Ifo Institiut: Strategiepapier der „No Covid“-Initiative: „Grüne Zonen“ sollen Bürger motivieren?!

Kommentar der Redaktion: „Grüne Zonen“ sollen Bürger motivieren?! Mit diesen Inzidenzahlen basierend auf einer fehlerbehaften Messmethode dem PCR Test wird die „Pandemie“ nie enden . Man muss einfach nur genug testen um ausreichend falsch positiv Geteste zu erhalten (siehe auch dieser Artikel auf reitschuster.de). Dann bleibt nur eine faktische Impfplicht, die uns eine neue Normalität von Abhängigkeit von Impfstoffen bescheren soll. Gestalten wird selbst eine menschliche neue Normalität, statt zu warten was uns Konzerne und Geldmacht an technokratischen Lösungen vorsetzen werden. Hierzu gehören Aufklärungsarbeit, Nutzung unserer (Grund)recht ggf. unter Zuhilfenahme von Anwälten aber auch durch unser Konsumverhalten.

Hier finden Sie Teil 1 des Papiers: Eine neue proaktive Zielsetzung für Deutschland zur Bekämpfung von SARS-CoV-2

Phasen des Pandemiemanagements für 2021

Quelle: Ifo Institut
Autorinnen und Autoren
  • Prof. Dr. Menno Baumann (Pädagogik, Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf)
  • Dr. Markus Beier (Medizin, Allgemeinmediziner, Vorsitzender Bayerischer Hausärzteverband)
  • Prof. Dr. Melanie Brinkmann (Virologie, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig, Leopoldina)
  • Prof. Dr. Dirk Brockmann (Physiker, Humboldt Universität Berlin, Leopoldina)
  • Prof. Dr. Heinz Bude (Soziologie, Universität Kassel)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest (Ökonomie, ifo Institut und LMU München)
  • Ass. jur. Denise Feldner, M.B.L. (Jura, Technologierecht, Crowdhelix/KU Leuven Germany)
  • Prof. Dr. Michael Hallek (Medizin, Internist, Klinik I für Innere Medizin, Universität zu Köln)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Ilona Kickbusch (Global Public Health, Graduate Institute Geneva, WHO-Beraterin, GPMB)
  • Prof. Dr. Maximilian Mayer (Politikwissenschaft, CASSIS, Universität Bonn)
  • Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann (Physik, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig)
  • Prof. Dr. Andreas Peichl (Ökonomie, ifo Institut und LMU München)
  • Prof. Dr. Elvira Rosert (Politikwissenschaft, Universität Hamburg/IFSH)
  • Prof. Dr. Matthias Schneider (Physik, TU-Dortmund)

Lesen Sie hier weiter: Ifo-Institut PDF Download

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Einleitung

Stand 10.02.2021

Das nachfolgende Dokument und alle darin enthaltenen Analysen und Empfehlungen bauen auf dem Rahmenpapier „Eine neue proaktive Zielsetzung für Deutschland zur Bekämpfung von SARS-CoV-2“ vom 18. Januar 2021 auf, das die allgemeinen Grundsätze der No-COVID-Strategie ausführt. Unsere Strategie umfasst eine Abkehr von der bisher verfolgten Eindämmungsstrategie (“mit dem Virus leben”). Wir schlagen Ideen und Ansätze für eine proaktive lokale Eliminationsstrategie vor, die das Ziel einer nachhaltig niedrigen Inzidenz – im Idealfall null – verfolgt.

Unsere Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, der durch drei Entwicklungen gekennzeichnet ist: Infolge der Lockdowns der letzten Monate sinken die Fallzahlen in Deutschland und in einigen anderen europäischen Ländern. Gleichzeitig breiten sich neue Mutationen des Coronavirus aus, die, sofern man sie nicht unterdrückt, eine dritte Pandemiewelle auch in Deutschland auslösen können. Bei Impfmaßnahmen kommt es zu erheblichen Verzögerungen, sodass noch mehrere Monate vergehen können, bis sie eine Wirkung zeigen. Ziel muss es sein, bereits vorher die Kontrolle über die Pandemie wiederzuerlangen.

Vor diesem Hintergrund erscheint uns die No-Covid-Strategie aus wissenschaftlicher Perspektive als beste Alternative im Sinne der Gesundheit unserer Gesellschaft und der Wirtschaft. Ergänzend zu den Impfmaßnahmen, Hygieneregeln und anderen Mitteln des Infektionsschutzes basiert sie auf vier miteinander verzahnten Elementen: Grüne Zonen + Früherkennung + TTI-Beschleunigung + lokales Ausbruchsmanagement. Die Strategie zielt darauf ab, den derzeitigen Trend fallender Neuinfektionen zu unterstützen und abzusichern, sodass eine Niedriginzidenz erreicht werden kann, welche umfassende und nachhaltige Lockerungen in allen gesellschaftlichen Bereichen ermöglicht, während ein Wiederanstieg der Infektionszahlen und, damit einhergehend, weitere Lockdowns abgewendet werden. Die derzeitige in jeglicher Hinsicht kaum tragbare Ausnahmesituation sollte beendet, die im Grundgesetz garantierten Grundrechte dauerhaft und vollständig wiederhergestellt werden – so schnell wie möglich.

In diesem Sinne stellt dieses Papier einen ersten Satz an Toolboxen (TB) vor, welche folgende Themen behandeln: das Konzept der Grünen Zonen (TB 1), dessen Umsetzungsmöglichkeiten in Europa (TB 2), die Test-Trace-Isolate-Strategie (TB 3) sowie den Bereich Wirtschaft und Arbeitsmarkt (TB 4).1 Hiermit wollen wir die Umsetzung der No-COVID-Strategie erleichtern, indem wir konkrete Handlungsoptionen spezifizieren – für Entscheider*innen auf der Ebene der Kommunen, Kreise, Bundesländer und der europäischen Regierungen. Die Toolboxen setzen auf proaktives, smartes und integratives Handeln nach dem Motto schneller – früher – gezielter. Sie können flexibel angewendet und weiterentwickelt werden. Unter Berücksichtigung der geographischen Lage Deutschlands in Mitteleuropa bieten sie für diese und andere Herausforderungen des Pandemiemanagements Lösungsvorschläge an. Sie streben an, eine ganzheitliche Strategie zu befördern, deren Realisierung politischer Entscheidungen bedarf.

1  Weitere Toolboxen, beispielsweise zu den Themen Bildung, Teststrategien und Kommunikation, sind in Arbeit.

Die in den Toolboxen vorgestellten strategischen, konzeptionellen und technologischen Lösungsansätze basieren auf Best-Practice-Beispielen, die in verschiedenen Regionen bereits erfolgreich angewendet wurden. Unsere Vorschläge basieren auf Erfahrungswerten sowie aktueller wissenschaftlicher Evidenz unterschiedlicher Disziplinen. Zugleich hat unser Team praktische, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen der Implementierung vor Ort einbezogen. Die Detailtiefe unserer Vorschläge variiert – wir wollen einerseits Ideen geben und Möglichkeiten aufzeigen, andererseits aber auch Spielräume für Anpassungen und Verfeinerungen lassen. Schließlich ist uns bewusst, dass die Maßnahmen vor Ort unter Einbeziehung von juristischen und politischen Möglichkeiten sowie Werturteilen umgesetzt werden müssen.

