Rubikon: IWF und Weltbank – Mörderische Bankgeschäfte

Unter dem Deckmantel der Armutsbekämpfung betreiben IWF und Weltbank eine skrupellose Strategie der Ausbeutung im globalen Maßstab.

Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) arbeiten reibungslos Hand in Hand. Sie verleihen nicht nur regelmäßig riesige Geldsummen an Horrorregime auf der ganzen Welt, sondern erpressen darüber hinaus auch arme Nationen, drakonische Bedingungen zu akzeptieren, die vom Westen auferlegt werden. Mit anderen Worten: Weltbank und IWF machen sich der grausamsten Menschenrechtsverletzungen schuldig. Auch die diversen Corona-Wellen dienen zur massiven Umverteilung des Reichtums von unten nach oben. (von Peter König)

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

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Wenn man den edlen Satz über dem Eingang der Weltbank liest, kann man das selbstverständlich nicht erkennen: „Unser Traum ist eine Welt frei von Armut.“

Zu dieser Heuchelei kann ich nur hinzufügen: „ … und wir sorgen dafür, dass dies auch nur ein Traum bleibt.“ Die Heuchelei zeigt sowohl die Lüge als auch den kriminellen Charakter der beiden internationalen Finanzinstitutionen. Sie wurden im Rahmen der Charta der Vereinten Nationen geschaffen, werden aber von den USA angeführt.

Das Erscheinungsbild dieser Institutionen ist brillant. Was ins Auge fällt, sind Investitionen in die soziale Infrastruktur, in Schulen, Gesundheitssysteme, in Grundbedürfnisse wie Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, sogar in den Umweltschutz — über allem steht „Poverty Alleviation“, das heißt eine Welt frei von Armut. Aber wie verlogen das heute ist und bereits schon in den 1970er- und 1980er-Jahren war, ist verblüffend.

Allmählich öffnen die Menschen die Augen für eine erbärmliche Realität der Ausbeutung und Nötigung und der schlichten Erpressung.

Und das unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UNO). Was sagt Ihnen das über das UNO-System? In welchen Händen sind die Vereinten Nationen?

Die Weltorganisation UNO wurde am 24. Oktober 1945, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, in San Francisco, Kalifornien, von 51 Nationen gegründet, die sich der Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, der Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen und der Förderung des sozialen Fortschritts, eines besseren Lebensstandards und der Menschenrechte verschrieben hatten.

Die UNO ersetzte den Völkerbund, der nach dem Ersten Weltkrieg Teil des Friedensabkommens, des Versailler Vertrags, war. Er trat am 10. Januar 1920 in Kraft und hatte seinen Sitz in Genf, Schweiz, mit den Zielen der Abrüstung, der Kriegsverhütung durch kollektive Sicherheit, der Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ländern, der Verhandlungsdiplomatie und der Verbesserung der globalen Wohlfahrt. Im Nachhinein lässt sich leicht erkennen, dass das gesamte UNO-System als heuchlerische Farce eingerichtet wurde, die die Menschen glauben machte, ihre mächtigen Führer wollten nur Frieden. Diese mächtigen Führer waren allesamt Westler; dieselben, die weniger als 20 Jahre nach der Gründung des edlen Völkerbundes den Zweiten Weltkrieg auslösten.

Diese kleine Einführung liefert den Kontext für das, was schließlich zum von der UNO unterstützten Ausbund des globalen Diebstahls für verarmende Nationen auf der ganzen Welt werden sollte: die sogenannten Bretton-Woods-Institutionen. Sie sorgten für die Ausbeutung der Menschen, für Menschenrechtsverletzungen und dafür, dass gigantische Vermögen von unten — vom Volk — in die Oligarchenkaste, die immer kleiner werdende Konzernelite, geschaufelt wurden.

