Russische Welt TV: Putins klare Ansage und Warnung an den Westen (deutsch Übersetzung)

In seiner jährlichen Anprache warnte Präsident Putin den Westen vor Provokationen gegen Russland. Die Antwort wird assymetrisch, schnell und hart sein. Wenn jemand versuchen sollte, gegenüber Russland die „Rote Linie“ zu überschreiten, wird derjenige das sehr bitter bereuen.

RT DE: US-Präsident Biden erklärt nationalen Notstand: „Um russischer Bedrohung zu begegnen“

Mit den verhängten Sanktionen wegen angeblicher russischer Einflussnahme auf die letzten Wahlen zog US-Präsident Joe Biden einen besonderen Trumpf aus dem Ärmel: Er verhängt in seinem Dekret den nationalen Notstand. Großbritannien und Polen haben ihre russischen Botschafter einbestellt.

lesen Sie bitte hier weiter: https://de.rt.com/international/116056-wegen-russland-einfluss-biden-ruft-notstand-aus/

Kommentar der Redaktion: RT-Deusch, inzwischen umbenannt in RT DE, ist ein von Russland finanzierter, deutschsprachiger Sender und ist genauso mit Vorsicht zu genießen wie das deutsche Staatsfernsehen. Eine Auseinandersetzung mit der russischen Sicht auf die Dinge schützt uns vor der eignen Betriebsblindheit. Nachrichten von RT-Deutschland als Propaganda und die deutsche Sichtweise als „Qualitätsjournalismus“ zu bezeichnen ist anmaßend. In der DDR und im Dritten Reich waren ausländische Medien verboten, eine verbale Diffamierung ausländischer Medien sind ein erster Schritt in diese Richtung.
YouTube Kanal RT DE | Webseite de.rt.com

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

In dem am Donnerstag durch US-Präsident Joe Biden unterzeichneten Dekret werden weitere Sanktionen gegen mehr als 30 Personen und Organisationen verhängt. Das Weiße Haus hat außerdem zehn Diplomaten des Landes verwiesen. Dazu rief Biden den nationalen Notstand aus und berief sich auf den National Emergency Act und auf den International Emergency Economic Powers Act. Der Präsident hat damit weitreichende militärische und ökonomische Entscheidungsgewalt.

Weitere Eskalation: USA verhängen neue Sanktionen gegen Russland und weisen zehn Diplomaten aus

Notstände werden am häufigsten genutzt, um Sanktionen gegen andere Länder zu verhängen und das Vermögen ausländischer Staatsangehöriger in den USA einzufrieren. Sie können aber auch dazu verwendet werden, die Nationalgarde einzuberufen, auf Umweltschutzmaßnahmen zu verzichten, Bundesgesetze zur Einstellung und Entlohnung zu ändern und Lohn-, Gesundheits- und Sicherheitsschutz für Arbeitnehmer auszusetzen.

Biden sprach im Dekret von „bestimmte[n] schädliche[n] ausländische[n] Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation – insbesondere Bemühungen, die Durchführung freier und fairer demokratischer Wahlen und demokratischer Institutionen in den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten und Partnern zu untergraben“. Er warf der russischen Regierung außerdem „böswillige Cyber-Aktivitäten gegen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten“ sowie die Förderung „transnationaler Korruption“ vor, „um ausländische Regierungen zu beeinflussen“.

CIA-Chef: Russlands Aufrüstung reicht nun aus, um in der Ukraine einzumarschieren

Das polnische Außenministerium hat heute drei russische Diplomaten zu „personae non gratae“ erklärt. In einer Pressemitteilung wurde erklärt:

„Die Entscheidung wurde damit begründet, dass die genannten Personen die Bedingungen des Diplomatenstatus verletzten und Aktivitäten zum Nachteil der Republik Polen durchführten. Polen steht in voller Solidarität zu den Entscheidungen, die die Vereinigten Staaten am 15. April 2021 bezüglich ihrer Politik gegenüber Russland getroffen haben. Gemeinsam getroffene, konzertierte Entscheidungen von Verbündeten sind die angemessenste Antwort auf die feindlichen Handlungen der Russischen Föderation.“

Um 22.30 deutscher Zeit will sich Präsident Biden live aus dem Weißen Haus eine Rede an die Nation zum Thema „Russland“ halten.

RT DE: Fasbenders Woche: Europa vor dem Krieg

Aufmarsch in der Ostukraine – wie sichert die NATO den Kiewer Sieg? | Corona: Die Kanzlerin versucht die Flucht nach vorn. Aber der Kredit ist verspielt. | CDU ab in den Keller – wer führt die Partei in die Wahlblamage?

Kommentar der Redaktion: RT-Deusch, inzwischen umbenannt in RT DE, ist ein von Russland finanzierter, deutschsprachiger Sender und ist genauso mit Vorsicht zu genießen wie das deutsche Staatsfernsehen. Eine Auseinandersetzung mit der russischen Sicht auf die Dinge schützt uns vor der eignen Betriebsblindheit. Nachrichten von RT-Deutschland als Propaganda und die deutsche Sichtweise als „Qualitätsjournalismus“ zu bezeichnen ist anmaßend. In der DDR und im Dritten Reich waren ausländische Medien verboten, eine verbale Diffamierung ausländischer Medien sind ein erster Schritt in diese Richtung.
YouTube Kanal RT DE | Webseite de.rt.com

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

heute aufmarsch in der ost ukraine kroner der kredit ist verspielt und cdu ab in den keller so kommentar frage die freien wähler bundesweit ja oder nein es gab jede menge kommentare aber die frage war wohl etwas speziell frank d punkt meint weder freie wähler noch sonst wer abseits des establishments hat eine chance der deutsche hat das denken outgesourced das machen heute ard und zdf diana suhr denkt ähnlich die dummheit ist unbegrenzt und die freien wähler haben sowieso keine chance ks punkt schreibt danke für ihre sendung die freien wähler bundesweit das wird doch nix und schließlich detlef kühn man sieht doch in bayern wie die freien wähler nach der pfeife des chefs der grüne söder tanzen so hat jeder seine meinung [Musik] aufmarsch im osten des kontinents seit wochen schicken ukrainer und russen im elitären die grenzen zur ost ukraine und zur halbinsel krim und sie sind nicht die einzigen noch ein paar tage dann kreuzen die us zerstörer roosevelt und donald cook im schwarzen meer letzte woche hat eine us delegation die donbass front inspiziert und damit war der vorsitzende des nato militärausschusses beim ukrainischen präsidenten tags darauf besuchte der präsident seine frontkämpfer was hat er den generälen wohl erzählt dass die nato nachschub und waffen verspricht beide seiten haben gute gründe für einen krieg gehe für die krim zurückerobern und die kontrolle über die ostukrainischen provinzen russland will die krim behalten und dem don was seine staatsbürger und landsleute schützen und der westen der westen ist partei deswegen berichten unsere medien auch nur die halbe wahrheit egal was in der ost ukraine geschehen wird die schuldigen sitzen in moskau das ist sicher als das amen in der kirche und es ist der ideale moment für die kriegstreiber in kiew washington und berlin eigentlich für die kriegstreiber auf allen seiten sei dabei noch vor der wahl versprochen hat die ukraine mit todbringende waffen zu versorgen ist das szenario und so weil der regen aufhört geht’s los nun sagt sich das so leicht was unsere gläubigen transatlantiker daher bei reden und herbeischreiben und der blutigste europäische krieg seit 1945 diesmal ist’s richtig material aufmarschiert der ukrainische technik angeblich ein lager nahe der grenze zum bass und die russische technik angeblich auf dem weg nach süden solche videos kursieren zuhauf jedenfalls wird das kein spaziergang aber welche anständige demokrat fürchtet einen krieg wenn es gegen die bösen geht man muss nur sicherstellen dass kiew nicht wieder allein dasteht das treibt auch die berliner politiker um die ukraine ist ja noch kein nato mitglied auch wenn die usa seit jahren darauf drängen erst im vergangenen jahr wurde die ukraine der status des als enhanced opportunity partner zuerkannt das markiert also eine besonders enge partnerschaft und wie sie wissen verfolgt die nato bei der aufnahme neuer mitglieder grundsätzlich eine politik der offenen tür offene tür hört sich doch schon mal gut an wenn der krieges begonnen hat gab vielleicht auch eine nato notaufnahme oder man macht es wie in jugoslawien 1999 einfach intervenieren was tut man nicht alles für die expansion der freien welt [Musik] erinnern sie sich letzte woche habe ich gesagt die kaiserin ist nackt ob sie das video gesehen hat jedenfalls hat es bei mir klick gemacht flucht nach vorn angriff ist die beste verteidigung mit der central lockdown steuerung will sie die ministerpräsidenten entmachten den föderalismus zähmen kein dummer schachzug aber zu spät im ersten lockdown letztes jahr waren wir ja noch alle dabei leere straßen erfolgreicher kampf gegen die pandemie da waren nicht nur angst im spiel da war auch vertrauen in die politische führung und dann monatelanges versagen und hott und hin und her und rein in die kartoffeln raus aus den kartoffeln keine deutsche impfkampagne europa geht vor keine test offensive da halten sich die leute ja in sicherheit gewiegt und impfung durch hausärzte ging gar nicht die hätten ja die kassenpatienten diskriminiert so verspielt man autorität und respekt vor der autorität ist der einzige kredit die politiker genießen derweil ist die lage ja durchaus weiter kritisch die intensivbetten auslastung ende letzter woche seit mitte märz gehen die zahlen steil nach oben nur beeindruckt das niemanden der überzeugt ist er landet sowieso nicht auf der intensivstation oder der seine existenz verliert weil die regierung nicht soooo potte kommt die letzte woche die gastwirte von boston in rietberg ständchen bei gütersloh die haben einfach nur ihren biergarten auf gesperrt da war aber rasch der knüppel aus dem sack und wir wundern uns dass die leute von kona diktatur reden ein bundesgesetz macht überhaupt keinen unterschied mache ja sein dass die große mehrheit abstand hält und maske trägt aber die anderen die habt ihr verloren liebe obrigkeit die werden nicht mehr gehorsam sein da könnt ihr noch so viele ausgangssperren befehlen dann gibt es eben pyjama partys die ganze nacht die parks sind groß die welt aktiv soll die polizei doch kommen das heilt auch nicht mehr das ist die quittung kredit verspielt heißt kredit verspielt und bis zur bundestagswahl sind es noch für monate die werden lustig für die politische klasse pandemie und wahlkampf zur selben zeit das ist hart aber das schicksal kennt nummer keine empathie jetzt geht es um die kanzlerkandidaten kandidatinnen die grünen als leicht wir sind für nichts verantwortlich in einer woche werden wir es wissen robert habeck oder annelene br bock wie es aussieht läuft es auf die dame hinaus r stellt sich natürlich die frage wie viel zusätzliche männerstimmen bringt das den grünen oder andersrum wie viele frauen stimmen gehen verloren werden habe ich nicht antritt aber wir wollen hier nicht sexistisch sein ich glaube sowieso es macht keinen unterschied wären das gute glaubt wird grüne wählen sowie die christen früher die cdu die union als das schon viel schwieriger der einzige profilierte cdu-politiker der angela merkel überlebt hat ist armin laschet und das auch nur weil man an sich an seinem profil nicht stoßen kann den grünen kann das egal sein die sind zeitgeist partei und der zeitgeist hat nun mal keine ecken und kanten man könnte ja jemanden verletzen der zeitgeist hat das profil von duschgel aber es kann nur eine zeitgeist partei geben unter merkel hat die cdu gedacht sie wird und hat doch nur die grünen groß gehätschelt merkels wähler laufen über zu harbeck oder baerbock die konservativen machen als gegengewicht die fdp stark und das afd potenzial ist igitt sie kann einem schon leidtun die cdu die gutmenschen kriegt sich die wut menschen will sind ich und jetzt wo der merkel bann gebrochen ist geht es ab in den keller die letzte umfrage gestern ausgerechnet in nordrhein westfalen cdu 28 prozent grüne 26 noch ein paar wochen und die grünen liegen vor markus söder hat seine kandidatur angemeldet aus verantwortung vor dem land aber tut er sich das wirklich an wo armin laschet ja nichts dagegen hat freiwillig unterzugehen dann ist es für uns natürlich auch ein ganz klares signal dann würden wir das auch akzeptieren es ist für beide wichtig für armin und mich für uns beide dass wir die entscheidung nicht auf biegen und brechen film nicht auf biegen und brechen so wird sich keiner an der mentalen mitteln und seine kandidatur kämpft und warum auch für laschet ist es die lebenschance aber söder ist es 54 und in der csu konkurrenzlos der kann auch in zukunft noch wollen bis dahin lässt er die grünen den karren gegen die wand fahren und dann sieht die welt schon wieder ganz anders aus jetzt noch die kommentare frage was meinen sie holt die ukraine sich die krim zurück vielleicht mit deutscher hilfe ihre antwort bitte in die kommentare strippenzieher nicht vergessen bis nächsten montag ihr thomas faßbender [Musik]

Punkt.PRERADOVIC: Prof. Alexander Rahr: „Europa verpennt die Zukunft“

Die deutsch-russischen Beziehungen sind auf dem Tiefpunkt. Und das ist eine Katastrophe, sagt der Politologe und Historiker Prof. Alexander Rahr. Der Russland-Experte beleuchtet in seinem Buch „Anmaßung – wie Deutschland sein Ansehen bei den Russen verspielt“ die russische Sicht auf Deutschland und die Deutschen. Rahr sagt: es geht nur noch um eine Politik der Werte. Es fehle in Deutschland der Respekt vor den Russen. Sie würden abgefertigt nach dem Motto: Werdet erstmal demokratisch, dann reden wir weiter. Und das empfinden Russen als arrogant und belehrend. Die Beziehungen zu Russland wegzuwerfen sei außerdem eine sehr unkluge Strategie für Deutschland und Europa. Die einseitige Bindung an die USA führe dazu, daß Europa seine Zukunft verschlafe, während Russland seine Zukunft zusammen mit China aufbaue. Ich würde mich freuen, wenn ihr meine unabhängige journalistische Arbeit unterstützen würdet, damit ich auch in Zukunft weitermachen kann. Vielen Dank! Ich möchte mich auch ganz herzlich bei allen bedanken, die mich bereits unterstützen. Milena Preradovic Name: Milena Preradovic IBAN: AT40 2070 2000 2509 6694 BIC: SPFNAT21XXX oder https://paypal.me/punktpreradovic

Milena Preradovic: milenapreradovic.com YouTube Kanal: Punkt.PRERADOVIC Twitter: punktpreradovic