Für die regulatorische Umsetzung scheinen uns in der momentanen Sondersituation daher Experimentierklauseln und Ermöglichungstatbestände angemessen. Wir sind überzeugt, dass es mithilfe der Toolboxen möglich ist, schneller die Kontrolle über das Pandemiegeschehen wiederzuerlangen, weil ihnen eine ganzheitliche Betrachtung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und individuellen Aspekte der Pandemie zugrundeliegt. Diese Perspektive ist durch die inter- und transdisziplinäre Zusammensetzung und Arbeitsweise unserer Gruppe möglich, die aus Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Richtungen besteht und mit Expert*innen aus verschiedenen Praxisfeldern und Ländern kooperiert.

Konsistenz in der Zielsetzung: Im oben genannten Rahmendokument haben wir ein für die Bevölkerung, Wirtschaft und Institutionen positives Ziel beschrieben: das Ziel von Null Infektionen. Der Ansatz der No-COVID-Strategie ist, im Sinne einer Schadensbegrenzung mit möglichst geringen gesundheitli-chen, wirtschaftlichen und demokratischen Verlusten und Folgeschäden durch die globale Pandemie zu kommen. No-COVID beinhaltet, dass wir als Gesellschaft nicht mit dem Virus leben wollen und können, sondern seine unkontrollierte Weiterverbreitung vollständig und nachhaltig beenden wollen. Dies gilt für jede Gemeinde, jedes Bundesland, für Deutschland, Europa und weltweit. Die zentralen Instrumente hierfür sind, eine oder mehrere Grüne Zone(n) zu schaffen und diese Grüne(n) Zone(n) sukzessive über Deutschland und Europa auszuweiten. Wie andere Länder wollen wir durch solche gemeinsamen Anstrengungen der Bürger*innen und des Staates alle verbleibenden SARS-CoV2-Infektionen komplett kontrollieren. Wir wollen vor das Infektionsgeschehen kommen, statt von ihm überholt und abgehängt zu werden. Die Gegenden, in denen keine unerklärten lokalen Übertragungen stattfinden, werden zur Grünen Zone erklärt. Diese können dann in ihrem Gebiet weitgehend zu einer Normalität zurückkehren. Lokale Einträge und eventuelle Ausbrüche können und sollen lokal bekämpft werden können, während woanders die wiedergewonnenen Freiheiten aufrechterhalten werden können. Das mittelfristige Ziel ist eine Verbindung verschiedener Grüner Zonen und damit eine sukzessive Erweiterung der Mobilität und des Aktionsradius. Wir formulieren keine Vision der absoluten Eradikation des Virus – das Ziel in einer globalisierten Welt muss daher sein, eine lokale Kontrolle jedes Ausbruchs unter Minimierung von Schäden für die Gesellschaft zu ermöglichen.

lesen Sie hier weiter -> PDF Download

Boris Reitschuster: Lockdown-Verschärfung: Was Merkel & Co verschweigen

Auf der Pressekonferenz nach dem „Corona-Gipfel“ mit den Ministerpräsidenten, welcher im Grundgesetz gar nicht vorgesehen ist, warnte die für Corona-Zeiten auffallend gut frisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel heute eindringlich vor der Virus-Mutation: „Es droht eine ernsthafte Gefahr“. Was sie dabei nicht sagte: Sie und die Länderchefs haben sich bei der entscheidenden Expertenrunde am Vortag sehr einseitig informieren lassen. Skeptische Stimmen, wie die des Virologen Streeck, wurden zu der Expertenrunde erst gar nicht eingeladen. Streeck gab nämlich vorsichtig Entwarnung: Mutationen von Coronaviren seien nicht ungewöhnlich, und die britische Variante sei nicht dramatisch stärker infektiös: „Es gibt keinen Grund, in Panik zu geraten“. Ähnlich hatte sich laut Fuldaer Zeitung zuletzt auch Virologin Sandra Ciesek im NDR-Info-Podcast „Coronavirus-Update“ geäußert. Kein einziger der bekannten Kritiker des harten Regierungskurses war in der Expertenrunde dabei. Dafür aber Vertreter eines radikalen Kurses – Anhänger der „Null-Fälle-Strategie“ wie die Virologin Melanie Brinkmann und der Physiker Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Zentrum, und Christian Drosten.

lesen Sie hier weiter:

Boris Reitschuster: Mit Scheuklappen in den Mega-Lockdown, Kanzlerin lässt sich erneut einseitig beraten

Die Bundesregierung lässt sich auch auf ihrer heutigen Expertenanhörung vor der morgigen Konferenz, auf der massive Verschärfungen des Lockdowns beschlossen werden sollen, von keinem Wissenschaftler aus Bereichen wie Psychologie, Erziehung oder Wirtschaft beraten. An der heutigen Anhörung nehme ein „Querschnitt durch verschiedene mit diesem Spezialthema – Mutation und derzeitige epidemische Situation – befassten Wissenschaftlern teil“, sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert heute auf meine Frage hin in der Bundespressekonferenz: „Die Bundeskanzlerin nimmt nicht nur wahr und zur Kenntnis, was in einer solchen Expertenanhörung gesagt wird, sondern das gesamte Bild der veröffentlichten Wissenschaft“.

Boris Reitschuster Youtube Kanal: Boris Reischuster | Spenden
lesen Sie bitte hier weiter:

lesen Sie hier weiter:

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Ich hatte auch wissen wollen, warum trotz der sinkenden Zahl von Infektionen und Toten die Maßnahmen verschärft werden sollen. Als Begründung nannte Seibert die Mutation des Virus in Großbritannien und Irland. Auf meinen Einwand, dass trotz dieser Mutation in Irland die aktuelle Zahl der täglichen Toten bei 13 liege, ging er nicht näher ein. Ich hakte dann noch einmal explizit nach und fragte nach Sozialwissenschaftlern, Pädagogen, Wirtschaftswissenschaftlern in der Expertenrunde. Seibert antwortete: „Da der Anlass der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin dieses zusätzlich aufgetauchte mutierte Virus ist und die Frage, ob wir im Zusammenhang mit diesem neuen Risiko weitere Maßnahmen zur Infektionseindämmung ergreifen müssen, sind natürlich die Experten jetzt auch so ausgesucht – ich habe ja vorher einige Gruppen, einige Fachrichtungen benannt –, dass sie sich mit diesen Fragen befassen.“