Im Juli 1944 trafen sich mehr als 700 Delegierte von 44 alliierten Nationen — verbündet mit den Siegern des Zweiten Weltkriegs, einschließlich der Sowjetunion — im Mount Washington Hotel in Bretton Woods, New Hampshire, Vereinigte Staaten, um die internationale Währungs- und Finanzordnung nach dem Zweiten Weltkrieg zu regeln. Gewiss, diese Konferenz fand unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten statt, dem selbst erklärten Sieger des Zweiten Weltkriegs und von nun an der Herr über die Finanzordnung der Welt. Das war nicht sofort sichtbar, es war eine Agenda, die im Verborgenen lag.

Der IWF wurde offiziell gegründet, um die westlichen, sogenannten konvertierbaren Währungen zu „regulieren“, diejenigen, die sich zur Anwendung der Regeln des neuen Goldstandards, das heißt 35 US-Dollar pro Feinunze (circa 31,1 Gramm), verpflichteten. Beachten Sie, dass der Goldstandard, obwohl er gleichermaßen für 44 alliierte Nationen gilt, an den in US-Dollar nominierten Goldpreis gebunden war und nicht auf einem Korb aus dem Wert der 44 nationalen Währungen basierte. Dies war bereits Grund genug, das künftige System in Frage zu stellen. Und wie es sich auswirken wird. Aber niemand stellte das Arrangement in Frage. Es ist schwer zu glauben, dass von all diesen Nationalökonomen keiner den verräterischen Charakter des Goldstandards infrage zu stellen wagte.

Die Weltbank, die Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (englisch International Bank for Reconstruction and Development, IBRD), wie sie auch heißt, wurde offiziell gegründet, um den Marshallplan für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Europas zu verwalten. Der Marshallplan war eine Spende der Vereinigten Staaten und wurde nach dem amerikanischen Außenminister George Marshall benannt, der ihn 1947 vorgeschlagen hatte. Im Rahmen des Plans erhielten europäische Länder, die durch den Zweiten Weltkrieg physisch und wirtschaftlich verwüstet worden waren, 13,2 Milliarden Dollar an Auslandshilfe. Er sollte von 1948 bis 1952 umgesetzt werden, was natürlich eine viel zu kurze Zeit war und bis in die frühen 1960er-Jahre reichte. Aus heutiger Sicht wäre der Marshallplan etwa zehnmal mehr wert, das heißt etwa 135 Milliarden US-Dollar.

Der Marshallplan war und ist immer noch ein revolvierender Fonds, der von den betreffenden Ländern zurückgezahlt wurde, sodass dieser wieder verliehen werden konnte. Das Geld des Marshallplans wurde also mehrfach verliehen und war daher sehr wirksam. Das europäische Pendant zum von der Weltbank verwalteten Marshall-Fonds war eine neu zu schaffende Bank, der Deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau und Entwicklung (KfW), die unter dem deutschen Finanzministerium eingerichtet wurde.

Die KfW existiert nach wie vor und widmet sich vor allem Entwicklungsprojekten im globalen Süden, zumeist mit Mitteln der Bundesregierung und mit Anleihen auf den deutschen und europäischen Kapitalmärkten. Häufig arbeitet die KfW bei gemeinsamen Projekten mit der Weltbank zusammen. Noch heute gibt es in der KfW eine Sonderabteilung, die sich ausschließlich mit den Geldern des Marshallplan-Fonds befasst. Diese nach wie vor revolvierenden Fonds werden für die Kreditvergabe an arme südliche Regionen in Europa, aber auch zur Stützung der osteuropäischen Volkswirtschaften eingesetzt und dienten insbesondere der Integration des ehemaligen Ostdeutschland in das heutige „Großdeutschland“.

