Boris Reitschuster: Intensivbetten: Wie Medien Angst schüren und verschleiern – Irreführende Berichterstattung

Es sind Nachrichten, die kaum jemanden kalt lassen, die da etwa Focus Online verbreitet, eines der am meisten gelesenen Internet-Portale in Deutschland. Allein schon die Überschrift: „Niedrigster Wert seit Pandemiebeginn: Nur noch 3104 Intensivbetten frei“. Im Text heißt es sodann: „Die Zahl freier Intensivbetten ist in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie gefallen. Aktuell sind noch 3104 Betten frei, wie aus den Daten des DIVI-Intensivregisters hervorgeht. Am Vortag waren es noch 3417 und damit etwa 300 mehr freie Betten gewesen.“

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Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Weiter ist zu lesen: „Neben steigenden Patientenzahlen gibt es noch weitere Gründe, warum die Zahl sinkt. Einer dieser Gründe ist der sogenannte Pflegeschlüssel, der angibt, wie viele Pfleger pro Intensivbett verfügbar sein müssen. Zu Beginn der Pandemie lag der Wert noch bei 2,5 Betten pro Pfleger (tagsüber) beziehungsweise 3,5 Betten in der Nacht. Zum 1. Januar wurde dieser Wert auf zwei respektive drei gesenkt, was natürlich auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeiten hatte. Zudem fallen Pflegekräfte krankheitsbedingt aus, was ebenfalls zu weniger verfügbaren Betten führte.“

Kein Wort steht in dem Bericht zu den Hintergründen. Am 26. März habe ich auf der Bundespressekonferenz dem Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Oliver Erhard, folgende Frage gestellt: „Heute haben Herr Wieler und Herr Spahn darauf verwiesen, dass wieder eine Überlastung der Intensivstationen drohen könnte. Im September gab es laut DIVI knapp 31.000 Plätze auf Intensivstationen. Inzwischen sind es 24.000. Wie kam es zu diesem massiven Rückgang um rund 20 Prozent mitten in der Pandemie?“

Ewald antwortete: „Ich kann an dieser Stelle nicht die Aussagen von Herrn Wieler und Herrn Spahn interpretieren oder bewerten, da bitte ich um Nachsicht. Die Auflistungen der Intensivkapazitäten sind im täglichen Situationsbericht des RKI hinterlegt. Da gibt es auch umfassende Erläuterungen zu der Entwicklung und auch Einschätzungen des RKI. Darauf möchte ich Sie verweisen.“

Ich hakte nach: „Aber das Bundesgesundheitsministerium muss doch die Zahl verfolgen. Sieht sie es mit Sorge, dass die Zahl der Intensivbetten mitten in der Pandemie um fast 20 Prozent zurückgegangen ist? Was macht das Ministerium, um hier entgegenzuwirken?“

Darauf Ewald: „Noch einmal: Ich verweise hier auf die Einschätzung des RKI.“

Ich fragte noch mal nach: „Sie haben also keine Meinung dazu?“

Ewald nickte (anzusehen ist die Szene hier).

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch folgende Grafik, die mir gestern ein Leser auf Twitter in die Kommentare postete:

Bemerkenswert ist auch, dass die 7-Tage-Notfallreserve von 10.392 Betten etwa in dem Focus-Bericht nicht erwähnt wird. Weil die Meldung dann nicht so dramatisch geklungen hätte?

Ich kann nun versuchen, das zu tun, was Spahns Sprecher nicht getan hat – mögliche Gründe für den Rückgang der Intensivbetten aufzählen. So mag dieser zumindest teilweise daran liegen, dass der Betreuungsaufwand bei Infizierten höher ist und dass auch insgesamt weniger Personal zur Verfügung steht, weil etwa Ärzte und Pfleger positiv getestet wurden und damit ausfallen. Aber das würde die Frage aufwerfen: Warum hat die Regierung in einem Jahr Pandemie da nicht entschieden gegengesteuert? So aber wird der Rückgang schlicht verschwiegen.

Mit kritischem Journalismus haben Meldungen wie der genannte Focus-Artikel nichts mehr zu tun. Dafür viel mit dem Schüren von Angst, ja Panik.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

reitschuster.de: Historischer Klinik-Leerstand inmitten der Krise

„Die dritte Welle rollt auf die Intensivstationen zu“, „Kollaps der Krankenhäuser“, „Kampf um Intensivbetten“, „Sorge vor der Belastungsgrenze“. Seit bald einem Jahr schüren Überschriften wie diese die Panik der Bundesbürger vor einer Ausweitung des Virus.

Von Christian Euler

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Eine kürzlich veröffentlichte Analyse von Krankenhausdaten durch die Technische Universität Berlin spricht eine andere Sprache: Im vergangenen Jahr sind in deutschen Krankenhäusern 13 Prozent weniger abgerechnete Behandlungsfälle registriert worden als 2019. In der Zeit vom 9. März bis 24. Mai 2020, der Zeit des ersten Lockdowns, sanken die Fallzahlen sogar um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Reinhard Busse, der an der TU Berlin das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen leitet und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Ulrike Nimptsch konstatieren darüber hinaus einen deutlichen Rückgang der Bettenauslastung. Lag die Bettenauslastung 2019 noch bei 75,1 Prozent, erreichte sie 2020 ein historisches Allzeittief von 67,3 Prozent. Besonders niedrig lag sie mit 62,1 Prozent bei den kleineren Krankenhäusern mit bis zu 299 Betten.

172.248 Behandlungsfälle, bei denen das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen worden war, wurden 2020 in deutschen Krankenhäusern gezählt und an das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus übermittelt. „Dabei ist es wichtig zu beachten, dass es sich um Fälle handelt und nicht um Personen. Wenn also eine Person von einem Krankenhaus in ein anderes verlegt wurde, sind das zwei Fälle“, erläutert Studienautorin Nimptsch.

En passant: Bezogen auf die rund 83 Millionen in Deutschland lebenden Menschen entspricht die Zahl der Behandlungsfälle einem Anteil von 0,21 Prozent. Trotz jedem zu bedauernden Einzelschicksal: Ob dies wirklich der von der Regierung gebetsmühlenartig beschworenen Gesundheitskatastrophe entspricht, sollte zumindest bezweifelt werden dürfen – ganz zu schweigen von der Sinnhaftigkeit des nicht enden wollenden Lockdowns.

Hat die Gesundheitspolitik fatal versagt?

2020 gingen 21 Krankenhäuser vom Netz. Weitere werden in diesem Jahr folgen, von 30 weiteren Kliniken ist bekannt, dass ihnen das Aus droht oder ihre Abwicklung schon feststeht. Und das in der fast täglich von den Mainstream-Medien propagierten „schlimmsten Pandemie aller Zeiten.“ Von Vielen unbemerkt werden Kapazitäten abgebaut, während der Mangel in täglichen Bulletins beklagt wird. Zugleich müssen planbare Eingriffe verschoben werden, um Betten für Corona-Patienten freizuhalten.

Besonders bizarr: Panik schüren heute besonders gerne diejenigen Politiker, die sich vor der Krise für das Kliniksterben stark gemacht hatten. Noch Ende Februar vergangenen Jahres hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu mehr Mut bei Krankenhausschließungen geraten, SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hielt 2019 einen Kapazitätsabbau für grundsätzlich richtig. „Bei weniger Krankenhäusern hätten wir mehr Pflegekräfte, Ärzte und Erfahrung pro Bett und Patient und könnten auf überflüssige Eingriffe verzichten“, rechnete der oberste Corona-Warner der Republik damals vor. Mit Blick auf vernetztes Denken scheint der in TV-Talkshows fast omnipräsente selbst ernannte Gesundheitsökonom dringenden Nachholbedarf zu haben: Insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung erscheint der Abbau von Krankenhauskapazitäten kontraproduktiv.

Mit den Kapazitäten sanken im vergangenen Jahr auch die Intensivbetten. Trotz steigender Infektionszahlen hielten deutsche Kliniken im Herbst 2020 immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Patienten frei. Die baden-württembergische Landesregierung etwa hatte im September entschieden, statt 35 Prozent nur noch zehn Prozent der Betten für Schwerkranke zu reservieren. Damit folgte Ministerpräsident Kretschmann der Entwicklung in anderen Bundesländern. Berlin hatte schon seit Juni nur noch zehn Prozent der Betten für Covid-Patienten reserviert, Niedersachsen folgte Mitte Juli.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

ZDF Heute: Prognosemodell Intensivbettbelegung

Kommentar der Redaktion: Diese Prognose widerspricht sämtlichen saisonal bedingten Verbreitung von Coronaviren.

Prof. Gernot Marx Präsident Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

Video hier: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-19-uhr/210225-heute-sendung-19-uhr-100.html

Quelle: Screenshot ZDF heute 25.02.2021 19:00

Multipolar: Kliniken 2020: Falsche Corona-Fälle, Patientenschwund und selbstgemachter Notstand

Überlastete Kliniken, Schwerkranke, die nicht behandelt werden können: Seit Beginn der Corona-Krise ist die Angst vor diesem Szenario in der Öffentlichkeit präsent – und dient als Begründung für immer schärfere Lockdown-Maßnahmen mit weitreichenden existenziellen und psychischen Folgen. Doch was passierte 2020 wirklich in den Krankenhäusern? Eine neue Analyse der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), in der rund 500 Kliniken in Deutschland und der Schweiz organisiert sind, offenbart nun ein anderes Bild. Auch eine aktuelle Recherche der ZEIT belegt eine maßlose Übertreibung des Corona-Problems. (SUSAN BONATH, 18. Februar 2020)

lesen Sie bitte hier weiter: multipolar-magazin.de

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

„Kranke“, die nicht krank waren

Die Zahl 5.639 überschattete den Jahreswechsel zu 2021. So viele angebliche COVID-19-Intensivpatienten führte das Register der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, kurz DIVI, am letzten Tag des ersten Pandemiejahres 2020 auf – Tendenz damals noch weiter steigend. Alles schwerkranke Corona-Patienten? Mit dem Damoklesschwert der Triage wurde die Öffentlichkeit in Panik versetzt. Erst Mitte Dezember war der Lockdown verschärft worden.

Doch viele Skeptiker trauten schon damals den Zahlen nicht. Es war bekannt, dass jeder Patient zunächst einen PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 bekam, bevor er in einer Klinik behandelt wurde – egal ob es um eine Krebs-Therapie oder eine Knie-OP ging. Dieses Vorgehen hat tatsächlich viele Zufallsfunde zutage gefördert, die trotz positivem Befund keine Symptome der Lungenerkrankung COVID-19 zeigten, wie aus einem Bericht der ZEIT diese Woche hervorgeht.

Demnach räumten 20 Kliniken aus ganz Deutschland ein, dass 20 bis 30 Prozent der „COVID-19-Patienten“ wegen ganz anderer Erkrankungen oder für eine Entbindung ins Krankenhaus gekommen waren. Wegen eines positiven Tests listete sie das Robert-Koch-Institut (RKI) trotz fehlender Symptomatik als COVID-19-Patienten auf. Auch die DIVI räumte auf Nachfrage der ZEIT ein: Auf den Intensivstationen werde jeder zehnte im Register aufgeführte Patient wegen anderer Erkrankungen behandelt. Derweil dienen gerade diese Zahlen der Politik als Alarmmelder für „schwere Fälle“.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) winkte auf Anfrage der Journalisten ab: Das „harte Kriterium“, um als COVID-Fall in die Daten einzugehen, sei nun mal ein positiver Test. Doch selbst davon gibt es derzeit immer weniger. Von Anfang Januar, als der Höchststand von „COVID-Fällen“ auf Intensivstationen (ITS) mit 5.762 angegeben worden war, bis zum 18. Februar sanken die Zahlen um rund 45 Prozent. Wer von den aktuell 3.177 Patienten an COVID-19 leidet, bleibt unklar.

Weniger Patienten als im Vorjahr

Die Horrorszenarien stimmen in weiten Teilen offensichtlich nicht mit der Realität überein. Dafür sprechen auch neue Daten der IQM, die der Verband von 431 deutschen Kliniken erhoben und am 16. Februar veröffentlicht hat. Das ist ein Viertel aller Krankenhäuser in der Bundesrepublik, die 2020 rund ein Drittel aller Betten stellten.

Demnach behandelten die Einrichtungen letztes Jahr insgesamt rund sechs Millionen Menschen – fast eine Million weniger als 2019, wie Tabelle 1 belegt. Tabelle 4 gibt einen tieferen Einblick. Danach gingen auch die Patientenzahlen auf den Intensivstationen dieser Häuser gegenüber dem Vorjahr um fast 5 Prozent zurück. Die Anzahl der Behandelten mit Erkrankungen der Atemwege, sogenannte SARI-Fälle (Schwere Akute Respiratorische Infektion), zu denen COVID-19 gehört, schrumpfte sogar um gut zehn Prozent. Die Sorge um fehlende Beatmungsplätze kann diese Studie ebenfalls nicht untermauern: Eine invasive Intubation mussten rund 163.000 Menschen über sich ergehen lassen. Das waren 6,4 Prozent weniger als 2019.

Über den Grund für den Rückgang der Patientenzahlen lässt sich spekulieren. Die Annahme, andere Erkrankungen könnten zurückgegangen sein, ist wenig plausibel. Dieser Fakt korreliert allerdings mit Hunderttausenden verschobenen Operationen vor allem im Frühjahr, darunter auch Krebsbehandlungen.

Höherer Anteil an Sterbefällen

Gestiegen ist allerdings der Anteil der Todesfälle in den Krankenhäusern. 2019 überlebten 2,3 Prozent aller Patienten ihren Klinikaufenthalt nicht. 2020 starben 2,7 Prozent. Dass SARI-Fälle, in der Regel schwere Lungenentzündungen, häufiger zum Tod führten, fällt besonders ins Gewicht. Während 2019 insgesamt 12 Prozent dieser Patienten starben, überlebten im Folgejahr 15 Prozent ihre Erkrankung nicht. Die Todesfälle in den Intensivstationen insgesamt nahmen aber nur geringfügig um 0,6 Prozent zu. Die absolute Zahl der Verstorbenen, die zuvor beatmet wurden, sank indes leicht von 52.450 auf 51.375.

Bis hierhin ist festzuhalten: Insgesamt starben 2020 insgesamt 0,3 Prozent mehr Menschen in den untersuchten Kliniken, als im Jahr davor, dies aber von 13,6 Prozent weniger Patienten, womit die Sterberate um 0,4 Prozentpunkte stieg. Anders gesagt: Die Anzahl schwerer Atemwegserkrankungen ging zurück, zugleich führten diese häufiger zum Tod. Ob dies tatsächlich an der besonderen Schwere von COVID-19-Erkrankungen liegt oder an einer möglicherweise inadäquaten Behandlung in einem finanziell unter Druck stehenden Gesundheitssystem, ist unklar.

IQM-Daten: COVID-Fälle ohne COVID

Die neuen Zahlen der IQM bestätigen auch Recherchen der ZEIT: Wer als COVID-Fall gilt, muss nicht immer COVID haben. Tabelle 2 zeigt Fälle auf, die zwei verschiedenen Diagnoseschlüsseln zugeordnet wurden: U07.1 und U07.2. Ersterer steht für mittels PCR-Test „bestätigte COVID-19-Fälle“, letzterer fasst sogenannte „COVID-19-Verdachtsfälle“ zusammen. Diese wurden bemerkenswerterweise negativ getestet. Um als Verdachtsfall vermerkt zu werden, reicht bereits ein nachgewiesener Kontakt zu einer positiv getesteten Person – unabhängig vom Krankheitsbild – oder eine Lungenentzündung.

Demnach behandelten die IQM-Kliniken etwa 69.000 positiv getestete COVID-Patienten und 84.000 negativ getestete „Verdachtsfälle“. Die Frage, ob für letztere die gleichen Hygiene-Sondermaßnahmen galten, beantwortet die Studie nicht. Sollte dies der Fall sein, dürfte sich das verschärfend auf die Lage ausgewirkt haben.

Angesichts dieser Zuordnungskriterien ist es auch wenig erstaunlich, dass nur zwei Drittel der 69.000 positiv Getesteten und drei Viertel der negativ getesteten Patienten in den COVID-Datenbanken überhaupt eine Atemwegserkrankung hatten, also ein SARI-Fall waren.

Hohe Sterberate bei Positiven und Beatmeten

Zieht man die SARI-Fälle heran, stellt man Erstaunliches fest: Waren diese Patienten positiv getestet, lag die Beatmungsrate mit 20,2 Prozent niedriger als bei den negativ getesteten SARI-Fällen (25 Prozent). Zugleich starben von den positiv getesteten SARI-Betroffenen mehr (23,2 Prozent), als bei den negativ Getesteten (14,6 Prozent).

Erschreckend gering stellt sich in den IQM-Daten die Überlebensrate von invasiv beatmeten Patienten dar. Fast die Hälfte der positiv getesteten Betroffenen (46,4 Prozent) starben, bei den negativ getesteten „Verdachtsfällen“ waren es 33,9 Prozent. Insgesamt fanden fast 40 Prozent der Positiven auf Intensivstationen den Tod, unabhängig von der Behandlung, bei Menschen mit Verdachtsdiagnose waren dies gut 23 Prozent.

Der Chefarzt der Lungenklinik Moers, Thomas Voshaar, beklagte nicht als einziger Fachexperte eine zu frühe Intubation, also invasive Beatmung, von Patienten mit einer COVID-19-Diagnose. Er sehe davon ab, sagte er gegenüber der Frankfurter Rundschau. Er wies damit eine um drei Viertel niedrigere Todesrate bei den COVID-Fällen aus. Häufig, so der Fachmann, führe die Intubation selbst zum Tod.

Die Beatmungsrate bei „COVID-Fällen“ beträgt laut DIVI-Register aktuell 57 Prozent – liegt also sehr hoch. Möglicherweise spielen dabei höhere Fallpauschalen für invasiv Intubierte eine Rolle. So verschafft diese Behandlung den Kliniken hohe Einnahmen. Darüber berichtete die WELT schon zu Beginn der Corona-Krise im April 2020.

Deutlich höhere Todesrate im letzten Quartal

In Tabelle 3 fördert die IQM-Analyse einen weiteren bedenklichen Befund zu Tage: In der sogenannten zweiten Corona-Welle stieg der Anteil der Verstorbenen an den insgesamt behandelten positiv Getesteten drastisch an. Unter der Rubrik „1. Welle“ erfasste die IQM den Zeitraum bis zur Kalenderwoche 40, also bis Anfang Oktober. Das letzte Jahresquartal deklarierte der Verband als „2. Welle“.

In „Welle 1“ starben demnach 16,8 Prozent aller Patienten. Von den danach bis Jahresende Behandelten verließen 18,9 Prozent das Krankenhaus nicht lebend. Der Anteil der SARI-Fälle an den positiv Getesteten lag in „Welle 1“ bei 72,5 Prozent, von diesen starben 20,9 Prozent. In „Welle 2“ betrug ihr Anteil nur noch 66,7 Prozent, von denen nunmehr 24,8 Prozent starben. Die Sterberate bei positiv Getesteten lag in den Intensivstationen in „Welle 1“ bei 32,6 Prozent, in „Welle 2“ kletterte sie auf 42,5 Prozent. Bei den Beatmungspatienten war der Anstieg der Sterberate noch gravierender: von 38,5 auf 50,7 Prozent.

Falsche Behandlung? IQM hofft auf Einzelfalldaten

Die IQM begründet die höhere Sterblichkeit in „Welle 2“ unter anderem wie folgt: „Das mittlere Alter der Patienten der zweiten Welle war mit 64,6 Jahren vier Jahre höher als die 60,4 Jahre der ersten Welle.“ Da dem Verband keine Daten zu den verabreichten Medikamenten und den jeweiligen Einzelfällen übermittelt worden seien, könne man „hierzu lediglich spekulieren“. Die Autoren hofften, „dass Registerdaten mit auf die individuellen Patienten bezogenen Analysen bald Aufschluss über die möglichen Ursachen geben werden“.

Ferner können sich die Autoren „die geringere prozentuale Inanspruchnahme der Intensivmedizin und der Beatmung nicht primär durch mangelnde Kapazitäten erklären“. Im Vergleich zu 2019 seien den Daten zufolge nämlich nicht mehr Fälle, die dessen bedurften, aufgetreten. Zu einer Überlastung einzelner Häuser könne es wegen ungleichmäßiger Verteilung der COVID-19-Patienten, unterschiedlichen Personal-Situationen und einer längeren Beatmungsdauer gegenüber dem Vorjahr trotzdem gekommen sein, „auch wenn das in der Summe nicht der Fall war“.

Dabei ist die Überlastung von Kliniken in Deutschland nicht neu. Fast jedes Jahr, meist wenn im Januar die Grippewelle aufkommt, klagen Krankenhäuser darüber, und dies seit vielen Jahren. Die jährlich wiederkehrende Überlastung der Kliniken ist hausgemacht. Nicht einmal während der Corona-Krise verhinderte die Bundesregierung Krankenhaus-Schließungen. Sie warb auch nicht offensiv um Personal, die Gehälter stiegen nicht maßgeblich, die Ausbeutung in Pflegeberufen ging weiter. Es wurde ganz „marktkonform“ weiter abgebaut. In den Pflegeheimen, aus denen zuletzt bis zu zwei Drittel der als Corona-Tote Erfassten stammten, sieht es ähnlich aus.

Marktkonforme „Optimierung“

Von einer Überlastung der Krankenhäuser durch mehr Patienten im Zuge der Pandemie kann also nicht die Rede sein. Die Überlastung hat eine andere, seit Jahren bekannte Ursache: Personalmangel. Die Gesundheitsversorgung nicht nur in der Bundesrepublik wurde zuletzt immer mehr der ökonomischen Logik unterworfen. Private Klinikkonzerne streben Maximalprofite an. Doch es spielt kaum noch eine Rolle, ob die Häuser von Privatkonzernen oder Kommunen betrieben werden. Sie alle müssen „rentabel“ sein.

Viele Kliniken konnten mit der marktkonformen „Optimierung“ in der Vergangenheit nicht mithalten. So schrumpfte die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland seit der Jahrtausendwende von 2.242 auf 1.925 im Jahr 2018. Während es 2000 noch rund 560.000 Betten gab, waren es vor drei Jahren nur noch weniger als eine halbe Million.

Für die Rendite sparen die Krankenhäuser nicht nur an Investitionen in Sanierung und Modernisierung. Auch die Lohnkosten werden gedrückt, so weit es irgend geht. Dementsprechend „optimiert“ hat sich die Kliniklandschaft auch im ersten Pandemiejahr weiter. Insgesamt gingen 21 Krankenhäuser 2020 vom Netz, wie die Berliner Zeitung berichtete. Rund 30 weiteren steht das Aus bevor.

Besonders unrentable Bereichen wie Geburtsmedizin und Kinderheilkunde verschwinden immer mehr aus dem Angebot der Kliniken. So sank die Zahl der Kreißsäle in Deutschland von 1.186 im Jahr 1991 auf 672 im Jahr 2017. Schon vor der Pandemie, Ende 2019, schlug der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, Alarm: „Die Situation der Kinderkliniken und Kinderstationen ist hoch problematisch.“ In einem Telefonat mit der Autorin Ende 2020 beschrieb Torben Brinkema von der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin auch die Lage der Kinder-Intensivstationen als „überaus dramatisch“.

Zur marktkonformen Optimierung gehört auch der klassische Personalabbau. Zum Beispiel plant der städtische Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) derzeit die Entlassung von 440 Pflegekräften in den kommenden drei Jahren. So will die Klinikleitung – Pandemie hin oder her – 44 Millionen Euro pro Jahr einsparen.

Maßnahmen als Notstandsbeschleuniger?

Dass die Krankenhäuser und ihre Verbände trotz Patientenschwund im ersten Pandemiejahr über einen Notstand klagten, ähnlich wie schon bei vielen Grippewellen in den Vorjahren, ist angesichts solcher Kürzungen nicht verwunderlich. Den Notstand weiter befeuert haben dürften nun die Maßnahmen „zur Eindämmung der Pandemie“. Statt mehr Reinigungskräfte und Hygiene-Experten einzustellen und besser zu bezahlen, banden Hygiene-Verordnungen die Ressourcen der Pflegenden und schlug Kontaktpersonen-Quarantäne massenhaft zu Buche.

Die eigentliche Versorgung der Patienten gerät so ins Hintertreffen. Sehr wahrscheinlich trug auch dies maßgeblich mit zur desaströsen Lage in vielen Kliniken im Coronajahr 2020 bei. An einer Überbelegung kann es jedenfalls nicht gelegen haben: Es gab keine.

Über die Autorin: Susan Bonath, Jahrgang 1971, ist freie Journalistin mit dem Schwerpunkt Arbeit und Soziales. Sie lebt in Sachsen-Anhalt.

Frische Sicht: Alltag auf der Coronastation eines Berliner Krankenhauses

Interview mit der Pflegefachkraft Clara N. (der Name wurde von der Redaktion geändert) über die Arbeit auf der Coronastation eines Berliner Krankenhauses.

„Nach wie vor habe ich 98% asymptomatische (also symptomlose) Patienten, welche PCR positiv getestet wurden, bei mir auf Station… Station voll. Zu wenig Personal. Wir sind echt am Limit.“

In dem Interview werden die akuten Probleme, welche sich durch den Umgang mit der Pandemie besonders für die Pflegefachkräfte ergeben thematisiert. Altbekannte Probleme wie der Personalmangel, die Unterbezahlung, sowie die fortschreitende Privatisierung von Kliniken werden durch Corona für viele Menschen deutlich aufgezeigt. Frau N. spricht in dem Interview über ein strukturelles Versagen im Hinblick auf das derzeitige Gesundheitssystem. Menschenleben werden dem Profit untergeordnet.

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Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