Das bedeutet: In der entscheidenden Expertenrunde vor der Entscheidung über massive weitere Grundrechtseinschnitte, einer möglichen umfassenden Ausgangssperre und noch schmerzhafteren Einschnitten ins Wirtschaftsleben nimmt niemand teil, dessen Fachgebiet die Auswirkungen von all dem auf Kinder, auf die Psyche der Menschen, auf die Wirtschaft etc. ist. Damit steht in meinen Augen der Ausgang der Konferenz schon weitgehend vor deren Beginn fest. Als ich kürzlich den früheren russischen Vize-Regierungschef aus der Jelzin-Zeit Alfred Koch befragte, wie solche Expertenanhörungen ablaufen, sagte mir der frühere Spitzenpolitiker: „Man holt sich zur Beratung genau die Experten, von denen man weiß, dass sie das sagen werden, was man gerne hören möchte. Viele Wissenschaftler sind da auch sehr geschickt im Vorahnen der Wünsche der Regierung.“

Die spontane Einschätzung eines früheren Spitzenbeamten auf meinen Bericht hin über die entsprechenden Antworten auf meine Fragen in der Bundespressekonferenz und die Zusammensetzung der Expertenrunde hat mich schockiert. Er sagte: „Ich kann mir das nur noch so erklären, dass man unser Land kaputtmachen will.“ Ich hoffe sehr, er irrt sich. Aber kommt es letztlich überhaupt darauf an, ob man die Wirtschaft und die Gesellschaft absichtlich oder im guten Glauben zerstört? Auf jeden Fall wird das, was gerade geschieht, unser Land weiter so sehr in seinen Grundlagen zerrütten, dass vieles dafür spricht, dass wir es nicht mehr wiedererkennen werden.

PS: Zwischenzeitlich teilte das Bundespresseamt mit, wer die Wissenschaftler sind, die in der Expertenrunde Kanzlerin und Ministerpräsidenten beraten:

  • Professor Lothar Wieler vom RKI, Tiermediziner und Chef einer weisungsgebunden Bundesbehörde
  • Professor Christian Drosten von der Charité, Virologe
  • Professorin Melanie Brinkmann von der TU Braunschweig, Virologin
  • Professor Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Physiker
  • Professor Gerhard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Epidemiologe
  • Professorin Cornelia Betsch von der Universität Erfurt, Expertin für Gesundheitskommunikation
  • Professor Rolf Apweiler vom European Bioinformatics Institute, Biologe
  • Professor Uwe Jens Nagel von der TU Berlin, Soziologe und Agronom

„No Covid“-Initiative: Eine neue proaktive Zielsetzung für Deutschland zur Bekämpfung von SARS-CoV-2

Quelle: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-01/no-covid-strategie.pdf

Hier Teil 2 des Papiers: Ifo Institiut: Strategiepapier der „No Covid“-Initiative: „Grüne Zonen“ sollen Bürger motivieren?!

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Eine neue proaktive Zielsetzung für Deutschland zur Bekämpfung von SARS-CoV-2

(Stand 18. Januar 2021, Version 1.0)

Zusammenfassung

Das Papier zeigt einen nachhaltigen Weg zur Bewältigung der Pandemie auf. Die hier vorgestellte Strategie zielt darauf ab, Neuinfektionen, Todesfälle und weitere bundesweite Lockdowns zu vermeiden. Sie besteht aus drei Kernelementen: Erstens ein schnelles Absenken der Infektionszahlen auf Null. Zweitens die Vermeidung der Wiedereintragung in hierdurch errichteten Grünen Zonen durch lokale Mobilitäts-Kontrollen, Tests und Quarantänen. Drittens ein rigoroses Ausbruchsmanagement bei sporadischem Auftreten neuer Fälle.

Deutschland hatte im Juni/Juli des vergangenen Jahres mit großer Anstrengung eine Situation der Niedriginzidenz erreicht, sie jedoch nicht stabilisieren können. Damit dies nun gelingt, bedarf es eines konkreten und bundesweit einheitlichen Gesamtziels sowie einer konsequenten Strategie für die Aufhebung des Lockdowns und die Zeit danach. Das NO-COVID-Ziel und die Green-Zone-Strategie, für die wir plädieren, haben mehrere Länder bereits erfolgreich angewendet und ihren Bevölkerungen dadurch eine weitestgehende Rückkehr zur Normalität ermöglicht. Dieser Weg ist auch für die Bundesrepublik Deutschland und andere europäische Länder möglich und richtig.

Die neuen Virusvarianten stellen uns gemeinsam vor eine gewaltige Herausforderung

Wie wir schmerzhaft lernen mussten, ist SARS-CoV-2 wegen seines ungünstigen Verhältnisses aus Ansteckungs-, Erkrankungs- und Sterberaten ungeeignet für eine Eindämmungsstrategie durch nicht-pharmakologische Interventionen. Die pandemische Lage hat sich nun aufgrund der neuen Virusvarianten noch deutlich zugespitzt. Diese neuen Varianten werden nach allen Projektionen beim aktuellen Infektionsgeschehen (R-Wert um 1) innerhalb weniger Wochen zu den dominierenden Varianten werden. Für die B.1.1.7.-Variante ist epidemiologisch klar belegt, dass sie infektiöser ist als bisherige Varianten, was die Pandemiebekämpfung massiv erschwert und das Gesundheitswesen innerhalb kürzester Zeit in eine neue Überlastungssituation zwingen wird. Um die Ausbreitung der neuen Varianten zu verzögern oder zu verhindern, müssen wir durch schnelles und entschlossenes Handeln die Fallzahlen umgehend auf den niedrigst möglichen Stand absenken.

Der ausschließliche Schutz vulnerabler Gruppen ist weder umsetzbar noch vertretbar

Es hat sich als schwierig erwiesen, die ältere Bevölkerung vor dem Virus zu schützen. Trotz großer Anstrengungen wurde das Virus bei den aktuellen Inzidenzen in die ältere Bevölkerung und auch in die Altenheime eingetragen. Zudem gibt es viele Bürger mit Vorerkrankungen, die ein hohes Risiko für schwere Verläufe haben. Insgesamt wird die vulnerable Bevölkerung auf etwa 40% der Gesamtbevölkerung geschätzt. Daher erscheint es völlig unrealistisch, die Pandemie frei laufen zu lassen und bei deutlich höheren Inzidenzen vulnerable Gruppen vor dem Virus schützen zu können. Zudem wird die unkontrollierte Ausbreitung der Pandemie schnell die Krankenhäuser mit jungen Patienten füllen und zu hohe Todeszahlen von mehreren 10.000 in der Altersgruppe unter 65 Jahren fordern. Zusätzlich werden die inzwischen bekannten

Langzeitfolgen von COVID-19 auch bei milden Verläufen bei den unter-65-Jährigen anhaltende Gesundheitsschäden verursachen. Das Freilassen der Pandemie ist daher keine Option.