Zwei Elemente des Marshallplans sind besonders auffällig und bemerkenswert:

Erstens schuf der Wiederaufbauplan ein Bindemittel, eine Abhängigkeit zwischen den USA und Europa, eben jenem Europa, das von den westlichen alliierten Streitkräften weitgehend zerstört wurde, während der Zweite Weltkrieg im Wesentlichen von der Sowjetunion mit gewaltigen Opfern, mit geschätzten 25 bis 30 Millionen Toten, gewonnen wurde. Der Marshallplan wurde also auch als Schutzschild gegen das kommunistische Russland, das heißt die UdSSR, konzipiert.

Während die Sowjetunion offiziell ein Verbündeter der Westmächte USA, Großbritannien und Frankreich war, war die kommunistische UdSSR in Wirklichkeit der Erzfeind des Westens, insbesondere der Vereinigten Staaten. Mit dem Geld aus dem Marshallplan erkauften die USA das Bündnis Europas, eine Abhängigkeit, die bis heute nicht beendet ist und die Europa daran hindert, normale Beziehungen zu Russland aufzubauen, und dies, obwohl die Sowjetunion vor drei Jahrzehnten verschwand. Der sich an den Zweiten Weltkrieg anschließende Kalte Krieg gegen die UdSSR basierte ebenfalls insgesamt auf flagranten Lügen und war ein direktes Zeugnis für eine weitere westliche Propagandafarce, die die meisten Europäer bis heute nicht verstanden haben.

Zweitens führte die Einführung eines auf dem US-Dollar basierenden Wiederaufbaufonds durch die USA nicht nur zu einer Abhängigkeit Europas vom Dollar, sondern legte auch den Grundstein für eine einheitliche Währung, um schließlich in Europa einzudringen und den Euro zu installieren. Der Euro ist nichts anderes als das Pflegekind des Dollars, da er unter dem gleichen Image wie der US-Dollar geschaffen wurde — er ist eine Fiat-Währung, die durch nichts gedeckt ist.

Das vereinte Europa, die heutige Europäische Union (EU), war nie wirklich eine Union. Ihr lag nie eine europäische Idee zugrunde, sondern wurde von den US-Geheimdiensten unter dem Deckmantel einiger europäischer Verräter-Bosse hervorgebracht. Und jeder Versuch, ein vereinigtes Europa, eine europäische Föderation mit einer echten europäischen Verfassung zu schaffen, ähnlich wie in den Vereinigten Staaten, wurde von den USA bitter sabotiert, vor allem durch den amerikanischen Maulwurf in der EU, nämlich Großbritannien.

Die USA wollten kein starkes Europa, weder wirtschaftlich noch möglicherweise im Laufe der Zeit auch militärisch.

Zum Vergleich: 450 Millionen Einwohner der EU gegenüber 330 Millionen der USA; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU im Jahre 2019 betrug 20,3 Billionen US-Dollar, gegenüber einem BIP der USA von 21,4 Billionen US-Dollar. Die meisten Ökonomen würden zustimmen, dass eine gemeinsame Währung für eine lose Gruppe von Ländern keine Zukunft hat und nicht nachhaltig ist. Es gibt keine gemeinsame Verfassung, also keine klar definierten gemeinsamen Ziele in finanzieller, wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht.

Eine gemeinsame Währung ist unter diesen instabilen Umständen auf lange Sicht nicht tragfähig. Dies wird mehr als deutlich, wenn man die EU nur 20 Jahre nach Einführung des Euro betrachtet. Die Eurozone ist ein verzweifeltes Durcheinander.

Hinzu kommt die Europäische Zentralbank (EZB), ebenfalls eine vom Zentralbanksystem der USA, der FED (Federal Reserve System), und dem US-Finanzministerium inspirierte Gründung. Die EZB hat wirklich keine Zentralbankfunktion. Sie ist eher ein Wachhund. Denn jedes EU-Mitgliedsland hat immer noch seine eigene Zentralbank, allerdings mit einer drastisch reduzierten Souveränität, die die Länder der Eurozone der EZB zugestanden haben, ohne gleichwertige Rechte zu erhalten.

