Prof. Franz Ruppert: Meine Jahresbilanz für 2020

Der 2. Lockdown führt dazu, dass ich mich an Weihnachten 2020 überwiegend zuhause aufhalte. Es gibt mir die Gelegenheit, weiter zu recherchieren, neue Bücher zu lesen und eine Bilanz dieses Jahres zu ziehen. Ich beginne im Folgenden mit der Situation im Außen und stelle dann meine innere Entwicklung dar, die auch in den letzten beiden Monaten noch einen wichtigen Schub erhalten hat. Ein Standpunkt von Franz Ruppert.

Menschen, die sich intensiver mit Aufstellungsarbeit beschäftigt haben, werden Prof. Franz Ruppert kennen und schätzen.

Ein Beitrag von KenFM , hier finden Sie den Original Text:

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Die Situation im Außen

Was schon im März 2020 klar gesagt wurde, dass die Pandemie erst vorbei sein soll, wenn ein Impfstoff vorhanden sei, bewahrheitet sich nun. Dazu der ganze Aufwand, den Notstand von nationaler Tragweite nicht mehr rückgängig zu machen und mit Massentestungen, willkürlichen Inzidenzzahlen und Warnungen vor einer 2. Welle über den Corona armen Sommer zu kommen. So hatte man dann mit Beginn der Wintersaison wieder genügend PCR-Test positive Fälle, um einen weiteren Lockdown und die umfassende Maskenpflicht zu rechtfertigen. Dazu wurde in Deutschland das Infektionsschutzgesetz noch einmal verändert, um nicht nur per Verordnung, sondern per Gesetz die Grundlagen für die Massenimpfaktionen zu legen.

Auch die WHO hat im November nachgelegt, indem sie die Definition für die Herdenimmunität neu formulierte: Am 9. Juni 2020 hieß es bei der WHO: “Herdenimmunität ist der indirekte Schutz vor einer Infektionskrankheit, der eintritt, wenn eine Population entweder durch eine Impfung oder eine durch eine frühere Infektion entwickelte Immunität immun ist.”

Seit dem 13. November 2020 lautet die Definition: “‘Herdenimmunität”, auch bekannt als “Populationsimmunität”, ist ein Konzept, das für Impfungen verwendet wird, bei denen eine Bevölkerung vor einem bestimmten Virus geschützt werden kann, wenn ein Schwellenwert für die Impfung erreicht wird. Herdenimmunität wird erreicht, indem man Menschen vor einem Virus schützt, nicht indem man sie ihm aussetzt.” 1 Alles außer Impfung soll also im Grunde gar nicht mehr vorstellbar sein als Schutz einer Bevölkerung vor Infektionskrankheiten.

In England, in Amerika und nun auch Deutschland werden im Sinne dieses Denkens folgerichtig diese neuartigen Corona-Impfstoffe in Notfallzulassungen legitimiert. Es wird mit den Massenimpfungen begonnen, die Menschenversuche darstellen, weil es keine ausreichenden Langzeitstudien über mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen gibt.

Um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen, wird die Propaganda für die Impfungen enorm verstärkt. Die Impfstoffe werden von ihren Herstellern als äußerst wirksam und ohne nennenswerte Nebenwirkungen angepriesen. Mit dem Werbetrick „Hier gibt es etwas ganz Besonderes und wer bekommt es zuerst?“ wird vom fragwürdigen Gehalt der ganzen Veranstaltung abgelenkt. Die Impfaufklärung im Internet2 und in den sozialen Medien wird noch mehr zurückgedrängt und zensiert.3 Demonstrationen der „Querdenker“ werden zuerst mit Wasserwerfern traktiert und später kategorisch verboten.

Einzelne Menschen, die den ganzen Corona-Maßnahmen und den Impfungen skeptisch gegenüberstehen und aktiv Widerstand dagegen leisten, werden noch mehr verleumdet und beruflich wie privat unter Druck gesetzt. So geschehen z.B. mit Dr. Bodo Schiffmann, einem sehr aktiven und daher prominent gewordenen Corona-Aufklärer in Deutschland.4

Große Hoffnung setzen viele, die dieser Corona-Pandemie mit höchstem Misstrauen gegenüberstehen, auf das Juristenteam um Dr. Reiner Fuellmich. In Deutschland wurde eine Klage gegen Christian Drosten eingereicht und eine so genannte Class Action für Kanada, Amerika und Australien ist in Vorbereitung.5

Ein wichtiger Film, der gute Aufklärung über Impfungen vor allem auch für Eltern zusammenträgt, wurde von einem Ehepaar hier in Deutschland ganz auf eigene Kosten angefertigt. Er hat auch mir noch einmal die Augen über diese äußerst zweifelhafte Impfstoffforschung geöffnet. Es gibt im Grunde keine öffentliche Kontrolle derer, die die Impfstoffe herstellen und vertreiben. 6 7 8 Die Folgekosten für die Impfschäden trägt zudem stets die Staatskasse.

Schon die ersten Impftage zeigen das Ausmaß an möglichen erheblichen Impfschäden, die einer englischen Studie zufolge bei immerhin 3% liegen.9 Auch das Schicksal von Tiffany Dover, einer dreißigjährigen Krankenschwester, die sich in Amerika am 21.12.2020 demonstrativ vor laufender Kamera impfen ließ und dann ohnmächtig wurde10, ist nach wie vor unklar. Eine Woche später gibt es noch immer kein direktes Lebenszeichen von ihr.11

Die Situation in meinem Innern

Eines meiner hartnäckigsten Symptome, unter denen ich leide, ist ein Pfeifen in beiden Ohren („Tinnitus“). Dieses habe ich just seit dem Zeitpunkt bekommen, als ich meine Professorenstelle an der Hochschule in München angetreten bin, also vor nunmehr fast 30 Jahren. Die Ernennung als Professor war für mich die Erfüllung meines beruflichen Lebenstraumes. Ich war überglücklich. Diese Freude wurde jäh eingetrübt, als ich an meinem ersten Arbeitstag an der Hochschule Flugblätter vorfand, die monierten, dass für das Fach Psychologie nun schon wieder ein Mann berufen worden sei und keine Frau. Sachlich konnte ich dieses Argument durchaus nachvollziehen, da an dieser Hochschule der Frauenanteil der Studierenden bei mehr als 90% liegt und es bereits drei hauptamtliche männliche Psychologie-Professoren gab. Persönlich war es für mich eine enorme Kränkung und wurde zu einer schweren psychischen Hypothek. Diese Situation versetzte mich unter einen erheblichen Rechtfertigungsstress, den ich mit besonderen Leistungen, also mit noch mehr Stress zu kompensieren versuchte.