Wir wissen: jede Infektion ist eine Infektion zu viel

Das SARS-CoV-2 Virus wird in den kommenden Monaten, in denen die Impfung der Bevölkerung noch nicht weit genug vorangeschritten sein wird und keine Therapien gegen COVID-19 zur Verfügung stehen, weiterhin großen gesellschaftlichen Schaden verursachen. Dies gilt umso mehr angesichts der viel infektiöseren, neuen Varianten des Virus. Deshalb müssen wir weg von reaktiver Schadensminimierung hin zu einer proaktiven Kontrolle der Pandemie, die alle sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Bereiche unserer Gesellschaft umfasst und ein klares Ziel hat, das eine Rückkehr zur Freiheit und Stabilität ermöglicht: NO-COVID.

Wir lernen von anderen Ländern, dass die konsequente Eliminierung als strategische

Zielsetzung zum geringsten Schaden für die Gesellschaft führt

Die derzeitige Situation stellt für die Gesellschaft eine Zerreißprobe dar. Der hier vorgetragene Vorschlag schafft ein neues Narrativ, dass die Bevölkerung einbezieht und mitnehmen soll: Es gilt, das Virus gemeinsam vollständig niederzuringen. In anderen Ländern ist dies durch klare Zielvorgaben und eine gemeinsame gesellschaftliche Kraftanstrengung gelungen. Nach der ersten Welle haben wir in Deutschland eine Inzidenz von 2,5/100.000 pro Woche erreicht. Es ist also möglich. NO-COVID führt uns heraus aus den Zyklen der (Wieder)einführung und Aufhebung von Verboten und Grundrechtseinschränkungen. Die NO-COVID Strategie motiviert die Bevölkerung durch ein gemeinsames Ziel und zeigt den Bürgerinnen und Bürgern die Perspektive auf, die „Eiertanz“-Situation dauerhaft zu beenden. Sie vermittelt, dass wir Mitglieder einer Gemeinschaft sind, die selbst etwas tun können, um in ein normales Leben zurückzukehren, aber auch, dass im Gegenzug auf staatliche Maßnahmen und Hilfen Verlass ist.

Regionale Fokussierung der Maßnahmen durch Grüne Zonen

Die NO-COVID Strategie formuliert für die Bevölkerung, Wirtschaft und Institutionen ein motivierendes Ziel, das ihre Anstrengungen belohnen wird. Andere Länder haben durch solche Anstrengungen der Gemeinschaft die Inzidenzen auf Null gebracht. Die Gegenden, in denen das gelungen ist, werden zur Grünen Zone erklärt und können zur Normalität zurückkehren. Eine solche Strategie beinhaltet außerhalb der Grünen Zone strikte Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen und wird durch strikte Quarantäne-Regeln, sowie durch eine effizient durchgeführte Teststrategie und Impfkampagne unterstützt. Die Wirksamkeit der Implementierung wird permanent vor Ort überprüft und die Ergebnisse werden täglich an die Bevölkerung kommuniziert.

Unser gemeinsames ZIEL: NO-COVID erreichen und halten

Das Ziel für alle ist es, eine Grüne Zone zu bleiben und diese Grüne Zone sukzessive über Deutschland und Europa auszuweiten. Alle Maßnahmen müssen dazu insgesamt kohärent und verständlich sein und sind als fortschreitend und flankierend zur Impfung der Bevölkerung zu sehen. Wir müssen das Ziel NO-COVID klar vor Augen haben und einen gesellschaftlichen Konsens herstellen, dass wir als Gesellschaft NICHT mit dem Virus leben wollen und können, sondern es besiegen wollen. In jeder Gemeinde, in ganz Deutschland, in Europa und weltweit. Dieser Ansatz erfordert die Unterstützung der gesamten Bevölkerung und aller gesellschaftlichen Akteure. Daher wird eine Deutschlandweite Kommunikations- und Motivationskampagne benötigt, um die neue Zielsetzung zu vermitteln.

Die Vorteile der NO-COVID Strategie

Statt auf die Entwicklung der Pandemie zu reagieren, handeln wir proaktiv. Hierdurch verringern wir Unsicherheiten und den damit verbundenen psychischen und wirtschaftlichen Druck auf die Familien. Die NO-COVID-Strategie schafft für alle gesellschaftlichen Bereiche, etwa für Familien, Schulen und Wirtschaftsbetriebe die dringend notwendigen, sicheren Planungshorizonte. Legitimiert wird dieser NO-COVID-Ansatz durch eine neues Narrativ: nicht „Gesundheit“ oder Bettenbelegung stehen im alleinigen Zentrum der Bemühungen, sondern die gesamte Gesellschaft und die Wiederherstellung der bürgerlichen Freiheiten. Es gibt klar definierte, verbindliche Ziele und Kriterien. Die Bevölkerung wird Teil des gemeinsamen Ziels und ein wichtiger Akteur bei der Zielerreichung (bottom up, nicht top down). Die Pandemiebekämpfung liegt so als gemeinschaftliche Aufgabe in den Händen der gesamten Bevölkerung. Außerdem wird die Dauer des Lockdowns nicht auf ein bestimmtes Datum terminiert, was willkürlich erscheint und frustrierende Verlängerungen nach sich zieht, sondern sie endet mit dem Erreichen der Ziele, also möglicherweise auch früher als geschätzt, wenn die Region erfolgreich agiert.

Zentrale Elemente der NO-COVID Strategie

1. Grüne Zone-Modell: Lockdown bis zur Inzidenz von 10, danach weitere Reduktion auf Null. Der Lockdown im Frühjahr wäre dazu ausreichend gewesen. Die 4 Millionen-Großstadt Melbourne hat für die Reduktion von 10 auf Null ca. 3-4 Wochen benötigt. In Deutschland hatten wir im Sommer bereits eine Inzidenz von 2,5 erreicht.

2. Umsetzung: Führende Experten Australiens und Neuseelands sind bereit, unser interdisziplinäres Team aus Wissenschaftlern und Medizinern und natürlich auch die deutsche Politik zu beraten. Auch der Pionier des Grüne-Zone-Modells unterstützt unsere Wissenschaftler mit seiner Erfahrung.

3. Übertragbarkeit auf Deutschland/Europa: Insgesamt betrachten wir die Übertragung der Vorgehensweise (von Australien, Neuseeland, Finnland, Taiwan etc.) als gegeben, da auch große urbane Ballungsräume von COVID-19 befreit werden konnten. Die Besonderheit der Kontrollen an den Landesgrenzen wird unten behandelt.

4. Erhalt der Grünen Zonen. Hier sind die wesentlichen Elemente die Testung an strategischen Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr (“Freitesten”), die langsame Öffnung des öffentlichen Lebens nach klar definierten Schritten und die schnelle, lokal begrenzte Wiedereinführung von Maßnahmen, sollte es zum Wiederaufflammen des Infektionsgeschehens kommen.

Wichtig für die Moral und den Zusammenhalt der Bürger in Australien war die Existenz eines klaren Wiederöffnungsplans. Sie konnten die Wirksamkeit ihrer eigenen Anstrengungen so in Zahlen und v.a. schließlich in Form von Lockerungen wahrnehmen. Eine solche Roadmap kann man auch für Deutschland zügig erstellen.