Von den derzeit 27 EU-Mitgliedern gehören nur 19 der Eurozone an. Die Länder, die nicht der Eurozone angehören, das heißt die Tschechische Republik, Dänemark, Ungarn, Schweden und andere mehr, haben ihre souveräne Finanzpolitik beibehalten und sind nicht von der EZB abhängig.

Das bedeutet, wenn Griechenland aus der Eurozone ausgetreten wäre, als es 2008/2009 von der „Krise“ der Industrieländer getroffen wurde, wäre Griechenland jetzt auf dem besten Weg zur vollständigen Erholung. Es wäre nicht den Launen und dem Diktat des IWF, der berüchtigten Troika aus Europäischer Kommission, EZB und IWF unterworfen gewesen, sondern hätte sich dafür entscheiden können, seine Schulden intern zu arrangieren, da es sich bei den meisten Schulden um interne Schulden handelte und keine Notwendigkeit dafür bestand, Kredite im Ausland aufzunehmen.

In einem Referendum über den Rettungsplan 2015 stimmte die griechische Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit gegen den Rettungsplan, das heißt gegen die neuen gigantischen Schulden. Der damalige griechische Präsident Tsipras ging jedoch so vor, als hätte das Referendum nie stattgefunden, und stimmte dem riesigen Rettungspaket zu, obwohl fast 70 Prozent der Bevölkerung dagegen gestimmt hatten.

Dies ist ein klarer Hinweis auf Betrug und darauf, dass es kein Fairplay gab. Tsipras und/oder seine Familien könnten gezwungen worden sein, die Rettungsaktion zu akzeptieren, oder aber … Wir werden vielleicht nie den wahren Grund erfahren, warum Tsipras sein Volk, das Wohl des griechischen Volkes, an die Oligarchen hinter IWF und Weltbank verkauft hat und es in bitteres Elend stürzte — mit der höchsten Arbeitslosigkeit in Europa, grassierender Armut und in die Höhe schießenden Selbstmordraten.

Griechenland kann als Beispiel dafür dienen, wie es anderen EU-Ländern ergehen kann, wenn sie sich nicht „benehmen“, das heißt, sich nicht an die ungeschriebenen goldenen Regeln des Gehorsams gegenüber den internationalen Geldherren halten.

Das ist beängstigend

Und jetzt, in diesen Zeiten von Covid, ist es relativ einfach. Arme Länder, insbesondere im globalen Süden, die bereits durch die Plandemie verschuldet sind, erhöhen ihre Auslandsverschuldung, um ihre Bevölkerung mit Grundbedarf zu versorgen. Oder sie sorgen dafür, dass du es glaubst. Ein Großteil der Schulden, die die Entwicklungsländer angehäuft haben, sind inländische oder interne Schulden, wie die Schulden des globalen Nordens. Es braucht nicht wirklich ausländische Kreditinstitute, um lokale Schulden zu tilgen. Oder haben Sie gesehen, dass eines der reichen Länder des Nordens beim IWF oder bei der Weltbank Kredite aufnimmt, um seine Schulden zu bewältigen? Kaum.

Warum sollte also der globale Süden darauf hereinfallen? Teils Korruption, teils Nötigung und teils direkte Erpressung. Ja, Erpressung, eines der größten vorstellbaren internationalen Verbrechen, das von den führenden internationalen Finanzinstitutionen, der Weltbank und dem IWF, im Namen der UNO begangen wird.

Die ganze Welt fragt sich zum Beispiel, wie es dazu kommen konnte, dass ein unsichtbarer Feind, ein Coronavirus, alle 193 UNO-Mitgliedsländer auf einmal befiel, sodass Dr. Tedros, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), am 11. März 2020 eine Pandemie ausrief — ohne Grund, da es weltweit nur 4.617 Fälle gab, aber das geplante Ergebnis war eine totale weltweite Abriegelung am 16. März 2020. Keine Ausnahmen. Es gab einige Länder, die es nicht so ernst nahmen, wie Brasilien, Schweden, Weißrussland, einige afrikanische Länder wie Madagaskar und Tansania; sie entwickelten ihre eigenen Regeln und erkannten, dass das Tragen von Masken mehr schadet als nützt und dass soziale Distanzierung das soziale Gefüge ihrer Kulturen und künftiger Generationen zerstören würde.