Heute ist mir klar, dass dies bereits die Situation bei meiner Entstehung widerspiegelte. Ich komme voller Lebensfreude in meine Existenz und schon nach kurzen erlebe ich von außen das Nein meiner Mutter zu mir. Sie will nicht schwanger sein und Mutter werden. Ich gerate in einen Schockzustand und verbringe die neun Monate im Bauch meiner Mutter ohne emotionale Anbindung an sie. Auch nach der Geburt gerate ich an eine Mutter, die sich emotional selbst nicht regulieren kann, die entweder gar keine körperliche Nähe anbietet oder zu viel. Die selbst emotional bedürftig ist wie ein Kleinkind oder wütend und enttäuscht, wenn ich ihren Erwartungen nicht gerecht werde. Die mich nicht lange genug stillt, weil sie mit den durch den Brustkontakt entstehenden Gefühlen nicht umgehen kann.

Ich habe dies vor ein paar Tagen in einer Selbstbegegnung noch einmal ganz deutlich fühlen können. Zudem konnte ich in den letzten Wochen durch eine eigene Selbstbegegnung in der Männergruppe mein Verhältnis zu meinem Vater weiter klären. Es war schmerzhaft zu realisieren, dass er nun in seinem hohen Alter ebenso wie in meiner Kindheit keine psychischen Kapazitäten dafür frei hat, an mir persönlich Interesse zu zeigen und mich zu sehen. In unseren Gesprächen bleibt er weiterhin nur in seiner eigenen Vorstellungswelt hängen. Da gibt es keine emotionale Brücke hin zu mir und nichts Gemeinsames, was uns verbindet. Im Übrigen will mein Vater sich impfen lassen, wie er in einem Gespräch mit mir am 27.12.2020 äußerte, weil er seine Informationen nur aus den Mainstream-Medien zieht. Eine aufgeklärte Entscheidung trifft er nicht. Er macht das, was er sein Leben lang getan hat: sich anzupassen an das, was von den Oberen von ihm erwartet wird.

Ich fühlte mich Anfang des Jahres 2020 auf dem Höhepunkt meiner persönlichen wie beruflichen Entwicklung. Meine Bücher und Erkenntnisse verbreiten sich stetig weltweit. Sogar eine persische Fassung von „Wer bin Ich in einer traumatisierten Gesellschaft?“ gibt es mittlerweile. Ich konnte die Termine für meine deutsch- wie englischsprachigen Weiterbildungen bis ins Jahr 2023 vorausplanen. Ich freute mich, aus zahlreichen mündlichen wie schriftlichen Rückmeldungen die großen persönlichen Fortschritte zu sehen, welche die „Identitätsorientierte Psychotraumatherapie“ (IoPT) bei vielen Menschen weltweit zeitigt. Alle Flüge für meine Auslandsaktivitäten waren bereits gebucht. Dann wurde ab März „Corona“ ausgerufen und plötzlich war der körperliche Kontakt von Mensch zu Mensch, der für meine therapeutische Arbeit eine enorme Wichtigkeit hat, zu etwas Verbotenem und Gefährlichem erklärt.

Immerhin konnte ich 2020 die meisten meiner offenen Seminare deutschland- und weltweit dank ZOOM zumindest live-online veranstalten. Es gelingt erstaunlicherweise auch per Video hochemotionale Selbstbegegnungen mit der Anliegenmethode zu initiieren und tiefgreifende psychische Veränderungen zu bewirken. Auch den 5. Internationalen Kongress zur IoPT konnten wir mit unserem Verein zwar nur als Live-online-Kongress veranstalten, was ich unter den gegebenen Umständen als großen Erfolg werte.

Da alle Menschen, die sich kritisch zu den Corona-Maßnahmen äußern, auf Wikipedia diffamiert werden, ist nun Ende 2020 auch mein Eintrag gespickt mit boshaften Anfeindungen, ohne dass sich jemand, der das macht, mit mir persönlich befasst hätte. Solche Einschüchterungen von außen führen auch bei mir, wie schon zu Beginn meines Lebens, zeitweise zu massiveren Bedrohungsgefühlen, die ich dank der therapeutischen Arbeit mit mir wieder auffangen kann. Sie beruhigen sich am nachhaltigsten dann, wenn ich erlebe, wieviel andere aufrichtige und ehrliche Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung es gibt, die im Laufe dieses Jahres aufgewacht sind und sich den Entzug ihrer Freiheiten und den Anschlag auf ihre körperliche wie psychische Gesundheit nicht einfach so gefallen lassen. Ich fühle jetzt immerhin deutlich, dass ich nicht mehr durch meine Eltern bedroht bin und kann daher die realen Gefahren im Außen besser einschätzen.

Zu meiner Wunschvorstellung gehört es noch immer, in einem Umfeld von Menschen zu leben, vor denen ich keine Angst haben muss, mit denen zusammen ich mich sicher fühle, weil sie authentisch und bei sich sind. Von diesem Sicherheitsgefühl hängt es dann ab, ob sich mein Ohrenpfeifen verstärkt oder ob es zu einem kaum hörbaren Summen verstummt. Es wird wohl noch eine Weile mein Indikator sein, wie sehr ich mit mir und meinen Mitmenschen im Reinen bin. Zumindest weiß ich jetzt aus einer Resonanzerfahrung in einer Selbstbegegnung auch: Wenn ich einmal tot bin, werde ich keinerlei Bedürfnisse mehr haben. Das finde ich beruhigend und tröstlich. D.h. auch um diejenigen, die tot sind, muss ich mir keine Sorgen machen. Sie sind in Frieden. Es sind die Lebenden, die ihren Schmerz zum Ausdruck bringen müssen, damit sie die Toten ruhen lassen können.