Für eine erste realistische Einschätzung eignen sich belastbare Daten aus Australien. Da die großstädtischen Regionen insgesamt die größere Herausforderung darstellen, fassen wir hier den Plan von Melbourne, eine Stadt mit 4,3 Millionen Einwohnern und knapp 500 Einwohnern pro Quadratkilometer zusammen (siehe Tabelle 1). Ein früherer Zeitpunkt des Eintritts in den ersten Schritt erhöht die Effektivität des gerade stattfindenden Lockdowns.

Zu den erforderlichen Zeiträumen kann man folgende Schätzungen abgeben: Von den derzeit 150 pro 100.000 pro 7 Tage kann man mit verstärkten und v.a. konsequenter umgesetzten Maßnahmen in wenigen Wochen auf 10 pro 100.000 kommen. In Melbourne waren es von da ab noch weitere 4 Wochen bis zu einer stabilen Inzidenz von 0 (Grüne Zone-Status).

Anm.: Ausnahme systemrelevante Berufe/kritische Infrastrukturen

Management von Grenzschließungen und Einschränkungen der Mobilität

Die Frage, wie sich das Prinzip der Freizügigkeit im Schengen-Raum mit der Zero-Covid- Strategie verträgt, ist so entscheidend wie schwierig. Grenzschließungen und Reisebeschränkungen zählen zu den Maßnahmen der Mobilitätsreduktion, weshalb von ihnen positive epidemiologische Effekte erwartet werden können. Aufgrund ihrer sozialen und wirtschaftlichen Nebenwirkungen sind diese Maßnahmen möglicherweise schwierig durchzusetzen. Zugleich wirken Grenzkontrollen je nach epidemiologischer Lage unterschiedlich: Ihr Effekt ist stark, a) solange sich die Epidemie in einer frühen Phase befindet und b) sobald es gelungen ist, lokale Übertragungen dauerhaft zu unterbinden und die Grüne Zone erreicht ist. In Phasen einer schnellen und unkontrollierten lokalen Ausbreitung ist ihr Effekt hingegen marginal.

Aus diesen Überlegungen folgt ein Vorgehen, welches im Idealfall dazu führt, dass auf erneute Grenzschließungen innerhalb Europas verzichtet werden kann. Anders ausgedrückt: für das Gelingen des Grüne Zonen-Konzepts ist ein Schließen der innereuropäischen Grenzen nicht zwingend notwendig.

Zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem das Infektionsgeschehen in den meisten europäischen Ländern vergleichbar dramatisch ist, könnten die nnereuropäischen Grenzen offen bleiben. Allerdings muss der Wechsel der Bundesrepublik zu einer NO-COVID-Strategie mit einer dreifachen Botschaft verbunden werden. Erstens muss weiterhin sowohl an andere europäische Regierungen als auch an die europäischen Bevölkerungen appelliert werden, Reiseaktivitäten auf das Nötigste zu beschränken. Zweitens muss Deutschland kommunizieren, dass NO-COVID als gemeinsame europäische Strategie nicht nur effektiver, sondern auch leichter umsetzbar ist. Wenn andere europäische Länder etwa zeitgleich ebenfalls einen Richtungswechsel vollziehen und bei der Implementation ähnlich effektiv sind, kann dies das kollektiv optimale Ergebnis haben, dass Grenzkontrollmaßnahmen unterbleiben können. Entscheidend dabei ist die effektive Kombination von Testen, Kontakt-Nachverfolgung und Quarantänisierung; bei neuen Ausbruchsgeschehen kann nur eine unmittelbare Reaktion alle neue Infektionsketten unterbrechen. Landesweite Lockdowns wird es damit nicht mehr geben.

Drittens muss die Bundesrepublik transparent machen, wie damit umzugehen sein wird, sollte für sie der Grüne-Zone-Status absehbar werden, während die europäischen Nachbarn weiterhin mit höheren Inzidenzen zu kämpfen haben. In diesem Fall müssen die mühsam erreichten Erfolge stabilisiert und Wiedereintragungen des Virus von außen verhindert werden. Mit Staaten, die in einer unterschiedlichen epidemiologischen Situation sind, werden unterschiedliche Vereinbarungen zu treffen sein, wobei Staaten mit gleicher epidemiologischer Lage gleich zu behandeln wären. Grenzschließungen sind dabei das äußerste Mittel – auch Maßnahmen unterhalb dieser Schwelle (Tests und Quarantäne von Einzelpersonen, sowie Reduktion der Mobilität auf die essentielle Mobilität) können ausreichend sein, sofern die Reisetätigkeit weiterhin auf einem geringen Niveau verbleibt.

Folgen für die Wirtschaft minimieren

Um die negativen Folgen für die Wirtschaft möglichst gering zu halten sollte zunächst – wo immer es die jeweilige Tätigkeit erlaubt – möglichst umfassend und flächendeckend auf Home Office gesetzt werden. Da es mit hohen Fixkosten verbunden ist, große Fabriken zu schließen und später wieder zu öffnen, sollten insbesondere Sektoren mit niedriger Ansteckungsgefahr, z.B. hochautomatisierte Fabriken, und sehr hoher Wertschöpfung pro Beschäftigtem (insbesondere das produzierende Gewerbe) weiter produzieren dürfen. Hierzu müssen die Unternehmen ihre Hygienekonzepte klinischen Hygienestandards anpassen. Zudem sind geeignete Schutzmaßnahmen (z.B. FFP2-Masken; Lüftungstechnik; effiziente Teststrategien inclusive Pool- Testing) zu treffen. Daneben müssen Home Office/Mobile Work-Lösungen soweit wie möglich realisiert werden. Zur Fahrt zum Arbeitsplatz sollte möglichst Individualverkehr genutzt werden, damit die Kontakte auf das unvermeidliche Maß reduziert werden. Unter diesen Voraussetzungen gilt, dass Betriebe von Unternehmen des produzierenden Gewerbes geöffnet bleiben können, solange es nicht zu SARS-CoV2-Infektionen am Arbeitsplatz kommt, selbst wenn sie nicht in einer grünen Zone sind.

Schutzmaßnahmen für vulnerable Gruppen und Pflegeeinrichtungen

Die bisherigen Regelungen und Verordnungen zum Schutz vulnerabler Gruppen z.B. auf den Gebieten Hygiene und (präventiver) Testung scheitern aktuell deutschlandweit aus folgenden Gründen in vielen Bereichen:

1. In der Versorgungsrealität werden Verordnungen nicht flächendeckend umgesetzt.

2. So werden Hygienepläne in stationären (Pflege-)Einrichtungen in der Regel allenfalls auf ihre Existenz und in schriftlicher Form geprüft. Hier fehlen unangekündigte Umsetzungskontrollen vor Ort und eine Umsetzungsunterstützung. Beispielhaft zeigt der Realitätscheck, dass Pausenräume oft wie pandemiefreie Bereiche genutzt werden und dies aber eher die Ausbreitung des Virus begünstigt.