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

wer die schlagzeilen deutscher medien über russland und präsident putin liest der liest momentan vorwiegend negatives der nächst über putin den mörder über navalny über russische hacker der merkt der ton wird immer schärfer wir fühlen uns moralisch im recht russlands regierung eine andere auffassung von demokratie hat aber macht eine eiszeit mit europas größtem land wirklich sinn auch angesichts der tatsache dass die usa schwächeln und china immer stärker wird und was denken eigentlich die rüssel darüber und über uns geben wir es zu dass hat uns bislang nicht wirklich interessiert macht aber sinn ich habe jetzt ein buch gelesen dass mein horizont ziemlich erweitert hat darüber spreche ich mit dem autor der auch putin persönlich kämpft jetzt den punkt preradovic hallo professor alexander rath ich grüße sie ich stelle sie kurz vor sie sind politikwissenschaftler politik und unternehmensberater bekannt als russland experte und buchautor sie haben von 1994 bis 2012 das russland eurasien zentrum in der deutschen gesellschaft für auswärtige politik geleitet auch die bundesregierung und den bundestag beraten wechselten 2012 als unternehmensberater in die energiewirtschaft wo sie auch den russischen konzern gazprom beraten seit 2002 schon sitzen sie im petersburger dialog sind projektleiter des deutsch russischen forums honorarprofessor an der moskauer diplomaten schule und der hochschule für ökonomie träger des bundesverdienstkreuzes und des russischen freundschaftsorden es also ein wanderer zwischen den welten russland und deutschland auch weil sie in einer russischen emigranten familie in westdeutschland aufgewachsen sind sie sie kennen putin persönlich haben einige bücher über russland veröffentlicht das neue heißt anmaßung wie deutschland sein ansehen bei den russen verspielt das ist schon ein provokanter titel inwiefern sind die deutschen denn anmaßend gegenüber den russen ich möchte von vornherein sagen dass das buch mit absicht ein wenig einseitig geschrieben worden ist um den russischen blickwinkel auf deutschland zu kennzeichnen und ihn vorzustellen auf liebe art und weise vielleicht manchmal auf brutale art und weise aber ich stehe auf dem standpunkt und ich beobachte das ist so viele bücher werke in deutschland gibt und zwar auch artikel in zeitungen die deutschen blick auf russland immer wieder werfen und beschreiben aber es fehlt in den letzten jahren immer der russische blick auf uns was denken die russen eigentlich über uns interessiert uns das überhaupt und ich denke es sollte uns interessiert und deshalb habe ich absichtlich diesen titel gewählt dass deutschland sich anmaßt mit russland immer von einer moralischen höheren position zu diskutieren zu debattieren zu sprechen zu belehren in einer rolle eines oberlehrers sich hinbewegt und die russen zu demokratie erziehen will und das hat auch in den neunziger jahren und anfang der nullerjahre funktioniert wussten wo die russen sich davon auch was versprachen in europa an zu kommen vielleicht sogar mitglieder der nato zu werden wenn das irgendwann mal wirklich ernsthaft in erwägung gezogen worden ist in russland weißig ist bis heute nicht aber jetzt hat sich das blatt gewandelt die russen wollen nicht mehr in dieser ständigen und permanenten rolle als demokratischer schüler gesehen werden sondern sie haben ihre interessen bezug auf europa entwickelt und darüber werden wir bestimmt mit ihnen jetzt ausführlich reden das gespräch der dialog ist in einer schieflage zwischen russland und deutschland er muss wieder korrigiert werden aus meiner sicht wir brauchen die russen das ist auch ein ganz wichtiges warnsignal von mir an europa wir können uns nicht nur mit unserem selbstbild verfeinern sondern wir brauchen für eine kooperation aber auch für eine positionierung europas ja in der künftigen welt ein gutes verhältnis zum größten flächenstaat in europa nicht wusste genau da auch darauf werden wir noch kommen ist möchte ich mal ein bisschen beim gesellschaftlichen erst bleiben sie haben ja russen befragt also es sind russin die ihr verhältnis oder ihre meinung über deutschland darlegen und da kommt sehr häufig vor die deutschen sind arrogant hochmütig und belehrend das ist so der eindruck den die russen von den deutschen haben das ist ja eigentlich schon nichts neues da steht auch drin das ist seit dostojewski so ist das ist schon ein bisschen her ist jetzt irgendwas anderes geworden in diesem fall in diesem denken der deutschen über die russen was fehlt ist eine respekt den man sogar der sowjetunion entgegen gebracht hatte von deutscher seite aus weil man ja auch in einer ausbildung interessiert war an einer wiedervereinigung deutschlands man muss das geht und die sowjetunion nicht heute haben viele das gefühl das beschreibe ich auch in dem buch das sie überhaupt nicht benötigt werden dass sie nicht für interessant empfunden werden von den deutschen nicht ebenbürtig aber gewusst und bei den russen ist immer alles ganz einfach die russen akzeptieren vielleicht anders als wir die andersartigkeit die akzeptieren dass deutschland ganz andere interessen hat russland das tolerieren sie und das möchten sie sogar auf das andere länder mit anderen interessen nach russland kommen darüber diskutieren was sie sich was man sie aber nicht tolerieren und nicht mögen ist fehlender respekt wenn man sie als regionalmacht bezeichnet wenn man sie als barbaren bezeichnet die unfähig in demokratie zu studieren wenn man ihren präsidenten als mörder bezeichnet wie das der amerikanische präsident biden gemacht hat das wollen sie nicht und was mich natürlich bei all diesen umfragen habe seriöse umfragen durchgeführt was ich das buch geschrieben habe ich mir nicht aus den fingern wir so ich habe die jugend gefragt die russische jugend mit denen ich eng zusammenarbeite auch im rahmen des petersburger dialogs und da war schon für mich irritieren zu hören dass die jetzt 20 bis 30 hier in mir sagen wir haben mit den deutschen uns immer verstanden wir haben die politischen themen immer ausgeklammert aber jetzt ist es unmöglich die deutschen belehren uns immer wieder auch in einfachen diskussionen debatten über ihre wahrheit und wenn ich nach uns kommt dann sagt der deutsche immer naher osten wohl sowieso aus ihrem tod inland abhauen zu uns und das könnte auch machen aber was dem russen fehlt ist der respekt den auch ein junger deutscher einem jungen russen entgegenzubringen ja es geht im inzwischen um werte ja was ist gut was ist richtig wer nicht so ist so denkt wir wie die deutschen mit ihrem demokratieverständnis der gang ist auf der bösen seite dass das verstärkt sich dass gerade der werte konflikt ist der eigentliche konflikt der osteland und zwar seit jahren es ist wir haben keine geopolitischen differenzen die russen wollen uns doch nicht territorien wegnehmen und wir den russen übrigens auch nicht aber der wärter konflikt ist sehr schwierig und er ist sehr sagen haben wir sehr sehr konflikt gleichauf wie hatte dann begonnen er hat meiner meinung nach 2012 begonnen als der deutsche bundestag mit den stimmen übrigens nicht der spd sondern der cdu der fdp und der grünen beschlossen hat die modernisierungspartnerschaft mit russland aufzukündigen das war für mich ein historischer moment den ich damals im petersburger dialog und als brückenbauer zwischen deutschland russland gesehen habe alarm nah am eigenen leib gespürt habe warum haben dass die deutschen gemacht weil die gesagt haben die russen sind vom demokratischen weg abgewichen wir müssen sie mit gewalt wieder zurück zur demokratie zwingen und wenn sie das nicht wollen dann können sie uns gestohlen bleiben dann können sie nach asien abmarschieren und die russen sind analyse geworden nun gesagt wir lassen uns das nicht bieten europa gehört genauso gut uns wie euch ihr könnt kein monopol auf grund liberaler werte heftigkeit in europa aufbauen unsere tradition unter docs andere tradition eine andere politische kultur die gehört genauso und deshalb haben wir diesen streit und dieser streit verschärft sich inzwischen immer mehr und mehr und wie man den löste das weiß ich nicht weiß nur eins wenn er sich noch weiter verschärft dann sind wir wieder im zweiten kalten krieg der richtige politische und dann auch wirtschaftliche bruch der kam ja im ukraine krieg und bei der annektierung der krim die wird in deutschland und im westen als bruch des völkerrechts gesehen wie sehen das die russen die russen sehen das vielleicht auch insgeheim als eine art völkerrechts buch ansagen aber wer berichte nicht heute das völkerrecht ist noch interessen nichtsdestotrotz der mächte die dass die weltordnung bestimmen ihr habt ja im kosovo angefangen als hier den serben kosovo weggenommen hat auch mit brutalster gewalt mit krieg mit der bombardierung von belgrad und vielen anderen sachen ihr habt den lügen der führung gebracht ja ihr habt versucht er rausgefahren revolution überall an zu zelten um regime wechsel durchzuführen sie lassen das nicht mehr zu und ich glaube die die russen sehen das sagen wir mal die experten sehen den ukraine konflikt jetzt nicht als ein territorialen angriff auf die ukraine wird dass manche einer jedem westen sehen möchte die russen haben im jahre 2007 mit den worten putins ganz klar gesagt hier ist die rote linie auf der münchner sicherheitskonferenz die nicht überschritten werden kann ihr habt die erste nato osterweiterung nach polen ungarn tschechien gemacht bitte schön wir haben nichts dagegen dann die zweite auf die baltischen staaten rumänien bulgarien okay war nicht schön für uns wir finden führen uns umzingelt aber okay verlieren wir auch noch aber als dann die amerikaner gesagt haben jetzt kommt auch noch die ukraine und georgien die nato morgen vielleicht weißrussland und andere staaten haben in moskau gesagt nein das ist für uns ist schon eine sicherheitsfrage und als die amerikaner dann druck macht noch auf die ukraine und die ukraine selbst sagt wir schmeißen die russische schwarzmeerflotte raus und wir hatten der nato beitreten an die russen gesagt das werden wir sehen und dann ist die creme der ukraine weggenommen wiedervereinigt mit russland erleben 90 der menschen lustig russen die haben sich niemals als ukraine gefühlt und so gesehen ist das referendum auch so abgelaufen nicht so wie man hier im westen behauptet unter druck unter gewalt sondern die mehrheit der russen die dort leben die sie eben nicht mehr als nur erinnert gefühlt haben vor allem nachdem nach dem putsch gegen janukowitsch in kiew hat man sich hinter ihm in den kram auch gesagt werden gegen zu russland zurück und die russen haben sich die creme zurückgeholt so unschön wie das gelaufen ist natürlich am rande eines größe eines großen europäischen clubs möglich war aber er ist nicht passiert ein neuer tiefpunkt der beziehungen ist ja der fall weil der westen und auch die deutschen die werfen den russischen geheimdiensten und im grunde auch putin selber vor in russischen oppositionellen vergiftet zu haben wie denken denn die russen über den fall navalny naja die russen haben auch unterschiedliche sich weiß noch ein feiner wein es gibt genug menschen die mit mit mittlerweile natürlich sympathisiere vor allen dingen die die jungen ration der russen die sagen es gut dass er die produktion bei uns aufgedeckt hat und es gibt auch ältere russin die sagen warum kann man ihn dann ich opposition in der position belassen damit gehen wir vielleicht eine in europa aber aber der navalny faktor wird heute anders gesehen als hier für uns ist die vergiftungs geschichte im vordergrund einer war eine einer position eller der vergiftet worden ist und diese bösen russen gehen jetzt eingesperrt haben in russland ist ein ganz anderes narrativ entstand in den letzten wochen man sagt dann aber einer wird vom westen benutzt wie die hannovers gehört zum beispiel die oppositions frau gegen lukasz in weißrussland um unseren starts und dominiert und dem tütchen rauszukriegen um eine neue revolution zu starten und unsere macht zu stärken und putin zu naja zu zu schwächen und der werden aber eine lässt sich da vom westen einsparen arbeiteten den westlichen geheimdiensten und das wollen wir nicht naja vielleicht um eine verwicklung ist kein thema gibt die vergiftung ist ja das ist erstaunlicherweise ist das völlig aus dem russischen archive aus genauso wie man viele viele dinge nicht sehen will was die russen sehen in diesem fall was haben aber auch alles haben bereits positiv ist will man hier in russland jetzt da die vergiftungs geschichte gar nicht mehr sehen sie wird ausgeklammert und das ist die welt von piraterie in der wir heute leben in der gleichen nacht lassen die besteht aus lachten austria oder ich würde sagen das beschreibe ich auch in dem buch das buch macht ja auch sinn es soll doch geschlagen was dazwischen setzen innovative ist nicht dass ich da jetzt ist das russische negativ über das westliche staaten will ich sage nur die gefahr besteht dass die deutschen oder die europäer sich festklammern und festfahren in ihrem in ihrer ideologie in ihrem negativen uhr ihre wahrheit sehen und alles andere als propaganda betrachten aber kritisiert ist ja auch dass in russland dasselbe passiert dass man bestimmte sachen die auf offensichtlich ist wie die vergiftung von alleine auf russischem territorium nicht negiert einfach ausklammert als nicht wichtig erscheint wichtiger ist dass er vom westen als sozusagen als einer brechstange benutzt wird um russland zu schwächen und dessen positionieren sie sich eben hinter putin als patrioten wie sie sagen kann der wein aus sagen wir mal sie als kenner der der der russischen szene kann einer weile einem putin gefährlich werden ich glaube nicht weil wir alles immer wieder verkehren wir glauben einfach die russen wollen natürlich auch so leben wir wie eine demokratie aber sie leben ja nicht so schlecht wie das dargestellt wird natürlich außerhalb der großen hauptstädte ist was dann noch völlig unterentwickelt hat eine schlechte infrastruktur aber inzwischen gibt es seit 20 jahren bei dem guten an der macht ist in russland ein sozialsystem das funktioniert erlernten werden ausbezahlt anders als in den 90er jahren in armut und beherrschte und über die 90er jahre dieses narrativ dass für die russen so wichtig ist wo sie gesagt haben demokratie bringt uns nicht wir brauchen recht und ordnung und wir brauchen das funktionierende wirtschaft ist uns wichtiger als liberale reform ja dass dieses negativ dass für die russen wichtig ist das negieren wir zum beispiel wir sagen die russen müssen zur demokratie hin uns gern waren wir auf dem richtigen weg unter jelzin unter putin sind sie von medien weg weg weg und ich sage immer und beschreibungen nein die mehrheit der russen will nicht zurück zu jetzt und will nicht zu dieser art von demokratie den 90er jahren haus produziert wird man will heute jedenfalls ein recht und ordnung haben und danach eine garantiert sie nicht mehr einig programm ist unbekannt da war eine wilde putin stürzt das ist viel zu wenig um in brüssel um die macht zu kommen und die mehrheit der leute aufgrund ihrer schlechten erfahrung in den 90er jahren sagen nein putin ist auch nicht nicht vielleicht nicht ideal wir werden vor 20 jahren gesehen haben aber er sorgt für stabilität und heute wollen wir keine neue revolution wir wollen diese stabilität man versteht mich auch im westen immer nicht wenn ich sage dass zb 80 prozent der russischen bevölkerung noch konservativer noch mehr in hardliner tendenzen denken als mädchen selbst das glaubt mir nicht was ist die sache trotzdem der bevölkerung dass die lande recht und ordnung haben und ist für demokratische reformen die im westen nicht zu haben sie denken aber von sich dass die europäer sind und dass sie eben an einen starken staat haben wollen und nicht ein wischiwaschi start wie in den neunziger jahren wo jetzt nicht ständig das in richmond drohte und zwar von seiten der kommunisten ihn dafür bestrafen wollten dass er die sowjetunion zusammen und brechen ließ etwas war was die russen geben auch hinter hängen und natürlich die demokratischen kräften die am besten russland ja freiwillig durch den westen kolonisieren lassen wollen um mal eben das alte die halte vergangenheit völlig auszulöschen und bei punkt null bei einer stunde null zu beginn in russland demokratie aufzubauen aber mehrheit der menschen der jetzigen in lust am lebenden menschen will an dieser jetzt instabilität weiter teilhaben und deshalb wählen sie putin oder dem kandidaten auf den toten oder die machteliten letztendlich doch zeigen wird wenn es die nächsten präsidentschaftswahlen geben kommen wir noch mal zurück auf das verhältnis der beiden länder präsident putin ist ja eigentlich sehr gerne nur viel sehr deutschfreundlich da hat in der ddr gelebt spricht sehr gut deutsch seine töchter an deutschen schulen besucht und in ihrem buch habe ich gelesen dass er wohl jeden tag deutsche medien liest ja was für beziehungen wünscht sich putin zu deutschland stand heute dem wird mich ein ganzes kapitel und das ist mir auch sehr wichtig dieses dieses putin bashing im westen finde ich eigentlich völlig fehl am platze und diese dieser halb dieser hetze die bringt natürlich kann man muss man tut für vieles kritisieren aber bei vielen muss man die kirche im dorf lassen und muss verstehen aus welcher position in russland handeln er muss ja von russischen volk gewählt und geliebt werden und nicht vom westen und putin hat uns sehr viel auf erden gemacht die wichtigsten außenpolitischen reden hat auf deutschem boden gehalten nicht einfach so weil er sympathie zu deutschland hat und weil er in deutschland eine art anwalt russische interessen im westen sieht das hat auch die regierung schröder und kohl immer wieder passiert man ist russland viel viel länger gewesen als die anderen staaten aufgrund der dankbarkeit die für für die wiedervereinigung die russland ermöglicht hat für die deutschen und nicht die amerikaner und die franzosen die engländer die teilweise sogar dagegen war und toten hat natürlich viel auf deutschland gesetzt dass er als stasi-agent als fsb agenten mit der stasi in der ddr gearbeitet hat ja das war ein teil seiner biografie aber nicht die entscheidendste er hat deutschland damals kennengelernt und nicht nur als stasi-offizier stasi offizier des bfs hier sondern eben als jemand der das land studiert hatte er hat es nachher angefangen sogar zu lieben er hat mehr aus seinen deutschkenntnissen gemacht dass möglicherweise ein anderer dort in deutschland stationierte agent oder diplomat nachher hatte er als er stellvertreter des oberbürgermeisters von sankt petersburg hauptstadt wurde hat es sehr viel dafür getan dass gerade die deutschen unternehmen er sprach er deutsch sprach damals kein englisch dass die deutschen unternehmen an nicht nur ein fuß oder zwei füße in der russischen wirtschaft tür bekommen haben und seitdem setzte immer ganz besonders auf die auf die deutsche wirtschaft er war ein rät der initiator des petersburger dialogs weil er sagt wenn man sich mit den deutschen endgültig aussehen zu lassen dann haben wir den kalten krieg überwunden und er liest auch deutsche zeitungen er will dass man in deutschland ihn versteht und was ihr natürlich besonders weh tut ist wenn man das eben nicht nur nicht tut in deutschland sondern ihm sozusagen eine art antichristen sieht der sozusagen auf richtung europa der deutschland zu schaden was er wirklich nicht du sie kennen ihn ja persönlich geht das einem menschen wie putin auch persönlich nahe ich glaube ja ja ich glaube ja weil er wirklich ein ganz besonderes verhältnis zu deutschland hat und sich von deutschland sehr viel versprochen hat übrigens auch von einer wiederaufnahme der guten und vielleicht einer freundschaftlichen beziehung mit frau merkel hatte ja mit schröder eine sehr gute beziehung freundschaftliche beziehung kohl hatte mit jessen eine fantastische beziehung die auch half in ganz schwierigen zeiten gräben zu überwinden und darauf hat tut ihm wirklich gehofft ich wiederhole noch mal die vorschläge die er vom deutschen boden gemacht hat waren immer positiv bis vielleicht auf seine rede auf der münchner sicherheitskonferenz der basar wo er von der roten linie sprach die nicht überschritten werden sollte aber diese dieser aufruf wann ich an deutschland gemeint und übrigens hat deutschland das daran erinnere ich immer wieder die russen die nato osterweiterung auf die ukraine und auf georgien im jahr 2008 auch verhindert die ost europäer und die amerikaner wollten diese aber putin hat zum beispiel in einer historischen rede im reichstag 2001 dem kalten krieg führt aus russischer sicht für beendet erklärt und eine energiepartnerschaft und auch eine strategische partnerschaft tauscht rohstoffe gegen technologie angeboten er hat ich war selbst dabei damals in auf dem auf dem süddeutschen wirtschaftsforum 2010 von einem gemeinsamen wirtschaftsraum lissabon war die was abgesprochen sein nachfolger und vorgänger mit video als stadtpräsident hat das aufgegriffen und hat hier von einem gemeinsamen raum sicherheitsraum von lemke und die amerikaner mit einschließen bis weit über praktisch braucht er hat förmlich darum gebettelt dass die russen ernst genommen werden als atommacht aber eingeschlossen in ein westliches sicherheitspolitisches system das eben aber nicht nur aus westlichen detektiven bestehen wird sondern russische interessen mit einschließen völliges schweigen und ich kann mich auch daran erinnern oder beschreibe auch viele wussten die das damals erlebt haben dass nach solchen reden immer wieder dann russische diplomaten in dem raum umher liefen und fragten jeder deutschen partner und die deutschen kollegen die deutschen zu gehabt hier die rede des präsidenten unseres aufgenommen wollen wir darüber diskutieren und die waren nachher sehr enttäuscht und editiert und auch wirklich auch böse dass die deutsche seite gesagt komm lass uns ein insekt jetzt trinke neuer präsident ist jetzt weg eigentlich hat er auch gar nicht mehr viel zu sagen ihr habt ihr den kalten krieg verloren und eigentlich müsst ihr euch nach unseren richtlinien jetzt auch orientieren von den russen wollen wir nichts mehr und wir erwarten auch nichts mehr wir brauchen euch nicht und diese aussagen sind in all dieser habe gefallen ich war auch zeuge davon und natürlich war es für mich nach auch kein wunder dass jetzt wo die konflikte sich um die ukraine und in den wert streitigkeiten verschärfen die russen ein langes gedächtnis haben das alles wieder was gesagt worden ist in den letzten 20 jahren herauskam den deutsch noch vorwerfen und sagen wir müssen unser verhältnis wirklich ändern auf einen ganz neuen art und weise wie sie putin das heute hat er immer noch dieses große interesse an guten wirtschaftlichen und politischen beziehungen zu deutschland oder hat er sich auch als abgewendet also erwartet darauf besser die möglichkeit wieder bekommen wird mit einem mit frau merkel mit verlaub das wird ja kaum mehr funktionieren glaube dass die in der tat in einem halben jahr geht oder mit einem hand laschet oder mit einem herrn söder vielleicht auch mit einem kantholz wer weiß wo bei uns kanzler wird wo der herr habe ja mit herrn rabe und damit frau wird es natürlich sehr schwierig fast unmöglich wird ist rainer schwarz bei einer schwarz grünen koalition das wäre jetzt kein gutes zeichen für deutsch russischen beziehungen nein ich schätze die grünen jetzt ohne jenas treten zu wollen es ja nicht jetzt thema unsere sendung würde grünen bashing zu machen aber ich finde ihre bislang politik völlig fehl am platze und natürlich uns strategisch und sie ideologisch und auch gefährlich weil sie uns in neuer streitigkeiten mit einer atommacht russland zusammen also für verwickelt und eigentlich wenn man sich einige grüne politiker anhört dann ist dort eigentlich von der tradition einer versöhnungspolitik oder einer ostpolitik oder eines eine politik des wandels durch handel sind welche und immer weitergebracht hat überhaupt nichts zu spüren und deshalb ein grüner kanzler wäre nicht gut für russland aus meiner sicht wie gerade betonung mariniert den griechen hätten in unsere sendung ist nur zu sagen ich will noch sagen auch mit den augen als außenminister ein grüner außenminister wird sich natürlich auch gegenüber russland absolut schwierig um das milde auszudrücken für betragen aber deutschland muss sich ja vielleicht auch mal überlegen ob es klug ist jetzt so einseitig auf die usa zu setzen die usa schwächeln wirtschaftlich also sie werden im grunde bald abgelöst durch die chinesen ja da fragt man sich wirklich ob das klug ist das größte land europas so vor den kopf zu stoßen frage ich mich also klug sie meinen jetzt die russen ja die russen sollte man nicht vor den kopf stoßen und ich finde auch und ich nehme mir das auch recht als die deutsche wissenschaft als deutscher experte der regierungsberater geworden es gewesen ist 20 jahre lang in der deutschen gesellschaft außerdem klicks vertrauenswürdig nach allen seiten gearbeitet habe ich nehme mir auch das recht zu schreiben dass die deutsche politik gegenüber russland in eine schieflage gelaufen ist sagt es ja öffentlich und ich lass mir den mund nicht verbieten weil ich das ja auch belegen kann es ist nicht richtig zu sagen dass wir uns russland politik immer nur mit den wald nun mit den polen abstimmen müssen oder mit den amerikanern weil das unsere verbündeten sind damit verraten wir doch eine ganze tradition als deutsche ich meine doch nicht bismarck oder oder das 1939 das schließe ich absolut aus aber ich rede über die branchen politik ich rede über die versöhnungspolitik ihn über die politik der 90er jahre wo die an einem gemeinsamen europa gebaut haben russen und deutsche für europa nicht für uns für die einzelnen länder deutschland hat sich immer für europa stark gemacht und das da unten sollen sich nicht hinter hinter anderen verstecken und deutschland machen großen fehler indem es sagt russland ist eigentlich nicht mehr wichtig ist nur wichtig und wir haben sie was das problem ist wenn man das ist ein beispiel aus dem buch wenn sie einen russen fragen was er von deutschland will dann sagte er ja deutschland ist natürlich jetzt komplizierter wollen der interessens partnerschaft haben wir wollen viele projekte machen wir wollen wissenschaftlichen kulturellen jugendaustausch das alles wollen wir ihn weit es geht wir wollen dass wir wollen von den deutschen lernen deutschland ist in der tat unser modernisierungs partner wir sind ein stolzes volk aber von deutschland kann manchmal mehr wir wollen dass so was wenn sie jetzt einen einen einen deutschen fragen was er von russland wegen dann kommt immer wieder der einsatz dieser los hier muss demokratisch sein wenn die russen die demokratie annehmen und nicht mehr menschenrechte mit füßen treten was hier immer wieder gesagt wird was ja auch teilweise stimmt ja dann ist russland für uns uninteressant so geht das nicht so funktioniert europäische politik habe ich doch tatsächlich mein handy nicht will nicht ausgemacht genau das ist ja das was was so seltsam ist dass diese politik sowie nicht pragmatisch mehr erscheinen teilweise der deutschen in bezug auf russland ich meine da sind die amerikaner wesentlich pragmatischer ist wenn wir uns nord stream zwei angucken da da sind die amerikaner ja auch nicht die großen freunde da werden auch unternehmen die mit nord stream 2 mit dieser gaspipeline zusammenarbeiten also diesen russisch europäischen deutschen projekt werden quasi bedroht von den amerikanern auch die deutsche regierung wird sehr hart angegangen das ist ja jetzt auch nicht die pure freundschaft also etwas mehr pragmatismus würde der deutschen politik wahrscheinlich gut tun ich stelle mir eine sehr schwierige frage weil ich bin ja im westen sozialisiert und aufgewachsen und studium ich bin eigentlich ein deutscher wissenschaftler und experte und ich weiß deutsche interessen sendern deutsche interessen sind heute von von von von der amerikanischen patronage nicht zu trennen nicht zu können weil diese amerikanismus im positiven sinn ging durch die schule und durch die universitäten durch historische bücher durch das wertesystem wer im rest deutschland sagen die amerikaner haben uns die demokratie gegeben und haben uns den hitler aus dem kopf getreten und haben uns so anständigen menschen gemacht das ist ein religiöses bekenntnis zu amerika das vielen deutschen sehr heilig ist man gibt es nicht gerne zu dass es so ist aber es ist trotzdem so in ostdeutschland ist das nicht so bei den ostdeutschland man eben sich für eine äquidistanz neben amerika auch zu russland einsetzt also nicht zu eng aber trotzdem zusammen so weil man auch sieht dass europa eigentlich nur zusammen wachsen kann und stabil und prosperieren werden kann wenn so ein land wie russland größte flächenstaat mit all den ressourcen in sibirien mit dem kulturellen potenzial mit dem wissenschaftlichen potenzial dass das land weiterhin hat obwohl hier die viele westlichen medien immer schreiben das lust haben morgen zusammen bricht bricht es ja nicht zusammen und viele viele deutsche sind wirklich das habe ich selbst erlebt absolut sagen wir mal irritiert zunächst einmal und dann können sie ihren eigenen augen nicht trauen wenn sie nach russland fahren zum ersten mal manche zum ersten mal nach vielen vielen jahren wenn sie sehen wie die russen eigentlich leben und nicht in moskau sankt petersburg sondern wie man das bei der fußball weltmeisterschaft gesehen hat auch in den anderen provinzstädten die überraschung ist immer riesengroß wie kann das sein sagen die kammer seien im westen schreibt man das land kaputt und tod aber in wirklichkeit sind dass europäer die das leben die menschen sind fröhlich sind der teilweise leben besser als wir der mittelstand es gibt reiche es gibt aber alle fahren dieselben autos dieser mobiltelefon es gibt die konsumgesellschaft es gibt diese freizeit möglichkeiten es gibt den tourismus alles alleine sprechen natürlich noch englisch jedenfalls diejenigen die gut 40 sind so was viele nicht der fall gewesen ist und das zeigt doch dass man eigentlich eigentlich logischerweise zusammen arbeiten muss und sich näher kennenlernen muss und es gibt aber staaten in europa die das nicht wollen wir haben zwei konzepte in europa das amerikanische das geopolitische die russen haushalten aus europa und europa von vancouver bis die bis donetsk also ein bisschen ukraine zu bilden ohne russland und dann das andere konzept wo es doch lissabon ein gemeinsamer raum nicht gegen amerika amerikaner können ja mitmachen aber mit dem einschluss russlands aber es ist ja auch logisch für eine weltmacht amerika hat die ehemalige weltmacht russland eben aus konkurrenzgründen in europa nichts zu suchen und deshalb versuchen sie jetzt die nordstream kaputt zu machen weil sie selbst ihr gas nach europa verkaufen wollen und das russische gas aus europa vertreiben wollen weil sie sagen die russen sind unsere feinde die amerikaner sind eure freunde kauf teurer gas bei uns frau amerikaner wir wollen das große geld bei euch auf dem markt verdienen und nicht der böse los der russe hat genug verdient er steckt das sowieso nur in die rüstung er soll weg ja da wird viel gefragt der russe will nennen wir ihn mal putin putin versuchte jetzt auch mehr anschluss an china also an die zukünftige große wirtschaftliche macht die größte vielleicht anwalt zu finden und es geht auch darum dass china und russland ja versuchen sich von dem dollar zu emanzipieren also das quasi die der dollar ist ja die die währung des welthandels sieht man da auch schon so einen neuen kalten krieg aufkommen was das angeht da glaube ich kommen wir nicht zum kalten krieg das ist normal was da passiert und wir leben nicht mehr in einer monopol aden welt diese monopole welt was meine ich darunter das ist eine welt eine für uns sehr glückliche welt eine wunderschöne welt die nach 1989 90 91 entstanden ist eine friedensordnung eigentlich nicht nur in europa in der ganzen welt es gab plötzlich kaum mehr kriege nur kleine lokale klima warum die amerikaner waren die einzige supermacht und das westliche liberales system das westliche demokratie modell wurde auf ganz mittelosteuropa ausgebreitet bisschen nach russland bis in den postsowjetischen raum bis nach afrika hinein in all diesen staaten die für die sowjetisch waren oder sowjetische klientel sind alle zu westen übergelaufen bis auf wenige ausnahmen sogar kuba hat sich mit der demokratie angefreundet und als beispiel nur und natürlich auf vietnam halt diese länder die irgendwo damals noch unter der sowjetischen kontrolle waren und es war ein angriff der geschichte wie im westen sind dann in den triumphalismus ausgebrochen haben gesagt das ist das ende der geschichte eine bessere menschheitsgeschichte wird es nicht mehr geben wir sind am höhepunkt unserer entwicklung angelangt besser freier prosperierender können wir nicht werden aber aber die geschichte ist gerecht oder ungerecht sie geht weiter und ein neues starkes china entstanden mit eigenen ambitionen mit eigenen texten in der eigenen kultur mit neigen ausrichtung in einer eigenen geopolitik es gab den großen historischen streit zwischen russland und europa oder russland und dem westen und inzwischen sagt sich russland ja auch was wollen wir mit dem westen wir wollen uns ja gar nicht wir wollen kann der gegnerschaft mit dem westen aber wenn der westen eine gegnerschaft mit uns will dann werden wir auch gegner und deshalb entsteht in der tat ein bündnis zwischen russland und china das dramatische folgen haben wird für uns weil die angelegt er bündnis gründen wollten was wir völlig verpennen ihr ist dass es inzwischen auch nicht nur europa gibt auf dem europäischen kontinent sondern auch ein ohr asien das auch zu leben.de gehen mit politisch zu leben beginnt vor allen dingen war dort die türkei eine immer größere rolle spielt großbritannien ist raus aus der europäischen union wird ein anderes europa seien russland ist ein anderes europa der türkei seien anzeigen abhängen die zukunft ein bisschen absolut geopolitisch verpennen wir die zukunft weil wir weiterhin großen den großen fehler machen zu sagen im pluralismus die welt gehört eigentlich uns unserem system unserer idee re liberalen idee es gibt eigentlich dazu keine alternative und die anderen sind barbaren aber wir sind keine barbaren die werden ja immer stärker und natürlich werden sie jetzt sich vom dollar abgab abkapseln abkapseln sie werden ihre eigenen banken gründen wie die brics bank schon brasilien russland indien china südafrika die g-20 wo russland und china dominieren ja ist doch viel stärker als künftige weltregierung schon als diese g6 wo italiener und japaner drin sitzen oder kanadier wirklich nicht zu den stärksten mächten dieser welt gehört ja und deshalb denke ich müssen wie realität ins auge schauen und sehen vor allen dingen eins wir gehen in eine multipolare welt fakt ist dass wir können das nicht verändern was wir verändern können ist dass diese multipolare welt in der wir eintreten ohne größere unglücke passiert uns nicht zum schaden gerät und wir es nicht im chaos enden lassen diese welt sondern neue regularien finden neue beziehungen mit den wichtigsten staaten eben nicht nur mit den für einen start von amerika als europäer sondern auch mit china und russland und indien neues verhältnis türkei zum beispiel vieles neu überdenken um in dieser welt erfolgreich zu sein und eine stabilität für europa zu garantiert zu bekommen die wir ansonsten verliert beim lesen ihres buches habe ich irgendwie gespürt also sagen sie immer wenn es nicht so ist dass sie da ganz viel herzblut rein gelegt haben also das ist für sich unheimlich wichtig ist dass die beiden länder den sie sicher beiden zugehörig fühlen in irgendeiner form dass die bessere beziehungen haben haben sie denn die hoffnung dass das passieren dass das passieren wird also sie haben damit ins schwarze getroffen das ist es ja mein meine biografie ist ja mein schicksal ja ich bin im kalten krieg aufgewachsen ich habe übrigens auch bei radio freies europa gearbeitet im kalten krieg als forscher und ich habe die sowjetunion genau studiert aber mein meine größte erkenntnis und meinen r höhepunkt sozusagen der geist höhepunkt in meinem leben war gewesen der fall der berliner mauer und diese neue welt die plötzlich entstand und ich konnte davor nicht so wird nun fahren und plötzlich konnte ich nachher ab 1990 ständig in die sowjetunion fahren davor war je meine amerika jetzt wo ich immer in die sowjet und in die ex sowjetunion nach russland die ukraine nach weißrussland kasachstan ich hunderte all diese starb und ich habe sie kennengelernt und ich habe für sie nicht nur kunden sondern ich habe brücken gebaut ich arbeite dann in den 90er jahren und in den nullerjahren in der deutschen gesellschaft für auswärtige politik in berlin und was ich tat war brücken zu bauen mit herzblut und das wollte man ja auch ich habe das aber auch meinen bundesverdienstkreuz bekommen in deutschland für diese arbeit weil ich wirklich politiker vertreter der gesellschaft oppositionelle künstler zusammenbrach wirklich auf konferenzen im rahmen von petersburger dialogen und vieles vieles mehr es war eine schwerstarbeit aber sie hatte sich gelohnt und ich bin darin aufgegangen und ich fühle mich auf dem weiterhin verpflichtet als man mir dann im jahr 2012 in deutschland gesagt hat hier die russen die wollen nicht demokratie und deshalb interessieren sie uns nicht und du hast als wissenschaftler 20 jahre lang die falsche arbeit gemacht weil du die uns die russen als freunde verkauft hast und wirklichkeit hin dass feinde habe ich mich am kopf gegriffen und gesagt du für wie blöd kann man sein mir so etwas vorzuwerfen in meinem buch und unsere blieben dann die ganzen friedenspolitiker ja die mich unterstützt hätten oder ich ziehe unterstützt wird sie gesagt glauben wir glauben glauben sie dass sich die beziehungen in naher zukunft verbessern werden können zwangsweise ja weil ich ein anhänger aber ich ich ich ich fühle und sehr als politologe als historiker dass wir lernen müssen ob wir wollen oder nicht wir müssen von unseren träumen weg auch von unseren spinnereien wir müssen hin zum besseren verständnis dessen wo wir leben realitätssinn entwickeln wir leben in einer multipolaren welt und ich sage ihnen der konflikt zwischen ost und west ist geschichte er ist eigentlich schon im mülleimer der geschichte wir leben in einem nord süd konflikt und zwar die herausforderungen vor denen die europäer die russen stehen vielleicht auch die amerikaner kommen aus dem süden und nicht von uns gegenseitig ich meine jetzt keine einzelnen staaten die uns bedrohen aber die geißel der menschheit ist doch der internationale terrorismus der ist doch nicht weg zerfallene staaten im mittleren und nahen osten riesige migrations krise ist noch nicht überwunden afrika zerfällt für unseren augen nicht alle staaten aber die meisten werden große große probleme bekommen dort gibt es eine demografische explosion junge menschen die in afrika heute geboren werden oder vor zehn zwanzig jahren geboren und finden dort keine jobs die klimabedingungen werden immer schlechter wo sollen wir denn hin die gehen nach norden kommt zu uns und sie werden auch nach russland kommen das ist die migrationsfrage ist die schwierigste schwierigsten zu lösende frage der männer der menschheits der politik für die künftigen menschen auf diesem planeten in den nächsten 20 30 40 jahren ideologien sind noch nicht weg kommunismus ist der kapitalismus in der weise auch aber wir haben unsere liberales wertesystem das versucht europa und amerika zu schützen allerdings lehne der defensive ist wir haben ein anderes problem in eurasien wo man natürlich noch auf der suche an ideologie ist und sich von china nicht vereinnahmen lässt aber die lust entwickeln ihr nationalstaat die inder ihren die türkei ehe osmanisches imperium zu ändern muss man ganz genau hinschauen und ich finde dass der islamismus natürlich in afrika und in asien weiterhin auf dem vormarsch ist vielleicht nicht so stark wie vor einigen jahren aber das wird sich sehr stark ändern und die ganzen probleme mit ernährung mit wasser dass es dort regiert die energiefragen die werden vor allen dingen den armen süden betreffen und auch die große klima und umweltpolitik auch den süden mehr als uns ohne die runde pumpen und die lösung von problemen da drüben werden wir hier auch unsere ökologischen grüne wirtschaft nicht aufbauen können ja und das verändert alles das sind die probleme von morgen noch einmal zu lösen sind sie nur gemeinsam mit russland und nicht gegen und das war ein schönes schlusswort und ich hoffe ich hoffe dass diese beziehungen sich erholen weil ich irgendwie auch weiß und spüre dass es für alle länder besser ist ja ich meine vielen dank alexander also und nochmal auch vielen dank für ihre tochter damit ein horizont wirklich erweitert ja also ich kann leute vielen dank heute ich kann dieses buch tatsächlich empfehlen man sieht einfach mal so einen ganz anderen blickwinkel und ich glaube auch schon dass politik mehr sein sollte als haltung und werte und das akzeptieren von unterschieden ein friedliches miteinander und gute handelsbeziehungen die welt auf jeden fall ein stück sicherer und wahrscheinlich auch besser machen in diesem sinne frohe ostern eine gute zeit bis bald schluss [Musik]

Cashkurs: Fed glasklar ultralocker – USA forciert verantwortungslose Eskalation

Der Finanzmarkt nahm gestern bis zur Zinsentscheidung eine abwartende Haltung ein. Um 19 Uhr setzte dann Bewegung ein. Der FOMC der US-Notenbank drückte sich glasklar aus und schrieb faktisch die ultralockere Zins- und Geldpolitik fort. Das forcierte dann Marktbewegungen. Der US-Präsident forcierte derweil den Eklat mit der russischen Führung, unterstellte Einmischung in die jüngsten US-Präsidentschaftswahlen, ohne jedwede Beweise vorzulegen, drohte Russland Konsequenzen an und bezeichnete Putin als einen Mörder. (Autor: Folker Hellmeyer)

lesen Sie bitte hier weiter:

https://www.cashkurs.com/anleihen-und-devisenwelt/beitrag/fed-glasklar-ultralocker-usa-forciert-verantwortungslose-eskalation/

Rubikon: Großbritannien setzt einheimische Journalisten und Youtuber zur Destabilisierung von Russland und dessen Nachbarländern ein

Der Vernichtungsfeldzug

Alexej Nawalny ist ein Symptom. Wenn man sich die Episoden rund um den russischen Oppositionspolitiker vor Augen führt, so erscheint er ganz wie ein Geschöpf des Westens. Medien und Politik haben den Giftgasanschlag auf ihn bis ins kleinste Detail begleitet und ausgeschlachtet. Die Choreografie der Ereignisse hätte nicht besser geplant sein können ― von Merkels „Rettungsaktion“ bis hin zu den Gutachten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und dreier Militärlabore. Nawalnys Rückkehr in die Heimat liefert dem Westen weitere Munition, Russland zu disqualifizieren, diffamieren und sanktionieren. Dass all dies kein Zufall, sondern von langer Hand geplant ist, lässt ein kürzlich gehackter Dateienbestand des britischen Außenministeriums vermuten: Er enthüllt die Existenz geheimer Programme zur Destabilisierung Russlands. (von dem amerikanischen Blog Moon of Alabama übersetzt von Rubikons Weltredaktion)

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

https://www.rubikon.news/artikel/der-vernichtungsfeldzug

Neue Dokumente enthüllen weitere britische Anstrengungen, um Russland zu untergraben

Im Jahr 2018 schrieben wir bereits über „Die ‚Integrity Initiative‘ ― eine militärische Geheimdienstoperation getarnt als Wohltätigkeitsorganisation erfindet die ‚russische Bedrohung‘“. Unser Bericht basierte auf internen Dateien der Integrity Initiative, die sich eine anonyme Organisation verschafft und publiziert hatten.

Weitere Daten von derselben Gruppe aus dem britischen Außenministerium FCO (Foreign and Commonwealth Office) eröffneten Einblicke in umfangreiche Propagandaprogramme zur Unterstützung von Dschihadisten in Syrien sowie in weitere britisch beeinflusste Operationen zur Unterminierung der Sicherheitsbehörden im Libanon und zur geheimen Beeinflussung seiner Bevölkerung.

Jetzt wurde ein weiterer großer Datensatz von der gleichen Quelle veröffentlicht. Diese thematisieren ein umfangreiches britisches Regierungsprogramm, mit dem Russland destabilisiert werden soll: Dazu gehören Aufbau und Finanzierung „unabhängiger“ Medien in russischer Sprache, „Trainingsprogramme“ für russische Journalisten und die geheime Bezahlung russischer Influencer. Sicherlich ist es nicht das einzige britische gegen Russland gerichtete Projekt, aber es ist wahrscheinlich insgeheim das mit dem größten Einfluss auf die Bevölkerung.

Der anonyme Autor hat das komplette Programm zur „Destabilisierung Russlands“ in vier umfangreichen Dokumenten zusammengestellt: einszweidreivier.

Diese vorliegenden Informationen stammen aus Regierungsdateien, in denen verschiedene Projekte vorgestellt werden sowie von Unternehmen und ― interessanterweise ― von den karitativen Zweigen von Reuters und der BBC, die sich für die vom FCO ausgeschriebenen Projekte beworben haben. All dieses Quellenmaterial kann in Form einer einzigen Archivdatei von etwa 80 Megabyte heruntergeladen werden.

Die interessantesten Dateien sind die Angebote der Firmen für Projekte. Sie geben Aufschluss über frühere Projekte, Methoden und Personen, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das Budget für die verschiedenen antirussischen Projekte beträgt pro Jahr einige Dutzend Millionen Pfund. Die ersten Programme starteten 2016 und einige laufen bis in dieses Jahr.

Ein „Supplier Event“ für eines der Projekte veranschaulicht die grundlegende Vorgehensweise:

Programmschwerpunkte:

  • Engagieren ― Zusammenarbeit mit dem British Council (1) bei der Implementierung eines Austausches zwischen ethnischen Russen und lokalen Gemeinschaften, um diese entsprechend den Kompetenzen des 21. Jahrhunderts zu verlinken – dazu gehören englische Sprachkenntnisse und Medienkompetenz, soziale Unternehmen und kulturelle Aktivitäten.
  • Optimieren ― Unterstützung unabhängiger Medien in Russlands Nachbarländern, um Ausgewogenheit und Pluralität in russischsprachigen Kanälen, in den baltischen Staaten und den Ländern der Östlichen Partnerschaft (2) anzubieten.
  • Entlarven ― Enttarnung und Offenlegen russischer Desinformation in Echtzeit, über die dann in den Hauptmedien verbreitet wird, um bösartige staatliche Desinformation in den davon betroffenen Ländern aufzudecken. Durch die Offenlegung erreicht die Desinformation ihren Zweck nicht mehr, entsprechend leidet die Glaubwürdigkeit des russischen Staates.
  • Ermöglichen ― Zusammenarbeit verbündeter Regierungen durch den Government Communication Service, um deren strategische Kommunikation mit ihren Bevölkerungen zu verbessern.

Dabei wird alles, was den Briten an Russland nicht gefällt, als „russische Desinformation“ bezeichnet. Die „Entlarvung“ solcher „Desinformation“ geschieht am besten durch Verbreitung eigener. Das sind keine defensiven Programme, sondern Angriffe auf Russland.

Die Projekte zu den oben genannten Zielen sollten in fast jedem an Russland grenzenden Land mit einer russischsprachigen Minderheit sowie in Russland selbst stattfinden. Die britische Regierung will nicht, dass Sie von diesen Projekten wissen.

In dem „Supplier Event“-Informationsblatt ist zu lesen:

„Sicherheit

Keine unautorisierte Offenlegung der hier genannten Aktivitäten. Vor dem Abschluss von Verträgen klären, mit wem wir zusammenarbeiten. Grundlegend sinnvolle IT-Sicherheitsmaßnahmen sollten für uns ausreichen, aber das FCO kann eine Erklärung verlangen, welche Schritte zur Gewährleistung der Sicherheit und Sorgfaltspflicht unternommen wurden.

Erwähnt werden sollte, dass einzelne Fördergeldempfänger aus Sicherheitsgründen nicht mit dem FCO verlinkt sein wollen. Außerdem wünscht die Programmkommission nicht, dass Programmdokumente in den russischen Medien veröffentlicht werden. Wir wissen, dass sie uns verfolgen und rechnen mit dem baldigen Erscheinen eines Berichts.“

Was ist das eigentliche Zweck all dieser Geheimprogramme?

Der Autor der Serie zur „Destabilisierung Russlands“ erklärt in Bezug auf die „Vergiftung“ von Alexei Nawalny:

„Einem chemischen Angriff gehen viele Jahre akribischer Arbeit der HMG (Her Majesty’s Government, die britische Regierung) durch ihre Botschaften und Geheimdienste voraus. Es werden Medien und zivile sowie pseudo-humanitäre Organisationen geschaffen, die ‚zufällig‘ zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit Kameras bereit sind, wenn ‚plötzlich‘ ein grässlicher Unfall passiert, der alle in Aufregung versetzt.

Glauben Sie, dass die HMG die ‚Nawalny-Vergiftung‘ im Rahmen einer Geheimoperation in Szene gesetzt hat? Hat die HMG Medienkanäle geschaffen, Blogger und Stringer (3) aufgebaut und bezahlt? Hat sie versucht, Putin zu dämonisieren wie zuvor Assad, und beide als böse Diktatoren dargestellt, die ihr eigenes Volk mit verbotenen Chemiewaffen angreifen?

Und wozu dient das Ganze? Sie wollen den Regierungschef eines Landes delegitimieren und die Menschen auf der ganzen Welt davon überzeugen, dass ‚jedes Mittel recht ist im Kampf gegen einen verrückten Diktator‘. Verstehen Sie das Gewicht und den Ernst dieser Vorgänge? Nun, Sie sollten darüber nachdenken. Man bereitet uns für den Krieg vor, mit den Russen und den Chinesen. Sie suchen nach einem Casus Belli, und nur die Wahrheit kann sie aufhalten, denn: ‚Wenn Kriege mit Hilfe von Lügen begonnen werden können, dann kann die Wahrheit sie beenden.‘ (Julian Assange)“

Diese Ansicht ist noch nicht einmal übertrieben. Der Westen wetzt bereits die Messer gegen Russland. Wir haben vor einiger Zeit einen Bericht der Pendagon-Denkfabrik RAND (4) erwähnt, der untersucht hat, wie man Russland am besten „aus dem Gleichgewicht bringen und überdehnen“ kann.

Letztendlich läuft das klar auf einen Regimewechsel in Russland hinaus, und wenn es anders nicht möglich ist, durch Krieg.

Am Freitag wurde Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, von einem deutschen Radiosender über die neuen geplanten EU-Sanktionen gegen Russland befragt. Er ist skeptisch, ob diese wirken werden, denn:

„Wir wollen ja nicht weniger als einen Regimewandel in Russland, das ist sehr schwer zu erreichen mit wirtschaftlichem Druck“ (5).

Die neuen Dokumente enthalten auch interessante Einzelheiten über Nawalny, der offenbar von der HMG bezahlt wird:

„Fallstudie: Sicherheitsmaßnahmen für das YouTuber-Netzwerk in Russland.

Das Konsortium hat auf der Grundlage robuster Sicherheitsmaßnahmen ein Netzwerk von YouTubern in Russland und Zentralasien aufgebaut, die Inhalte zur Förderung der Medienintegrität und demokratischer Werte verbreiteten. Zu den Maßnahmen zählen solche zum Schutz gegen Angriffe des Kreml, zum Beispiel: den Teilnehmern ermöglichen, internationale Zahlungen zu erhalten, ohne sich dafür registrieren zu lassen (6), die Pflege ihrer Onlineprofile, um sie gegen Cyberattacken, Trollen und Beleidigung zu schützen; den YouTubern lokalen, kostenlosen Rechtsbeistand vermitteln, ihnen helfen, redaktionelle Strategien zur Übermittlung von Schlüsselbotschaften zu entwickeln und dabei das Risiko einer Strafverfolgung unter missverständlichen Zensurauflagen zu minimieren und die Projektkommunikation so zu managen, dass ihre Mitwirkung geheim bleibt.“

Diese entlarvenden Dokumente zeigen, dass das FCO ein Netzwerk populärer YouTuber in Russland aufgebaut hat, die in der Regierung nach Korruption forschen. Diese YouTuber erhalten Unterstützung von einigen Journalisten aus baltischen Staaten. Außerdem hat das FCO Erfahrung damit, Proteste in Russland zu organisieren.

Inzwischen haben Sie sicherlich den Namen eines der populären YouTuber erraten, die Korruption untersuchen. Nachdem wir vor zwei Jahren die Dateien des EXPOSE-Netzwerks erhielten und die Fallstudien darin untersuchten, konnten wir noch nicht ermitteln, welchen YouTuber das FCO via ZINC (7) unterstützte. Auch als Journalisten entdeckten, dass Wladimir Aschurkow, ein enger Verbündeter Nawalnys, zum Cluster der Integrity Initiative gehörte, zogen wir daraus noch keine Schlüsse.

Aber als wir Nawalny und Bellingcat (8) zusammen sahen, begannen die Dinge einen Sinn zu ergeben. Indem wir tiefer gruben, fanden wir eine weitere in London lebende Unterstützerin von Nawalny ― eine undurchsichtige Maria Pewtschich die ein „Smart Voting“-System in Russland unterstützt.

Labour nutzte ein ähnliches System, um den Konservativen Stimmen abzujagen. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass Großbritannien Nawalny das System empfahl (9).