Die großen Entwicklungslinien

In der Corona-Pandemie 2020 laufen aus meiner Sicht vier große Entwicklungslinien zusammen:

  • 1. Der militärisch-industrielle Komplex sucht seit dem Ende des Kommunismus sowjetischer Prägung weiter nach einem neuen Feindbild, um seine eigene Daseinsberechtigung zu rechtfertigen. Er hat es mittlerweile gesellschaftlich geschafft, „den Terrorismus“ in diese Rolle des Hauptfeindes zu bringen. Aktuell wird auch mit der Vorstellung der biologischen Kriegsführung operiert, zu der auch Planspiele gehören, wie eine Freisetzung von Viren zu handhaben wäre. Dazu gehören unter anderem die Aufgabe, die absolute Kontrolle über die Berichterstattung inklusive Internet und social Media zu bekommen, die Bevölkerung per Polizei und Militär in ihren Häusern festzuhalten, das gesellschaftliche Leben möglichst auf Null zu setzen, die Menschen an Schutzmasken zu gewöhnen und sie auf eine rasche Schutzimpfung einzustellen. 12
  • 2. Die Pharma-Industrie strickt weiter an ihren Plänen, Impfungen möglichst für alle Lebensalter zur Pflicht zu machen. Sie glaubt mit den neuen RNA/DNA-Impfstoffen die Gegenargumente der Impfkritiker beschwichtigen zu können und über eine äußerst flexible und zeitsparende Methode der Impfstoffherstellung zu verfügen.13
  • 3. Das kapitalistische Finanzsystem steht seit 2019 noch mehr auf tönernen Füßen und sucht nach neuen Möglichkeiten, den Reichtum der Geld- und Machteliten in neue Formen einer Währung zu überführen.14 Die große Masse der Menschheit soll auch bei einem System-Reset weiterhin arm und besitzlos bleiben.15
  • 4. Auch China versucht, seinen Einfluss auf Europa und die restliche Welt auszudehnen und in Kooperation mit der WHO, Klaus Schwab und den Tech- und Pharmakonzernen die immer noch liberal und demokratisch denkende Bevölkerung vom chinesischen Erfolgsweg der Pandemiebekämpfung zu beeindrucken.16

All diese Ideen von Allmacht und immerwährendem Geldfluss hin zu den bereits Superreichen werden meines Erachtens auf Dauer nicht funktionieren, da es Kopfgeburten sind, die im Widerspruch zu den biologischen wie geistigen Realitäten unseres Menschseins liegen. Woher soll z.B. das Geld für Militärausgaben und Massenimpfungen aus den Staatshaushalten der Länder kommen, die jetzt noch als reich gelten, wenn selbst diese Staaten ihre Ökonomien durch Lockdowns an die Wand fahren und noch mehr arbeitslose Menschen produzieren?

Möglicherweise werden auch die groß angelegten Versuche, Massenimpfungen für die gesamte Weltbevölkerung zur Normalität werden zu lassen, gerade dadurch in ihr Gegenteil umschlagen. Die Schäden, welche diese Impfungen hervorrufen, werden vermutlich so unübersehbar werden, dass das Impfen den guten Ruf verliert, den es in weiten Teilen der Bevölkerung derzeit noch hat.17

Und vielleicht dringt dann auch die Tatsache in das Bewusstsein derer, die sich in den bislang noch reichen Ländern davor fürchten, mit 83 Jahren an einer Corona-Infektion zu sterben, dass durch Lockdowns in den Entwicklungsländern Millionen von Menschen an Armut, mangelnder Hygiene und Hunger sterben. Durch Impfungen alleine werden die Kinder in den armen Weltgegenden jedenfalls nicht satt.

In meinem ersten öffentlichen Beitrag zur Coronapandemie habe ich bereits das Wahnhafte an ihr hervorgehoben. Was jedoch nach außen wie Wahn und Verrücktheit aussieht, hat oft einen verborgenen Sinn. Es gibt wesentliche Tatsachen, die verschwiegen werden und von der Mehrheit nicht erkannt werden sollen, weil das für das gesamte System, sei es eine Familie oder eine größere Gemeinschaft, zu peinlich und schambesetzt wäre. Solche Tatsachen würden den Zusammenhalt der Gemeinschaft sprengen. Die Führer solcher Gemeinschaften würden dadurch ihre Legitimation verlieren. Erst wenn daher diese Fakten am Licht sind (in Familien sind das z.B. getötete oder untergeschobene Kinder oder es sind Inzest und sexuelle Übergriffe auf Kinder), wird nachvollziehbar, was hinter dem Wahnsinn steckt. Wie in Familien so sehen wir auch auf einem gesellschaftlichen Niveau bereits die erwartbaren Reaktionen, wenn es Geheimnisse gibt: Diejenigen, die darauf hinweisen, dass etwas im System nicht stimmt, werden von denen, die das System verteidigen, zu dem sie sich zugehörig fühlen, als die Verrückten hingestellt, die man am besten in die Psychiatrie einweisen solle. Stets können die Täter zunächst darauf vertrauen, dass die Mehrzahl ihrer Opfer, die sich von ihnen abhängig fühlt, sie in Schutz nimmt.

Vermutlich wird erst mit größerem Abstand die historische Forschung ans Licht bringen, was sich da im Jahre 2020 wirklich hinter den Kulissen zugetragen hat und wer die Hauptakteure waren. In Zeiten eines freien Internets kann das rasch der Fall sein.

Zufällig habe ich dieser Tage ein Buch aus meinem Regal genommen, in dem es um das spanische Königspaar Ferdinand (1452-1516) und Isabella (1451-1504) geht (McKendrick 1969). Es zeigt, wie diese beiden Herrscher die iberische Halbinsel in den Jahren zwischen 1469 und 1516 zu einem großen Herrschaftsgebiet vereinten. Sie führten dazu zahllose kleinere und große Kriege, vertrieben die muslimischen Dynastien endgültig aus Spanien, holten die Inquisition ins Land und legten die Grundlage für die weiteren Welteroberungsaktionen ihres Enkels, Kaiser Karls des Großen. Beide sind jedoch am Ende ihres scheinbar so erfolgreichen Lebens unglücklich und depressiv. Auch bei den Herrschenden zeigt sich ihr persönliches Desaster darin, dass sie nicht bei sich sind und gemäß ihren eigenen Bedürfnissen leben. Vielmehr definieren auch sie ihr Dasein in erster Linie über familiäre, ethnische und religiöse Zugehörigkeiten. Daher sind auch sie keine freien Menschen, sondern sind stets wechselnden Gruppenzwängen und -erwartungen unterworfen. Sie müssen, getrieben von ihren eigenen Ideologien, zwanghaft im Außen kämpfen, weil sie keinen inneren Frieden finden und ihren Referenzpunkt in sich selbst haben. Sie werden von ihren Mitmenschen nicht in Ruhe gelassen, weil sich diese ebenso über ihre Zugehörigkeiten identifizieren und nur im Außen agieren. Und wie immer sind es die untergebenen Völker solcher Herrscherfiguren, die dafür hart arbeiten müssen und den Blutzoll für die verrückten Ideen ihrer Eliten und deren unablässigem Strebens nach noch mehr Macht und Gold bezahlen. Durch geschickte Propaganda wird dem Volk dieser Sklavendienst als ihr eigener Vorteil verkauft, werden geschickt Feindbilder geschaffen und angeheizt, werden Neid und Missgunst im Volk gefördert, um es zu spalten und damit nahezu mühelos beherrschen zu können.