3. Präventive Testkonzepte werden oft nur als Angebot formuliert und nicht als Verpflichtung. Auch bei den Teststrategien werden praktische Umsetzungshindernisse nur im Einzelfall strukturiert behoben.

4. Die Frequenz und die Qualität der geforderten Testungen orientiert sich oft an

Kompromisslinien. Das Virus schließt aber keine Kompromisse, sondern nutzt diese aus. So bietet beispielhaft eine AG-Schnelltestung in Pflegeeinrichtungen mit einer Frequenz 2 mal pro Woche keine Schutzwirkung. Hier müsste beispielsweise entweder 2 mal pro Woche ein PCR Test zum Einsatz kommen oder ein täglicher AG-Schnelltest für alle Besucher und Mitarbeiter (einschließlich Kantinenmitarbeiter, Reinigungskräfte).

5. FFP2-Masken für medizinisches Personal, Reinigungskräfte und Besucher stehen nicht überall oder für alle Mitarbeiter zur Verfügung.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Schutz älterer Bevölkerungsgruppen kaum Einfluss auf den Pandemie-Verlauf hat, weil diese zu den Kontakten weniger beitragen.

Betrachtungen zur Legitimation der NO-COVID-Strategie

Eine reine Lockdown-Strategie ohne ausreichend wirksames Maßnahmenpaket wird den grundgesetzlichen Verpflichtungen des Staates gegenüber seinen Bürgern nicht gerecht. Im Gegensatz dazu ermöglicht das NO-COVID-Konzept bei Einforderung zeitlich sehr begrenzter, aber erheblicher grundrechtlicher Einschränkungen einen zügigen Interessenausgleich zwischen allen betroffenen Grundrechten, auch durch seine bereits in Australien und Neuseeland nachgewiesene Effektivität der eingesetzten Mittel:

Die aktuelle Schieflage der Grundrechtsbetroffenheit diverser Grundrechtsträger (u.a. Artt. 1, 2, 4, 12, 14 GG) im Lockdown muss zügig aufgelöst werden. Denn bei der Einschränkung von Grundrechten ist dem verfassungsrechtlichen Gebot der Verhältnismäßigkeit der angewendeten Maßnahmen Genüge zu tun. Dies ist auch notwendig, um auf Dauer staatshaftungsrechtliche Tatbestände auszuschließen. Insbesondere, da Grundrechte nicht nur individuelle Leistungsrechte der Grundrechtsträger auf Ausübung dieser Rechte, sondern auch Schutzrechte darstellen, die sich aus den Grundrechten als einer objektiven Werteordnung ableiten.

Zu dieser Verhältnismäßigkeit gehört die Wirksamkeit der angewendeten Maßnahmen. Die aktuellen Zahlen des RKI zeigen seit Wochen, dass der aktuelle Lockdown nicht ausreichend wirksam ist, um die Pandemie in einer absehbaren Zeit nachhaltig zu kontrollieren. Dies zeigt sich umso stärker, richtet sich der Blick auf die sich gerade erst ausbreitenden und viel infektiöseren neuen SARS-CoV-2-Varianten. Die Situation verschlechtert sich also vorhersehbar, sollten die Übertragungswege nicht zügig wirksam unterbrochen werden.

Die einzige nach aktuellem Kenntnisstand nachweisbar wirksame Maßnahme zur Beendigung dieser Schieflage stellt die NO-COVID-Strategie dar. Sie zielt auf die Aufgabe des Staates, die gesamten negativen Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zeitnah und wirksam so zu beenden, dass die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft in all ihren Facetten auf Dauer aufrechterhalten wird.

Strukturelle Verantwortlichkeit in der Staatsorganisation

Es scheint unmittelbar sinnvoll, die aufkommenden neuen Aufgaben eines NO-COVID-Konzeptes in der Pandemie soweit wie möglich auf die für die Belange der örtlichen Gemeinschaft zuständigen Behörden zu fokussieren, diese dabei direkt zu unterstützen und verantwortlich zu halten. Dies unterstützt auch die Aktivierung der beteiligten Bürger für ihre eigenen Angelegenheiten. Diese unmittelbare Verantwortlichkeit kann in Verbindung mit einem Anreizsystem zügig zu einem positiven Wettbewerb führen, der die Erweiterung der Grünen Zonen in Deutschland stark befördern würde. Hier stünden nämlich sofort Nachbargemeinden in einem Dialog miteinander und in einem nachbarschaftlichen positiven Konkurrenz- und Austauschverhältnis.

Das Andocken der Aufgaben und Verantwortlichkeit auf dieser Ebene würde auch die Notwendigkeit von Grenzschließungen relativieren, da auf kleiner Ebene ein wirksames COVID- Management durchgeführt wird, das nachvollziehbar und effektiv ist.

Autoren

  • Prof. Dr. Menno Baumann (Pädagogik, Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf)
  • Dr. Markus Beier (Medizin, Allgemeinmediziner, Vorsitzender Bayerischer Hausärzteverband) Prof. Dr. Melanie Brinkmann (Virologie, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung)
  • Prof. Dr. Heinz Bude (Soziologie, Universität Kassel)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest (Ökonomie, ifo Institut und LMU München)
  • Ass. jur. Denise Feldner, M.B.L. (Jura, Technologierecht, Crowdhelix/KU Leuven Germany) Prof. Dr. Michael Hallek (Medizin, Internist, Klinik I für Innere Medizin, Universität zu Köln)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Ilona Kickbusch (Global Public Health, Graduate Institute Geneva, WHO-
  • Beraterin, GPMB)
  • Prof. Dr. Maximilian Mayer (Politikwissenschaft Schwerpunkt Asien, CASSIS, Universität Bonn) Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann (Physik, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung)
  • Prof. Dr. Andreas Peichl (Ökonomie, ifo Institut und LMU München) Prof. Dr. Elvira Rosert (Politikwissenschaft, Universität Hamburg/IFSH) Prof. Dr. Matthias Schneider (Physik, TU-Dortmund)

APPENDIX: Mythen und Missverständnisse über SARS-CoV-2

Mythos: Es gibt einen Zielkonflikt zwischen Gesundheit und Wirtschaft

In der öffentlichen Diskussion wird oft der Eindruck vermittelt, als würden die Interessen der Gesundheit und der Wirtschaft Gegensätze darstellen. Diese Perspektive hat sich in anderen Pandemien wie etwa der Spanischen Grippe 1918 als falsch erwiesen (Correia et al.). Stärkere Eindämmungs-Maßnahmen haben zwar kurzfristig der Wirtschaft einen größeren Schaden zugefügt. Langfristig wurde dies durch die kürzere Dauer der Maßnahmen und die frühere Bewältigung der Pandemie überkompensiert. Daher werden Maßnahmen zur schnellen Bewältigung der Pandemie nicht auf Kosten, sondern im Interesse der Wirtschaft ergriffen. Quantitative Untersuchungen des HZI und des ifo Instituts für Deutschland (Dorn & Khailaie et al.) zeigen, dass eine Perpetuierung der Maßnahmen wie sie seit Oktober 2020 in Deutschland betrieben wird, nicht nur viele Todesopfer fordert, sondern auch wirtschaftlich den größten Schaden anrichtet.