Außerdem hat Nawalny eine Lügenkampagne gegen den Sender RT gestartet ― einer der wenigen Nachrichtenkanäle im Westen, der diejenigen, die mit der offiziellen Position ihrer Regierung nicht übereinstimmen, zu Wort kommen lässt. Nawalnys Kampagne lief zeitgleich mit derjenigen der Integrity Initiative. Eine berechtigte Frage ist:

Warum nimmt sich Nawalny, dessen politische Kämpfe in Russland stattfinden, Zeit für die Bekämpfung eines Fernsehsenders, der im Ausland operiert?

War RT wirklich ein Problem für ihn? Nein das war es natürlich nicht. Sondern es war den westlichen Imperialisten ein Dorn im Auge, und die bedienten sich der Hilfe Nawalnys.

Wie dem auch sei. Hier sind noch einaml die Links zu den vier Dokumenten des Projekts „Destabilisierung Russlands“: einszweidreivier.

Sie erlauben einen umfassenden Einblick in die Methoden des Westens zur Zerstörung anderer Länder. Das ist Wissen, das man heute braucht, um zu verstehen, was in dieser Welt vor sich geht.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien am 15. Februar 2021 unter dem Titel „New Documents Reveal More British Efforts To Undermine Russia“ bei Moon of Alabama. Er wurde von Christoph Hohmann aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzerteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratteam lektoriert.


Quellen und Anmerkungen:

Anmerkungen des Übersetzers:

(1) Der British Council ist, in Analogie zum deutschen Goetheinstitut, eine britische gemeinnützige Einrichtung zur Förderung internationaler Beziehungen. Formal unabhängig, arbeitet er de facto eng mit dem FCO zusammen.
(2) „Östliche Partnerschaft“ der EU: Ukraine, Moldau, Georgien, Belarus, Armenien und Aserbaidschan.
(3) Im Journalismus ist ein Stringer ein freiberuflicher Journalist, Fotograf oder Videograf, der fortlaufend Berichte, Fotos oder Videos zu einer Nachrichtenorganisation beiträgt, jedoch für jedes veröffentlichte oder ausgestrahlte Werk einzeln bezahlt wird.
(4) RAND (Research ANd Development) ist eine dem Militär zuarbeitende Denkfabrik.
(5) Dieses Zitat von Felbermayr habe ich nicht übersetzt, sondern im Wortlaut der deutschen Quelle übernommen.
(6) Hier geht es um die Umgehung eines russischen Gesetzes aus dem Jahre 2012: Demnach sind in Russland Organisationen und Einzelpersonen zur Registrierung als ausländische Agenten verpflichtet, wenn sie aus dem Ausland finanziert werden und sich mit politischen oder militärischen Themen beschäftigen. Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/russland-auslaendische-agenten-gesetz-101.html,
(7) ZINC ist ein in London und Sydney (Australien) ansässiges geheimdienstliches Netzwerk, das eng mit der Integrity Initiative zusammenarbeitet und die Arbeit von mehr als 50 NGOs koordiniert.
(8) Bellingcat ist eine britsch-basierte und vom US-amerikanischen NED finanziell unterstützte „investigative“ Onlinezeitung.
(9) „Smart Voting“ ist eine Strategie der Stimmabgabe, die auf Bündelung der Oppositionsstimmen hinausläuft, indem diese regional auf den jeweils aussichtsreichsten Kandidaten fokussiert werden. Diese Methode wurde von Nawalny bei den russischen Regionalwahlen von 2019 zum Einsatz gegen die Regierungspartei „Einiges Russland“ propagiert.

Wichtiger Hinweis von rubikon.news

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon10 an die Rubikon 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten: rubikon.news/unterstuetzen

Cashkurs: Der Fall Nawalny – ein ungeheuerliches Betrugsmanöver

Am 20. August 2020 erlitt der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny während eines Inlandfluges einen Schwächeanfall und musste nach einer Notlandung in Omsk in einer Klinik behandelt werden.

Wenig später wurde er mit Einwilligung der russischen Regierung in die Berliner Charité ausgeflogen, wo er mehrere Tage im Koma lag. Noch bevor Fakten bekannt waren, geschweige denn eine erste Untersuchung des Vorfalls stattgefunden hatte, wurde von westlichen Politikern und Journalisten behauptet, auf den „Kreml-Kritiker“ sei auf Anordnung oder jedenfalls mit Wissen Wladimir Putins ein Mordanschlag mit einem russischen Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe verübt worden. Es folgte eine bis zur Gegenwart andauernde Empörungswelle und Hetzkampagne gegen Russland. Ein Gastbeitrag von Dr. Wolfgang Bittner.

lesen Sie bitte hier weiter:

https://www.cashkurs.com/gesellschaft-und-politik/beitrag/der-fall-nawalny-ein-ungeheuerliches-betrugsmanoever/

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Auf deutscher Seite waren unverzüglich bekannte US-affine Einflusspersonen zur Stelle, die mit Unterstützung der Leitmedien im Einsatz gegen die russische Regierung und deren Präsidenten agierten. Mit großem Bohei trat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Norbert Röttgen, auf die Bühne, assistiert von dem Grünen-Europapolitiker Reinhard Bütikofer und anderen Agitatoren. Und sofort kam die Forderung auf, den Bau von Nord Stream 2 aufgrund des Anschlags auf Nawalny endgültig abzubrechen, was den jahrelangen intensiven völkerrechtswidrigen Bemühungen der US-Regierung entsprach.

Jetzt müsse „alles auf den Prüfstand“, forderte Röttgen, die einzige Sprache, die Wladimir Putin verstehe, sei „eine Sprache der Härte“. Die Vollendung der Ostseepipeline wäre nach Röttgen die „ultimative und maximale Bestätigung für Wladimir Putin, mit genau dieser Politik fortzufahren“; dieses „gegen die Mehrheit der Europäer“ betriebene Projekt müsse aufgegeben werden.(1) Bütikofer bezeichnete das Beharren der Bundesregierung als „verbohrtes Festhalten“ an dem Projekt.(2) Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete am 2. September 2020, es lägen Untersuchungsergebnisse eines Bundeswehrlabors vor, nach denen Nawalny „zweifelsfrei“ vergiftet worden sei. Man werde mit den Partnern in der NATO und in der EU über eine „angemessene, gemeinsame Reaktion entscheiden.“(3)

Im Spiegel hieß es schon am 28. August 2020 zum Fall Nawalny, Putin sei „eine destruktive Kraft der Weltpolitik“,(4) und die Verteidigungsministerin und CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bezeichnete Anfang September 2020 das „System Putin“ als „aggressives Regime, das seine Interessen ohne Skrupel auch mit Mitteln der Gewalt durchzusetzen versucht und die internationalen Verhaltensregeln immer wieder verletzt“.(5) Kurz darauf legte der Spiegel nach und kommentierte: „Die Zeit für Härte ist jetzt. Jetzt ist die Zeit, um dem Mann im Kreml wehzutun.“(6) Ähnlich feindlich äußerten sich weitere führende Politiker der CDU, der Grünen und der FDP; mäßigende Stimmen waren kaum zu vernehmen.

In die kriegstreiberischen Spekulationen zum Anschlag auf Nawalny, wurde auch die NATO einbezogen, und der angeblich „vom Kreml“ Vergiftete, der sich bereits nach wenigen Tagen erholt hatte, wurde als Lichtgestalt und potenzieller russischer Präsident propagiert. Allerdings stand das in völligem Widerspruch zur russischen Realität, denn Alexej Nawalny war in Russland trotz Unterstützung aus dem Ausland verhältnismäßig einflusslos. Zwar war er 2010 einige Monate an der Eliteuniversität Yale/Connecticut im „Yale World Fellows Program“ auf seine Rolle als globale Führungskraft (d. h. „Regimechanger“) vorbereitet worden,(7) aber bei Wahlen lag seine Partei russlandweit im unteren einstelligen Bereich.

Und wieder einmal entblößte sich das EU-Parlament in seiner antirussischen Haltung: Diesmal wegen der unterstellten Vergiftung Nawalnys mit einer Resolution(8), in der härtere Sanktionen gegen Russland gefordert wurden, obwohl keinerlei Beweise für russisches Fehlverhalten vorlagen. Den Bitten aus Russland um Weitergabe von Untersuchungsergebnissen, war die deutsche Regierung nicht nachgekommen. Verschwiegen wurde von den westlichen Medien, dass der Nationalist Nawalny zweimal wegen Betrugs verurteilt worden war.(9) Ein älteres Video zeigt zudem, wie er politische Gegner mit Ungeziefer gleichsetzte, „das entsprechend zu ‘behandeln‘ sei“.(10)

Wie heuchlerisch die antirussische Kampagne der Berliner Politikerkaste und ihrer Leitmedien war, zeigte sich überdeutlich daran, dass von der jahrelangen Drangsalierung und rechtswidrigen Inhaftierung des dadurch ernsthaft erkrankten Journalisten Julian Assange überhaupt keine Kenntnis genommen wurde. Auch die grausame Ermordung des Journalisten Jamal Kashoggi am 2. Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul durch „Spezialkräfte“ aus Riad geriet bald in Vergessenheit;(11) ebenso die Ermordung des iranischen Generals Qasem Soleimani durch eine Drohne. Dass in der Ukraine ständig Regimegegner umgebracht wurden und werden, war nie ein Thema.

Zweifel werden ignoriert

Der Kremlsprecher Dmitri Peskow wies die Anschuldigungen aus Deutschland entschieden zurück und erklärte: „Wir sind bereit und daran interessiert, vollständig zu kooperieren und die Informationen zu diesem Thema mit Deutschland auszutauschen.“(12) Das konnte die Wogen nicht glätten, denn die Unschuldsvermutung vor einem Urteil gilt in den Beziehungen zu Russland schon lange nicht mehr, Zweifel werden ignoriert, Untersuchungsergebnisse aus Deutschland werden den Behörden in Russland verweigert.

Außenminister Sergej Lawrow beklagte mit ernsten Worten in einem Interview am 15. September 2020: Gäbe es Alexej Nawalny nicht, würde man sich noch irgendetwas als Vorwand zur Einführung zusätzlicher Sanktionen einfallen lassen… Was diese Lage betrifft, so scheint mir, dass unsere westlichen Partner schlicht allen Anstand und alle Grenzen des Vernünftigen hinter sich gelassen haben. Im Kern der Sache verlangt man jetzt von uns ein ‚Geständnis‘. Man fragt uns: ‚Wie, ihr vertraut deutschen Spezialisten nicht, von der Bundeswehr? Wie kann das sein? Ihre Schlussfolgerungen wurden von den Franzosen und Schweden bestätigt. Was, ihnen traut ihr auch nicht?‘“(13)

Zu konstatieren ist: Die russische Regierung hatte zugestimmt, dass Nawalny trotz der Corona-Grenzsperre zur Behandlung und Untersuchung mit einem Privatjet nach Deutschland in die Charité gebracht wurde. Das hätte sie wohl kaum gemacht, wenn sie eine Vergiftung angeordnet hätte, noch dazu mit dem Nervengift Novitschok. In der Affäre um den Doppelspion Skripal, der angeblich in London von russischen Agenten mit Novitschok vergiftet wurde, weswegen die deutsche Regierung sofort Diplomaten ausgewiesen hat, gibt es immer noch keinen eindeutigen Beweis für einen Mordanschlag aus Russland. Diese bedauerlichen Vorgänge werden in Szene gesetzt und dramatisiert, aber die folgenden Untersuchungen bleiben ergebnislos, während Diskriminierung, Hetze und Scheinbeweise Wirkung zeigen, wenn die Unterstellungen nur oft genug wiederholt werden.

Besonders perfide an dem Vorgehen der Bundesregierung war, dass mit einem vermuteten Verbrechen an einem russischen Staatsbürger in Russland die Bundeswehr und die NATO befasst wurden. Damit erhielt der Fall Nawalny eine militärische Dimension. Aber es lag kein bewaffneter Angriff Russlands auf Deutschland vor. Die Bundeswehr als Verteidigungsarmee und die NATO, die entsprechend dem Nordatlantikvertrag ein Verteidigungsbündnis ist, hätten überhaupt nicht einbezogen werden dürfen. Was sich die Bundesregierung geleistet hat, ist eine Ungeheuerlichkeit, und ebenso ungeheuerlich ist, dass dies im Westen von keiner Seite thematisiert wurde. Die Reaktionen im Deutschen Bundestag und in den Medien waren beschämend. Erst nach Tagen regte sich allmählich Kritik an der offiziellen Version, nachdem die sogenannten alternativen Medien sie schon lange angezweifelt hatten.

In der Wochenzeitung Freitag wurde der Anschlag auf Nawalny wie folgt kommentiert: „Anstandslos wird Wladimir Putin von vielen deutschen Politikern die Verantwortung für den ‚Fall Nawalny‘ angelastet. Ob es klare Beweise gibt, erscheint zweitrangig. … Wo Fakten, Argumente und vor allem offene Fragen nicht ins Weltbild passen, werden sie der Ideologie geopfert. Beim ‚Fall Nawalny‘ geschieht das in einer krassen, geradezu fanatischen Weise, dass einem der Atem stockt. Woher diese Melange aus Vorurteil, Ressentiment, Kriminalisierungs- und Verdammungswahn gegenüber der russischen Regierung? … Es liegt nicht der geringste, schon gar kein stichhaltige Beweis dafür vor, dass ‚Putin‘ oder ‚der Kreml‘ den Anschlag auf Nawalny angeordnet und wissentlich geduldet haben. Trotzdem wird unablässig suggeriert, es könne gar nicht anders sein.“(14)

Aufschluss in der Affäre Nawalny, gibt letztlich die Tatsache, dass sie umgehend mit der Fertigstellung von Nord Stream 2 verknüpft wurde. Seit mindestens zwei Jahren lief die US-Regierung Sturm gegen dieses Projekt, von Monat zu Monat heftiger. Jetzt hatte sie, assistiert von ihren deutschen Einflusspersonen, endlich den triftigen Anlass, kategorisch das Ende des Pipelinebaus zu verlangen.

Nawalnys Rekonvaleszenz in Deutschland

Am 22. Januar 2021 platzte dann eine Bombe, als der Schwarzwälder Bote berichtete, dass Alexej Nawalny während seiner „Rekonvaleszenz“ im Geheimen in den „Blackforest Studios“ in Ibach/Schwarzwald wochenlang an einem Propagandafilm über einen Luxus-Palast Putins am Schwarzen Meer gearbeitet hat.(15) Das geschah unter Begleitschutz unter den Augen von Politik und Medien mit Unterstützung aus den USA und einem professionellen Mitarbeiterstab. Wie Investigationsjournalisten herausfanden, handelt es sich um einen ungeheuerlichen Betrug.(16) Der angebliche Palast Putins mit kostbar eingerichteten Gemächern ist eine noch im Rohbau befindliche Hotelanlage. In dem Film, der in Russland millionenfach gesehen wurde und zu Massendemonstrationen führte, wird Putin unterstellt, er habe sich mit staatlichen Geldern ein „Zarenschloss“ errichten lassen.

Die deutsche Regierung und die Geheimdienste haben die Filmproduktion offensichtlich unterstützt, obwohl Nawalny nach deutschem Recht unverzüglich hätte ausgewiesen werden müssen. Die stattdessen erhobenen Forderungen nach seiner Freilassung aus der Haft erscheinen vor diesem Hintergrund gewissenlos, zumal Nawalny nach seiner Rückkehr in Russland zu Recht wegen der Verletzung von Bewährungsauflagen inhaftiert wurde und eine Bewährungsstrafe antreten musste. In voller Absicht wurde eine Propagandakampagne gegen den russischen Präsidenten inszeniert, die umso niederträchtiger ist, als sie darauf angelegt ist, die Bevölkerung gegen Wladimir Putin mit dem Ziel eines Regime Changes in Russland aufzuhetzen. Dass im Westen über die Untersuchungsergebnisse zum sogenannten Putin-Palast bis dato nicht berichtet wurde, ist ein weiteres Zeichen für die Verkommenheit von Politik und Medien.

Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner veröffentlichte 2019 den Roman „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“ sowie das Sachbuch „Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise“. Anfang März erscheint „Deutschland – verraten und verkauft. Hintergründe und Analysen“.

Quellen und Anmerkungen

(1) www.deutschlandfunk.de/nawalny-vergiftung-roettgen-die-einzige-sprache-die-putin.694.de.html?dram:article_id=483493

(2) www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/mit-dem-kopf-durch-die-wand-buetikofer-ruegt-nord-stream-2-1027934486

(3) www.tagesschau.de/ausland/nawalny-nowitschok-103.html

(4) www.spiegel.de/politik/ausland/russland-und-der-fall-nawalny-diesem-regime-kann-man-nicht-mit-mahnungen-begegnen-a-00000000-0002-0001-0000-000172728795

(5) www.zeit.de/news/2020-09/03/fall-nawalny-berlin-will-mit-verbuendeten-beraten

(6) www.spiegel.de/wirtschaft/russland-anschlag-auf-alexej-nawalny-es-ist-zeit-dem-mann-im-kreml-wehzutun-a-72720825-6757-4a5d-9cbb-7974adafe53f

(7) Eine ähnliche Unterweisung erhielten der Ukrainer Arsenij Jazenjuk, der Georgier Micheil Saakaschwili, die Litauerin Dalia Grybauskaité, der Venezolaner Juan Guaidó und andere US-„Hoffnungsträger“. Auch einige deutsche Politiker wurden in den USA entsprechend geschult.

(8) Am 18.9.2020 mit 532 Ja-Stimmen, 84 Gegenstimmen und 72 Stimmenthaltungen; vgl. https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/506424/Wegen-Nawalny-EU-Parlament-beschliesst-Resolution-fuer-haertere-Sanktionen-gegen-Russland

(9) www.tagesschau.de/ausland/nawalny-portraet-101.html

(10) www.nachdenkseiten.de/?p=64036

(11) Nach Angaben offizieller türkischer Stellen ist Kashoggi, der sich kritisch über den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman al-Saud geäußert hatte, gefoltert und bei lebendigem Leibe zerstückelt worden.

(12) www.tagesschau.de/inland/nawalny-merkel-101.html

(13) https://deutsch.rt.com/international/106671-lawrow-gabe-es-nawalny-nicht-fiele-anderer-vorwand-sanktionen-ein/

(14) www.freitag.de/autoren/lutz-herden/wie-im-affekt

(15) www.schwarzwaelder-bote.de/thema/Alexej_Nawalny

(16) https://youtu.be/qalJPNmBbhE (17.2.2021) sowie www.anti-spiegel.ru/2021/neue-details-von-navalnys-film-ueber-putins-palast-zeigen-er-ist-made-in-usa/ . Russisches Video: https://vesti7.ru/video/2264133/episode/31-01-2021/ (21.2.2021)

KenFM: Willy Wimmer zur Münchner „Sicherheitskonferenz“

München ratlos

Ein Beitrag von Willy Wimmer.

Der Corona-Aufguss der berüchtigten Krawall-Konferenz in der Innenstadt von München war der Lage angemessen. Alles drehte sich um Prof. Dr. Wolfgang Ischinger, den „Sicherheits-Entertainer“der diesjährigen Konferenz, die alles andere produziert, nur keine Sicherheit.

Ein Beitrag von KenFM , hier finden Sie den Original Text:

https://kenfm.de/muenchen-ratlos/

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Daran konnten weder US-Präsident Joe Biden, noch der französische Präsident Macron oder gar die deutsche Bundeskanzlerin das geringste ändern. Alle Reden standen unter dem Vorbehalt, dass man keine Antworten auf die drängensten  Herausforderungen auf dem Globus hat. Präsident Joe Biden machte standesgemäß den Anfang, in dem er die neue  Zieljustierung mit Russland und China vornahm. Wenn man wirklich an einer stabilen Welt interessiert wäre, hätte man die Aussage von Präsident Macron aufgreifen müssen. Aus Paris kam die klare Erkenntnis, daß Friede in Europa nur im Dialog mit Moskau möglich ist. Mit diesem Postulat ließ Präsident Macron alle anderen geradezu „alt“ aussehen. Recht hat der Präsident aus der Nachbarschaft und das aus zwei Gründen.

Es gab eine zentrale Konsequenz aus dem Elend des Zweiten Weltkrieges, dessen Grundlage in Versailles gelegt worden war. Es ist die Charta der Vereinten Nationen mit dem Gewaltmonopol des Sicherheitsrates. Diese globale Versicherungspolice haben die USA mit tatkräftiger Unterstützung des jetzigen US-Präsidenten Joe Biden durch den Überfall auf Jugoslawien in der Luft zerfetzt. Präsident Joe Biden macht derzeit durchaus vernünftige Dinge, siehe den New Start Abrüstungsvertrag mit Russland und erste Meldungen zeigen Hoffnung für die Probleme mit dem Iran auf. Warum kehrt Präsident Joe Biden nicht ohne jede Einschränkung zur Charta der Vereinten Nationen und deren Gewaltmonopol zurück? Und tritt zur Bekräftigung dem Statut zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag bei?

Auch die für die europäische Sicherheit zentrale Frage hat er in seiner politischen Laufbahn vor die Wand gesteuert gesehen. Der Sommer-Gipfel der NATO 1990, unmittelbar vor der deutschen Wiedervereinigung, hat doch auf amerikanisches Betreiben der damaligen Sowjetunion die Veränderung der NATO durch Aufgabe der militärischen Komponente, Umwandlung in eine zivil-diplomatische Organisation und Einbeziehung der damaligen Sowjetunion in die Strukturen, die vorhanden waren, in Aussicht gestellt. Am Anfang einer jeden krisenhaften Entwicklung im letzten Jahrhundert stand Lug und Trug. In dem Maße, wie die NATO ihre völkerrechtliche Grundlage verlassen hat, ist die Welt in Schutt und Asche gelegt worden. So viel Einsicht muß sein, auch in München. Von dort wird nur „Fehlanzeige“ gemeldet.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

Corona Ausschuss: Sitzung 39: Die globalen Zusammenhänge und die Presse: Russland, Schweden, Italien etc.


Die Stiftung Corona Ausschuss wurde von vier Juristen ins Leben gerufen. Er führt eine Beweisaufnahme zur Corona-Krise und den Maßnahmen durch.

Inhalt

  • Marius Krämer (Ingenieur und Big Data Analyst):
    Situation in Peru – Erkenntnisgewinn von Peru lernen PDF Download
    Favismus Ivermectin, Cortison, Dexamethason, Prednison
  • Thomas Röper (Osteuropaexperte und Medienkritiker, Schriftsteller) wohnt in St. Petersburg, Webseite anti-spiegel.ru
    Minsker Abkommen, Tötung des Iranischen Generals Ghassem Soleimani, Alexej Nawalny
    Thomas Röper & Robert Stein Tacheles, US-Wahl, Black Lives Matter
    GVG 146 / 147 Gerichtsverfassungsgesetz
  • Prof. Björn Hammarskjöld (Biochemiker und Pädiatriearzt in Schweden)
  • 3:57:48 Dr. Angelo Giordano (Anti Mafia Staatsanwalt, Richter in einem Oberlandesgereicht in Oberitalien)
  • 5:16:34 Anu Palmo (Nokia / Finnland)
  • 5:57:12 GEZ Einzahlungen in einen Treuhandfonds. Mit Mahnbescheid die GEZ Gebühren zurückfordern.

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

3:57:48 Dr. Angelo Giordano (Anti Mafia Staatsanwalt, Richter in einem Oberlandesgereicht in Oberitalien)

Er hat eine eben mittlerweile fast weltweit operierende Organisation gegründet die heißt Organisationen davita sozusagen als ein positiver gegenwurf Entwurf zur WHO die ja mittlerweile offensichtlich in den Klauen von einigen wenigen ja sehr finanzkräftigen Welt Akteuren ist und das die Interessen der Weltbevölkerung wohl sehr oft nicht nennen wir es mal so ganz oben auf der Prioritätenliste steht und ja also es sehr aktiv unter anderem auch in Südamerika in Lateinamerika und ja Ich würde sagen wir lassen ihm das Wort sehr gut

3 Phasen
  1. Sich selbst überlassene Patienten. Eingesperrte Menschen. Diagnosefehler. Dort wo Ärzte eigenverantwortlich gehandelt haben, wurde abweichend von den offiziellen Anweisungen gehandelt.

Boris Reitschuster: Zurück in den Sozialismus – ein Hilferuf aus den USA

Eine Sache sind die Nachrichten aus den USA. Eine ganz andere, was Menschen dort erleben und denken. Dieser Tage erreicht mich ein Brief von einer langjährigen Freundin aus Moskauer Zeiten, die in die USA emigriert ist, weil sie in Russland mit seinem autoritären System keine Zukunft mehr sah. Jetzt fühlt sie, eine entschiedene Putin-Kritikerin, sich eingeholt von dem, wovor sie weglief. Der Brief hat mich tief bewegt. Darum habe ich sie gebeten, mir den Abdruck zu erlauben. Voilà:

lesen Sie weiter auf -> https://reitschuster.de/post/zurueck-in-den-sozialismus-ein-hilferuf-aus-den-usa/

Boris Reitschuster Youtube Kanal: Boris Reitschuster | Spenden
lesen Sie bitte hier weiter:

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise


Die Zeiten sind sehr schwierig. Um ehrlich zu sein, zerreißt es mich in den vergangenen Tagen einfach in Stücke. Für jeden, der Putins Machtübernahme in Russland bewusst erlebt hat, der sich daran erinnert, wie alles dort passiert ist und sich vor unseren Augen verändert hat, ist es, als würde er zweimal dieselbe Gewalt erleben. Zwischen Google, Facebook, Apple und Amazon und ihren Maßnahmen zur Verletzung der Meinungsfreiheit und der Tatsache, dass „Demokraten“ nach sehr verdächtigen Wahlen in wenigen Tagen praktisch unkontrollierbare Macht übernehmen werden, ist dies ein wahrer Albtraum. Ich versuche, mich irgendwie zu sammeln. Mein Mann ist überzeugt, dass meine Reaktion unverhältnismäßig ist, dass die USA nicht Russland sind, dass hier noch andere demokratische Institutionen, Gerichte usw. existieren. Aber ich habe ehrlich gesagt nur noch Angst. Und es ist nicht klar, was zu tun ist, und es scheint mir, dass alles, was hier wichtig und grundlegend ist, einer sehr starken Bedrohung ausgesetzt ist. Die Situation ist besonders schrecklich, weil jede öffentliche Äußerung zu diesem Thema die Gefahr mit sich bringt, dass sie sofort aufgeblasen und verzerrt wird. Es geht immerhin um das Risiko, die Kündigung zu erhalten. Sogar Geld an konservative Politiker zu spenden, kann problematisch werden. In unserer Umgebung, und wir leben in einem Umkreis von gebildeten Menschen, gibt es fast niemanden, der mit uns einer Meinung ist … sie sind einfach alle verrückt geworden und verstehen nicht, wohin sie mit ihrem Hass auf Trump und ihrem Wunsch, hier in Amerika eine neue, leuchtende Gesellschaft aufzubauen, marschieren. Es ist nur beängstigend. Und ich habe das alles schon mal gesehen und schon mal schlucken müssen. Ich fühle mich so hilflos wie früher in Russland, als ich Anfang der 2000er Jahre allen sagte, Putin sei eine schlechte Nachricht. Ich hätte nie gedacht, dass ich das in meinem Amerika würde sehen müssen. Anders als in den 2000er Jahren in Russland gibt es keinen anderen Ort, wohin ich fliehen könnte.

Ich erinnere mich, wie wir in einem Café in Moskau saßen und über ähnliche Dinge sprachen, nur eben auf Russland bezogen. Wer hätte gedacht, wie sich die Dinge entwickeln würden! Dass wir die gleichen Prinzipien wieder verteidigen müssten. Nur diesmal im Westen. In den schlimmsten Träumen konnte ich so etwas nicht  ahnen. In einem gewissen Sinn ist es diesmal sogar schlimmer. Denn zumindest in Russland schien es mir, dass ich nichts zu verlieren hatte. Ich hatte nicht so viel Angst wie jetzt. Jetzt hier, mit einem Kind und ohne eine andere vernünftige Perspektive, ist es nur eine Frage des Überlebens. Unsere Feinde hier sind ideologisch motiviert. In Russland sind sie kleinlich und kaufmännisch. Sie werden wie Pawlik Morosow (ein Junge, der den eigenen Vater an den Sowjet-Geheimdienst verriet, Anm. BR) zu allen nur denkbaren Mitteln greifen, um ihr Ziel zu erreichen. Und die Frage wird sein: Wie viel sind wir bereit zu opfern, um zumindest zu versuchen, sie aufzuhalten?

Die Schulen machen mir hier große Angst. Sie haben tatsächlich angefangen, Kindern beizubringen, dass alle Weißen Rassisten sind, dass in Amerika „Schwarze geschlagen werden“. Mir scheint es so, als hätten sie das alles einfach aus den kommunistischen, sowjetischen Lehrbüchern abgeschrieben. Mein Sohn geht zum Glück noch nicht zur Schule, aber sobald er geht, wird es mich definitiv umhauen.

Ach Gott, das ist alles schrecklich. Wir hören hier von den Medien sehr wenig über Europa. Hier wird uns der alte Kontinent im rosigsten Licht präsentiert, sie sagen, alles sei wunderbar bei Euch. Wir erleben fast das Gleiche wie Ihr in Sachen Migration, nur mit Lateinamerikanern. Aufgrund von deren Dominanz in der Schule sprechen sie dort viel zu wenig Englisch. Trump hat versucht, da wenigstens etwas entgegenzuwirken. Jetzt wird Biden kommen, und er wird die Grenzen vollständig öffnen. Lass uns in Kontakt bleiben, damit es in diesem Elend nicht so einsam ist!

RT DE: Putin ordnet Massenimpfung gegen Coronavirus an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine Massenimpfung gegen das Coronavirus angeordnet. Er beauftragte die Regierung, die notwendige Infrastruktur und den Zeitplan für den Beginn der Massenimpfung vorzubereiten. Diese soll am 18. Januar beginnen.

lesen Sie weiter auf -> https://de.rt.com/russland/111742-russland-putin-beauftragt-mit-massenimpfung-zu-beginnen/

Wikihausen: BioNtech Impfstoff BNT162, eine molekulare Plattform zur Genmanipulation?

Zu Gast ist diesmal der Biochemiker Peter (anonymisiert), der seit ca. 10 Jahren in einer Schweizer Pharmafirma im Bereich Impfstoffherstellung arbeitet.

Neben dem neu auf dem Markt gekommenen Impfstoff BNT162b2, der unter dem Namen „Tozinameran“ bzw. „Comirnaty“ bekannt ist, wurden auch andere Impfstoffkandidaten getestet. Der Impfstoffkandidat BNT162b3 ist ein selbstamplifizierender Impfstoff.

Das Design des mRNA-Impfstoffes macht stutzig. Vorgeblich wird ein sich selbst vervielfältigender Impfstoff deswegen eingesetzt, weil man so bei gleicher Wirkung weniger Impfstoff dem Patienten verabreichen muss. Aber Impfstoffmangel ist bei mRNA Impfstoffen nicht das Problem, so die Werbung. Diese Impfstoffklasse zeichne sich dadurch aus, dass man eine hohe Menge an Impfstoff in kurzer Zeit herstellen könne. Also warum nutzt man dann die Technologie der selbst vervielfältigenden RNA-Impfstoffe wirklich?

Wir machen uns gemeinsam Gedanken zu dieser heiklen Fragestellung, und ziehen auch sehr dystopische Szenarien mit in Betracht.

lesen Sie weiter auf -> wikihausen.de

38:22 Weshalb hat man nicht von Influenza bekannte Impfstoffarten wie z.B. der russische Impfstoff verwendet?