frische sicht presseportal für unabhängigen journalismus ich darf mit klarer entsprechen frau n ist pflegefachkraft in berlin in einem großen krankenhaus ich möchte vorweg schicken dass wir den namen geändert haben aufgrund beruflicher probleme die auftreten könnten wenn wir den klarnamen benutzen es ist ja in der derzeitigen zeit ein sehr großes thema was uns beschäftigt nämlich die auslastung der krankenhäuser die pflegebetten thematik und ich bin sehr dankbar dass sie sich heute die zeit nimmt mit mir zu sprechen um auch sozusagen mal die sicht einer pflegefachkraft am hotspot sozusagen darzustellen bevor wir jetzt einsteigen frauen wir haben uns kennengelernt über einen kommentar den ich auch freundlicherweise auf frische sicht teilen durfte in dem sie sich äußerst kritisch äußern bevor wir in die materie einsteigen nun könnten sie mir mal ihren weg beschreiben ihren beruflichen weg wie sind sie sozusagen zur pflege gekommen auch gut als ich wollte ich wissen immer eine krankenschwester das ist mein mann mein traumberuf da gehe ich auf auch trotz dieser umstände unter denen wir arbeiten müssen willich nichts anderes mehr machen als es ist tatsächlich mein traumberuf jahren und jetzt haben sie schon die umstände angesprochen also es geht sozusagen um die tatsache dass pflegekraft mangels oder der unterbezahlung auf die sie anspielen wie hat sich denn die situation entwickelt für pflegefachkräfte in den letzten jahren können sie da mal einen kleinen einblick geben also die situation ist tatsächlich nicht besser geworden [Musik] das personal wird tatsächlich weniger egal ob es jetzt die krankenhäuser sind die pflegeheime die hauskrankenpflege alle sind irgendwie unterbesetzt weil es ist einfach nicht attraktiv der beruf der krankenschwester oder dass krankenpfleger ist wie auch immer wird einfach nicht attraktiv gestaltet spricht man es absolut unterbezahlt man schiebt überstunden ohne ende es ist einfach unattraktiv und ich denke dass die pflegeschule die sind schon volles rücken welche arbeiten der größte teil arbeitet dann aber nicht mehr an der basis sondern die nutzen die ausbildung zur pflegefachkraft und wie um dennoch studieren zu können und dadurch haben wir tatsächlich viel zu wenig personal und und woran liegt denn diese problematik der unterbezahlung ist das liegt das an dieser generellen ökonomisierung der dass das krank kranken systems oder des gesundheitssystems also krankenhäuser müssen jetzt mittlerweile sehr effizient arbeiten quasi immer am rande der der auslastung um überhaupt kostendeckend arbeiten zu können oder um gewinne zu generieren ist das ist das ein punkt oder gibt es da noch andere die sie da sind es geht nur es geht nur um gewinner also es geht im kompletten gesundheitssystem nicht um menschen die das gesamte gesundheitssystem ist kaputt gespart quasi die krankenhäuser sind alle privatisiert worden und zum größten teil ja da daran hegt und jetzt sind wir natürlich seit fast einem jahr mit der pandemie mit der korona pandemie beschäftigt und aus meiner wahrnehmung heraus ist es ja so dass diese situation wirklich wie ein katalysator wirkt und die ganzen problemstellungen umso mehr hervorhebt also gerade jetzt die thematik der überlastung des pflegepersonals die die sparmaßnahmen die wir erlebt haben im gesundheitssystem in den letzten jahrzehnten politisch bedingt die schlagen jetzt voll voll zurück kann man sagen na also es ist offensichtlich sehr problematisch die situation jetzt ist es so sie arbeiten ja auf einer corona station also das ist eine station auf der nur personen aufgenommen werden die pcr positiv getestet sind können sie mir mal beschreiben wie jetzt der alltag dort aus die einer pflegefachkraft auf seiner station das haben sie ganz richtig jetzt schon ausgedrückt geht sie eher positiver also sprich keine oder kaum mit 19 erkrankte das leider eine tatsache es ist so dass wir komplett ausgelastet sind und ich würde behaupten dass 98 prozent meiner patienten symptomatisch sind also sprich die sind ohne symptome wir bekommen patienten aus rettungsstelle die keine ahnung mit mit irgendwelchen ich sag jetzt mal lapidar wehwehchen in die rettungsstelle kommen dort findet er schnell test stadt gern positiv ist und dann wären die zu mir auf die kommune station verlegt mit 0 symptomatik also sprich kein spieler kein trockener husten also gar keine symptome und jede patientin liegen quasi ihre quarantänezeit bei uns ab und werden dann als genesen nach hause entlassen ich möchte aber auch dazu sagen ich hatte die eine oder andere frau moni tatsächlich bei mir auf station ich will dass ich will das nicht abstreiten ja ich will dieses kurven 19 ich will nicht sagen dass ist das nicht gibt und ich hatte den ein oder anderen der tatsächlich mit einer abnahme nie bei mir lag wo ich auch sage okay das ist gerechtfertigt das muss man im auge behalten da war die sekte nicht ganz so gut hat ein bisschen gefiebert das ging auf und ab und das sollte man schon im auge behalten aber ich habe tatsächlich menschen der mir auf der station die meiner meinung nach nicht an cupid 19 erkrankt sind und das sind in meinen augen sind das gefakte patienten um die die zahlen zu halten die die regierung haben möchte ja es wird auch und das ging ja auch viral dass viele viel zu früh auf die igs verlegt werden und beatmet werden was ja wohl bykow wird 19 absolut kontraproduktiv ist ich hatte einen fall wenn ich gegen kurz schildern darf patient wirklich tatsächlich mit mit mit 1 ab juni er hat gespart es war alles stabil also es war jetzt nicht so dass sage ich bin da so ein bisschen in sorge er hielt sich gut und die bahnen der ärztin wollte ihn auf die idee es verliehen wo ich überhaupt gar keine veranlassung gesehen habe ich habe mit dem patienten gesprochen ich habe ihm abgeraten weil das eps mit menschen macht ich glaube dass das ist ein fehler die umstände auf einer intensivstation sind nicht förderlich für den genesungsprozess das spielen ganz viele umstände sind da so risikofaktoren gott sei dank hat dieser patient die intensivstation abgelehnt er hat gesagt er bleibt bei mir auf der station wo ich sehr sehr dankbar war und er wurde nach weihnachten genesen entlassen wo ich wirklich sehr sehr sehr froh darüber war und er waren ja auch dankbar dass ich ihm abgeraten habe er hat also seine firma gut bei mir auskuriert und es war alles bestens und wenn ich mir überlege dass diese arme mann er war auch noch gar nicht so alt auf die intensivstation gekommen wäre ich glaube er wäre heute noch nicht zu hause es ist auch mehrfach schon thematisiert wurden auch in den großen medien dass besonders gibt sehr große oder viele beispiele aus den usa das dort sozusagen überschießend reagiert wurde am anfang und eben leute sehr früh beatmet wurden und dadurch auch sehr viele todesfälle zustande gekommen sein es würde sich jetzt etwas decken mit mit ihren eindrücken jetzt ist es aber so sie haben jetzt sehr sehr viele patienten auf der korona station auf der sie arbeiten und sie haben mir im voll gespräch erzählt viele menschen können nicht mehr aufgrund der umstände in denen sie als pflegefachkräfte dort arbeiten können nicht mehr adäquat versorgt werden einfach weil der prozess jetzt ein ganz anderer ist sie hatten auch beschrieben dass sie sich immer natürlich die entsprechend kleiden müssen pro zimmer und ist ein wahnsinniger aufwand ist haben sie haben sie das gefühl sie kommen den anforderungen noch ausreichend nach die die patienten an sie haben oder ist es ist ist das nicht mehr möglich nein überhaupt nicht ich werde meinen patienten nicht gerecht und ich werde auch mir selber nicht gericht was mindestens genauso schlimm ist ich habe ja eine besondere intentionen ja warum ich diesen beruf ausübe und jetzt tatsächlich nur ich muss das leider so sagen ein abarbeiten wenn ich mit mir im dienst beginnt fängt so ich sag jetzt mal mit einer ersten runde andere wo man so durchläuft und die medikamente für den abend schon verteilt das ist unter normalen umständen wenn es keine kommune station es dauert zum rundgang ich sag jetzt mal mit ein bisschen schwatzen und rechts um die 20 minuten dann bin ich durch jetzt dauert es tatsächlich ich muss mich bei jedem zimmer bevor ich reingehe ein schutzkittel anziehen eine haube aufsetzen handschuhe männer ft2 maske das muss ich bei jedem zimmer tun dann gehe ich da rein und rausgehen muss ich mich wieder ausziehen und das muss sich bei jedem zimmer machen und jetzt dauert so ein durchgang kann bis zu zwei stunden dauern es kommt jetzt darauf an wie was habe ich davon patienten ist der bettlägerig auch der neues inkontinenz material das möchte natürlich mit bei dem rundgang dann kann es gut sein dass ich da zwei stunden schon mal unterwegs bin wenn ich hinten angekommen fand ich freunde wieder an wir müssen auch das essen alleine verteilen was sonst unsere servicekräfte gemacht haben das müssen wir jetzt merken bei unsere servicekräfte nicht in die zimmer dürfen ich bin als ich mit meiner runde und fange vorne wieder an und ich muss so traurig wie das klingt um zeitig um hierhin zu kommen fand ich um 16 uhr 15 schon anders an mit getränken also tcrn laufe ich also wieder mit zwei wagen los ich kann mich wieder an ich kann mich wieder aus das ist wenn die runde und die dauert dann auch noch mal zweieinhalb stunden es ist ein enormer ein enormer aufwand und dann kommen noch die dazu ihn zwischendurch noch klingeln bei den wunsch haben oder weil keine ahnung was los ist also man ist tatsächlich markus metz keine pause und wenn wir nur zu zweit sind ich war jetzt mal so der ablauf vom spätdienst und ich habe das oft gehabt dass ich mit einer kollegin alleine war es ist kaum zu schaffen und man so tatsächlich wie man gerechnet wenn ich dann noch krebskranke patienten bei mir habe also denn dann wird es richtig kriminell sagt schon mal ja das ist ja recht haarsträubende zustände die sie mir da beschreiben und ich denke jeder der schon mal in einem krankenhaus war vor corona hat schon gesehen unter welchem druck oder unterrichten zeitdruck gerade sie als pflegekräfte arbeiten müssen und natürlich unter diesen bedingungen wie sie jetzt herrschen ist es ja umso schwerer oder eigentlich fast gar nicht mehr schafft bar jetzt haben sie eben schon angesprochen sie haben schwer kranke patienten der auch auf ihre stationen versterben sie haben da einige fälle geschildert wie ist das können können angehörige generell diese menschen begleiten oder haben sie da auch andere situationen erlebt ich aber ein fall erlebt dieser patient hatte wohl eine gesetzliche betreuung hatte wohl irgendwie keine angehörigen jeweils nicht in berlin den patienten konnte ich leider nicht adäquat versorgung wie sich das gehört ja das war eigentlich ein palliativpatienten der sollte in ein hospiz um den letzten weg antreten zu können in würde und auch schmerzfrei das wurde ihm verwehrt weil ja angeblich google positiv war er hatte null corona symptomatik wenn die arme seele hatte lungenkrebs und er ist also tatsächlich einsam wenn mir verstorben normalerweise erhält man solchen patienten die hand und begleitet angemessen und so dafür dass keine schmerzen haben und sich nicht fehlen es können wir momentan nicht gewährleisten bei anderen patienten das wurde mir erzählt hat sich frei da konnten die angehörigen tatsächlich kommen und sich verabschieden aber generell herrscht bei uns auf der station ein besuchsverbot ich sage jetzt mal in anführungsstrichen normalen patienten und da wurde auch weihnachten keine ausnahme gemacht es ist sehr traurig und was ich in dem kontext ganz interessant finde ist dass ihr palliativ schwester waren nicht dass das habe ich richtig mir gemerkt nicht wahr da ist natürlich auch ganz klar oder da haben sie natürlich auch einen ganz anderen erfahrungsschatz wie man auch menschen auf ihrem letzten weg begleiten sollte und jetzt ist es natürlich für sie persönlich sehr schwierig unter diesen umständen zu arbeiten wie wie geht es denn ihren kolleginnen und kollegen wie ist da der austausch dieser druck ist ja für alle der der gleiche oder die die erfahrungen müssten ja für alle dieselben sein ich glaube dass ein bisschen anders weg ich nehme normalerweise meine arbeit mich mit nach hause momentan aber doch sehr viel meiner kollegin prallt das was vielleicht nicht das schlechteste ist die lägen auf jeden fall ruhiger ich kann damit nicht so gut umgehen wer das nicht hat es zu arbeiten die ich mir vorstelle und schon gar nicht beim palliativpatienten ja sehr viel zuwendung braucht ja auch viel ärztliche kontrolle benötigt das palliativ herzen was bei uns nicht der fall ist ich glaube meine kollegen die die kommen da besser zurecht warum weiß ich nicht ich kann es nicht sagen ich bin einer der ganz ganz wenigen die da noch probleme mit hand und und mich jetzt fragen darf wenn wir jetzt gerade von seinem fall sprechen wie dem herrn der dann verstorben ist aufgrund seiner krebserkrankung dieser wird ja dann in der statistik als corona tote gezählt das ist richtig oder leider ja also ich hab das jetzt ein paarmal beobachten können dass patienten die bei mir versterben asymptomatisch wohlbemerkt ja einen anderen vorerkrankungen da steht tatsächlich auf dem leichenschau schinko wird 19 dass es auch eine sache warum wir heute sprechen ja dass dinge die müssen einfach nach außen getragen werden somit werden zahlen um gehalten und das entspricht definitiv nicht der wahrheit wenn jemand sich in der brief hinein oder finalen phase bei einer krebserkrankung befindet und in dieser phase auch noch auf google strich wird sowieso überhaupt gar keinen sinn macht und an seiner grunderkrankung stirbt und dann als 19 tote einer statistik auftaucht da hört tatsächlich auf ja ja ja das ist leider leider unfassbar und ich hoffe dass die zuhörer die unser gespräch hören vielleicht gewisse denkanstöße bekommen beziehungsweise ihnen auch in gewisser form die angst genommen wird weil ich merke oder neben war das eben eine große verunsicherung herrscht das eben viele menschen nach wie vor der ansicht sind dass eben die gefahr eine sehr große ist aufgrund der hohen zahlen die immer genannt werden der der positivtests aber wie gesagt es ist jetzt auch mehrfach schon besprochen worden ein positiver test bedeutet nicht erkrankt geschweige denn infiziert und das ist genau das was sie ja offensichtlich exemplarisch jetzt auf ihrer station eben erleben das dass sie [Musik] positiv getestete personen zu pflegen haben die aber keinerlei symptome aufweisen nicht richtig so ist derzeit die lage mit ganz ganz ganz ganz wenigen ausnahmen wirklich ich versuche also quasi gesunde menschen die vielleicht eine vorerkrankung haben aber definitiv nicht an coop 19 leiden und es die haben ja noch ganz ganz viele andere missstände dass zum beispiel wenn ich eine kleine alte dame übernehme aus der anderen abteilung die angeblich plötzlich positiv ist kommt mit 0 symptomatik auf menge stationen sie war bei aufnahme wirklich total fit und ich konnte zu gucken wie sie über sie lag über weihnachten wenn mir die sie von tag zu tag immer mehr abgebaut hat wenn ihre menschen einfach eingespart werden die wir sie werden quasi ihrer freiheit braucht ja meinen augen ist das tatsächlich freiheitsberaubung was da stattfindet si wir haben leider nicht die möglichkeit um nicht die kapazitäten aufgrund von personalmangel mit diesen patienten also sie zu mobilisieren ja mit ihnen zu laufen ist es normalerweise aufgabe der physiotherapie man ganz abgesehen davon dass über weihnachten ja sowieso nicht stattfindet viele sich aber tatsächlich weigern zu uns auf stationen zu kommen patienten zu versorgen selbst diese therapie selbst die stromer schwester da kann ich gleich noch drauf zurück und ich konnte zu gucken wie diese kleine alte dame von tag zu tag immer mehr abgebaut hat weil sie einfach dem bett lag sich nicht bewegt hat keine frische luft hatte kein besuch bekommen hat und das ist ganz ganz ganz großer knackpunkt bei mir auf stationen dass ich als zu gucken muss wie eigentlich relativ gesunde menschen dahin vegetieren und immer in mobiler er das ist ein umstand mit denen ich auch nicht so zurecht komme ja nochmal auf die stumme schwester zurückzukommen ich hatte einen patienten der hatten an austria bekommen also sprich einen künstlichen darmausgang und war positiv ohne symptome und der muss eigentlich jeden tag eine sogenannte stumme schwester am ball sein die also dem patienten sein muss wie kann ja in der häuslichkeit centro macher so dass es nicht so einfach das muss geübt werden dann muss noch eine hauskrankenpflege für die erste zeit involviert werden die dem patienten dabei unterstützt die schwester ist nicht zu den patienten reingegangen und und hat ihm gezeigt der sollte entlassen werden und da habe ich habe ich gesagt das geht so nicht wir können den denen man nicht nach hause entlassen der weiß nicht wie er sein künstlichen darmausgang versorgen soll das kann doch nicht sein das darf doch nicht echte der arme mann ist schon gebeutelt genug das hat künstlichen darmausgang weil das ist ein ganz ganz großer einschnitt ins leben und dann weil er noch nicht mal wie er diesen strom versorgen soll weil die schule schwester sich weigert in das zimmer zu gehen obwohl er symptomatisch war und also das sind so geschichten also wir haben und man könnte immer mehr erzählen immer mehr erzählen und und das geht so nicht also wenn ich da etwas einwerfen darf ich habe ja auch mit mit ärzten viel gesprochen eben auch mit dem herrn dr schwarzkopf der auch viel für das robert-koch-institut extern beraten oder ist extern beraten tätig für das robert koch institut in anderen belangen und er hat eben auch gesagt dass das ein problem ist dass die menschen nicht mehr mobilisiert werden sie zu hause sind also es ist er dann nicht nur im krankenhaus so dass die menschen sich nicht mehr bewegen oder alte menschen sondern auch eben in ihren wohnungen ja sich nicht mehr mobilisieren und gerade auch das nicht mobilisieren ja auch geradezu kommunen führt das erlebt man immer wieder bei patienten die die die liegen ja gerade im höheren alter ich können sie mir das bestätigen dass gerade die dann anfällig sind für derlei probleme unter anders ist natürlich dass das kann ich sehr wohl bestätigen ich meine das ist ja nichts neues das ist zwar menschen oftmals einer pneumonie versterben weil sie halt im mobil sind und ja wenn wenn wenn diese menschen nicht nicht mobilisiert wenn ich denke mal dass auch dadurch jetzt in den letzten monaten viel mehr menschen gestorben sind an ihrer immobilie denn vielleicht eine pneumonie bekommen haben oder keine ahnung der embolie oder so ja ich meine das muss doch jeder arzt wissen und es interessiert einfach niemanden hauptsache station ist voll der rubel rollt was dort aus diesen armen seelen wird ist letztendlich egal ich muss das jetzt tatsächlich so sagen und wenn ich da nicht einmal abschweifen dürfte ein kleines bisschen weil es wird jetzt seitens der bundesregierung propagiert alle sind helden die zu hause bleiben es gibt ja auch diese bekannten werbespot wo man junge leute daheim auf der couch liegen sieht chips essen und cola trinken und propagiert wird es sei es sei heldenhaft das so zu tun letztendlich frage ich mich ist das denn wirklich zur gesundheitsförderlich was da propagiert wird generell frage ich mich auch wie wie die handhabung der situation zur gesundheit zuträglich sein soll weiß ich eben aus meinem wissen heraus sagen kann ist doch dass bewegung frische luft natur wesentlich wichtiger wären als sich zuhause einzusperren was ist denn da ihre persönliche meinung bin ich da mal so das kann ich tatsächlich so begrüßen richtig also zu hause sitzen nicht rausgehen also schlimmer geht es ja schon gar nicht mehr ja also bewegung an der frischen luft ist das a und o zu hause bleiben auf dem sofa sitzen nein auf gar keinen fall da wird die fettleibigkeit forciert herz kreislauf erkrankungen werden passiert diabetes dass so was von der bh oder vielleicht sogar noch von unserem gesundheitsminister sparen so angepriesen wird das also ganz ehrlich das grenzt ja irgendwie schon ist er schon körperverletzung ja was hier stattfindet in gottes namen geht raus geht alle raus auch was das was mit unseren kindern geschieht das ist doch ganz ganz ganz ganz schlimm kinder sollen sich von ihren freunden trennen sie dürfen nicht mehr rudeln sie dürfen dieses nicht sie dürfen jene sich sie sollen draußen mit dem mundschutz rumrennen in gottes namen dass die kinder im frieden lasst die kinder miteinander spielen an der frischen luft gibt den kindern viel frisches obst frisches gemüse lasst sie mit den diversen viren und bakterien in berührung kommen die brauchen das sie brauchen das um ein gutes immunsystem aufbauen zu können damit das große gesunde menschen werden das was jetzt mit den kindern machen womöglich noch im sack bhutan baden ganz ehrlich nein nein lasst die kinder in ruhe also ich habe nicht einmal in den ganzen monaten das wort prävention gehört weder von herwig noch vom gesundheitsminister sparen was sagt man denn in einer grippewelle prävention ist doch ganz ganz wichtig und prävention bedeutet ich beuge vor sie beuge ich vor die werde ich hoffentlich nicht krank indem ich mich gesund ernähren also viel frisches obst viel frisches gemüse ich bewege mich viel an der frischen luft das ist prävention und somit markanten vor ich wollte keine erkrankung vor indem ich mich von allen menschen meinen freunden fern halten zu hause in der ruhm bleibe auf dem sofa sitze und ja mir nur die chips reinstopfen das sind unter kranken von morgen die kinder sind unser kranken von morgen das so weiter wenn ich jetzt zum schluss unseres gesprächs noch mal zurückkommen dürfte in den klinikalltag in den bereich des gesundheitssystems was wäre denn ihr wunsch für die für die zukunft für ihren berufsstand ja generell für den bereich gesundheitswesen was müsste sich jetzt ganz ganz dringend ändern die rahmenbedingungen müssen geändert werden also dass es halt in ein unattraktiver und beruf geworden der beruf ist definitiv unterbezahlt für die arbeit die dort geleistet wird egal in welchem bereich ob es jetzt das krankenhaus ist das pflegeheim oder die mobile pflege die sind ja noch unbezahlte unterbezahlt als wir es mit definitiv an den rahmenbedingungen was ändern wir brauchen mehr personal und wir bekommen nur personal wenn die bezahlung stimmt und ansonsten rennen immer mehr weg also wenn das personal so wenig auf den stationen bleibt dann läuft man am himmel dann läuft man auf dem zahnfleisch und wirtschaft man das zu rind innig viele sind aus dem flieger ausgestiegen weil sie einfach nicht mehr konnten weil der personalschlüssel einfach viel zu niedrig ist also der personalschlüssel musste müsste angehoben werden wer jetzt natürlich die pflegedienstleitung sagt es reicht wenn da auf station zwei schwestern sind nein das reicht nicht also es muss ich definitiv ein personalschlüssel was ändern damit auch menschen in der fliege bleiben und die bezahlung die muss einfach besser werden es ist ganz klar wäre dann damit auch verbunden dass dieser gedanke des des wirtschaftlichen einfach zurückgestellt werden muss im gesundheitswesen also sprich gesundheit muss was kosten und darf was kosten und man muss nicht gewinne erzielen wäre das nicht erst mal der der erste ansatz das ist das ist so dass es so wichtig genau also es darf nicht mehr um profit gehen es ist aber leider so also das komplette gesundheitswesen es geht überall nur um profit kann universal sim privatisiert worden das darf nicht sein und da steht er der profit an erster stelle also die patienten sind nur nummern mehr sind sie einfach nicht wert da ist tatsächlich der erste ansatzpunkt ja ja vielleicht ist ja gerade diese situation in der wir sind ein weckruf dass ein umdenken stattfinden kann und stattfinden wird weil glaube ich wir alle merken dass in vielen bereichen ist so nicht funktioniert wie es bisher oder nicht mehr funktionieren kann wie es bisher funktioniert hat wenn ich sie jetzt noch privat fragen dürfte also unabhängig vom krankenhaus was wäre ihr wunsch für die zukunft ihre größte hoffnung ich will einfach mein normales leben wieder zurück das tatsächlich also wenn ich jetzt mir hätte so silvester um 0 uhr was wünschen können würde ich das letzte jahr gerne streichen dass ich will einfach dass die die menschen nicht mehr so nicht mehr so gespalten sind und ich glaube das wollen eigentlich ganz viele wollen ihr altes leben wieder zurück haben so wie es jetzt ist es für mich jetzt kein kein leben ja also ich denke ganz viel näher ich grübele ganz viel was passiert was noch kommen ich gehe stark davon aus es wird hier zu einem finanz crash kommen ich bin tatsächlich soll ich hatte noch nie angst gehabt noch nie jetzt momentan habe ich tatsächlich angst was was kommt was bringt das ja jetzt ich würde mir einfach wünschen dass alles wieder dass alles wieder so ist wie es vor anderthalb jahren war vielen dank frau in und da ich weiß dass sie um 3 uhr 30 die nächste schicht antreten müssen bedanke ich mich jetzt ganz ganz herzlich für ihre zeit und für ihre ausführungen und ich hoffe ja dass das ja wir dadurch einen einblick in den alltag geben konnten oder ein kleiner einblick unseren zuhören und ja wünsche ihnen alles gute und erst mal noch einen guten start in das jahr 20 21 trotz aller widrigkeiten zähnchen dank dass ich die möglichkeit hatte mich zu äußern und ich glaube es ist ganz wichtig dass solche dinge tatsächlich nach außen getragen werden und auch ihnen ein tolles neues 2002 wir können uns eine glaube ich ein besseres wünschen als das letzte vielen vielen dank für ihre zeit sehr gerne

Deutsche Krankenhaus Gesellschaft: Corona-Pandemie verschärft drastisch wirtschaftliche Probleme der Krankenhäuser

Kommentar der Redaktion: Ob ein Sterben kleiner Krankenhäuser sogar erwünscht sind? Die Bertelsmann Stiftung hatte ja bereits in ihrer Studie von 2009 und 2019 gefordert die Zahl der Krankenhäuser zu halbieren.

Verschobene Operationen und andere Folgen der Corona-Pandemie haben die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland noch einmal verschärft. Das ergibt das aktuelle Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). Die Corona-Pandemie hatte dabei nicht nur Auswirkungen auf die Allgemein- und Intensivstationen. Auch in den OP-Bereichen führte sie zu merklichen Beeinträchtigungen. In der ersten Pandemiewelle von März bis Mai 2020 ist die Zahl der stationär durchgeführten Operationen im Durchschnitt um 41 und bei ambulanten Operationen um 58 Prozent zurückgegangen. Allein in diesem Zeitraum lagen die Erlösverluste bei den betroffenen Kliniken bei etwa 2,5 Millionen Euro pro Haus.

lesen Sie weiter auf -> https://www.dkgev.de/7dkg/presse/details/corona-pandemie-verschaerft-drastisch-wirtschaftliche-probleme-der-krankenhaeuser/

Jürgen Höller: Intensivbetten

Nochmals umfangreiche Recherche und aktuelles Update. Nimm Dir die Zeit und schaue das Video bis zum Ende an. Was dann kommt, hat mich tief getroffen. Und wie immer: Wie ist Deine Meinung dazu? Ich lese JEDEN KOMMENTAR! Links: https://www.bild.de/ratgeber/2020/rat… https://www.helios-gesundheit.de/file… https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps https://influenza.rki.de/Wochenberich… https://www.facebook.com/christiane.g… https://www.infranken.de/lk/bamberg/d… https://youtu.be/ZXGXy59ciSc https://youtu.be/wIEklntgTnI https://www.intensivregister.de/#/index

„Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrthum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrthum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist. – Oft lehrt man auch Wahrheit und Irrthum zugleich und hält sich an letzteren.“ Goethe

Focus: Lungenarzt: „Frühe künstliche Beatmung ist größter Fehler im Kampf gegen Corona“

Mehr als 5000 Sars-CoV-2-Infizierte benötigen derzeit intensivmedizinische Betreuung in Deutschland. Über die Hälfte davon wird künstlich beatmet. Der Pneumologe Thomas Voshaar erklärt, warum das für Corona-Patienten so gefährlich ist und zur Überlastung von Krankenhäusern führt.

Dass genau diese Maßnahme in vielen Fällen gar nicht nötig und sogar kontraproduktiv sei, kritisiert der Pneumologe Thomas Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik im Krankenhaus Bethanien in Moers im Gespräch mit FOCUS Online.

lesen Sie weiter auf -> focus.de

SWR: Das Krankenhaus in Ingelheim muss Ende des Jahres schließen

Kommentar der Redaktion: Während Milliarden an Firmen als Kompensation für wirtschaftliche Schäden durch die Regierungsmaßnahmen gezahlt werden, wird trotz der behaupteten außergewöhnlichen Knappheit von Intensivbetten ein Krankenhaus in einer Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern geschlossen. Eine Insolvenz trotz massiven Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Ingelheim von der Pharmafirma Boehringer Ingelheim (1,7 Milliarden Euro Jahresumsatz) und dem Labordiagnostik Unternehmen Bioscientia, die auch mit den PCR-Test viel Geld verdienen.

2017 wurden 61 Millionen Euro in eine überdimensionierte Luxus Kultur- und Kongresshalle investiert.

Das Krankenhaus in Ingelheim muss Ende des Jahres schließen. Für die 190 Beschäftigten sollen nach Angaben des Oberbürgermeisters der Stadt so schnell wie möglich neue Jobs gefunden werden.

lesen Sie weiter auf https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/krankenhaus-ingelheim-schliesst-100.html

Vera Lengsfeld: Die Wahrheit über die Intensivbetten-Krise

Seit einigen Tagen wird von Politik und Medien wieder intensiv Panik geschürt, die Intensivbetten würden für die Corna-Fälle nicht ausreichen. Tatsache ist, dass bis auf den heutigen Tag nur ein Bruchteil der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt ist, selbt wenn man “an und mit” Corona zählt. Jeder kann das überigens auf Intensivregister.de nachprüfen. Leider können die Haltungsjournalisten davon ausgehen, dass die Wenigsten das tun und ihnen deshalb ihre Horrormeldungen glauben. Beispielhaft ist ein Artikel der Thüringer Landeszeitung von Freitag, dem 11.12.2020 unter dem Titel “Die Lage ist extrem ernst”. Eine Intensivmedizinerin hat dem Autor geantwortet und ihn um Aufklärung gebeten, warum sein Bericht so weit von der Realität abweicht.

Den Brief der Anästhesistin und Intensivmedizinerin Dr. Ines Pistner finden Sie auf vera-lengsfeld.de

Thüringer Landeszeitung 11.12.2020: “Die Lage ist extrem ernst” -> otz.de

Bild: Gernot Marx: „Von einer Triage sind wir sehr, sehr weit entfernt“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) warnte nach dem Corona-Gipfel eindringlich vor Überlastung und einer sogenannten Triage (gesprochen: Triasch) „Es gibt teilweise schon Triage in Deutschland“, so Söder.

Widerspruch von Gernot Marx, Intensivmediziner am Aachener Uniklinikum!

Trotz „starker Belastung“ der Kliniken sei Deutschland „von einer Triage noch sehr, sehr weit entfernt“, sagte Marx bei BILD Live.

lesen Sie weiter auf https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/nach-soeder-aeusserung-von-einer-triage-sind-wir-sehr-weit-entfernt-74450730.bild.html

RT DE: „Jahrhundert-Pandemie“? Kliniken melden weniger Lungenentzündungen und Beatmungsfälle als im Vorjahr

Kommentar der Redaktion: In den Statistiken werden alle Menschen mit einem Corona positiven Testergebnis erfasst, auch wenn der Test längere Zeit vor dem Todeszeitpunkt lag! Das heißt die Todesursache ist nicht in allen Fällen auf Covid-19 zurückzuführen. Daher wird in den Medien inzwischen auch „von an bzw. mit Covid-19“ oder „in Zusammenhang mit Covid-19“ gesprochen.

Droht Kliniken samt Intensivstationen ein COVID-19-Kollaps? Sind sie wirklich stärker belegt als im Vorjahr? Neue Daten der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) zeigen das Gegenteil. Demnach sanken die Zahlen der Atemwegserkrankungen, der zu Beatmenden und der daran Verstorbenen sogar.

Die Kliniken seien überlastet, der Corona-Kollaps drohe. Solche Meldungen schießen derzeit beinahe im Stundentakt durch die News. Das Robert Koch-Institut (RKI) wartet mit steigenden Todeszahlen auf – von Verstorbenen an oder auch nur mit dem Coronavirus. Am Mittwoch meldete die dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) untergeordnete Behörde fast 600 Tote. Die Politiker warnen, Bund und Länder reagieren mit immer härteren Lockdowns und Einschnitten in Grundrechte. Das wirft Fragen auf. Denn die angeblich gegenüber den Vorjahren massiv erhöhte Belegung der Kliniken entpuppt laut neuer Zahlen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) als Schimäre, als reine Einbildung. (Ein Gastbeitrag von Susan Bonath)

lesen Sie weiter auf -> de.rt.com

Quelle: https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/effekte-der-sars-cov-2-pandemie-auf-die-stationaere-versorgung-im-ersten-halbjahr-2020

Initiative Qualitätsmedizin: Effekte der SARS-CoV-2 Pandemie auf die stationäre Versorgung

Eine Analyse der §21 Routinedaten von 272 Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin (IQM).

Hintergrund

Kurz nach den Lockdown Maßnahmen zu Beginn der Corona Pandemie in Deutschland hat IQM aus der Analyse der §21 Routinedaten von damals 310 deutschen IQM Krankenhäusern eindrücklich gezeigt, welchen Einfluss die Pandemie auf das stationäre Leistungsgeschehen hatte. Nachdem wir die Halbjahresauswertung von 421 IQM Kliniken ebenso analysiert und auf der IQM Webseite publiziert haben, trafen viele IQM Kliniken die Entscheidung, ihre §21 Daten monatlich zur Verfügung zu stellen. Damit wird der Verlauf der COVID-19-Situation in den Krankenhäusern ebenso transparent dargestellt, wie die Effekte auf andere Leistungsbereiche.

Die hier dargestellte Analyse umfasst 272 IQM Kliniken, die ihre Abrechnungsdaten bis Ende Oktober 2020 geliefert haben.

lesen Sie weiter auf -> initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie

Punkt.PRERADOVIC: Dr. Paul Brandenburg – Von wegen Corna, was unser Gesundheitssytem wirklich krank macht

Gesundheitssystem in Gefahr! Intensivstationen voll! Pflegenotstand! Die Schlagzeilen dieser Tage wirken, als ob das Corona-Virus unser Gesundheitssystem in die Knie zwingen würde. Dabei gibt es dieselben Headlines in jedem schweren Grippejahr. Unser Gesundheitswesen ist extrem teuer, aber nicht sonderlich effizient. Und nicht nur das: 300 Milliarden Euro Kassenbeiträge werden jedes Jahr von unbekannten Menschen in undurchsichtigen Verfahren verteilt. Der Immunologe und Notfallmediziner Dr. Paul Brandenburg, seit langem Kritiker des Gesundheitssystems, klagt diese gewollte Intransparenz an. Ein Gespräch über Vetternwirtschaft, den katastrophalen Zustand der Pflege, mangelnde Bemühungen der Politik, Chipvieh, OP-Wut und die Abkehr von wirklich sinnvoller Medizin.

Milena Preradovic: milenapreradovic.com YouTube Kanal: Punkt.PRERADOVIC Twitter: punktpreradovic

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

Intensivstation voll gesundheitssystem in gefahr pflegenotstand das sind die schlagzeilen dieser tage und auch die gründe für die massiven einschränkungen aber ist an all diesen problemen wirklich dass Corona Virus schuld die gleichen schlagzeilen aus dem schweren grippe jahren sprechen dagegen eine weltweite studie aus dem jahr 2018 zeigt das deutsche gesundheitssystem ist zwar sehr teuer aber nicht sonderlich effizient weltmeister sind wir nur im entfernen von gebärmutter was läuft schief in deutschlands kliniken darüber spreche ich mit einem der sich seit jahren mit gesundheitssystemen krankenhäusern und notstand beschäftigt jetzt den punkt preradovic dr paul brandenburg hallo nach berlin und schön sie wiederzusehen danke für die einladung ich stelle sich jetzt noch mal kurz vor sie sind im monologe allgemein und notfallmediziner haben an der berliner charité und in japan studiert an der charité dann promoviert sie sind mitglied der deutschen gesellschaft für chirurgie der deutschen transplantationsgesetz schafft sowie der gesellschaft für tauch-und überdruckmedizin dann vorstandsvorsitzender von 1 bis 19 de das ist die bürgerinitiative gegen die bestehende corona politik außerdem haben sie den online-dienst die part gegründet wo menschen ihre patientenverfügungen selbstständig erstellen können generell kritisieren sie das deutsche gesundheitssystem und haben dazu auch das buch kliniken und nebenwirkungen geschrieben so jeden tag heißt es jetzt in den nachrichten die intensivbetten werden knapp und es wird suggeriert dass das vor allem an den ko witt 19 patienten liegt da hat die WHO jetzt übrigens die sterblichkeit noch weiter nach unten korrigiert wie sieht es denn aktuell auf den intensivstationen aus kurz und gut mit saisonüblich kann man sagen intensivstation sind ja über das jahr verteilt immer unterschiedlich stark belegt dabei gilt als faustregel die intensivstation besonders großer kliniken wo also ganz viele verschiedene eingriffe gemacht werden krankheiten behandelt werden sind tendenziell immer etwas voller als die intensivstation von kleineren krankenhäusern oder ländlichen der grundversorgung da ist es jetzt so im winter dass die intensivstation ihr etwas voller sind hier in berlin sogar in einigen kliniken wenn man ganz voll über eine gewisse zeit und da muss man gleich dazu sagen das ist vollkommen normal und kommt immer wieder vor schauen wir ein paar jahre zurück gab es original die gleichen schlagzeilen wie es heute über coby 19 gibt über die grippe erkrankten und damals hieß es um gott die intensivstation laufen zu in österreich wie in deutschland weil die grippewelle so schlimmes tut aber das eigentlich normalfall wenn eine intensivstation volles in einer region beispielsweise in berlin dann finden verlegungen stabs das ist nicht immer komfortabel für die angehörigen der patienten denn wenn sie das stunde fahrzeit haben beispielsweise nach frankfurt oder von hier aus ist das lästig aber das hat keinerlei auswirkungen auf die qualität der betreuung des patienten also haben wir keinen intensiv notstand nein definitiv nicht wir haben mal wieder eine phase der höheren inanspruchnahme von intensivstationen aber von notstand ist ja dann technisch zu sprechen wenn die vorhandenen ressourcen nicht das abdecken was wir behandeln müssen ja ein notstand ist dann wenn ich zu wenig möglichkeiten haben gegen etwas vorzugehen das ist ganz objektiv nicht der fall und die sind ja in den letzten monaten erstaunlicherweise sogar intensivbetten abgebaut worden ca 3000 wie passt das zusammen jetzt mit im grunde mit diesen hilfe wir sind zu voll schlagzeilen jetzt jetzt geht es zum eigentlichen thema und damit eigentlich in 1 wo man den menschen immer zu rufen muss bleibt kurz dabei das augenscheinlich so uninteressant wird immer gesundheitssystem in deutschland ist eigentlich etwas was in dieser momentanen lage unbedingt lohnt mal näher betrachtet zu werden und die antwort auf die frage liegt in der struktur unseres gesundheitssystems und in dem was in den letzten jahren in vielen jahren der gesundheitspolitik gemacht wurde da muss sich vorab noch was dazu sagen zu ihrer freundlichen vorstellung vorhin über mit wie bin auch mitgründer und vorstandsmitglied in einem branchenverband für die industrie das heißt ich bin als arzt und unternehmer sehr wohl in dieser gesundheitsindustrie auch als wirtschaft damit beteiligt das möchte ich ganz vorne weg stellen weil es nicht den eindruck erwecken soll dass ich nun von außen hier an der kritisiere ich nehme unserer unsere eigene rolle als industrie da überhaupt nicht aus wir haben ein gesundheitssystem in dem ganz vereinfacht gesagt nicht menschliche arbeitszeit nicht menschliche zuwendung den patienten gegenüber honoriert wird sondern die erbringung technischer dienstleister das wird dann oftmals in den medien taucht das auch wird das angerissen als die sprechende medizin wird nicht vernünftig bezahlt aber es bedeutet in der realität wirklich ganz hart das geld wird nichts für anständige und auch auf lebens würdige gehälter beispielsweise für pflegedienstmitarbeiter und krankenschwestern krankenpfleger verwendet sondern ist fließt tatsächlich in technische infrastruktur kann man ganz vereinfacht sagen die anreize für behandlungen im deutschen gesundheitssystem liegen grob falsch und die folge ist dass wir die unvorstellbare summe jedes jahr von 300 milliarden euro im gesundheitssystem umsetzen das ist das geld das von ihnen und allen anderen mitarbeiter angestellt und versiegelt das dann auch nicht verzeihen sie sind vermutlich nicht abgestellt aber jeder wieder angestellt und der krieg das direkt vom lohn abgezogen und dieser betrag von 300 milliarden euro der wird dann in diesem gesundheitssystem selbst verwaltet man muss da ganz plakativ sagen wir verwalten die frösche den eigenen sumpf nach fragwürdigen kriterien und in diesem system wurden betten abgebaut weil sie sich nicht rechneten weil sie unwirtschaftlich waren zu gewissen zeiten und wir erleben jetzt man genau hinschaut keine knappheit von intensivbetten oder beatmungsgeräten sondern wir erleben eine knappheit von qualifiziertem pflegepersonal und qualifizierten menschen die helfen können aber mit dem zusatz nicht in einem bereich das gebiet patienten in gefahr werden würde schon immer noch als ergänzung jetzt aber dieses problem gerade

das ist zu wenig pflegepersonal gibt das ist ja schon seit fast jahrzehnten eigentlich bekannt und niemand hat es bisher richtig angefasst also die politik hatte er hätte jegliche gelegenheit gehabt stattdessen kommt es dann zu vorschlägen wie in der Bertelsmann Studie von 2009 10 das man krankenhäuser schließen sollen dann gäbe es genug pflegepersonal für die übrig gebliebene was halten sie von solchen vorschlägen

da muss man auch immer genau hinschauen mit dem ersten augenblick oft falsch muss aber nicht falsch sein wir müssen mehrere faktoren anschauen es gibt einerseits die absolute zahl der betten beispielsweise der intensiv werden wenn wir die auf ganz deutschland betroffen sagte ich ja schon eingangs haben wir überhaupt kein problem mit der versorgung dann ist aber die große frage wie viele betten stehen in norddeutschland in süddeutschland und wie ist also die versorgung in dünner besiedelten und den besser bis liegen gebieten und hier liegt der hase im pfeffer wir haben durchaus in deutschland zu viele krankenhausbetten marke und populär klingen in einer phase die dieser aber wir haben in regionen wo die betten nicht benötigt werden teilweise viel zu viele in anderen teilweise sogar zu wenig und wenn jetzt die kosten frage gestellt wird muss man sehr wohl sagen größere kliniken arbeiten automatisch etwas kosten sparen das liegt daran dass man sich beispielsweise wäschereien teilt labore teilt das ist einfach wie in der wirtschaft üblich so ist in die gesundheitswirtschaft auch eine wirtschaft und es ist natürlich immer abzuwägen wie viel kann ich zentralisieren um kosten zu sparen und wieviel muss sich aber in der fläche lassen damit eben auch die menschen auf dem land nicht stundenlang fahren müssen für die vernünftige versorgung

zum beispiel durch den dadurch dass viele kommunale Krankenhäuser auch heute ja schon abgebaut werden ja das teilweise oder auch geburten stationen die sich nicht so richtig rechnen abgebaut werden dass teilweise die leute bis zu 100 kilometer fahren müssen und das war da frage ich mich natürlich kannst du nur um kosten gehen