Mythos: Wir können die vulnerablen Gruppen schützen

Die oben zitierte Publikation aus Brasilien (Buss et al.) hat gezeigt, dass die Ausbreitung des Virus relativ gleichmäßig in der Bevölkerung stattgefunden zu haben scheint, und nicht auf bestimmte Untergruppen von Menschen beschränkt war, die möglicherweise stärker exponiert waren. Dies deckt sich mit anderen globalen Erkenntnissen, die darauf hindeuten, dass es praktisch unmöglich ist, die Gefährdeten zu „schützen“ oder einen „gezielten Schutz“ durchzuführen, da es schwierig ist, die Gesunden und die Gefährdeten zu identifizieren und zu trennen (Alwan et al.). Bei einer ungebremsten Übertragung wird sich die Infektion unweigerlich auf gefährdete Bevölkerungsgruppen ausbreiten, was mit entsprechenden Kosten verbunden ist (Richmond et al.). In Deutschland und praktisch allen anderen Ländern, die den Weg der Mitigierung eingeschlagen haben, sehen wir exakt diese Entwicklung. Außerdem ist in Deutschland der Anteil älterer oder vulnerabler Menschen sehr hoch (man geht von etwa 40% der Bürger aus; allein ca. 22% der Bürger sind über 65 Jahre alt; dazu kommen Patienten mit bestimmten Erkrankungen wie Krebs, die die Sterblichkeit von COVID19 deutlich erhöhen).

Mythos: COVID-19 betrifft nur die Alten

Selbst in einer jüngeren Bevölkerung ist SARS-CoV-2 schädlich und tödlich. Die zunehmenden Hinweise auf langanhaltende multisystemische Auswirkungen von COVID-19 deuten darauf hin, dass es nach der Infektion zu einer erheblichen Morbidität kommen kann (Galeotti & Bavry; Iacobucci et al.; Huang et al.). Das Risiko auch in jüngeren Altersgruppen ist nicht zu übersehen (Diorio et al.). Dies verdeutlicht die Risiken, die damit verbunden sind, große Teile der Bevölkerung einem Virus auszusetzen, das noch immer nicht vollständig verstanden ist. Angesichts der erheblichen Auswirkungen einer Infektion auf die Gesundheit aller Gruppen und der wirtschaftlichen Auswirkungen eines schlechten Gesundheitszustands dieser Gruppen auf die Gesellschaft als Ganzes, dürfen sich Strategien zur Unterdrückung von COVID-19 nicht nur auf ältere Menschen oder solche mit Komorbiditäten beschränken, sondern den Schutz der gesamten Bevölkerung anstreben.

Mythos: Einmal Infektion durchgemacht, für immer immun

Es ist nach wie vor unbekannt, wie lange die Immunität gegen SARS-CoV-2 anhält und wie hoch das Risiko einer Reinfektion ist (Iwasaki et al.). Von saisonalen Coronaviren, die Erkältungen verursachen, ist bekannt, dass sie eine kurze Immunität induzieren, und Re-Infektionen üblicherweise innerhalb von 12 Monaten nach der Infektion auftreten (Edridge et al.), obwohl die Immunität gegen SARS-CoV und MERS-CoV, die schwerere Erkrankungen verursachen, mehrere Jahre anhalten kann (Huang et al.). Die T-Zell-Immunität könnte länger anhalten, aber es ist unklar, ob diese innerhalb von 1 bis 2 Jahren abklingt (Le Bert et al.). Wenn die Immunität nachlässt, würde dies bedeuten, dass wiederkehrende epidemische Zyklen wahrscheinlich sind, insbesondere wenn neue Stämme auftauchen, die der Immunerkennung entgehen können.

Mythos: Die Impfung allein rettet uns

Obwohl die Dauer und Effektivität der Immunität bei der Reduzierung der Übertragung durch Impfung unklar ist, deuten die Erfahrungen bei verschiedenen Infektionskrankheiten darauf hin, dass die Immunität sicher durch Impfung verstärkt werden kann. Jedoch besteht weltweit Bedarf für Impfstoffe, und wir werden in den kommenden 6-9 Monaten nicht genügend Menschen impfen können, um weitere dramatische Infektionswellen zu verhindern. Darüber hinaus bleibt auch hier unklar, ob die Impfimmunität länger als 1-2 Jahre anhält. Die Pandemie sollte also auch aus diesem Grund innerhalb dieses Zeitraums gestoppt sein.

Mythos: Herdenimmunität kann durch Infektion erreicht werden

Die Ergebnisse einer neuen Publikation aus Brasilien (Buss et al.) zeigen eindeutig, dass das Streben nach Herdenimmunität durch natürlich erworbene Infektionen keine Strategie ist, die in dieser Pandemie in Betracht gezogen werden kann. Das Erreichen von Herdenimmunität durch Infektion ist nicht nur sehr kostspielig in Bezug auf Mortalität und Morbidität, sondern auch mit geringen Erfolgsaussichten verbunden. Obwohl in Manaus, Brasilien ein großer Teil der Bevölkerung bereits infiziert war (ca. 70%) tobt dort aktuell eine 2. Welle. Eine Strategie, bei der man dem Virus erlaubt, sich in der Bevölkerung auszubreiten, mit dem Ziel, die Aufnahmen knapp unter der Kapazität des Gesundheitswesens zu halten, wie es beim Influenzavirus der Fall ist, ist bei SARS-CoV-2 nicht möglich. Wie in Fällen von SARS-CoV und MERS-CoV wird auch dem SARS-CoV-2 Virus optimal mit einer aggressiven Suppressionsstrategie begegnet (Han et al). Die Regierungen müssen sich auf präzisere, nicht-pharmazeutische Maßnahmen, robuste Test-/Trace-/Isolationssysteme, Grenzkontrollmaßnahmen, Massentests, bessere Behandlungen sowie die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen konzentrieren (Han et al). Dies ist der nachhaltigste und am wenigsten kostspielige Weg aus dieser Pandemie.

Mythos: Schließung von Schulen ist belastender für Kinder und Familien als ihre Offenhaltung

Als wichtigster Druckfaktor auf Familien hat sich die Unsicherheit der aktuellen Situation gezeigt. Sie äußert sich in negativen wirtschaftlichen Konsequenzen, Angst vor unvorhersehbaren Quarantänemaßnahmen oder immer weiter reichenden bzw. wiederkehrenden Einschränkungen auf unvorhersehbare Zeit, Sorge vor Infektionen oder schlechter Versorgung bei anderen gesundheitlichen Problemen.

Die Nähe und Enge des Lockdowns ist entgegen der allgemeinen Meinung kein Risikofaktor als solcher, sondern stellt sich abhängig von der Ausgangssituation als Risiko- oder sogar als Ressourcen-Faktor dar. Familien in Risikokonstellationen können und sollten durch soziale Infrastruktur und gezielte Gegeninterventionen aktiv und präventiv unterstützt werden.

