Endstadium, über die der Palliativmediziner Dr. Thöns schrieb und referierte. Eine verdammungswürdige Fehlentwicklung.

Ermöglicht wird diese Fehlentwicklung durch den Druck der „Flanellmännchen“,  der Administratoren, Betriebswirtschaftler, für die Menschen  als Zahlen auftauchen. Betriebwirtschaftler, im Fachgebiet Medizin reichlich ahnungslos,  die mit Zuckerbrot und Peitsche vorgehen:  Zuckerbrot  mit lukrativen Arbeitsverträgen,  und als Peitsche die Drohung mit der Krankenhausschliessung bzw. Stellenkürzung, wenn die finanziellen Vorgaben nicht erreicht werden.

Und so bekommen Patienten ohne Not künstliche Gelenke und Operationen am Rücken, auch wenn die Indikation (noch) gar nicht gegeben sind, und der Krebspatient noch Betrahlungen, auch wenn sie – selbst aus palliativen Gründen – nicht mehr indiziert sind.

Im Fokus: Intensivmedizin

Aber ein zweifelhafter Behandlunsgzweig ist weitgehend der öffentlichen Aufmerksamkeit entgangen: Die Intensivmedizin. Gedacht als Überbrückung eines kritischen Zustandes: zum einen im Hinblick auf Überwachung, zum anderen bei temporären Ausfall wichtiger Funktionen, wie der Atmung oder der Niere. Denn mittlerweile hat sich die Intensivstation offenbar zu einer Art „Gelddruckmaschine“ für  Krankenhäuser entwickelt, und zwar  durch das grosszügige Vergütungssystem.

Gegen das Vergütungssystem ist nichts einzuwenden, wohl aber wie es nicht selten ausgenutzt wird: Durch das „Hereinschaufeln“ von Patienten, die dort vorwiegend aus Geldschinderei landen. Selbst eine multimorbide   betagte Oma mit einer Lungenentzündung und Ateminsuffizienz , die unter der Bettenpauschale – zu Recht – es  niemals auf die Intensivstaion geschafft hätte, oder der Krebspatient mit Lungenmetastasen.

So werden selbst hoffnungslose Fälle, die bestenfalls mit einer minimalen Lebensverlängerung rechnen, und reine Palliativbehandlung brauchen, aber auch  durch die Komplikationen dieser Intensivbehandlung  nicht selten eine Lebensverkürzung erfahren können, oder als Pflegefälle enden, zu Intensivpatienten

Sie alle werden zu einer Goldgrube, also nichts wie an die Beatmungsmaschine, denn dann wird es richtig lukrativ.– wenn sie denn länger als 24 Stunden dauert, und sei es auch nur eine Minute mehr..

Die Zahlen sprechen jedoch für sich:

– 75% der intensivpatienten befinden sich im Rentenalter,

– jeder vierte leidet an Krebs.

– Eine 60-fache Zunahme auch der Intensivbehandlung zu Hause, verglichen mit 2003 nachdem 27.000 Euro pro Monat dafür vergütet werden wie der Anästhesist und Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns beklagt.

Motto: Mit der Trachealkanüle in den Sarg, und vorher noch „melken“

Risiken unterschlagen, Nutzen vielfach zweifelhaft

Dabei bleibt jedoch unberücksichtigt, dass mit maschineller  Beatmung auch das Risiko nosokomialer, also im Krankenhaus erworbener Infektionen z.B. AtemwegsInfektionen oder Besiedlung von  Liegegeschwüren  (mitgebracht oder im Krankenhaus erworben) steigt, die beonders resistent gegen Antibiotika sind. Die Intensivstationen sind von dieser Art von resistenten Bakterien  dank des massiven Einsatzes potenter Antibiotika besonders besonders betroffen.

Bonuszahlungen als Schmierstoff

Chefärzte, die entscheiden, wer auf die Intensivstation kommt, werden nicht selten mit Bonuszusagen geködert, sie also pro Patient anteilig oder pauschal mitverdienen.