Groteskes und Postfaktisches präsentiert von Dirk Pohlmann und des Biologen Markus Fiedler wikihausen.de

Dieser Text wurde maschinell mit einer Transscriptionssoftware erstellt um Stichworte mit einer Volltextsuche finden zu können. Der Text enthält daher einige Fehler und ist auch wegen fehlender Satzzeichen nicht gut lesbar.

herzlich willkommen liebe zuschauer zu einer neuen sendung von wickie hausen im interview diese sendung wird sich mit einem ganz heissen thema beschäftigen und zwar mit dem bayern tag im stoff bnt 162 b2 beziehungsweise mit den anderen derivaten die da auch noch in der testung waren und es wird sich beschäftigen mit verschwörungstheorien man könnte auch sagen mit vermutungen mit arbeitshypothesen was ich in diesem falle deutlich besser finde weil es ist eine ernste sache über die leute sprechen ich habe als gast in der leitung den petra und peter ist jemand der schon lange jahre in der pharmazeutischen industrie arbeitet er ist nämlich auch in einem unternehmen dass impfstoffe herstellt peter bitte stell dich einmal ganz kurz vor hallo peter erstmal ja hallo markus ich habe biochemie studiert in der schweiz in zürich und arbeite jetzt seit zehn jahren täter in eine firma die impfstoffe entwickelt und ich bin da im bereich der produktion also wie stellt man schließt ein stimmiger fähre dass am schluss zugelassen werden kann wie funktioniert das was muss man beachten das ist meine aufgabe genau im unterschied zu biotech hat eure firma ja einige produkte am markt ist aber nicht zum zuge gekommen was den impfstoff anbelangte zu genau und aber bei und weg die keinen impfstoff vorher am markt hatten die haben sofort den zuschlag bekommt ist auch noch so ein interessantes leben ja die ganz viele die ganz viel risikokapital eingesammelt haben nicht und ganz die leute investieren darin ist ein thema für sich wir wollen uns heute über den impfstoff unterhalten und zwar ist es ein bisschen auf meine initiative und wir beide haben uns ja schon mal also in einer vorab einem vorab telefongespräch lange unterhalten da haben uns unter anderem über den impfstoff unterhalten und über die pcr und dazu kann ich schon sagen die pcr haben wir schon abgedreht das interview mit dir das wird aber im nach wie in der nachfolge zu dieser sendung kommen weil ich glaube diese sendung enthält mehr sprengstoff als die pcr ohnehin enthält als genug sprengstoff drin wir hatten auch keine silvester also vier freie last gelegt daher werde los genau und aber in dieser sendung haben wir ein interessantes thema was düstersten dystopie vorstellungen auch noch vorschub leisten könnte so weit so gut wie gering das ganze an ich bin was kann ich das was es ist schon auf ihre drei monate her glaube ich bin ich als gast in einer sendung von novy so gewesen und zwar wurde ich da unter anderem auch zum thema impfung gefragt und ich habe dann gesagt na ja also wenn ich jetzt mal frankenstein spielen dürfte wie würde ich so eine impfung gestalten und dann ging es halt um rna impfstoff von peter sagte er im stoff ist überhaupt kein problem die können gar nicht das genom verändern weil die reihenfolge in der zelle wäre ja immer von der dna wird die rna als transkript abgeschrieben und dieses kann street transkript wird dann transplantiert also übersetzt in ein protein und die reihenfolge wäre immer dna rna protein und nicht umgekehrt das ist soweit richtig wenn man aber ein wenig schneien biologie sich umschaut dann gibt es da auch andere prozesse und natürlich gibt es alles mögliche zum beispiel den diversen prozess also den umgekehrten prozess mich von rna zu den armen habe ich gesagt wenn ich einmal frankenstein spielen dürfte dann durch das genauso machen ich würde da eine reverse transkriptase einbauen um die rede diese reverse transkriptase schreibt den impfstoff zurück in den arm also die rna des impfstoffes zurück in denen haben und dann kann ich dann alles mögliche machen zum beispiel auch die dna in das genom der wirtszelle integrieren ja das war eine vermutung eine düstere prognose könnte man sagen jetzt hat sich da einiges getan und wir beschäftigen uns heute mit dem impfstoff von der firma biotec pfizer und zwar mit dem impfstoffkandidaten bnt 162 und den 162 ist nicht das einzige sondern das ist eigentlich eine impfstoff ja schade könnte man sagen die sich in vier unterklassen aufteilt es gibt einen bmw 22 b1 b2 b3 und ich glaube auch b4 aber dass und jan-peter vielleicht magst du dazu ganz kurz vor sagen das ist ja glaub ich auch dann gebiet er zwang sie zu den impfstoffen von bayern tag selbst oder allgemein zu impfstoffen entschuldigung überlasse ich dir liegt mal los wie du wie du denkst

Peter: ja also ich denke ich zuerst mal kurz allgemein zu impfstoffen also wie es bei uns der fall ist was auch bezüglich der zeit der zeit die man braucht so einen impfstoff herzustellen also die die meisten kleinen firmen wie zb biontech die haben ein gewisse technologie patentiert und versuchen dann mit dieser technologie neue impfstoffe neue therapien zu ich sage es mal erfinden und da gibt es in der firma ein team die der neue felder erschließt und dann zum beispiel sagen die dann wir würden gerne gegen tollwut sage ich jetzt mal einen impfstoff machen oder gegen ebola oder gegen die heißt cholera und jetzt im falle von konrad könnte man zum beispiel sagen wir nehmen das hot dogs ihn das ist ein protein das von dem korb bakterium exprimiert wird wir entscheiden uns wir greifen das vorjahr toxin an und möchten dass das immunsystem das cholera toxin erkennt und bindet und jährlich macht auffrisst von mit den weißen blutkörperchen jetzt müsste man zum beispiel dieses cholera toxin produzieren so dass es nicht mehr giftig ist und das zu genetisch zu verändern oder oder auch putin ebene zu verändern das dauert dann mehrere monate dann muss man zuerst in verschiedenen müsste man in verschiedenen tests zeigen dass das wirklich nicht mehr giftig ist das in tierversuchen dann müsste man einen prozess entwickeln indem das dieses dorthin in großer menge hergestellt werden kann zeigt uns dann auch auf gereinigt werden kann man wieder ein reines produkt oder man muss von den gesundheitsbehörden als ein reines produkt der menschen limitieren muss man das zuerst entwickeln dann muss man eine wenn man es nicht selber herstellen kann in einem champion das heißt gut meine factoring practice das heißt alles wird ist geregelt schon vom gebrauch von delicious wasser nämlich welche chemikalien alles dokumentiert werden für die behörden das ist also ein riesenaufwand muss man eine eventuell eine andere firma finden die das für einen machen kann diese muss dann auch das dauert vielleicht also das herstellen und selbst da zwei bis drei wochen eventuell die müssen dies diesen zeit und in einem gewissen jahre ist wenn ich jetzt anfangen zu suchen dann haben die vielleicht nächstes oder übernächstes jahr zwei drei wochen drei kapazitäten um das herzustellen oder fall und dann müssen da die technologien transferiert werden etc pp dann muss es hergestellt werden und dann gibt es diese verschiedenen klinischen phasen und jetzt nur bis zur klinischen phase dauert das mindestens drei wenn nicht sogar vier jahre ich muss sagen die kleine die firma ist dass der schnell erweitern die die kommunikationswege auch innerhalb der firma viel schneller gehen natürlich wie bei ganz großen firmen datei wie das alles etwas länger aber so meiner erfahrung nach drei bis vier jahre dauert es mindestens von der idee das ist ein neues ziel bis zum punkt wo man in die klinische phase 1 eintreten kann das ist hier sich schon mal sehr verwunderlich also verwunderlich überraschend sage ich jetzt mal dass das hier innerhalb von acht neun monaten der fall wäre zeit kenne ich bin ich nicht so involviert also wir machen keine impfstoffe wie lange es dauert das dass zu dieser einen vielleicht geht das bei impfstoffen extrem schnell da muss man ja nur die dna sequenz ändern und der vereinigungsprozess zum produktionsprozess ist eventuell wäre genau der selbe das heißt das ist sicher schnell aber nur schon eine firma zu finden die dann das für ein produziert in großem maßstab normalerweise haben die in ein zwei jahren drei kapazitäten ja ja das ist das tut mir wirklich leid für euch ihr [Musik] seid jetzt einfach geholt worden also ihr seid einfach dinosaurier auf dem markt der impfstoffherstellung alles was neues heißt wir machen das ganze überhaupt nicht mehr über solche komischen protein aufreinigung unter noch änderungen auf danken wir fangen direkt mit der erna anja also das ist jetzt also das neue verfahren was total hip ist was aber bisher noch nie zu benutzen wurde für den menschlichen versuch also für den menschlichen gebrauch weil ist ganz ganz viele nebenwirkungen gab zb in den in den phase 1 studien und vor allem ja noch nicht mal davor sogar also in den enden wir versuchen in den tierversuchen genau das ist jetzt irgendwie alles anders neuerdings und ich habe hier also auch was gefunden also ich habe eben trat schon die seite eingeblendet vom paul-ehrlich-institut da sehen wir schon irgendwie also das ist ja alles also auf dem paul ehrlich institut finden wie eine präsentation von biotech und das da scheint es doch eine sehr große nähe zu geben zwischen diesen offenbar staatlichen institut das ist ja auch ein institut was in unter einflussnahme die regierung steht es ist ja eben kein unabhängiges institut und dazwischen dieser firma bei und techno also da findet also das paul ehrlich institut macht quasi werbung der fähigkeit zeigen und man könnte sagen durch das große öffentliche interesse haben sie dieses diesen vortrag oder diese diese präsentation auch auf dem bio lehrerin zittersaison paul-ehrlich-institut aus veröffentlicht ja ja wir sind nett und und interpretin nach so genau das heißt also hier oben sehen ist das paul ehrlich institut de dann kommt ein langer langer langer text hinten irgendwo kommen auf diese seite und die standpräsentationen professor doktor ursachen biontech bnt 162 19 impfstoff und das ist an die präsentation dazu ja und da kann also runter rollen und sieht dann halt so wie dieser impfstoff verwendet würde wieder entwickelt wurde wieder wirken soll und so weiter und so fort und dann gibt es ja auch veröffentlichungen dazu im netz mann kannst du sehen cupid 19 weg sein oder hier sind also bmw 120i 2 ist also told cnn sie nahm iran heißt dass zeugen von pfizer und biotech und da sehen wir also da gibt es also ja beweise dass also keine keine ja keine verletzungen oder beschädigungen der lehre impften gibt und es ist auch als also sicher also und auch vor allem sicher für leute die schwanger sind nicht und und aber es ist trotzdem nicht steht noch teilweise will huawei opening play tänzerin friemann das heißt doch man soll trotzdem nicht innerhalb also wenn man geimpft soll man innerhalb der nächsten drei monate nicht schwanger werden also es gibt keine hinweise auf auf beschädigungen aber sie sagen dann doch also lieber nicht schwanger werden das ist das ist sowieso komisch in meinem den studien werden das ist ja allgemein so batterien auch in speziellen wie schwangere frauen getestet und dass man dann sagt also sagen kann es gibt keine daten die etwa die die darauf hinweisen dass es 60 konzerns gibt ist sowieso illegitim dass er gar nicht an ihnen getestet wurde also sie haben eine wahre aussage getroffen dieses verfahren ist sicher bezüglich von schwangeren frage sagen sie mal haben das eigentlichen schwanger getestet nicht aber wir haben keine hinweise darauf also genau wie sage ja nicht dass es sicher ist sie sagen einfach nur es gibt keine hinweise darauf dass es unsicher ist haben es denn getestet nein aber nicht gemacht ist wir haben auch keine in sicht das tier ich mir das sagt mein jeff immelt absence of evidence ist not always of absence einen schönen gruß von mir ist vollkommen zu und hier die nächste frage also es ist eher ein eigentlich quasi im werbevideo wahrscheinlich von irgend jemand der sich da berufen fühlt ist es auch sicher für kinder und oder sicher in kindern ja also es gibt keine ausreichende beweise dazu und es wird aber nicht empfohlen für kinder unter 16 jahren war ja also danke und so weiter und so fort okay wir mal zurück zum zum impfstoff und also was mich an dem impfstoff also interessiert hat war also wie funktioniert das ganze ist immer noch mal für den geneigten zuschauer man kurz erklären aber das ist ja alles schon über das mainstream fernsehen und trage verbreitet worden also ich nehme nicht wollte ihn anteile vom virus und im für die irgendwie sondern ich nehme die die erbinformation des virus die auf ehrenamt ist auf mrsa und verpacke diese m rna irgendwie so dass sie in die zelle eingeschleust werden kann da es nicht den natürlichen virus nehmen der ein perfekter vector ist weil er sich darauf spezialisiert hat in die zellen halt seine erbinformation einzubringen brauche ich eine wirtszelle wodurch vervielfältigt wird weil sie dir das ist ja an sich überhaupt nicht vernehmungsfähig was ihnen eigentlich auch nicht zum lebewesen macht würde der biologe sagen sondern er ist also irgendwas zwischen unbelebter materie unbelebte materie genau und naja jetzt haben sie also das so gemacht dass sie das ganze in solche kleinen lipid röckchen verpacken könnte man sagen und die helfen dann dazu dass dieses also dass mit dieser lipid oder fettschicht umgebene m rna in die zelle eingeschleust werden kann und die zelle vervielfältigt dann von sich aus die proteine die gebraucht werden also schreibt die proteine von der mrn ab und produziert damit den virus selbst hier ist das bild was auch dass das bike prütting indem es ist ja nicht das ganze protein das ist produziert genau so weit so gut so ist die theorie und habe das bei proteine halt an der oberfläche präsentiert und das immunsystem also denn in diesem falle auch die zelluläre und die humorale immunantwort fangen dann an halt darauf zu reagieren und das werden antikörper von den b zellen produziert so weit so gut was ich interessant fand war nicht der impfstoffkandidat es durchgekommen ist sondern ein impfstoffkandidat der zwar in der erprobungsphase mit drin war dann aber nicht weiter getestet wurde und zwar sehen uns auf der nächsten seite und das fand ich dann doch ziemlich interessant ist gab also mehrere impfstoff technologien die unter den bmt 162 m rna im stoff vorgestellt wurden die ersten beiden ja sind so grob gesagt das was wir gerade vorgestellt haben so wird sie auch immer in den in den medien verbreitet das letzte hier das finde ich sehr interessant und da muss ich sagen da habe ich kurz nachgedacht und dachte mir wow vielleicht heißt du mit deiner mit seiner vermutung doch gar nicht mal so falsch gelegen ich mach das mal anders ich glaube weil der bildschirm jetzt irgendwie ich müsste man den bildschirm anders organisieren oder wie kann ich das hier machen dass er war darüber geht vielleicht so auf dass unsere bilder daher nicht andeuten dass das bild überlagert ok hier steht selbst amtierende m rna und da haben die jetzt folgendes gemachter ist also ein enzym drin findet sich reprise und diese replik ist einen zügen was m rna viel verdienen kann was passiert also die zelle bekommt diese m rna die hat also ein ähnliches die die caps struktur die dafür sorgt dass du dich sofort verdaut werden kann irland dann kommt hier so einen hahn adel anstaltsleiter priel region ist und dann kommt hier die replikate also nicht das enzym sondern die die anleitung immer dieses enzym zusammen baut nämlich wie man draußen protein macht also und dann haben wir hinten die struktur gene von dem sauerstoff zwei anti gehen dann wieder eine und rezitierte region und hier hinten kommt dann halt so ein pro jahr schwarz hinten drin so und was jetzt passiert ist die ribosomen wenn ihr übergehen wenn zuerst die replika so erkennen und dann auch proteine zusammenbauen die halter replik asn sind und diese replik asn machen dann folgendes sich vervielfältigen das ganze hier noch mal und noch mal und noch mal alles was ihren m rna finn vervielfältigen die dann das heißt also diese mma ist nicht nur einmal eine cd sondern sie wird immer wieder vervielfältigt was hältst du davon aus er grundsätzlich als biologischer sicht ist das erste was mir da ein feld das die komplette organisation sage ich jetzt mal innerhalb der zelle auf den kopf gestellt wird also normalerweise sind ist ja alles reguliert in der zelle wie viel protein wird hergestellt um das zu erreichen wie viel mehr wird dazu hergestellt um wie viel protein zu herzustellen und jetzt eine phase da ist die dann ja auch wenn direkt pause diese sequenz repliziert ja immer auch immer mehr replica es entsteht also das ist ja ein sich selbst vervielfältigen dass ein system sowie eine pc reaktion sonst würde ich sagen weil ich das stichwort heißt keine regulation also wir haben eine weise die regulation auf der dna im einfachsten fall bei bakterien bleibt dieses opera modell kennen viele bauern also ein bisschen komplizierter was nicht nicht zu erwähnen das heißt also davon mit den abgeschriebenen diese ehren arbeit immer verdaut vom von der zelle damit sie hat nicht ewigkeiten abgeschrieben werden können was wir hier haben ist zwar das problem dass die energie auch verdaut wird durch enzyme aber bevor sie verdaut werden kann wird sich noch mal kopiert und noch mal kopiert und auch mal kopiert das heißt wir haben einen ständigen kopier prozess in der zelle und diese ihren erhöhten auf zu existieren die es immer wieder da ist die zelle stirbt also entweder energieverlust das hatten wir die forschung im telefongespräch im vorgespräch besprochen entweder der zelle gegen die die nukleotide aus und schlussendlich die energie oder sie wird da nicht in form vom immunsystem erkannt und der zelltod wird eingeleitet genau aber während dieser zeit passiert alles mögliche was in dieser zelle dann nicht passieren sollte jetzt unabhängig von dem stoff sondern rein aus biologischer sicht das ist so falsch sie erinnert mich an krebs wo auch alles mögliche dann vervielfältigt wird das nicht vervielfältigt werden sollte und daran da eventuell ausgerückt werden die die unumkehrbar sind ich werde jetzt nicht damit sagen dass dieser impfstoff krebs auslösen kann aber die der biologische hintergrund erinnert mich sehr stark an das muss ich sagen und was ich hier also auffällig finde ist hier steht potenzieller impfschutz oder oder potenter impfschutz und man brauchte nur geringe dosen also eine 60 fach geringere dosierung im vergleich zu der menge die man bräuchte wenn man denen dna impfstoff also den dna impfstoff sich nicht replizieren in die zelle injiziert also die das was wir jetzt quasi als impfstoffkandidaten unerfahren haben es ja an sich nicht selbst replizieren der impfstoff also der bmw 120i 2 da frage ich mich momentan also der mmr impfstoff ist doch deswegen auf dem markt weil er so unheimlich schnell zu produzieren ist und war mir davon beliebig viele mengen in kurzer zeit herstellen kann wo ist das problem bei der impfdosis ich denke das ist jetzt kein problem mehr also warum muss sich ein impfstoff die denen er ohnehin in großer menge verfügbar ist warum muss ich ihn auch noch als selbst applizieren mr nach einem stoff herstellen mit dem argument dass man da weniger impfstoff braucht dass das ist nicht schlüssig ja also gut aus aus aus der sicht der firma das ist bei uns ja auch nicht anders als die nur dass der patient nur ein out zum doktor muss und nicht nach drei monate später oder zwei monate später noch mal und es ist dann theoretisch zumindest für den patienten auch günstiger also es gibt da viele schöne argumente die teilweise auch durchaus richtig singt du wirst die menschen wollen sich lieber nur einer nur einmal eine spritze in den arm gegen aus zweimal oder dreimal ist er sich gerade bei hepatitis genau bei hepatitis c glaube ich sogar drei impfungen die man machen muss bis dann der schutz ich weiß nicht ob daneben dann hält was du sagst also das ist so man muss nur ein einziges mal ins und auch nur eine injektion und lange aktivität lange aktivität heißt das ding läuft die ganze zeit wenn ich es richtig verstehe leute mit immunschwäche werden hier große probleme bekommen bei dem impfstoff weil die zellen erkannt werden die wegen zerstörter zählen ich von dem immunsystem sondern die produzieren fröhlich weiter diesen impfstoff die produzieren fröhlich weiter die proteine also diese saß kommt das war proteine und in einer menge die dann auch am ende dazu gehört natürlich die zelle wird diese proteine ausschleusen so oder so sie hat dann auch in den körper dann kursieren genau das ist die frage grundsätzlich ist man ja niemanden der krank ist also wenn du wieder da bist musst du nicht zum zum doktor gehen und ich impfen lassen und er sagt dann eingehen in zwei wochen ein sie wieder gesund sind ich weiß jetzt gar nicht bei krebskranken zum beispiel also die im munde oder aidskranken die auch immunsuppressiva oder so bekommen ob man solche leute im allgemeinen überhaupt impfen weil sich jetzt persönlich gar nicht muss ich sagen dass das nächste problem also leute die zum beispiel eine transplantation bekommen haben die bekommen ja auch immunsuppressiva weil der körper erkennt das transplantat natürlich immer noch als fremd gewebe und deswegen muss das immunsystem die ganze zeit gedämpft werden damit es nicht das transplantat abstößt was ich bin jetzt zum beispiel eine andere niere bekommen hast oder geschichten das heißt also die frage ist ist dieser impfstoff überhaupt für solche leute geeignet also sollte man die überhaupt impfen genau ich habe hier noch mal eine darstellung auch auf einer anderen seite ist aber letztendlich das gleiche in grün ich gebe das noch mal frei und da sie mir das gleich nochmal das heißt also wir haben hier diese cap struktur dann kommt diese und transportierte region um 5 strich ende des also wie diesen haben also sieht das aus dann haben wir hier dann das nutzt gehen das ist also das was dann später das antigen produziert also das ist also dann das einzige protein was hier sozusagen draufsteht wenn wir hier sonst religionen also in haan adel und hielten kommen dieser polo schwanz und wenn ich jetzt eine replik ase ein baum also mit einer selbst applizieren den mrsa dann habe ich dann vorher diese replik die dafür sorgt dass das ganze ding hier immer wieder abgeschrieben werden kann ok in der replik ist ja nichts anderes als eine unabhängige polymerase und ich habe vorhin einleitend gesagt dass also quasi meine düstersten vermutungen dahin gehen dass man in diese m rna alles mögliche einbauen kann aus dem molekularen baukasten der einem dem einem jahr zur als mikrobiologe zur verfügung steht oder als molekularbiologe und man könnte dann zum beispiel auch in diverse transkriptase einbauen die ja auch nichts anderes ist als eine rna basierten polymerase in diesem falle einen ehren aber city dna polymerase ein replikat ist eine rna basierter rna polymerase aber das ist also das gleiche quasi in grün also was hindert die leute daran später daraus andere verso transkript so zu machen und jetzt meine vermutung im rahmen dieses not zufall also dieses Notzulassungsprozesses von diesem impfstoff wo ja viele viele sicherheitsmechanismen umgang werden ausgesetzt werden verkürzt werden hat man jetzt eine plattform entwickelt die dazu genutzt werden kann jaja zuzugehen therapeutischen zwecken wir können damit also quasi eine gentherapie machen im einfachsten fall stelle ich mir sowas vor wie ja da ist zum beispiel ein [Musik] einjähriges krankenhaus jetzt wirklich krank und da könnte ich jetzt quasi humaninsulin da quasi inserieren nämlich eine dna das heißt ich würde eine replik ase draufsetzen ich brauche dann fühlt sich dieses für dieses investieren diese nutzt informationen brauche ich noch so sogenannte integrase die finde ich übrigens auch beim hsv ich weiß wie die dinge aus den ich könnte die auch hier drauf schreiben mit auf die msa und dann dann hätte hätte ich quasi also eine sequenz insulin die ich dann zurück schreibe von mrsa angela über diverse transkriptase und integriert das ganze dann in die wirths dna also in den zellkern der wirtszelle und dort auf die chromosom mit den integralen und dann wäre es fest reingeschrieben in die wirtszelle und der typ könnte also quasi dann zeit seines lebens ohne künstliche injektion von insulin leben sondern er wird das insulin selbst herstellen im besten fall will ich dann noch mehr die gleiche langerhans zellen aussuchen in der leber und das hier ist also quasi dann direkt machen dass wir die positive geschichte oder aber in der betriebsrat tschuldigung ja genau ja

oder aber ich ich würde es so machen dass ich elitär bin und ich denke mir ich hätte gern einen soldaten der höher schneller weiter kommt und überlege mir was ich dem dann so als gentherapie angedeihen lassen jetzt kommen wir zu einem punkt der auch ganz interessant ist glück sagte mir also soll man das auch die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) daran sehr interessiert ist an dieser forschung von diesem airline stimmt stoffen was sagst du dazu das ist eine schwierige frage weil ich bin ja ich sage ich sagen ich bin sehr mit was sie in sachen angezählt mainstreamig unterwegs also ich bin kein impfgegner oder so aber da ich ja weiß was da ist was darüber macht und dass da durchaus auch sachen hinter den kulissen gedacht werden was nicht so schön ist ist das natürlich eine ich sage ich sagen die meisten leute werden das nicht glauben aber die die erfahrung zeigt dass was möglich ist wird irgendwann wahrscheinlich auch gemacht und dahinter der liegt die vermutung nahe dass dann wirklich jemand kommt und sagt ja es ist ja auch eine rap die klausel dass ich sie damals beim gruner es ist schon okay es ist einfach keine amerika sondern eine reverse transkriptase und man nennt das ein bisschen anders ist aber das gleiche und dann kommt dann so was raus wie in diversen filmen die man als hollywood kennt oder und der agent flügel stärker schneller ist als alle anderen das ist ich will es mir nicht vorstellen aber das ist durchaus eine möglichkeit die besteht also bevor jetzt jemand sagt das ist alles eine große verschwörungstheorie das was wir hier machen ist einfach drüber nachzudenken was könnte man mit den tools die uns hat zur verfügung stehen als es noch machen also man würde das ein computer kreisen würde man so was hecking nennen also was kann ich mit den sachen noch anfangen die ich da an technik zur verfügung habe und ich denke jetzt einfach mal was würde jemand machen der keine ethischen bedenken hat und selbstverständlich ist das was wir gerade ein schildern ist das durchaus möglich ja jetzt gerade das beispiel mit dem insulin wäre ja sogar noch sinnvoll jetzt will ich bekomme ja ich werde die luft wieder zu fangen sie an zu verkaufen ich würde dir deine menschen die diabetes und ist das toll ja ich muss mir nichts mehr keine ahnung zweimal am tag oder ich weiß nicht wer auf die das machen müssen blut abnehmen muss ich wieder insulin spritzen ja nein und es gibt ja auch schon ging als einigen therapie ist ja schon zugelassen sondern dort ist die die eine eine spritze die dann das leben lernen dich heilen soll ich weiß nicht wie gut das wirklich funktioniert kostet dann zwei millionen euro oder dollar ich bin eine muskelkrankheit die nach 23 jahren zum tod führt also nach nach der geburt meistens und wenn du diesen älter und sagst ja du kannst jeder eine gentherapie spritze dem kind geben und die dass das lebt da nicht zwei jahre sondern 80 jahre dann ist das auch aus ethischer sicht eine gute sache und das wird immer mehr geben meint dass das ist wahr sein dass ich noch viele solche therapien in der pipeline und wenn das dann auch so im mit der impfung dann so zweigleisig so gesagt sozusagen gefahren wird da hätten sie zuerst gute sachen damit zu lassen also audi wein akzeptierte sache neben insulin oder oder sonstige sachen und dann irgendwann dass wir wahrscheinlich nie erfahren wird dann keine ahnung an impfstoff fordert eine gentherapie verraten sagen die die hirnaktivität oder was auch immer dort wir brauchen ja nur keine und 20 prozent von von unserem gehirn dass das irgendwie erhöht wie auch immer durch höhere sauerstoffzufuhr besserer sauerstofftransport möglichkeiten energie aufnahme verwertung ja ich glaube da muss ich ja gar nicht nachdenken können es reicht erfolgen das land seinen fingern schneller als träger ist das heißt also schnell von statten geht dass du genau von die aus mehr testosteron produziert das und ich wäre wahrscheinlich auch schon hilfreich für mehr muskeln bis auch aggressive automatisch also da gibt sehr viele möglichkeiten die durch wahrscheinlich durch kleinere manipulationen viele reicht werken tor ja also ich glaube noch nicht mal dass das genehmigt werden muss das ist dann alles geheim forschung wir haben jetzt ja auch gesehen bei solchen sachen w mk ultra oder sowas das natürlich nicht an die öffentlichkeit gerät aber dass diese forschung natürlich stattfindet und weit abseits von sämtlichen ethischen richtlinien der koban selber hat ja auch einen film gemacht wenn ich das mengeles erben ja dann also die die schrecklichsten versuche an menschen durchgeführt werden und es wird einfach gemacht und dann halt auch von leuten die man nicht anders bezeichnen kann als als schlimmsten kriegsverbrecher und das was er im film beschreibt das geht ja noch teilweise klassenspezifischen biowaffen zb im bereich von serina ja genau also das also dass das ist schon wirklich also da ich jedoch also die formulierung ist also gegen das was da noch alles in der pipeline war da kam mir dann doch der der der menge der schon fast wie so ein waisenknabe vorher also das ist ja schlimm genug dass es den typen gegeben hat ja aber es geht noch viel schrecklicher als das was er gemacht hat also es also man das ist ein kampf der superlative könnte man sagen hier ja also an ein kampf der superlative was die gewissenlosigkeit und den die abwesenheit von von empathie anbelangt ja also wir haben hier also offensichtlich eine sogar sagen eine eine einen molekularen baukosten mit diesem mit diesem mmh impfstoff vor allem mit dem kandidaten jetzt nicht zur zur ausführung kamen sondern mit einem anderen kandidaten aber auch im test mit drin war dann irgendwie auf also aufgegeben wurde und dieser molekulare baukasten deutet darauf hin dass man damit noch ganz andere sachen vorhaben könnte als das was man hier vorgibt zu machen nämlich einfach nur impfen sondern die frage ist wird das ding eventuell später als grundlage als basis genutzt um transgene menschen zu erzeugen also umgehen man die politik menschen zu erzeugen darum geht es ja letztendlich peter die zuschauer wenn ich jetzt dann wahrscheinlich noch in kurzer zeit dann noch ein zweites mal hören dann unterhalten wir uns noch überall denen über die pcr dass wir zwischen gemacht haben das ist ja eine andere reihenfolge jetzt geschafft stattgefunden ich bedanke mich ganz herzlich bei dir dass wir uns auch mal auf zum gedankenaustausch einlassen können weil es ist immer gut wenn man sich im weiteren fachmann unterhalten kann oder nicht in seinem eigenen in seinem eigenen und dass man ja noch mal eine zweite meinung einholen kann und wir waren es jetzt auch irgendwie bei diesem thema ebenso eigentlich wir halt bei dem wie bei dem pc ein stoff das ganze hat doch einen sehr düsteren charakter ja also es wird eine technik ich sage es aber salonfähig gemacht dass man es den menschen so verkaufen kann dass es ging ja so schnell es hat mir sehr viel gebracht es ist nötig und dann kann man das nur ein bisschen ändern und man kann so viele sachen damit machen die man lieber nicht machen sollte jetzt sind wir ja schon in der ersten woche von der zulassung von diesem impfstoff und wir sehen dass also in der mainstream presse auch die ganze nebenwirkung verschwiegen werden also man sieht ja kaum was überhaupt nicht nur in den alternativen medien werden herumgereicht und wir haben also teilweise schwerst nebenwirkung bis dahin zu einer krankenschwester die quasi in interviews zusammen brachte darüber spekuliert ist denn eigentlich tot oder liegt sie noch also die die also 20 minuten nach der impfung ist zusammengebrochen wir haben todesfall in israel und inzwischen auch mehrere deswegen israel es gab auch glaube ich eine was mal auch in der schweiz über das wo ich ja ich glaube in luzern 1 91 klar wir waren über 90 und riss ich glaube am 24 dezember so würde er längst und zwei drei tage später ist gestorben mit dating stoff natürlich nicht also wenn ihr genau mit den hausärzten mit dem vater gestorben aber er ist immer an dem virus verstorben jetzt er war nur mit mit dem impfstoff verstorben erkennen das ist kein fehler genau ja es ist sehr interessant wie man jetzt mit diesen zahlen umgeht und auch ärzte melden sich zu wort und sagen es sind doch frappierend nebenwirkung die so von anderen impfstoffen gar nicht bekannt und ich bin auch kein impfgegner generell aber ich bin ein impfkritiker und sage wenn ein impfstoff nicht vernünftig getestet ist dann sollte man den tunlichst nicht einnehmen und wir haben hier so einen kandidaten der durchgepeitscht wurde innerhalb von weniger als einem jahr ja ich denke es ist eine risikoabwägung das soll jeder für sich selber abwägen ob er diesen impfstoff testet essig kann für meinen teil nur sagen ich würde nie und nimmer mit einem wagen der nicht durch den tüv gekommen ist vernünftig auf die straße fahren wir wenn nicht mehr annehmen kann dass die bremsen richtig funktionieren und vor allen dingen würde ich niemals mit einem wagen auf die straße fahren wo ich annehme dass der tüv eventuell bestochen wurde oder dass der stift eventuell nicht sauber gearbeitet hat aus welchem grund auch immer waren nicht daran dass das hier der tüv also das paul-ehrlich-institut oder wie auch immer daran beteiligt war dass die bestochen wurden oder so aber wir haben den verdacht dass sie eventuell nicht ganz sauber gearbeitet haben ja also ein weiterer punkt ist der also ganz grundsätzlich wieso also jetzt der wusste schimpf stoff ist jetzt zum beispiel ganz klassisch ein adenovirus da hat man das bike pro team oder den so verändert dass es das protein produziert an der unter einer oberfläche präsentiert wieso hat man nicht auch in europa die klassische variante genommen sieht man jedes jahr für die grippe-impfung benutzt das ist ja das mit den hühnereiern das kennt man vielleicht da wird der virus immun rein gezüchtet der virus ist dann so angepasst auf die krippe version die man annimmt dass dieses jahr dann kommt das ist ja meistens danach aber das ist nebensächlich diese herstellungspreis ist bekannt man praktisch keine nebenwirkungen jedenfalls nicht dass ich wüsste der herstellungsprozess ist bekannt die die wären alle genau gleich hergestellt gestellt diese grippe impfstoffe mit mit den reifen mehr oder weniger leicht auf gereinigt also man hat null entwicklungszeit im prinzip null also bei der praktisch nur gefahr durch nebenwirkungen weil man sie kennt schon jahrelang kennt und ich hätte jetzt gedacht das ist viel schneller als es so etwas ganz neues viel sicher viel günstiger wahrscheinlich auch wieso macht man etwas so kompliziertes neues ja wieso ich kann es mir nicht erklären wir schon mal nicht auf die die wie sagt man die bewährte formel normale grippeimpfstoff einfach nicht gegen kay besonnen gegen korona sei mit chris noch gemietet was ich höre ich nicht danke

Könnte etwas damit zu tun haben dass eventuell GAVI mit drin ist ja oder ja ewig diese diese gedanken also die diese Mutmaßungen müssen was es ist sie müssen kommen also es gibt keinen anderen grund wieso das nicht so gemacht wird wie es schon seit jahren gemacht mehr wird mit grippeimpfstoff ja genau also er hat das mit der bill melinda gates stiftung zu tun die ja auch in der gavi aktiv ist war dass ich glaube die gabe ist ja ein gegründet worden der mit der elf die stiftung ja genau und geländer gates stiftung ist jetzt nach austritt der usa der größte geldgeber der whu auch [Musik] sowieso auch über die ganzen anderen organisationen die jetzt ja auch noch mit drin sind ja und hat das was damit zu tun dass dieser wie gates meint er müsse jetzt die welt mit neuen impfstoffen beglücken nicht wir werden es nicht erfahren wir wissen es nicht einfach nur für wagen die wir uns stellen und diese fragen sollte jeder zuschauer sich selber beantworten genau gut wir belassen es bei der geschichte also quintessenz ein neuer impfstoff der huckepack quasi einen kandidaten mit auf den markt gebracht wird die dann zwar noch nicht marktreif ist weil er noch nicht durchgelassen wurde durch die prüfung abgebrochen wurde die prüfung aber der schon mal hier mit irgendwie eine start gebracht wurde so kann man es sagen und eine selbst replizieren der impfstoff in einem selbst applizieren dna impfstoff kandidaten selbst christina mmh impfstoffkandidat als richtig ja und wir verlassen dann dieses feld mit dieser düsteren sichtweise gut kurz später ich bedanke mich ganz herzlich bei dir und wünsche die zuschauer noch einen wunderschönen guten morgen wurden schach kunden landen und nacht gegangen weil sie dieses video sehen und hoffe dass uns auch wieder einschalten beim nächsten mal wenn es dann heißt geschichten aus wixhausen bis dahin tschüss

KenFM: Hermann Ploppa – Kampf um die eurasische Platte

Kommentar der Redaktion: Über Zeiten der Kooperation zwischen Deutschen und Russen und Ursachen des zweiten Weltkrieges

Das Jahr 2021 startet mit einem neuen Format auf dem Portal KenFM: HIStory

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“ (Helmut Kohl)

Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht. Das Thema heute: Das deutsch-russische Verhältnis – der Kampf um die eurasische Platte

Ein Beitrag von KenFM , hier finden Sie den Original Text:

https://kenfm.de/history-kampf-um-die-eurasische-platte/

Russland: Da sehen wir sofort Wladimir Putin vor unserem geistigen Auge. Dann denken wir vielleicht an Nawalny. Nawalny: ein Kritiker des allmächtigen russischen Dauer-Präsidenten Wladimir Putin. Putin habe seinen Kritiker Nawalny mit dem heimtückischen Gift Nowitschok zum Schweigen bringen wollen. Das ist für alle Medien der westlichen Wertegemeinschaft sonnenklar.