Brandenburg: ja es geht nur um kosten die die brutale wahrheit in diesem gesundheitssystem ist leider die dass wir spätestens seit einführung der die richtlinien oder der existiert die gesetzes kann man sogar sagen eine system ändern zustand haben in kliniken nicht in praxen sondern in genau in dem die fall sogenannten fallpauschalen die entlohnung der klinik kolorieren einfaches beispiel ob sie oder ich mit einer blinddarmentzündung in die klinik kommen ist dann erstmal egal ich habe vielleicht an vier komplizierteren verlauf das heißt ich habe vielleicht stärkere schmerzen längere heilungsphase andere vorerkrankungen jung und fit wie sie sind sind die ganz schnell wieder draußen haben das prozent der sich gebracht die klinik bekommen vereinfacht gesagt den gleichen geld satz für sie und für mich kleine abweichung gibt es neben faktoren das bedeutet aber die klinik im umkehrschluss ganz wirtschaftlich einfach dass sie muss möglichst viele von ihnen und von mir behandeln ganz egal wie unterschiedlich sie sind und ohne in solar zu treten wir sind nicht in dem gleich biologisch sind wir sehr unterschiedlich ist kann man sicherlich sagen und sieben wir unterscheiden uns sicherlich auch hinsichtlich unserer gesundheit die klinik trotzdem den gleichen satz und sie muss nun durch wie das intern heißt durch hohe schlagzahl einfach sicherstellen dass sie geld verdient da aber die fallpauschale das maximum begrenzt dass man verdienen kann egal wie gut die klinik sich um sie jetzt kümmern mag oder um mich sie kann dadurch ihr geld nicht steigern in keiner weise schließt qualität oder behandlungserfolg mit ein was wird sie also tun neben der erhöhung der schlagzahl dann macht sie das gleiche was jedes große wirtschaftsunternehmen macht sie reduzieren ihre kosten und kosten im gesundheitswesen vor allem in der klinik sind immer personalkosten wir leben heute in einem zustand in dem ich sage es ganz bewusst menschenunwürdige arbeitsbedingungen herrschen für die ärmsten in der kette das sind insbesondere die die mitarbeiter der reinigungsdienste regelhaft sind das sind dass insbesondere frauen aus osteuropäischen nachbarländern oder süd osteuropäischen nachbarländern die zu pauschalierten stundensätzen beispielsweise ganze rettungsstelle rein das ist mir häufig früher passiert als ich als klinikmitarbeiter noch in der rettungsstelle sagst das wirklich spätnachts in den frühen morgenstunden war die damen durch kurzmann an wenigen stellen gewischt und desinfektionsmittel aufgetragen und sind wieder raus ich bin der sache nachgehen man habe festgestellt dass die nach der rechnerisch pro behandlungsraum drei bis fünf minuten hatten und es gab vorarbeiter die kontrollierten das dass diese zeit eingehalten wurde denn von diesen sätzen die sie bekommen haben der stundenlohn lag um die sechs bis sieben euro wurden noch straff setzte abgezogen wenn nicht in dieser zeit die reinigung abgeschlossen wurde das sind auswüchse eine eine outsourcing politik die wir sowohl im pflegebereich haben als auch in allen zuliefer bereichen das essen beispielsweise was regelhaft in den kliniken unerträgliche sondern körperverletzung grenzt wird tatsächlich für essenspreise von 50 cent bis 1 euro 50 pro person eingekauft und es ist der klinik zu einer großen wie der charité und vivantes konzern in berlin vollkommen egal wie die qualität dann die qualität darunter leidet das heißt am ende kommt immer weniger geld bei den menschen an die arbeit machen und die logische folge ist dass insbesondere der pflegeberuf und die die hilfs berufe in der medizin derartig unattraktiv sind dass niemand ist mehr machen möchte was ist die antwort unserer politik sie fabuliert über solche dinge wie import von krankenschwestern aus china oder aus fernost sie schon menschen zu importieren allein diese wortwahl ist aus meiner sicht verräterisch und offenbart ganz viel aber es bleibt wie es vor corinna war über dieses problem wird nicht gesprochen bzw dieses problem wird jetzt nicht angegangen mehr noch man kommt mit dem absurden argument dass man nicht mitten im rennen die fährte wechselt und nun ja daran nichts ändern kann ist gelte nun also dieses system zu schützen und zu erhalten aha man könnte es ja auch abschaffen die fallpauschalen oder das könnte man tun ich würde mich gar nicht festlegen ja das würde das würde gewissermaßen sinn machen einfach gesagt wenn man jetzt in die die fachdiskussion geht muss man so seriös sein dass das aufzudröseln und zu sagen hier und in jedem bereich müsste man das so machen das wichtigste was man tun müsste wäre die sich verabschieden in der medizin von der honorierung von technischen anlagen mit listen aber ich zu sagen dass wir diese hier eine krankheit die wir zu wahren man müsste hinkommen zu einer ergebnisorientierten bezahl weise in der tatsächlich so romantisch das jetzt klingen mag aber die zuwendung zum kranken menschen die zeit der zu wenn wir die intensität und auch die qualität der zuwendung entlohnt wird man kann vereinfacht sagen medizin qualität ist immer abhängig von der zeit die menschen haben medizinische leistung zu erbringen medizin ist kein vorgang wir auf drei knöpfe drücken und wo wir durch einen technischen vorgang etwas heilen können sondern es ist immer beschäftigung mit den menschen und begleitung eines menschen und da müssen wir menschliche zuwendung honorieren und das geht nicht wenn wir sie auf technische parameter wie na ja ein großer kritikpunkt der patienten ist ja auch dass niemand für sie zeit hat mit ihnen mal gespräche zu führen in krankenhäusern und ich meine gespräche sind ja auch wichtig wenn gerade die leute sehr krank sind das kann ihr ganzes leben verändern da redet dann keiner mit ihnen und gespräche sind ja auch für die heilung wichtig woran liegt das ich würde weitergehen gespräche sind nicht für die heilung wichtig sie sind das entscheidende die frühzeiten des arztberufes zurückschauen da war eigentlich so definiert dass der arzt in die prognose macht und den patienten hilft sie anzunehmen wir erleben ja gerade und ich bin ja ein exponent vertreter der technischen gesundheitsindustrie ganz klar aus von großer begeisterung habe ich auch meinen mann onlinedienst gegründet weil wir sehen dass die technik einiges besser kann als der menschliche arzt computer maschinen können sehr viel besser mit großen datenmengen umgehen können aus ganz vielen verschiedenen messwerte heraus viel zuverlässiger auch als gute diagnostiker sagen dies ist die jene oder diese krankheit das heißt wir leben heute wieder arztberuf sich wandelt aber je mehr wer dieses technische sie labor funktion diese technik funktionen durch die computer abgelassen um so mehr notwendigkeit erzeugen wir auch den menschen also den als arzt den patienten zu erklären was bedeutet das denn für mein leben nehmen sie als beispiel wieder die aktuelle corona situation und diese pcr test mittlerweile ist es in der allgemeinheit auch bekannt und durchgedrungen dass in diesem pcr-test mitnichten eine cola infektion bestätigt wird sondern es wird ein fragment einer virus rna nachgewiesen sie sehen an diesem ganz kleinen beispiel das ist wirklich etwas simples in der medizin jedoch so ein sachverhalt für den laien extrem komplex ist verständlicherweise und wahnsinnig viel erklärungsbedarf bis dann ihn bekannt ist was die konsequenz eigentlich ist dieses klassische aufgabe der ärzte und ich finde auch meinen berufsstand hat kapital versagt in der aktuellen situation weil da vollkommen andere eindrücke in der in der gesellschaft entstanden und soll heißen wir brauchen viel viel mehr möglichkeit dass sich ärzte und auch die anderen profis im gesundheitswesen psychologen ergotherapeuten physiotherapeuten all die die sich mit dem menschen befassen den menschen auch helfen mit seiner krankheit nicht nur klar zu kommen sondern sein leben darauf auszurichten die technischen leistung dürfen gerne maschinen machen darin nicht überhaupt nichts geschehen wir kommen gleich nochmal auf die krankenhäuser aber sie haben vorhin irgendetwas gesagt was das system ist unseres gesundheitssystems und dass das vielleicht etwas undurchsichtig sein könnte wie sieht dieses system aus also wir zahlen unsere krankenkassenbeiträge und wer verteilt dann das geld das ist eine sehr gute frage und genau da liegt tatsächlich meiner meinung nach ist dies der grund zu suchen warum das system so ist wie es ist und warum es vollkommen veränderungs feindlich ist wir haben wie gesagt die die riesige summe von 300 milliarden euro die jedes jahr einmal umgesetzt wird es war übrigens vor zehn jahren noch 100 milliarden euro weniger haben also in zehn jahren 100 milliarden euro kostensteigerung aus dem einfachen grund dass medizin und gesundheit hat einen sättigungsgrad hat sie können nur eine begrenzte menge essen irgendwann ist schluss und sie kaufen sich kein steak mehr aber gut fühlen uns gesund sein das hat natürlich gespürt keinen grenzwert das heißt solange wir angebot schaffen ist nachfrage meist auch da und hier fängt das problem an diese 300 milliarden euro wir gehen ins gesundheitssystem wir werden also abgezogen vom lohn werden dann zu den krankenkassen als verwalter verteilt kann man sagen und die kriterien nach denen nun die verschiedenen gesetzlichen krankenkassen die die vertreten rund 90 prozent der deutschen das heißt die b 10 prozent privaten können wir jetzt guten gewissens außen vor lassen wie dieses geld der gesetzlichen kassen verteilt wird entscheidet eine instanz von der die meisten menschen in deutschland noch nie etwas gehört haben die nennt sich gemeinsamer bundesausschuss oder gba und die hat einen vorsitzenden den so genannten unparteiischen vorsitzenden von denen die meisten menschen auch noch nie etwas gehört haben aber man kann sagen das ist so etwas wie der chef des gesundheitsministers es ist dem vorsitzenden des gemeinsamen bundesausschusses in der regel vollkommen gleich wer unter ihnen minister ist denn der gesundheitsminister hat ausschließlich kann man sagen das protokollarische vollmachten und disziplinarrechtliche das heißt er ist in diesem öffentlich rechtlichen system so eine art dienstaufsicht über die einzelnen instanzen wenn sie sich also unrechtmäßig verhalten dann kann und muss er eingreifen aber wie inhaltlichen fragen regelt die sogenannte selbstverwaltung ihren ihren chef aller zentrale der gemeinsame was vollkommen selbst deswegen tatsächlich die frösche verwalten den eigenen sumpf denn wer in diesem ausschuss sitzt das übrigen sie weder in erfahrung dass es vollkommen intransparent noch haben sie da richtig einfluss aufnehmen wir wissen nicht welche menschen da drin sitzen zum teil ist das zum teil wissen wir nicht welche menschen da drin sitzen die obersten sozusagen diese bekannte werden namentlich genannt in den unterausschüssen in den bestimmte dinge verhandelt werden wie erstattungsbeträge für für medikamente sind menschen drin die werden dann offiziell um sie vor bedrängung und lobbyarbeit zu schützen werden geheim gehalten damit sie in frieden arbeiten können sie gesagt politiker oder das sind das sind und vertreter von verschiedenen firmen das sind teilweise patientenvertreter dessen interessensvertreter jeder couleur das sind üblicherweise nicht die gesundheitspolitiker die sie aus dem bundestag kennen das heißt die haben sie nicht gewählt tatsächlich werden die mitglieder dieser ausschüsse beispielsweise von den deutschen krankenkassen entsandt und das funktioniert als protest ist und man sie dann obszönes beispiel im fall der aok nach einem besonders heftigen prinzip die allgemeinen ortskrankenkassen aok vertreten in deutschland rund 20 millionen versicherte 25 glaube ich sogar ist eine riesige gruppe und da finden nun regelmäßig sogenannte friedens war ein statt das heißt die augen legen ihren geschäfts zentralen listen aus an einem tisch in ihrer in ihrem aus und waren dass sie oder ich als versicherte der aok nun kommen und dafür und dagegen stimmen sich aufstellen lassen oder nicht aufstellen wenn sie nicht kommen weil sie vielleicht gar nicht wissen dass die liste da liegt dann gilt sie mit ablauf eines gewissen datums als gewählt das ist dann eine friedens war da bekommen sie oder ich weiß nichts davon mit aber diese menschen die dort dann gewählt wurden werden dann von der kasse als aufsichtsratsmitglied der krankenkasse auch in den gemeinsamen bundesausschuss entsandt und das kann man nun mit verschiedenen begriffen bezeichnen ich denke zumindest kann man das in transparenten und wir können davon ausgehen dass in diesen sogenannten sozialwahlen die allermeisten menschen überhaupt nicht wissen worum es geht wen sie da eigentlich wählen können und welchen einfluss sie haben das heißt das allerschlimmste dieses bestehenden gesundheitssystems ist ein unvorstellbares ausmaß an intransparenz und an mangelnder demokratie und wenn man nach der veränderung sucht oder im ansatz ist meiner überzeugung nach auch der überzeugung vieler anderer experten genau diese problematik ein ganz zentraler und die sind nicht bekannt also das sind ja interessensvertreter wie sie gesagt haben die sollen also als lobbyisten im grunde die sollen geschützt werden vor anderen lobbyisten er hat diesen creation das ist die argumentation die drehens natürlich um und sagen moment mal hier gibt es ja auch patientenvertreter aus verschiedenen gruppen die vertreten ja nun die interessen der patienten das ist sicherlich korrekt aber das sind dann patientenvertreter für bestimmte bereiche bestimmte krankheiten die vollkommen legitim diese diese betroffenen vertreten nur dadurch dass wir sie in transparent machen dass wir sind den schützen in anführungsstrichen entziehen wir sind natürlich auch der öffentlichen debatte und es ist vollkommen richtig dass diese menschen natürlich ohne äußeren druck und bedrohung arbeiten müssen na das kann ja auch von interessen der industrie oder anderen ausgehen die frage ist nur ob das insgesamt ein vertretbares system ist wenn so einige wenige die mit oft nicht klaren gegen benannt werden über diese unvorstellbare summe entscheiden am ende ja es kann jetzt auch keiner ganz kurz es kann jetzt auch keiner nachprüfen ob diese patienten oder überhaupt diese interessensvertreter nicht auch sagen wir mal mit pharmafirmen oder anderen irgendwie verbandelt sind das ist die natürliche folge das problem ist dass wir diesen bereich mehr oder minder vollständig der journalistischen berichterstattung entziehen wenn wir schauen in den vergangenen wochen und monaten haben immer wieder mehrere journalisten geklagt und als prominente in berlin über das verwaltungsgericht am ende ja sogar für mich bis zum bundesverwaltungsgericht haben geklagt auf die offenlegung der mitgliederlisten und oft auch die offenlegung von protokollen aus verschiedenen sitzungen da sind die meisten verfahren noch in schwebe da gab es am anfang erfolge der klasse den gegner wieder dagegen tatsächlich ist es so dadurch dass sie keiner presserechtlichen oder kann der presse überprüfung zugänglich sind wissen wir eben auch nicht was wurde hier mit wem gesprochen das ist ein ganz zentraler punkt bei den bundestags protokollen jede journalistin kann sich da informieren kann schauen wer hat was gesagt und in dem bereich von 300 milliarden der elf prozent unseres bruttoinlandsprodukts entspricht das ist also eine unvorstellbare marktmacht die auch sozialpolitik betreibt da haben wir wissentlich vor einem blinden fleck und das ist natürlich etwas was die politik weiß und was sie ganz bewusst seit vielen vielen jahren und jahrzehnten so belässt und dem sie nicht verrückt und an wen gehen jetzt dann diese 300 milliarden wir gehen erst einmal an die kassen im wesentlichen zwei weitere auszahlung und in die kassen als als treuen da kann man sagen sind ja öffentlich rechtliche instanzen man kann vereinfacht sein behörden die dann nach maßgabe der festlegung des gemeinsamen bundesausschusses weiter bezahlen das heißt im gemeinsamen bundesausschuss wird festgelegt diese und jeder behandlung ein ekg in der praxis eines kardiologen für frau preradovic das kostet schon zu viel und dann wird es über weitere instanzen über andere interessensvertreter über die sogenannten kassenärztlichen bundesvereinigung letztlich einem niedergelassenen arzt bezahlt oder von der von der krankenkasse direkt an die klinik nach einem gewissen bewertungs satz und hier ist genau der knackpunkt dieser ausschuss und seine unterausschüsse die legen eben fest welche leistung wird wie bezahlt und das wird meist ist das so gestaltet auch das gewicht in diesen ausschüssen es so gestaltet es gibt vertreter der ärzteschaft es gibt vertreter der kliniken es gibt vertreter der kassen und die müssen sich nun einigen meistens kommt dabei ein patt heraus so sind die mehrheiten konstruiert dass dann immer stimme gegenstimmen ist sehr sehr oft kommt dem so genannten unparteiischen vorsitzenden dann die die entscheidende stimme zu damit er diese diese uneinigkeit auflöst in aller regel findet es aber so stark dass man sagt nun ich stimme jetzt so du stimmst dazu so macht man regelhaft kompromisse und man man kann auch argumentieren dass auf diese weise natürlich bei bestehen der intransparenz so eine art vetternwirtschaft entsteht auch wenn es jetzt sehr sehr anklagen klingt wir haben halt keine instanz die nachher unabhängig prüft und sagt ist dass jetzt auf basis medizinischer erkenntnisse wirklich die beste verwendung des geldes und ist das wirtschaftlich der große irrtum peter menschen ist jetzt schon ein dass die krankenkasse diese instanz werden dass die kasse jetzt ein interesse daran hat dass viel geld gespart wird aber wenn man näher hinschaut ist die struktur der kasse eben eine ganz andere man muss sagen eine krankenkasse hat keinerlei interesse im deutschen gesundheitssystem 1 cent geld zu sparen oder irgendwo qualität herzustellen ja wenn sowas so geheim ist geheimer als die geheimdienste quasi ja dann kommt man schon auf die idee dass dargestellt wird das heißt wenn die sich untereinander alle einigen da können die quasi machen was sie wollen und das kann auch gemessen könnte auch gemauschel leben ganz so ist es im sinne unbedingte des gesundheitswesens und schon gar nicht im sinne der patienten unbedingt so ist es irgendwas gesundheitssystem hat nach meiner persönlichen überzeugung den patienten zu dienen und danach leitet sich der rest ab das heißt auch dass es den beteiligten des gesundheitssystems zu dienen habe ich bin der überzeugung diese beteiligten die pfleger die ärzte brauchen menschenwürdige und auch anspornende und gute arbeitsbedingungen insofern haben die auch berechtigte interessen aber dieses grundproblem mangelnder transparenz erzeugten notwendigerweise natürlich selbstbedienungsmentalität das ein problem ist sicherlich die schon angesprochene struktur der krankenkassen man sieht sie ja sehr oft im krankenkassen inszenieren sich gern sehr modernen sie tun dann sehr wie eine servicezentrale sie sprechen von kunden seit einigen jahren aus meiner sicht auch ein absurder vorgang ein patient ist niemals ein kunde ich habe als arzt im gesundheitssystem immer eine derartige überlegenheit dann alter professor von mir sagt bisher treffen sie ziehen sich einen weißen kittel ich schau die tief in die augen und sagt frau prijovic ich mache mir sorgen ist es nicht so dass ich manchmal einziehen verspüren werden sie schnell dazu neigen zu sagen ja natürlich dr lassen wir es uns mal überprüfen also vom kunden zu sprechen in der gesundheit ist schon eine eine erste eine erste unseriosität es sollten wir eigentlich abschaffen und diese kassen sind eigentlich behörden und sprechen ja in ihrem geld auch vom haushalt also wieso eine behörde wie eigentlich ein staatsgebilde verwaltet eine kasse eine haushalte man muss verstehen die kasse hat nun als ein einnahmeproblem es kann der kasse eigentlich egal sein wie viel sie ausgibt denn wenn sie ein einnahmeproblem dann hat mehr geld braucht was passiert dann da sie dreht sich um zur politik und teilen die kassen auch stets gemeinsam nicht eine sondern gemeinsam mit sehr geehrte damen und herren minister wir brauchen mehr geld und es kommt dann der politik zu dieser erhöhung zu verkünden das ist also eine sehr geschickte trennung unliebsame aufgaben auch der gesundheitsminister ist ja sicherlich froh dass er jetzt nicht sagen was von radowitz wir bezahlen ihnen leider nicht mehr diese und jene operation politisch durchaus unschön er möchte damit wir nichts zu tun haben so teilt man sich eben diese aufgaben aus sicht der handelnden ist das sehr gut zu verstehen es ist sicher nicht eine richtige für die patientinnen und patienten laut einer studie der oecd von 2009 10 hat deutschland die höchsten pro kopf ausgaben für arzneimittel in der eu da stellt sich natürlich gleich die frage wie mächtig ist die pharmaindustrie im deutschen gesundheitswesen klingt fast nach einer rhetorischen frage und ich muss mich auch hier auch durchsetzt haben mal ein jahr für die pharmaindustrie gearbeitet um zu erfahren wie es eigentlich auch ist auf dieser seite der der industrie man muss zur pharmaindustrie sicherlich sagen das ist die einzige industrielle wann ich zumindest weiß die jedes jahr über 10% gewinnzuwachs verzeichnet die pharmaindustrie ist tatsächlich noch in einem traumhaften zustand der aus sicht der industrie und sie hat in deutschland die höchsten renditen die höchsten gewinnmargen in ganz europa deutschland ist der signal mark ist der testmarkt für alle einführung von medikamenten europa weil hier einfach so große so große gewinne gemacht werden dass es ein wahnsinnig lukrativ ist hier an den markt zu gehen das vorausgeschickt muss man sagen es ist auch über eine selbst dafür bezahlen bzw ein effekt unsere einstellung zur medizin ist ja mitnichten so dass die pharmaindustrie sie oder möglich zwingt irgendwelche tabletten zu nehmen es ist ihnen sicherlich auch noch nicht passiert ist die geklopft haben sagen sie müssen das jetzt tun und auch unsere politik hat uns noch nicht gezwungen wir fragen als deutsche versicherte wirklich in rekordzahlen auch pharmaprodukten tatsächlich ist das so bestens nachgewiesen der durchschnittliche patient empfindet seine arztbesuch in der praxis nur dann als erfolgreich wenn er ein rezept gehalten hat zum arzt ist also ganz egal weswegen er kommt jetzt gesetzte erwartungshaltung ich brauche ein rezept woher kommt also dieses konsumverhalten kann man schon sagen und das ist sicherlich sind dann sicherlich sehr viele verschiedene faktoren aber wir haben in den letzten jahren immer und immer mehr unser gesundheitssystem als eine technische dienstleistung begriff in der die ärzte mit medikamenten oder mit mit technischen handlung etwas reparieren und wir finden es völlig normal dass wir gegen adi kilani und gegen edi philipp das ist natürlich ein grund falsches medizin verständnis und eine grundfalsche inanspruchnahme des gesundheitssystems das ob und wie die pharmaindustrie so ein verhalten und fördert ist keine andere in sehr ausführlichen berichten da legen wir wissen alle dass natürlich die pharmaindustrie mit entsprechenden werbemaßnahmen mit marketingaktionen mit politischer einflussnahmen so etwas tut da muss ich ganz ehrlich fragen oder sagen dass ich das nur begrenzt für für unethisch heute und für begrenzt unzulässig es ist nichts klare interesse der pharmaindustrie tabletten zu verkaufen es braucht aber ein korrektiv an ärzteschaft und gesundheitssystem was dieses war er habe interesse der pharmaindustrie gegen gewichtet mit aufklärung des patienten und entsprechende strukturierung des gesundheitssystems nach meiner sicht muss man da ansetzen ja

es ist ja so sie haben ja gerade selber gesagt meistens bekommen die patienten ihre rezepte für arzneien vom arzt wie laufen denn eigentlich die beziehungen zwischen ärzten und der pharmaindustrie also ich erinnere mich früher gab es da die ganz dicken geschenke ich glaube das ist verboten oder wie läuft es heute ab

das ist seit langen jahren verboten muss man sagen das gibt der in der pharmaindustrie also darin ein branchenübergreifendes rechtsgültiges verfahren dass keine geschenke mehr über 60 euro gemacht werden können bzw nicht nur geschenke sondern keine bewirtung, das heißt sie müssen selbst bei kongressen immer sehr stark aufpassen dass auch das getränk nicht zu teuer ist,dass das Essen einfach ist nein tatsächlich muss man sagen die die durchdringung der pharmaindustrie mit rechts mechanismen wie ist extrem jeder schritt wird begleitet von an weltlichen verfahren es ist tatsächlich etwas das ich vollkommen im bereich des legalen abspielt das macht es nicht besser also es ist nicht mehr so dass die pharmaindustrie durch durch übermäßige geschenke und große reisen die ärzte kauft das sicherlich nicht aber natürlich befördert sie weiterhin die erwartungshaltung des patienten gegen mein problem gibt es eine pille das geht ja so weit wie diabetes hiv gar kein problem mehr nicht wenn sich diese diese anzeigen anschauen dann sehen junge gesunde menschen die strahlend eine kleine pille in den wänden hoch halten und es wird suggeriert dass alles sei überhaupt kein problem er macht mir keine sorgen ist es ist ja zu lösen die sind nachfrage halt und bei patienten ist ganz klar da dem arzt wird seitens der industrie auch gesagt naja du kannst natürlich dagegen angehen oder du machst du das einfach zu nutze ja das warum denn warum dagegen kämpfen die menschen fragen ist so nach und tatsächlich behoben sie bei ärztlichen kollegen wenn sie das beispiel mehr antibiotika nehmen wir wissen alle dass dazu viel verschrieben wird sie beobachten dass die zu anfang ihrer praxistätigkeit den patienten noch umständlich aufklären und sagen ja sie haben eine erkältung und auch schnupfen husten heiserkeit aber nein ich verschreibe ihn kein antibiotikum das wäre jetzt falsch denn das was sie haben es höchstwahrscheinlich nicht bakteriell patient hört nur ich trinke ein antibiotikum der geht zum nächsten arzt und sagt ich will aber ein antibiotikum sitzt ein älterer kollege der sagt ja warum diskutieren hier haben sie ihr rezept jetzt können sie sagen da haben sie recht naja es die aufgabe der ärzte ihr die brandmauer zu sein und und so zu den patienten aufzuklären dann sage ich ihnen natürlich als arzt wenn ich meine praxis zu führen habe und den wirklich überschaubaren betrag von einmal 30 euro im quartal dafür bekommen dass ich mit ihnen reden egal wie lange ich mit ihnen reden quartal ich bekomme einmal 30 euro dann überlege ich mir als arzt natürlich warum diskutiere ich jetzt mit frau privates gewicht dann ist sie draußen und dann kommt der nächste und ich krieg den nächsten 30 euro und das ist für praxen die wirklich nicht im bereich des luxus operieren an geld umsetzen dann ein echtes existenzprobleme noch eine andere geschichte harvard wissenschaftler haben deutschland in einer studie von 2018 zum weltmeister im entfernen von gebärmutter gekürt und bei gelenkprothesen da gibt es immerhin bronze und das heißt dass in deutschland generell überdurchschnittlich viel operiert wird woher kommt diese op gut sehr gute frage das lässt sich fortsetzen wir waren davor viele jahre lang weltmeister im herzkatheter untersuchung durchführen umgerechnet auf die bevölkerung lässt nicht den absoluten zahlen sondern pro 100.000 bewohner hatten die spitzen zahlen wir hatten auch spitzenzahlen bei rückenoperationen für die die techniker krankenkasse nachgewiesen hat dass und halten sie sich fest rund 81 prozent vollkommen sinnfrei sind das wurde an keiner stelle widersprochen von den fachgesellschaften müssen oder einfach schweigend zur kenntnis genommen haben dass viele europäische und natürlich ist hat sich auch nichts verändert wenn besagtes buch was ich an meinen verfasst habe ist ein viele jahre alt ich habe mir das vor kurzem mal angeguckt verglichen wir dann muss man da ‚mal nachfolger schreiben eigentlich nicht also es ist wirklich alles sogleich gewinn wir haben vor allem in deutschland eine fast schon abgerechnet und operation gläubigkeit und und eingriffs gläubigkeit was die medizinern geht und einen so stark so starke technisierung tendenz und so eine so starke tendenz unser eigenes körperliches funktionieren als technischen prozess abzuschreiben oder aber dazu verstehen ich kann mir nur so erklären dass daher diese unglaubliche gläubigkeit kommt was ein verfahren geht es gilt nach wie vor als eine als schwarze medizin oder als weiche medizin oder als teilweise ja auch immer noch als frauen neigung dass man mit seinen ärzten spricht das gegenteil ist eigentlich der fall wir brauchen eine viel stärkere konzentration auf die zuwendung zum menschen ein unglaublich großer teil der menschen die auch in die rettungsstelle gelaufen kommen jeden tag in deutschland hat keinerlei somatische beschwerden sogar der großteil dieser menschen hat kann eine körperliche erkrankung und beschwerden sondern lag beispielsweise an sozialer vereinsamung und psychischen beschwerden und schlichtweg an den ganz vielen seelischen problemen die nicht durch tabletten in erster linie behandelt werden können aber noch mal zurück zu den apps sind denn alle krankenhausärzte dieser meinung dass man so viel operieren muss wie die operierenden sind der meinung die nicht operieren sind nicht da kann man ganz vereinfacht sagen tatsächlich ist es so ich habe beispielsweise selbst längere zeit in einer klinik gearbeitet die senioren operation durchgeführt ist normalen verlauf der klinischen ausbildung wechseln die abteilung als diese besagte tk studie heraus kamen mit den 81 prozent rücken operation fragte ich meinen damaligen oberarzt der spezialistin grübel das von operation was er denn dazu sagen hatte gerade ein mettbrötchen im bund zuckte mit den schultern und sagt natürlich und ich war damals noch junge junger assistent war ich geschockt aber warum machst du es dann wollte er sich weit vor schaute mir tief in die augen und sagte lieber paul ich bin spezialist für wirbel sondern operationen das ist eine evolutionäre nische die ist ganz schmal da geht es ihm als es einfach gesagt sowie einem piloten der eine a380 maschine fliegen kann wenn der nicht mehr diese spezielle funktion ausführen kann dann kann der tüten kleben dann kann er im supermarkt konserven einsortieren und das problem ist für diese hochspezialisierten menschen die sich auf diese art von prozeduren gestürzt haben deren gehalt ist an die ausführung dieser prozeduren gekoppelt gerne auch über sogenannte erfolgshonorare sind sie dann also am sie anteile an diesen operationen was wird dieser spezialisten und also tun ihnen von der operation abgeraten oder ihnen dazu anraten eine rhetorische frage ich weiß aber in der tat ist das ein eisenharter interessenskonflikt ja mein vater war chirurg und er hat mir immer gesagt lass dich bloß nie am rücken operieren ja also ich meine wahrscheinlich weil ich eine tochter war ich meine er war kein rückenspezialist aber das ist ja schon im grunde weiß man das schon ziemlich lange ja also dass tom schrecken und fließt ja oft nach hinten auch losgehen also das ist doch schrecklich also wichtig für alle für alle patienten die jetzt vielleicht zu schauen sollten und eine rückenoperation anstehen haben es ist mitnichten so dass jede rückenoperation immer falsch ist absolut nicht der fall ist gibt selbstverständlich glasklare indikation für operation am rücken punkt das vorausgeschickt der ein riesiger bandscheiben op da ist doch besser vielleicht yoga kann man so pauschal seriös auch nicht sagen eine gute alte rede in der medizin ist keine diagnose durch die hose sie dürfen das sagen ich darf das nicht sagen denn tatsächlich muss man sich und das mag jetzt furchtbar banal klingen aber das ist der kern des problems bei operationen jeder patient muss individuell angeschaut werden ich muss als hero gerade als chirurg meinen patienten anschauen und die eigentliche kunst der operation das sagen wirklich gute chirurgen davon habe ich auch einige betroffen seien jetzt die eigentliche kunst der ok findet vor dem operationssaal stand das ist die auswahl des operationsverfahren und des richtigen patienten und das ist die grundregel die indikation muss stehen das heißt der medizinischen grund für die operation muss da sein und wenn den ärzten jetzt aber eine große menge geld geboten wird um diesen grund etwas weiter auszulegen ist es wohl den ärzten vorzuwerfen aber ändern können wir nur wenn wir dieses system angehen wir müssen weg von dieser finanzierung aber wie sieht es eigentlich heute in krankenhäusern aus gibt es noch den halbgott in weiß oder werden entscheidungen inzwischen jetzt demokratischer gefällt das waren zwei fragen auf einmal den halbgott in weiß gibt es im krankenhaus tatsächlich schon ganz lange nicht mehr zumindest tatsächlich nicht der wurde vor längerer zeit einmal entthront oder aus dem olymp geschmissen spätestens seit dem betriebswirt und die chefs in krankenhäusern sind heutzutage ist kein arzt mehr direktor eines krankenhauses ist sei denn er hat den kittel an den nagel gehangen und hat ein bwl zusatzstudium gemacht dann kann er als betriebswirt chef sein aber der arzt das heute immer immer abhängig von den weisungen des betriebs würden das ging soweit in meiner zeit hier in berlin der charité und vivantes da wurde tatsächlich von den klinikleitung angesagt welche medikamente zur verfügung stehen und welche nicht und zwar vom betriebsrat habe ich als junger assistent einfach damals gemalt hat es mir egal die chefs wurden kreidebleich die fanden das eigentlich ganz toll weil diese chefarzt und auf der alten schule empfand es natürlich zu recht als absolute erniedrigung das ist bis heute ein wesentlicher konstruktionsfehler dass krankenhäuser von von kaufleuten geleitet werden eine bäckerei würden sie auch nicht von einem erfahrenen mit kfz mechaniker leiten lassen und dann der von dem ich immer mehr vorschriften machen lassen sie sich schlechterdings absurd dass das so ist aber die ärzte wurden oder das primat des geldes gestellt es hat sehr viele sehr gekränkt und das hat sicherlich eine generation getroffen die an patriarchaler arbeitsweise und auch muss man klar sagen frau und wendigkeit beispielsweise kaum noch zu überbieten war in der alten chirurgie herrschte ein ton und auf eine einstellung die noch heute sie erröten lassen das ist vorsintflutlich im selbstverständlich mittelalterlich in der menschenführung auch das übrigens einen grund dafür dass wir heute erleben dass die ärzte im deutschsprachigen raum österreich deutschland und der schweiz absolut primitiv absolut rück ratlos sind ihren ihren vorgesetzten gegenüber keinerlei standing zeigen wenn es mal darum geht im interesse des patienten auch gegen die politik anzugehen und wir erleben wirklich in der arzt sozialisierung das muss man ganz klar sagen auch das war für mich damals grund dieses buch zu schreiben ganz klar eine eine konditionierung des jungen mediziners zum kritiklosen unterstützer dieses altvorderen systems und die tatsache dass man betriebswirte an die spitze gesetzt wurden hat die sache paradoxerweise noch verschärft weil tatsächlich erleben sie bei vielen ärzten und ich habe vorhin diesem diesen rhythmik europe zitiert erleben sie bei vielen gesagt ein gekränkten ärzten dann auch die haltung naja wenn die uns schon das sozial prestige genommen haben und wenn ich schon hier nicht mehr der große chef bin dann habe ich es mir verdient jetzt auch vernünftig abzurechnen das ist tatsächlich eine häufig gehörte argumentationslinie da wird wirklich gesagt naja die abrechnung hier mag etwas speziell sein ich lange menschen zu aber das steht mir nach all den jahren auch zu und das ist natürlich ein konvolut an einen konzern eine menge von verschiedenen gründen da zusammenkommen aber nur aus dieser historischen entwicklung kann man wirklich heute verstehen welche desolate lage haben ja also ich meinen betrieb also wenn wenn geld leute krankenhäuser leiten dann weiß man worum es geht nämlich nicht unbedingt um den patienten ist es denn wahr dass kassenpatienten in krankenhäusern schickt sie heißen ungefähr 90% dann nicht unbedingt in krankenhäusern aber in arztpraxen auf jeden fall ein üblicher eine übliche bezeichnung tatsächlich leitet sich ab leitet sich ab von diesen kleinen versichertenkarten die haben ja früher vor allem nur gesetzlich versicherte erhalten mittlerweile haben viele privatversicherungen die auch und tatsächlich war das eine abschätzige bezeichnung für krankenkassen für allgemein versicherte oder gesetzlich versichert vor allem in arztpraxen ja ok eine frage gibt es eigentlich standards für krankenhäuser die wieviel spezielle op sie durchführen müssen wieviel notfallpatienten sie behandeln müssen und im training zu bleiben gibt es irgendwie sowas wonach man krankenhäuser eigentlich messen kann da gibt es jetzt mehr als die sich tatsächlich vorstellen kann wage ich zu unterstellen die flut an an gesetzlichen regelungen die krankenhäuser zu erfüllen die ist gar nicht mehr zu überblicken die frage ist gibt es standards die abzielen auf einen nachweislichen nutzen in der qualität und da wird die anzahl ganz ganz dünn beliebt ist es beispielsweise und das wird jetzt ein parforce-ritt weil wir ansonsten sicherlich nicht die zeit dazu haben beliebt ist es kein häusern vorzuschreiben wie viele apps von einem verfahren sie in welchem jahr man lässt sie kriegen vorgeschriebenen gross ein gewisser raum sein muss in dem eigene stadt zu finden wie hoch der kachel spiegel dort ist in diesem raum die die beleuchtung der auszusehen hat wird alles vorgeschrieben was allerdings wie so häufig nicht vorgeschrieben wird sind dinge wie viele menschen an mitarbeitern zur verfügung stehen müssen um diesen eingriff durchzuführen sie merken dass eine ist eine sachkosten frage und das andere seine personalkosten frage wir sehen also wenn wir uns die flut dieser stabilisierung anschauen eine auffallende häufigkeit an vorschriften was mal so einrichtung technische dinge angeht und eine auffällige abwesenheit von vorschriften die auf dauer wirklich kosten verursachen würden nämlich vorschriften wie viele pflegende pro patient sind da ganz einfaches beispiel in der schweiz in der ich länger gearbeitet habe haben sie eigentlich nie den fall dass sich mehr als das mehr als zwei patienten auf eine intensivpflege fachkraft kommen das heißt diese intensiv pflegefachkraft hat zeit sich im tag am zwei patienten zu kümmern in deutschland haben die situation dass bis zu sechs patienten von einer intensiv fachkraft betreut werden und das grenzt an ein lebensgefährlich denn dort komplikationen auftreten was auf der intensivstation immer passieren können dann ist sehr schnell ein großer teil der patienten ohne schutz hier bräuchte es eine vorschrift und die gibt es nicht im frühjahr wurden ja die pflegekräfte laut beklatscht auch von der politik die auch gesagt hat ja das müssen wir alles ändern gibt es eigentlich irgendwelche schritte die bis jetzt getan wurden um dieses pflege problem diesen pflegenotstand in den griff zu bekommen von der politik nein diese handvoll sport wird als damals alles total ist blablabla das haben sie jetzt gesagt ja tatsächlich tatsächlich ist es ja auch so damals habe ich mich sehr gefreut über direkt von einer krankenschwester ich glaube hier aus berlin die sagte sinngemäß nachdem großmundig angekündigt wurde es gibt eine pauschale von 1000 euro einmalig für das jahr hilfe die hat sinngemäß gesagt steckt euch diese pauschale doch sonst wo hin was ich brauche sind brauchbare arbeitsbedingungen in meiner sonstigen arbeitszeit und man muss ganz klar sagen auch so gab es klagen dass diese dame gesagt hat sie hat recht wenn sie als krankenschwester jedes zweite wochenende schichtarbeit haben nicht bei der familie sind wenn sie dort in zwei oder drei schicht system am ende des monats vielleicht um 2000 euro nach hause tragen oder ein wenig mehr auch noch und die hälfte der zeit gar nachts gearbeitet haben dann stellen sie fest wenn sie morgens in den spiegel schauen dass nicht nur das geld auf dem konto 1 0 ist wenn sie familie haben sondern dass sie mit 50 jahren aussehen die 70 das muss man ganz klar so sagen den ärzten geht es oft nicht anders bis auf den kleinen aber feinen unterschied dass wir erheblich mehr geld verdienen das ist auch nicht luxuriös für krankenhausärzte aber sicherlich eine ganz andere liga man muss klar sagen die arbeitsbedingungen vor allem die arbeitszeiten und die entlohnung für pflegepersonal sind obszön und sie sind ein wesentlicher grund dafür dass wir knappheiten abend im deutschen system und inge die politik das an können sie sich sicher sein dass die massiven widerstand von den krankenhausgesellschaften bekommen würde denn diese personal faktoren würden natürlich massiv die wirtschaftliche lage der krankenhäuser wollen kunst muss ich auch sagen wir müssten dann ehrlich miteinander sein müssten in der politik die diskussion führen in der gesellschaft welche leistung im gesundheitssystem wollen wir müssen wir können sozialbeitrag bezahlen also wollen wir solidarisieren und welche dinge müssen die ehrlicherweise vielleicht auch individualisieren denn der kostentreiber im gesundheitssystem sind nicht die intensivpatienten die paar tausend die wir dort für viel geld behandeln wir sind bei einer volkswirtschaft von 88 millionen menschen 190 millionen menschen in deutschland nicht der wesentliche faktor tatsächlich es ist ein oftmals sehr starkes konsumverhalten von patienten inanspruchnahme von medizin aus kartellgründen die im großen stil die kosten zeit und das ist auch keine schöne botschaft die ein gesundheitsminister ans volk bringen ja also wir sehen im pflegebereich tut sich nichts in der digitalisierung allerdings einiges da sehen ja viele das heil im gesundheitssystem ja also die digitalisierung alle viele daten zusammen bringen aber das geht natürlich oft auf kosten des datenschutzes beim neuen implantate register errichtungs gesetz zum beispiel können die daten des patienten beliebig weiter gegeben werden ohne dass er ein nicht sparen sagt zum wohle der allgemeinheit sehen sie den abbau des datenschutzes im gesundheitssystem kritisch jetzt muss ich noch mal vorweg schicken ich bin ja gründer geschäftsführer eines digitalen des unternehmens ich bin auch branchenvertreter als vorstand des verbandes ging ja nicht mehr ernst gefragt klar ich sagst du noch mal davor weil es sonst schnell so den eindruck erweckt dass ich das gerne den feindlichen möchte ich sehe mich aber immer bei allem was ich tue sage ich ihnen ganz ehrlich in er zu mindestens 51 prozent als arzt da komme ich hier das war für mich der grund alles andere zu machen und die reihenfolge ist ganz klar ist kommt zuerst und einzig der wille und der wunsch des patienten und danach kommt aus meiner sicht in irgendeiner form das interesse der allgemeinheit das bezieht übrigens auch impfen genauso wie auf die weitergabe von da ich bin der überzeugung und das ist auch die ganz klare der situation im arztberuf und an den universitäten der arzt hat keinerlei recht irgendetwas mit dem körper dem dem wohl oder den daten des patienten zu unternehmen was der patient nicht ausdrücklich oder implizit wünscht das heißt mit zustimmung geht das ohne nicht und ich sehe sehr wohl ein problem darin wenn wir wie das ja amerikanische internetunternehmen in anderen bereichen führen jetzt in der medizin anfang die tatsächliche daten weit auszuholen indem wir das mit durch zustimmungsverfahren die der patient kommen noch überblickt dazu kriegen das ja nun also überall zugestimmt hat und wir daten beliebig weiter gehen das halte ich für unseriös das halte ich für qualitativ schlecht weil wir dadurch ja auch einen graubereich erzeugen also 1 1 so ähnlich wie das mit dem gemeinsamen bundesausschuss der fall ist so eine eine ebene über die wir nicht groß reden wollen und wo dann plötzlich firmen und unternehmen geld verdienen mit diesen daten das halten wir übrigens auch als branchenverband für falsch ihm wird klar sagen dass diese daten der patienten sehr wohl ein ganz wichtiges gut für die forschung sind wir müssen in den einverständnis mit wunsch des patienten und auch unter aufsicht des patienten nach seiner maß aber verwendet werden aber die hoheit musste patient haben das darf nicht unterlaufen werden ansonsten geraten wir eine situation die zentrale in der impf diskussion menschen haben angst dass die zwangsimpfung kommt ich persönlich glaube nicht dass die politische zwangsimpfung kommt aber wir erleben natürlich mit seinem verhalten wie von quantas dieser australischen fluglinie die dann sagt aber nur noch die impfte dürfen mitfliegen die menschen haben verständlicherweise angst dass ansonsten ihr selbstbestimmungsrecht effektiv ausgehöhlt wird das halte ich für absolut fatal wenn wir das vertrauen in diese daten behandlung fällt dann können auch unternehmen in mainz zu machen ich würde sagen dass ein sehr schönes schlusswort vielen dank dr paul brandenburg nach berlin ich danke den vogel hat ja leute es liegt also einiges im argen im deutschen gesundheitssystem und niemand in der politik hat so richtig großes interesse daran etwas zu ändern was können wir tun na ja wir könnten zum beispiel unseren abgeordneten beine machen dann nimmt die politik die bürger vielleicht wieder als das war was sie eigentlich sinn nämlich die chefs ich wünsche euch eine gute zeit ihr chefs da draußen und bis bald [Musik]

Helios Kliniken: Aktuelle Belegungszahlen Intensivbetten deutschlandweit

Die Zahl der Neuinfektionen allein ist noch nicht aussagekräftig darüber, ob unser Gesundheitssystem mit der Pandemie umgehen kann. Entscheidend ist die Lage in den Kliniken. Um diese Informationslücke zu schließen, stellen wir die Angaben für alle Helios Kliniken täglich auf unserer Webseite zur Verfügung

Prof. Dr. Andreas Meier-Hellmann, Helios Geschäftsführer Medizin (CMO).

https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/

Club der wahren Worte: Dr. Reiner Füllmich „PCR-Klage“ eingereicht

Webseite clubderklarenworte.de Interessante Dokumente: clubderklarenworte.de/dokumente/ Youtube Kanal Langemann Medien
Zur Zeit ist die Webseite aus unbekannten Gründen nicht erreichbar!