Es wäre zu schön, um wahr zu sein, dass es in der Coronapandemie tatsächlich zum ersten Male in der Menschheitsgeschichte um das Wohlergehen und die Gesundheit der Weltbevölkerung ginge und nicht nur wieder um eine neue Variante von Macht- und Geldgier seitens derer, die sich als die geistige Eliten der Menschheit wähnen.

Es wird für eine humanere Zukunft darauf ankommen, wieviel Wahrheit wir uns individuell wie kollektiv zumuten können. Denn all diese Überlebensstrategien einer im Macht- und Geldwahn verhafteten Menschheitsepoche werden diesen Globus nur noch weiter ins Chaos und in die Zerstörung von lebenswertem Dasein führen. Wie schon öfter in der menschlichen Geschichte wird dann ein übermächtig gewordenes Imperium wegen der Ignoranz und Dekadenz seiner Eliten an seinen eigenen Widersprüchen zerbrechen. Wahrheit ist auf Dauer nicht durch Propaganda zu ersetzen, Gerechtigkeit nicht für alle Zeit durch den willkürlichen Einsatz von Gewalt, wahre Menschlichkeit nicht durch Zynismus und Heuchelei.

Aus dem Chaos, das sich die Menschheit seit ihrer Entstehung immer wieder selbst bereitet, wird sie auf Dauer nur herauskommen, wenn sie sich mit ihrem eigenen Innenleben und dessen Entwicklung befasst. Das ist eigentlich nicht so schwer und im Grunde viel leichter als all die aufwändigen Bemühungen, sich den eigenen psychischen Verletzungen mit allen erdenklichen Mitteln zu verschließen. Dieses Verdrängen und Dissoziieren veranlasst uns schon bei kleinsten Konflikten in Stress zu geraten und zu kämpfen als ginge es um Leben und Tod. Er erzeugt in uns dieses „es ist immer zu wenig und nie genug“-Gefühl. Es schafft ein fundamentales Misstrauen anderen Menschen gegenüber und verhindert damit wahre Solidarität.

Ein realer Humanismus lebt sich wesentlich leichter als ein idealistischer Spiritualismus und ein sinnfreier Materialismus, der meint, per Nanotechnologie und Computertechnik den Tod besiegen zu können. Jedenfalls werde ich den Weg der Selbsterkenntnis weiter gehen und heiße jeden willkommen, der ihn zusammen mit mir beschreiten möchte.

Literatur:

McKendrick, M. (1969). Ferdinand und Isabella. Reutlingen: Ensslin & Laiblin KG Verlag.

1 https://2020news.de/who-aendert-definition-der-herdenimmunitaet/ abgerufen am 25.12.2020

2 https://youtu.be/iAJd5owgHbQ abgerufen am 25.12.2020

3 www.kla.tv/17757 abgerufen am 25.12.2020

4 https://m.youtube.com/watch?v=8qq7QSw5tiI abgerufen am 25.12.2020

5 https://m.youtube.com/watch?v=Wz5GMxtGTBM abgerufen am 25.12.2020

6 https://www.youtube.com/watch?v=DgEWRHaxrM4 Teil 1, abgerufen am 25.12.2020

7 https://www.youtube.com/watch?v=D_q-ok06zH8 Teil 2, abgerufen am 25.12.2020

8 https://www.youtube.com/watch?v=2ZLGHarpQXw Teil 3, abgerufen am 28.12.2020

9 https://www.youtube.com/watch?v=YzW5gG7aNdI&feature=youtu.be abgerufen am 27.12.2020

10 https://www.youtube.com/watch?v=p9agUz5cQCk abgerufen am 28.12.2020

11 https://www.youtube.com/watch?v=8MBk39-G3Dw abgerufen am 28.12.2020

12 https://www.youtube.com/watch?v=SSnJhHOU_28 abgerufen am 26.12.2020

13 https://blog.nomorefakenews.com/2020/12/15/the-covid-vaccine-and-the-commercial-conquest-of-the-planet-the-plan/ abgerufen am 26.12.2020

14 https://www.youtube.com/watch?v=_DKQTDFCH8Q abgerufen am 26.12.2020

15 https://www.weforum.org/agenda/2020/06/now-is-the-time-for-a-great-reset/ abgerufen am 26.12.2020

16 https://www.nachrichtenspiegel.de/2020/12/27/aya-verlazquez-china-und-der-great-reset abgerufen am 29.12.2020

17 https://www.youtube.com/watch?v=iiTrttV7Q8A abgerufen am 27.12.2020

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Das Buch „Wege aus einer kranken Gesellschaft“ von Erich Fromm wird in diesem Zusammenhang empfohlen.

John F. Kennedy: Vergessene Warnungen – Rede vom 27.04.1961

Auf interessant: US Präsident Dwight D. Eisenhower: Abschiedsrede am 17.01.1961

„Guten Abend, meine amerikanischen Mitbürger…

In drei Tagen, nach einem halben Jahrhundert im Dienst unseres Landes, werde ich die Zuständigkeiten des Amtes festlegen, da die Autorität der Präsidentschaft in einer traditionellen und feierlichen Zeremonie meinem Nachfolger übertragen wird. Heute Abend komme ich mit einer Botschaft des Abschieds und des Abschieds zu Ihnen und um Ihnen, meinen Landsleuten, ein paar abschließende Gedanken mitzuteilen…

Wir stehen jetzt zehn Jahre nach der Mitte eines Jahrhunderts, in dem vier große Kriege zwischen großen Nationen stattgefunden haben. Drei davon betrafen unser eigenes Land. Trotz dieser Holocausts ist Amerika heute die stärkste, einflussreichste und produktivste Nation der Welt. Verständlicherweise stolz auf diese Vormachtstellung, erkennen wir dennoch, dass Amerikas Führung und Prestige nicht nur von unserem unübertroffenen materiellen Fortschritt, Reichtum und unserer militärischen Stärke abhängen, sondern auch davon, wie wir unsere Macht im Interesse des Weltfriedens und der menschlichen Verbesserung einsetzen.