Überhaupt: Putin und die Russen.

Wenn dem so ist, dann wollen wir Deutschen auch kein russisches Erdgas aus der Nordstream-Pipeline beziehen. Darüber denkt zumindest unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich nach.

Russland: da müssten wir eigentlich doch auch an die 28 Millionen getöteten Bürger der Sowjetunion denken, die durch die deutsche Wehrmacht oder die Waffen-SS umgebracht worden sind.

Das klingt nun alles in allem nicht sehr angenehm. Eher düster und bedrohlich. Wenn wir an Russland denken, dann denken wir an Kriege. An Konflikte und Spannungen. Unsere Beziehungen mit Russland waren schon immer negativ eingefärbt. Stimmt das denn überhaupt? War das immer so?

Schauen wir uns ein bisschen in der Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen um. Dann sehen wir: Phasen gegenseitigen Misstrauens wurden immer wieder abgelöst von Phasen großen gegenseitigen Vertrauens und einer sehr engen, ja sogar intimen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland. Phasen, in denen Deutsche und Russen fast alles miteinander geteilt haben.

Deswegen machen wir jetzt einen kleinen Streifzug durch die wechselhafte Geschichte der Deutsch-Russischen Beziehungen.

In vergangenen Jahrhunderten gab es keine Nationalstaaten in unserem Sinne. Und auch keine klaren Grenzziehungen. Und auch keine Trennung nach Völkern. Deutsche, Polen, Russen oder Slowaken lebten munter durchmischt in territorialen Flickenteppichen. Nicht ohne Konflikte, aber ohne gewaltsame Auseinandersetzungen. Im Großen und Ganzen friedlich.

Die Zeit der „ethnischen Säuberungen“ lag noch in der Zukunft. In einem großen Raum innerhalb Europas und Asiens konnten sich Händler oder sonstige Reisende frei von Ost nach West und von West nach Ost hin und her bewegen. Es gab keine Mauer. Und auch keine Trennung in politische, verfeindete Blöcke. So war traditionell der Austausch zwischen Deutschland und Russland überaus rege. Die Zarin Katharina die Große stammte aus Deutschland. Michael Wassilijewitsch Lomonossow studierte ausgiebig in Deutschland, bevor er in Russland die Wissenschaft befruchtete. Russische Adlige kurierten ihre Wehwehchen in Baden-Baden aus. Deutsche Siedler fanden in Russland ein neues Zuhause. Zahlreiche deutsche Namen russischer Generäle, Politiker und Wissenschaftler zeugen von diesem lebendigen russisch-deutschen Handel und Wandel.

London, im Jahre 1904: Der überaus einflussreiche englische Gelehrte Halford Mackinder denkt über die Zukunftsperspektiven des Britischen Weltreichs nach. Bislang war das British Empire Herrscher der Welt. Großbritannien stützte sich auf seine übermächtige Marine. Nun stellt Mackinder aber fest: Eisenbahn und das neuartige Automobil können ab jetzt das Binnenland erschließen. Da können nun aber die Binnenländer ihre eigenen Rohstoffe viel besser abbauen und auf den Markt bringen als bisher. Damit entstehen der unangefochtenen Seemacht Großbritannien ganz neue Konkurrenten. England möchte auch gerne die neuen Rohstoffpotentiale in Russland und China für sich selber nutzen. Wenn aber die Binnenländer die Rohstoffe für sich selber nutzen, dann werden die Binnenländer automatisch auch immer mächtiger. Mackinder warnt seine Landsleute: wenn sich jemals Deutschland und Russland zusammentun – mit dem deutschen Ingenieurwissen und den gigantischen russischen Rohstoffen – dann können England und die USA einpacken. Und Mackinder fordert: ein solches deutsch-russisches Bündnis muss auf jeden Fall verhindert werden! Da muss auf dem europäischen Festland ein Verbündeter gefunden werden, der für Großbritannien die Rohstoffe auf dem eurasischen Super-Kontinent sicherstellen. Das kann Frankreich sein. Es kann aber auch irgendein anderer westeuropäischer Staat sein.

Doch zunächst machte der Genius der Geschichte den klugen Plänen von Mackinder und seinen englischen Mitstreitern einen fetten Strich durch die Rechnung. Denn im Jahre 1917 wurde aus dem russischen Reich der Zaren ziemlich schnell die kommunistische Sowjetunion. Das hatten ausgerechnet zwei erzreaktionäre deutsche Generäle auf dem Gewissen. Denn der Erste Weltkrieg, der 1914 mit so viel Schwung begonnen hatte, fraß sich in den nordfranzösischen Schützengräben fest. Neben der Westfront mit englischen und französischen Feinden hatten die Kaiserlichen Deutschen Streitkräfte noch einen kostspieligen Krieg gegen Russland im Rücken. Das Sagen hatten in Deutschland in jenen Tagen die beiden militärischen Oberbefehlshaber General Paul von Hindenburg und dessen Graue Eminenz, General Erich Ludendorff. Im Frühjahr 1917 löste eine liberaldemokratische Regierung das Zarenregime ab.

Jedoch dachten Kerenski und die anderen neuen russischen Führer gar nicht daran, den Krieg gegen Deutschland zu beenden. Sie ließen die russischen Soldaten weiter gegen Deutschland kämpfen und sterben. Hindenburg und Ludendorff ließen daraufhin den bis dahin ziemlich unbedeutenden russischen Sozialdemokraten Wladimir Iljitsch Uljanow, der sich selber Lenin nannte, in dessen kärglicher Dachkammer im Züricher Exil ausgraben. Hindenburg und Ludendorff statteten Lenin mit mächtig viel Geld aus. Sie steckten ihn in einen verschlossenen Sonderzug von Zürich über Deutschland und Skandinavien. Und ließen ihn schließlich in Petrograd, das gerade eben noch Sankt Petersburg hieß, aussteigen. Mit den üppigen deutschen Geldspenden gelang es Lenin sodann, im Handumdrehen zur bekanntesten Figur in der russischen Politik aufzusteigen.

Mit dem Sturm auf das zaristische Winterpalais im Oktober 1917 putschten sich Lenins Bolschewisten an die Macht. Lenin beendete sofort den Krieg gegen Deutschland. Hindenburgs Streitkräfte konnten nun alle Mannschaften an die Westfront schicken. Was allerdings nichts mehr einbrachte. Denn mittlerweile waren die frischen, ausgeruhten Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika auf den westeuropäischen Kriegsschauplätzen aufmarschiert.

Wir alle wissen: der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 hat die Spielkarten der Geopolitik ganz neu gemischt. Deutschland wurde von einer Koalition der Staaten Großbritannien, USA und Frankreich gänzlich niedergerungen. Aus dem russischen Zarenreich war die Sowjetunion hervorgegangen. Deutschland und die Sowjetunion wurden geächtet und aus der Völkergemeinschaft für einige Zeit ausgeschlossen.

Was lag näher, als dass die beiden Paria-Staaten Deutschland und die Sowjetunion sich zusammentun? Genau das geschah denn auch. Die Kontakte zu den Bolschewisten waren ja schon vom Generalsgespann Hindenburg und Ludendorff hergestellt worden. Und so verwundert es nicht, wenn bereits im Jahre 1920 der Chef der Reichswehr, Hans von Seeckt – alles andere als ein Kommunistenfreund – ganz offen sagt:

„Nur im festen Anschluß an Groß-Rußland hat Deutschland die Aussicht auf Wiedergewinnung seiner Weltmachtstellung … England und Frankreich fürchten den Zusammenschluß der beiden Landmächte und suchen ihn mit allen Mitteln zu hindern – also ist er von uns mit allen Kräften anzustreben …Und wenn Deutschland sich auf Rußlands Seite stellt, so ist es selbst unbesieglich, denn andere Mächte werden dann immer Rücksicht auf Deutschland nehmen müssen, weil sie Rußland nicht unbeachtet lassen können.“

Das sahen Deutschlands Konzernlenker ganz genauso. Und im politischen Spektrum der Weimarer Republik waren sich alle einig: um ein enges Bündnis mit der Sowjetunion führt kein Weg vorbei.

Und durch diese Brille gesehen kam denn auch der deutsch-sowjetische Kooperationsvertrag vom 16. April 1922 im italienischen Badeort Rapallo eigentlich nicht mehr überraschend. Die Sowjets hatten geschickt gepokert. Denn zunächst hatten sie einen solchen Kooperationsvertrag bereits mit Großbritannien und mit Frankreich verabredet. Dann steckten die Sowjets der deutschen Regierung, dass sie diesen Vertrag ebenso gut auch mit Deutschland abschließen könnten. Knapp zwei Stunden bevor die britisch-französische Delegation in Rapallo eintreffen konnte, schlossen die Sowjets den Vertrag mit den Deutschen ab. Sowjets und Deutsche verzichteten auf gegenseitigen Schadensausgleich für die einander zugefügten Kriegsschäden. Der Vertrag von Rapallo sah erleichterten Handel zwischen Russland und Deutschland vor. Eine Konsequenz aus dem Rapallo-Vertrag war die Errichtung der sowjetischen Tankstellenkette DEROP mit 2000 Filialen in Deutschland.

Aber das war noch nicht alles. Weil aufgrund des Versailler Vertrages die Deutschen keine Panzer und keine Flugzeuge in der Reichswehr einsetzen durften, entwickelten sie diese heimlich in der Sowjetunion. Eine klassische Win-Win-Situation. Denn die von dem Ingenieur Junckers entwickelten Kampfflugzeuge konnten die Sowjets in Lizenz ebenfalls bauen und nutzen. Deutsche Kriegstechnik im Schutz der Weite Russlands. Reichswehr und Rote Armee teilten ihre empfindlichsten Geheimnisse miteinander. Sowjetunion und Deutschland waren für viele Jahre eng verbunden.

Das war für fast alle einflussreichen Kreise – von rechts bis ganz links – in der Weimarer Republik absolut der Königsweg aus dem Underdog-Dasein. Nur ein gewisser Adolf Hitler aus München gab kräftig Kontra. In seinem Buch „Mein Kampf“ argumentiert Hitler, dass nur durch die enge Anbindung an die westliche Wertegemeinschaft ein Wiederaufstieg Deutschlands möglich ist. Deutschland soll als deindustrialisierter Bauernstaat für Großbritannien den Juniorpartner abgeben. Für Großbritannien soll Deutschland die Sowjetunion überfallen. Aber das ist noch nicht alles. So wie die europäischen Kolonisatoren in Nordamerika die Indianer ausgerottet haben, so sollten die Deutschen die „slawischen Untervölker“ – wie Hitler sich ausdrückt – ausrotten. Auf dem eroberten „Ostraum“ sollten dann rassereine deutsche Siedler als Bauern die westlichen Völker mit Nahrung versorgen. Hitler schwebt in Mein Kampf ein Staatenbündnis bestehend aus Großbritannien, dem faschistischen Italien und dem ebenfalls faschistisch gewordenen Deutschen Reich vor. Jenseits jeder Polemik kann man sagen: dieses Konzept hat große Ähnlichkeit mit der schon vorgestellten Geostrategie des Engländers Halford Mackinder.

Die Machtergreifung Hitlers und seiner Nazischergen brachte dann wie erwartet den abrupten Abbruch der Beziehungen Deutschlands zur Sowjetunion. Die Reichswehreinheiten wurden bis zum Ende des Jahres 1933 aus der Sowjetunion abgezogen. Der Flugingenieur Junckers fiel in Ungnade. Die deutsche Wirtschaft verbandelte sich nunmehr mit dem Westen – mit den USA und Großbritannien. Die Nazis bereiteten sich konsequent auf den Eroberungskrieg gegen die Sowjetunion vor.

Deswegen wird immer wieder die Frage gestellt: warum kam es dann doch im Jahre 1939 zum erneuten Bündnis Deutschlands mit der Sowjetunion? Nun, die Antwort ist nicht ganz einfach, aber doch klar genug: Hitler war pleite und nahm Hilfe wo er sie kriegen konnte. Im Januar 1939 schrieben die sieben Vorstandsmitglieder der Reichsbank einen Brief, der Hitler wenig erfreute. Reichsbankchef Hjalmar Schacht erinnerte den Führer daran, dass Deutschland die Aufrüstung mit einer Art Kryptowährung, dem Mefo-Fond, bezahlt hatte. Schacht sagte: wir können nicht länger eine Aufrüstung mit ungedeckter Währung, quasi nur durch das Drucken von Papiernoten, finanzieren. Außerdem haben wir seit vielen Jahren mehr Waren aus dem Ausland eingeführt als was wir ins Ausland geliefert haben. Jetzt geht nichts mehr. Gezeichnet Hjalmar Schacht.

Hitler was not amused und feuerte Schacht, den Überbringer der schlechten Nachricht. Daraufhin bemühen sich etliche Konzernchefs, für Hitler international einen Mega-Überbrückungskredit zu schnüren. Der englische Notenbankchef Montagu Norman und der Botschafter der USA in England, Joseph Kennedy – der Vater der legendären Kennedy-Brüder – legen dafür ihr gutes Wort ein. Doch der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Franklin Delano Roosevelt, pfeift Kennedy Senior zurück. Aus dem Megadeal für Adolf wird nichts.

Was soll Hitler jetzt tun? Soll er sich aufhängen, was er auch immer wieder gerne androhte, oder sollte er die Unterstützung von woanders herholen? Sein Außenminister Joachim von Ribbentrop hat die Lösung bereit. Er fädelt das Undenkbare ein. Mit dem sowjetischen Außenminister Wjatscheslaw Molotow wird der so genannte Hitler-Stalin-Pakt eingefädelt und dann auch ratifiziert. Wieder eine Win-Win-Situation? Nicht wirklich. Denn Stalin denkt, er hat, indem er Hitler aus der Patsche hilft, das Deutsche Reich aus der antisowjetischen Phalanx der Westmächte herausgebrochen. Tatsächlich kann er mit Hitlers Duldung die Grenzen der Sowjetunion über die Teilung Polens und die Annexion der Baltischen Länder nach Westen verschieben. Das bringt ihm einen Zeitgewinn, um seine Truppen besser auf den möglicherweise unvermeidlichen Krieg einzustellen.

Doch Hitler kehrt zu seiner antisowjetischen Agenda zurück. Durch großzügige Gesten hat Hitler immer wieder den Westmächten signalisiert: ich komme zu meiner prowestlichen Agenda zurück! So verordnet er beispielsweise im berühmten Haltebefehl von Dünkirchen seinen Panzerverbänden, stehen zu bleiben. Damit ermöglicht Hitler den insgesamt 330.000 britischen und französischen Soldaten, die in Dünkirchen eingekesselt waren, ungehindert nach England abzuziehen. Hätte er diese Soldaten gefangen genommen, hätte Hitler den Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich schon im Mai 1940 für sich entschieden. Doch durch den Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 ist Hitlers Schicksal besiegelt. Nun hat er genau den Zweifrontenkrieg, den er immer vermeiden wollte. Und die Sowjetunion ist für die deutsche Wehrmacht eine Nummer zu groß. Die Panzer und Kanonen der Wehrmacht versinken im Schlamm der Pripjet-Sümpfe. Und an die dringend benötigten sowjetischen Ölvorkommen in Aserbeidschan kommt die Wehrmacht nicht mehr ran. Der Krieg ist verloren.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs existiert kein gesamtdeutscher Staat mehr. Da der Westen es vorzieht, für einen neuen Krieg gegen die Sowjetunion zu rüsten, den Hitler nicht vollenden konnte, entsteht die Ost-West-Spannung. Deutschland wird in zwei Hälften geteilt. Und die beiden deutschen Teilstaaten sind nun Frontstaaten geworden. Aufgerüstet bis zum Anschlag und umfunktioniert zu terrestrischen Flugzeugträgern der verfeindeten Machtblöcke. Den starken Männern in den beiden deutschen Teilstaaten, Konrad Adenauer und Walter Ulbricht, bleibt nichts anderes übrig, als die Politik der Konfrontation an die Bevölkerung runterzureichen.

Doch bereits 1955 wagt der westdeutsche Bundeskanzler Adenauer den ersten Ausbruch aus der Konfrontation. Wieder eine Win-Win-Situation: die sowjetische Regierung unter Leitung von Nikita Chruschtschow entlässt die letzten 10.000 deutschen Kriegsgefangenen in die Freiheit nach Westdeutschland. Im Gegenzug nehmen die Bundesrepublik Deutschland und die Sowjetunion diplomatische Beziehungen auf. Die Sowjets erhoffen sich davon ein gutes Geschäft: sie wollten ihr Rohöl und ihr Erdgas nach Westdeutschland verkaufen. Die westdeutschen Stahlkonzerne sollen für die Pipelines zuverlässige Röhren liefern. Doch Adenauer stellt sich quer: da er von den Amerikanern schon skeptisch beäugt wird wegen seines Flirts mit Frankreichs Präsident de Gaulle, will er es mit dem Großen Bruder aus Übersee nicht auch noch verderben, indem er sowjetisches Öl nach Westdeutschland sprudeln lässt. Die Amerikaner verhängen das so genannte Röhren-Embargo: sollten die westdeutschen Stahlbarone tatsächlich Rohre an die Sowjets liefern, würden sie auf von den Amerikanern beherrschten Märkten Platzverweis erhalten. Kommt uns doch irgendwie aus der Gegenwart verdammt bekannt vor…

Mit Adenauers Amtsnachfolger im Kanzleramt, Ludwig Erhard, kommt der sowjetische Führer Chruschtschow besser klar. Chruschtschow schickt seinen Schwiegersohn Adschubej zu Erhard. Im informellen Gespräch soll Adschubej dem deutschen Bundeskanzler ein delikates Angebot unterbreiten: tausche DDR gegen westdeutsche Entwicklungshilfe! Die Westdeutschen sollen in der Sowjetunion vor allem der schwächelnden Chemieindustrie mit modernster Technik unter die Arme greifen. Eine aufgepeppte sowjetische chemische Industrie könnte so vor allem die Landwirtschaft mit optimierten Düngemitteln versorgen. Das würde bessere Ernten bringen. Bislang hatte die Sowjetunion immer noch Weizen aus den USA und aus Kanada importieren müssen. Und war auf diese Weise de facto von den USA jederzeit erpressbar. Die Amerikaner könnten die Sowjets buchstäblich aushungern.

Aus dem sowjetisch-deutschen Deal wäre höchstwahrscheinlich etwas geworden. Denn die deutschen Unternehmer und auch viele Politiker sind ganz entzückt. Die deutsche Wiedervereinigung scheint im Jahre 1964 Realität zu werden. Der deutschen Wirtschaft würden traumhafte neue Geschäftsaussichten im Osten in den Schoß fallen. Doch aus dem Deal wird nichts. Da hat doch der einflussreiche Wallstreet-Banker Averell Harriman schon im Frühjahr 1964 orakelt, Chruschtschow würde im Herbst desselben Jahres gestürzt. An seine Stelle würde dann als Regierungschef Alexej Kossygin treten. Neuer Parteichef würde dann Leonid Breschnew. Nun, was für ein Zufall: im Oktober des Jahres 1964 wird Nikita Chruschtschow tatsächlich gestürzt. Leonid Breschnew wird neuer Chef der Kommunistischen Partei. Und der neue Regierungschef Alexej Kossygin unterrichtet in seiner ersten Amtshandlung eine amerikanische Wallstreet-Delegation über die Grundzüge der Politik der neuen Sowjetregierung. Geführt wird die Wallstreet-Delegation übrigens von einem gewissen Mister Averell Harriman …

Aus dem Chruschtschow-Erhard-Deal wird nichts. Nun, zwanzig Jahre später wiederholt sich genau diese Konstellation, natürlich mit anderen Akteuren. Dieselbe Konstellation heißt: biete DDR gegen Entwicklungshilfe. Es handelt sich nämlich um den Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, der dem deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl dieses delikate Angebot macht. Gorbatschow ist im Jahre 1985 endlich Führer einer maroden, verschuldeten und überalterten Sowjetunion geworden. Leonid Breschnew hatte Chruschtschows Reformpolitik nicht weitergeführt. Das Land war in eine Agonie verfallen. Militärisch hat die Sowjetunion dem Westen jetzt rein gar nichts mehr entgegenzusetzen. Und die sowjetischen Waren will niemand mehr kaufen. Nur noch Rohstoffe können die Sowjets in den Westen verkaufen, und das obendrein noch zu immer weiter fallenden Verkaufserlösen. Um eine Hungersnot und blankes Massenelend zu vermeiden, muss Gorbatschow die sowjetischen Goldreserven verscherbeln. Gorbatschow ist klar: er muss sich von allen Außenposten, die nur Geld kosten, schnellstmöglich trennen. Und sogar die DDR wurde in den letzten Jahren nur noch von der Sowjetunion bezuschusst. Die Sowjetunion muss gesund geschrumpft werden. Das ist der einzige Weg zur Rettung.

Bundeskanzler Kohl hatte Gorbatschow zuvor völlig unzutreffend als „neuen Goebbels“ verunglimpft. Doch die gemeinsamen Interessen führen die beiden Männer dann doch zusammen. Kohl lässt die Gelegenheit, als Kanzler der deutschen Wiedervereinigung in die Geschichtsbücher einzugehen, nicht verstreichen. Kohl und Gorbatschow treffen sich beim Lagerfeuer in Gorbatschows Datscha im Ural. Zugegen sind auch die beiden Außenminister Eduard Schewardnadse und Hans-Dietrich Genscher. Gorbatschow wird konkret: ihm fehlen 35 Milliarden Dollar, um aus der Klemme zu gelangen. Kohl und Genscher sind nicht abgeneigt. Die vier Männer werden sich handelseinig: Gorbatschow entlässt die DDR aus der sowjetischen Kontrolle. Dafür besorgen Kohl und Genscher den Sowjets die benötigten Milliarden. Alle vier Männer denken über den Tag hinaus. Deutschland, nun wieder vereint, wird mit der Sowjetunion eng zusammenarbeiten. Deutschland bekommt den Zugang zu Rohstoffen. Im Gegenzug soll die Sowjetunion das Geld und das Know-How der Westdeutschen bekommen. Wenn das wahr geworden wäre, dann wäre das genau die ultimative Verwirklichung der Schreckensvisionen des englischen Geopolitikers Halford Mackinder – wir erinnern uns – vor der er 1904 so eindringlich gewarnt hatte.

Doch auch aus diesem Deal wird nun auch wieder nichts. Denn der Präsident der Russischen Föderation, Boris Jelzin, trifft sich während dessen heimlich mit den Präsidenten der sowjetischen Teilrepubliken Ukraine und Weißrussland in einer entlegenen Waldhütte. Die drei Männer erklären die Sowjetunion kurzerhand für aufgelöst. Da Gorbatschow durch einen dilettantischen Putschversuch einiger fossiler Altstalinisten geschwächt ist, kann er dem illegalen Manöver von Jelzin nichts entgegensetzen. Die schwachen neuen ex-sowjetischen Republiken werden jetzt die fette Beute US-amerikanischer Investoren. Die deutsch-russisch-sowjetische Option ist damit einstweilen wieder vom Tisch.

Exakt zur Jahrtausendwende schickt der ehemalige KGB-Mitarbeiter Wladimir Putin den unfähigen, korrupten und trunksüchtigen russischen Präsidenten Jelzin nachhause. In einer beispiellosen Ochsentour saniert Putin das marode Russland. Putin ermöglicht damit ein russisches Wirtschaftswunder. Renten und Löhne werden wieder regelmäßig und verlässlich ausbezahlt. Die Auslandsschulden Russlands sind längst vollständig getilgt. Früher war Russland ein Lebensmittelimporteur. Heute ist Russland jedoch ein Lebensmittelexporteur.

Zunächst hatte der Westen geglaubt, Putin würde Jelzins Politik nicht anders, aber vieles besser machen. Als sich herausstellt, dass Putin Russland vom Westen unabhängig macht, wird aus dem Good Guy ganz schnell ein Bad Guy. Sprach Putin dereinst noch als Ehrengast im Deutschen Bundestag in deutscher Sprache, so wird er heute unisono von der Mainstreampresse als gefährlicher Tyrann hingestellt. Und während fast alle deutschen Kanzler ihre Karriere als stramme Amerika-Vasallen begonnen haben, um dann doch immer wieder eine vorsichtige Annäherung an den östlichen Nachbarn einzufädeln, wird unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel mit jedem Tag härter im Kurs gegen die Russen.

Die Theaterinszenierung um den angeblichen russischen Oppositionspolitiker Nawalny und dessen Vergiftung soll nun sogar dazu herhalten, die russische Pipeline Nordstream 2 möglicherweise doch noch zu kippen. Das ist eine Vasallentreue gegenüber den USA, die man mit Fug und Recht als Selbstmord auf Raten bezeichnen kann.

Wir können also aus diesem Ritt durch die Geschichte deutlich erkennen, dass sich Phasen einer Konfrontation zwischen Russland und Deutschland immer wieder abgelöst haben mit Phasen einer sehr engen Zusammenarbeit. Immer wieder wurde diese gegenseitige Annäherung von außen her gestört oder zerrüttet. Es wäre jetzt nach einer Phase der Konfrontation mal wieder an der Zeit, sich Russland vertrauensvoll anzunähern. Wir können daraus, wie die Vergangenheit lehrt, nur profitieren.

Bildquellen:

Russland-Karte: shutterstock_641865835

Sov. Ehrenmal Berlin: shutterstock_171658817

Wladimir Putin: shutterstock_1866439813

Paul von Hindenburg/Erich Ludendorff: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hindenburg-ludendorff.jpg

Vertrag von Rappallo: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R14433,_Vertrag_von_Rapallo.jpg

Jelzin/Putin: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9f/Vladimir_Putin_12_June_2001-2.jpg

Quellen und verwendete Literatur:

  1. Hermann Ploppa: Der Griff nach Eurasien – Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland. Marburg 2019
  2. Mackinder, Halford: Heartland Theory https://archive.org/stream/1904HEARTLANDTHEORYHALFORDMACKINDER/1904%20HEARTLAND%20THEORY%20HALFORD%20MACKINDER_djvu.txt
  3. ders.: Democratic Ideals and Reality. London 1942
  4. Haffner, Sebastian: Der Teufelspakt – Die deutsch-russischen Beziehungen vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. München 2002
  5. Brzezinski, Zbigniew: The Grand Chessboard – American Primary and Ist Geostrategic Imperatives. New York 1997
  6. Davies, R.W.: Soviet economic development from Lenin to Khrushchev. Cambridge 1998
  7. Falin, Valentin: Zweite Front – Die Interessenkonflikte in der Anti-Hitler-Koalition. München 1997
  8. Kroll, Hans: Lebenserinnerungen eines Botschafters. Köln/Berlin 1967
  9. Leonhard, Wolfgang: Die Revolution entlässt ihre Kinder. Köln Berlin 1961
  10. Leonhard, Wolfgang: Nikita Sergejewitsch Chruschtschow – Aufstieg und Fall eines Sowjetführers. Luzern/Frankfurt a.M. 1965
  11. Scheufler, Armin: Das Röhrenembargo 1962/63 – Zur Geschichte der deutsch-sowjetischen Wirtschaftsbeziehungen in der späten Adenauerzeit. Gießen 1996
  12. Schweizer, Peter: Victory: The Reagan Administration’s Secret Strategy that Hastened the Collapse of the Soviet Union. London 1994 (eBook)
  13. Seppain, Hélène: Contrasting US and German Attitudes to Soviet Trade, 1917-91 – Politics by Economic Means. London 1992

+++

RT DE: Mehr Souveränität wagen? – Das transatlantische Verhältnis nach den US-Präsidentschaftswahlen

Der Sieg Joe Bidens bei den US-Präsidentschaftswahlen löste Begeisterung unter den europäischen Transatlantikern aus. Doch insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland wächst der Dissens: Soll Europa mehr Autonomie wagen oder sich weiter der Führung der USA unterordnen?

Und was nun? Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs und die ihnen loyale Presse gejubelt haben, als der Sieg des demokratischen Kandidaten Joe Biden im Rennen um das Weiße Haus bestätigt wurde. Der Chef der EU-Diplomatie begrüßte es als „einen großen Tag für die USA und für Europa“, sein NATO-Kollege ging noch weiter, während der Präsident des Europäischen Parlaments die „gemeinsamen Werte“ der USA und der EU betonte.

von Pierre Lévy 

lesen Sie bitte hier weiter -> https://de.rt.com/meinung/109737-das-transatlantische-verhaeltnis-nach-den-us-praesidentschaftswahlen/

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Künftiger US-Außenminister: Biden signalisiert Abkehr von „Amerika zuerst“-Politik

Pablo Iglesias, spanischer Vizepremierminister und Anführer der „radikalen Linken“ (!), freute sich seinerseits: „Trump hat die Wahl verloren, das ist eine sehr gute Nachricht für den Planeten, die globale extreme Rechte hat ihren wichtigsten politischen Sponsor verloren.“

Aber nach der Euphorie des Augenblicks ist allen bewusst, dass, auch wenn der Ton in Washington freundlicher und herzlicher zu werden verspricht, die Liebe zu Europa für den künftigen Präsidenten keine Priorität haben wird. Handelsverhandlungen werden weiterhin ein Thema der Konfrontation bleiben. Und die Forderung, die europäischen Verbündeten sollten im NATO-Rahmen zwei Prozent für Militärausgaben aufwenden, wird nicht aufgegeben werden: Sie war nämlich bereits 2014 von Barack Obama aufgestellt worden, als Biden Vizepräsident war.

Ein großer Teil der künftigen transatlantischen Beziehungen wird in Deutschland, dem vorrangigen Angriffsziel Donald Trumps während seiner vierjährigen Präsidentschaft, entschieden werden. Die deutsche politische Klasse hat die transatlantische Loyalität in ihren Genen. So vertrat die Kanzlerin die Auffassung – und die Worte haben ihre Bedeutung –, dass „die transatlantische Freundschaft unersetzlich ist“. Ihre ehemalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, heute Chefin der Europäischen Kommission, brachte ihrerseits eindringlich auf den Punkt, dass „die Vereinigten Staaten und die EU Verbündete und Freunde sind, unsere Bürgerinnen und Bürger sind zutiefst miteinander verbunden“ … 

Von Paris aus betrachtet, zeichnen sich in Berlin jedoch zwei Tendenzen ab. Die Vertreter der einen, allen voran die derzeitige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, plädieren dafür, vier Jahre vereitelter Unterwürfigkeit nachzuholen, und fordern daher „ein Ende der Illusionen einer europäischen strategischen Autonomie“, was den französischen Präsidenten zutiefst verärgerte. Die Vertreter der anderen Tendenz neigen zu der Ansicht, dass der beste Dienst, der Washington zu erweisen ist, im Gegenteil darin besteht, die besagte europäische Autonomie zu entwickeln: Die europäischen Verbündeten, also die EU, sollten die Verantwortung übernehmen, für Ordnung in ihrer Nachbarschaft zu sorgen – auf dem Balkan, in Osteuropa, im Mittelmeerraum usw. –, was es Uncle Sam erlauben würde, sich auf seine strategische Priorität Asien zu konzentrieren.

Norbert Röttgen, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, ebenfalls ein bekannter Transatlantiker, zeigte sich so daher erfreut, dass Washington „endlich“ seine Aufmerksamkeit vorrangig auf Asien richte und den Europäern die Aufgabe übertrug, „ihre Verantwortung“ für die eigenen Nachbarn „wahrzunehmen“. 

Wirtschaftsminister Peter Altmaier ging noch weiter und vertrat die Ansicht, dass „Europa seine eigenen Interessen gegenüber den Vereinigten Staaten zu verteidigen hat“. Er dachte dabei zweifellos insbesondere an das Projekt der Gaspipeline Nord Stream 2, die Russland und Deutschland verbinden soll. Mehr als 90 Prozent der Pipeline sind bereits gebaut, aber Washington blockiert ihre Fertigstellung mit Druck und Drohungen. Die Unterschiede in der Herangehensweise sind nicht auf die CDU beschränkt. Der sozialdemokratische Außenminister Heiko Maas argumentierte ähnlich: Transatlantische Komplementarität erfordert „Teamarbeit“ (also nicht Unterwerfung). 