Langemann Medien: PCR-Klage eingereicht. Update Dr. Fuellmich. Öffentlich einsehbar.
Datensparsame, Resourcenschonende Audio Podcast Version

Diese Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt und anschließend von der Redaktion überarbeitet.

Markus Langemann, ich bin Polizist in diesen Stunden möchte ich sie zunächst darauf hinweisen dieses Video hier gleich zu sichern Wir haben keine Garantie dafür dass diese Plattform hier Meinungsfreiheit oder journalistisch seriöse Arbeit künftig weiter ermöglicht deshalb gleich zu Beginn der Hinweis wenn sie weiter in Kontakt mit uns bleiben wollen dann abonnieren Sie bitte den kostenlosen Newsletter den Link finden Sie unter dem Video oder auf der Seite Club der Clan porte de so können wir sie auch dann mit validen Informationen versorgen wenn andere kommunikationskanäle nicht mehr zur Verfügung stehen über den Newsletter und die Webseite informiere ich sie im übrigen häufiger und kurzfristiger als hier über den Video Kanal

Für viele Menschen war die vergangene Woche sehr bewegend aus politischer Sicht extraordinär bedeutend für die Parlamentarier in Berlin die das infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht haben bewegend war die Woche für jene die gegen dieses Gesetz protestiert haben vor Ort am Heimatort oder auch nur im Herzen die Woche war sicher auch bewegen für jene Polizisten die den Wasserwerfer bedient haben in Berlin um die Menschen zu beregnen nicht mit Wasser zu beschießen Menschen die von ihrem demokratischen Grundrechte Demonstration gebraucht hatten die Woche war bewegend weil eine Juristin Strafrechtlerin Jessica Hamed  in einem 17 seitigen Brandbrief an die Länderchefs und alle Parlamentarier 2 Tage vor der Abstimmung im Parlament einen offenen Brief schrieb in dem sie anmahnte Verantwortung zu übernehmen und das Gesetz so nicht auf den wegzubringen

Propaganda in der DDR und dem Dritten Reich

ja und die Woche war bewegend für engagierte Menschen weil Videos gelöscht wurden sogar ganze Kanäle youtube hat auch hier ein Interview mit dem Juristen Doktor Rainer für mich gelöscht das ich für internationale Zuschauer extra nochmal transkribieren ließ um es mit englischen Untertiteln zu versehen und die vergangene Woche war bewegend weil youtube parallel aufwendig produzierte Propaganda Videos der Bundesregierung verbreitet die videoserie über die Bundes Marine und die Videos nix in Edeka werbe Optik Style diese Kriegsveteran Opas für die Streaming konditionierten instar Idioten für die Regie der Kampagne # BesondereHelden zeichnet Jano Ben Chaabanee verantwortlich der auch schon für die ARD tätig war und über sein Dramaturgie Verständnis sagt ich zitiere:

„Ich versuche alles leicht zu überhöhen um damit auch die Freiheit zu schaffen Dinge behaupten zu können die der Zuschauer sonst vielleicht nicht kaufen würde. Da kommen Kameraeinstellung und Ausstattung Farbkonzept nicht Musik Schnitt aber auch eben Figuren Zeichnungen Story zusammen alles muss schön und schon in der Vorproduktion in der Gesamtkonzeption mitgedacht werden“

Diese Social Media Video Pille hat nicht dann an Leni Riefenstahl denken lassen sie hat mal über ihren parteitagsfilm Triumph des willens gesagt Zitat Wo liegt meine Schuld ich kann bedauern ich bedaure dass ich den Parteitagsfilm 34 den Triumph des willens gemacht habe ja ich kann aber doch nicht bedauern dass ich in der Zeit gelebt habe nächste was Herr rabanne man muss nicht jeden Job annehmen für den Reichs Film dramaturgen Fritz Hitler war der Film als Gattung übrigens ein perfektes propagandamittel weil er alle Bevölkerungsschichten eher emotional als intellektuell anspricht und weil seine Wirkung auf den rezipienten intensiv und deshalb dauerhaft ist Es gibt viele Publikationen zum Thema Film und ns Zeit wollen sie vielleicht etwas über die Wirkung von Propaganda lesen Ich stelle ihn auf der Webseite unter clubderklarenworte.de/dokumente die Masterarbeit einer Studentin der Universität Wien über Leni Riefenstahl „Triumph des Willens“ zur Verfügung zum Download sie finden die Arbeit aber auch anderenorts im Netz betreut hat die Arbeit übrigens Professor Oliver hart Kolb Er hat eine Professur für neuere Zeitgeschichte und ist Mitglied des Senats der Uni Wien seine forschungsschwerpunkte sind NS perceptions Geschichte und Kultur und Medien Geschichte Siegfried krakauer war jonah List und filmtheoretiker die filmförderung badenwürttemberg hatte ihm sogar einen Preis gewidmet und eine seiner hauptthesen ist dass die faschistische Film Propaganda den Zuschauer manipuliert indem sie seinen Intellekt unterdrückt und sein Gefühl mobilisiert er schrieb mal im visuellen Bereich wird viel davon Gebrauch gemacht das Bilder direkt unsere Bewusstsein und nervensysteme ansprechen viele Mittel werden nur eingesetzt um beim Publikum bestimmte Emotionen wachzurufen klar Propaganda aber noch wichtiger scheint mir Einblick in die Anatomie der Staatssicherheit der ehemaligen DDR auf Club der klaren Worte unter ebenfalls Download stelle ich Ihnen das Staats Sicherheits Handbuch zur Verfügung Ich empfehle ihnen dringend ein Blick mindestens auf Seite 286 und folgende unter Punkt 262 Formen Mittel und Methoden der zersetzung können Sie vieles nachlesen was ihnen möglicherweise bei der Betrachtung der aktuellen Situation in diesem Land bekannt vorkommt:

Bewährte anzuwendende Form der Zersetzung demnach sind systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufs des Ansehens und des Prestige auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer überprüfbare und diskreditieren Dr sowie unwahrer glaubhafter nicht widerlegbare und damit ebenfalls diskreditierende Angaben zielstrebige Untergrabung von Überzeugungen im Zusammenhang mit bestimmten idealen Vorbildern usw und die Erzeugung von zweifeln an der persönlichen Perspektive örtliches und zeitliches unterbinden beziehungsweise Einschränken der gegenseitigen Beziehungen der Mitglieder einer Gruppe Gruppierung oder Organisation auf der Grundlage geltender gesetzlicher Bestimmungen.

Das Buch ist übrigens kein Geheimnis sondern sie finden es öffentlich zugänglich in der deutschen National Bibliothek und das ist ja auch ein Phänomen der Neuzeit alle Daten und alle Fakten sind öffentlich zugänglich und dennoch setzen sich Erzählungen durch Erzählungen vieler leitmedien die ein komplett anderes meinungsbild in der Öffentlichkeit Zeichen und Politiker machen sich diese native auch zu eigen indem sie immer und immer und immer wieder die gleichen Bilder verbal zeichnen nicht selten mit falschen zahlen

Falsche Zahlen zur Intensivbetten

Auf der Seite clubderklarenworte.de finden Sie auch unter Dokumente ein Dokument aus dem Bundesgesundheitsministerium mit dem Titel Covid-19 die Lage am 17.11. Darin können Sie sich ab Seite 15 über die tatsächlich belegten Intensivbetten sich informieren Bayern so die Kommunikation der bayerischen Staatsregierung ist ja das Epizentrum des Corona Ausbruchs und deswegen kurz ausgewählt ein paar bayerische Standorte:

Quelle: Video Screenshot einer RKI Veröffentlichung des RKI vom 17.11.2020

Augsburg 931 Intensivbetten, 28 sind belegt, ein Bett mit Covid-19, Rosenheim 181 Intensivbetten ,57 sind belegt, 2 mit Covid-19, Hof 2, Aschaffenburg 2, München Landkreis 0, Kempten 2, Bad Tölz 5 und so weiter. Schauen sie einfach selbst nach es ist wichtig sich in diesen Tagen über vertrauenswürdige Quellen zu informieren

Kontakt zum Gesundheitsamt München

Gestern erst hatte ich telefonischen Kontakt mit einem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes München, beziehungsweise einer Mitarbeiterin die Kontakt mit mir aufnehmen die Mitarbeiterin beziehungsweise der Mitarbeiter möchte ungenannt bleiben. Klar verständlich diese Quelle sagte mir

Circa 50% der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in München stehen nicht hinter den Maßnahmen, zahlreiche Mediziner schütteln nur den Kopf, nicht wenige der Kolleginnen und Kollegen würden sich niemals impfen lassen

so diese Quelle und auch innerhalb der Polizei in allen Bundesländern gibt es wachsendes Unverständnis immer mehr Beamte verstehen offenbar die Volksvertreter nicht mehr bleibt die Frage offen wen vertreten die Volksvertreter noch.

Klage Dr. Reiner Fuellmich gegen Volksverpetzer

Klageschrift: PDF Download

Abschließend Stelle ich Ihnen heute ein Dokument von Dr. Reiner Fuellmich zur Verfügung es ist die am Nachmittag des heutigen Tages eingereichte Klage die erste Stufe der juristischen Aufarbeitung des drosten PCR komplexes ist da klagen strategische juristische Instrumente sein können um bestimmte Ziele zu erreichen muss man sie manchmal auch erklären und genau darum habe ich Doktor für mich heute am Nachmittag gebeten hier ist das heute geführte Gespräch

Langemann: Herr Doktor Fuellmich, heute ist Montag der 23.11.2020 vor fast 2 Monaten haben zumindest wir beide zum ersten Mal miteinander gesprochen damals ging es um eine große Sammelklage die sie vorbereiten sie haben in den letzten 2 Monaten sehr viel gearbeitet und auch selber publiziert. Heute ist für sie glaube ich ein ganz besonderer Tag denn heute ist eine Klage rausgegangen und diese Klage die sollten sie uns ganz kurz erläutern, denn man sieht als Absender der Klage Doktor Wolfgang Wodarg und der Beklagte ist Philip Kreißel. Wer ist Philip Kreißel?

Fuellmich: Philip Kreißel gesagt Autor die eines Mediums das sich Volksverpetzer nennt. Dieses Medium und seine Autoren nennen sich wiederum „Fact Checker“ ähm sind aber in Wahrheit anderes als Verleumder weil sie im Auftrag von Anderen ganz offensichtlich und mit Geld von Anderen dafür eingesetzt werden alle coronakritischen Berichte beziehungsweise Coronamaßnahmen kritischen Berichte und Meinungsäußerungen mit möglichst viel Schaum vorm Mund, das macht mir dann auch besonders unsympathisch zu verunglimpfen.

Wir haben diese Klage für Doktor Wodarg erhoben weil wir 2 Dinge auf ein Schluss damit erledigen können also 2 mit einer Klappe bekommen können. Zum einen ist es eine Äußerung rechtliche Klage von diesem Personen vorgeworfen wird er würde lügen Wer unter anderem wenn er behauptet die geehrte ungeeignet sind zur Feststellung von Infektion. Diese Klage hat für uns den Vorteil dass die Beweislast dafür dass hier gelogen wird auf der anderen Seite liegt. Wir müssen nicht beweisen dass Wolfgang wo das die Wahrheit sagt sondern wir müssen beweisen Entschuldigung sondern wir müssen wir die Klage anhängig machen und sagen das stimmt nicht was Wolfgang Wodarg sagt entspricht der Wahrheit habe ich ausführlich dargelegt dieser Klage teilweise sehr technisch weil der Unterstützung von hochkarätigen Wissenschaftlern haben sie sich in diesem Bereich zehnmal besser auskennen als jeder Jurist, aber Ich glaube auch dass die Klage insgesamt zumindest die ersten 2 Drittel etwa so verträglich sind dass sie für jedermann nachvollziehbar ist

Der zweite Punkt ist der das im Zentrum dieser Klage gleichzeitig die PCR-Tests stehen denn das ist das Hauptanliegen dieser Person wenn sie Wolfgang wo der vergisst, natürlich packen auch gleich wieder in die rechte Ecke und in Verschwörung und alle und der übliche Blödsinn den sie da von sich geben, aber im Zentrum steht jedem der PCR-Test und für uns ist klar nach der von allen möglichen Seiten angegriffen wird -beziehungsweise behauptet er sei als noch plus Ultra Gold Standard, weil dieser PCR-Test, wohlgemerkt der Drosten PCR-Test, so als auch weltweit weil dieser PCR so genau sei ist für uns klar dass ein absolut Wunder Punkt ist brechen das den kaputt so wie es bereits von paar Tage ist am 11.11. war das ein portugiesisches Berufungsgericht getan hat dann bricht das Kartenhaus zusammen. Warum bricht das Kartenhaus zusammen nun es steht erstens inzwischen fest dass die Gefährlichkeit des Virus mit 0,14% Infektion Mortality Rate, also Mortalität bezogen auf die Infektion etwa der Gefährlichkeit eines normalen Grippevirus entspricht. Bundes steht zweitens fest dass es noch nie einen nachgewiesenen Fall einer asymptomatischen Infektion gegeben hat. das sind ja die beiden Kernbehauptung mit in die Welt in Panik gehalten wird Achtung ihr müsst Angst haben vor jedermann weil Wer gesund aussieht keine Symptome hat er kann gefährlich sein deswegen Maske auf. Wenn das weg ist dann brauchen wir keine Angst vor jedermann zu haben sollen wir müssen so wie immer und einfach nur vorsehen wenn sie jemanden sehen der Symptome hat wenn er nicht sowieso von allein zu Hause bleibt weil ich mit deinen Kopfschmerzen Halsschmerzen unwohl fühlt und der zweite ist der PCR denn wenn der PCR-Test äh wie wir nachweisen können wie unter anderem auch der doof Gerichte Portugal angenommen hat wenn der PC er nicht in der Lage ist Infektion festzustellen was haben wir denn da weder eine Welt eine Welt umfassende schlimmes Krankheitsgeschehen noch haben wir irgendwelche Infektion sollen Wir haben das was wir immer haben der ganz normale Katze mit vielleicht ein bisschen mehr Coronaanteil und dann bricht das Kartenhaus Gera die diesen Corona-Hawks will ich jetzt auch mal nennen brauchen um ihre eigene Agenda durchzusetzen zusammen

Langemann: Lassen sie uns nochmal für uns juristisch nicht kundige verstehen und nicht versuchen zusammenzufassen sie benutzen Doktor Wolfgang wodak und die anwürfe denen er sich ausgesetzt sieht oder sah durch einen gewissen Philipp Kreißel von den sogenannten Volksverpetzern, sie benutzen also diese anwürfe um innerhalb der Klage die rund 54 Seiten umfasst im hinteren Teil dann auf den PCR Test zu kommen, zu verweisen und damit den Beklagten zu zwingen helfen sie mir weiter den beklagten zu zwingen um den Nachweis erbringen dass Wolfgang wodarg falsche tatsachenbehauptet.

Fuellmich: Wir wissen ja wir wissen ja lange man das Wolfgang wodarg hier falsche Tatsachen behauptet sondern viele Preise und Co sowie diverse andere sogenannte „Fact Checker“ das aufmachen facture wieder inzwischen wissen ich hatte ihn ja vor der Aufzeichnung gesagt Es gibt ja gerade senatsanhörung in den USA daraus ist ersichtlich geworden dass die Tech Industrie also FaceBook, Twitter unter Google äh youtube zusammenarbeiten im Rahmen ihrer Zensur und externe sogenannte „Fact Checker“ ausdrücklich anstellen und bezahlen dafür dass die unliebsame Meinungen als falsch diskreditieren. Diese Klage hat einmal den Vorteil daß wir den Patch ackern so ein bisschen auf auf den auf den P Brücken ich hab da auch ein wunderbares Gutachten von Prof. Martin Schwab eingebaut in dem über das Totalversagen der Mensch Medien jetzt müssen aber gleich sagen die Kaperung der Menschen Medien durch die Konzerne geschrieben wird und hinten drin aber das zieht sich durch die ganze Klage hindurch gibt in der Sache im Kern um die PCR-Test.
Der Vorteil den wir hier in dieser besondere klageform haben ist der daß diejenigen angreifen beweisen müssen dass da wo da gibt das könnte schwierig sein weil der Kern der gesamten PCR-Test Auseinandersetzung ist ja sogenannte Drosten-Protokoll Er war derjenige der mit Hilfe der who die das ganze weltweit empfohlen hat die PCR als Goldstandard sozusagen für die Feststellung von Infektionen propagiert hat die ganze Welt hat nachgemacht und das entscheidende Papier stammt vom 23.1.2020, wird gerade von einem Dutzend glaube ich Sachverständiger aus aller Welt angegriffen ist im Detail auseinandergenommen worden, wir haben Teile der Argumentation in dieser Klage, demnach muß dieses Papier weiß nicht nur schwer unwissenschaftlich ist das kann ja mal passieren einer irgendwie schlecht schlafen hat und ein Haufen mit super verbringt sondern offensichtlich gezielt in wissenschaftlich ist um so viel wie möglich positive Testergebnisse zu produzieren die man dann wiederum als Fälle und als Infektion bezeichnet danach muß dieses Papier retracted werden zurückgezogen werden mal sehen ob das passiert jedenfalls diese Argumentation der die ich alleine gar nicht bewältigen könnte weil Ich bin Anwalt und und als Jurist habe ich diese Kenntnisse gar nicht aber diese Argumentation haben wir hier von wirklichen echten korrigieren die teilweise selbst PCR-Testhersteller sind haben wir die bekommen und die habe ich in diese klare mit eingebaut also wir meinen dass diese Klage sehr stark ist und Wie ist die Blaupause für alle anderen klagen die in dieser Weise weltweit jetzt erhoben werden

Langemann: Also ich fasse zusammen: In dem Fall die Klage von Doktor Wolfgang Wodarg so wie sie es eben gerade gesagt haben als Blaupaus, im Grunde genommen als Handbuch für viele andere Juristen weltweit. Was ist übrig geblieben von der großen Sammelklage?

Fuellmich: diese Klage die ich jetzt gerade hier in in Deutschland einreichen sie ist Bestandteil auch der Sammelklage in den USA soll die Woche glaub ich spätestens nächste Woche eine von einer Reihe von Klagen rausgehen. Auch die konzentrieren sich alle auf die PCR-Tests die eigentliche Schadensersatz Sammelklage kommt da also wir wollen ja die Pflöcke einschlagen klarzumachen dass der PCR Test ich Ich weiß noch also simpel ein aux ist und nur als reines Mittel des Terrors benutzt wird um eben die Bevölkerung unter Kontrolle zu behalten mit dieser Panik Nummer daran zu hindern irgendwelche Fragen zu stellen und die eigentliche Agenda dieses berüchtigten „The Great Reset“ durch zu also eine Art der Konzern beherrschte Machtstruktur weltweit zu installieren und zu festigen wenn das einmal klar ist so wie es jetzt portugiesische Berufungsgericht klar gemacht hat dann glauben wir ist es kein problem mehr Diejenigen die für Diesel ähm pandemie für diese inszenierte andini verantwortlich sind und damit meine ich nicht die Skype Calls oder die Leute deren Fäden andere ziehen also Dorsten usw das sind das sind die Partner die da vorne kannst auch für äh sondern diejenigen die wirklich verantwortlich sind das sind die großen Konzerne aus der Pharma und der Tech Industrie die ganz offensichtlich beteiligt sind das sind die mit den Deep Pockets solange die Amerikaner und das sind die die am Ende bezahlen müssen möglicherweise auch mit ihrer wirtschaftlichen Existenz

Langemann: Wenn man sich die Klage anschaut dann ist sie eigentlich so eine Art argumentatives Handbuch und ich könnte mir ganz gut vorstellen dass neben Juristen auch Bürger in diesem Land Interesse haben so eine Klage einfach zusehen um vielleicht auch zu verstehen, dürfen die Menschen diese Klage in den Händen halten oder machen sie sich damit eines vergehens strafbar?

Fuellmich: Na diese Klage ist öffentlich weil wird ein öffentlicher Rechtsstreit daraus entstehen die Angreifer sind ja eben weiß öffentlich Wer sich ins öffentliche Licht beliebt der kommt gegebenenfalls darin umgebracht man immer oder die bildzeitung hat noch ein bisschen platt formuliert werden mit uns hoch geht muss auch ab und zu mal nach unten fahren viell das heißt also selbst in einer mündlichen Verhandlung die wird ja auch öffentlich sein da kann jeder teilnehmen der will also gibt es auch keinen Grund zu sagen diese Klage ist geheim sondern Wolfgang wodarg hat kein Problem damit dass die veröffentlicht wird die ist ja dafür da der Öffentlichkeit weltweit als Orientierungshilfe zu

Langemann: wann ist mit einem Ergebnis ähm dieser klageeinreichung schrägstrich mit einem Urteil zu rechnen typischerweise sind solche Verfahren und es ist ein reines Hauptsacheverfahren Wir haben kein Eilantrag drin weil wir eben in die Beweisaufnahme wollen ohne dass wir da vorher unnötig Zeit und Energie verschwenden typischerweise ist in einem solchen klar Verfahren mit einer Entscheidung in innerhalb von 9 Monaten oder einem Jahr zu rechnen. Das ist aber ja nur ein Teil unserer Strategie das ist der Kern Teil der Strategie aber Es gibt ja viele viele Kollegen die insbesondere im verwaltungsrecht im verfassungsrecht unterwegs sind die können und werden, das auch in verwaltungsgerichtlichen Rechtsstreit einbauen diese PCR Test Argumentation so wieder in Portugal ja auch der Fall gewesen ist man dann festgestellt dass es Freiheitsberaubung wenn man Leute aufgrund der Ergebnisse eines komplett und zuverlässigen Test in ihrem Hotelzimmer einschließt weil sie positiv getestet waren was auch da übersetzt worden war bis dahin jedenfalls mit infiziert und krank aber den Kollegen die jetzt in die Verwaltungsrechtsstreite einsteigen werden ich hab von Anfang angesagt Mensch Leute benutzt das hier das ist der Kern von allem das ist der Dominostein mit dem bricht das ganze Kartenhaus zusammen die machen das jetzt auch und da werden dann Eilanträge drin sein und dann können wir nur hoffen, das muss man immer wieder betonen, dass wirklich die dies der letzte Rettungsanker der Demokratie ist und dass es da genügend Richter gibt die einfach geltende Recht anwenden mehr braucht man nicht wenn äh bei streitigen sachverhalten muss im Zweifel Beweis erhoben werden und dieser Beweis kann Satz darin gibt es aus meiner Sicht überhaupt keinen Zweifel nur so ausfallen wie ist ja der Erfinder von PCR-Tests Kary Mullis immer wieder gesagt hat, dieser Test kann keine Infektion kann keine Krankheiten feststellen, er ist nicht für diagnostische Zwecke überhaupt auch nur zugelassen. Wenn gleichzeitig vielleicht sogar auf wissenschaftlicher Basis ähm das berühmte oder eher berüchtigte Drosten-Paper also zurückgezogen werden muss dann bricht das Kartenhaus tatsächlich zusammen und ich persönlich rechne damit dass wenn jetzt amerikanischen die australischen und ändere Kollegen die ja ebenso argumentieren werden weil Wir haben gemeinsam besprochen in vielen vielen vielen Zoom Konferenzen, ich persönlich rechne damit dass wenn die damit an den Start gehen und da ist ja eine Beweisaufnahme unvermeidlich da kommt ein Licht auf die Idee zu sagen auch so dass der in meinem Ermessen ob ich Beweisaufnahme machen oder nicht wenn die damit an den Start gehen wird sehr schnell Wirkung haben weil jeder Depp erkennen kann dass aufgrund von Äußerungen aus der Pharmaindustrie hochkarätige Äußerungen wie Mike Yeadon oder Roger Hodkinson (Canada) aber natürlich auch der Professoren um Prof. Ulrike Kämmerer  und andere das aufgrund solcher Äußerungen das Ergebnis nur genauso lauten kann wie es von Berufungsgerichten Lissabon festgestellt worden ist diese PR Test sind ungeeignet für die Feststellung von Infektionen und plötzlich haben wir keine äh corona panini mehr sondern für jedermann sichtbar das ja genau das was andere Seite versucht zu verhindern indem die Menschen Medien eben ähm ja mit dem investiert wurde sondern Wir haben eine PCR Test von demis eine reine inszenierte pandemie

Langemann: Herr Doktor Fuellmich, vielen dank für das Gespräch keine Ursache die Klage ist wie gehört öffentlich und sie können Sie auch auf der Webseite Club der klaren Worte unter Dokumente herunterladen nur wenn sie tatkräftig unsere Arbeit unterstützen können wir auch weiter informieren deswegen vielen dank für ihre Zuwendungen vielen herzlichen dank dafür und bis zum nächsten Mal.

Boris Reitschuster: Trotz Corona – Intensivstationen bauten Betten ab

Der mysteriöse Bettenschwund!

Intensivbetten sind in Corona-Zeiten besonders wichtig. Von ihrer Zahl hängt ab, wie viele schwer Erkrankte behandelt werden können. Mit der Gefahr, dass zu wenige solcher Betten verfügbar sind, werden ganz wesentlich der Lockdown und die schwerwiegenden Einschränkungen der Grundrechte begründet. Da die Krise seit Februar bekannt ist, sollte man also davon ausgehen, dass Politiker und Mediziner alles tun, um die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten zu erhöhen. Umso überraschender ist, dass ein Blick in das offizielle Intensivregister zeigt, die Zahl solcher Betten ist in den vergangenen Monaten gesunken. Hier stellt sich die Frage: Warum?

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punkt-preradovic: PCR-Tests vor Gericht – mit Mag. Gerold Beneder

Die Grundlage aller Corona-Maßnahmen sind die PCR-Tests. Nun sollen die Tests in Österreich vors Verfassungsgericht. Der Wiener Anwalt Gerold Beneder hat die Klage bereits fertig. Er sieht gute Chancen, da die Tests ja unter anderem nicht für medizinische Diagnosen zugelassen sind. Beneder, der schon wegen der Maskenpflicht klagt, sieht keine Notsituation in Österreich. „Wir haben eine reine Testpandemie!”, so der prominente Anwalt. Ein Gespräch über Massentests, eine versteckte Impfpflicht und Krankenhäuser, denen jetzt die Mittel gestrichen werden.

Milena Preradovic: milenapreradovic.com YouTube Kanal: Punkt.PRERADOVIC Twitter: punktpreradovic

Quelle: https://punkt-preradovic.com/pcr-tests-vor-gericht-mit-mag-gerold-beneder/

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

Normalerweise ist Österreich der kleine Bruder Deutschlands aber in der Corona-Krise schreitet Kanzler kurz vor an lockdown 1 kam erst in austria dann zog Deutschland nach und der zweite Lockdown ist im Alpenland härter als in deutschland bislang zumindest der neueste kurz plan Massentests wie in der Slowakei ab 5. Dezember und weil die deutsche Politik und vor allem der Bayer Söder sich gerne an kurz orientieren lohnt es sich mal einen Blick nach Österreich zu werfen vor allem weil sich dort auch an der juristischen front einiges tun darüber spreche ich mit einem der jetzt die PCR-Tests vor Gericht bringen will also die Grundlage für alle Maßnahmen jetzt den Punkt.PRERADOVIC.

Hallo Magister Gerold Beneder nach Wien liebe Grüße symbolische in wien!