Aber der satanische, tiefdunkle Staat wollte nichts mit „unabhängigen“ Ländern zu tun haben. Sie alle mussten dem Diktat von ganz oben folgen, von den Gates, Rockefellers, Soroses und anderen Eliten, die bald durch Klaus Schwab, der als Chef-Gefolgsmann des Weltwirtschaftsforums (WEF) fungierte, verstärkt wurden.

Plötzlich sieht man in Brasilien einen drastischen Anstieg neuer „Fälle“; es folgen keine Fragen, dafür massive Tests, ganz gleich, ob die berüchtigten PCR-Tests nach Ansicht der meisten seriösen Wissenschaftler wertlos sind. Siehe den Beitrag von Pascal Sacré vom 5. November 2020. Darin führt der Autor aus, dass nur gekaufte und korrumpierte Wissenschaftler, die von den nationalen Behörden bezahlt werden, weiterhin auf den RT-PCR-Tests bestehen. Folgerichtig erkrankte Brasiliens Bolsonaro an dem Virus, und die Zahl der Todesopfer steigt — wie von unsichtbarer Hand gelenkt — exponentiell an, während die brasilianische Wirtschaft zusammenbricht.

Zufall? Wohl kaum

Die Weltbank und/oder der IWF bieten massive Hilfe an, meist in Form von Schuldenerleichterungen, entweder als Zuschüsse oder als zinsgünstige Darlehen, die aber mit massiven Bedingungen verknüpft sind: Sie müssen sich an die von der WHO festgelegten Regeln halten, Sie müssen sich an die Regeln für Massenimpfungstests halten, sobald diese verfügbar sind, und an die obligatorischen Impfungen. Wenn sie sich an diese und andere länderspezifische Regeln halten, zum Beispiel daran, dass westliche Unternehmen ihre natürlichen Ressourcen anzapfen dürfen, mit der Privatisierung ihrer sozialen Infrastruktur und Dienstleistungen fortfahren, dann können sie Hilfe von der Weltbank und dem IWF erhalten.

Bereits im Mai 2020 kündigte die Weltbankgruppe an, dass ihre Soforthilfemaßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 bereits 100 Entwicklungsländer erreicht hätten, in denen 70 Prozent der Weltbevölkerung leben und denen Kredite in Höhe von über 160 Milliarden US-Dollar gegeben werden. Das bedeutet, dass bis heute, sechs Monate später und mitten in der „zweiten Welle“, die Zahl der Länder und die Zahl der Darlehen oder „Hilfszuschüsse“ exponentiell gestiegen sein muss, da sie fast die 193 UN-Mitgliedsländer erreicht haben. Das erklärt, wie alle, buchstäblich alle Länder, selbst die afrikanischen Länder mit den meisten Einwänden, wie Madagaskar und Tansania, die zu den ärmsten der Armen gehören, dem Zwang oder der Erpressung der berüchtigten Bretton-Woods-Institutionen erlegen sind.

Diese Institutionen werden nicht daran gehindert, Dollars zu generieren, da der Dollar ein Fiat-Geld ist, das von keiner Wirtschaft unterstützt wird, aber buchstäblich aus heißer Luft produziert und an arme Länder ausgeliehen werden kann, entweder als Schulden oder als Zuschuss. Diese Länder werden von nun an und auf Druck der internationalen Finanzinstitutionen für immer von den westlichen Meistern der Erlösung abhängig sein. Covid-19 ist das perfekte Instrument für die Finanzmärkte, um Vermögenswerte von unten nach oben zu schaufeln.