Bruno Le Maire, Altmaiers französischer Amtskollege, ging in dieselbe Richtung und machte deutlich, dass „es an der Zeit ist, dass die Europäer ihrer Verantwortung gerecht werden“. Eine Aussage, die mit der Élysée-Linie übereinstimmt: Macron hörte nie auf, dafür zu plädieren, das aufzubauen, was er „europäische Souveränität“ nennt. Unter diesem Gesichtspunkt hat der französische Präsident paradoxerweise einen gewissen Grund, die Folgen von Trumps Abgangs zu befürchten: Wenn die Vogelscheuche weg ist, wird die Versuchung, wieder zu einem braven Vasallen zu werden, in bestimmten Hauptstädten nicht ausbleiben – und umso schlimmer für die Lyrik einer autonomen und volljährigen Europäischen Union Macron’scher Art. 

Diese beiden Denkrichtungen sind gleichermaßen schädlich. Je instabiler die Welt ist, umso mehr Völker der verschiedenen Länder haben ein Interesse daran, sowohl die Unterwerfung unter eine Oberherrschaft als auch die Integration in einen Block abzulehnen. 

Sie sollten vielmehr das einzig lohnende Gut für die Zukunft zurückgewinnen: die nationale Unabhängigkeit.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.  

Mehr zum Thema – „Fehlinterpretation der Geschichte“ – Macron kritisiert Kramp-Karrenbauer deutlich

KenFM: Der Fall Nawalny: Eine Provokation westlicher Geheimdienste?

Ein Beitrag von KenFM , hier finden Sie den Original Text:

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Teil 1: Wer als erster Nowitschok schreit, hat gewonnen. „Cutouts“ erledigen die Propaganda.

Von Jürgen Cain Külbel.

Die Saga um den medizinischen Notfall AlexeJ Nawalny begeistert täglich mit überraschenden Wendungen. Zuletzt warf das Spurenbeschaffungskommando „Team Nawalny“ eine aus AlexeJ Nawalnys Zimmer im Tomsker Hotel Xander gestohlene, nach Berlin entführte Wasserflasche in den Ring; ein Bundeswehr Labor will Spuren des Nervengiftes Nowitschok daran entdeckt haben. Die späte Präsentation der Flasche, deren „Sicherstellung“ ein Video auf Nawalnys Instagram-Kanal dokumentiert, ist eine geschickt gestellte Falle, die insinuieren soll, Nawalny kann nur in Russland vergiftet worden sein. Mediale Aufschreie, nun seien Tatort, Spuren vernichtet, Beweise entwendet etc., sind gewollt, da sie das Narrativ weiterhin verdichten; e diverso machen sie aber die toxikologischen Ergebnisse der russischen Ärzte in Omsk wertlos. Die hätten das Gift doch entdecken müssen – haben sie aber nicht, erst die ehrenwerten Labore in Deutschland, Frankreich, Schweden. Die zweite Falle wurde mit Maria Pewtschik aufgemacht, um die aus London stammende Begleiterin Nawalnys, die nachher auf mysteriöse Weise verschwand. Egal wie man es dreht: war sie die Giftverabreicherin oder nicht, war sie der Transporteur der Flasche von Tomsk nach Omsk oder nicht, selbst wenn sie für Drahtzieher in London gearbeitet hätte – all das unterfüttert das Narrativ, der Tatort befinde sich auf russischem Boden, was den Befunden der Omsker Forensiker, Toxikologen den Gnadenschuss versetzen soll. Ich will das nur ankratzen, doch gehe ich davon aus, dass das „Team Nawalny“ zum Stillschweigen verdonnert wurde. Daher sehe ich die Veröffentlichung des Videos durch Nawalny als einen in Absprache mit interessierten Stellen getätigten Vorgang im Rahmen des Informationskrieges um die Deutungshoheit in dem Fall.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Hamish de Bretton-Gordon, und Hamish de Bretton-Gordon war das Wort.

Jede Edel-Marke hat sein unverwechselbares Branding. Ferrari, na klar, ein italienischer Flitzer; Porsche, Mercedes, klar doch, deutsche Präzisionsarbeit. Und Nowitschok, ein so unverwechselbar russisches Wort, gibt jedem Mord mit Nervengift den drive, den es braucht – sagst du Nowitschok, meinst du russisches Verteidigungsministerium, meinst du den russischen Militär-Nachrichtendienst, die Hauptverwaltung für Aufklärung GRU (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije). Genial ausgedacht. Vor dem März 2018 war das Wort Nowitschok kaum in der Welt; Fachleute kannten es, Geheimdienstler, einige Presseleute. In den öffentlichen Gebrauch mit abschreckender Wirkung gelangte es erst nach dem medizinischen Vorfall um den MI6-Spion Sergej Skripal und Tochter Yulia in Salisbury; und zwar durch Zutun der britischen Partner.

Ich habe mehrfach über den britischen Oberst a. D., Hamish de Bretton-Gordon geschrieben, jenen Ex-Nachrichtendienstler, Zuarbeiter für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 (SIS), den Chemiewaffen-Experten, der im Giftgas-Theater in Syrien in Kooperation mit dem MI6, den Weißhelmen von Beginn an mitmischte, wie auch im Fall Skripal. Verblüffend jedoch sein jüngstes Geständnis: Am 3. September 2020 erschien sein Buch „Chemical Warrior“, eine Art Selbstheiligsprechung. Unzweifelhaft liest man zwischen den Zeilen, dass er sich als ein neuer Lawrence von Arabien spiegelt, ein „furchtloser Chemiewaffen-Krieger“, der in Syrien tödlicher Gefahr ausgesetzt war, der die Welt selbstlos vor Giftgasen aller Art rettete. Doch sollte man sich von de Bretton-Gordon keine Hörner aufsetzen lassen, auch wenn er für sein Buch hochherrschaftlich lasziv in Army-Jacket mit paspeliertem Revers gekleidet neben Geweih, Fusel, Fernglas posiert. Eine Passage in „Chemical Warrior“, in der er auf den Fall Skripal eingeht, ist jedenfalls mehr als pikant; da hat ihm wohl die Selbstbewunderung einen Streich gespielt: Im März 2018, wenige Stunden nach dem Vorfall mit den Skripals in Salisbury, de Bretton-Gordon befand er sich auf einer Sicherheitskonferenz in Abu Dhabi, bemerkte auf seinem Handy „verpasste Anrufe von einer mir bekannten Nummer“, die von Freunden in der Geheimdienstwelt“ stammten. Er, der Zivilist, an den sich die britische „Geheimdienstwelt“ händeringend und hilfesuchend wandte, rief zurück. Der Teilnehmer erklärte: „Wir haben eine Situation (…) Wir glauben, dass es in Salisbury einen chemischen Angriff gegeben hat.“ De Bretton-Gordon ließ sich die Situation am Telefon erklären, stellte prompt die Fern-Diagnose: „Ich dachte, das klingt eindeutig nach einem anderen staatlich geförderten russischen Hit-Job, bei dem offensichtlich ein Nervenagent eingesetzt wurde. Es klang jedoch weitaus ernster als alles, was wir jemals zuvor gesehen hatten, weitaus wirksamer. ‚Es könnte Nowitschok sein‘, platzte es aus mir heraus.“ Aha, wenige Stunden nach dem medizinischen Vorfall um die Skripals wusste der im fernen Abu Dhabi weilende Zivilist Bescheid, dass die Russen dahinter steckten und gab auch gleich den Nowitschok-GRU-Takt an, der die Welt seither in Atem hält.

Porton Down, das Zentrum der britischen Chemie- und Biowaffenforschung, wo de Bretton-Gordon aus- und eingeht, musste seine Diagnose natürlich nur noch bestätigen. Das dort später und pflichtgemäß im Fall Skripal eruierte Nowitschok – (getürkte Proben?) – wurde dann der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) übergeben, die nur noch abzunicken brauchte. Die direkten Kontakte de Bretton-Gordons in die OPCW hinein, die alles nicht besser machen, beschreibe ich im dritten Teil dieses Beitrages.

Am 4. April 2018, also einen Monat nach dem Vorfall in Salisbury, verschwatzte sich der „Zivilist“ de Bretton-Gordon in The Guardian: „Nachdem ich viele verschiedene Geheimdienstquellen gesehen habe, bin ich zu 100 Prozent zuversichtlich (…), dass die Russen schuldig sind. Porton Down hat die Arbeit gemacht, die sie tun müssen. Sie haben den Nervenkampfstoff identifiziert und gesagt, dass es sich um Nowitschok handelt.“ Gegenüber Radio Freies Europa/Radio Liberty bestätigte er, „dass Geheimdienstinformationen, die er gesehen habe, eindeutig auf die Einrichtung in Schichany (Russland) hinwiesen. Die dort lagernden Mengen von Nowitschok reichen für Angriffe aus, seien aber für militärische Operationen zu klein.“

Und so kam das Wort Nowitschok in die Welt, das für immer und ewig mit den Wörtern Russen, Putin, GRU verbunden bleiben soll. Am 22. August 2020, zwei Tage nach dem Vorfall mit Nawalny, druckte die Daily Mail eine von de Bretton-Gordon verfasste Eigenwerbung für sein Buch ab, in der er behauptet, er sei von Putin, dem Leibhaftigen, persönlich bedroht worden: „Während meiner Arbeit in Syrien vor zwei Jahren (…) [erhielt mein britischer Arztfreund David Nott] einen Anruf von einer unterdrückten Nummer. Es war Putin selbst (…) [der} bedrohlich sagte: ‚Sagen Sie Ihrem Freund de Bretton-Gordon, er soll Assad keine chemischen Angriffe mehr vorwerfen.‘“ Lassen wir das mal so stehen, auch wenn es zu aufgetragen erscheint. Dass de Bretton-Gordon jetzt seine Memoiren verbreiten darf, ist jedoch ein gutes Zeichen, scheint er doch für „vergeheimnissende“ Projekte verbrannt zu sein. Was ihn aber nicht abhält, den Fall Nawalny als Werbe-Trommelfeuer für sein Buch zu nutzen. Was für ein Timing – oder letzter Lohn?

De Bretton-Gordon und Komplizen geben dem Fall Nawalny die Richtung

Natürlich ließ sich Hamish de Bretton-Gordon im medizinischen Vorfall Nawalny nicht lumpen. Am 20. August 2020 twitterte er zynisch: Meine Güte, eine russische Vergiftung?!, um zwei Tage später Zweifel an der russischen Schuld abzuschmettern: Nur einen Hauch verdächtig? Seither macht er anti-russischen Nowitschok-Krawall auf allen Kanälen im In- und Ausland unter Feilbieten seines Buches. Perfekt.

Und de Bretton-Gordons Freund aus gemeinsamen Tagen im Panzer-Regiment, der BBC-Journalist Mark Urban, der den MI6-Spion Sergei Skripal vor dessen angeblicher Vergiftung mit Nowitschok umfangreich interviewen durfte, darüber die „Die Akte Skripal“ verfasste, spricht ebenfalls am 24. August 2020 von einer möglichen Vergiftung (Nawalnys) durch Nervengift“. Am gleichen Tag läßt das MI6-Sprachrohr Luke Harding, ein vom Russenhass zerfressener britischer Journalist, seinen Kumpel de Bretton-Gordon in The Guardian zu Wort kommen: „das Vorhandensein von Cholinesterasehemmern (in Nawalnys Körperflüssigkeiten) darauf hindeute, dass (der) an einer Vergiftung durch Nervengift leide. (…) die Messung des Cholinesterase-Spiegels (wird) routinemäßig in Porton Down, der Einrichtung der britischen Regierung, durchgeführt, in der das gegen Skripal verwendete Nowitschok identifiziert wurde.“ Vier Tage hat es gedauert, bis de Bretton-Gordon endlich das Zauberwort Nowitschok im Zusammenhang mit Nawalny über die Lippen brachte.

Verscheuchen wir den britischen Nebel: De Bretton-Gordon kennt Mark Urban, der Sergei Skripal kennt. Luke Harding kennt de Bretton-Gordon und den Ex-MI6-Christopher Steele, der das „Trump-Dossier“ verfasste sowie dessen Geschäftspartner Ex-MI6-Pablo Miller, der Führungsoffizier von Skripal war.

Am 25. August findet sich de Bretton-Gordon endlich auch im Hamburger Spiegel: Es ist einen Hauch verdächtig, dass jemand, der sich vehement gegen den russischen Staat wendet, so erkrankt. Am 26. August 2020 legte er auf Radio National Breakfast, eine nationale Nachrichtensendung in Australien, das Motiv vor, das nachher vom Mainstream übernommen wurde: Die Vergiftung Nawalnys sei eine Warnung an andere, die Putin und dem Regime kritisch gegenüberstehen. Am 2. September 2020 präzisierte er in BBC Newsnight: „Wenn das Ziel darin bestand, ihn abzuschrecken und als Gegner aus dem Spiel zu nehmen, ist das erledigt.

Die britische Geheimdienst-Kloake und Bellingcat

Britische Ex-Nachrichtendienstler halten immer zusammen: So sind/waren Bob Seely, Hamish de Bretton-Gordon, der Suizident James Le Mesurier, ein korrupter britischer Offizier seiner Majestät der Königin und Gründer der „Weißhelme“, ein Herz und eine Seele. Das heutige Mitglied des britischen Parlaments Bob Seely, tätig im Foreign Affairs Select Committee, hatte eine gute Beziehung zum Weißhelm-Gründer: James war ein Bekannter; seine Frau Emma war eine gute Freundin von mir. Sie hatten vor einigen Jahren eine wundervolle Hochzeit in der Türkei, an der ich teilnehmen durfte… Mit Hamish de Bretton-Gordon und einer Crew britischer Ex-Offizier reiste Seely sogar im Juli 2018 ins türkische Gaziantep, um Vorbereitungen auf einen bevorstehenden Giftgas-Fake in der nordsyrischen Terroristenhochburg Idlib zu überprüfen; The Telegraph am 23. Juli 2018: „Britische Chemiewaffenexperten bereiten Syriens Ärzte für den ‚Doomsday‘ in der letzten Rebellenfestung vor“. 

De Bretton-Gordon, Bob Seely, bis zu seinem Tode auch James Le Mesurier, sind seit Jahren mit dem NATO-Propaganda Outfit Bellingcat verbandelt. De Bretton-Gordon, der für den MI6 angebliche Giftgasproben aus Syrien herausholte, um einen Vergeltungsschlag der NATO-Terror-Achse gegen Syrien zu provozieren, steht mit Bellingcat-Gründer Eliot Higgins seit spätestens 2013 in Kontakt. Doch auch die Amerikaner haben bei Bellingcat das Sagen; schließlich hält Higgins sein antirussisches Konstrukt mit Geldspritzen der CIA-nahen US-amerikanischen Denkfabrik National Endowment for Democracy am Leben. Higgins ist der pummelige Vorturner, der seiner Marke Bellingcat den Stallgeruch vom einsamen Nerd, der von zu Hause aus nach Durchschnüffeln von Open Sources jederart Kapitalverbrechen aufklärt, anheften soll. Die eigentliche Nummer Eins bei Bellingcat ist für mich der Bulgare Christo Grozev, der dort die Fäden zieht. „Der steckt bis zur Hüfte im Arsch der Geheimdienste“, kommentierte jemand, das will ich mir aber nicht zu eigen machen. Aber mit dem britischen Ex-Geheimen Seely hat er was; mit ihm präsentierte Grozev beispielsweise seine „ermittelten“ russischen GRU-Attentäter in Sachen Skripal. Allerdings kann ich nicht behaupten, dass der Tory-Abgeordnete und Ex-Militärnachrichtendienstler Bob Seely Grozevs Führungsoffizier sei, denn der kümmert sich ja auch noch rührend um Eliot Higgins, den er unter anderen in der rechtslastigen Henry Jackson Society unterbringt, in der sich Sir Richard Dearlove tummelt, der Ex-Chef des britischen MI6. Jedenfalls ist die Kooperation zwischen dem Ex-Nachrichtendienstler Seely und Bellingcat sowie Grozev in persona ausgezeichnet.

Wobei wir wieder beim MI6 wären. Am 3. Dezember 2918 hielt Sir Alex Younger, Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes, eine seltene Rede; vor Studenten der University of St Andrews sprach er über Interna. Lesen Sie gut mit: Wir haben die Täter entlarvt und die bisher größte kollektive Vertreibung russischer Geheimdienstoffiziere aus der NATO und den Partnerstaaten koordiniert, wodurch die russischen Geheimdienstfähigkeiten erheblich beeinträchtigt wurden.“ Es war der MI6, der die russische Täterschaft konstruierte – nicht die Bellingcat-Kochlehrlinge, die am Laufband neue Rezepte für russische Kriminalgerichte liefern.

Es ist bekannt, dass der MI6 gern „Cutouts“ benutzt, also Kreise, die vielleicht keinen direkten Kontakt oder keine dokumentierbare Beziehung zu denen haben, die sie mit „Informationen“ und „Beweisen“ füttern, denen möglicherweise auch nicht bewusst war oder ist, dass sie benutzt werden. Genügt es den Londoner Schlapphüten, dass diese „Cutouts“, die meistens gut vernetzt sind, Verbindung zu großen Medien herstellen, gewollte Schuldzuweisungen und Informationen verbreiten. Natürlich existieren Mittelsmänner als direkter Draht zwischen „Cutout“ und Hintermännern. Möglicherweise ist Grozev so einer, doch ich kann es nicht behaupten. Durch diesen Cutout-Trick erfassen wir nur die Außendarstellung dessen, was wer hinter den Kulissen geköchelt hat – die Profi-Köche bleiben indes stets im Dunklen. Für mich ist Bellingcat ein sehr gut aufgestellter, organisierter, vernetzter „Cutout“, der eigene Ableger pflegt, in Deutschland beispielsweise beim Spiegel, dort in enger Kooperation mit dem Journalisten Fidelius Schmid. Man muss aber ehrlich eingestehen: Bellingcat ist ein „Cutout“, der im Propaganda-Krieg leider die Nase ganz weit vorne hat, extrem erfolgreich britisch-amerikanische Geheimdienstküche mit großer Kelle verteilt. So auch im Fall Nawalny.

Die Spur Nowitschok wurde mit langem Atem vorbereitet

Omsk in Sibirien, Donnerstag, 20. August 2020: Die Rettungssanitäter hatten die Hecktür der Schnellen Medizinischen Hilfe, die den schwer erkrankten rechtsnationalen Oppositionellen Alexej Nawalny vom Flughafen in das Notfallkrankenhaus Nr. 1, Intensivstation, Perelyota Street 9, Uliza Pereljota 9 transportierte, noch nicht geschlossen, da twitterte Christo Grozev, „Hauptermittler“ bei Bellingcat, „das Maß an Besorgnis und Unterstützungsangeboten für @navalny aus dem Rest der Welt ist überwältigend. Hilfsangebote kamen auch von den bulgarischen Ärzten, die 2015 den von der GRU vergifteten Emilian Gebrev behandelten“. Die Omsker Ärzte mühten sich zu dem Zeitpunkt, Nawalnys Leben zu retten; eine Diagnose lag noch nicht vor. Doch Grozev verknotete das unklare Geschehen um Nawalny mit dem Ereignis um den bulgarischen Waffenhändler Gebrev, zu dem Grozev selbst in die Welt gesetzt hatte, der wäre mit Nowitschok angegriffen worden. Und zwar von russischen Geheimdienstlern der GRU. Die Nervengift-Spur zum Nachteil der Russen war also schon wenige Stunden nach dem Kollaps von Nawalny gelegt.

Am 26. August 2020 legt der Spiegel nach; drei Autoren, darunter Grozev von Bellingcat – wir erinnern uns: das Scharnier zwischen ihm und de Bretton-Gordon ist der Ex-Nachrichtendienstler Bob Seely – bringen den Vorfall Nawalny in Zusammenhang mit anderen, vermeintlich von russischen GRU-Agenten verübten Giftanschlägen. Am 28. August 2020 heißt es in einem weiteren Stück: „Ein verwandter Fall interessiert die Ärzte der Berliner Charité nun offenbar besonders: der Giftanschlag auf den bulgarischen Waffenhersteller Emilian Gebrew vor fünf Jahren. Es stellte sich heraus: Einer der Mitarbeiter des russischen Auslandsgeheimdienstes GRU, der auch bei der Skripal-Vergiftung eine Rolle spielte, war kurz vor Gebrews Zusammenbruch dort eingereist. In dieser Woche haben sich Charité-Experten nach SPIEGEL-Informationen an die bulgarischen Ärzte von Gebrew gewandt, um dessen klinische Befunde mit denen von Nawalny zu vergleichen. Offenbar sehen sie Parallelen. Die Experten der Charité klären im Fall Nawalny den Einsatz eines Nervenkampfstoffs ab. Diskret ersuchten die Berliner auch Hilfe bei der Bundeswehr und in Porton Down in Großbritannien (…) Eines lässt sich mit Sicherheit sagen: Nawalnys Vergiftung ist ein Resultat des Systems, das Putin aufgebaut hat. Und kaum jemand zweifelt daran, dass es eine direkte Linie gibt von dieser Tat bis in die obersten Etagen der russischen Führung.“

„Briefkasten der Dienste“

Der 1969 im bulgarischen Plowdiw geborene Grozev studierte an der American University in Sofia; alimentiert von George Soros und der United States Agency for International Development (USAID). 1995 bot ihm die US-Firma Metromedia International – gegründet von John W. Kluge, ein ex-OSS-Agent (Vorgänger-Organisation der CIA), vor Bill Gates der reichste Mann Amerikas – eine Tätigkeit innerhalb ihrer russischen Assets an: Grozev startete Radio Nika in Sotschi, den Kanal Melody, Eldoradio in St. Petersburg, dutzende Radiosender im Baltikum, Finnland, Bulgarien, Ungarn. Im Jahr 2000 wurde er dann Präsident von Metromedia International. Als die Firma 2003 das Radiogeschäft beendete, erwarb er die russischen Radiostationen, verkaufte sie später an die französische Firma Lagardere. Nach 2006 war Grozev als Investor in verschiedenen Medienanlagen tätig; vor allem in den Niederlanden, Bulgarien.

Heute lacht halb Bulgarien über Bellingcats „investigativen Journalisten“: Grozev ist natürlich der moderne Baron von Münchhausen. Er zieht an seinen Haaren und kann fliegen. Einmal flog er sogar auf einer geheimen Mission zum Mond. Ein anderes Mal wurde er aus einer Kanone abgefeuert und landete direkt im Hauptquartier der Pressegruppe 168chasa als ‚Käufer‘ von Trud und 24chasa, zusammen mit Ognyan Donev und Lubo Pavlov … Jetzt gibt es eine neue Inkarnation – einen ‚investigativen Journalisten‘, einen internationalen, der russische Spione jagt. Sie halten uns wohl für Zwiebelköpfe., feixte der Journalist Nedyalko Nedyalkov, Eigentümer des unabhängigen Mediums pik.bg. Nedyalkov spielt auf einen Medienskandal aus 2011 an. Die Bulgaren Donev, Pavlov, Grozev kauften zwei der einflussreichsten politischen Tageszeitungen mit der höchsten Auflage – Trud und 24 chasa. Verkäufer war der deutsche Konzern Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Grozev konnte das für seinen Anteil notwendige Geld wohl nicht im Ansatz aufbringen. Da ein anderes Tandem, die Herren Vasilev und Peevski, ebenfalls Interesse an dem medialen Beutestück zeigten, wechselte Grozev die Seiten. Eine Schlammschlacht begann: Grozev verklagte 2012 die Ex-Partner Donev und Pavlov wegen Geldwäsche durch Verkauf von Aktien und Dokumentenbetrug. Später gestand Vasilev, dass er Grozev finanziert hatte, um an die Medien heranzukommen. Der Geldwäschefall wurde von der Staatsanwaltschaft im März 2013 eingestellt, nachdem Grozev als Zeuge zurückgezogen hatte und die Staatsanwaltschaft feststellte, dass es überhaupt keine Beweise gab. Böse Menschen würden meinen, Grozev sei käuflich, jongliere mit falschen Tatsachenbehauptungen – ich mache mir das nicht zu eigen, denn er ist ja nach Lesart des westlichen Mainstream ein prämierter und international renommierter Investigativer, der in blitzschneller Aufklärungsarbeit – allerdings irgendwie autistisch nur gegen GRU-Russen – alle Kriminaler und Spione dieser Welt in den Schatten stellt; vielmehr gefällt mir die Diagnose seines Ex-Geschäftspartners Donev: Grozev „braucht spezielle Hilfe.”

Die hat Grozev jetzt, ist er doch nach der Pleite in Bulgaren zuerst als “Investigativer” bei Bellingcat aufgeschlagen, dann beim Hamburger Spiegel, bekannt durch die lügende Wunderwaffe Claas Relotius. Das spiegelt sich auch im jährlich wiederholenden Selbstbefriedigungsakt des Mainstream, dem European Press Prize: 2017 erhielt ihn Relotius, 2019 Grozev. Folgerichtig wurde für 2020 Bellingcat nominiert, der Geheimdienst des Volkes, eine Selbstbezeichnung, die das transatlantisch abgerichtete NATO-Desinformations–Kommando dem ehrenwerten Aufklärer Julian Assange geklaut hat. Miroljuba Benatowa, eine bekannte bulgarische Journalistin mit 26 Jahren Erfahrung in den größten Rundfunkgruppen des Landes, ist darüber empört: Grozev sei gar kein Journalist, sondern ein Briefkasten der Dienste„.

Grozevs Bemerkung im Januar 2020 im bulgarischen Fernsehsender bTV, dass es schwer sei, ein Investigativer zu sein, kommentierte Anna Zarkowa, Reporterin der Trud, so: Ich habe nie einen Kollegen sagen hören, dass es harte Arbeit ist, ein investigativer Journalist zu sein (…) [zu Grozev:] du sitzt an einem Computer in einem Wiener Wohnzimmer und untersuchst dies und das. So entdeckst du russische Spione in den Alpen und bekommst eine Belohnung. Und dann kommst du bei Hekimian [Nachrichtendirektor bei bTV] vorbei, um ihm zu erzählen, wie und wann KGB- und GRU-Offiziere heimlich zwischen der Schweiz und Bulgarien herumspazieren.“ Grozev, Bellingcat-Akteur der ersten Stunde, ist tatsächlich die treibende Kraft hinter den Desinformationskampagnen in Sachen Skripal, MH17, den Kapitalverbrechen um Changoschwili, Gebrew, nun auch im Vorkommnis Nawalny. Und eines hat er mit Hamish de Bretton-Gordon gemeinsam: auch er leidet unter dem Wahn, die Russen seien hinter ihm her: „Russland versuchte, ihn durch Drohungen und Erpressungen zu erschrecken, dass er seine Arbeit aufgebe“. Aber er zeigte sich als wahrer Held: Ich bin mir bewusst, dass ich meine Familie einem Risiko aussetze. Zum Glück verstehen sie, dass das, was ich tue, wahrscheinlich etwas wichtiger ist als das Risiko.“ Andere sagen, Grozev habe doch keine Wahl, er muss seine Schulden bei den Amerikanern abarbeiten, die ihm damals die Radiojobs in Russland und anderswo zuschoben – auch das mache ich mir nicht zu eigen.

Eine Bitte zum Schluss an Spiegel, Bellingcat, The Insider. Kollegen, falls ihr auch im Fall Nawalny plant, GRU-Attentäter ins Spiel zu bringen: beachtet doch diesmal bitte die Frauenquote! Es gibt so viele hübsche russische Spioninnen.

Im zweiten Teil erzählt ein Zeuge, was sich während des Fluges von Herrn Nawalny von Omsk nach Berlin ereignet haben soll. Untersucht werden zudem die Ungereimtheiten hinsichtlich der „Bestätigung“ des Nowitschok-Fundes durch verschiedene Labore.

Teil 2: Nowitschok im Cockpit und NATO-Kungelei bei der Probenuntersuchung

Von Jürgen Cain Külbel.

Omsk in Sibirien, 22. August 2020, gegen 8 Uhr. Kaum hatten die deutschen Rettungskräfte den EPI-Shuttle, eine geschlossene Isolationseinheit, in der sich der im Koma liegende russische Nationalist und Oppositionelle Alexej Nawalny befand, an Bord des Ambulanzjets Bombardier Challenger 604 gehievt, wurde Maria Pewtschich aktiv. Pewtschich, die angeblich die Ermittlungsarbeit von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung FBK von London aus leitet, hatte Nawalny auf dessen Reise nach Nowosibirsk und Tomsk begleitet. Sie ist eine enge Vertraute seiner Financiers und wird mit britischen Geheimdiensten in Verbindung gebracht.

Eine Quelle, die über die Umstände des Rückfluges informiert ist, berichtete dem Autor nach Fertigstellung des ersten Teils dieser Serie, Maria Pewtschich habe sich an den Rettungssanitäter des Ambulanzjets gewandt, bat ihn, die in Nawalnys Zimmer im Tomsker Hotel Xander vom „Team Nawalny“ gesicherten Wasserflaschen, die möglicherweise mit Gift kontaminiert seien, an sich zu nehmen. Ich beziehe mich auf die Quelle: Der Rettungssanitäter soll höflich abgelehnt haben. Auch Pewtschichs zweiter Versuch beim mitfliegenden Rettungsarzt soll gescheitert sein. Doch soll sie letztlich „Glück“ beim Pilot gehabt haben, der nach Aussagen der Quelle das „Material“ an sich nahm, es in seinem Fliegerkoffer verstaut haben soll, den er wohl mit in das Cockpit nahm.

Dann hob die Bombardier Challenger 604 in Omsk ab. Herr Nawalny sollte den Flug eigentlich in der in Norwegen von der Firma EpiGuard AS produzierten Isolationseinheit EPI-Shuttle verbringen, in der infizierte oder verseuchte Patienten transportiert werden. Auch, um einen gefahrlosen Flug für Besatzung, Mediziner und Fluggäste zu garantieren. Im Flieger soll Herr Nawalny – so die Quelle – jedoch friedlich schlafend auf der eingebauten Krankenliege geruht haben; nach Angaben der Quelle benutzte er kein Beatmungsgerät. Seine Ehefrau Julija Nawalnaja, so die Quelle, saß schräg hinter ihm in einem Sessel und soll ebenfalls entspannt geschlummert haben – nach all der Aufregung. Stunden später landete die Maschine auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel. Noch ehe der Patient Nawalny mit Bundeswehr-Eskorte in die Charité gefahren wurde, so die Quelle, soll der Pilot das von Pewtschich erhaltene „Material“ an das Kommando eines bereits in Warteposition stehenden Spezialfahrzeuges übergeben haben. Es ist nicht bekannt, welcher militärischen oder zivilen Einrichtung dieses Fahrzeug zuzuordnen ist.

Fakt ist, dass die Flasche(n) in jenem Flieger transportiert wurden. Nun, da allerdings die Unterbringung von angeblich mit tödlichem Nowitschok kontaminierten Gegenständen im Flieger, selbst wenn die in dünnen Plastiksäckchen verstaut sind, eine ganz andere Nummer ist, sollte man freudig „Hurra, hurra!“ schreien, dass es weder Frau Pewtschich noch Frau Nawalnaja noch den Piloten oder das medizinische Personal „erwischt“ hat. Vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Bombardier Challenger 604 ein Innenraumvolumen von lediglich 35 m³ hat – vergleichbar mit dem eines Abrollcontainers, der auf jeder Baustelle herumsteht. Man stelle sich vor, Piloten und Besatzung wären ins Koma gefallen. Nicht auszudenken! Da hätte das Bundeswehrlabor ja gar nichts zu tun bekommen – oder die Labore in Schweden und Frankreich.

Daher fragte ich am 21. September 2020 nach bei FAI rent-a-jet AG, Flughafenstr. 124 in 90411 Nürnberg, Betreiber des für Nawalny gecharterten Ambulanzjets: „Mir liegen jetzt detaillierte Insider-Informationen vor; ich fasse die in einem Satz zusammen: Ihr FAI-Pilot übernahm in Omsk aus den Händen von Frau Pewtschich Gegenstände, darunter besagte Flasche(n) und deponierte sie vor und während des Rückflugs nach Berlin im Flugzeug.

  • Kann FAI Nürnberg/der Pilot bestätigen, dass von Frau Pewtschich in Omsk Wasserflasche(n), Gegenstände oder Dinge entgegengenommen und im Flugzeug deponiert wurden?
  • Wenn ja: wann und wo wurden sie übernommen?
  • Wie waren diese Gegenstände bei Übernahme verpackt/gesichert?
  • Wurden die Gegenstände nach der Übernahme zusätzlich gesichert? Wie, durch wen?
  • Wußten Flugbesatzung/medizinisches Personal, was Frau Pewtschich übergeben hatte? Äußerte sie sich zum Inhalt dessen, was sie übergab?
  • Wo und wie wurden diese Gegenstände im Flugzeug deponiert?
  • An wen wurden diese Gegenstände nach der Landung Berlin übergeben?
  • Sind nach Ankunft in Berlin bis zum heutigen Tag bei Cockpit-Besatzung und medizinischem Personal, das an dem Rettungsflug teilnahm, Krankheitssymptome aufgetreten oder erfolgte eine Krankschreibung?“

FAI rent-a-jet wollte das im Antwortschreiben wenige Stunden später weder bestätigen noch dementieren: „Unsere strikte Company Policy besagt, keinerlei Auskünfte zu von uns durchgeführten Flügen zu geben – FAI möchte aus diesem Grund keine Stellung beziehen.“

Drei Täge später machte sich FAI von seiner „Company Polivy“ frei und schrieb mir, ohne dass ich noch einmal angfragt hatte: „(…) in Folge Ihrer Anfrage vom 21. 09. 2020 hat zwischenzeitlich eine Befragung der Piloten stattgefunden mit dem Ergebnis, dass weder Frau Nawalnaja noch Frau Pewtschich einem der Piloten irgendetwas übergeben hat, somit auch nichts in einem Pilotenkoffer verstaut und nach der Landung weitergereicht wurde. Die von Ihnen zitierten Behauptungen entbehren damit jeder Grundlage. Ich betrachte die Angelegenheit somit als geklärt.“

Ich antwortete: „(…) danke, ich werde Ihr Statement mit einarbeiten. Allerdings wird noch weiter behauptet, dass nach der Landung ein Spezialfahrzeug bereitstand, welches das ‚Material‘ direkt vom Piloten übernommen haben soll“.