Ich darf sie kurz vorstellen sie sind in österreich ein bekanntes anwalts gesicht aus fernsehberichten und zeitungen sie sind magister der rechtswissenschaften und seit 20 jahren anwalt in wien dann sind sie gründungsmitglied der anwälte für grundrechte und gründungsmitglied des neuen außer parlamentarischen untersuchungsausschusses in österreich und sie gehen gegen die chor ohne einschränkungen vor das verfassungsgericht sie haben eine klage gegen die masken pflicht laufen und bereiten weitere klagen vor mal zur einordnung die deutschen denken ja gerade dass in österreich die Hölle los ist wegen der hohen positiv getesteten zahl der bayerische Ministerpräsident Söder warnt jetzt sogar vor skiurlaub in österreich und auch angela merkel will so heißt es keine österreich urlaube für deutsche aber wie sehen sie die lage so aus dem land heraus herrschte ausnahmezustand ich hab schon seit monaten hier in österreich wir haben eine test hdmi und das soll heißen dass man die tests weglassen würde dessen pcr tests dazu die akademie nicht viel aufbauen würde ich habe mal die aktuellen zahlen für heute angeschaut um dieses gefahrenpotenzial denn zu schätzen wir haben heute ungefähr 6.000 positive tests bei 33.000 durchgeführten Tests ja und wir wissen ja mittlerweile als routinierte sehr ihres kanals da sind positiver test ja noch nicht heißt dass jemand erkrankt ist dass jemand infektiöse et cetera wir haben in acht monaten in österreich 2097 tote die an oder mit Corona gestorben sind wir wissen die sind nicht obduziert worden ich habe in unterlagen in der kanzlei liegen die im wesentlichen sagen dass bis zu 40% die nicht ursächlich an carola gestorben sind so weit mit corinna gestorben sind das heißt dass auch die relation setzen wir haben das nach monaten ungefähr 55.000 Tote in österreich unter von zehn rund 2000 mit oder an koma gestorben und es gibt keine über sterblichkeit keine über sterblichkeit in österreich genauso wie in deutschland wir haben 4.300 Spitalsbetten von 7.000 belegt wobei ich sagen möchte er spielt alles wird dazu da dass die betten aufgelegt sind also sagt es sind weit weg von überlastung des krankenhaus systems und wir haben 687 Leute auf intensivstation von ungefähr 2500 Betten also das hat auch mal intensiv belastungen sehr weit entfernt das heißt aus meiner Sicht haben wir keine wiederum situation in österreich sondern wir haben eine test pandemie die sich so dass nach 33.000 oder noch mehr tests am tag machen das andere über 2000 tests pro woche und sie können sich vorstellen wann dieser test zum teil falsch positiv ist das hat meiner auffassung ist uns als zweiter laden bestätigt ist haben wir keine bittere situation erst recht für maßnahmen gesetze und standards gesetze und verordnungen im wochentakt unter die bevölkerung bringen aber es heißt ja auch in der in der presse in österreich also die krankenhäuser sind die intensivbetten seien überlastet pflegepersonal knapp und das wird natürlich durch die schließung der schulen noch knapper weil die kinder ja dann ohne aufsicht sind auf der anderen seite und das ist höchst interessant wie die regierung nächstes jahr die Krankenhausfinanzierung um 130 millionen euro kürzen und die groß angekündigte pflegereform soll auch nicht kommen wie passt das zusammen meine interpretation ja wir haben jetzt maßnahmen wir uns eine neue kubik 19 obst maßnahmen verordnung wo sich das krankenhauspersonal und die die es dass die das pflegepersonal wöchentlich testen lassen muss und wir haben zeit gehabt jetzt acht monate wir haben seit märz der erste locken wollte eigentlich schon in österreich hätten als acht monate zeit kommt uns vorzubereiten für die angeblich drohende zweite welle muss ich nach monaten passiert mehr oder weniger nichts es sind keine betten dazu geschaffen worden was ich weiß in österreich und deutschland sondereffekten noch abgebaut worden da frage ich mich warum mache ich das wenn ich so große angst haben vor einer zweiten welle das internet weitere kapazitäten schafft während notquartiere schafft hören vielleicht noch 1000 betten dazu gibt sondern eher die die betten herunter fahren meine interpretation ist ich habe so viele auflagen im kranken personal ja ich muss schutzkleidung tragen muss handschuhe tragen muss einen schutzanzug fragen etwas maske tragen vielleicht diese zwei maske diese schweren maßen dass er gewisse tendenz bestehen könnte dass man die leute in den altenheimen kann man mehr betreuen kann und dann gewissermaßen in die spitäler über schickt und die späte lassen aber nicht dafür geschaffen pflege instruments verbringen das könnte eine der ursache sein dass das system des pflegepersonals krankenhauspersonal so belastet durch tests da gibt’s ja auch passiert ist in dem verkehr gezogen durch schutzmaßnahmen ezb dass man hierdurch auch noch an weiteren druck auf die krankenhaus belegungen ausgeübt aber wie gesagt ich bin der mann fakten und zahlen und der wissenschaftliche untersuchungen ich reagiere nicht so wirklich auf diese zurufe diese dagegen aus medien und regierungspressekonferenz nicht schon mal die nackten zahlen akten zahlen sagen wir haben riesige tests zahlen wir haben kopf vor Monaten noch 3000 s3 und s4 produzieren damit positiv positiv getestete läutet in quarantäne gehen ganze familien wenn uns gefällt es jetzt mit fehlern gene wie gräber müssen dazu sperren wegen der quarantäne waren zugesperrt cent liegen wir hier notfalls verordnungen das heißt für mich ist das auch von der belastung der protoss situation nicht nachvollziehbar das gravierendste argumenten das haben wir ja schon gehört vom montag hatte packte wir haben und bh wo wir haben ein bier wurst ja so ungefähr von der gefährlichkeit vergleichweise tim frazer virus und wegen dieser ungefähren vergleichbarkeit mit dem ranger sperren metz ganze branchen zu spät die hotellerie zu den fremdenverkehr zu die gastronomie zu kunst und kultur wird zugesperrt also bei einer bedrohungssituation vergleichbaren info interviews und wie kommen wir jetzt mal zum neuesten unterfangen der regierung ab 5 dezember sollen in österreich massentest starten ja erst an lehrern dann an polizisten und kurz vor weihnachten an der bevölkerung es heißt die tests sind freiwillig was glauben sie was passiert wenn ein lehrer oder ein polizist das sind ja staatsbedienstete sagen ich will nicht wieder rausholen zur angewohnheit gemacht ich nehme die sachen erst ernst wenn sie wirklich da sind ich reagieren nicht mehr auf die zurufe von irgendwelchen regierungs pressekonferenzen oder jemand verlautbart dass ich beschäftige mich damit wenn dann wirklich das gesetz und die verordnung da also meiner meinung nach gibt es derzeit keine ausreichende gesetzliche grundlage für massentests wir haben zurzeit das epidemie gesetz und so steht drinnen wenn ich krank bin oder wenn ich krankheits verdächtig bin und der ansteckung verdächtig ging sondern der schwammige begriffe dann muss ich mich testen lassen und ansonsten ist der testung freiwillige leistung ist eine heilbehandlung und wenn so eine testung ohne zustimmung des betroffenen durchgeführt seine eigenmächtige heim behandlung und gemäß 110 stgb gerichtlich strafbar das heißt es wird hier im wesentlichen mit der freiwilligkeit gearbeitet ja da kann man das auch wieder zeitungsmeldungen und die verlautbarungen von frank von wichtigen politikern aber ich möchte mal sehen wie das machen wollen dass sie diese freiwilligkeit umgehen und da gewissermaßen und zwang ausüben zu einer festung die vision dass zahlreiche interviews wissen hinterfragung würde dies ja wenn wir gesagt dieser pcr test stellt fest anlegen vorstehen und kann keine infektionen keine erkrankung feststellen was das bringen soll wenn ich da jetzt die ganze bevölkerung durchsetzt und damit noch weitere tausende oder zehntausende leute ohne sie betonen die quarantäne schicken das ganze land unter war ist mir ein rätsel also das heißt es dazu kommen sollte wenn die gesetzlichen grundlagen kann man die verordnung kommt und jemand kommt sehen wir uns auch damit sich nicht testen lassen ob lehrer oder polizist wird immer wenn man sicherlich alle richtigen schritte ergreifen das zu vermeiden und ist jedoch ein zusammenhang mixa allenfalls der pflicht also wenn es geht ja und bevölkerung gegen deren wegen durch getestet wird sondern jetzt vielleicht auch die in der ganze bevölkerung gegen den bienen durchgespielt und das heißt da ist der rechtsstaat gefordert und das sind die anwälte gefordert dass man die anwälte gefordert die anwälte für deutschland um eben so etwas zu vermeiden aber ich glaube es wird jetzt viele aber nicht mit der freiwilligkeit und da kommen anrufe für und presse-medien-und dann geht alles freiwillig ging und ich würde mich nicht der ersten als gesunder mensch gehen wir die sachen mal punkt für punkt durch sie haben gerade die pcr tests erwähnt die auch in österreich häufig unzuverlässig sich gezeigt haben jetzt wollen sie diese tests vor gericht bringen was ist jetzt genau ihre argumentation also die wichtigsten punkte naja zum beispiel dieser tage bekommen aber mittellos portugal aber der sachverhalt sodaß er richte sich befassen müssen mit leuten die die qualität verstoßen haben und erst dann zum ergebnis gekommen dass dieser tests bei einer zirkus rate von über 35 zu 97 prozent falsch positiv ist und dass da ja eine verurteilung wegen quarantäne verstoß aufgrund dieses tests nicht zulässig ist sieht man eine zweite amtliche entscheidung und ich meine es eine quarantäne maßnahme dann berechtigt ist und jemand infektiöse von 7 hat anstecken kann und nach diesem urteil ab 35 c tsg produktionsquote sind 97 prozent falsch positiv und wir haben jetzt wirklich monatelang unterlagen gesammelt die die die bedenken aufzeigen sollten zur tests hätten zusammen mit professor hat es mit der plattform aspekte bekommen im wochentag die neue untersuchungen die und alle diese bedenken anführen und wenn da ein mandat zu mir kommen zum beispiel aus dem krankenhaus systemen oder patient der sich behandeln möchte im spital dann werden wir diesen diesen test angriffen mit einer klage mit der einzigen verfügung mit dem ziel dass in wien diese tests einzustellen sind sofort das habe ich es richtig verstanden das heißt sie brauchen noch ein kläger das ist richtig ich habe gestern mit jemandem gesprochen der schaut sehr vielversprechend aus wenn sie noch welche gibt die eben im krankenhaus system sind vorzugsweise in wien oder die sich behandeln lassen wollen die quasi gezwungen werden die es zu machen und worden eine eine lebenserhaltende behandlung zu bekommen ist die skurrilsten geschichten schon gehört ich bekomme hier ungefähr pro tag 30 bis 50 kontaktierung für andere vor der per e mail ist ein unglaublicher herzzerreißende geschichten die man gibt der den mut hat da sich als kläger zur verfügung zu stellen stehe ich gerne zur verfügung die klage liegt in sichtweite von ihren tiefs fertig alles ist bis jetzt an gescheitert dass man jemanden brauchen wir heute den mut hat aus dem system an sich zu diesem system entgegen zu stellen aber ich glaube keiner einen gedanken ansatz um dieses kartenhaus zum einsturz zu bringen nämlich ein urteil hat mit einstweiliger verfügung in dem ringen steht der test und zuverlässig sieben teile in portugal der test kann nicht feststellen ob jemand infizierte sehr infektiös ist daher ist nicht validiert ja ist nichts genau das aber macht so viele zyklen so viele zyklen das sagt er nicht mal jemand wie viele chinesen kann mit diesem fest ein anderer und dafür braucht man die bezüge entsprechend wir schrauben und aus dem verkehr gezogen wird nach meiner definition einer testpartie metern ist die pandemie verfehlen würde das würde natürlich auch für andere länder dann interessant sein also auch für deutschland natürlich vorher war der österreichische verfassungsgerichtshof ein grundsätzliches mutter treffen würde dass eben diese ganzen maßnahmen verhältnismäßig sieht da werden sicherlich die deutschen gericht darüber schauen und sagen der kleine partner in österreich hat den verfassungsgerichtshof sehr so mutig ist nur in der sache selbst zu ermitteln und zu sagen dass das alles nicht wahr sein kann mit den masken und mit dem pc abs ich glaube das wäre super schlagen es gibt ja neben ihrer masken klage gibt es ja auch eine andere da ist ein urteil bereits gefällt und da hieß es die masken im frühjahr also die masken einzuführen war im grunde unzulässig jetzt ist es aber so in österreich das immer noch masken getragen werden warum man dann eigentlich wenn es doch ein urteil des verfassungsgerichts geht kann er ganz leicht werden wir haben mittlerweile sieben modelle in österreich wo diverse bestimmungen aus den 19 maßnahme gesetzen und verordnungen bekämpft worden sind und wo einzelne bestimmungen aufgehoben worden sind ja zum beispiel dass man die masken pflicht in geschlossenen räumen oder die ungleichbehandlung von geschäften nach der glattener der zahl der im ausland dürfen ja nicht der wie cäsar über diese verordnungen wieder angefochten worden sind die sind schon außer kraft getreten das heißt der verfassungsgerichtshof sagt und die verordnung die vor drei monaten gegolten hat die aber diese bestimmung verfassungswidriger zwischenzeiten ist in österreich und deutschland ist gleich gibt’s wieder für ein paar wellen und wasser verordnen das heißt aber die maske gibt es doch immer noch oder schon wieder immer noch ja der zweite grund ist ist diese verordnung ist aufgehoben worden ist ist um außer kraft getreten ist ja noch über wieder anfechten müsste und das zweite ist der verfassungsgerichtshof hat gesagt es ist deswegen aufgehoben worden weil im akt nichts drinnen gewesen ist in dem markt war nur die von der verordnungstext entwurf der verordnung aber keine erwägungen dieses verwaltungsrat außenministers warum es dieser verordnung gekommen ist und daher kann der verfassungsgerichtshof nicht beurteilen ob das verfassungsgericht das verhältnismässig ist weil nix drin ist das heißt eine formale entschied und das heißt es ist aufgehoben worden im marketing streams und das legalitätsprinzip verletzt und dann wird aufgehoben was man weiß auch nicht was anderes und das selbe problem ist in deutschland wir brauchen eine grundsätzliche entscheidung eines mutigen richters oder mutigen richter senats der sagt das was da passiert die kosten sind hörster nutzen das ist unverhältnismäßig es kann nicht sein dass man berner bedrohungslage vergleichbar eines influenza virus dort die ganze wirtschaft nachhaltig ruiniert wir brauchen eine entscheidung in der sache selbst und das würde dann den gesetzgeber oder verordnungen lassenden behindern die nächste verordnung in einer ähnlichen text wieder zu lassen wenn man braucht mal eine inhaltliche fundierte entscheidung und deswegen schließe ich und meine kollegen einen antrag nach dem anderen aus um eben dieser sache herr zu werden und ich habe wenn sie es hören wollen und noch eine idee wie man das problem auch verfassungsrechtlich lösen könnte ja ich beobachte ihren kanal ich beobachte alle möglichen kanäle die informationen bringen und auch natürlich die deutschen gerichte und es gibt dann schäden mutigen richter in darmstadt beim amtsgericht darmstadt der hat folgende entscheidung getroffen also wird gesagt das ist unzulässig dass der gesetzgeber eine ermächtigung at an den bundesminister dass der extrem grund setzt einschränken die verordnungen erlassen darf ja wohl nahezu alle grundrechte betroffen sind wo die branchen geschlossen werden dass es unzulässig das muss dem gesetzgeber vorbehalten sein und ich habe war die entscheidung diese entscheidung ist aber ich habe sie also jetzt vor kurzem oder die ist vor kurzem gut vorbereitet und ich bei mir da liegen die es von 225 vom amtsgericht dortmund kann sie auch für die kamera halten mit mit der geschäftszahlen und der ist hat inhaltlich an entscheider wettbewerb sagt es kann nicht zu ent dass der die gravierende einschränkung an eine bundes nächste übertragen können werden können nichts an genau 100 so ist ja das ist auch der bezug auf das gesetz das vor kurzem bei stadt beschloss man es im bundestag muss die demonstrationen gegen das heißt neue fraktion schutzgesetz ja wenn ich bin ich eine gesetzgebungsprozess hauptstadt gibt es auch diskussionen partition entwurf da kann man schnell mal rein bringen dann wird das diskutiert opposition gibt ihren senf dazu ab dann geht es im bundesrat man kann sich vorbereiten das dauert da geb ich zurzeit und dann haben auch vielleicht zeit ist dann beim verfassungsgerichtshof anzufechten ja das ist ja ein ausgebildetes system und wenn ich diese ermächtigungen bundesmittel minister in die hand gebe die einen wochentakt oder zwei wochen takt 9 uhr wegen zu einer verordnung des schulwesens ist die maßnahmen verordnung betreffend gedreht und der betriebe und uns abstandsregeln und aus für esp das ergibt dann kommt das ganze system nicht mehr nach der die anbieter können das gar nicht so schnell anfechten und dafür fast natürlich so kann nicht so schnell darüber entscheiden ist dass diesen spieler der schnee von gestern ist dann gibt es noch einen wesentlichen unterschied zu deutschland und österreich in deutschland gibt es den verfassungsgerichts ein provisorium verfahren ein beschleunigtes verfahren das gibt’s in österreich gar nicht wer muss gibt es in 40 jahren also frühling sommer herbst und winter und man muss mindestens drei monate warten bis eine entscheidung hat betreffen einerseits antrag jetzt und bis dass die entscheidung das ist die verordnung schon wieder schnee von gestern dass die lösung ist dann wieder darauf zurückzukommen dass es unzulässig ist diese kompetenz den bundesminister zu übertragen in angelegenheiten wo der nahezu sämtliche grundrechte einschränken kann wir haben ja de facto in der lage in deutschland und österreich wo man glaube ich einzigartig ist ich habe das noch nie so groß untersetzt einschränkungen geben auf den deutschen österreich nicht einmal in kriegszeiten und das können eigentlich nur richter ändern ja wie sieht das denn in österreich aus wie unabhängig sind ja die richter wie groß ist ihr vertrauen also im verfassungsgericht wenn ich richtig informiert bin beschicken diese richter die parteien also eine nominiert den richter und in dem moment wo dieser neben verfassungsgericht angelobt wird ist völlig unterlegen das ist die die die theorie und ich glaube auch dass die richter im wesentlichen unabhängig von ihrer entscheidung nach besten wissen und gewissen treffen bischofsamt in die schon dass diese richter heute von den parteien nominiert werden und dann wieder herunter im zeitpunkt der angelobung kann völlig unabhängig sind keine beziehungen männer hatten zu ihren parteien dominiert haben wie gesagt wieder niemanden etwas unterstellen ich stelle nur fest dass es weder in deutschland noch in österreich von den verfassungsgerichten jetzt zehnmal mehr verfassungsgericht und richter als in österreich ungefähr zehnmal kleiner eine wirklich mutige inhaltliche entscheidung gibt zur verhältnismäßigkeit wo sich jemand auseinandersetzt mit den risiken des virus wo sie jemand mit den untersuchungen haben das jetzt wo abs verfahren geführt wird wo spezialisten gewährt werden wo man auch die unterlagen eigentlich immer sagt der kosten oder nutzen sind höher bei bin zuversichtlich dass wir das schaffen werden das gegebene beschwerden ein tor verpasst man kann er keine formale entscheidung wird erst dann muss inhaltlich entscheiden es geht ja auch um die verhältnismäßigkeit an und da sind die cholera kollateralschäden ja auch enorm und die werden ja immer größer was ist da ihre einschätzung ja also ich habe mich in meinen beschwerden auch ausführlich mit den kollateralschäden auseinandergesetzt so größte ich natürlich der wirtschaftliche kollateralschaden wo eben ganze branchen lahmgelegt werden wo meine rezession haben fremdenverkehr hotels gastronomie veranstaltungswesen kunst kultur alles herunter gefahren und da gewesenen ausmaß wegen der bedrohungslage vergleichbar des impreza virus wie gesagt und wegen positiven der es zu keiner weiß wer tatsächlich infektiös und tatsächlich krank wird und wegen den 2000 toten erwähnt habe sie sind ja auch es ist mein will es gibt ja auch wahrscheinlich dann auch psychische kollateralschäden die ja man ganz schwer in zahlen fassen kann und man darf nicht unterschätzen wie die kinder jetzt aufwachsen das ist ja auch eine große sorge vieler menschen und sie haben ja auch oder sie wollen jetzt auch die schul verordnung in österreich anfechten was sind denn da die wichtigsten punkte komplett zurück doch jetzt gibt nur die wirtschaftlichen schäden es gibt auch die gesundheitlichen schäden wir 2006 stabil aber es gibt auch leute die psychische probleme haben schon in normalzeiten ja die jetzt zum psychiater verfolgten gehen es gibt eine erhöhte zahl es gibt sicherlich drohte die entstehen weil sie betreffende behandlung im krankenhaus operationen auf der warteschleife gestanden sind man muss auch mal blicke waren tellerrand werfen möchte nicht wissen wieviele millionen kinder und jugendliche in dritte-welt-ländern gestorben sind nur sterben werden weil es nichts mehr zum essen haben weil es die welt der weniger einkommen weggefallen ist das heißt ich bin der auffassung dass auch die gesundheitlichen schäden größer sind als die toten dem wir haben in österreich und in deutschland und wir sagen ein kulturland gelöst wir leben von den salzburger festspielen von der staatsoper von dem ganzen kulturbetrieb theater ja vielleicht gibt es zum chance da erscheint die gern nach österreich kommen und sich diese kultur und kunstbetrieb anschauen alles denn jeder ja immer dass abwägt die den den nutzen den maßnahmen haben ja wo man ja wissen dass vorzugsweise älteren personen gefährdet sind schon jetzt 80 wo man eben schon am ende der lebensdauer ist jeder tote ist bedauerlich und auf der anderen seiten die ganzen schäden die man habe in der jugend bei der ausbildung bei den besten leuten die mägen dem laub dann ihr leben verlieren glaube ich wenn man das mal wirklich auf die waagschale der justiz erlegt das ist eindeutig so dahingehend ausschlägt dass die schäden größer sind als der nutzen und das muss einmal sich jeder richter dem das auf dem tisch liegt überlegen um entscheid und treffen jetzt zu der schule sache also auch wieder links von mir liegt die beschwerde der betreff fenster coebad 19 schul verordnung das wird bei euch endlich sein ja das hat die kinder werden da beglückt mit masken außerhalb des unterrichts oder jetzt während des unterrichts die kinder werden beglückt mit fensterlüftung winkel immer lustig vor waren dann draußen es minus fünf grad und die fenster gelüftet werden müssen es gibt bestimmungen die ungefähr so lauten dass es zwar ausnahmeregelungen gibt für die kinder wenn es gesunde gründe gibt es keine maske tragen müssen dann wird es aber die gefahr dass dann diskriminiert werden im unterricht ich habe täglich die lebensgeschichten der in der kanzlei aber es gibt keine ausnahmeregelung für die lehrer die lehrer müssten auch wenn sie nur mehr 60 prozent jungen volumen haben oder waren sie herz probleme haben oder haben sie müssen mit masten mehr unterricht erzählt hast tatsächlich die die können kein attest vorweisen in österreich ist ein mensch zweiter klasse also im handel kannst du am ausgetragen vor kurzem erst musst du keine maske getragen hast du die gründe gibt oder per post oder bei der bank und bei allen möglichen berufsgruppen aber katar lehrer der muss seinen dienst versehen mit der maske auf eine gravierende gesunde stunde gibt sogar herzlich gesagt erst hat von einem eingetragenen arzt das heißt also aus meiner sicht der aufgelegte elfmeter für eine anfechtung der verfassungsgerichtshof vechta die gesamte verordnung an ich möchte dass die kinder unbeschwert ihre kindheit und jugend genießen und den schulbetrieb genießen dass ihre bildung genießen können aber ich habe natürlich die bestimmungen die mir am intensivsten ins auge gestochen sind wie zum beispiel kinder müssen bis das six und jetzt behörde entscheidet wie es weitergeht dann abgesprengten zimmer und sitzen unter aufsicht weil sie wie die eine wie eine wie eine hartz situation und ordner vorsprung bis dann vielleicht die kommen vom gesundheitsamt oder die eltern sie abholen also daher dass ich das ist wirklich das sind seltsame zustände gerade wenn man bedenkt dass die kinder ja die schützen würdigsten eigentlich unserer gesellschaft sind im vorfeld als wir uns unterhalten haben da haben sie mir auch gesagt dass sie die impfpflicht die generelle impfpflicht vor gericht bringen wollen das hat mich ein bisschen irritiert weil ich gedacht habe die gibt es doch noch gar nicht und ich glaube so denken die meisten österreicher auch ne also nach der fünften gesetzes in österreich ist mir aufgefallen dass § 17 absatz 4 und da ist mir dann der kind ist kann man das ist die impfpflicht in österreichischen gibt ja das heißt ein mensch in der bezirksverwaltungsbehörde kann entscheiden dass wenn eine gefährliche situation vorliegt dass jemand gegen seinen wiedekings werden kann nicht einmal vor also das ist quasi dort es recht gewesen und wahrscheinlich im auge hat mal jemand pest hat das von steam oder ebola dass man das hat nichts mit ihm steckte sie war ja erst mal wieder zwang sinken kann aber jetzt haben wir ja als gefährliche krankheit im katalog epidemie gesetzes auch dieses auf 219 bringen und wenn immer anschauen wie die handhabung der österreichischen dies betrifft den zwangs quarantäne betreffend der testung ja kann immer durchaus vorstellen dass man dann der impfstoff da ist dass man dann diese bestimmung 17 absatz 4 bei dem gesetz ausgelebt und sagt okay jetzt musst du dich denn wie in zwangsweise in verblassen wieder diese geschichte mit der vorlaufzeit ich habe das jetzt jetzt vor ein paar wochen angefragten in der hoffnung ist dass der wirkstoff da ist eine entscheidung da jetzt an der verfassungsrichter und sagt ob das angemessen verhalten über die selbst steht man am eigenen körper körperlich unversehrt sein und es gibt natürlich noch diese gefahr der entspricht durch die hintertüre dass man dann ohne impfpflicht vielleicht nicht mehr ohne impfpass nicht mehr fliegen dauerhafte ich mein konzerte darf den kinos darf oder arbeitgeber fallen so ein ausweis das ist ja auch noch da sie haben jetzt in österreich den außerparlamentarischen corona untersuchungsausschuss gegründet in deutschland gibt es den schon was wollen sie da tun und was vor allem soll am ende dabei herauskommen also wir haben die heute für grundrechte gegründet weil ich gesehen habe dass ein riesiger bedarf besteht von seiten rechtsmittel völkern unter druck ich mache also seid selbst schulbeginn ist bei mir da kannst du erneut zu ausnahmezustand also von der belastung auf einen anfang bin ich sehr froh dass ich die anwälte für grundrechte geändert haben in österreich zuletzt 14 anwälte in fast allen bundesländern das heißt wir haben gesagt breite basis gestellt und wollten helfen zu können und eine stufe drüber ist jetzt dieser zusammenschluss die ist es außer parlamentarischen untersuchungsausschuss ist österreich das gibt was größeres ähnliches schon in deutschland dieser ich habe viele videos gemacht mit dem tochter bex geben in wien unter dieser bekannter zahnarzt mit russen oder zahnarztpraxis und diese videos oder arzt bespricht mit dem angriff probleme insbesondere krone ist super angekommen zugriffsraten von bis zu 80.000 figur ich hoffe dass wir jetzt mit unserem video auch schaffen werden vielleicht schaut mal die 100 aus dieser bitte schön teilen dieses video dass man da auch was schöne zusammenbringen und hab ich s den anspruch zwischen anwalt und arzt eine mächtige ist wenn sie wird durch diese krisensituation sind diese zwei berufsgruppen an meisten nämlich in der verteidigung rechte der gesundheit und der grundrechte ihrer patienten und das macht man das jetzt auf einer größeren basis jetzt haben sie diese 14 anwälte für grundrechte zu sagen wie es mit der plattform respekt das sind zahlreiche prominente ärzte dabei hatte zwar schon behindern andere prominente persönlichkeit mit guten namen einer guten reputation jahrzehntelanger berufserfahrung ähnlich wie gepackt oder pro tag und aus diesen gesprächen immer dann als übertragen werden möchten wir die bevölkerung erreichten mit unseren informationen mit argumenten die situation ist in deutschland österreich ähnlich das gibt pressekonferenzen das wird dann von der leitmedien wetter getragen und die andersdenkenden spezialisten professoren haben wir die schwierigkeiten ihre botschaften die bevölkerung zu bekommen doch wenn die ausnahme ist servus tv wo wirklich regelmäßig also jede woche spezialisten aus beiden lagern sie die argumente austauschen aber wir möchten die bevölkerung vereinen versöhnen aufklären und wir möchten die angelegenheit guten ende bringen also wir sagen wie es an der wissenschaftlichkeit verpflichtet das an der wahrheit verpflichtet sind den grundrechten verpflichtet und aus dieser synergie zwischen anwälten und ärzten sind auch künstler dabei hoffen wir uns eine flächendeckende information an die bevölkerung schlechter als auch ein bisschen nach deutschland hinaus so wie die österreicher schauen was machen die anwälte grundrechten was macht der untersuchungsausschuss deutschland schauen vielleicht dann auch die deutschen darüber was machen die österreicher wer macht’s besser wehrmacht effizienter er hat die sympathische leute überzeugen sind nicht die ideen kann man sicher austauschen und natürlich sie interessiert auch an grenzüberschreitenden austausch idealwert von der ganze deutschsprachige raum zusammengeschlossen wird schweiz deutschland österreich und sicher die größten kapazitäten zusammenschließen und eben dann entgegen gewicht entfalten betreffend der leute die motoren der regierungen in österreich und deutschland sind sie vertreten ja viele menschen die probleme mit den maßnahmen haben oder vielleicht diskriminiert werden wenn sie keine maske tragen muss gibt es ja in deutschland auch es gibt es in österreich die leute werden zum teil auch richtig heftig angegangen ja übernimmt der bürger schon staatsaufgaben wie können sich diese menschen juristisch wehren oder im alltag vielleicht wären was haben sie dafür tipps das kann ich aus der form von gütern ein ganzer dem eingriff ist die diskriminierung am arbeitsplatz fest um die existenz geht es meistens um sachen dass man trotz gesunder gründe wegen diesen regionen maß mit fett isst kann ausgedruckt und der dienstgeber sagt uns ist das egal du musst mal ausgetragen werden wir unsere vorgaben und wir haben also ich sag diskriminierungen wegen masken tragen jetzt kommen diese tests wo sie die leute werden dass es dort zwangsweise testen müssen alle wochen ich habe mittlerweile vier kündigungs anfechtungsverfahren wo tatsächlich das dann zu einer kündigung geführt hat wo man eben den wolken zur seite steht wenn man eben auch als dienstnehmer rechte hat es gibt das böse gepflügt ganz kurz die sind gekündigt worden weil sie sich nicht haben testen lassen oder masken getragen ausgetragen ja zum beispiel einer maschine stehen trainer kollegen heynckes umsatz bezug oder was auch immer unter dienstgeber bildet sich ja natur musste eine maske tragen uns ist das egal und jetzt also das hat die saison und uns gesagt es weder von der verordnung gedeckt noch vom dienst vertrag gedeckt ist entgegen der fürsorgepflicht hat damit gute karten sowohl anzufechten und ich rate auch jeden wählen in zeiten wie diesen mit 100000 arbeitslosen und corinna krise sollte man seiner walz platz kämpfen der zweite aspekt sind diskriminierungen in allen lebenslagen im handel bei der bank bei der post in den verkehrsmitteln wo die leute gesundheitliche probleme haben mit der maske ärztliches attest haben und dann rausgeschmissen werden nicht bedient werden entsprechende aufforderungsschreiben dass die erklärt die verordnung wurden wie dieser ausnahmetatbestände gibt es eindeutige regeln inzwischen verordnungen und versuchen aufzuklären wenn da kein einlegen kommt wird die schlichtungsstelle beim uns ministerium angerufen da gibt es nach österreichischen gleich das gesetz an mindeststeuersatz von 1000 euro das heißt man kann sich auch gegen diskriminierungen werden das nächste ist alle möglichen rechtsberatungen begriffen quarantänemaßnahmen oder pc text ganz großes feld um eben die hauptzielrichtung um das problem bei der wurzel zu bekämpfen sie nehmen die anträge einen verfassungsgerichtshof homer darum kämpfen wie ich bewiesen auch die anderen anwälte endlich eine richtungsweisende inhaltliche entscheidung zu bekommen um dieser app diesem ganzen phänomenen ende zu setzen also mein enge entscheidung gibt dass die masken nichts bringen und gesundheitsschädlich sehen dass die PCR- Tests bedenklich sind dass die schäden größer sind als dann nutzen dann wird es dem gesetzgeber auf dem verordnungsweg minister sehr schwer fallen die nächste verordnung auf die schiene zu bekommen ja ich finde auch die richter und die gerichte sind jetzt absolut gefragt vielen dank magister bin dafür dieses spannende gespräch nach wien auch ihn an und ich danke für das inspiriert leute ich bin gespannt wenn die pcr tests wirklich fallen dann fällt auch die argumentation der regierungen aber bis dahin dauert es gibt schon meldungen dass die deutsche regierung eventuell den lockdown verschärft oder auch verlängert die neue normalität ich wünsche euch trotzdem eine gute zeit bis bald

Rubikon: Dr. Wolfgang Wodarg – Die Angst aus der Klinik

Der „Great Reset“ im Gesundheitswesen scheint längst vollzogen zu sein.

von Wolfgang Wodarg im Rahmen einer Creative Commons-Lizenz von rubikon.news übernommen. Dort gibt es auch eine Vorlesefunktion.

Der Deutsche Bundestag hat sich jetzt mit Mehrheit für die Fortsetzung der nicht mit einer Krankheit begründbaren Notlage unserer Bevölkerung entschieden. Der friedliche und demokratische Protest gegen Zwangsmaßnahmen und Willkür ist weiterhin wichtig. Eine inhaltliche fraktionsübergreifende Opposition im Bundestag hat die Möglichkeit, unverzüglich eine Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht einzureichen. Dieser Text enthält weitere Argumente für eine solche rechtliche Notwehr. Von Anfang Oktober bis Mitte November 2020, also etwa innerhalb von nur 6 Wochen, stieg der Anteil der angeblichen Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen um das 15-fache. Über die Hälfte der Betten war plötzlich mit „Covid-19“-Patienten belegt. Dabei blieb der Belegungsgrad aber nahezu unverändert. Wo aber sind all die anderen Kranken geblieben? Und weshalb fand das RKI die SARS-Coronaviren-2 bei nur 4 Prozent der ambulanten Atemwegserkrankten (1)? Gibt es andere Gründe für die Berichte von einer „Zweiten Welle“?

Bilder aus Bergamo

Die Bilder aus Kliniken in Wuhan, Bergamo, Madrid und New York schufen die Angst, die stärker war als alle Vernunft. Sie waren es, die Akzeptanz für harte Maßnahmen schafften. Die Angst vor Bergamo ließ vielen Menschen das Eingreifen der Regierungen in ihre Freiheiten vernünftig erscheinen.

In Gesprächen mit Ärzten aus Norditalien und mit Zeugen der Ereignisse vom März 2020 hat der Corona-Ausschuss die Hintergründe der Schreckensbilder aus der Lombardei beleuchtet (2). Als man in Bergamo wegen des sich zuspitzenden Pflegekräftemangels gebrechliche und chronisch Kranke aus Angst vor Covid-19 auf Intensivstationen brachte, oder diese — wenn sie dort nicht starben — in Heimen schlecht versorgt unter Quarantäne setzte, kam es nicht nur auf den wenigen Intensivstationen zu Enge und chaotischen Szenen, sondern auch zu einem Stau bei den Beerdigungsunternehmern. Von denen, wegen der vielen Kontakte, ein Großteil selbst in Quarantäne gewesen sein soll. Auch durften sie die Toten nicht — wie in Italien üblich — beerdigen, sondern mussten diese im Krematorium erst einäschern lassen. So stauten sich die Toten in den Einrichtungen, bis die etwa 60 gehorteten Särge von um Hilfe gebetenen Militärlastern zur Einäscherung transportiert wurden.

Viele der so misshandelten Alten waren erst nach dem Tode mit PCR-Tests, die eine sehr hohe falsch Positivrate gehabt haben sollen, zu Covid-19-Opfern etikettiert worden. Weitere Bilder von Beatmeten aus den besonders zur Grippezeit chronisch überlasteten Intensivstationen taten das ihre (3). Bei solchen Aktionen entstanden dramatische Bilder, welche Europa schockierten. Sie waren für die meisten Menschen überzeugender als alle epidemiologischen oder medizinischen Berichte.

Und in Deutschland? Leere Klinikbetten schaffen neuen Notstand

Bergamo war das Signal für Berlin. Denn gleichzeitig mit dem Lockdown Mitte März 2020 wurde die Angst vor einem Versorgungsnotstand geschürt, wurde Stimmung gemacht durch eine an den Haaren herbeigezogene Priorisierungsdebatte. Gleichzeitig wurden viele Klinikbetten gesperrt, um einer angekündigten Welle von Seuchenopfern Herr werden zu können. Bettenknappheit lautete der Alarmruf einiger Triage-Propheten. Darunter auch einer, der noch im Sommer 2019 als Politiker einer Regierungsfraktion die Bertelsmann-Botschaft verbreitete: Deutschland hat zu viele Krankenhausbetten (4).

Nur ein halbes Jahr danach schürte er plötzlich die Angst vor einer Überlastung der Krankenhäuser durch Covid-19 und versprach den Klinikkonzernen viel Geld als Kompensation für freigehaltene Betten. Dann kam eine Sommerpause, in der auch den Viren eine Verschnaufpause gegönnt wurde und in der unsere Kliniken bis September für jedes leer stehende Bett 560 Euro kassieren durften (5). Seit Mitte März aber kamen zum Beispiel viele Krebs- und Herzpatienten in Not, weil auch wegen der gesperrten Betten der Zugang zur stationären Behandlung erschwert war und einige Krankenhäuser Teile ihres Personals in Kurzarbeit nach Hause geschickt hatten.

Anfang April registrierte das Statistische Bundesamt dadurch eine leichte Übersterblichkeit. Weil man auf Covid-19-Patienten wartete, bekamen andere Patienten keine Termine und viele starben, weil sie nicht oder nicht rechtzeitig behandelt wurden. Obwohl die leichte Übersterblichkeit wie in anderen Ländern erst nach Beginn des Lockdowns begann, wurden die Lockdown-Opfer fälschlicherweise der „Pandemie“ zugerechnet.

Bild

Quellen: links RKI, rechts Sonderauswertung Statistisches Bundesamt

Von März bis September stand, trotz angeblicher epidemischer Notlage nationaler Tragweite, auf den Intensivstationen der allermeisten deutschen Kliniken ein Großteil der Betten leer. Man kassierte für leere Betten und verhandelte mit den Kostenträgern um weitere Vorteile in der Krise.

Einigen Kliniken waren die Entschädigungen für den Leerstand zu wenig und andere waren zufrieden und schwiegen. Um dem Verteilungsstreit der Branche gerecht zu werden, ruderten Regierung, Krankenkassen und die Krankenhausindustrie daraufhin ohne viel Aufsehen leicht zurück und staffelten das Entgelt für leer stehende Betten nach Klinik-Arten und Regionen, was zu einer leichten Normalisierung der Patientenströme führte. Auch hier zeigte sich, Kliniken sind heutzutage Wirtschaftsunternehmen und reagieren als solche vernünftig — aber nur als solche!

Wie macht man eine zweite Welle?

Nachdem sich nach den Sommerferien die vielen falsch positiven PCR-Tests bei den durchschnittlich jüngeren Reiserückkehrern nicht in entsprechenden Morbiditätsstatistiken niedergeschlagen hatten, schien man sich wieder an Bergamo und den dort erreichten politischen Motivationsschub zu erinnern. Welche Möglichkeiten haben Politiker unter Rechtfertigungsdruck, um wie in Bergamo auch in Bremen, Bielefeld oder Berchtesgaden eine verängstigte Bevölkerung bei der Stange zu halten?

In Norditalien konnte man beobachten, es kommt auf die Bilder in den Medien an. Ob 2009 in Mexiko oder Anfang 2020 in Wuhan, immer waren es die Bilder, die das Gefühl einer „Pandemie“ vermittelten. Sie sind offenbar wirksamer als Tabellen, Laborwerte, unübersichtliche Krankenakten oder umsichtige Epidemiologie. Trotz monatelanger Recherchen, Nachforschungen, Gesprächen mit Wissenschaftlern und trotz jahrzehntelanger Erfahrung mit den Tücken der Infektionsepidemiologie wird mir nach allen mühevollen Erläuterungen auch heute noch immer wieder entgegengehalten: „Aber haben Sie denn nicht gesehen, was in Bergamo los war?“

Woher kommen die beängstigenden Bilder und Narrative

Werden wir durch die aktuelle Berichterstattung getäuscht? Bisher habe ich trotz häufiger Fragen noch keine Mediziner gefunden, die bei saisonalen Atemwegserkrankungen jemals eine „Zweite Welle“ gesehen haben.

Für die Medien ist es jederzeit möglich, auch in deutschen Kliniken Not, Hektik und Elend darzustellen. Dafür haben sich die typischen Szenen auf Intensivstationen bewährt. Ein verkabelter Leib, viele Schläuche, maskiertes und verhülltes Personal und dazu ein Interview mit einer erschöpften Oberärztin, welche die Gelegenheit nutzt, dass sich endlich einmal jemand für die Hektik, den Personalmangel, die anstrengenden Schichtdienste und das dadurch entstehende Elend für Patienten und Personal interessiert. Als Krankenhaushygieniker und früher sogar Personalvertreter und Intensivmediziner habe ich für solche Bilder weiterhin viel Verständnis.

Sterben tut man übrigens auf allen Intensivstationen, und zwar immer und leider relativ häufig. Wenn dann noch die Station mit über Achtzigjährigen aufgefüllt wird, grenzte es schon an ein Wunder, wenn davon die Hälfte lebend wieder verlegt werden könnte.

Wer also viele Alte auf Intensivstationen verlegt und auch noch invasiv beatmet, der bekommt Bergamo. Von den riskanten Medikamentenversuchen „only for emergency use“ ganz zu schweigen.

Erinnert sich überhaupt noch jemand an die Ideale der Palliativmedizin? Oder war das nur eine vorübergehende Marketingkampagne der Krankheitsindustrie?

Wie kriegt man die Alten in die Kliniken?

Zuerst sorgt man dafür, dass vermehrt positive PCR-Ergebnisse das Signal geben, die Seuche greife wieder gefährlich um sich. Bei inzwischen um 1,5 Millionen Tests pro Woche kann ohnehin niemand mehr so richtig die Laborqualitäten sicherstellen. Wenn dann die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) irgend etwas so lange amplifiziert, bis jeder Test positiv wird, oder wenn bei positiver Reaktion nur das E-Gen herangezogen wird, dann kann das höchstens durch empfindlichere Mannschaftsärzte von Profi-Fußballern oder durch widerspenstige Amtsärzte durchschaut werden. Kein Wunder, dass so schon vor der eigentlich erst nach Jahresbeginn anlaufenden Corona-Saison die Positivrate der SARS-CoV-2 PCR-Massentestungen innerhalb von 6 Wochen von etwas über 1 Prozent auf fast 8 Prozent gesteigert werden konnte.

Hier gibt es zwischen den Laboren offenbar große Unterschiede, über die aber das RKI bei Nachfrage keine Auskunft geben wollte. Mit Krankheiten hatte der PCR-Test ja von Anfang an wenig zu tun. Das heimliche Motto scheint aber trotzdem immer noch zu sein: Mehr Tests = mehr Falsch-Positive. Und je nachlässiger ein Labor, umso mehr freuen sich die Verantwortlichen über eine hohe Trefferquote zur Bestätigung ihrer Panikmache.

Konzertierte Aktion Pflege und Covid-19

Wenn das doch auffällt, dann kann man das Praktische mit dem Nützlichen verbinden und erneut die Test-Strategie ändern. Auch das ist in den letzten Wochen nach und nach geschehen. Mit weniger Tests mehr Treffer und mehr Angst vor der Seuche? Ja, das geht. Wenn ich zum Beispiel Personal in Altenheimen oder Kliniken teste, so hat das eine enorme Wirkung.

Jeder „Fall“ beim Personal führt zum vorübergehenden Arbeitsverbot, zu Umgebungsuntersuchung möglicher Kontaktpersonen und damit automatisch zu einer Verschlechterung des Personalschlüssels. Darunter leidet das ohnehin überlastete Personal, das jetzt schon bis zu 60 Stunden pro Woche arbeiten muss. Und es leiden natürlich erst recht die Bewohner und Hilfsbedürftigen. Das wirkt sich doppelt so schlimm aus, wenn auch noch ein Besuchsverbot für Angehörige oder Freunde ausgesprochen wird. Dabei reden alle dauernd vom Schutz besonders vulnerabler Gruppen. Die getroffenen Regelungen bringen aber die Betroffenen alten und hilfsbedürftigen Menschen in eine prekäre Lage und isolieren sie weitgehend in ihrer ohnehin meist schmerzlichen Einsamkeit im Heim.

Meine Mitstreiterin bei Transparency, Adelheid von Stösser ist gleichzeitig eine mutige Kämpferin für Rechte und Lebensqualität alter und pflegebedürftiger Menschen. Sie hat in ihrer Zeitschrift für Pflegeethik (6) schon beim ersten Lockdown sehr bewegende Schicksale dieser Betroffenen geschildert und ist entsetzt über die Brutalität, mit der Hygienepläne die lebenswichtigen Bedürfnisse von Menschen an ihrem Lebensabend hintanstellen und damit vielen Betroffenen den Lebensmut nehmen.

Es wirkt deshalb makaber, wenn drei Minister in der Coronakrise ihre „Konzertierte Aktion Pflege“ auf einer Pressekonferenz loben und gleichzeitig mittels Lockdown, gezielten Test- und Quarantänemaßnahmen für Pflegekräfte und mit Besuchsverboten die Not der abhängigen Bewohner und den Stress der verbleibenden Pflegekräfte ins Unerträgliche steigern.

Vorsicht, man maßt sich an, Sie zu schützen!

Wenn man jetzt also „zum Schutz vulnerabler Gruppen“ in Altenwohnanlagen und Heimen verpflichtende Testungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorschreibt, reißt man mit Sicherheit eine tiefe Lücke in die Versorgungsstrukturen. Bei einer Positivrate von derzeit durchschnittlich (!) fast 8 Prozent ist mit erheblichen Betreuungslücken und mit einer Verschlechterung der Pflege zu rechnen. War das Kalkül, als man hier einen Schwerpunkt für die künftige Teststrategie definierte?