Absolut standeswidrig diese Art der indirekten Bestechung, aber dennoch nicht ganz unüblich. Da nützt es dann auch nichts, wenn die Oma  zwar ein Patiententestament verfasst hat, das aber mehr oder weniger elegant ignoriert werden kann,  Verwandte, die  Einwände erheben, mit medizinischem Fachjargon „kaltgestellt“ werden. Und wenn sie gerichtlich ihre Entscheidungshoheit schliesslich zurückerkämpfen können, ist der Reibach längst gemacht.

Das Pflegepersonal, das von diesen Bonuszahlungen selbstverständlich ausgeschlossen, und oftmals durch Unterbesetzung erheblichem Stress ausgesetzt, wird durch diese rein pekuniär getroffenen „Entscheidungen ohne Menschlichkeit“ frustriert und zunehmend demotiviert.

Der Verfasser, selbst Facharzt, hat auf der Intensivstaion zu Beginn der 80er Jahre noch eine menschliche Medizin erlebt und praktiziert. Hier muss in der Tat von guten alten Zeiten gesprochen werden. Denn natürlich sind Intensivstationen ein Segen bei der Überbrückung von Akutsituationen. Wer hier pauschal von Apparatemedizin spricht, der versteht nicht, wie notwendig und  lebensrettend diese Einrichtungen sind. Hier aber geht es eben um den Missbrauch aus pekuniären Gründen.

Was erforderlich ist:

  • Sofortiges strafbewehrtes Verbot der Bonuszahlungen, die im Prinzip nichts anderes als versteckte Bestechungsgelder sind
  • Entscheidungsgremien statt Chefarzt-Einzelentscheidungen – wie es bei Krebspatienten mittels Tumorboards längst selbstverständlich ist – das über intensivmedizinische Massnahmen unter Einbeziehung der Angehörigen entscheidet, und auch von diesen angerufen werden kann. So wird auch der Druck der „Flanellmännchen“ gemildert

Die lukrative Intensivmedizin, die in Unmenschlichkeit ausartet, muss auf die Anklagebank. Es ist höchste Zeit für dringend erforderliche Massnahmen gegen diesen Misstand.