Lassen wir das einfach mal so stehen.

Die Tatwaffe: Ein neuartiges „härteres“ Nowitschok

Das Nervengift Nowitschok wurde für den Einsatz auf dem Schlachtfeld entwickelt, es tötet sofort.
Philip Geraldi, den ich persönlich kenne und schätze, früher CIA-Spezialist für Terrorismusbekämpfung und Offizier der Defense Intelligence Agency, argumentiert: „Als (Nawalny) zur Behandlung in Deutschland war, wurde von seiner Familie eine mysteriöse Wasserflasche hervorgezogen, von der die Bundeswehrlabore behaupten, sie habe Spuren von Nowitschok auf ihrer Oberfläche. Wenn Nowitschok wirklich auf der Flasche wär, wären seine Familie und die Flugbesatzung ebenso tot wie die Techniker der Bundeswehr.“

Toter als tot, glaubt man Bruno Kahl, dem Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, der in „geheimer Runde“ erklärte, „bei dem verabreichten Stoff soll es sich um eine Weiterentwicklung von bislang bekannten Nowitschok-Zusammensetzungen handeln. Das Gift sei noch ‚härter‘ als bisherige Formen“. Nun steht die Frage, wer aus dem absolut tödlichen Nervengift Nowitschok, das vor mehr als drei Jahrzehnten in Russland entwickelt wurde, ein noch absolut tödlicheres Nowitschok entwickelt hat, das es dem Opfer erlaubt, drei Wochen nach Vergiftung „das Krankenbett bereits zeitweise zu verlassen“, es „geistig scharf“ macht, sich zu weigern, der Bitte Russlands nachzukommen, den Fall gemeinsam mit Deutschland zu untersuchen. Wir erinnern uns: Das Zeugs konnte ja auch den Skripals nichts anhaben. Russen halt – die sind gegen alles resistent. Andererseits ist die Nowitschok-Formel seit den 90er Jahren bekannt wie ein bunter Hund; damals kaufte Kahls BND sogar originales Nowitschok einem russischen Informanten ab, stellte die Probe den „Partner-Diensten“ in Großbritannien, Frankreich, Kanada, den Niederlanden, den USA zur Verfügung, damit die in ihren Laboren damit herumpantschen können. Israelische Geheimdienste gehen davon aus, „mindestens 20“ Länder können Nowitschock herstellen oder verfügen über Vorräte.

Herr Kahl, als Geheimer stehen Sie mit Deduktion, Induktion, Abduktion auf vertrautem Fuß. Sie kennen das: Ein Opfer wurde mit Nowitschok vergiftet. Russland stellt Nowitschok her. Daraus folgt: Wenn ein Opfer mit Nowitschok vergiftet wurde, kann nur Russland der Täter sein. Es gilt aber auch: Ein Opfer wurde mit Nowitschok vergiftet. Nowitschok wird in Laboren in Großbritannien, Frankreich, Kanada, den Niederlanden, USA, der BRD, in „mindestens 20“ Ländern zu „Forschungszwecken“ synthetisiert. Daraus folgt: Wenn ein Opfer mit Nowitschok vergiftet wurde, können der oder die Täter nur aus einem oder mehreren dieser Länder stammen.

Und nun existiert gar ein „härteres“ Nowitschok? Ein international bekannter Chemiewaffen-Experte wies mich in dieser Frage auf folgendes hin: „Nur ganz kurz zur Analytik: Man braucht nicht nur die teuren Analysengeräte, sondern auch Referenzstandards und validierte Messprotokolle.“ Das bedeutet: Der Toxikologe muss vergleichen können, um solch eine Aussage treffen zu können, wie sie Herr Kahl tätigte. Meine Frage an Sie, Herr Bruno Kahl: In welchem westlichen Labor liegen „Referenzstandards und validierte Messprotokolle“ zu dieser „härteren Weiterentwicklung von bislang bekannten Nowitschok-Zusammensetzungen“ vor? Denn es wurde offenbar etwas neues „entdeckt“, etwas, was „bislang (nicht) bekannt“ war! Auf welcher Grundlage kann diese „bislang unbekannte“ Substanz Russland zugeordnet werden. Erklären Sie uns die Chemie!

Labore im NATO-Ja-Sager-Verbund

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, erklärte am 14. September 2020, „unabhängig von den noch laufenden Untersuchungen der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW) haben damit nun bereits drei Labore (in Deutschland, Frankreich und Schweden) unabhängig voneinander den Nachweis eines Nervenkampfstoffes aus der Nowitschok-Gruppe als Ursache der Vergiftung von Herrn Nawalny erbracht. Wir erneuern die Aufforderung, dass sich Russland zu den Geschehnissen erklärt“.

Was Herr Seibert verschweigt: Das deutsche, französische und das schwedische Labor bilden unter wechselnder Bezeichnung und Zusammensetzung eine Task-Group, die sich mit Prophylaxe und Therapie gegen chemische Wirkstoffe beschäftigt. Diese länderübergreifende Task-Group arbeitet der NATO zu, um die militärischen „Bedürfnisse“ der Allianz in Sachen Chemiewaffen abzudecken:

• das US Army Medical Research Institute of Chemical Defense in Aberdeen Proving Ground, Maryland,
• die Chemical Biological Defence Section in Medicine Hat, Alberta, Kanada,
• die Pulmonary and CNS Pharmacology in Rijswijk, Niederlande,
• die University of Defence, Faculty of Military Health Sciences in Hradec Kralove, Tschechien,
• das Norwegian Defence Research Establishment in Kjeller
• der Service de Santé des Armées, Frankreich,
• FOI CBRN Defence and Security in Umeå, Schweden,
• Porton Down in Salisbury, Großbritannien,
• das Institute of Pharmacology and Toxicology der Bundeswehr in München.

Die von mir angefragten Labore antworteten selbstverständlich nicht. Jedoch bestätigte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Ergebnisse seines französischen Labors, wonach Nawalny mit Nowitschok vergiftet worden sei. Ein interessanter Nebenaspekt, der nichts zu bedeuten hat: Vor Jahren zeichnete Dr. Patrick Masson für die französische Einrichtung im Rahmen der Task-Group verantwortlich. Heute ist er Professor an der Staatlichen Universität im russischen Kasan, forscht dort über Cholinesterase in Russland und der Sowjetunion; 339 Werke hat er bereits veröffentlicht. Erinnern wir uns: Nawalny soll mit einem Cholinesterasehemmer vergiftet worden sein. Ich will keine Schlüsse ziehen, nur anmerken: Ein Fluggast, der sich mit Nawalny vor dem Flug ablichten ließ, stammt aus Kasan, war nachher Hauptzeuge für BBC. Das mag Zufall sein.

An der der schwedischen Verteidigungsforschungsagentur (FOI) in Umeå leitet Dr. Åsa Scott die CBRN-Abteilung für Schutz und Sicherheit. Gegenüber AFP sagte sie: Neben Russland „ist es unwahrscheinlich, dass ein anderes Land, das das Übereinkommen (über das Verbot chemischer Waffen) unterzeichnet hat, diesen Nervenagenten bekommen kann“. Auf der Homepage der FOI sagt sie: „Ich kann bestätigen, dass wir am FOI in Umeå im Auftrag unserer deutschen Partner eine Analyse durchgeführt haben (…) Probenahme, Transport und Analyse wurden unter strenger Aufbewahrungskette nach Verfahren durchgeführt, die dem Status des FOI als akkreditiertes Labor entsprechen. Unsere Analyse bestätigt die früheren deutschen Ergebnisse. Die Blutprobe von Herrn Nawalny enthielt eindeutig einen Nervenwirkstoff aus der Novitschok-Gruppe.“

Dem deutschen Trivial-Medium Bild erklärte sie: „Darum sei man aus Umeå, etwa 500 Kilometer nördlich von Stockholm, den weiten Weg nach Berlin gereist, um die Probe selbst abzuholen. Wir haben Blutproben analysiert (…) Die Proben wurden entnommen und unter strenger Sorgfaltskette zum FOI transportiert, wobei Verfahren gemäß dem Status des FOI als akkreditiertes Labor befolgt wurden.“

So, nun haben also auch Dr. Åsa Scott und die Franzosen das „härtere“ Nowitschok bestätigt. Frau Dr. Scott, können Sie wissenschaftlich erklären, wie Sie dieses bislang unbekannte Nowitschok, eine „Entdeckung“ sozusagen, über die sich Forscher freuen, diagnostizieren konnten? Schließlich fehlen auch Ihnen in Ihrem FOI-Labor in Umeå jegliche „Referenzstandards und validierte Messprotokolle“. Sie besitzen rein gar nichts von diesem „neuartigen“ Nowitschok als Vergleichsmaterial in Ihrem Labor, da die Deutschen, geht man dem BND-Chef Kahl auf den Leim, es ja erst entdeckten. Und wie nun können Sie wissenschaftlich nachweisen, dass der „neuartige“ Stoff aus Russland kommt und nicht aus Porton Down?

So geht forensische Wissenschaft nicht, Frau Dr. Scott. Ihre Leistung besteht darin, so etwas wie eine selbstreferentielle Toxikologie betrieben zu haben; eine Wissenschaft, die allerdings erst noch erfunden werden muss.

All das führt uns direkt zur einer vorläufigen kriminalistischen Bewertung des Vorfalls um Herrn Nawalny. Ich behaupte, Deutschland, nicht Russland, muss sich erklären; vor allem zur Beweismittelkette (Chain of Custody). Die dokumentiert den Fluss von Spuren, Spurträgern über mehrere Stationen hin bis zur Einbringung als „originales“ Beweismittel. Nahmen schwedische und französische Experten vor Ort, mit eigenen Händen und Gerät Proben vom Körper des Geschädigten? Nahmen Dritte Proben und reichten sie zur Untersuchung weiter? Wurden in dem Fall der tatsächlichen Probe abweichende Blindproben mitgeliefert, um abzusichern, dass die Labore fehlerfrei arbeiten? Die Probenentnahme und -übergabe muss lückenlos nachweisbar sein, damit ausgeschlossen werden kann, dass „unterwegs“ keine Manipulationen stattfanden oder das manipulierte Proben in Umlauf gebracht worden sind.

Was die Experten in den Dritt-Laboren nicht nachgewiesen haben, ist Nervenkampfstoff in jenen Proben, die Herrn Nawalny in Omsk abgenommen wurden. Und da beginnt der Ermittler-Alltag: Allein die Feststellung, dass Herr Nawalny mit einem Nervenkampfstoff vergiftet worden ist, sagt nichts darüber aus, wann, wo, wie, warum, durch wen es zu dieser Vergiftung kam. Zu den Omsker Proben heißt es: „Alexej Nawalny wurde auf ein breites Spektrum an Drogen, synthetischen Substanzen, Psychodysleptika und pharmazeutischen Substanzen untersucht, einschließlich Cholinesterase-Hemmern – das Ergebnis war negativ.“ Zudem wurde der chemische Stoff 2-Ethylhexyldiphenylphosphat an Kleidung und Haut von Herrn Navalny gefunden; der könnte vom Kontakt mit einem Plastikbecher stammen. Die Hauptarbeitsdiagnose der Omsker Ärzte: Eine Stoffwechselstörung habe bei Herrn Navalny ein drastisches Absinken des Blutzuckerspiegels  verursacht – also ein medizinischer Notfall.

Natürlich muss sich die Bundesregierung auch zur Beweismittelkette (Chain of Custody) in Sachen dieser ominösen Wasserflasche, angeblich Eigentum von Herrn Nawalny, erklären, die wie aus dem Nichts in Berlin auftauchte. Der Fluss dieses extrem gefährlichen Spurenträgers, sollte an ihm Nowitschok gehaftet haben, aus dem fernen Sibieren bis ins Labor der Bundeswehr muss lückenlos dargestellt werden. Ebenso, wer die Flasche wo, wann, wie, warum, womit gesichert hat, durch welche Hände sie ging. Beweismittelfälschung, also einer Flasche in einem Hochsicherheits-Labor winzige Spuren von Nervengift beizubringen, ist kein Ding. So wie es auch kein Ding ist, Proben mit Körperflüssigkeiten im Nachhinein zu verfälschen. Also, die Beweislast liegt derzeit bei der Bundesregierung.

Noch steht Aussage gegen Aussage. Wir haben also im Vorkommnis Nawalny weder einen Tatort, noch die Tatzeit, noch einen dringenden Tatverdacht, noch konkrete Angaben zur angeblichen Tatwaffe und zum Täter. Die Deutschen behaupten zwar Nowitschok, verheimlichen indes, welche konkreten Substanz(en) an und im Körper von Herrn Nawalny sowie an der Trinkflasche gefunden wurden. Daher bieten sich aus kriminalistischer Sicht viele Möglichkeiten, wann, wo, wie Herr Nawalny „vergiftet“ worden ist: Auf dem Flughafen in Tomsk, im Flieger nach Omsk, in der dortigen Notfallklinik, im Flieger während des Transportes nach Berlin, in der Charité? Was ist im Intensivtransportwagen der Bundeswehr – wieso Bundeswehr und kein Rettungswagen? – geschehen, der Herrn Nawalny unter starkem Polizeischutz vom Flughafen in die Charité brachte? Diese Frage ist besonders pikant, da es das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr in München war, das nachher Nowitschok „zweifelsfrei“ entdeckte! Klärungshinweise dafür, ob Proben manipuliert wurden, kann nur ein Abgleich zwischen „deutschen“ und „russischen“ Proben bringen. Aus steht vor allem die Klärung, ob ein medizinischer Notfall im fernen Sibirien im Nachhinein auf europäischem Boden zum Kapitalverbrechen „umdiagnostiziert“ wurde.

Im dritten Teil wird das britisch-deutsche Interagieren im Fall Nawalny untersucht. Ebenso die Mission des deutschen, schwedischen und französischen Labors im Syrien-Krieg, also jener Labors, die bei Nawalny „zweifelsfrei“ Nowitschok feststellten, sowie die insgeheime Unterwanderung der OPCW durch britische Einflussagenten.

+++

Dieser Artikel erschien zuerst in einer kürzeren Version am 03. Oktober 2020 bei RT-Deutsch

Teil 3: Nawalnys Vergiftung, ein Puzzleteil im „Internationalen Brennpunkt Chemiewaffen“

Von Jürgen Cain Külbel.

Das Phänomen ist bekannt: der Konsument von True Crime, von „wahren Verbrechen“, fragt sich kopfschüttelnd, wieso Ermittler den Bezug zwischen Kapitaldelikten, die von einem Einzeltäter, meinetwegen einem Serienmörder, begangen worden sind, nicht sofort, sondern erst nach zäher Untersuchung oder durch Zufall erkannt haben. In der Realität ist das ein kriminalistischer Kraftakt, bei dem während der Fallbearbeitungen umfangreiche strategische, logistische, erkenntnistheoretische Probleme gelöst werden müssen. Nobody is perfect, noch immer wird nur jede zweite Mordserie als solche erkannt.

Ich sehe in dem Chemiewaffen-Zirkus, der die Welt seit 2013 in Syrien, Salisbury, Sofia, Russland in Atem hält, einen Zusammenhang, eine Art internationalen Kriminalitäts-Brennpunkt mit geheimdienstlichem Hintergrund. Politik, Militär, Geheimdienste des kriegführenden Wertewestens, sind meinem Stand der Dinge nach Drahtzieher dieser Verbrechen, nageln in Vorwärtsverteidigung, um der Klärung der Schuldfrage auszuweichen und zuvorzukommen, dreist die Gegnerschaft fest: Russland, Syrien, Putin, Assad. Und „Cutouts“ wie Bellingcat spiegeln mit ihren medialen Verbündeten Der Spiegel, New York Times etc. diese gewünschten Schuldzuweisungen. Die isolierte Betrachtung der Einzelfälle Skripal oder Nawalny, der Chemiewaffenvorgänge in Syrien, führen daher weder zu Hintergründen, Motiv noch Klärung der Täterschaft. Widmen wir uns trotzdem zuerst dem „Einzelfall“ Nawalny.

Nawalny, die Flasche und Porton Down

Die siamesischen Zwillinge Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel, das NATO-Propaganda-Outfit Bellingcat krempeln die Ärmel hoch, wenn aufs Neue ein Kapitalverbrechen Russland, dem Autokraten Putin, seinen Geheimdiensten angeschmiert werden soll. Eilfertig liefern sie „Interna“, werfen mit „Beweisen“ um sich, die nie welche sind, tröten gegen Kreml und Konsorten. Belingcats Anbindung an die britischen Ex-Militärnachrichtendienstlern Bob Seely und Hamish de Bretton-Gordon beschrieb ich im ersten Teil der Serie. Und Bellingcats „Top-Ermittler“, der dubiose Bulgare Christo Grozev, der mit dem Ex-Nachrichtendienstler Seely Händchen hält, ist gern gesehener Mitautor beim Spiegel. Kein Wunder, dass der ein unsägliches britisches und NATO-Gespür für GRU-Agenten entwickelte, die er mit dem Vorturner Bellingcat mit großem medialen Krach festnagelt. Wer es glaubt: Grozev, so die Mär, schafft die „Informationen“ über Open Source an: mittels Laptop versteht sich, in seiner Wiener Sherlock-Holmes-Wohnung. Wer es mag: Der britische Dienst könnte über sein „Cutout“ Bellingcat und über Grozev geschickt seine Spielmaterialien, also falsche, aber glaubhaft dargebotene Informationen, die regelmäßig die „russische Spur“ aufmachen, in den deutschen Mainstream lancieren. Könnte? Nein, dafür ist die Verbindung doch geschaffen geworden? Oder? Es bedarf dann nur noch williger transatlantisch und antirussisch formatierter „Investigativjournalisten“, die das Spielmaterial kritiklos aufschreiben, der Leserschaft als „Beweismaterial“ unterjubeln. Fertig.

Am 17. September 2020 schrieb der Spiegel: „Eine Wasserflasche trägt womöglich zur Aufklärung des Giftanschlags auf den Kremlkritiker Alexej Nawalny bei. Das Team des russischen Oppositionellen schildert in einem Post auf Instagram, es habe in Nawalnys Hotelzimmer in der sibirischen Stadt Tomsk eine Flasche sichergestellt, an der später Spuren des Nervengifts Nowitschok nachgewiesen worden seien. Nawalny war demnach bereits abgereist. Damit lässt sich der Zeitpunkt der Vergiftung des Politikers eingrenzen: „Sie muss noch vor seiner Abreise aus dem Tomsker Hotel erfolgt sein.“ Grozev twitterte am 17. September 2020 in Reaktion auf den Flaschenfund: „Offensichtlich wurde er vergiftet, bevor er das Hotel verließ; entweder durch die Flasche selbst oder durch Berühren eines anderen vergifteten Gegenstandes vor dem Berühren der Flasche. Angesichts der bekannten ‚Inkubationszeit‘ für Novichok wäre er am Morgen vor seiner Abreise dem Gift ausgesetzt gewesen (…) Dies bedeutet wiederum, dass es im Hotel passiert ist und das Gift am Abend zuvor oder – weniger wahrscheinlich – während des Schlafens angewendet worden wäre. In beiden Fällen wäre es für russische Ermittler leicht herauszufinden, wer in den Stunden vor seiner Abreise Zugang zu Nawalnys Zimmer hatte.

Die Flaschensage im Fall Nawalny wurde meines Erachtens aufgebaut, um hinterher den Tatverdacht auf des Spiegels und Bellingcats Lieblings-Geheimdienst lenken zu können: die russische Hauptverwaltung für Aufklärung GRU. Grozev suggeriert nämlich: es gibt Täter, Geheimdienstler, russische, die im Tomsker Hotel agierten, irgendwo Nowitschok anbrachen. Täter also, die nur noch vom britisch-bulgarisch-deutschen „Investigativverbund“ gefunden werden müssen. Eigentlich kein Ding für Bellingcat und Spiegel, die regelmäßig männliche GRU-Agenten dingfest machen. Blöd jedoch, dass der mephistophelische Ansatz „Hotel, Nowitschok, Flasche = GRU-Täter“ nicht mehr greift, weil nachher nicht eine einzige Person Schaden nahm durch das irgendwo in Tomsk angeschmierte, den Geschädigten Nawalny verbreitete extrem tödlich wirkende Nervengift; weder im Omsker Hotel Xander, noch auf dem dortigen Flughafen; auch nicht im Flieger nach Omsk. Weder in der Omsker Notfallklinik, im Rettungsflieger nach Berlin, noch in der Charité. Und dass die kontaminierte Flasche, die nach Angaben meiner Quelle im Cockpit des Rettungsfliegers von Omsk nach Berlin transportiert wurde, überhaupt keinen Kollateralschaden anrichtete, so wie es sich für das extrem tödliche Nowitschok ziemt, ist mehr als skandalös. Zumal es sich im Fall Nawalny um eine noch „härtere“ der bisher bekannten Formen handelte, wie der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, an der ersten Septemberwoche 2020 in geheimer Runde erklärte. Die Bellingcat-Hamburger mittendrin: „Nach Spiegel-Informationen soll es sich bei dem gegen Nawalny eingesetzten Giftstoff um eine Weiterentwicklung von bislang bekannten Zusammensetzungen des Nervenkampfstoffes Nowitschok handeln.“ Ein Stoff, der alles und jeden sofort umhaut? Oder war gar kein Nowitschok im Spiel, und wir sitzen lediglich einer der seit spätestens 2003 bekannten üblen Gaunereien westlicher Geheimdienste auf? Erinnert sei an den Magier-Auftritt des US-Kriegsverbrechers Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat, wo er mit weißem Pulver und Utensilien illusionierte, um Amerikas Krieg gegen Saddam Hussein Hand und Fuß geben zu wollen.

Wer stellt so „eine Weiterentwicklung von bislang bekannten Zusammensetzungen des Nervenkampfstoffes Nowitschok“ überhaupt fest? Der Spiegel berichtete bereits am 28. August 2020, die Ärzte der Berliner Charité haben sich an das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr in München (InstPharmToxBw) sowie an das britische Militärlabor in Porton Down gewandt, dort um Support zur Identifizierung des Giftes gebeten. Das Fachblatt Chemistry World zitierte am 3. September 2020 den Chemiker Andrea Sella vom University College London: „Experten weisen darauf hin, dass das deutsche Militärlabor, das derzeit Tests an Navalny durchführt, seine Ergebnisse mit dem britischen Verteidigungsforschungslabor Porton Down vergleichen wird, das an dem Fall der Skripals gearbeitet hat. ‚Wenn die verwendete spezifische Verbindung als genau dieselbe identifiziert wird, die bei Skripal und seiner Tochter verwendet wurde, wird dies nur die Dinge weiter zementieren, aber wenn es eine andere ist, schwächt das nicht wirklich den Fall, dass es Russland getan hat.“ Kamil Kuča, Toxikologe an der Universität von Hradec Králové in der Tschechischen Republik wusste am 8. September, dass die Salisbury-Probe vermutlich tiefe Einblicke in die Nowitschoks lieferte. Die britischen Behörden ‚wissen jetzt viel mehr über Toxizität, Nachweis und allgemeines Verhalten von Nowitschoks. Sie könnten ihre Ergebnisse mit ‚Freunden wie Deutschland teile. Mehrfache Anfragen des Autors, ob in der Nawalny-Probe eine Kooperation stattgefunden hat, wurden von Gary Aitkenhead, Geschäftsführer von Proton Down und vom Münchener InstPharmToxBw ignoriert.

Wir erinnern uns: das Labor in Porton Down „identifizierte“ nach Vorschlag des britischen Ex-Militärnachrichtendienstlers und Bellingcat-Verbündeten Hamish de Bretton-Gordon, Nowitschok als diejenige Substanz, mit der der Anschlag auf die Skripals im März 2018 in Salisbury exekutiert worden sein soll. Damit es nicht untergeht: de Bretton-Gordon identfizierte das russische Nervengift nicht nur innerhalb weniger Stunden nach dem Vorfall, sondern auch aus weiter Ferne – er befand sich damals auf einer Konferenz in Abu Dhabi. Als “rein russisches“ Nowitschok konnte es indes weder von Porton Down noch nachher von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) definiert werden. Was da manipuliert wurde, weiß keiner. Ich gehe von der Hypothese aus, dass das in Porton Down “gefundene” Nowitschok ein Eigenprodukt des Labors war, um den “Anschlag” auf die Skripals dem “russischen Staat” in die Schuhe zu schieben. Es geht die Saga um, britische Schlapphüte seien dem MI6-Spion Sergej Skripal auf die Schliche gekommen, weil der mit reichlich brisanten Informationen Ausgestattete seine Rückkehr nach Russland vorbereitet hatte. Als seine angeblichen GRU-Attentäter Chepiga und Mishkin am Abend des “Tattages” von London nach Moskau zurückflogen, war neben ihnen ein dritter Platz frei. Ein “älterer” Russe namens Fedotov, nach Bellingcat-Gewürge ein GRU-Agent, hatte Minuten vor dem Rückflug ausgecheckt. Möglicherweise wäre das Skripals Platz und die “Attentäter” seine Begleiter auf der Heimreise gewesen. Ein Versuch des Absetzens nach Russland, der, nachdem er aufgedeckt wurde, zum Nowitschok-Attentat umgestrickt worden war. Das zumindest erklärt Skripals völliges Verschwinden von der Bildfläche: als Verräter der Briten hat er keine Wahl.

Frei nach Austin Powers: NATO-Spione in geheimer Missionarsstellung?

Und erneut der Spiegel: “Bei den deutschen Sicherheitsbehörden geht man derzeit davon aus, dass nur ein russischer Geheimdienst Nawalny auf dem Weg zum oder am Flughafen selbst vergiftet haben kann. … Das Kalkül der Täter war es demnach, dass Nawalny noch an Bord des Flugzeugs sterben sollte.“

Mit schneller Nadel schlecht gestrickt: Der Nowitschok-Superspreader Nawalny sollte also auf seinem Sitz im Flieger sterben. Wieso leben seine Sitznachbarn Yarmisch, Pachomow, all die anderen Fluggäste, Ersthelfer, Mediziner?

BND, seid ihr aus der Übung, weil ihr das operative Geschäft nach langer Corona-Pause erst vor wenigen Tagen wieder aufgenommen habt? Oder treibt euch Vassallentreue um? Wie sagte MI6-Chef Alex Younger im Dezember 2018: Eines der ungeheuerlichsten Beispiele (…) war der Angriff in Salisbury, bei dem der russische Staat auf britischem Boden eine chemische Waffe von Militärqualität einsetzte (…) Unsere Verbündeten vertrauten nach dem Angriff von Salisbury auf unsere Geheimdienste” Am 15. Februar 2019 gaben die Chefs von BND, französischen DGSE, des britischen MI6 auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu Protokoll: “Die Chefs (…) sagten, dass alle drei Dienste weiterhin enge Verbündete sein würden, um Europa gemeinsam vor Bedrohungen wie Islamismus, Terrorismus, organisierter Kriminalität oder Cyberangriffen zu schützen”. Younger ergänzte: “Unsere Sicherheitsbeziehungen zu unseren europäischen Kollegen sind bedingungslos (…) Wir brauchen einander (…) Die Beziehung zwischen uns und unseren europäischen Partnern ist enger als je zuvor in meinen 30 Jahren als Geheimdienstoffizier.”

Auch in Sachen des verdeckten NATO-Krieges gegen Syrien hielten die Dienste zusammen. Westliche Anschuldigungen gegen Damaskus, Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt zu haben, führten 2017 und 2018 zu Raketenangriffen der USA, Frankreichs und Großbritanniens. “Der sogenannte Sarin-Angriff in Chan Scheichun war der Grund für einen US-Raketenangriff im April 2017. Trotz unschlüssiger und gefälschter Beweise, bei denen Menschen ungeschützt um den Sarin-Bombenkrater herumliefen und keine Überreste der Luftbombe gefunden wurden sowie vieler anderer Ungereimtheiten wurde die syrische Regierung vom Gemeinsamen Ermittlungsmechanismus (JIM) für schuldig befunden”, betonte seinerzeit der Ständige Vertreter Russlands bei den UN, Wassili Nebensja. Der BND widersprach: er sah seinerzeit Assads Luftwaffe hinter dem Giftgas-Einsatz, hatte „eigene Erkenntnisse“, schloss die Reihen mit seinen Brüdern Aggressoren Frankreich, USA, Großbritannien und deckte ihr verbrecherisches Tun.

Verquickung der Nawalny-Labore mit dem Syrien-Krieg

Aber nicht nur die westlichen Geheimdienste schmolzen zu einer Tatwaffe gegen Syrien und Russland zusammen. Auch die Labore in München, Porton Down, Frankreich, Umeå, die zur länderübergreifenden Task-Group der NATO gehörten, Nawalnys Proben untersuchten und die deutsch-britische(?) Nowitschok-These artig repetierten, sind längst in das Chemiewaffen-Theater in Syrien verquickt. Keine neutralen Labore also, die nach unvoreingenommener Analyse ein objektives Ergebnis liefern würden. Nein, es sind Labore der NATO-Verlierer, die ihrem russischen Bezwinger, der sie vom Kampffeld Syrien vertrieb, nicht das Schwarze unterm Fingernagel gönnen.

Das Institut für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung“ (FOI CBRN Defence and Security) in der nordschwedischen Stadt Umeå, das über 850 Forscher verfügt, kooperiert nach Eigendarstellung multilateral mit der Europäischen Union und der NATO im Rahmen der “Partnership for Peace”, was, kratzt man die Kreide aus dem Hals, bedeutet: im Rahmen der völkerrechtswidrigen Angriffskriege gegen Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien.

Åke Sellström, der am FOI in Umeå forschte, war Leiter des UN-Teams, das den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Ghouta am 21. August 2013 untersuchte; der nachher veröffentlichte Bericht enthält keine Schuldzuweisung. Der US-Investigativjournalist Seymour Hersh berichtete über enge Verbindungen zwischen der Türkei und der islamistischen Al-Nusra-Front, die gegen Assad und den IS kämpft. Die Türkei soll ein Programm der Al Nusra zur Entwicklung von Chemiewaffen unterstützt haben. Das Gas sei dann eingesetzt worden, um den Angriff Damaskus in die Schuhe zu schieben, so einen US-Militärschlag zu provozieren. Der damals in einem Geschäft für Frauenunterwäsche tätige Laie und Blogger Eliot Higgins konsultierte den britischen Ex-Nachrichtendienstler und Chemiewaffen-Experten Hamish de Bretton-Gordon und griff Hersh heftig an: Die Türkei sei nicht in den Giftgas-Angriff von 2013 verwickelt sondern Assad. Bald darauf gründete Higgins das NATO-Propaganda-Outfit Bellingcat.

Gern treffen sich europäischen Spezialisten mit ihren schwedischen, beispielsweise vom 8. bis 10. Juni 2016 in Stockholm, auf dem 12. International Symposium on Protection against Chemical and Biological Warfare Agents. Redner war auch de Bretton-Gordon, Verbindungsmann zwischen syrischen Weißhelmen, Londoner Regierung, Bellingcat, OPCW, diversen Laboren.

Oberst a. D. de Bretton-Gordon, Ex-Kommandeur des CBRN-Regiments, des Rapid Reaction CBRN Battalion der NATO, ehemals stellvertretender Direktor der Nachrichtendienstüberwachung und Aufklärungslandstreitkräfte im Londoner Verteidigungsministerium. war eine besondere Nummer innerhalb der britischen und NATO-Kriegsgelüste im Kampfgebiet Syrien. Oft war er dort selbst auf „Probensuche“, um Assads Giftgas-Angriff „nachzuweisen“. Seit spätestens 2013 arbeitet er nicht nur mit Eliot Higgins sondern auch „mit US-amerikanischen Netzwerken und britischen Zeitungen zusammen“, um immer wieder „chemische Proben aus Syrien zu schmuggeln zwecks Verifizierung in Großbritannien und Frankreich.“ In Großbritannien ist Porton Down dafür zuständig, in Frankreich der Service de Santé des Armées – beide gehören zur NATO-Task Group und „engagierten“ sich wohl auch in der Untersuchung der Nawalny-Proben.

Das Institute of Pharmacology and Toxicology der Bundeswehr in München, ebenfalls der NATO-Task Group angehörig, wird von Oberstleutnant Professor Dr. Horst Thiermann geleitet. Den Arbeitsgruppen für biomedizinische Spurenanalytik stehen die Chemikerin und Oberregierungsrätin Dr. Marianne Koller sowie der Chemiker und Regierungsdirektor Prof. Dr. Harald John vor. Oberstarzt Thiermann dürfte das Ergebnis der Untersuchung der Nawalny-Proben an die Bundesregierung weitergereicht haben, die dann am 2. September erklärte: Ein Speziallabor der Bundeswehr habe darin zweifelsfrei ein Nervengift der Nowitschok-Gruppe nachgewiesen.