Der Gesundheitsminister hatte sich doch wegen des „Pflegenotstands“ gerade für eine Stärkung dieser wichtigen Berufe in der Pflege eingesetzt. Und jetzt das? Ob ein Test richtig oder falsch positiv ist, spielt beim Pflegepersonal sicher keine Rolle, denn es werden ja arbeitsfähige Gesunde bei der Arbeit getestet. Da braucht man auch nur 8 Prozent „Positive“ zu finden, um unter den Beschäftigten und den Betreuten eine riesige Quarantäne-Lücke aufzureißen.

Von Bergamo nach Bayern — so geht‘s

Wenn dann ein Großteil des Pflegepersonals gesund, aber „positiv“ zu Hause bleiben muss, so kommen wir Bergamo schon etwas näher. Alte und Hilfsbedürftige werden wegen Personalmangel unterversorgt, ruhig gestellt, trocknen aus — Thrombose- und Emboliegefahr! — oder werden „sicherheitshalber“ oder wegen eines positiven Testergebnisses gleich in die Klinik eingewiesen. Wenn jetzt also per Test die Alten und chronisch Multimorbiden in die Kliniken geschaufelt werden, kann man sich vorstellen, welche Bilder dadurch für die Angstmacher inszeniert werden können. Hier ein Alarmruf aus Bayern vom 11. November 2020 (7):

„Seitdem Patienten/Bewohner und Personal systematisch durchgetestet werden, passiert es, dass von jetzt auf gleich die Hälfte des Personals wegfällt, weil sie entweder positiv getestet wurden oder aber Kontaktpersonen waren. So wie im Krankenhaus in Schongau, wo 600 Mitarbeiter Ende Oktober für mindestens 10 Tage in Quarantäne geschickt wurden und die Klinik vorübergehend schloss. Was das für die Patienten bedeutet, die dort liegen und so schnell nicht in andere Häuser verlegt werden können, lässt sich denken.“

Die Testungen — ein Win-Win-Geschäft zu Lasten Dritter

Wer diese Not- und Paniksituationen anheizen will, um uns Angst zu machen, muss also nur noch dafür sorgen, dass auch mehr ambulant und in Pflegeeinrichtungen getestet wird. In Einrichtungen wird das vom Verordnungsgeber einfach angeordnet, dann läuft das Positiven-Domino demnächst bundesweit von ganz alleine. Aber auch in den Kassenarztpraxen gibt es ein probates Mittel, die Kooperation der Ärzteschaft zu steigern: Mehr Geld! Das wird ja jetzt massenhaft gedruckt und scheint keine Rolle mehr zu spielen. Ein niedergelassener Kassenarzt hat mir entrüstet gemeldet, wie sich das auswirkt. Er schreibt:

„Erst gab es keinen Cent für die Tests und viele Kollegen (fast alle bei uns in der Region) haben so gut wie gar nicht getestet. Nun bekommen wir für einen Test (Dauer 1 min) beim gesunden Menschen mehr Geld (15 Euro) als für eine komplette Abdomen-Sonographie bei akutem Abdomen (15 min für 12 Euro). Deshalb wird jetzt plötzlich überall getestet.“

Unser Gesundheitswesen wird „mit dem goldenen Zügel“ gesteuert, wie es mir einmal der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) Professor Joseph Hecken erläuterte. Das heißt, mit Geld werden die Anreize für das gesetzt, was Patienten dann erleben beziehungsweise ausbaden müssen.

Profit Center Krankenhaus

Finanzielle Fehlanreize wirken sich im Krankenhaus offenbar sogar noch verheerender aus. Gerade in den großen Klinikkonzernen haben inzwischen die besonders von schein-linken Gesundheitsökonomen politisch jahrelang gepuschten Fallpauschalen das Geld zur wichtigsten Triebfeder des Klinikbetriebes gemacht. Dort blüht die institutionalisierte — also legalisierte — Korruption. Es werden mit Bonuszahlungen für Chefärzte, mit Monopolisierung von Versorgungsketten oder durch geschicktes Zusammenarbeiten mit Apotheken, Medizinprodukteherstellern und Pharmaunternehmen immer mehr und teurere Leistungen erbracht und abgerechnet. Nicht weil Patienten sie unbedingt brauchen, sondern weil dadurch das finanzielle Ergebnis des klinischen Profit-Centers Krankenhaus optimiert werden kann.

„Wenn wir keine zweistellige Rendite einfahren, machen wir den Laden hier dicht“, hatten mir die Manager der Helios-Kette bei einem Besuch mit Karl Lauterbach in ihrer Klinik in Damp an der Ostsee unverblümt zu verstehen gegeben. Mein eigentliches Anliegen damals war, dass diese Klinik sich mehr für die unzureichende Notfallversorgung auf dem Lande öffnen möge, aber da war ich wohl zu naiv, wie mir das Mitglied des Aufsichtsrates der Rhön-Kliniken, der Genosse Karl Lauterbach, vorwurfsvoll lächelnd zu verstehen gab.

Aber nicht nur in den Regierungsparteien hatten und haben die großen Gesundheitskonzerne eine tief verwurzelte Lobby. Jetzt in der Corona Krise hat sich das bezahlt gemacht. Solch einen Lockdown-Unsinn macht meiner Meinung nach nur jemand aktiv und engagiert mit, der entweder von der Macht oder vom Geld oder von beidem etwas erwartet, oder wer Angst davor hat, dieses zu verlieren, wenn er sich verweigert. Bei den Konzernen der Gesundheitswirtschaft läuft alles am reibungslosesten, oder wie geschmiert, mit goldenen Zügeln.

Lohn der Angstmacher

So machen die meisten Kliniken den Corona-Hype ohnehin schon mit, weil ihre Lobby seit März dafür gesorgt hat, dass ein großer Teil der für Covid-19 aus dem Fenster geschmissenen Steuergelder und Beiträge bei den Kliniken landet.

Anfangs, im März 2020 erreichten diese, dass für jedes belegte Bett ein Corona-Zuschlag von 50 Euro pro Tag gezahlt wurde. Genial war auch das schon genannte Leere-Betten-Honorar von 560 Euro pro Tag. Für jedes neu aufgestellte Intensivbett gab es sogar 50.000 Euro Zuschuss. Auch wenn sie nicht gebraucht wurden, haben viele Häuser dieses Geschäft mitgenommen. Leer stehende Betten brauchen wenig Personal und bringen in Corona-Zeiten trotzdem gutes Geld. Nach den ersten Lockdown-Turbulenzen war von Covid-19 im stationären Sektor nicht viel zu merken. Die Belegung der Intensivstationen in Deutschland lag vom März bis Ende September 2020 durchschnittlich bei 50 bis 75 Prozent. Das hat sich bisher auch kaum geändert. Dafür aber die dort gemeldeten Diagnosen.

Die neue Strategie

Man schaltete um. Die Kliniken erhielten am 12. Oktober rückwirkend ab 1. Oktober 2020 weitere finanzielle Anreize, sodass sich die Belegung der freien Betten wieder mehr rechnet, aber nur für positiv getestete Covid-19-Fälle. Nach § 5 Absatz 3i KHEntgG für 2020 (Corona-Mehrkostenzuschlags¬vereinbarung 2020) gewährte ihnen der Gesetzgeber wesentlich höhere Zuschläge. Gleichzeitig sollte der Medizinische Dienst in der „Notlage“ die Augen zudrücken und nur noch weniger als halb so oft kontrollieren, was mit unserem Geld gemacht wird. Für jeden Behandlungsfall mit positivem Testergebnis und für jeden Fall mit klinischen Symptomen, die als Covid-19 gedeutet werden können, gibt es seit dem 1. Oktober 2020 bis zum Ende der „epidemischen Notlage von nationaler Tragweite“ pro Tag zusätzliche 100 Euro Covid-19-Sonderentgelt.

Dieses attraktive Angebot kam, parallel mit der Testorgie in Pflegeeinrichtungen und angesichts der dadurch zu erwartenden Zuweisungen von Covid-19-Verdachtsfällen, gerade rechtzeitig und wurde von den Kliniken offenbar seit dem 1. Oktober in sehr erstaunlich großem Maße genutzt. Auch wenn die Auslastung der Intensivstationen — schon wegen der Personalknappheit — sich insgesamt nicht wesentlich veränderte, so stieg der Anteil der „Covid-19 Fälle“ auf durchschnittlich etwa 50 Prozent rasant an. Von Anfang Oktober bis Mitte November, also etwa innerhalb von nur 6 Wochen, war das eine Zunahme um das 15-fache! Erschreckend ist dabei der Anteil beatmeter Covid-19-Fälle von 56 Prozent. Hoffentlich sind unter den 2010 invasiv Beatmeten viele nur wegen eines positiven Testbefundes, also mit und nicht primär wegen Covid-19 in dieser Statistik. Invasive Beatmung von als Covid-19 behandelten Patienten hat sich weltweit inzwischen als lebensgefährliches Zusatzrisiko herausgestellt.

Gern würde ich von den Kassen wissen, wie sich seit Mitte September die Altersverteilung der Intensivpatienten verändert hat und wie es sich mit dem Anteil der Patienten aus Alteneinrichtungen verhält. Auf diese Daten warte ich immer noch. Die Kostenträger müssten längst über diese Entwicklung gestolpert sein, aber die Stellen zur Kontrolle von Fehlverhalten in den Krankenkassen scheinen bei diesem „Great Reset“ der Bettenbelegung lieber nicht so genau hinzuschauen.

Das Geschilderte zeigt erneut, dass Krankenhäuser primär zu Wirtschaftsunternehmen mutiert sind, in denen ökonomisches Denken die Entscheidungen bestimmt. Als Sozialstaat sind wir aber eine verfasste Solidargemeinschaft. Unsere Beiträge tragen wir solidarisch nach Kräften, um jenen helfen zu können, die Hilfe brauchen. Das ist auch das Prinzip unseres Gesundheitssystems. Es beruht auf dem Solidarprinzip und war auch im Bereich der Verwaltung und der Sicherstellung von bedarfsgerechter Versorgung eine öffentliche Aufgabe. Wenn Städte, Landkreise und Bundesländer die Daseinsfürsorge für Gesundheit großen Monopolisten überlassen und sich derart ihrer Verantwortung für Kranke und Alte entledigen, dann geht es bald gar nicht mehr um Gesundheit, sondern nur noch um Geld, und damit kennen sich die Unternehmen besser aus als die Volksvertretungen.

Der „Great Reset“ im Gesundheitswesen scheint längst gelaufen. Die „Economic Hitmen“ sind lange unter uns und, was wir jetzt erleben, ist nur ein Symptom dieser in den letzten Jahrzehnten fortschreitenden Deregulierung unseres Gemeinwohls. Wenn das Gemeinwohl sich selbst abschafft, dann übernehmen gut organisierte Egoisten mit väterlicher Geste das Regime und Demokratie hat es schwer. Doch ich habe einen Traum!


Quellen und Anmerkungen:

(1) Das RKI berichtet zum 17.11.2020 :
Im Ambulanten Bereich ist die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung in der 45. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit leicht gesunken.
Zwei (4 Prozent) der 51 untersuchten Sentinelproben waren positiv für SARS-CoV-2.
Aber im stationären Bereich ist die Gesamtzahl der behandelter Fälle mit akuten respiratorischen Infektionen (SARI-Fälle) weiter angestiegen. Dabei ist der Anteil an COVID-19-Erkrankungen bei den SARI-Fällen weiter stark angestiegen und lag in der 44. KW 2020 bei 49 Prozent.
(2) https://youtu.be/Qmls6bj2jxI
(3) https://www.wodarg.com/covid-19-in-italien/
(4) https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/SPD-Gesundheitsexperte-Lauterbach-Wir-haben-zu-viele-Krankenhaeuser-id54513861.html
(5) Covid-19 Krankenhausentlastungsgesetz vom 27. März 2020:
Krankenhäuser erhalten einen finanziellen Ausgleich für verschobene planbare Operationen und Behandlungen, um Kapazitäten für die Behandlung von Patienten mit einer Coranavirus-Infektion frei zu halten. Für jedes Bett, das dadurch im Zeitraum vom 16. März bis zum 30. September 2020 nicht belegt wird, erhalten die Krankenhäuser eine Pauschale in Höhe von 560 Euro pro Tag. Der Ausgleich wird aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, der aus dem Bundeshaushalt refinanziert wird, bezahlt. Sie erhalten außerdem einen Bonus in Höhe von 50.000 Euro für jedes Intensivbett, das sie zusätzlich schaffen. Die Kosten dafür werden aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds finanziert. Darüber hinaus sollen die Länder kurzfristig weitere erforderliche Investitionskosten finanzieren. Für Mehrkosten, insbesondere bei persönlichen Schutzausrüstungen, bekommen Krankenhäuser vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 einen Zuschlag je Patient in Höhe von 50 Euro, der bei Bedarf verlängert und erhöht werden kann. Der so genannte „vorläufige Pflegeentgeltwert“ wird auf 185 Euro erhöht.
(6) http://pflegeethik-initiative.de/2020/04/15/corona-krise-falsche-prioritaeten-gesetzt-und-ethische-prinzipien-verletzt/
(7) https://www.merkur.de/lokales/schongau/schongau-ort29421/schongau-krankenhaus-corona-ausbruch-mitarbeiter-angefeindet-90092945.html

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Wolfgang Wodarg, Jahrgang 1947, ist Internist und Lungenarzt, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sowie für öffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin. Er arbeitete unter anderem als Amtsarzt in Schleswig-Holstein, Lehrbeauftragter an Universitäten und Fachhochschulen sowie Vorsitzender des Fachausschusses für gesundheitlichen Umweltschutz bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein. 2009 initiierte er in Straßburg den Untersuchungsausschuss zur Rolle der Weltgesundheitsorganisation bei der Schweinegrippe.

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Gunnar Kaiser: Die Überlastung des Gesundheitssystems Grippewelle (ARD 2018)

Kommentar der Redaktion: Bilder von Särgen wie dieses Jahr aus Bergamo / Italien. Von solchen Bilder wurde während der Grippewelle 2018 kaum Notiz genommen obwohl die Grippewelle damals weit mehr Todesopfer forderte als Covid-19 in 2020.

ARD Brisant 13.03.2018

ARD Mittagsmagazin März 2018

Peds Ansichten: Peter Frey – Neues vom konstruierten Notstand

Politik und Medien hysterisieren unverdrossen — doch nichts lässt auf eine Pandemie schließen. Ein Beitrag von Peter Frey.

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf -> peds-ansichten.de

Audio Podcast Version von KenFM.de

So man sich der ohne Unterlass durch den Mainstream verbreiteten Panikmache entzieht und beginnt, die zur Verfügung stehenden Daten über die verkündete Pandemie in Augenschein zu nehmen, stellt man fest: Das, was eine Pandemie ausmacht — nämlich unzählige Tote und Erkrankte, die sich auf ein hochansteckendes Virus zurückführen lassen: Es ist schlicht nicht erkennbar. Das Gleiche gilt für reißerisch aufgemachte Berichte über einen vorgeblich durch Covid-19 verursachten, drohenden Notstand im Bereich der Intensivmedizin (Stichwort Triage). Sie sind ohne belastbare Belege.

Lassen wir einfach die aktuellen Zahlen sprechen und erinnern uns daran, dass all diese Zahlen auf dem Narrativ von einem existenten, gefährlichen Virus fußen, dass vollständig isoliert wurde und durch ein eindeutiges, resultierendes Krankheitsbild beschreibbar ist. Was nicht der Fall ist, wie jeder Interessierte herausfinden kann, wenn er sich zum Einen mit den Möglichkeiten und dem Umgang des PCR-Tests befasst und sich zum Anderen auf den Informationsseiten des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Symptomatik von Covid-19 schlau gemacht hat.

Offizielle Verlautbarungen hochgestellter Politiker und Funktionsträger zum Thema Coronavirus stellen sich als eine Mischung aus Verstrickung — geboren aus tatsächlicher Angst vor einem gefährlichen Virus -, Opportunismus und bewusster Desinformation da. Nach neun Monaten Pandemiemodus lässt sich ohne Umschweife sagen, dass die Bevölkerung, nicht nur in Deutschland dreist belogen wird. Andererseits geben uns die durch das RKI erfassten Daten alle Werkzeuge in die Hand, um diesen kolossalen Betrug zu erkennen. Ganz offensichtlich gibt es beim RKI auch Menschen, die uns über die tatsächliche Lage in Bezug auf “neuartige Virus” ehrlich informieren wollen.

Das herausstechende Merkmal einer jeden echten Pandemie ist, dass in einem bestimmten Zeitraum auffällig mehr Menschen sterben, als im statistischen Durchschnitt. Das übermäßige Erkranken und schwer Erkranken zieht sich dabei durch die gesamte Gesellschaft und macht auch vor Ländergrenzen nicht halt. Letztlich kennt in einer solchen dramatischen Situation jeder mindestens einen davon schwer Betroffenen in der Bekanntschaft und Verwandtschaft. Und dies lässt sich natürlich auch in Statistiken sichtbar machen. Daher als erstes die aktuellsten Daten zu den Sterbefallzahlen vom Statistischen Bundesamt, welches diese Daten wiederum vom RKI geliefert bekommen hat (b1).

Wenn Sie, liebe Leser diese Grafik betrachten, fragen Sie sich dann auch, wo die vielen Toten, von denen wir seit März unterrichtet wurden, “versteckt” sind (a1)? Die Toten sind real, keine Frage. Offen ist, was auf dem Totenschein steht und die Schlussfolgerung liegt auf der Hand, dass mehrere Tausend Menschen, die sonst an anderen Leiden — oder auch schlicht aus Altersgründen verstarben — nun amtlich, per Deklaration “Covid-19” – Opfer geworden sind. Oder anders ausgedrückt: Ist das “neuartige Virus” so gefährlich, dass es die Sterblichkeitsraten aller anderen bisher latenten Todesbringer senkt? Weitergedacht: Sterben wir eines Tages nur noch an Covid-19 und ansonsten sind wir unsterblich?

Nein, natürlich ist das nicht der Fall. Die Sterbefallzahlen sagen klar und deutlich: Es gibt und gab im Jahre 2020 keine Pandemie in Deutschland!

Nun ließe sich einwenden, dass möglicherweise die Sterbezahlen gar nicht entscheidend sind, sondern wie viele Menschen schwer erkranken. Von Beginn an hat die Politik einen Notstand in der Betreuung schwer Erkrankter als drohendes Zukunftsszenario an die Wand gemalt (1). Sie beschwor eine Überlastung des Gesundheitssystems durch übermäßige Inanspruchnahme von Intensivbetten und Personal in Folge massenweiser schwerer Erkrankungen an dem “neuartigen Virus”. Durch diese drohende sogenannte Triage würden dann Menschen — auch nicht vorgeblich an Covid-19 Erkrankte — aufgrund nicht mehr möglicher ausreichender Versorgung sterben.

Das DIVI-Intensivbettenregister kann uns dazu Auskunft geben. Man nahm es in Betrieb, weil Covid-19 sich angeblich durch einen sehr schweren Krankheitsverlauf bemerkbar machen und zusätzliche Kapazitäten zur invasiven Beatmung von Patienten erforderlich werden würden. Lassen wir die Fragwürdigkeit einer Krankheit namens Covid-19 aufgrund ihrer völlig unspezifischen und von anderen Erkältungskrankheiten nicht unterscheidbaren Symptomatik einmal außen vor. Schauen wir auf das emotional Wesentliche, das wir in den vergangenen neun Monaten zu dieser Krankheit erfuhren. Es war verbunden mit der Botschaft, dass das Virus Menschen in Scharen ersticken lässt und damit gingen Politik und Medien hausieren.

Das RKI lässt uns auf seiner Webseite zur Symptomatik von Covid-19 das Folgende zu den erfassten Symptomen für Covid-19 – Fälle in Deutschland wissen:

  • 41% Husten
  • 31% Fieber
  • 24% Schnupfen
  • 21% Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
  • 2% Pneumonie (2)

Das soll eine Lungenkrankheit sein? Schauen Sie mal, was uns das RKI zur Symptomatik von Grippeerkrankungen berichtet:

[Diese] ist durch […] Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen gekennzeichnet. […] Selten kommt es zu schweren Verläufen […]. Diese fallen in die Kategorien: 1. primäre Influenzapneumonie durch das Virus selbst, 2. bakterielle Pneumonie Superinfektion […] 3. Exazerbationen [deutliche Verschlechterung] chronischer Lungenerkrankungen” (3)

Wie gleich wird doch Covid-19 — das beim Krankheitsbild im Prinzip nicht von einer Grippe unterscheidbar ist (siehe oben) — noch diagnostiziert: Mittels eines Tests, der keine Viren und keine Krankheiten nachweisen kann; einem Test der auf der sogenannten PCR-Methode basiert. Ohne Test — das war bis zum Februar 2020 so — wäre eine Variation der Influenza erkannt  und als “Fall” gemeldet worden. Oder auch gar nichts, denn die allermeisten “PCR-Treffer” werden bei “Asymptomatischen”, genauer gesagt gesunden Menschen gelandet. Doch was noch viel Auffälliger ist:

“Selten” (Influenza) oder eine Quote von “2% Pneumonie” (Covid-19) charakterisiert kein typisches Merkmal einer Krankheit. Von einer Lungenkrankheit kann weder bei der Influenza noch bei Covid-19 die Rede sein. Nicht, wenn wir den dazu vom RKI zur Verfügung gestellten Daten trauen wollen.

Wenn dem also tatsächlich so ist, dann dürfte sich das auch entsprechend in der Auslastung im intensivmedizinischen Bereich wiederspiegeln. Was es auch tut, und dass passt wie die Faust aufs Auge zur völlig unauffälligen Sterblichkeit im Deutschland des Jahres 2020. Denn niemals hat es in diesem Jahr einen signifikaten Anstieg in der Nutzung des Intensivbettenbereichs gegeben. In vor dem Virus in Angst gehaltene Menschen mögen das nicht glauben, aber DIVI, das Intensivbettenregister — ebenfalls unter Hoheit des RKI betrieben — spricht eine deutliche Sprache (b2).

Die sogenannte Notfallreserve erklärt vielleicht, warum noch immer mehrere Tausend Intensivbetten — vom Bund eben wegen der ausgerufenen Pandemie mit 360 Millionen Euro gefördert — nicht im DIVI aufgeführt sind. Danach müsste die offizielle Kapazität an Intensivbetten derzeit bei etwa 40.000 liegen (4,5).

Das DIVI-Intensivregister (a2) wurde erst im März 2020 als Melderegister für Covid-19 aktiviert, daher die zu Beginn stark ansteigende Kurve. Wir können davon ausgehen, dass die Auslastung im Intensivbettenbereich seit Jahren um einen Wert zwischen 70 und 80 Prozent herum schwankt. 2017 zum Beispiel waren die damals etwa 28.000 Intensivbetten zu 79 Prozent ausgelastet (6). Wenn wir das auf die heutigen Zahlen umrechnen, sehen wir, dass sich an diesen Werten nichts Grundlegendes geändert hat. Ein dramatischer Anstieg der Bettenbelegung war im Deutschland des Jahres 2020 niemals gegeben. Das korreliert eindrucksvoll mit der “typischen Symptomatik” von Covid-19, wie sie das RKI beschreibt: Husten, Schnupfen und Heiserkeit — oder auch gar nichts. Nein, das SARS-CoV-2 – Virus lastet bis zum heutigen Tage in keiner Weise die Intensivbettenkapazitäten aus.

Um so befremdlicher muss uns die folgende Grafik erscheinen — oder auch nicht. Denn wenn man auf einem Totenschein einen Verstorbenen deklarativ zum Covid-19 – Opfer machen kann, dann funktioniert das natürlich auch mit Schwerkranken. Es genügt ein Test, ein PCR-Test, und nochmals sei betont, dass dieser Test aufgrund seiner allgemein bekannten Methodik weder Covid-19 nachweist noch das SARS-CoV-2 – Virus.

Wenn nun — amtlich verordnet — begonnen wird, exzessiv in Kliniken, vor allem in deren Intensivabteilungen auf ein Corona-typisches E-Gen zu testen (7,a3), dann findet bei Positivergebnissen diese Umdeklarierung von intensivmedizinisch Behandelten genau so statt wie bei Verstorbenen, und das sieht dann so aus (b3):

Was sagt uns die Grafik: Eine sinnvolle Korrelation der durch den PCR-Test deklarierten Covid-19 – Fälle mit der Gesamtbelegung im Intensivbereich ist schlicht nicht herstellbar. Was der Autor natürlich nicht nachweisen kann, aber stark vermutet: Schwerkranke oder operativ Behandelte, stark geschwächte Patienten werden kaum Protest einlegen können, wenn sie “nebenbei” mal einem PCR-Test unterzogen wurden und nun plötzlich Covid-19 – Fälle sind. Denn getestet wird in den letzten Wochen so viel wie nie zuvor. Wo vor allem und vor allem wie und wie oft getestet wird, wird uns vorenthalten. Das ist ein Skandal, den unsere mit der Politik gleichgeschalteten Medien natürlich geflissentlich “übersehen” (a4).

Inzwischen werden wöchentlich etwa 100 Millionen Euro mit PCR-Tests umgesetzt (8); ein glänzendes Geschäft für die Profiteure der Pandemie (9). Es ist halt auch eine Testpandemie und für die Gewinner möchte sie wahrscheinlich nie zu Ende gehen (10 bis 12). So weit ist Deutschland inzwischen beim Testen (b4):

Um es es etwas flapsig auszudrücken: Inzwischen läuft dieses Land in einen Zustand, in dem Jeder auf das “neuartige Virus” getestet wird, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Gesunde Menschen, sich völlig normal im Alltag bewegend, geraten immer mehr in den Fokus der “Virenfahnder”, der “Kontaktkettenverfolger”. Aber die Macher der veröffentlichten Meinung hüten sich, nachzufragen, welchen Sinn das Ganze in Bezug auf Gesunderhaltung oder Heilung von Menschen haben soll. Und vergessen wir es nicht, liebe Leser: Der Test findet keine Viren und er taugt auch in keiner Weise zur Diagnostik. Er kann das nicht, konnte es nie. Wer krank ist, geht zum Arzt.

Vom “neuartigen Virus” — nehmen wir einfach an, es gibt ihn — werden extrem wenig Menschen krank. Positivraten sind keine Infektionsraten und es sind auch keine Krankheitsraten. Positivraten auf Basis dieses PCR-Tests müssen Niemandem Angst machen. Aber auf Intensivstationen lohnt es sich offenbar, zu testen. Einfach weil man dort offenbar öfter Positivergebnisse zu erzielen hofft und die Betroffenen sich kaum dagegen wehren können. Die laborbasierte Suveillance für SARS-CoV-2 — wiederum vom RKI, ja da findet man einiges — bestätigt uns das für den Zeitraum von Kalenderwoche 34 bis 45 durchaus (b5):

Jeder Positivtest an Patienten in den Krankenhäusern sorgt schon einmal für einen Zusatzbonus von 100 Euro und die Kliniken sehen sich gezwungen, die durch die staatlich verordnete Pandemie entstehenden Verluste durch die vom Bund in Aussicht gestellten Mehreinnahmen bei Covid-19 – Fällen auszugleichen (13 bis 15). Das “Schöne” ist: Dort sind die Menschen bereits krank, bevor sie getestet werden. Nach dem Positivergebnis sind sie dann “neu” erkrankt und der Autor fragt sich, ob das überhaupt alle Betroffenen wissen. Dem Großteil der Bevölkerung sind diese Sachverhalte eh nicht bewusst. Aber der Sturm “Covid-19” – Kranker auf Arztpraxen — so wie man es bei einer Pandemie erwarten dürfte — bleibt weiterhin aus. Es hat ihn seit neun Monaten nicht gegeben. Nur die “Rhinoviren-Pandemie” geht noch immer weiter. Aber wen interessiert das schon (b6)?

In den vergangenen beiden Wochen tauchten also sage und schreibe fünf Menschen mit den Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung in einer oder mehreren der etwa 600 Arztpraxen (16) auf, welche an das Influenza-Sentinel angeschlossen sind. Diese Menschen wurden dann positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Sie wissen schon, liebe Leser: mit einer Testmethode die dazu gar nicht in der Lage ist. Aber schauen Sie sich das an: Das soll eine Pandemie sein? Und noch immer bewegt sich der Autor im verbreiteten Narrativ eines in der Bevölkerung kreisenden Virus.

Hier stimmt einfach zu viel nicht und die Existenz des Virus zu hinterfragen, ist überhaupt nicht erforderlich, um feststellen zu dürfen, dass die den Menschen dargebotene Pandemie eine Fiktion ist. Allerdings führt diese Fiktion zu realem Handeln und das stellt sich in einem kollektiven Niederreißen des Rechtsstaates dar, für das in wenigen Tagen der nächste Pflock eingeschlagen werden soll — in einem Ermächtigungsgesetz wie es Diktaturen gut zu Gesichte steht. Unter der Flagge einer nicht existenten Pandemie versucht die Macht den Menschen ein grob täuschendes, sogenanntes Drittes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufzuschwatzen. Jedoch nicht die Bevölkerung wird da geschützt, sondern Macht schützt sich vor der Bevölkerung (17).

Wie ich schon wiederholt betonte: Wenn wir nicht tun, wird mit uns getan.

Bitte bleiben Sie sehr aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(a1) Der kurze steile Anstieg der Sterbefälle in Kalenderwoche 33 (August) lässt sich auf die in jener Zeit aufgetretene Hitzewelle zurückführen, wie es auch das Statistische Bundesamt schreibt (18).

(a2) DIVI steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

(a3) Das E-Gen ist standardmäßig der Marker für den PCR-Suchtest. Weil die Sequenz typisch für Coronaviren sein soll, ist dieser Test extrem sensitiv und führt somit auch zu einer Reihe von Falschpositiv-Ergebnissen. Es gibt keinerlei verbindliche Regularien, die einen nachfolgenden Spezifitätstest auf eine weitere — eben für das Virus spezifischere — Gensequenz verlangen oder gar offen dies auch zugänglich dokumentieren. Das öffnet dem Missbrauch der Testmethode Tür und Tor.

(a4) Unverkennbar steigen die Positivraten bei den sogenannten Coronatests in den letzten Wochen an. Das lässt vermuten, das inzwischen — zusätzlich zum berühmt-berüchtigten PCR-Test — auch sogenannte Schnelltests, Antigentests zum Einsatz kommen. Diese Tests sind leider in ihrer Aussagekraft noch zweifelhafter als die auf Basis der PCR-Methode. “Antigen-Schnelltests liefern innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis, allerdings sind sie nicht so treffsicher wie PCR-Tests.” (19)

(1) März 2020; Bundesministerium des Innern (BMI); Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen; https://fragdenstaat.de/dokumente/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen/

(2) 13.11.2020; RKI; Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19, Punkt 8: Demografische Faktoren, Symptome und Krankheitsverlauf; https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText6

(3) 19.01.2018; RKI; Influenza (Teil 1): Erkrankungen durch saisonale Influenzaviren (RKI-Ratgeber), Klinische Symptomatik; https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Influenza_saisonal.html#doc2382022bodyText7

(4) 16.07.2020; ARD-Tagesschau (RBB); M. Pohl, U. Sieber, L. Wandt; Wo sind 7305 Intensivbetten geblieben?; https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/corona-intensivbetten-101.html

(5) 23.06.2020; Tagesspiegel; Wohin fließt das Geld für leere Klinikbetten?; https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bund-zahlt-11-5-milliarden-euro-wohin-fliesst-das-geld-fuer-leere-klinikbetten/25939296.html

(6) 24.03.2020; Science Media Center (SMC); Auslastung der Intensivstation: Zahlen aus Deutschland und Europa; https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/fact-sheet/details/news/auslastung-der-intensivstationen-zahlen-aus-deutschland-und-europa/

(7) 29.10.2020; Telepolis; Christof Kuhbandner; Corona-Lockdown: Droht tatsächlich eine akute nationale Gesundheitsnotlage?, Kapitel: Die Problematik der Diagnostik bei den “COVID-19 – Intensivpatienten; https://www.heise.de/tp/features/Corona-Lockdown-Droht-tatsaechlich-eine-akute-nationale-Gesundheitsnotlage-4942433.html

(8) 13.04.2020; Wirtschaftswoche; Jannik Deters; Diese Berliner machen mit Corona-Tests das Geschäft ihres Lebens; https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/kampf-gegen-das-virus-diese-berliner-machen-mit-corona-tests-das-geschaeft-ihres-lebens/25731170.html

(9) 11.11.2020; Rubikon; Tilo Gräser; Missbrauchte Intensivbetten; https://www.rubikon.news/artikel/missbrauchte-intensivbetten

(10) 16.05.2020; Presseportal; AOK fordert drastische Preissenkung für Corona-Tests; https://www.presseportal.de/pm/30621/4598573

(11) 10.06.2020; Corona Doks; Wirtschaftliche Interessen des Prof. Drosten (II); https://www.corodok.de/wirtschaftliche-interessen-des-prof-drosten-ii/

(12) 05.08.2020; ÄrzteZeitung; Corona-Tests bescheren Qiagen hohe Gewinne; https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Corona-Tests-bescheren-Qiagen-hohe-Gewinne-411798.html; Im Jahre 2005 kaufte Qiagen die deutsche Firma artus GmbH auf. Die wiederum war im Jahre 2003, neben dem Berliner Unternehmen TIB-MOLBIOL einer der Gewinner beim Rennen auf die Vertriebsrechte für den Drostenschen PCR-Test auf das erste SARS-Virus.

(13) 04.06.2020; Bundesministerium für Gesundheit; Verordnung zur Änderung der Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser aufgrund von Sonderbelastungen durch das Coronavirus SARS-CoV-2; https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/C/200604_COVID-19-Ausgleichszahlungs-AEnderungs-Verordnung_-_AusglZAEV.docx.pdf; S. 63

(14) 23.06.2020; Rödl & Partner; Auswirkungen des Covid-19 – Krankenhausentlastungsgesetzes auf den Jahresabschluss 2020; https://www.roedl.de/themen/fokus-gesundheits-und-sozialwirtschaft/juni-2020/auswirkungen-covid-19-krankenhausentlastungsgesetzes-jahresabschluss-2020

(15) 20.07.2020; SWR; Anna Corves; Nutzten Kliniken die Corona-Krise für mehr Profit?; https://www.swr.de/swr2/wissen/nutzten-kliniken-die-corona-krise-fuer-mehr-profit-100.html

(16) 11.10.2018; PTA heute; Wie bestimmt das RKI die Wirksamkeit von Grippeimpfstoffen?; https://www.ptaheute.de/news/artikel/wie-bestimmt-das-rki-die-wirksamkeit-von-grippeimpfstoffen/

(17) 03.11.2020; Deutscher Bundestag; Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, Entwurf eines Dritten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite; https://dserver.bundestag.de/btd/19/239/1923944.pdf

(18) 13.11.2020; Statistisches Bundesamt; Sterbefallzahlen und Übersterblichkeit; https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html; Statistisches Bundesamt (2018): Grunddaten der Krankenhäuser, 2017. Fachserie 12 Reihe 6.1.1    

(19) 14.10.2020; Ökotest; Benita Wintermantel; Corona-Schnelltest: Was bringen die neuen Schnelltests?; https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/Corona-Schnelltest-Was-bringen-die-neuen-Schnelltests_11516_1.html

(b1) 13.11.2020; Sterbezahlen in Deutschland, 2020; Statistisches Bundesamt (DeStatis), Primärquelle: RKI; https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

(b2) 13.11.2020; RKI, DIVI-Intensivregister; Zeitreihen; https://www.intensivregister.de/#/intensivregister

(b3) RKI, DIVI-Intensivregister; Covid-19-Fälle; 13.11.2020; https://www.intensivregister.de/#/intensivregister

(b4) 11.11.2020; RKI; Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19); https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-11-de.pdf?__blob=publicationFile

(b5) RKI, ARS, PCR-Testungen, laborbasierte Surveillance SARS-CoV-2; 11.11.2020; https://ars.rki.de/Docs/SARS_CoV2/Wochenberichte/20201111_wochenbericht.pdf; S. 3, Tab. 1

(b6) RKI, Inluenza-Wochenbericht, Woche 45; https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2020_2021/2020-45.pdf; S. 4, Tab. 2

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Rubikon: Die Wellenmacher – Eine unheilvolle Allianz hat die Deutungshoheit über die Covid-19-Pandemie

Beitrag von Harald Wiesendanger Kopie von rubikon.news
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Nach der fürchterlichen „ersten Welle“ überrollt uns derzeit angeblich schon eine zweite. Noch viel, viel schlimmer sollen Sars-Cov-2 und die von ihm laut Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelöste Krankheit Covid-19 diesmal wüten. Ganz zu schweigen von der nächsten Welle. Und der übernächsten. Und allen nachfolgenden. Abermals malt uns eine blindwütige Allianz von panischen Politikern, alarmistischen Experten und pflichtvergessenen Leitmedien einen wütenden Seuchenteufel an die desinfizierte Wand. Immer deutlicher zeichnet sich ab: Die mächtigen Profiteure dieser unsäglichen Plandemie werden das Corona-Drama, dessen Drehbuch sie schrieben, nach Belieben verlängern können. Nach der Welle ist vor der nächsten. Der anhaltende Hygieneterror läuft auf einen Dauerzustand globaler Überwachung hinaus. Das Staatsmodell der freiheitlichen Demokratie ist akut bedroht — und Otto Normalversteher merkt noch immer nichts, hinterfragt nichts, macht folgsam mit.