Während des gesamten Abenteuers Amerikas in der freien Regierung bestand unser Hauptziel darin, den Frieden zu wahren, Fortschritte bei der menschlichen Leistung zu fördern und Freiheit, Würde und Integrität unter den Völkern und unter den Nationen zu verbessern. Weniger anzustreben wäre eines freien und religiösen Volkes unwürdig. Jedes Versagen, das auf Arroganz, mangelndes Verständnis oder Opferbereitschaft zurückzuführen ist, würde uns im In- und Ausland schwere Verletzungen zufügen.

Ständig entstehen neue Bedrohungen. Von diesen erwähne ich nur zwei.

Ein wesentliches Element für die Wahrung des Friedens ist unser militärisches Establishment. Unsere Waffen müssen mächtig und sofort einsatzbereit sein, damit kein potenzieller Angreifer versucht sein kann, seine eigene Zerstörung zu riskieren. Unsere heutige militärische Organisation hat wenig mit der zu tun, die mir in Friedenszeiten oder in der Tat von den kämpfenden Männern des Zweiten Weltkriegs oder Koreas bekannt war.

Bis zu den jüngsten Weltkonflikten hatten die Vereinigten Staaten keine Rüstungsindustrie. Amerikanische Pflugscharhersteller könnten mit der Zeit und nach Bedarf auch Schwerter herstellen. Wir können aber keine Notimprovisation der nationalen Verteidigung mehr riskieren. Wir waren gezwungen, eine permanente Rüstungsindustrie von gewaltigen Ausmaßen zu schaffen. Hinzu kommt, dass dreieinhalb Millionen Männer und Frauen direkt im Verteidigungswesen tätig sind. Allein für die militärische Sicherheit geben wir jährlich mehr aus als das Nettoeinkommen aller US-amerikanischen Unternehmen.

Jetzt ist diese Verbindung eines immensen militärischen Establishments und einer großen Rüstungsindustrie neu in der amerikanischen Erfahrung. Der totale Einfluss – wirtschaftlich, politisch, sogar spirituell – ist in jeder Stadt, jedem Statehouse, jedem Amt der Bundesregierung zu spüren. Wir erkennen die zwingende Notwendigkeit dieser Entwicklung an. Wir dürfen jedoch die schwerwiegenden Auswirkungen nicht übersehen. Unsere Arbeit, Ressourcen und unser Lebensunterhalt sind alle involviert. So ist die Struktur unserer Gesellschaft.

In den Regierungsräten müssen wir uns davor schützen, dass der militärisch-industrielle Komplex ungerechtfertigten Einfluss erlangt, egal ob er gesucht oder nicht gewünscht wird. Das Potenzial für den katastrophalen Aufstieg fehlgeleiteter Macht besteht und wird bestehen bleiben. Wir dürfen niemals zulassen, dass das Gewicht dieser Kombination unsere Freiheiten oder demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts für selbstverständlich halten. Nur eine aufmerksame und sachkundige Bürgerschaft kann die ordnungsgemäße Vernetzung der riesigen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, damit Sicherheit und Freiheit gemeinsam gedeihen können.

Abrüstung, mit gegenseitiger Ehre und Zuversicht, ist ein fortwährendes Gebot. Gemeinsam müssen wir lernen, Unterschiede nicht mit Waffen, sondern mit Intellekt und anständigen Absichten zu komponieren. Weil dieses Bedürfnis so scharf und offensichtlich ist, gebe ich zu, dass ich meine offiziellen Verantwortlichkeiten in diesem Bereich mit einem bestimmten Gefühl der Enttäuschung niedergelegt habe. Als einer, der das Grauen und die anhaltende Traurigkeit des Krieges miterlebt hat, als einer, der weiß, dass ein anderer Krieg diese Zivilisation, die über Jahrtausende so langsam und schmerzhaft aufgebaut wurde, völlig zerstören könnte, wünschte ich, ich könnte heute Abend sagen, dass ein dauerhafter Frieden ist Einblick.

Glücklicherweise kann ich sagen, dass Krieg vermieden wurde. Es wurden stetige Fortschritte in Richtung unseres Endziels erzielt. Es bleibt aber noch so viel zu tun. Als Privatmann werde ich nie aufhören, so wenig ich kann zu tun, um der Welt zu helfen, auf diesem Weg voranzukommen…

Jetzt, am Freitagmittag, soll ich Privatmann werden. Ich bin stolz darauf. Ich freue mich darauf. Danke und Gute Nacht.“

Rede John F. Kennedy vom 27.04.1961

„Meine Damen und Herren, Geheimhaltung ist abstoßend in einer freien und offenen Gesellschaft. Als Volk haben wir eine natürliche und historische Abneigung gegen Geheimgesellschaften und Geheinbünde. Die Nachteile einer übermäßigen Geheimhaltung übersteigen die Gefahren, mit denen diese Geheimhaltung gerechtfertigt wird. Es macht keinen Sinn, einer unfreien Gesellschaft zu begegnen, indem man ihre Beschränkungen imitiert. Das Überleben unserer Nation hat keinen Wert, wenn unsere freiheitlichen Traditionen nicht ebenfalls fortbestehen.

Es gibt eine sehr ernste Gefahr, daß der Vorwand der Sicherheit mißbraucht wird, um Zensur und Geheimhaltung auszudehnen.

Ich habe nicht die Absicht, so etwas zu dulden, sofern dies in meiner Kontrolle hegt, und kein Beamter meiner Administration, egal in welchem Rang, zivil oder militärisöh,‘sollte meine Worte hier und heute Abend als eine Entschuldigung interpretieren, Nachrichten zu zensieren oder dezent zu unterdrücken, unsere Fehler zuzudecken oder der Presse und der Öffentlichkeit Tatsachen vorzuenthalten, die sie erfahren sollten.

Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterungstatt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, Ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis enthüllt.