Bei hoher Inzidenz und geöffneten pädagogischen Einrichtungen kommt es zu häufigen Quarantänemaßnahmen, die in ihrer psycho-sozialen Wirkung auf Familien als stärker einzuschätzen sind als ein strukturierter und mit einem Ziel und Sinn versehener Lockdown. Ca. 25-30% aller Familien erleben einen sehr kritischen Quarantäne-Verlauf (Ergebnis eines internationalen Umbrella-Reviews (dort sogar Tendenz zu 33-35%) als auch einer aktuell noch laufenden Monitoring-Studie an der FFH Düsseldorf).

In ihrer Entwicklung werden Kinder und vor allem Jugendliche schwerpunktmäßig durch die sozialen Einschränkungen der Pandemie beeinträchtigt. Geöffnete Schulen und Kitas sind hierbei nur ein geringer Entlastungsfaktor, vor allem, wenn gerade hier die sozialen Erlebnisse (Gruppenbildung in der Pause außerhalb der Kontrolle Erwachsener, kein gemeinsames Singen, kein gemeinsames Begehen von Ritualen) nicht stattfinden können. Insofern ist ein langer und halbherziger Lockdown auch bei geöffneten Schulen und Kitas Entwicklungs-wissenschaftlich kritisch zu bewerten.

Mit einem guten und zielgerichteten Support und einer genauen didaktischen Analyse lassen sich die Auswirkungen einer zeitlich begrenzten, strukturierten Aussetzung der Präsenz in der Schule sowohl auf die Bildung der jungen Menschen insgesamt, als auch für spezielle Risikogruppen (Kinder in Armut, Kinder mit special needs, Kinder mit sprachlichem Förderbedarf) kompensieren. Hierzu bedarf es einer Entwicklung didaktischer und zeitlicher Strukturen, die in den entsprechenden Fachdisziplinen aber bekannt sind. In der Diskussion um Öffnung („yellow“ und „green zone“) können und müssen Übergänge gut beleuchtet und konsequent umgesetzt werden (Priorisierung auf Familien in besonderen Lebenslagen, Übungsphasen (fast 40% des Unterrichts) weiter über E-Learning, Schutzkonzepte in Schulen (vor allem schnelles und umfassendes Testen als Schutz vor langen Quarantänen).

Mythos: Die Impfungen werden die Coronaviruspandemie rasch beenden

Wenn die bisherige Strategie der wiederholten Lockdowns einfach nur weiterverfolgt wird, dann erwarten wir, dass die Intensivstationen voll bleiben, bis alle Erwachsenen ausreichend geimpft sind. Mit den zu erwarteten 25 Millionen Impfungen bis Juni bedeutet das, dass wir bis Juni die Intensivstationen voll und kaum Lockerungen haben werden. Im Juli/August wird es dann hoffentlich ausreichend Impfstoff geben, um jedem Impfwilligen eine Impfung anbieten zu können. Der saisonale Effekt, auf den viele hoffen, beendet im Frühjahr zuverlässig die Grippesaison. Allerdings hat das Influenza Virus nur einen R-Wert von rund 1.1 bis 1.3. SARS-CoV-2 hat jedoch einen wesentlich höheren R-Wert. Die erwarteten saisonalen Effekte von rund 20% reichen bei weitem nicht, um die Corona-Pandemie signifikant zu bremsen (Carlson et al.). Dass SARS-CoV-2 im vergangenen Frühjahr so schnell und effektiv zurückgedrängt wurde war hauptsächlich dem in ganz Europa synchronisierten Lockdown zu verdanken. Es ist also nicht zu erwarten, dass die Ansteckungen im März von alleine zurück gehen.

Literatur
  • Alwan et al., Lancet 396, e71 (2020) Buss et al., Science 371, 288 (2021)
  • Carlson et al., Nat Commun 11, 4312 (2020)
  • Correia, Luck, Verner, SSRN (2020), doi:10.2139/ssrn.3561560. Diorio et al., Blood Adv. 4, 6051 (2020)
  • Dorn, Khailaie et al. https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.08.14.20175224v1
  • Edridge et al., Nat. Med. 26, 1691 (2020)
  • Galeotti & Bayry et al, Nat. Rev. Rheumatol. 16, 413 (2020) Han et al., Lancet 396, 1525 (2020)
  • Huang et al., Nat. Commun. 11, 4704 (2020)
  • Huang et al., The Lancet, ahead of print (2021): doi.org/10.1016/S0140-6736(20)32656-8
  • Iwasaki, Lancet Infect. Dis. 10.1016/S1473-3099(20)30783-0 (2020) Le Bert et al., Nature 584, 457 (2020)
  • Iacobucci, BMJ 371, m4470 (2020)
  • Richmond et al, medRxiv 20210294 (2020)

ZDF: Markus Lanz – Wolfgang Kubiki: wir werden erleben, dass sie das politsche System in Frage stellen

Kommentar der Redaktion: Jetzt zensiert das ZDF bereits seine eigenen Sendungen?



41:05 min Wolfgang Kubiki (FDP): „Wir können das nicht ewig durchhalten, wir müssen tatsächlich Ziele definieren und dann entscheiden.  Für Menschen ist ja, das was sie tun ist nur Broterwerb, nicht nur Existenzsicherung, sondern auch Lebensinhalt. Die psychologischen Folgen für die mangelnde Planbarkeit des weiteren Lebens sind gravierend. Wenn die Leute keine Wegmarken bekommen an denen sich orientieren können, werden wir erleben dass sie das politische System irgendwann in Frage stellen und sagen die da oben sitzen und uns mit neuen Zahlen und neuen Zielmarken versorgen, sind nicht in der Lage und dann können sie auch weg.“

54:33 min Diskussion Ergebnisse Prof. Streeck

Kommentar der Redaktion: Fazit von Herrn Lauterbach und Frau Brinkmann: Ohne App oder Impfung wird es kein normales Leben geben? Keiner der Teilnehmer stellt die Sinnhaftigkeit einer Impfung in Frage. Sie machen sich somit somit zu Steigbügelhaltern zu Bill Gates Impfkreuzzug.

Tenor: „Sensation, wenn wir in einem Jahr einen Impfstoff hätten! Bis dahin müssen wir mit Beschränkungen leben“. Klar, daß dann jeder jubelt und sich begeistert impfen läßt!

Warum erhalten andere gesellschaftlich geschaffenen Krankheiten:
– Krebs verursacht durch Schadstoffe
– Diabetes verursacht durch industrielle Ernährung (Zucker gegen Corona – wer gewinnt das Mörderspiel?)
– Herz-Kreislauferkrankungen

nicht eine angemessene Aufmerksamkeit?



Gegenüber den todbringenden Stürmen, die von anderen, gesellschaftlich selbstgeschaffenen Krankheiten, wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen ausgehen, ist Corona ein Furz im Wind.