Auch München dreht sich im syrischen Giftgas-Karussel: „Unser Institut gehört … zu den ersten Einrichtungen, die den Einsatz von Sarin im Jahre 2013 und den Einsatz von Schwefellost 2015 in Syrien bewiesen haben.“ Woher stammten die syrischen Proben? 2013, 2015 reiste nur einer „undercover“ nach Syrien: Hamish de Bretton-Gordon. Und zwar für den britischen MI6. Am 22. März 2013 hieß es in The Times: Porton Down untersuchte eine Probe auf Sarin, die „in einer geheimen Mission“ unter Beteiligung des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 aus Aleppo herausgebracht worden war. Syrische „Rebellen“ behaupteten, sie seien von der syrischen Armee mit der Chemiewaffe angegriffen worden. Beamte des US-Verteidigungsministeriums drangen auf Beweise. Laut Homeland Security Today vom 22. Mai 2015 „sammelte und analysierte (de Bretton-Gordon) Mitte April 2015 (erneut) Proben“, diesmal „von einem angeblichen Chlorangriff in Sarmin, Syrien“. Die wurden nachher von US-Botschafterin Samantha Power dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt. Präsident Obama ließ sich von den britischen Ergebnissen aber nicht beeindrucken – der von Londoner und Washingtoner Hardlinern ersehnte „game changer“, der Angriff einer „Koalition der NATO-Willigen“ auf Syrien blieb aus. De Bretton-Gordon arbeitete also Elementen in den Regierungen zu, die den Staat Syrien überfielen und Präsident Assad das Vergasen des eigenen Volkes anzudichten versuchten. Bei einem Treffen der „Freunde Syriens“ im Westminster-Palast am 13. September 2017 plauderte de Bretton-Gordon aus: „Ich bin heimlich in Syrien gewesen, um Beweise für Angriffe mit chemischen Waffen zu sammeln, und habe sie der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und der UNO übergeben.“

Die Unterwanderung der OPCW durch britische „Experten“ und Militärs

Zufälle gibt es: Am 19. August 2020, einen Tag vor der angeblichen Vergiftung von Nawalny, zeigte sich das Vereinigte Königreich gegenüber der OPCW spendabel und leistete „vier freiwillige Beiträge in Höhe von insgesamt 800.000 britischen Pfund, um eine Reihe von Großprojekten und Aktivitäten der Organisation zu unterstützen“. Damit avancierte Großbritannien neben Frankreich, Deutschland, Kanada zum Hauptsponsor der OPCW. Wer die Musik bezahlt, bestimmt, was gespielt wird! Momentan steht wohl „Großprojekt“ Nawalny an, denn die OPCW ist integriert in den Fall.

Eine Delegation war in der Berliner Charité, bekam dort Blut- und Urinproben des vergifteten Politikers zur weiteren Untersuchung ausgehändigt“. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte am 14. September 2020, Deutschland habe Speziallabors in Frankreich und Schweden „Proben von Herrn Nawalny“ zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse „liegen nunmehr vor und bestätigen den deutschen Nachweis“. Laut Seibert habe auch die OPCW Proben von Herrn Nawalny entnommen und die nötigen Schritte eingeleitet, um diese durch Referenzlabore der OVCW untersuchen zu lassen“. Unklar bislang die Umstände der Probenentnahme: Entnahmen Angestellte der Drittlabore/OPCW mit eigenen Händen Blut- und Urinproben aus Herrn Nawalnys Körper, benutzten sie eigene medizinische Geräte (Injektionsnadel, Probenbehälter)? Wurden ihnen Proben von bereits existierenden Proben übergeben oder zugestellt? Wurden ihnen in dem Fall Blindproben mitgegeben? Haben Angestellten der Drittlabore/OPCW mit eigenen Händen Proben von der mit Nowitschok kontaminierten Wasserflasche gezogen? OPCW und NATO-Labore sollten dringend erklären, welche Substanz sie fanden, die die bizarre Aussage zulässt, ein „härteres“ Nowitschok sei bei Nawalny eingesetzt worden. Aber da weiß man wohl schon Rat: Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter, ein Mann der NATO, Vorstandsmitglied von Atlantik-Brücke und Deutsch-britischer Gesellschaft hat die Verschleierung bereits eingeleitet: „Die Bundesrepublik dürfe die Daten nicht offenlegenwarteten. Sie könnten dann ableiten, mit welchen Analysemethoden gearbeitet wurde.“

Auch den britischen Giftfingern innerhalb der OPCW müssen die Klauen beschnitten werden. Wir erinnern uns: Im syrischen Duma soll es am 7. April 2018 zu einem Giftgasangriff gekommen sein, der über 40 Menschen tötete. Der Westen machte Damaskus verantwortlich; USA, Frankreich, Großbritannien flogen als „Vergeltung“ Luftangriffe. Die OPCW machte nachher ebenfalls das syrische Militär verantwortlich. Zweifel von OPCW-Whistleblowern wurden von hochrangigen OPCW-Funktionären unterdrückt, der dazugehörige Bericht aus dem Archiv des Dokumentenregisters der OPCW gelöscht. Laut einem Whistleblower sei der Abschlussbericht so manipuliert worden, „dass Ergebnisse zustande kamen, die dem entsprachen, was sich die USA, Großbritannien und Frankreich von dieser Untersuchung erhofft hatten. Die Beweise allerdings unterstützten diese Ergebnisse aber nicht.“ OPCW-Generaldirektor Fernando Arias bezeichnete die Whistleblower als unglaubwürdig und „abtrünnig“. Gelten ließ Arias jedoch die „Ergebnisse“ des OPCW Team Alpha, das den Vorfall untersuchte und zu dem Schluss kam: Assads Truppen waren es. Dazu gehörte der britische Inspekteur Stephen Peter Wallis, 2008 bis 2010 im Police National CBRN Centre in Wiltshire, Porton Down tätig, Absolvent der Royal Military Academy Sandhurst und enger Bekannter des Chemiewaffen-und Nachrichtendienst-Faktotums Hamish de Bretton-Gordon. Nach Duma kroch er 2018 im Londoner Verteidigungsministerium unter, wo auch de Bretton-Gordon Chefberater in Sachen Chemiewaffen in Syrien, Salisbury. Sofia, Tomks, Omsk, Berlin ist.

Wallis Mitstreiter im Team Alpha war der Brite Leonard Arthur Philips, der in den Niederlanden und in Wales lebt. Phlilips traf sich im Rahmen der Untersuchung des Vorfalls mit dem Gründer der Weißhelme, dem korrupten Suizidenten und Ex-Nachrichtendienstler James Le Mesurier in der Türkei zur „Zeugenfindung“. Le Mesurier, das ist bekannt, war der langjährige Freund von de Bretton-Gordon. Ich kann es nicht behaupten, doch wird gemunkelt, dass Phillips und de Bretton-Gordon die Firma PhBG Consultants Ltd. (Ph – Phillips, BG – Bretton-Gordon) führen. Nach meinen Ermittlungen gab Philips zudem OPCW-Interna weiter an Professor Gregory Koblentz, den Direktor des Biodefense Graduate Program an der George Mason University, Fairfax, Virginia, USA. Koblentz stellte den direkten Kontakt zwischen Bellingcat und Phillips her. Der lieferte „vertrauliche“ OPCW-Informationen, die das NATO-Propaganda-Outfit zur Irreführung der Öffentlichkeit im Fall Duma benutzte.

Indizien für einen „Internationalen Brennpunkt Chemiewaffen“, der weit umfassender und noch unerforscht ist, liegen auf der Hand. Ebenso, dass die Haupttäter in London sitzen, der Beginn des Brennpunktes im Jahre 2013 zusammenfällt mit der Entlassung des Chemical-Oberst de Bretton-Gordon ins zivile Leben, damit der sich mit James Le Mesurier auf dem syrischen Schlachtfeld umtun kann.

„Proben“ zum Fall Nawalny in den Händen der NATO-Labore, der unseriösen, allzeit unterwanderten OPCW, allesamt Kriegsgegner Russlands, bedeuten nichts Gutes. Vielmehr dürften sie einen anglo-sächsischen MI6-Stallgeruch haben. Für das noch zu erwartende OPCW-Untersuchungsergebnis gilt daher: Nicht jeden Dreck fressen. Der im Syrien-Krieg von Russland geschlagene transatlantische Kriegerverbund tritt lediglich zurück. Ganz im Sinne von Pompeos CIA: Wir lügen, wir betrügen, wir fälschen.

+++

Dieser Artikel erschien zuerst in einer kürzeren Version am 06. Oktober 2020 bei RT-Deutsch

Der Autor:
Jürgen Cain Külbel, 1956 in Thüringen geboren. Studium der Kriminalistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, 
Kriminalist von 1974 bis 1988. Freiberuflicher Journalist für Junge Welt, Neues Deutschland, Al Watan, Ad Diyar, RT Deutsch u. a. 2006 Buchveröffentlichung „Mordakte Hariri“, die in der arabischen Edition zum Bestseller avancierte.

Investigative Artikel zu den „Vergiftungsfällen“ Skripal und Nawalny, dem Chemiewaffen-Theater in Syrien, zu britischen Geheimdienstmachenschaften bei RT Deutsch

Rubikon: Ganz großes Kino Die Vergiftung Alexej Nawalnys

Das Wunder von Berlin

Die Medienerzählung von der Vergiftung Alexej Nawalnys durch Mächte des Bösen und seine Genesung in einem deutschen Krankenhaus ist ganz großes Kino.

Es klingt wie das Skript eines Politthrillers — aber eines schlechten: Ein russischer Oppositioneller wurde von Schergen des dunklen Lords mitten im Gedränge eines Flugzeugs vergiftet, ohne dass der Täter oder andere Passagiere Schaden erlitten. Nach einer Notlandung und einer Zeit im künstlichen Koma wurde das Opfer in einem deutschen Krankenhaus von heldenhaften Ärzten binnen kurzer Zeit hochgepäppelt. Kamerawirksam von der Bundeskanzlerin am Krankenbett besucht, gibt er schnell wieder Interviews und ist wohlauf. Wunder gibt es immer wieder. Ist für die „Nowitschok-Theorie“ nach dieser erstaunlichen Genesung noch Raum? von Wladislaw Sankin

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

https://www.rubikon.news/artikel/das-wunder-von-berlin

Wie ratlos die Ärzte im Fall Nawalny eigentlich sind, zeigte das Interview des Chefs von Cinema for Peace Jaka Bizilj. Laut seiner Darlegung geht inzwischen ein Teil der Ärzte aufgrund der extrem kurzen Wirkzeit von Nowitschok davon aus, dass die mutmaßliche Nowitschok-Vergiftung erst direkt im Flugzeug erfolgt sein müsste. Zuvor wurde die Vergiftung im Hotel der Stadt Tomsk oder im Flughafen-Café vermutet. Diese Version ist aber die problematischste von allen.

Wie konnte der unbekannte Täter Nawalny in dem Gedränge des Flugzeugs mit der geringen Dosis einer Massenvernichtungswaffe so vergiften, dass weder er selbst noch Nawalnys Sitznachbarn zu Schaden kamen?

Und vor allem: Wie konnte der Vergiftete dann die Giftspuren am Flaschenhals hinterlassen, wenn die Wasserflaschen, die angeblich Nowitschok-Spuren aufweisen, im Hotel geblieben sind? Laut Medienberichten hat das Bundeswehrlabor Giftspuren nicht nur im Blut und Urin, sondern auch an den Händen Nawalnys und am Flaschenhals gefunden.

Außerdem meldete Nawalnys Pressesprecherin Kira Jarmysch nichts Verdächtiges im Flugzeug. Nawalny saß die ganze Zeit, bevor ihm schlecht wurde, zwischen ihr und einem anderen Nawalny-Mitarbeiter. Je mehr die „eingeweihten Kreise“ an Informationen durchsickern lassen, desto schwieriger wird es, die Version aufrechtzuerhalten, dass Nawalny mit einem Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sei.

Ärzte im Schatten

Etwaige Schwierigkeiten, Diagnosen oder Vergiftungsversionen gegenüber der Öffentlichkeit zu begründen, könnten der Grund sein, warum die Ärzte einer so angesehenen Klinik wie der Charité nun im Fall Nawalny lieber anonym bleiben. Im Unterschied zu den Ärzten aus Omsk und Moskau, die Nawalny in den ersten zwei Tagen seiner Erkrankung erste Hilfe leisteten und seinen Zustand stabilisierten, sind ihre Namen der Öffentlichkeit nicht bekannt. Es war Nawalny selbst, der den Namen seines Arztes in einem Instagram-Beitrag preisgab.

„Noch mal besten Dank dem ganzen Team der Charité-Klinik und dem Professor Eckardt persönlich“, schrieb er in seinem rührseligen Posting.

Laut der Webseite der Klinik gibt es nur einen Professor Eckardt in der Charité: Prof. Dr. med. Kai-Uwe Eckardt, Facharzt für Physiologie, Innere Medizin, Nephrologie, Intensivmedizin & Notfallmedizin, Hypertensiologe DHL. Sein Team und er arbeiten in der medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin.

Im Gegensatz zum Chefarzt der Omsker Ersten Notfallklinik und seinem Stellvertreter gab er keine Abschlusskonferenz zu Krankheitsverlauf, Zustand und Diagnosen des zu entlassenen Nawalny. Möglicherweise werden die Ärzte von diesem und seiner Familie aus Datenschutzgründen daran gehindert, ausführlicher über dessen Gesundheit zu berichten. Diese ist aber längst keine Privatsache mehr, sondern eine, die die Weltpolitik bewegt. Das Öffentlichkeitsinteresse ist enorm. Aus diesem Grund scheinen Verweise auf Datenschutz viel eher ein vorgeschobener Vorwand zu sein, um den politisch gewollten Vergiftungsvorwurf mit streng dosierten Informationen aufrechtzuerhalten.

Folgende Annahme spricht für diese These: In einem ganz ähnlichen Fall vor zwei Jahren verlief die Klinik-Kommunikation ganz anders. Wie auch im Fall Nawalny, brachte im September 2018 die PR-Agentur Cinema für Peace den Pussy-Riot-Aktivisten Pjotr Wersilow mit einem Spezialflugzeug von Moskau nach Berlin in die Charité. Der damalige Chef der Klinik, Karl Max Einhäupl, berichtete fünf Tage nach der Einlieferung des Aktivisten in der Charité zusammen mit Prof. Eckardt ausführlich über den Gesundheitszustand Wersilows (YouTube-Link zu einem Phoenix-Video hier). Wie auch bei Nawalny, war Eckardt Wersilows behandelnder Arzt.

Bild

Prof. Dr. med Kai-Uwe Eckardt berichtet vom Zustand des Politaktivisten Pjotr Wersilow. Er ist auch Nawalnys behandelnder Arzt. Foto: Screenshot Phoenix.

Und ebenso wie bei Nawalny wurde bei Wersilow eine Vergiftung vermutet. Obwohl die Charité in seinem Blut keine Toxine fand, ist Wersilow nach wie vor überzeugt, dass er vergiftet wurde. „Das Putin-Regime schreckt nicht davor zurück, unliebsame Kritiker mundtot zu machen“ — so leitete die Deutsche Welle ihren jüngsten Beitrag über Wersilows angebliche Vergiftung ein.

Zurück nach Moskau kam Wersilow, wie er selbst in einem Interview zugab, in einem noch „besseren Zustand“ als vor der Erkrankung. Auch für Nawalny stellt die Charité eine optimistische Prognose aus:

„Die behandelnden Ärzte halten aufgrund des bisherigen Verlaufs und des aktuellen Zustandes des Patienten eine vollständige Genesung für möglich.“

Nawalnys Stabschef Leonid Wolkow bestätigte diese positive Tendenz am Montag in einem Interview aufs Neue: „Die Genesung verläuft wirklich schneller als erwartet, und das ist natürlich eine gute Nachricht. Die Ärzte sind sehr zufrieden.“

„Nicht ernsthaft betroffen“

Wir erinnern uns: Nawalny wurde, wie die Zeit am 9. September schrieb, angeblich „mit einer neuartigen Weiterentwicklung der Chemiewaffe Nowitschok vergiftet — einer Variante, die die Welt bis zu diesem Anschlag nicht kannte, die aber bösartiger und tödlicher sein soll als alle bekannten Ableger der Nowitschok-Familie“.

Angesichts dieser Dramatik ist es nur umso verständlicher, dass die Berliner Nawalny-Ärzte die Öffentlichkeit meiden. Die Frage, ob es Nawalny nicht „zu gut“ geht nach der Vergiftung mit der „bösartigsten und tödlichsten“ Massenvernichtungswaffe, kommt einem unweigerlich in den Sinn. Wie der Diplomat und Vertreter Russlands bei der OPCW, Alexander Schulgin, letzte Woche sagte: Obwohl Nawalny anscheinend abgenommen und ein „müdes Aussehen“ habe, scheine er „nicht ernsthaft betroffen zu sein“, was „definitiv nicht zu den Symptomen der Exposition mit dem tödlichsten Nervenwirkstoff passt“.

Am 7. September teilte die Charité in ihrem fünften Statement mit, dass Nawalny aus dem künstlichen Koma erwacht sei — ohne genaue Zeitangabe, wann dies geschah. In seinem fünften Beitrag auf Instagram nach dem Erwachen schrieb Nawalny am 23. September, dass er 18 Tage im Koma lag. In seinem nächsten Beitrag, der am selben Tag erschien, schrieb er dann aber, dass es 16 Tage waren. Jedenfalls wurde er nach eigenen Angaben frühestens am 4. September aus dem Koma geholt — drei Tage vor der Charité-Meldung. Angesichts dieser Unstimmigkeiten ist die Frage durchaus berechtigt, ob das tatsächliche Erwachen Nawalnys auch an einem anderen, noch früheren Datum stattgefunden haben könnte.

Timoschenko-Schwindel

Wie fest die Universitätsklinik Charité in den Berliner Politbetrieb involviert ist, zeigte eindrücklich die Geschichte um die medizinische Betreuung der damals inhaftierten ukrainischen Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Das war in den Jahren 2012 bis 2014. Als klar wurde, dass sie trotz des Drucks der Bundeskanzlerin nicht aus der Haft im ostukrainischen Charkow entlassen wird, wurde Timoschenko im Jahr 2012 von einer hochrangigen Ärzte-Delegation der Charité ein mehrfacher Bahnscheibenvorfall diagnostiziert. Eine Operation in Berlin sei dringend notwendig, behaupteten die deutschen Ärzte. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass eine Therapie bis zu sechs Monate dauern wird“, sagte Klinik-Chef Einhäupl damals. Timoschenko galt jahrelang als Protegé der Kanzlerin.

Als Timoschenko nach dem Maidan-Umsturz freikam, kam sie im März lediglich zu einer Therapie nach Berlin, die auch noch wenige Tage dauerte. Nach der Behandlung stieg sie sofort in den Präsidentschaftskampf ein und tauchte nie wieder mit Gehhilfe oder im Rollstuhl sitzend in der Öffentlichkeit auf. In der Ukraine gilt sogar vielen Maidan-Anhängern die „Erkrankung“ von Timoschenko als großer, von den Berliner Ärzten unterstützter Schwindel.

Bild

Der damalige Charité-Chef Karl Max Einhäupl präsentiert 2012 auf einer Pressekonferenz die Röntgenbilder der an Rückenschmerzen leidenden Julia Timoschenko. Trotz dieser Belege bleibt die Krankheitsgeschichte der Politikerin umstritten. Im Fall Nawalny fehlen jegliche Belege.

Wann ist Nawalny aus dem Koma erwacht?

Aber zurück zur Causa Nawalny. Jedenfalls wirken die Statements der Charité wie abgestimmt mit den Erklärungen der Bundesregierung. Das vierte Statement am 2. September wurde zeitlich exakt zwischen den Presseauftritten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Außenminister Heiko Maas und der Presseerklärung von Bundeskanzlerin Merkel um 17.15 Uhr platziert. Darin hieß es:

„Gesundheitszustand von Alexej Nawalny weiterhin ernst (…) Mit einem längeren Krankheitsverlauf ist zu rechnen. Langzeitfolgen der schweren Vergiftung sind weiterhin nicht auszuschließen.“

Das vorherige dritte Statement lag fünf Tage zurück, das nächste, über das Erwachen aus dem Koma, folgte fünf Tage später am 7. September. Das Erscheinen der vierten Presseerklärung der Charité zwischen zwei weltbewegenden Regierungsstatements, denen zufolge Nawalny „zweifelsfrei“ mit einem Nervenkampfstoff mit russisch klingendem Namen vergiftet wurde, war ein auffälliges Zusammentreffen.

Bild

Das Charité-Statement am 2. September erschien um 17.15 Uhr, exakt zwischen zwei Auftritten der Bundesregierung.

Es waren nur drei Tage vergangen, als der Bellingcat- und Spiegel-Autor Christo Grozev in einem Insider-Artikel schrieb, Nawalny habe sich vollständig erholt:

„Wie aus unseren Quellen bekannt wurde, erholte sich Alexej Nawalny am Dienstag vollständig, nachdem er aus dem medizinischen Koma geholt worden war. Sein Gesundheitszustand ist besser, als man in einer solchen Situation erwarten würde.“

Der Tag, von dem Grozev spricht, war der 8. September — ein Tag nach der vierten Charité-Meldung über das Erwachen aus dem Koma. Am 7. September hieß es noch:

„Das durch Medikamente aufrechterhaltene künstliche Koma des Patienten konnte beendet werden. Der Patient wird schrittweise von der maschinellen Beatmung entwöhnt. Er reagiert auf Ansprache. Langzeitfolgen der schweren Vergiftung sind weiterhin nicht auszuschließen.“

Wie viel Zeit muss bei einem Komapatienten zwischen einer Reaktion auf Ansprache und einer „vollständigen Erholung“ vergehen? Auch ein Laie würde hier nicht von Tagen, sondern von Wochen ausgehen.

Aber Grozevs Behauptung einer „vollständigen Erholung“ dementierte die Charité nicht. Es dauerte danach von der fünften Meldung am 7. September bis zur siebten und damit letzten am 22. September nur noch 15 Tage, bis Nawalny mit einer optimistischen Prognose aus der Klinik entlassen wurde.

In diesem Zeitraum postete Nawalny seine Fotos und meldete sich mehrmals mit ausführlichen ironischen Beiträgen auf Instagram, Twitter und seinem Blog persönlich zu Wort. Die Beiträge des kürzlich aus dem Koma erwachten Patienten waren nicht nur scharfsinnig und sogar poetisch. Vor allem zeigten sie ein feines Gespür für Selbstinszenierung. Er schrieb, wie langsam sein Gedächtnis zurückkomme, dass er immer noch nicht tippen könne oder dass seine Beine beim Gehen zitterten, wobei er sich im Gehen ablichtete.

„Woher stammen sie (Worte) im Kopf? Wo finde ich ein Wort, und wie mache ich es so, dass es irgendwas bedeutet?“, lautete ein typischer Nawalny-Satz.“

Die Ärztin mit langjähriger Erfahrung für Anästhesiologie und Reanimatologie, Rimma Serebrjanaja, berichtete in einem Videointerview zum Fall Nawalny über ihre Erfahrung mit Koma-Patienten. Ihr zufolge ist es praktisch unmöglich, dass man fast unmittelbar nach einem Koma aufstehen und gehen kann. Die Genesung sei ein langer Prozess.

„Im Laufe der Jahre habe ich nicht erlebt, dass man schmerzfrei und schnell quasi von einem Tag auf den anderen aus dem Koma erwachen kann. Weil es sich um eine Polyorgan-Symptomatik handelt. Alle Organe und Systeme leiden darunter. Neben der Tatsache, dass die Muskeln verkümmern, ist auch der Stoffwechsel gestört. Die Stoffwechselprozesse erholen sich nur sehr langsam. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Koma handelt, das mit schädlichen Substanzen von außen in Verbindung gebracht wird.“

Es ist zum einen durchaus wahrscheinlich, dass Nawalny noch früher als von ihm selbst angegeben (am 4. September) aus dem Koma erwachte. Eine Meldung über das Erwachen mitten in der Medienhysterie, die schon Ende August brodelte und nach der „Nowitschok-Meldung“ der Bundesregierung am 2. September erst recht hochkochte, käme den Urhebern der aktuellen Vergiftungstheorie recht ungelegen.

Strafmaßnahmen gegen Russland und die Pipeline Nord Stream 2 müssten nach einer medial-politschen Wirkzeit begründet und auf den Weg gebracht werden.

Zum anderen spricht auch der Krankheitsverlauf wohl ohne bleibende Schäden für die Gesundheit immer deutlicher gegen eine Vergiftung mit einem „tödlichen“ Nervenkampfstoff.

Glückliche „Zufälle“ …

Nun fragen sich selbst die Journalisten jenes Mediums, das die Theorie einer Nowitschok-Vergiftung bei Nawalny noch am 26. August als Erstes in die Welt setzte: Hat sich Nawalny ungewöhnlich schnell erholt?

„Da wäre zunächst die verabreichte Dosis des Giftes. (…) Gut dosieren ließe sich die Aufnahme von Nervenkampfstoffen in den Körper nicht. Nawalny habe womöglich durch Zufall eine vergleichsweise geringe Dosis abbekommen“, sagte Marc-Michael Blum, ehemaliger Leiter des Labors der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), dem Spiegel.“

Worin so ein „Zufall“ bei der Dosierung eines extrem gefährlichen Giftes bestehen könnte, erklärte der Experte nicht. Aus einem ZeitBericht wissen wir, dass Nawalny seinen Zusammenbruch dank „glücklichen Umständen“ wie der schnellen Notlandung und dem schnellen Eintreffen des Rettungsteams überlebte. Nun war auch noch die nicht tödliche Dosierung einem „Zufall“ geschuldet. Auch Nawalny selbst schrieb in seinem letzten Instagram-Beitrag von einer „Kette glücklicher Zufälle“.

So viele Zufälle bei einer so kurzen Geschichte gibt es allerdings nicht im realen Leben, sondern höchstens in einem zweitklassigen Film.

Wie ein schlechter Scherz mutet deshalb der Name des Vereins an, der Nawalny nach Deutschland brachte — Cinema for Peace. Das große „Kino“ um den Fall Nawalny — mit all seinen Flaschen-Videos dilettantischer Hobby-Ermttler, Instagram-Stories, unbelegten Vorwürfen, ausbleibender Ärzte-Kommunikation, Einstreuungen der Geheimdienste, bürokratischem Hickhack und daraus folgenden Drohungen und der Schaffung eines Kalten-Kriegs-Klimas – hat mit Frieden wahrlich nichts zu tun.

Auf jeden Fall ist es offensichtlich auch kein Zufall, dass der Spiegel, der Trends im Nawalny-Narrativ setzt, seine Sprachbilder zunehmend aus dem Kino-Vokabular nimmt.

Der Fall Nawalny entwickele sich zu einem Politthriller, heißt es, als von einem heimlichen Besuch der Bundeskanzlerin bei Nawalny im Krankenhaus berichtet wird.

… und Wunder!

Auch ein anderes Wort fällt als Erklärungshilfe auffällig oft: Wunder. Nawalny beschreibt auf Instagram das Wirken der Ärzte als „Wunder“. Ein Mitstreiter pflichtet ihm bei: „Es gab viele verschiedene Kleinigkeiten, die zu diesem Wunder beigetragen haben“, sagte Stabschef Wolkow, als er sich bei Merkel und Deutschland für die Rettung des Oppositionellen bedankte.

„Die Ärzte aber arbeiteten am Wunder mit ihm“, schreibt der Tagesspiegel über die Entlassung Nawalnys. Auch die BZ schreibt von einem Wunder. Und natürlich die Bild: „Nawalny spricht über sein Krankenhaus-Wunder“.

Bild

Foto: Screenshot

Die wundersame Heilung Nawalnys von den denkbar schwersten Folgen einer Kampfstoff-Vergiftung erinnert sehr an eine andere prominente Geschichte einer angeblichen Nowitschok-Vergiftung: an jene im englischen Salisbury im März 2018. Als der britische Ex-Doppelagent Sergei Skripal Ende Mai aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sagte der Facharzt auf der Intensivstation Stephen Jukes in einem BBC-Interview:

„Die Geschwindigkeit, mit der sich beide Skripals erholt haben, ist eine sehr angenehme Überraschung gewesen, die ich selbst nicht völlig erklären kann.“

Die deutschen Medien titelten damals entsprechend: „‚Nicht völlig erklärbar‘: Dass Skripal lebt, ist fast ein Wunder“. Trotz penetranter Berichterstattung über eine Vergiftung „durch den russischen Staat“ zeigten die britischen Behörden die Vergiftungsopfer — von einem kurzen Erscheinen Julia Skripals in einem Video abgesehen — nie und ließen sie später völlig aus der Öffentlichkeit verschwinden.

Wenn eine für den Politikbetrieb relevante Geschichte trotz Mangels an Beweisen, überprüfbaren Informationen und schlüssigen Argumenten immer weitergesponnen werden muss, dann bleibt nichts anders übrig, als irgendwann mal zum Irrationalen zu greifen. In diesem Paradigma wird das Geschehen durch Zufälle und Wunder gelenkt. Und je mangelhafter und kritikwürdiger die der Öffentlichkeit aufgetischte Vergiftungstheorie wird, desto dogmatischer wird der Umgang mit deren Kritikern.

Wie von der Kanzel eines Hohepriesters wird von höchster Stelle der Exekutive in der Bundesrepublik etwas verkündet, das keine Beweise brauche, weil sie „zweifelsfrei“ seien. Selbst für die Existenz Gottes versuchte man in der Zeit vor der Aufklärung Beweise zu finden.

Was passiert also im Fall Nawalny, wenn man rechtsstaatliche Prinzipien, kritische Medienarbeit und ehrlichen ärztlichen Austausch über den Haufen wirft und zur Mystifizierung greift? Erleben wir jetzt gerade einen Rückfall und sind in einem Hexenprozess gelandet? Diese Parallele drängt sich geradezu auf, wenn man die sprachliche Äquilibristik im Umgang Deutschlands mit dem Fall Nawalny mit kritischem Blick betrachtet.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Artikel erschien zuerst unter dem Titel „Das ‚Wunder‘ von Berlin: Alexej Nawalny, seine Genesung und das große Kino“ auf RT Deutsch.

Wichtiger Hinweis von rubikon.news

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Rubikon10 an die Rubikon 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten: rubikon.news/unterstuetzen

RT DE: Doku: Propagandafabrik Hollywood

Als größte Filmindustrie der Welt ist Hollywood zu einflussreich, um sich aus der Politik herauszuhalten. Liebe und Hass auf Verlangen, rigide Zensur und Verunglimpfung politischer Gegner sind die Realitäten der weltweit bekannten „Traumfabrik“.

Kommentar der Redaktion: RT-Deusch, inzwischen umbenannt in RT DE, ist ein von Russland finanzierter, deutschsprachiger Sender und ist genauso mit Vorsicht zu genießen wie das deutsche Staatsfernsehen. Eine Auseinandersetzung mit der russischen Sicht auf die Dinge schützt uns vor der eignen Betriebsblindheit. Nachrichten von RT-Deutschland als Propaganda und die deutsche Sichtweise als „Qualitätsjournalismus“ zu bezeichnen ist anmaßend. In der DDR und im Dritten Reich waren ausländische Medien verboten, eine verbale Diffamierung ausländischer Medien sind ein erster Schritt in diese Richtung.
YouTube Kanal RT DE | Webseite de.rt.com

dpa: Maas: Desinformation in Corona-Krise «auch aus der russischen Sphäre»

Brüssel (dpa) – Fake-News-Kampagnen gegen die EU rund um das Coronavirus kommen nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas auch aus Russland. Die EU müsse sich mit vorsätzlich und organisiert verbreiteten Desinformationen – «auch aus der russischen Sphäre»

lesen Sie weiter auf -> krankenkassen.de

Kommentar der Readaktion: Es ist beschämend, dass Maas auch noch in dieser Situation gegen Russland hetzt, statt die Sanktionen aufzulösen, geht es um diese Desinfomation oder diese oder diese Russland sendet 60 Tonnen medizinische Hilfsgüter an die USA oder diese Von Russland mit Liebe – und Kalkül?

Kommentar der Redaktion: RT-Deusch, inzwischen umbenannt in RT DE, ist ein von Russland finanzierter, deutschsprachiger Sender und ist genauso mit Vorsicht zu genießen wie das deutsche Staatsfernsehen. Eine Auseinandersetzung mit der russischen Sicht auf die Dinge schützt uns vor der eignen Betriebsblindheit. Nachrichten von RT-Deutschland als Propaganda und die deutsche Sichtweise als „Qualitätsjournalismus“ zu bezeichnen ist anmaßend. In der DDR und im Dritten Reich waren ausländische Medien verboten, eine verbale Diffamierung ausländischer Medien sind ein erster Schritt in diese Richtung.
YouTube Kanal RT DE | Webseite de.rt.com

NZZ: Russland, China und Kuba helfen Italien im grossen Stil – die Europäer sind zurückhaltender

Verschiedene Länder schicken Ärzte und Pfleger in die vom Coronavirus am schwersten betroffenen Gebiete in Norditalien. Sie setzen damit politische Zeichen.

lesen Sie hier weiter -> nzz.ch

RT DE: Putin beim Österreichischen Rundfunk

Im Rahmen seines Arbeitsbesuches nach Wien hat der russische Präsident Wladimir Putin dem österreichischen Fernsehmoderator Armin Wolf ein Interview gegeben. Teilweise war das Gespräch so angespannt, dass Putin auf Deutsch umsteigen musste, um den Interviewer zu bitten, ihn nicht permanent zu unterbrechen. Der Präsident forderte von den USA deutliche Schritte des Entgegenkommens bei der Denuklearisierung Nordkoreas und verteidigte die Rolle seines Landes im Ukraine-Konflikt.