Kein Präsident sollte die öffentliche Untersuchung seines Regierungsprogramms fürchten, weil aus der genauen Kenntnis sowohl Unterstützung wie auch Opposition kommt, und beides ist notwendig. Ich bitte Ihre Zeitungen nicht, meine Regierung zu unterstützen, aber ich bitte Sie um Ihre Mithilfe bei der enormen Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren, weil ich vollstes Vertrauen 1 (Applaus) ! in die Reaktion und das Engagement unserer Bürger habe, wenn sie über alles uneingeschränkt informiert werden. Ich will die Kontroversen unter Ihren Lesern nicht ersticken, ich begrüße sie sogar. Meine Regierung wird auch offen zu ihren Fehlern stehen, weil ein kluger Mann einst sagte, Irrtümer werden erst zu Fehlern, wenn man sich weigert, sie zu korrigieren.

Wir haben die Absicht, volle Verantwortung für unsere Fehler zu übernehmen, und wir erwarten von Ihnen, dass sie uns darauf hinweisen, wenn wir das versäumen. Ohne Debatte und Kritik kann keine Regierung und kein Land erfolgreich sein, und keine Republik kann überleben.

Deshalb verfügte der athenische (altgriechische) Gesetzgeber Solon, daß es ein Verbrechen für jeden Bürger sei, vor Meinungsverschiedenheiten zurückzuweichen, und genau deshalb wurde unsere Presse durch den ersten Verfassungszusatz besonders geschützt [Anmerkung: durch Bushs Ermächtigungsgesetze, der sogenannte „Patriot Act“ längst ausgehöhlt].

Die Pressefreiheit in Amerika wurde nicht durch einen speziellen Verfassungszusatz geschützt, um zu amüsieren und Leser zu gewinnen, nicht um das Triviale und Sentimentale zu fördern, nicht um dem Publikum immer das zu geben, was es gerade will, sondern um über Gefahren und Möglichkeiten zu informieren, um aufzurütteln und zu reflektieren, um unsere Krisen festzustellen und unsere Chancen aufzuzeigen, manchmal sogar die öffentliche Meinung zu führen, zu formen, zu büden, herauszufordern. Das bedeutet mehr Berichte und Analysen von internationalen Ereignissen, denn das alles ist heute nicht mehr weit weg, sondern ganz in der Nähe und vor der Haustür. Das bedeutet mehr Aufmerksamkeit und besseres Verständnis der Nachrichten sowie verbesserte Berichterstattung, und es bedeutet schließlich, dass die Regierung auf allen Ebenen ihre Verpflichtungen erfüllen muß, Sie mit unzensierten Informationen außerhalb der engen Grenzen der Staatssicherheit zu versorgen.

Und so liegt es in der Verantwortung der Printmedien, die Taten des Menschen aufzuzeichnen, sein Gewissen zu bewahren, der Bote seiner Nachrichten zu sein, damit wir die Kraft und den Beistand finden, auf daß mit Ihrer Hilfe der Mensch zu dem werde, wozu er geboren wurde.“

John F. Kennedy, Präsident der USA

Dwight D. Eisenhower: Abschiedsrede am 17.01.1961

Drei Tage vor der Einweihung von John F. Kennedy, scheidender Präsident der Vereinigten Staaten Dwight D. Eisenhower hielt seine Abschiedsrede vor dem amerikanischen Volk. Im Fernsehen warnte Eisenhower vor den Gefahren eines wachsenden „militärisch-industriellen Komplexes“ und äußerte Hoffnungen auf Frieden und Abrüstung (Quelle: alphahistory.com)

Guten Abend, meine lieben Landsleute, 

…In drei Tagen werde ich nach einem halben Jahrhundert im Dienst für mein Land meine Amtsbefugnisse als Präsident in einer traditionellen und feierlichen Zeremonie an meinen Nachfolger abgeben. Heute Abend wende ich mich an Sie, liebe Landsleute, mit der Botschaft des Abschieds, und ich möchte mit Ihnen einige abschließende Gedanken teilen.

Wie jeder andere Bürger wünsche ich dem neuen Präsidenten und seinen Mitarbeitern viel Glück. Ich bete, dass die nächsten Jahre gesegnet sind mit Frieden und Wohlstand für alle. Unser Volk erwartet, dass ihr Präsident und der Kongress entscheidende Übereinstimmung finden werden bei lebenswichtigen Fragen von großer Bedeutung. Und weise Entschlüsse, die die Zukunft unserer Nation prägen zum Besseren.

Meine eigenen Beziehungen zum Kongress begannen vor langer Zeit ganz bescheiden, als ein Senator mich zur Militärakademie in West Point berief. Diese Beziehungen wurden enger während des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Und schließlich verdichteten sie sich zu einer gegenseitigen Abhängigkeit während der letzten acht Jahre.

In dieser letzteren Art der Beziehung haben Kongress und Regierung gut zusammengearbeitet in den meisten wichtigen Bereichen, um dem Lande zu dienen, anstatt Parteipolitik zu betreiben, und haben auf diese Weise die Interessen der Nation gut vorangebracht. Deshalb sind meine offiziellen Beziehungen zum Kongress mit dem Gefühl der Dankbarkeit verbunden, dass wir so viel gemeinsam auf den Weg bringen konnten.

Wir befinden uns jetzt zehn Jahre nach der Mitte eines Jahrhunderts, das Zeuge wurde von vier größeren Kriegen zwischen Nationen. An dreien dieser Kriege war unsere Nation beteiligt. Ungeachtet dieser Weltenbrände steht Amerika heute als stärkste, einflussreichste und produktivste Nation der Welt da. Wir sind verständlicherweise stolz auf diese Vormachtstellung. Jetzt begreifen wir jedoch, dass Amerikas Führungsrolle und Ansehen nicht nur von unserem unangefochtenen materiellen Fortschritt, den Reichtümern und von militärischer Stärke abhängt, sondern auch davon, wie wir unsere Macht einsetzen für die Interessen des Weltfriedens und Besserung der Situation der Menschheit.

Während der gesamten Geschichte der freien Regierung waren dieses immer unsere Ziele, um den Frieden zu bewahren: den Fortschritt zu fördern für die Vollendung der Menschheit, Freiheit, Würde und Integrität zu erweitern, unter Völkern und zwischen Nationen.

Sich für weniger einzusetzen wäre eines freien und religiösen Volkes unwürdig.