Per Fenstersturz zum Corona-Intensivpatienten

Was wir gemeinsam mit Ärztepräsident Reinhardt „besorgniserregend“ finden sollen, ist „die steigende Zahl an Corona-Patienten auf den Intensivstationen“ (1). Müssten uns Mahner wie er nicht erst mal darüber aufklären, wie man dort zum „Corona-Kranken“ wird? Was für Patienten liegen denn gewöhnlich auf Intensivstationen? Betroffene von Herzinfarkten oder schweren Herzrhythmusstörungen zählen dazu. Akutes Lungenversagen (ARDS) kann vorliegen, eine Lungenembolie, schwere Lungenödeme, dramatische Asthmaanfälle, starke Lungenentzündungen. Oder Pankreatitis, eine gastrointestinale Blutung, eine Sepsis, Nierenversagen. Oder auch schlimme Verletzungen. Oder neurologische Ausfallserscheinungen, insbesondere bei Verdacht auf Schlaganfall.

Seit „der Killerkeim wütet“ gilt in den meisten Krankenhäusern und erst recht auf allen Intensivstationen jeder Eingelieferte als coronaverdächtig. Also wird er vorsichtshalber PCR-getestet (2). Dies zu unterlassen, wäre ohnehin betriebswirtschaftlich doof: Für jeden Corona-Test eines gesetzlich Versicherten kassieren Kliniken schließlich ein Zusatzentgelt von 52 Euro (3). Falls der Test positiv ausfällt, geht der Betreffende als „Sars-Cov-2-Infizierter“ in die Statistik ein. Stirbt er daraufhin binnen vier Wochen, so wird er zum amtlichen „Corona-Opfer“. Ob er wegen oder bloß mit dem Virus von uns ging: Was kümmert dies Panikmacher schon? „Bei uns gilt jemand als Corona-Todesfall, bei dem eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde“, stellte Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, schon Anfang April klar (4).

Und falls dieser Jemand an einer anderen Ursache verstarb? Wenn der Testpositive mit Herzinfarkt aus einem Fenster im fünften Stock auf die Straße fiel, wo ihn ein Auto überrollte? Wenn er sich lebensmüde eine Kugel in den Kopf jagte? Egal, Fall ist Fall. Hauptsache, die Corona-Todeszahlen bleiben imposant. Dieses Herumgetrickse ist und bleibt: eine haarsträubende, unfassbar dreiste Verhöhnung wissenschaftlicher Mindeststandards. Darauf gestützte Vorhersagen bringt sie in die Nähe von Kaffeesatzleserei, mit einem Unterschied: Wahrsager pflegen selber zu glauben, was sie von sich geben.

Wahnwitz open end

All dies führt dazu, dass die Covid-19-Belastung der deutschen Intensivmedizin, gegenwärtig und künftig, bei weitem überschätzt wird. Den überhöhten Preis dafür zahlen wir Lockdown-Geschädigten nun abermals — und nicht zum letzten Mal, wenn der Irrsinn kein baldiges Ende findet.

Die Aussichten stehen schlecht. Ein hochkarätiges Beratergremium der französischen Regierung sagt uns soeben „mehrere aufeinanderfolgende Wellen“ im Winter und Frühling voraus. „Uns stehen also viele Monate mit einer äußerst schwierigen Situation bevor.“ Trotz der bisher verhängten Maßnahmen werde es voraussichtlich nicht gelingen, weitere Infektionswellen zu verhindern. Umso wichtiger sei ein entschlossen zupackendes „Management“ (5).

Wir ahnen schon, was passionierte Infektionsschützer darunter verstehen werden. Uns blüht, dass sie ihr bevorzugtes Krisenmanagement ad ultimo fortsetzen. Weltweit erliegen Regierungen nach wie vor den Einflüsterungen ihrer virologischen Hofschranzen, die Pandemie sei frühestens vorbei, wenn es einen Impfstoff gibt. Das kann dauern — viel, viel länger als offiziell verlautbart.

Seit Monaten füttern Leitmedien die angststarre Bevölkerung mit der Heilsbotschaft, die Erlösung sei zum Greifen nahe: Womöglich schon im Spätherbst, vielleicht auch erst Ende 2020, allerspätestens aber in der ersten Jahreshälfte 2021 werde ein im Eilverfahren durchgewinktes, trotzdem garantiert „wirksames, sicheres und gut verträgliches“ Vakzin dem schrecklichen Killerkeim den Garaus machen. Von solchen Erwartungen „müssen wir uns verabschieden“, hatte der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit schon Anfang Juli gewarnt. „Den Superimpfstoff wird es nicht geben, und schon gar nicht nächstes Jahr“ (6).

Wie richtig dieser Stimmungskiller liegt, ist zumindest den Pharmafirmen, welche die derzeit aussichtsreichsten Wirkstoffkandidaten ins Rennen geschickt haben, nicht erst seit heute klar. Wir werden uns wohl weitaus länger gedulden müssen. Das verhehlen sie nicht einmal — schwarz auf weiß nachzulesen auf der WHO-Übersichtsseite der aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten (7).

Bis wann soll die entscheidende dritte Testphase abgeschlossen sein? Zu welchem Termin liegen gemäß Studiendesign die klinischen Daten aller Probanden vor? Nur russische und chinesische Hersteller wollen schon zwischen Mai und Juli 2021 so weit sein. AstraZeneca nennt Oktober 2021, Moderna gibt den 27. Oktober 2022 an, Biontech/Pfizer den 11. Dezember 2022, Janssen/Johnson&Johnson den 10. März 2023. Mit anderen Worten: Das gängige Narrativ „Bald haben wir einen Impfstoff und dann kehrt das normale Leben zurück“ hält uns unverfroren zum Narren (8).

Überraschen kann die Verzögerung nur jemanden, der nicht mitbekommen hat, wie erbärmlich unergiebig die Suche nach Impfstoffen gegen Coronaviren bislang verlaufen ist. Seit knapp zwei Jahrzehnten läuft sie bereits, angestoßen von der ersten Sars-Welle 2003. Der Ertrag? Null. Noch länger, über 40 Jahre, währt bereits die vergebliche Jagd nach einem Impfstoff gegen den mutmaßlichen Aids-Auslöser. „Für HIV wurden über 400 verschiedene Impfstoffkonzepte entwickelt“, klärt Hendrik Streeck auf, Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik in Bonn. „Sehr wenige gingen in die klinische Testung, und keiner hat bislang funktioniert“ (9). Wer vermag auszuschließen, dass sich das verwandlungsfreudige Sars-Cov-2 nicht als ähnlich harte Nuss erweist?

Selbst wenn demnächst ein Covid-19-Impfstoff mit akzeptablen Nebenwirkungen gefunden würde, ist zweifelhaft, wie viele Geimpfte er wie lange schützen würde. Laut Anthony Fauci, Leiter der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde NIAID und seit Jahrzehnten Topberater des Weißen Hauses, müsse man von einer Effektivität von höchstens 50 bis 60 Prozent ausgehen (10). Vorsorglich hat die WHO die Zulassungsschwelle schon abgesenkt (11): Grünes Licht gäbe sie bereits für einen Impfstoff, der 50 Prozent der Geimpften schützt — vor einer Erkrankung wohlgemerkt, nicht vor einer Infektion.

Dabei gestattet ein „Konfidenzintervall“, dass gegebenenfalls schon 30 Prozent ausreichen; also können zwei von drei Geimpften trotzdem Covid-19 entwickeln. Zu Recht stellt das Wissenschaftsmagazin Lancet hierzu unbequeme Fragen (12). Es weist auf Primatentests hin, in denen die angeblich „erfolgreichen“ Impfstoffkandidaten zwar die Virenlast in den unteren Atemwegen verringerten, nicht aber in den oberen. Somit bleiben Geimpfte nach wie vor infektiös, Nichtgeimpfte können sich an ihnen anstecken.

Und selbst wenn eine Traumquote von 100 Prozent erreichbar wäre, dürfte die erreichte Immunisierung von kurzer Dauer sein. Wie im erwähnten Lancet-Artikel nachzulesen, baut das körpereigene Abwehrsystem bei „normalen“ Corona-Infektionen höchstens ein Jahr lang Immunität auf Mers-Cov, ein mit dem Covid-19-Erreger vergleichbares Virus. Es tritt bei seinen Wirtstieren, den Dromedaren, nach überstandener Erkrankung häufig ein weiteres Mal auf. Das lässt befürchten, dass ein Covid-19-Vakzin bloß kurzfristig gegen die Krankheit immun macht. Also ist absehbar, dass Massenimpfungen regelmäßig aufgefrischt werden müssen. Wer daran verdient, kann sich ins Fäustchen lachen.

Perfekt wird kein Covid-Impfstoff sein. Daraus folgt: Die irre Lockdown-Logik 2020 hat kein Verfallsdatum. Die angebliche Notlage, die sie legitimiert, wird unbegrenzt fortbestehen. Zusätzlicher Infektionsschutz, wie er seit Frühjahr freiheitliche Demokratien in totalitäre Hygieneregimes verwandelt, wird sich niemals vollständig erübrigen. Mummenschanz, Social Distancing, Handdesinfektion bis zur Hautablösung, Zwangstests, Quarantänen, Kontaktverfolgung, Versammlungs- und Reisebeschränkungen, immer neue Lockdowns: All das wird weiterbetrieben werden.

Schon jetzt beginnt man uns darauf einzustimmen. Trotz Impfstoff seien „weiterhin gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins“ wichtig, schwurbelt das Robert Koch-Institut (13). „Mit einem Impfstoff werden wir nicht plötzlich die Normalität zurückbekommen“, stellt ein Mitglied der beim RKI angesiedelten Ständigen Impfkommission (Stiko) Ende September klar. „Die Infektionszahlen hängen auch mit der Akzeptanz von Maßnahmen wie Distanz halten und Maske tragen zusammen“ (14). Genauso sieht das Drosten:

„Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen, wird der größte Teil der Bevölkerung weiter Masken tragen müssen“ (15).

Wie lange? Nach übereinstimmender Einschätzung von Virologen ist dieses Coronavirus gekommen, um zu bleiben. Es zu „eliminieren“ ist illusorisch, ob mit oder ohne Impfstoff. Ebensowenig haben jahrzehntelange Grippeimpfungen die Grippe besiegt — weiterhin infizieren sich alljährlich 5 bis 20 Millionen Bundesbürger mit Influenza. Immer neue Mutanten von Sars-Cov-2 werden in Wellen kommen und gehen. Und jede neue Welle wird, nach den Maßstäben blindwütiger Hygieneterroristen, die nächste „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ schaffen und aufrechterhalten. Dabei hilft ein hypersensitives Testverfahren, dessen Falsch-Positiv-Rate allein schon ausreichen würde, einen nie endenden Nachschub an „Fällen“ sicherzustellen; dazu muss man bloß oft genug „testen, testen, testen“, auf Teufel komm raus, wie die WHO empfiehlt.

Finanziell verstrickte Bangemacher

Stoppt niemand diesen Irrsinn, wird er noch viele Jahre weitergehen. Schon im April fütterte ein gewisser Stephen Kissler von der amerikanischen Elite-Uni Harvard, vom Spiegel zum „Professor“ ernannt (16), die mediale Gruselmaschine mit einer Studie, derzufolge Notstandsregimes mindestens bis 2022 fortdauern werden, womöglich aber auch bis 2024. Steile Kurven zeichnen das Katastrophenszenario eines Alltags im ständigen Wechsel von kurzen Lockerungen und bis zu dreivierteljährigen Lockdowns, die Regierungen immer wieder neu verhängen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern (17).

Ist es nicht ein sonderbarer Zufall, dass pandemistisches Alarmgeheul zumeist umso lauter erschallt, je näher der Alarmist Big Pharma und pharmanahen Stiftungen steht — Seuchenprofiteuren, die mächtig daran interessiert sind, dass die Krise möglichst lange andauert, möglichst tief verängstigt und möglichst weh tut?

Bei „Professor“ Kissler handelt es sich in Wahrheit um einen Postdoktoranden (18), der die mathematische Mühsal des Computersimulierens für einen Star-Immunologen im Hintergrund erledigt hat: seinen Chef Yonatan Grad, Leiter des nach ihm benannten Grad Laboratory in Harvards Abteilung für Immunologie und Infektionskrankheiten (19). Grad forscht mit großzügiger Unterstützung der Bill & Melinda Gates Foundation (20). Die Harvard TH Chan School of Public Health, an der Grad lehrt, kassierte von dem unschlagbar philanthropischen Microsoftler seit 2011 schlappe 158 Millionen US-Dollar, verteilt auf mehr als 50 Überweisungen (21).

Dabei sticht die Zweckbindung von 50 Millionen Dollar ins Auge, die Gates im Juli 2020 für die Chan School springen ließ: zum „Aufbau einer Evidenzbasis, um die Transformation zu qualitativ hochwertigen Gesundheitssystemen zu unterstützen, in Partnerschaft mit Entscheidungsträgern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen“ (22). Was der reichste Spritzenfetischist der Welt unter jener „höheren Qualität“ versteht, die er herbeitransformiert sehen will, ist zumindest covidiotischen Verschwörungstheoretikern sattsam bekannt.

Finanziell unabhängig ist auch das übrige Harvard schon längst nicht mehr: Staatliche Zuschüsse sind mittlerweile auf 4 Prozent des Gesamthaushalts geschrumpft. Hingegen flossen allein im Fiskaljahr 2017 rund 46 Millionen US-Dollar von Unternehmen, knapp 155 Millionen von privaten Stiftungen (23). Dazu zählt auch die Gates Foundation, die zahlreiche Harvard-Institute in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten viele Dutzend Male großzügig bedachte (24). Zu GlaxoSmithKline, zweitgrößtem Pharmakonzern der Welt und im Corona-Vakzinrennen ganz vorne dabei, unterhält Harvard seit 2008 eine enge Partnerschaft (25). So sieht „Freiheit der Wissenschaft“ aus?

Das Imperial College in London, das sich seit Pandemiebeginn in puncto Schwarzmalerei von niemandem überbieten lässt, hat seit mindestens 15 Jahren viel Freude an seinem Hauptsponsor, dem Wellcome Trust, der zweitreichsten Stiftung der Welt (26). Seit 1936 verwaltet sie das Erbe des Pharmaunternehmers Henry Wellcome, Mitbegründer von Burroughs Wellcome, das 1996 mit GlaxoSmithKline fusionierte.

Von der Gates Foundation flossen dem Imperial College seit 2002 mindestens 346 Millionen US-Dollar zu, verteilt auf rund 80 Grants (deutsch: Zuschüsse); allein im Corona-Jahr 2020 waren es über 86 Millionen (27). Aber was ist das schon gegen jene 887 Millionen US-Dollar, die Gates im Lauf von rund anderthalb Jahrzehnten der Johns-Hopkins-University zukommen ließ (28): dem meistzitierten Corona-Datenlieferanten, dessen dreist überhöhte, mit grandioser Grafik präsentierte Zahlen seiner Agenda prächtig in die Karten spielen?

Einem virologischen Halbgott Käuflichkeit zu unterstellen, grenzt geradezu an Häresie. Selbstverständlich ohne die geringsten Hintergedanken verlieh der Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline — Umsatz 2019: 33,8 Milliarden US-Dollar (29) — einem gewissen Christian Drosten im Jahr 2004 seinen „Förderpreis für Klinische Infektiologie“. Der US-Pharmakonzern Abbott — Umsatz 2019: 32 Milliarden US-Dollar (30) — sponserte den „Diagnostics Award“ der European Society for Clinical Virology, den Drosten im selben Jahr erhielt.

Ebenfalls 2004 errang er den „Diagnostics Award“ der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, mit freundlicher Unterstützung von bioMérieux — Umsatz 2017: 2,3 Milliarden Euro (31) —, einem börsennotierten französischen Anbieter von Reagenzien, Geräten, Software und Service für die In-vitro-Diagnostik. Warum sollten bewährte „Public/Private Partnerships“ bei Preisverleihungen enden? Von der Gates Foundation flossen Drostens Charité im Dezember 2019 sowie im März 2020 insgesamt 336.000 US-Dollar zu.

Wäre es zu all diesen Auszeichnungen und Zuwendungen gekommen, wenn Drosten den Geschäftsinteressen von Big Pharma eher hinderlich als förderlich wäre? Wer will sie ihm schon neiden, wo er doch angeblich keinen Cent davon hat, dass sein PCR-Test zum weltweiten Kassenschlager wird (32)?

Lothar Wieler, als chronisch besorgte RKI-Kassandra berüchtigt, ist seit Anfang 2016 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von GLOPID-R, der Global Research Collaboration for Infectious Disease Preparedness (33), in der 29 Länder vertreten sind (34); ihr gehört auch die Gates-Stiftung an. Zudem sitzt Wieler im Vorstand der International Association of National Public Health Institutes; deren Mitbegründer und Topsponsor ist ebenfalls die Gates-Stiftung. Im November 2019 gingen beim RKI 253.000 US-Dollar von der Gates Foundation ein (35). Die beim Robert Koch-Institut angesiedelte Ständige Impfkommission ist für ihre Pharmanähe berüchtigt, seit es sie gibt.

„Es gibt kein Zurück zur Normalität“

Worauf die expertengestützte Wellenmache hinausläuft, glaubt CNN zu wissen, der zweitgrößte Nachrichtensender der Vereinigten Staaten (36). „Es gibt kein ‚Zurück zur Normalität‘“, überschreibt CNN-Redakteur Nick Paton Walsh, immerhin Emmy-Preisträger, einen am 30. September veröffentlichten Artikel. „Je früher wir das hinnehmen, desto besser.“ Man müsse akzeptieren, dass obligatorische Einschränkungen wie das Tragen von Gesichtsmasken „dauerhaft“ werden — ein selbstverständlicher „Teil des Lebens“.

Die Welt vor Corona sei jetzt nur noch Nostalgie, sie „kommt nicht zurück“. Damit müsse die Öffentlichkeit sich „abfinden“. Dies sei „nicht unbedingt etwas Schlechtes, sagen Psychologen. Die Gefahr besteht eher darin, dass man sich wieder nach Normalität sehnt, als dass man weiter daran arbeitet, mit dem umzugehen, was vor einem liegt. (…) Die menschliche Neigung zu glauben, dass Veränderungen vorübergehend sind und dass die Zukunft wieder der Vergangenheit ähneln wird“, zeuge von einer „Normalitätsverzerrung“ — für CNN anscheinend eine gemeingefährliche, dringend therapiebedürftige Form von psychischer Störung.

Unter Berufung auf Thomas Davenport, Professor für Informationstechnologie und Management am Babson College in Wellesley, Massachusetts, schreibt CNN: Wer sich weigert, Masken zu tragen, sei blind für die neue Wirklichkeit. Er missverstehe sie als „vorübergehende Modeerscheinung, die er sich nicht zu eigen machen muss“.

In dieselbe Kerbe schlug CNN bereits Anfang Juli. In der Überschrift eines längeren Beitrags zitierte der Sender den Präsidenten der britischen Royal Society, Venki Ramakrishnan: „Die Weigerung, Gesichtsmasken zu tragen, sollte genauso tabu sein wie Trunkenheit am Steuer oder Autofahren ohne Sicherheitsgurt“ (37). Beides sei früher ganz normal gewesen. Heute jedoch „würde man beides als unsozial betrachten“. CNN weiß von „vielen Gesundheitsbeamten auf der ganzen Welt“, die „sagen, dass wir Masken tragen müssen, wenn wir die Wirtschaft offen halten und Zehntausende von Leben retten wollen“. Unfassbar. Beklemmend.

„Mit dem neuen Paradigma der ‚Biosicherheit‘ wird die Weltgesellschaft in einer Weise umgestaltet, von der frühere Faschisten nur träumen konnten“, schreibt der italienische Philosoph Giorgio Agamben, Professor an der Universität Venedig (38).

„Wie beraubt man die Menschen ihrer grundlegenden Rechte und greift in nie dagewesener Weise selbst in ihre intimsten Beziehungen zueinander ein? Wie digitalisiert man den sozialen Kontakt, zerstört Solidarität und atomisiert funktionierende Gesellschaften? (…) Die Lösung liegt darin, eine Bedrohung von ungeahntem Ausmaß zu kreieren, die alle Bürger zu disziplinieren imstande ist — stärker noch als bei angeblicher terroristischer Gefahr. Das Thema Gesundheit aktiviert nicht nur unweigerlich archaische Ängste bei fast allen Menschen, es tarnt die Anpassung an die Diktatur als Altruismus und delegitimiert selbständiges Denken. Die geniale Konstruktion der Architekten dieser neuen Weltordnung lautet: Wir ersetzen das bisherige Recht auf Gesundheit durch eine Gesundheitspflicht.“

Dieser Pflicht überall, jederzeit nachzukommen, gilt fortan als edelste Form von staatsbürgerlicher Teilhabe.

Wer diese Entwicklung denkfaul ignoriert und tatenlos zusieht, wie sie von Flensburg bis Garmisch, von Lima bis Wellington ihre überwältigende Dynamik entfaltet, der macht sich mitschuldig, falls sich schlimmste Befürchtungen bewahrheiten.

Solange sich die Welt nicht von der irrwitzigen Seuchendefinition der WHO verabschiedet, die seit 2009 unabhängig von Opferzahlen Panikmache mit bloßen Infektionswellen überhaupt erst ermöglicht, wird sie im Würgegriff jener Interessengruppen verharren, denen eine Pandemie höchst gelegen kommt. Diese insgeheimen Nutznießer werden alles daransetzen, dass die angefachte Massenhysterie möglichst lange fortbesteht — und unverhältnismäßige Reaktionen darauf möglichst großen Schaden anrichten (39).

Schluss damit wäre erst, wenn sich weltweit jene Art von Krisenmanagement durchgesetzt hat, das der WHO-Generaldirektor unablässig in den höchsten Tönen lobt: die Totalüberwachung nach Chinas Vorbild. Wer schert sich dort noch um eine zweite Welle? Wer muckt noch auf gegen staatlichen Infektionsschutz? Wer hinterfragt Hygieneterror? Wer stört das Big Business mit Zukunftstechnologien? Kein Mucks mehr von Impfkritikern, Globalisierungsgegnern, Menschenrechtlern, Datenschützern, Verschwörungstheoretikern und sonstigen Querdenkern. Endlich herrscht Ruhe und Ordnung.

Bis zu 25.000 Euro kostet es neuerdings in Nordrhein-Westfalen, sich dem Maskenzwang zu widersetzen. Wie teuer sollte es im Verhältnis dazu sein, maskiert die Verfassung mit Füßen zu treten?


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.rnd.de/gesundheit/corona-warnung-des-arzteprasidenten-vor-uberlastung-des-gesundheitswesens-DIBOJCMCCNVTSUPXATXYUT4SZI.html
(2) https://www.aerzteblatt.de/archiv/215234/SARS-CoV-2-Tests-im-Krankenhaus-Ruf-nach-einheitlicher-Strategie
(3) https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Zusatzentgelt-fuer-Corona-Tests-in-Kliniken-festgelegt-410164.html
(4) Zitiert nach https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-so-werden-corona-todesfaelle-gezaehlt,RtnpYVL
(5) https://www.focus.de/gesundheit/news/pandemie-coronavirus-experten-sehen-noch-mehrere-wellen-auf-europa-zukommen_id_12613364.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_GESUNDHEIT
(6) https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88105312/corona-krise-virologe-daempft-hoffnung-auf-einen-superimpfstoff-.html
(7) https://www.who.int/publications/m/item/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines
(8) https://www.nachdenkseiten.de/?p=65607
(9) https://www.tagesspiegel.de/wissen/virologe-hendrik-streeck-im-interview-wir-werden-in-naher-zukunft-das-virus-nicht-vernichten-koennen/25959456.html
(10) https://corona-transition.org/dr-anthony-fauci-glaubt-nicht-an-ausreichenden-erfolg-eines-impfstoffs
(11) https://www.who.int/publications/m/item/who-target-product-profiles-for-covid-19-vaccines
(12) https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2820%2931976-0
(13) https://www.tagesschau.de/inland/rki-corona-impfstoff-101.html
(14) https://www.rnd.de/gesundheit/ein-corona-impfstoff-bedeutet-keine-ruckkehr-zur-normalitat-ITVX7QUDBZEB3NETAV5OCJZH4Q.html
(15) https://www.merkur.de/leben/gesundheit/coronavirus-wie-lange-mundschutz-maskenpflicht-virologe-christian-drosten-dauer-prognose-impfstoff-impfung-zr-90050534.html
(16) https://www.spiegel.de/politik/corona-und-wege-aus-dem-lockdown-wir-brauchen-noch-viel-haertere-massnahmen-a-00000000-0002-0001-0000-000170518540
(17) https://science.sciencemag.org/content/early/2020/04/13/science.abb5793
(18) https://www.hsph.harvard.edu/stephen-kissler/
(19) https://www.hsph.harvard.edu/yonatan-grad/
(20) https://europepmc.org/article/pmc/pmc5853443, „Funding“.
(21) https://www.gatesfoundation.org/search#q/k=Harvard%20Chan
(22) https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2020/07/INV-005254
(23) https://www.thecrimson.com/article/2018/11/26/hsph-sponsored-research/
(24) https://www.gatesfoundation.org/search#q/k=Grad%20Harvard
(25) https://news.harvard.edu/gazette/story/2008/07/glaxosmithkline-and-harvard-stem-cell-institute-announce-major-collaboration-agreement/
(26) https://wellcome.org/grant-funding/funded-people-and-projects
(27) https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2020/10/INV-005289
(28) www.gatesfoundation.org
(29) https://de.wikipedia.org/wiki/GlaxoSmithKline
(30) https://de.wikipedia.org/wiki/Abbott_Laboratories
(31) https://de.wikipedia.org/wiki/BioM%C3%A9rieux
(32) https://www.corodok.de/wp-content/uploads/2020/06/Drosten-Landt-Connection-Geld-scheffeln-mit-Pandemien.pdf
(33) https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_H._Wieler
(34) https://www.glopid-r.org/https://www.glopid-r.org/about-us/members/
(35) https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2019/11/OPP1216026
(36) https://edition.cnn.com/2020/09/30/health/back-to-normal-bias-wellness/index.html
(37) https://edition.cnn.com/2020/07/07/health/mask-wearing-uk-intl-scli-gbr-wellness/index.html
(38) https://www.rubikon.news/artikel/der-gesundheitsterror
(39) https://wie-soll-es-weitergehen.de/files/Wie-soll-es-weitergehen-DIN-A4-small.pdf

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Rubikon: Missbrauchte Intensivbetten

Es kann sein, dass eine hohe Zahl von Covid-19-Patienten auf Intensivstationen ökonomisch durchaus nützlich ist.

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Ein Beitrag von Tilo Gräser weitere Beiträge von weitere Beiträge von Tilo Gräser auf Rubikon

Die Bevölkerung wird von Politik und Medien weiter mit Zahlen und Schreckensszenarien in Angst und unter Kontrolle gehalten. Noch immer werden das Virus SARS-CoV-2 als mögliches Killervirus und die von ihm laut Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelöste Krankheit Covid-19 als todbringende Seuche dargestellt. Dabei werden vor allem die als Infektions- beziehungsweise Fallzahlen bezeichneten positiven Ergebnisse der unsicheren, aber massenhaften PCR-Tests — in den letzten Wochen jeweils bis zu einer Million — zur Panikmache benutzt. Wissenschaftler und Mediziner mahnten immer wieder an, weitere Kriterien hinzuziehen, um die Lage zu beurteilen. Sie verwiesen dabei auf die Zahlen der im Krankenhaus wegen Covid-19 Behandelten sowie derjenigen, die als schwere Fälle auf Intensivstationen liegen, und jener, die als sogenannte Corona-Tote gemeldet werden. Erst seitdem diese Zahlen wieder steigen, werden sie öfter in den Blick genommen und medial vermeldet — doch auch das kann täuschen.

Die Intensivbetten für Covid-19-Patienten werden in drei Wochen knapp, sagte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) am 8. November anhand von Aussagen verschiedener Mediziner voraus. Ein zweiter Beitrag des Blattes zum Thema kündigte entsprechend die „Katastrophe von morgen“ für den Advent an.

Das waren zwei aktuelle Beispiele, wie derzeit Politik und Medien die Angstmache aufrechterhalten; nun mit der steigenden Zahl der Krankenhausbehandlungen, der Intensivpatienten sowie der Todesfälle „im Zusammenhang mit Covid-19“, wie es beim vom Tiermediziner Lothar Wieler geleiteten und dem Bundesgesundheitsministerium unter Jens Spahn (CDU) unterstehenden Robert Koch-Institut (RKI) heißt. Dabei wird übergangen, dass sich jedes Jahr im Herbst und Winter die Arztpraxen und Krankenhäuser mit Patienten wegen Erkältungen und Influenza füllen — bis zum jeweils drohenden Kollaps.

Wer die aktuellen Zahlen wissen möchte, findet sie beim RKI in dessen täglichen Situationsberichten sowie in den Tagesreporten vom Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Für das bessere Verständnis dieser offiziellen Zahlen sei auf den Faktencheck auf dem Blog Querschuesse von Steffen Bogs verwiesen, in dem tagesaktuell die offiziellen Angaben überschaubar aufbereitet werden.

Matthias Keilich hat vor wenigen Tagen auf Rubikon gezeigt, wie derzeit mit den Zahlen der belegten Intensivbetten „Wahrheit gemacht“ wird. Er hat nachgewiesen, dass es immer darauf ankommt, die Angaben ins Verhältnis zu den Zusammenhängen zu setzen. Zugleich zeigt auch das Thema der Intensivbetten, dass es in der Corona-Krise nicht nur um Zahlen geht.

Grund zur Sorge statt zur Panik

Der Blick auf die Daten aus der Intensivmedizin macht deutlich, dass es wenig Grund für Panikmache gibt. Selbst laut Divi-Präsident Uwe Janssen ist eine Überlastung der intensivmedizinischen Kapazitäten nicht zu erwarten, wie das ZDF am 23. Oktober meldete. Es gebe ausreichend Betten und medizinisches Gerät, wurde Janssen zitiert, der aber zugleich auf den eigentlichen Engpass in jedem Winter hinwies: das fehlende Pflegepersonal.

„Die aktuelle Diskussion über die Zahl freier Intensivbetten führt zur Verunsicherung in der Öffentlichkeit“, erklärte am 3. November der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Zugleich machte er darauf aufmerksam, dass Einschnitte in den Normalbetrieb der Stationen notwendig wären, wenn alle Intensivbetten ausgelastet würden.

„Dieser Umstand ist eine Selbstverständlichkeit, die allen Experten immer bewusst war. Niemand hat erwartet, dass die Kliniken für einen solchen Ausnahmezustand allein durch die regelhafte Personalbesetzung der Intensivstationen gerüstet sind.“

Die Zahl der 7.500 freien Intensivbetten im Divi-Register bedeute „selbstverständlich nicht, dass dort das Personal steht und darauf wartet, dass Patienten eingeliefert werden“. Bei steigendem Bedarf auf den Intensiv-Stationen werde Personal umgesetzt, so Gaß. Im März 2019 hatte bereits ein Bericht im Deutschen Ärzteblatt die Lage so beschrieben:

„Der Mangel an Pflegepersonal in der Intensivmedizin nimmt immer deutlichere Ausmaße an. Bereits jetzt kommt es in Spitzenzeiten wie der Grippewelle 2017/2018 zu Einschränkungen in der Notfallversorgung der Bevölkerung. Doch auch der Normalbetrieb ist in vielen Intensivstationen angesichts des Personalmangels häufig nicht mehr aufrechtzuerhalten, sodass vielfach Intensivbetten gesperrt werden müssen.“

Nützliche Schreckensszenarien

Gegen dieses seit Jahren bekannte Problem des Personalmangels wurde nichts getan. Dafür steigern sich Politik und Medien derzeit neu in die Panikmache hinein, wie unter anderem der Sender N-TV am 30. Oktober zeigte: „Angesichts der hohen Fallzahlen droht Deutschland eine Überlastung der Krankenhäuser, die Zahl der Covid-Intensivpatienten steigt.“

Dabei wurden wieder die aus dem Frühjahr bekannten Bilder aus dem norditalienischen Bergamo und aus New York beschworen. Die Unterschiede in der Ausgangslage im Vergleich zur bundesdeutschen Situation ließ ebenfalls der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) weg, als er am 3. November erklärte: „Es drohen uns Verhältnisse, wie wir sie im Frühjahr etwa in Bergamo gesehen haben: überfüllte Krankenhäuser; zu Notlazaretten eingerichtete Turnhallen; Ärzte, die entscheiden müssen, wer behandelt werden kann und wer nicht; Personal weit über der Belastungsgrenze.“

Am Freitag legte N-TV noch einmal nach und meldete: „Intensivpatienten- und Sterbefälle-Welle steht bevor.“ Auch hier wurde wieder nicht ins Verhältnis gesetzt. Wahrscheinlich stört das nur die Katastrophen-Berichterstattung und die Panikmache. Solche Meldungen werden gebraucht, um die Bevölkerung im erneuten Lockdown-Modus zu halten und ihre Grundrechte per Infektionsschutzgesetz dauerhaft einzuschränken. Was selbst Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei freut, beschrieb Bundestags-Unionsfraktionsvize Thorsten Frei gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung so: „Wir dürfen der Regierung aber keine Fesseln anlegen.“

Unerwünschte Debatten und Fragen

Zuviel Demokratie ist nicht erwünscht, ebenso nicht der Blick auf Zusammenhänge, Entwicklungen und zurückliegende ähnliche Situationen, in denen die Kapazitäten bis an den Rand ausgelastet wurden. Die dafür Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wollen nur ungern daran erinnert werden.

So werden in der Corona-Krise angesichts eines vermeintlichen Killervirus alle Debatten der letzten Jahre über den angegriffenen Zustand des bundesdeutschen Gesundheitswesens, über die Ursachen und Konsequenzen weggewischt.

Zugleich stellt niemand mehr kritische Fragen über Entwicklungen wie die in den letzten Jahren deutlich gestiegene Zahl nicht notwendiger teurer Operationen und kostenaufwendiger Behandlungen sowie deren Folgen.

Das betrifft auch die Krankenhäuser und deren Intensivstationen, die jetzt als Fiebermesser der Covid-19-Pandemie herhalten müssen. Über die Folgen der Ökonomisierung des Gesundheitswesens einschließlich der sogenannten Fallpauschalen für Krankenhäuser ist schon viel geschrieben worden. Darüber, wie sich diese konkret in der Corona-Krise auch auf unerwartete Weise zeigen, ist kaum etwas zu lesen.

Weniger Betten — mehr Intensivplätze

Beim panischen Blick auf die Intensivstationen werden grundlegende Fakten und Entwicklungen übersehen. So zeigen die im August dieses Jahres vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Krankenhausdaten aus dem Jahr 2018, dass die 27.464 Intensivbetten durchschnittlich zu 77 Prozent (21.147 Betten) ausgelastet waren. Dabei steigt der Wert, je größer die Klinik ist. Allgemein gilt als Idealfall, wenn die Intensivstationen zu 80 Prozent ausgelastet sind. Dieser Durchschnittswert überdeckt, dass Studien zufolge die Tage mit einer Überauslastung von mehr als 80 Prozent und auch über 100 Prozent in den letzten Jahren zugenommen haben.

Ebenso wird anscheinend übersehen, dass die Zahl der Intensivbetten seit 1991 deutlich stieg — während gleichzeitig die Zahl der Krankenhäuser und die Gesamt-Bettenzahl gesunken sind. Das hat das Bundesamt für Statistik am 7. Oktober dieses Jahres gemeldet. Danach stieg die Zahl der Intensivbetten um 36 Prozent von 20.200 im Jahr 1991 auf 27.500 im Jahr 2018. Gleichzeitig nahm bundesweit die gesamte Bettenkapazität ab: 1991 hatte es den Destatis-Angaben nach noch 666.000 Betten in 2.411 Krankenhäusern gegeben, während es im Jahr 2018 nur noch 498.000 Krankenhausbetten in 1.925 Kliniken waren — ein Rückgang um 25 Prozent. Auf diese gesamtdeutsche Entwicklung hatte bereits im Juli die Zeitschrift Lunapark 21 in ihrer Reihe „Quartalslüge“ aufmerksam gemacht.

Diese gegenläufige Entwicklung erstaunt auf den ersten Blick und wird gern mit dem demografischen Wandel erklärt: Eine zunehmend älter werdende Bevölkerung lebe zwar länger, sei aber auch häufiger erkrankt. Doch das scheint eher Vorwand als tatsächliche Ursache zu sein. Intensivmedizinische Versorgung ist zwar kostenaufwendiger, aber zugleich profitabler für die meisten der knapp 2.000 Kliniken.

Immer mehr Intensivtherapie

Interessante Hinweise dazu sind unter anderem in der 2019 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Studie „Hospitalisierung und Intensivtherapie am Lebensende“ zu finden. Dafür wurde die bundesweite Krankenhausstatistik von 2007 bis 2015 ausgewertet.

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Eigene Darstellung/Datenquelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/209976/Hospitalisierung-und-Intensivtherapie-am-Lebensende

Danach stieg die Zahl der normalen Krankenhausbehandlungen jährlich um 0,8 Prozent von 201,9 auf 214,6 pro 1.000 Einwohner. Die stationären Intensiv-Behandlungen stiegen dagegen jährlich um drei Prozent von 6,5 auf 8,2 pro 1.000 Einwohner.

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Eigene Darstellung/Datenquelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/209976/Hospitalisierung-und-Intensivtherapie-am-Lebensende

Bei den Intensivpatienten stieg das Durchschnittsalter von 69 Jahren auf 71 Jahre. Laut der Studie gibt es einige Hinweise darauf, „dass die Inanspruchnahme einer Intensivtherapie am Lebensende in dieser Altersgruppe direkt mit der Anzahl von Intensivstationsbetten verknüpft ist.“

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Eigene Darstellung/Datenquelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/209976/Hospitalisierung-und-Intensivtherapie-am-Lebensende

Die Studie verweist auch auf Folgendes:

„Unter den Krankenhaustodesfällen erhöhte sich der Anteil der Patienten, die eine Intensivtherapie erhielten, jährlich um 2,8 Prozent von 20,6 Prozent (2007) auf 25,6 Prozent (2015). In der Altersgruppe ab 65 Jahre stieg die Zahl der im Krankenhaus Verstorbenen, die eine Intensivtherapie erhielten, dreimal so schnell wie die der Krankenhaustodesfälle.“

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Eigene Darstellung/Datenquelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/209976/Hospitalisierung-und-Intensivtherapie-am-Lebensende

Intensivstationen als Einnahmequellen

Gern wird darauf verwiesen, dass Deutschland weltweit eine der höchsten Anteile an Intensivbetten im Verhältnis zur Bevölkerung hat. Das Statistische Bundesamt meldete am 2. April 2020 für die Bundesrepublik 33,9 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner. Eine vergleichsweise hohe Dichte wiesen Österreich (28,9 Intensivbetten je 100.000 Personen) und die Vereinigten Staaten (25,8) auf.