Zeitgeist Movement: Film: Zeitgeist – Moving Forward

💙 🎬 Hat dir der Film gefallen? Weitere inspirierende Filme findest Du unter https://PantaRay.TV​ —– Dies ist die offizielle Veröffentlichung (youtube) der Voice-over-Version von „Zeitgeist: Moving Forward“ von Peter Joseph, präsentiert vom Zeitgeist Movement Deutschland. ZUSAMMENFASSUNG: Bei dem Film handelt sich um eine Dokumentation in Spielfilmlänge, welche Gründe dafür präsentiert, warum eine Abkehr vom momentanen sozio-ökonomischen geldbasierten System, welches die ganze Welt beherrscht, nötig ist. Der Inhalt geht über die Fragen von Kulturrelativismus und traditionellen Ideologien hinaus und begibt sich zu den Kernattributen, den empirischen Grundlagen für das Überleben der Gesellschaft und des Menschen, um von den unveränderlichen Naturgesetzen ein neues gesellschaftliches Paradigma abzuleiten: eine „Ressourcenbasierte Wirtschaft“. Der Film zeigt Experten aus den Bereichen Gesundheitswesen, Anthropologie, Neurobiologie, Wirtschaft, Energieversorgung, Technik, Sozialwissenschaften und anderen einschlägigen Fachgebieten, die mit der Funktionsweise der Gesellschaft und mit Kultur zusammenhängen. Die drei zentralen Themen des Werkes sind menschliches Verhalten, Geldwirtschaft und angewandte Wissenschaft. Dadurch, dass der Film sie zusammenführt, schafft er ein Verständnis für das momentane Gesellschaftsparadigma. ZUM FILM: „Zeitgeist: Moving Forward“ wurde zwischen dem 15. Januar und 25. Januar 2011 als Vorab-Premiere in 341 Kinos in 295 Städten in mehr als 60 Ländern und in mehr als 30 Sprachen veröffentlicht. Diese Veröffentlichung fand ohne die Zusammenarbeit mit großen Filmverleihern statt. Teil des Ausdrucks einer Gegenkultur ist es, jegliche Beteiligung von Medienkonzernen zu umgehen und in nichtkommerzieller Weise unabhängige Gruppen zu verwenden, die das Werk in ihrer jeweiligen Region zeigen. Die meisten dieser Gruppen gehören verschiedenen Aktivistengemeinschaften an. „Zeitgeist: Moving Forward“ ist ein nicht-kommerzielles Projekt, was bedeutet, dass der Film gratis im Internet verfügbar ist. Auf ZeitgeistMovingForward.com ist zur Projektunterstützung für 5 US$ eine DVD erhältlich. Es gibt keine Einschränkungen für Vervielfältigungen in Upload/Download/Posting/Verlinkung – solange kein Geldaustausch stattfindet. DER REGISSEUR: Der Regisseur, Produzent, Filmemacher, Komponist, Cutter und Sprecher des Werkes, Peter Joseph, bekam mit seinem preisgekrönten und kontroversen Werk aus dem Jahre 2007, „Zeitgeist: Der Film“, ungeplant die Anerkennung der Dokumentarfilm-Gemeinschaft. Im Jahr seiner Veröffentlichung verzeichnete es mehr als 100.000.000 Online-Zuschauer. In seiner ursprünglichen Konzeption war das Werk lediglich Teil einer künstlerischen musikalischen Live-Aufführung von Peter Joseph und nicht als Film gedacht. Im Jahre 2008 wurde eine Fortsetzung des Werkes mit dem Namen „Zeitgeist: Addendum“ auf dem „Artivist Film Festival“ in Hollywood uraufgeführt. Genau wie sein Vorgänger war der preisgekrönte „Addendum“ ein virales Internet-Phänomen mit mehr als 50.000.000 Zuschauern im ersten Jahr. Nach der Veröffentlichung dieser Fortsetzung gründete Joseph, inspiriert durch die allgemeine Reaktion, eine gesellschaftliche Bewegung mit dem Namen „Zeitgeist Movement“. Diese globale Non-Profit-Organisation mit mittlerweile mehr als einer halben Million Teilnehmern in 200 Ländern arbeitet daran, einen Übergang der Kultur zu einem neuen, nachhaltigen Wirtschaftsparadigma ins Rollen zu bringen. „Zeitgeist: Moving Forward“ ist teilweise medialer Ausdruck dieses Schwerpunkts. Im Zuge dessen verbindet die Zeitgeist Bewegung weltweit auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Projekte und agiert zudem in enger Verbindung mit dem „Venus-Projekt“ – einer Organisation, die vom Industriedesigner Jacque Fresco gegründet wurde und in diesem Film eine Hauptrolle spielt. „Zeitgeist: Moving Forward“ ist der dritte Teil dessen, was jetzt ein Kulturfilmprojekt geworden ist, um den momentanen Zeitgeist zu betrachten. Uraufgeführt wurde der Film am 15. Januar 2011 in Los Angeles, Kalifornien, präsentiert von der „Artivist Film Festival“-Organisation. Weitere Informationen über „Zeitgeist: Moving Forward“: http://www.zeitgeistmovingforward.com/http://www.zeitgeistmovement-ffm.de/m…​ Weitere Informationen über die „Zeitgeist“-Filmserie und ihre Geschichte: www.zeitgeistmovie.com Zeitgeist Movement International http://www.thezeitgeistmovement.comhttp://www.zeitgeistmovement.de​ DANKE an das Zeitgeist Movement Deutschland für die Bereitstellung und Genehmigung zur Veröffentlichung des ganzen Films auf Cosmic Cine.