Jedes Versagen, das auf Überheblichkeit oder Mangel an Verständnis oder Mangel an Opferbereitschaft zurückzuführen wäre, würde uns eine schmerzliche Wunde beibringen, ob nun hier oder im Ausland.

Fortschritt in Richtung auf diese edlen Ziele ist dauerhaft in Gefahr durch den Konflikt, der jetzt die Welt im Griff hat. Er erfordert unsere volle Aufmerksamkeit und absorbiert unsere ganze Existenz. Wir stehen einer feindseligen Weltanschauung gegenüber, auf weltweiter Ebene, atheistisch in ihrer Prägung, skrupellos in der Durchsetzung ihrer Ziele und heimtückisch in ihrem Vorgehen. Unseligerweise ist die Gefahr, die auf uns lauert, von unbegrenzter Dauer. Um damit erfolgreich umgehen zu können, benötigen wir nicht so sehr die emotionalen und übergangsbedingten Opfer einer Krise, sondern eher jene Opfer, die uns befähigen, stetig, sicher und klaglos die Bürden eines verlängerten und vielschichtigen Kampfes zu ertragen – immer mit dem Ziel der Freiheit vor Augen. Nur so werden wir auf unserem festgelegten Kurs bleiben, ungeachtet aller Provokationen, in Richtung auf fortwährenden Frieden und Besserung des Loses der Menschheit.

Krisen wird es immer geben. Ob die Krisen nun im Ausland auftreten oder hier im Inland, ob sie groß sind oder eher klein: immer wieder ergibt sich die Versuchung anzunehmen, dass spektakuläre und kostspielige Aktionen als wundersame Lösung aller auftretenden Probleme die geeigneten Mittel sind. Ein gewaltiger Kostenanstieg bei neueren Waffensystemen; die Entwicklung unrealistischer Programme als Behandlung allen Übels in der Landwirtschaft; eine dramatische Ausdehnung in der Grundlagen- und angewandten Forschung – diese und viele andere Optionen, jede für sich gesehen möglicherweise viel versprechend, könnten vorgeschlagen werden als die einzigen Wege in die Richtung, die wir einschlagen wollen.

Aber jeder Vorschlag muss bewertet werden im Licht eines größeren Zusammenhanges: nämlich der Notwendigkeit, eine Ausgewogenheit in den nationalen Projekten zu wahren – Ausgewogenheit zwischen privater und öffentlicher Wirtschaft; Ausgewogenheit zwischen den Kosten und dem voraussichtlichen Ertrag – Ausgewogenheit zwischen dem eindeutig Notwendigen und den angenehmen Wünschen; Ausgewogenheit zwischen unseren wesentlichen Bedürfnissen als Nation und den Pflichten, die dem Einzelnen auferlegt werden; Ausgewogenheit zwischen tagesaktuellen Aktivitäten und dem nationalen Wohl für die Zukunft. Eine gute Entscheidung bemüht sich um Gleichgewicht und Fortschritt; das Fehlen derselben führt irgendwann einmal zu Unausgewogenheit und Frustration.

Der Ablauf vieler Jahrzehnte kann als Beleg gesehen werden, dass unser Volk und seine Regierung im Allgemeinen diese Wahrheiten begriffen und im Angesicht von Bedrohung und Anspannung angemessen darauf reagiert haben.

Aber Bedrohungen, neu in Art und Ausmaß, nehmen fortwährend zu. Von diesen will ich nur zwei erwähnen.

Ein lebenswichtiges Element zur Erhaltung des Friedens stellt das Militär dar. Unsere Bewaffnung muss machtvoll sein, bereit für rasche Einsätze, so dass kein möglicher Angreifer versucht sein könnte, seine eigene Zerstörung zu riskieren.

Die Organisation unseres Militärs heutzutage ist nicht mehr vergleichbar mit jener, die man zu Zeiten meiner Vorgänger in Friedenszeiten gekannt hat, oder auch bei den kämpfenden Männern im Zweiten Weltkrieg oder im Koreakrieg.

Bis zu unseren letzten Weltkonflikten besaßen die USA keine eigene Rüstungsindustrie. Amerikanische Hersteller von Pflügen konnten beizeiten, wenn es erforderlich war, aber auch Schwerter herstellen. Jetzt aber können wir uns keine improvisierte Produktion für die nationale Verteidigung mehr erlauben; wir sind gezwungen gewesen, eine permanente Rüstungsindustrie von gewaltigen Größenordnungen aufzubauen. Obendrein sind jetzt dreieinhalb Millionen Menschen im Verteidigungssektor beschäftigt. Wir geben jedes Jahr für nationale Sicherheit einen höheren Betrag aus, als alle amerikanischen Konzerne zusammengenommen netto einnehmen.

Diese Verbindung eines gewaltigen Militärapparates mit einer großen Rüstungsindustrie stellt eine neue Erfahrung in den USA dar. Der gesamte Einfluss – wirtschaftlich, politisch, ja sogar spirituell – wird wahrgenommen in jeder Stadt, in jedem Parlament unserer Bundesstaaten und jeder Behörde der Bundesregierung. Wir erkennen die Notwendigkeit dieser Entwicklung an. Wir dürfen aber auch nicht die Augen verschließen gegenüber ihren schwerwiegenden Folgen. Alle unsere Bemühungen, Mittel und Existenzgrundlagen sind betroffen; das gilt auch für die Struktur unserer Gesellschaft.

In den Gremien der Regierung müssen wir uns verwahren gegen die Inbesitznahme einer unbefugten Einmischung, ob angefragt oder nicht, durch den Militär-Industriellen Komplex. Das Potential für die katastrophale Zunahme deplatzierter Macht existiert und wird weiter bestehen bleiben.

Wir dürfen niemals unsere Freiheiten und demokratischen Prozeduren durch das Gewicht dieser Konstellation in Gefahr bringen lassen. Nur eine wache und kluge Bürgerschaft kann das richtige Zusammenwirken der gewaltigen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit miteinander gedeihen mögen.

In ähnlicher Weise, und weitgehend verantwortlich für die Umwälzungen in unserer industriell-militärischen Einstellung war die technologische Revolution in den letzten Jahrzehnten.

Innerhalb dieser Revolution wurde Forschung zentral, sie wurde formalisierter, komplexer und kostspieliger. Ein stetig zunehmender Anteil wird für, von oder im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt.