Am 3. Januar dieses Jahres hatte sich ein Beitrag in der Zeitung Rheinische Post (RP) mit diesen Zahlen beschäftigt und sie als mögliches Zeichen für eine „Übertherapie am Lebensende“ gesehen. „Obwohl die meisten Menschen in Befragungen angeben, dass sie am liebsten daheim in Ruhe ihr Leben beschließen möchten, sterben in Deutschland immer mehr alte Menschen an Apparaten“, stellte Autorin Dorothee Krings fest. „Nun könnte man das für ein Zeichen intensiverer Versorgung oder Ergebnis der demografischen Entwicklung in Deutschland halten“, meinte sie. Aber die in der erwähnten Studie beschriebene Tendenz bleibe bestehen, wenn die Altersentwicklung berücksichtigt werde.

In vielen Fällen gehe es auf der Intensivstation „also nicht um die Stabilisierung eines Patienten mit Heilungsaussichten“, auch mit schwerwiegenden Eingriffen, „sondern um die Versorgung am Lebensende“, so die RP-Redakteurin. Sie fragte, „ob wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Insbesondere bei Menschen, die am Lebensende künstlich beatmet werden müssen, gibt es hohe Fallpauschalen.“ Auch „jenseits der Versorgung von Beatmungspatienten könnten hohe Sätze für die Intensivpflege dazu führen, dass Patienten am Lebensende übertherapiert werden“.

In dem Beitrag wurde unter anderem Matthias Thöns, Palliativ- und Notfallmediziner, zitiert:

„Angebot schafft Nachfrage, gibt es leere Intensivbetten, legt man da einen Sterbenden hinein.“

Das klingt aus heutiger Sicht wie ein Vorab-Kommentar der aktuellen Situation. Thöns hatte im Frühjahr dieses Jahres im Zusammenhang mit Covid-19 mehrmals die „sehr einseitige Ausrichtung auf die Intensivbehandlung, auf das Kaufen neuer Beatmungsgeräte, auf Ausloben von Intensivbetten“ kritisiert.

Falsche Prioritäten und ethische Probleme

Gegenüber dem Sender Deutschlandfunk (DLFerklärte der Mediziner Mitte April 2020, es müsse bedacht werden, dass es sich bei den schwer erkrankten Betroffenen „meistens um hochaltrige, vielfach erkrankte Menschen handelt, 40 Prozent von denen kommen schwerstpflegebedürftig aus Pflegeheimen“. Und:

„Also es ist eine Gruppe, die üblicherweise und bislang immer mehr Palliativmedizin bekommen hat als Intensivmedizin, und jetzt wird so eine neue Erkrankung diagnostiziert und da macht man aus diesen ganzen Patienten Intensivpatienten.“

Thöns kritisierte in dem DLF-Interview „sehr falsche Prioritäten“ und fügte hinzu, „es werden ja auch alle ethischen Prinzipien verletzt, die wir so kennen“. Er verwies auf frühzeitige Erkenntnisse aus China, dass bei einem schweren Krankheitsverlauf nur drei Prozent der Betroffenen gerettet werden konnten, „97 Prozent versterben trotz Maximaltherapie — so eine Intensivtherapie ist leidvoll, da stimmt ja schon das Verhältnis zwischen Nutzen und Schaden kaum“.

Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK (Wido), der Divi und der Technischen Universität (TU) Berlin hatte Ende Juli ergeben, dass 53 Prozent der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19-Diagnose, die künstlich beatmet wurden, verstarben. Insgesamt seien 17 Prozent der Patienten in Krankenhäusern, bei denen Covid-19 diagnostiziert wurde, beatmet worden.

„Die höchsten Sterblichkeitsraten waren bei beatmeten Patienten in der Altersgruppe von 70 bis 79 Jahren (63 Prozent) sowie bei den Patienten ab 80 Jahren (72 Prozent) zu verzeichnen.“

Bei den Patienten ohne Beatmung habe der Anteil der Verstorbenen mit 16 Prozent „deutlich niedriger“ gelegen.

Die Spur des Geldes

Mit Stand 3. November 2020 lag das mittlere Alter der „im Zusammenhang mit Covid-19“ Verstorbenen laut RKI bei 82 Jahren. Der allergrößte Teil von ihnen litt an einer oder mehreren Vorerkrankungen. Palliativmediziner Thöns verwies in dem Zusammenhang gegenüber dem DLF darauf, dass Gerechtigkeit „ja auch ein wichtiges, ethisches Prinzip“ sei. Angesichts der begrenzten Zahl an Intensivbetten sei „irgendwann die Entscheidung“ zu treffen, „wird da jetzt ein hochaltriger Patient kaum mit Rettungschancen weiterbeatmet oder eben der junge Familienvater nach einem Verkehrsunfall oder einem Herzinfarkt. Das ist eine schwierige ethische Entscheidung.“

Thöns betonte:

„Völlig klar müssen wir so viele Menschen retten — mit von den Menschen gewollten Maßnahmen — wie möglich.“

Er erinnerte daran, dass sich in der Vergangenheit gezeigt habe, „dass sich die hochpreisige Intensivmedizin in einen Bereich ausgedehnt hat, wo das die meisten Menschen für sich nicht wollen“. Es gebe „schon deutliche Hinweise, dass da Geld eine Rolle spielt, und wir wissen ja alle, dass Beatmungsmedizin extrem gut vergütet wird, da wird ein Tag zum Beispiel über 24 Stunden Beatmung teilweise mit über 20.000 Euro vergütet“.

Folgenreiche Denkfehler

Zuvor hatte der Mediziner gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in einem Interview gesagt: „Die reine Fokussierung auf die Intensivmedizin und den Ausbau der Beatmungsplätze ist ein Denkfehler.“ Und:

„Zu denken, wir müssen einfach nur mehr Geräte kaufen, wird kein Menschenleben retten. Die meisten, das muss man sagen, sterben trotzdem.“

Er habe „noch keinen hochaltrigen Patienten erlebt, der bei unzureichender Immunabwehr eine Beatmung überlebt hat. Das bedeutet, diese Patienten mit Covid-19 werden in den sicheren, anonymen, unbegleiteten Tod geschickt. Das ist eine ethische Katastrophe!“

Erwartungsgemäß reagierten die Fachverbände der bundesdeutschen Intensivmediziner empört und verteidigten die Behandlung der Covid-19-Patienten. Das berichtete unter anderem das Deutsche Ärzteblatt Anfang Mai 2020:

„Die Versuche einzelner Ärzte, in den Medien Angst vor einer Beatmung zu schüren, führten zu einer unnötigen Verunsicherung der Patienten, erklärten unter anderen der Berufsverband Deutscher Anästhesis¬ten (BDA), die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) sowie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).“

Vorliegende Daten würden zeigen, „dass rund 70 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 die Behandlung auf einer Intensivstation überlebten“, so die Intensivmediziner.

Umsatz auf Patientenkosten

Zuvor hatte Thöns in der ZDF-Sendung Markus Lanz am 29. April 2020 gesagt, nach europaweiten Daten würden nur bis zu 12 Prozent dieser schwer pflegebedürftigen, meist sehr alten Menschen die künstliche Beatmung in Intensivstationen überleben. Die restlichen litten anschließend fast alle an deren Folgen.

Thöns hatte bereits vor der Corona-Krise auf die grundlegenden Probleme dieses Medizinbereichs aufmerksam gemacht. So schrieb er unter anderem 2017 in einem Beitrag für das Magazin Gesundheit und Gesellschaft der AOK, das Vergütungssystem und die Bonusverträge für Ärzte setzten Anreize für Kliniken, todkranke Patienten der Intensivmedizin zu unterziehen. Er warnte vor den leidvollen und teuren Folgen der Übertherapie und forderte- unter anderem, Transparenz im Gesundheitswesen und Fehlanreize abzubauen.

Als 2019 mehr als 1.000 Ärzte in einem Appell, den das Magazin Stern veröffentlichte, vor den Folgen des 2003 in den Krankenhäusern eingeführten Fallpauschalen-Systems warnten, war Thöns unter ihnen.

„Die Diagnose entscheidet darüber, wie interessant wir für das Haus sind“, war da unter anderem zu lesen. „Das große Los für die Klinik ist finanziell gesehen ein Krebspatient.“

Fast alle der beteiligten Ärzte nannten laut Stern zwei Ursachen für die Misere: extremer ökonomischer Druck und das „Fallpauschalen-System“. Dabei gelte die Faustregel: „Je höher der Aufwand, desto mehr Geld.“

„Das Fallpauschalen-System, nach dem Diagnose und Therapie von Krankheiten bezahlt werden, bietet viele Anreize, um mit überflüssigem Aktionismus Rendite zum Schaden von Patientinnen und Patienten zu erwirtschaften“, war weiter zu lesen. „Es belohnt alle Eingriffe, bei denen viel Technik über berechenbar kurze Zeiträume zum Einsatz kommt — Herzkatheter-Untersuchungen, Rückenoperationen, invasive Beatmungen auf Intensivstationen und vieles mehr.“ Palliativmediziner Thöns sagte dazu 2019 in einem Interview, es werde „schlichtweg Umsatz gemacht, auf Kosten der Patienten“.

Gelddruckmaschinen und Keimhorte

Mediziner bestätigen das erwartungsgemäß nur selten und kaum offen. Immerhin hatte 2018 der Onkologe Alexander von Paleske in einem Blogbeitrag über die „Medizin ohne Menschlichkeit“ geschrieben: Die Intensivstationen hätten sich „offenbar zu einer Art ‚Gelddruckmaschine‘ für Krankenhäuser entwickelt, und zwar durch das großzügige Vergütungssystem“.

„So werden selbst hoffnungslose Fälle, die bestenfalls mit einer minimalen Lebensverlängerung rechnen und reine Palliativbehandlung brauchen, aber auch durch die Komplikationen dieser Intensivbehandlung nicht selten eine Lebensverkürzung erfahren können oder als Pflegefälle enden, zu Intensivpatienten.“

Paleske wies auch auf das mit der maschineller Beatmung verbundene Risiko nosokomialer, also im Krankenhaus erworbener Infektionen beispielsweise der Atemwege oder Besiedlung von Liegegeschwüren hin, die besonders resistent gegen Antibiotika seien.

„Die Intensivstationen sind von dieser Art von resistenten Bakterien dank des massiven Einsatzes potenter Antibiotika besonders betroffen.“

Intensivstationen in Krankenhäusern sind generell die Abteilungen mit den meisten nosokomialen Infektionen, schätzte die europäische Seuchenbehörde „European Centre for Disease Prevention and Control“ (ECDC) 2018 ein. Die Ärztezeitung berichtete Mitte November 2019: „Die Zahl der nosokomialen Infektionen in Deutschland liegt laut aktueller Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 400.000 bis 600.000 pro Jahr und damit über dem europäischen Schnitt.“ Die Zahl der durch diese Infektionen verursachten Todesfälle pro Jahr wurde mit 10.000 bis 20.000 angegeben.

Mediziner Paleske fügte seiner kritischen Sicht hinzu, er selbst habe als Facharzt auf einer Intensivstation „zu Beginn der 80er Jahre noch eine menschliche Medizin erlebt und praktiziert. Hier muss in der Tat von guten alten Zeiten gesprochen werden.“ Intensivstationen seien „ein Segen bei der Überbrückung von Akutsituationen“, betonte er.

„Wer hier pauschal von Apparatemedizin spricht, der versteht nicht, wie notwendig und lebensrettend diese Einrichtungen sind. Hier aber geht es eben um den Missbrauch aus pekuniären Gründen.“

Intensivbetten steigern Erlöse

Im November 2019 brachte die Sendung „Monitor“ des WDR einen Beitrag „Intensivmedizin am Lebensende: Zu Tode therapiert?“ Darin wurde Christiane Hartog, Versorgungsforscherin am Universitätsklinikum Jena, so zitiert:

„Ich denke mir, dass die Krankenhäuser, die sich dazu entscheiden — und das geht ja flächendeckend über alle Krankenhausgrößen, immer mehr Intensivbetten aufzubauen — das wirklich mit dem Blick darauf tun, dass sie darüber Erlöse erzielen.“

Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, bestätigte in dem Beitrag:

„Sie haben praktisch keine andere Chance, als permanent entweder mehr Fälle zu generieren, um mehr Einnahmen zu generieren, oder höhere Schweregrade zu erzeugen, um mehr Einkommen zu erzeugen. Ein Krankenhaus, das jetzt wirklich eine grundsolide, angemessene Medizin macht, ist nach einem Jahr pleite.“

Ein Beispiel dafür lieferte Alexander Poppinga, Vorstand des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg, Ende November 2019. In einem Interview mit dem Magazin TIP der Medizin-IT-Sparte TIPHCe des Konzerns Agfa-Gevaert NV erklärte er, wie die Klinik die „Erlösseite“ verbesserte:

„Wir verlegten den Fokus von nicht-intensivpflichtigen zu intensivpflichtigen Patienten und konnten dadurch den Erlös deutlich erhöhen. Dies erforderte aber natürlich auch einen immensen Aufwand in den Bau neuer Intensivstationen und den Aufbau von Personal.“

Poppinga über das Ergebnis: „Den Umsatz konnten wir um 63 Prozent steigern und das Ergebnis von 10 Millionen Euro Verlust auf einen siebenstelligen Euro-Gewinn im Jahr 2018 drehen.“

Im Visier der Ökonomisierer

Das ist nur ein klares Beispiel für etwas, was 1998 bereits im Deutschen Ärzteblatt so beschrieben wurde:

„Das im Gesundheitssystem erbrachte Leistungsspektrum orientiert sich primär — völlig zu Recht — an den wirtschaftlichen Überlebenschancen der Leistungserbringer und nicht an den Bedürfnissen der Leistungsnehmer.“

Geschrieben hatten das der Mediziner Franz Porzsolt und der Rechtswissenschaftler Dieter Hart.

Die Krankenhäuser sind seit Langem im Fokus jener Ökonomisierer wie die Bertelsmann-Stiftung, die sie im Namen der Effektivität weiter unter Druck setzen. Dabei haben sich ihre Überlebenschancen in Folge der Corona-Krise verschlechtert: „Wegen Corona schreiben die meisten Krankenhäuser laut einer Studie rote Zahlen“, meldete die Süddeutsche Zeitung am 24. Juli 2020.

Die Zeitung berief sich auf die „Krankenhausstudie 2020“ der Unternehmensberatung Roland Berger. Darin wird als „Hauptgrund“ für die verschlechterte wirtschaftliche Situation der Kliniken genannt:

„Sowohl auf den Intensiv- als auch den Normalstationen sank die Auslastung während der Pandemie-Hochphase im März und April deutlich. Nicht dringliche Operationen mussten verschoben werden, weil viele Kliniken vorsorglich Betten für an Covid-19 erkrankte Personen freihielten.“

Einnahmeverluste durch Corona-Politik

Nach dem Ende März erlassenen Krankenhausentlastungsgesetz erhielten Kliniken pro Tag eine Pauschale von 560 Euro für jedes freigehaltene Bett. Anfangs sollten die Krankenhäuser 50 Prozent ihrer Intensivbetten freihalten, was Berichten zufolge schrittweise wieder reduziert wurde. Mitte September berichtete die FAZ, in den meisten Bundesländern würden nur noch 10 Prozent der Intensivbetten für potenzielle Covid-19-Patienten reserviert.

„Vor allem Häuser mit mehr als 1.000 Betten stellt das vor ein Problem“, so die Berger-Studie:

„Bei 75 Prozent der befragten Krankenhäuser reichten die Ausgleichszahlungen nicht aus, um Einnahmeausfälle durch eine geringere Auslastung und coronabedingte Kostensteigerungen aufzufangen.“

Laut eines Berichts der Ärztezeitung vom 27. August 2020 konnten vor allem kleinere Häuser ihre Erlössituation durch die Ausgleichszahlungen verbessern. Grundlage war eine Analyse eines vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) eingesetzten Expertenbeirats. Danach mussten größere Krankenhäuser mit mehr als 800 Betten Erlösrückgänge hinnehmen. Die Hälfte aller somatischen Kliniken hat dem Bericht nach mehr Einnahmen verzeichnet. „Dabei gilt: Je größer ein Haus ist, desto geringer die Erlöse.“ Die großen Kliniken sind gerade jene mit vielen Intensivbetten und noramlerweise hoher Auslastung der entsprechenden Stationen. Die Einnahmesituation muss also wieder verbessert werden – auch durch stärker ausgelastete Intensivstationen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatte bereits am 21. März 2020 erklärt, dass die staatlichen Hilfsgelder nicht ausreichen. So hieß es zu den angekündigten 30.000 Euro pro neu bereitgestelltem Intensivbett für potenzielle Covid-19-Patienten:

„Alle Experten der Intensivmedizin kalkulieren den tatsächlichen Aufwand für ein vollwertiges Intensivbett mit 85.000 Euro pro Platz (in Summe 900 Millionen Euro). Wenn es den Kliniken tatsächlich gelingt, 28.000 zusätzliche Intensivplätze herzustellen, kostet sie das 2,38 Milliarden Euro.“

Die Bundesregierung gab etwas nach und bezahlte 50.000 Euro für jedes neu geschaffene Intensivbett mit Beatmungsmaschine. Was mit dem Geld wirklich geschah, scheint aber unklar, wie Medienberichte vom September zeigten. Es sind bis heute auf jeden Fall weniger als die angekündigten 40.000 Intensivbetten entstanden.

Krankenhäuser weiter im Visier

Die DKG warnte damals, dass das Finanzkonzept der Bundesregierung „eine Katastrophe für die Krankenhäuser“ bedeute. „Mit diesem Gesetzentwurf laufen wir Gefahr, dass in wenigen Monaten Krankenhäuser in Insolvenz gehen.“ Ob das vielleicht einer der beabsichtigten Effekte der Krise ist, kann nur vermutet werden. Zumindest halten die Debatten über angeblich zu viele Krankenhäuser in Deutschland an.

So erklärte Martin Litsch, Vorstandschef des AOK-Bundesverbandes, Anfang September 2020 in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), die Pandemie bestätige, dass von den knapp 2.000 Krankenhäusern in Deutschland ein Viertel nicht notwendig sei. Der ökonomische Druck und der zunehmende Fachkräftemangel werden eine „Reform“ befördern, so der AOK-Chef. Gleichzeitig steigt so verständlicherweise das Interesse jeder einzelnen Einrichtung, zu zeigen, dass sie unverzichtbar ist und überleben muss.

Um das Geschehen in der Corona-Krise zu verstehen, ist es wichtig, der Spur des Geldes zu folgen. Das gilt ebenso für den Versuch, zu verstehen, wie es tatsächlich um die Situation der Intensivmedizin in dieser Krise steht und welche Rolle sie dabei spielt. Es gilt natürlich grundsätzlich, was der Mediziner Paleske 2018 schrieb: dass diese Einrichtungen notwendig und lebensrettend sind. Aber insbesondere jetzt muss gefragt werden: Wie steht es um den „Missbrauch aus pekuniären Gründen“?

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Tagesschau: Hilfen für Krankenhäuser – Wo sind 7305 Intensivbetten geblieben?

Mehr als eine halbe Milliarde Euro Steuergelder sind an die Kliniken geflossen, damit sie zusätzliche Intensivbetten schaffen. Unklar ist, wo mehrere tausend Betten verblieben sind.

lesen Sie weiter auf -> https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/corona-intensivbetten-101.html

Dr. Bodo Schiffmann: Statement und Appell eines Intensivmediziners zur aktuellen Lage

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Ich bin Intensivmediziner und ich habe was auf dem Herzen was ich einfach gerne teilen muss. Ich werde tagtäglich mit so viel Angst konfrontiert Angst von so vielen Menschen ja ich sehe häufig Patienten mit schweren Verläufen einer SARS COV2 Infektion Covid-19 es ist eine schwere Erkrankung die Patienten sind meistens bei atmet haben noch andere schwere Erkrankungen die unterstützungs pflichtig sind und viele der Patienten werden diese Erkrankung auch nicht überleben. Aber aktuell sind mehr und mehr Patienten genesen die Intensivstation werden Lehrer die Patienten können zunehmend wieder stabil zurück auf die Normalstation verlegt werden. hier muss die Medizin im Moment große Anpassungsfähigkeiten leisten, denn es zeigt sich zunehmend und von Tag zu Tag aufs Neue dass diese Erkrankung doch anders verläuft wie man anfangs dachte. Das lungenversagen ist in vielen Fällen anders charakterisiert und oftmals ähnelt das ganze auch ihr eine Gefäßerkrankung als einer Lungenerkrankung hier weiß man aber noch sehr wenig es laufen viele Studien viel trotz alle dem sind alle Patienten die behandelt wurden und die aktuelle behandelt werden in bestmöglicher Betreuung aktuell sprechen sämtliche zahlen und Daten eher die Sprache dass diese Grippewelle dieses Jahr vergleichbar ist mit anderen Grippewellen von vor Jahren Letztes Jahr vor 5 Jahren vor 10 Jahren sie verläuft teilweise sogar eher mild frag ich mich was wollen wir mit der Zählerei tagtäglich erreichen das erzeugt Angst jeden Tag neue zahlen der infizierten was soll das das einzige was meines Erachtens erzeugt wird dadurch ist Angst Was ist die Konsequenz aus diesen zahlen Dazu kommt diese ominöse Reproduktionszahl erst abgefallen jetzt wieder angestiegen sie steigt natürlich an weil die Testung massiv ausgeweitet werden es ist völlig klar und selbst das ist sogar nachzulesen auf der Homepage des R ki hier ist es wichtig auf 4 Punkte hinzuweisen das sind 4 Tatsachen die man so konstatieren kann in diesen Zeiten ist es sehr sehr schwierig so allgemeingültige Aussagen zu treffen nach dem Motto es ist immer so es ist nie so als nicht gefährlich oder es ist gefährlich aber diese 4 Punkte war mir wichtig rauszustellen um hier einfach auch nochmal versuchen die Angst zu nehmen . 1 ist für die überwiegende Mehrzahl aller Menschen besteht kein signifikant erhöht das Risiko an dieser Erkrankung zu versterben . 2 der Schutz der Risikogruppen verhindert Betten knapp halten auf Intensivstation . 3 Der Breite Isolation verhindert eine breite Immunisierung einer Population und Punkt 4 und der ist meines Erachtens ganz entscheiden weil er so aktuelles es sterben aktuell Menschen aufgrund fehlender medizinischer Versorgung in anderen Bereichen auch in der Notfallmedizin ganz akut das Problem Herzeninfarkte Schlaganfälle verzögerte Behandlungsbeginn bei Krebserkrankung keine wahrgenommenen Vorsorgeuntersuchungen beispielsweise das sind 4 Fakten einfach 4 Tatsachen wir müssen uns Fragen wenn man hier Risiko nutzen Abwägung macht finde ich viel mehr den Schaden ins Verhältnis zum Nutzen setzt ist der Schaden mittlerweile mittlerweile höher als der nutzen ist ja größer als der nutzen und meiner Ansicht nach ist er das schon länger in so vielen Bereichen brechen Existenzen Weg viele medizinische Versorgung in anderen Bereichen hatte ich schon erwähnt das ist vielleicht keine kurzfristige Folge oder ist nicht kurzfristig erkennbar aber über die nächsten Jahre und Jahrzehnte auf jeden Fall sehr sehr dramatisch immer wieder höre ich vor allem im Gesundheitswesen und von den entsprechenden Politikern SG um die Gesundheit es geht nichts über den Schutz von Menschen Leben aber wenn es wirklich Gesundheit gehen würde dann wär doch so vieles anders dann hätte die Pflegebranche ne Lobby dann würde die Pflegebranche adäquat bezahlt werden das genau das gleiche für die Altenpflege Branche Lobby finanzielle angemessene Bezahlung wenn es um Gesundheit gehen würde dann würden doch die Großteile der Gesundheitsausgaben für die Prävention aufgewendet werden dann wäre die Kinderarmut tagtäglich auf der politischen Agenda dann wär Glyphosat verboten dann wäre Massentierhaltung in dieser Art und Weise wie sie jetzt praktiziert wird verboten das alles passiert aber nicht und das ist einfach ein Anzeichen dafür dass es im großen eben nicht um Gesundheit geht daher ist es umso wichtiger dass es für uns selber um Gesundheit geht wir selber müssen jetzt eigenverantwortlich damit umgehen wir müssen Verantwortung für unsere Gesundheit übernehmen denn nur dann können wir gesamtes großes intaktes funktionierendes Gesundheitssystem Am Laufen halten In dem Zusammenhang ist unser Immunsystem entscheidend und was hier gerade passiert so viel angstmacherei alles das schwächt nachweislich das Immunsystem und auf das kommt jetzt an also wenn es auch was ankommt dann doch auf das seit dieser Woche muss mein sechsjähriger Sohn mit Mundschutz in die Schule und da ist ein Punkt erreicht der mich persönlich beleidigt in meiner medizinischen Kompetenz Kinder Mundschutz anzuziehen und in die Schule zu schicken Wo ist der medizinische Sinn und Zweck und nutzen Es gibt keine medizinische Evidenz dafür die fehlt übliche hygienemaßnahmen händehygiene ein bissl Abstand halten in die ellenbeuge Husten und Niesen reicht vollkommen aus gerade Kinder brauchen hier den Kontakt zu anderen die sozialisations und wenn ich sehe wie die Kinder leiden wir unsere Kinder leiden das bricht mir das Herz warum machen wir das mit unsere Aufgabe als Mediziner als Wissenschaftler als Ärzte ist doch hier einzuschreiten diesen Unsinn zu stoppen Es gibt hier keine Evidenz Es gibt auch keine Evidenz für lockdown wie überhaupt der weitere Plan wie solls weitergehen sperren sperren wir uns 2 Jahre ein tragen jetzt 2 Jahre Mundschutz warten jetzt 2 Jahre auf eine Impfung Wie geht es weiter Im Herbst spätestens kommt die nächste Grippewelle wie gehen wir mit der um welches Virus ist dann aktuell ist es noch saß Kopf 2 oder schon saß Kopf 3 Was ist dann mit der Impfung das sind alles relevante Fragen die angegangen werden müssen aber die müssen meines Erachtens angegangen werden in den wissenschaftlichen Diskurs miteinander nicht gegeneinander gegeneinander Raub doch jetzt jegliche Kraft und jegliche Energie die wir genau für diese Fragen aufwenden müssen genau dafür brauchen wie gehts weiter Meiner Meinung nach ist es die entscheidende ärztliche Aufgabe Verantwortung jetzt zu übernehmen und der Gesellschaft hier die Angst zu nehmen wir müssen für Vernunft einstehen wir machen ja tagtäglich nichts anderes in Krankenhäusern in Praxen in sonstige versorgungseinrichtung wir versuchen Patienten die zu uns kommen die Ängste haben diese Ängste zu nehmen und genau das sollten wir jetz tun Die Zeit ist nicht nur reif sie ist absolut überfällig es drängt Wer wenn nicht wir soll das tun und wann wenn nicht jetzt es ist eine einmalige Chance und wir alle haben jetzt diese einmalige Chance Veränderungen herbeizuführen so viele im Gesundheitswesen wollten Veränderung wollen Veränderungen im Gesundheitswesen genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen das durchzusetzen genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt hier aufzustehen und für ein Gesundheitssystem einzustehen genau so wie wir es wollen und genau so wie es am besten ist für unsere Patienten lasst uns alle gemeinsam dafür einstehen ich zähl auf uns und ich zähle auf uns alle als Gesellschaft

Deutschlandfunk: Palliativmediziner Thöns: „Falsche Priorität auf Intensivmedizin bei Coronavirus“


Der Palliativmediziner Matthias Thöns kritisiert den Fokus auf eine intensivmedizinische Betreuung aller Covid-19-Erkrankten. Der Arzt aus Witten sagte im Dlf, bei den Fällen mit schwerem Verlauf handele es sich meist um alte Menschen mit mehreren anderen Erkrankungen, viele würden schon in Pflegeheimen betreut. Es sei also eine Gruppe von Menschen, die üblicherweise und bislang vor allem palliativmedizinisch betreut werde.

lesen Sie weiter auf -> deutschlandfunk.de

Kommentar der Redaktion: Viele Menschen haben vermutlich gar kein Bild was eine intensivmedizinische Beatmung bedeutet: -> Beatmung

destatis.de: Deutschlands Versorgungsdichte mit Intensivbetten im internationalen Vergleich

Demnach kamen in Deutschland 33,9 Intensivbetten auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner, wobei in der aktuellen Krisensituation die Kapazitäten weiter ausgebaut werden. Auch Österreich (28,9 Intensivbetten je 100 000 Personen) und die Vereinigten Staaten (25,8) wiesen eine vergleichsweise hohe Dichte auf. Deutlich geringer waren die Kapazitäten in den gegenwärtig besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

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Corona-Epidemie und Intensivbetten in Europa [Gesundheits-Check] (13.03.2020) wissenschaft.de

ARD: Kontraste – Warum Kinder an deutschen Kliniken in Lebensgefahr geraten

Kinder sind die schwächsten aller Patienten. Die Versorgungsengpässe in deutschen Kliniken sind mittlerweile so massiv, dass Kinder in Lebensgefahr geraten oder sogar sterben. Das erklären Ärzte gegenüber Kontraste. Eine aktuelle Studie der Universität Köln bestätigt die Missstände. Hintergrund ist die Kommerzialisierung des Krankenhauswesens, unter der Kinderkliniken besonders leiden. Mit der Einführung der Fallpauschalen werden nicht mehr die tatsächlich anfallenden Kosten erstattet. Die Zahl der behandelten Kinder ist in 16 Jahren um 25 Prozent gestiegen, im gleichen Zeitraum wurden unter dem Spardruck 33 Prozent der Betten in der Kindermedizin abgebaut. Hinzu kommt: Intensivbetten müssen teilweise wegen Personalmangel gesperrt werden. Kontraste schildert das Schicksal hilfloser Eltern schwer erkrankter Kinder und konfrontiert die Gesundheitspolitiker der Großen Koalition.

ardmediathek.de

https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-14-11-2019/warum-kinder-an-deutschen-kliniken-in-lebensgefahr-geraten.html

Alexander von Paleske: Intensivstation: Medizin ohne Menschlichkeit auf dem Vormarsch

In Deutschland und Grossbritannien – aber nicht nur dort – breitet sich eine Medizin aus, bei der das Geld im Vordergrund steht, und die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt.

über den Blog Politica-Comment von Dr. Alexander von Paleske

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

https://politicacomment.wordpress.com/2018/07/13/intensivstation-medizin-ohne-menschlichkeit-auf-dem-vormarsch/

Folgen der Fallpauschale

Zwar geht es auch in Deutschland um drastische Kostensenkung im Gesundheitswesen mit allen Mitteln, insbesondere zu Lasten der Betagten:

  • die Schliessung bürgernaher Krankenhäuser,
  • die rasche und vorfristige Entlassung multimorbider Patienten von Allgemeinstationen,

alles Folge der von der damaligen SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und der rot-grünen  Koalition eingeführten  Fallpauschale. Andererseits aber auch die  deutliche  Zunahme  der nicht selten unnötigen, gleichwohl  lukrativen Operationen und gut bezahlten  nichtpalliativen Behandlungen, selbst von  ausbehandelten Krebspatienten im Endstadium, über die der Palliativmediziner Dr. Thöns schrieb und referierte. Eine verdammungswürdige Fehlentwicklung.

Ermöglicht wird diese Fehlentwicklung durch den Druck der „Flanellmännchen“,  der Administratoren, Betriebswirtschaftler, für die Menschen  als Zahlen auftauchen. Betriebwirtschaftler, im Fachgebiet Medizin reichlich ahnungslos,  die mit Zuckerbrot und Peitsche vorgehen:  Zuckerbrot  mit lukrativen Arbeitsverträgen,  und als Peitsche die Drohung mit der Krankenhausschliessung bzw. Stellenkürzung, wenn die finanziellen Vorgaben nicht erreicht werden.

Und so bekommen Patienten ohne Not künstliche Gelenke und Operationen am Rücken, auch wenn die Indikation (noch) gar nicht gegeben sind, und der Krebspatient noch Betrahlungen, auch wenn sie – selbst aus palliativen Gründen – nicht mehr indiziert sind.

Im Fokus: Intensivmedizin

Aber ein zweifelhafter Behandlunsgzweig ist weitgehend der öffentlichen Aufmerksamkeit entgangen: Die Intensivmedizin. Gedacht als Überbrückung eines kritischen Zustandes: zum einen im Hinblick auf Überwachung, zum anderen bei temporären Ausfall wichtiger Funktionen, wie der Atmung oder der Niere. Denn mittlerweile hat sich die Intensivstation offenbar zu einer Art „Gelddruckmaschine“ für  Krankenhäuser entwickelt, und zwar  durch das grosszügige Vergütungssystem.

Gegen das Vergütungssystem ist nichts einzuwenden, wohl aber wie es nicht selten ausgenutzt wird: Durch das „Hereinschaufeln“ von Patienten, die dort vorwiegend aus Geldschinderei landen. Selbst eine multimorbide   betagte Oma mit einer Lungenentzündung und Ateminsuffizienz , die unter der Bettenpauschale – zu Recht – es  niemals auf die Intensivstaion geschafft hätte, oder der Krebspatient mit Lungenmetastasen.

So werden selbst hoffnungslose Fälle, die bestenfalls mit einer minimalen Lebensverlängerung rechnen, und reine Palliativbehandlung brauchen, aber auch  durch die Komplikationen dieser Intensivbehandlung  nicht selten eine Lebensverkürzung erfahren können, oder als Pflegefälle enden, zu Intensivpatienten

Sie alle werden zu einer Goldgrube, also nichts wie an die Beatmungsmaschine, denn dann wird es richtig lukrativ.– wenn sie denn länger als 24 Stunden dauert, und sei es auch nur eine Minute mehr..

Die Zahlen sprechen jedoch für sich:

– 75% der intensivpatienten befinden sich im Rentenalter,

– jeder vierte leidet an Krebs.

– Eine 60-fache Zunahme auch der Intensivbehandlung zu Hause, verglichen mit 2003 nachdem 27.000 Euro pro Monat dafür vergütet werden wie der Anästhesist und Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns beklagt.

Motto: Mit der Trachealkanüle in den Sarg, und vorher noch „melken“

Risiken unterschlagen, Nutzen vielfach zweifelhaft

Dabei bleibt jedoch unberücksichtigt, dass mit maschineller  Beatmung auch das Risiko nosokomialer, also im Krankenhaus erworbener Infektionen z.B. AtemwegsInfektionen oder Besiedlung von  Liegegeschwüren  (mitgebracht oder im Krankenhaus erworben) steigt, die beonders resistent gegen Antibiotika sind. Die Intensivstationen sind von dieser Art von resistenten Bakterien  dank des massiven Einsatzes potenter Antibiotika besonders besonders betroffen.

Bonuszahlungen als Schmierstoff

Chefärzte, die entscheiden, wer auf die Intensivstation kommt, werden nicht selten mit Bonuszusagen geködert, sie also pro Patient anteilig oder pauschal mitverdienen.

Absolut standeswidrig diese Art der indirekten Bestechung, aber dennoch nicht ganz unüblich. Da nützt es dann auch nichts, wenn die Oma  zwar ein Patiententestament verfasst hat, das aber mehr oder weniger elegant ignoriert werden kann,  Verwandte, die  Einwände erheben, mit medizinischem Fachjargon „kaltgestellt“ werden. Und wenn sie gerichtlich ihre Entscheidungshoheit schliesslich zurückerkämpfen können, ist der Reibach längst gemacht.

Das Pflegepersonal, das von diesen Bonuszahlungen selbstverständlich ausgeschlossen, und oftmals durch Unterbesetzung erheblichem Stress ausgesetzt, wird durch diese rein pekuniär getroffenen „Entscheidungen ohne Menschlichkeit“ frustriert und zunehmend demotiviert.

Der Verfasser, selbst Facharzt, hat auf der Intensivstaion zu Beginn der 80er Jahre noch eine menschliche Medizin erlebt und praktiziert. Hier muss in der Tat von guten alten Zeiten gesprochen werden. Denn natürlich sind Intensivstationen ein Segen bei der Überbrückung von Akutsituationen. Wer hier pauschal von Apparatemedizin spricht, der versteht nicht, wie notwendig und  lebensrettend diese Einrichtungen sind. Hier aber geht es eben um den Missbrauch aus pekuniären Gründen.

Was erforderlich ist:

  • Sofortiges strafbewehrtes Verbot der Bonuszahlungen, die im Prinzip nichts anderes als versteckte Bestechungsgelder sind
  • Entscheidungsgremien statt Chefarzt-Einzelentscheidungen – wie es bei Krebspatienten mittels Tumorboards längst selbstverständlich ist – das über intensivmedizinische Massnahmen unter Einbeziehung der Angehörigen entscheidet, und auch von diesen angerufen werden kann. So wird auch der Druck der „Flanellmännchen“ gemildert

Die lukrative Intensivmedizin, die in Unmenschlichkeit ausartet, muss auf die Anklagebank. Es ist höchste Zeit für dringend erforderliche Massnahmen gegen diesen Misstand.

FAZ: Grippewelle 2015 – Am Rande der Erschöpfung

Die Influenza wütet in diesem Jahr besonders heftig. Zahlreiche Notaufnahmen sind überlaufen. Dienst nach Vorschrift können sich die Ärzte und Pfleger im Frankfurter Nordwestkrankenhaus nicht mehr leisten.

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