Heute ist der einzelne Erfinder, der in seiner Werkstatt herumbastelt, verdrängt worden von Arbeitsgruppen von Wissenschaftlern in Laboratorien und Teststrecken. In gleicher Weise erfuhr die unabhängige Universität, traditionell die Quelle freier Ideen und wissenschaftlicher Entdeckungen, eine Revolution in der Durchführung von Forschung. Teilweise wegen der gigantischen Kosten, die damit verbunden sind, tritt praktisch an die Stelle der wissenschaftlichen Neugier der staatliche Auftrag. Anstelle der guten alten Schultafel treten nun hunderte neuartiger Computer.

Die Aussicht auf Beherrschung der nationalen Gelehrten durch Arbeitsplätze bei Bundesbehörden, Projektzuweisungen und der Macht des Geldes ist immer präsent – und muss ernsthaft bedacht werden.

Indem wir nun aber wissenschaftliche Forschung und Entdeckung hoch halten, wie es sich gehört, sollten wir andererseits aber auch wachsam sein gegenüber der gleichfalls vorhandenen Gefahr, dass die öffentliche Politik selber ein Gefangener einer wissenschaftlich-technologischen Elite wird.

Es ist die Aufgabe des Staatsmannes, diese und andere Kräfte, neue und alte, zu formen, auszubalancieren und zu integrieren in die Grundlagen unseres demokratischen Systems – immer in Hinblick auf die höchsten Ziele unserer freien Gesellschaft.
Ein anderer Faktor, bei dem das Gleichgewicht gewahrt werden muss, beinhaltet das Element der Zeit. Wenn wir uns die Zukunft der Gesellschaft anschauen, müssen wir – Sie und ich, und auch die Regierung – den Antrieb vermeiden, nur für heute zu leben, indem wir die wertvollen Ressourcen der Zukunft für unsere eigene Leichtigkeit und Bequemlichkeit ausplündern. Wir können nicht die materiellen Güter unserer Enkel verpfänden ohne zugleich auch den Verlust ihres politischen und spirituellen Erbes zu verlangen. Wir möchten, dass die Demokratie für alle nachfolgenden Generationen bestehen bleibt, und nicht zum bankrotten Phantom von morgen wird.

Entlang des weiten Weges der Geschichte, die jetzt zu schreiben ist, weiß Amerika, dass unsere Welt immer kleiner wird und muss vermeiden, eine Gemeinschaft von Furcht und Hass zu werden. Sie muss stattdessen ein stolzer Bund gegenseitigen Vertrauens und Respekts werden.

Eine solche Gemeinschaft muss eine Gemeinschaft von Gleichen sein. Der schwächste muss an den Verhandlungstisch kommen mit demselben Vertrauen wie wir, genauso geschützt wie wir durch unsere Moral, Wirtschaft und militärische Stärke. Dieser Verhandlungstisch, obwohl belastet durch viele vergangene Frustrationen, darf nicht abgeschafft werden zugunsten des gewissen Sterbenskampfes auf dem Schlachtfeld.

Abrüstung in gegenseitigem Respekt und Vertrauen ist ein immer noch gültiges Gebot. Zusammen müssen wir lernen, wie wir Meinungsverschiedenheiten beilegen, nicht mit Waffen, sondern mit Verstand und in ehrlicher Absicht. Denn diese Notwendigkeit ist so hervorstechend und offensichtlich. Doch ich bekenne, dass ich meine Amtsbefugnisse auf diesem Gebiet abgebe mit einem eindeutigen Gefühl der Enttäuschung. Als jemand, der den Horror und die nachklingende Trauer des Krieges miterlebt hat – als jemand, der genau weiß, dass ein weiterer Krieg jene Zivilisation völlig zerstören wird, die so langsam und schmerzhaft über Tausende von Jahren aufgebaut worden ist – wünschte ich, dass ich heute Nacht sagen könnte, ein dauerhafter Frieden sei in Sicht.

Glücklicherweise kann ich sagen, dass Krieg vermieden werden konnte. Steter Fortschritt hin zu unserem endgültigen Ziel ist vollzogen worden. Aber es muss noch so viel getan werden. Als ein privater Bürger werde ich niemals aufhören im kleinen Rahmen zu tun was immer ich helfen kann auf diesem langen Weg, um die Welt voranzubringen.

Jetzt in meiner letzten Gute-Nacht-Botschaft als Ihr Präsident danke ich Ihnen für die vielen Gelegenheiten, die Sie mir geboten haben im Dienst für die Öffentlichkeit in Zeiten von Krieg und Frieden. Ich vertraue darauf, dass Sie in diesem meinen Dienst Wertvolles finden – im Übrigen weiß ich, dass Sie Wege finden werden, die Durchführung in der Zukunft zu verbessern.
Sie und ich – meine lieben Mitbürger – müssen stark sein in unserem Vertrauen darauf, dass alle Nationen mit Gottes Hilfe das Ziel des Friedens mit Gerechtigkeit erreichen werden. Mögen wir immer unerschütterlich sein in unserer Hingabe zu Grundsätzen, zuversichtlich aber demütig mit Macht und fleißig in der Verfolgung der nationalen Ziele.

Zu allen Völkern der Welt, verleihe ich erneut Ausdruck der andächtigen und fortwährenden Sehnsucht Amerikas:
Wir beten, dass die Völker aller Glaubensrichtungen, aller Rassen, aller Nationen ihre großen menschlichen Bedürfnisse befriedigt bekommen; dass jene, denen Gelegenheiten versagt blieben, diese nun in vollen Zügen genießen können; dass alle, die sich nach Freiheit sehnen, ihre spirituellen Segnungen erhalten mögen; dass jene, welche Freiheit haben, ebenso ihre schwerwiegende Verantwortung begreifen; dass jene, welche unempfindlich sind gegen die Bedürfnisse anderer, Barmherzigkeit lernen werden; dass dafür gesorgt wird, dass die Geißeln der Armut, Krankheit und Unwissenheit von der Erde verschwinden; und dass in der Güte der Zeit alle Völker miteinander leben in einem Frieden, der garantiert wird durch die verbindende Kraft gegenseitiger Achtung und Liebe.

Jetzt am nächsten Freitagmittag werde ich wieder ein privater Bürger sein. Ich bin stolz darauf. Ich freue mich darauf.

Danke, und gute Nacht.