Um die Konzentration der Reichtümer nach oben zu maximieren, sind vielleicht eine oder zwei oder sogar drei neue Covid-Wellen notwendig.

Das ist alles geplant, das WEF hat bereits die kommenden Szenarien durch sein tyrannisches Buch „Covid-19 — The Great Reset“ vorausgesehen. Es ist alles geplant. Und unsere westlichen Intellektuellen lesen es, analysieren es, kritisieren es, aber wir schreddern es nicht auseinander — wir lassen es stehen und beobachten, wie sich die Welt in die Reset-Richtung bewegt. Und der Plan wird von der Weltbank und dem IWF pflichtbewusst ausgeführt — alles unter dem Deckmantel, Gutes für die Welt zu tun.

Was unterscheidet die jetzige Rolle der Weltbank und des IWF gegenüber der vor der Covid-Plandemie? — Gar nichts! Allein die Ursache für Ausbeutung, Verschuldung und Versklavung. Als Covid auftauchte, wurde es einfach. Vor diesem Zeitpunkt und bis Ende 2019 wurden die Entwicklungsländer, die meist reich an natürlichen Ressourcen sind, wie sie der Westen begehrt, nämlich an Öl, Gold, Kupfer und anderen Mineralien wie seltenen Erden, von der Weltbank, dem IWF oder von beiden angesprochen.

Sie konnten einen Schuldenerlass — sogenannte Strukturanpassungsdarlehen — erhalten, unabhängig davon, ob sie diese Darlehen wirklich brauchten oder nicht. Heute gibt es diese Darlehen in allen Namen, Formen, Gestalten und Farben, buchstäblich wie Farbrevolten, zum Beispiel oft als Budgethilfeoperationen — ich nenne sie einfach Blankoschecks —, und niemand kontrolliert, was mit dem Geld geschieht. Die Länder müssen jedoch ihre Wirtschaft umstrukturieren, ihre öffentlichen Dienstleistungen rationalisieren, Wasser, Bildung, Gesundheitsdienste, Elektrizität, Autobahnen, Eisenbahnen privatisieren und ausländische Konzessionen für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen gewähren.

Der größte Teil dieses Betrugs, der Betrug beim „Rauben“ nationaler Ressourcen, geht von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt vor sich, aber die Länder werden zunehmend von den westlichen Zahlmeistern abhängig. Die Souveränität der Völker und der Institutionen ist verschwunden. Es gibt immer einen Korrumpierer und einen Korrumpierten. Leider sind sie im globalen Süden immer noch allgegenwärtig. Oft werden die Länder für einen Batzen Geld gezwungen, mit den USA für oder gegen bestimmte UN-Resolutionen zu stimmen, die für die USA von Interesse sind. Da haben wir es: das korrupte System der UNO.

Und natürlich wurde bei der Gründung der beiden Bretton-Woods-Organisationen im Jahr 1944 entschieden, dass das Abstimmungssystem nicht wie theoretisch in der UNO „ein Land, eine Stimme“ ist, sondern dass die USA in beiden Organisationen ein absolutes Vetorecht haben. Ihre Stimmrechte werden in Abhängigkeit von ihrem Kapitalbeitrag berechnet, der sich aus einer komplexen Formel ergibt, die auf dem BIP und anderen Wirtschaftsindikatoren basiert. In beiden Institutionen betragen das Stimmrecht und auch das Vetorecht der USA etwa 17 Prozent. Beide Institutionen haben 189 Mitgliedsländer. Keines dieser anderen Länder hat ein Stimmrecht von mehr als 17 Prozent. Die EU hätte es, aber die USA haben ihr nie erlaubt, ein Land oder eine Föderation zu werden.

Covid hat, wenn es nicht schon vorher so war, offengelegt, wie diese „offiziellen“ internationalen, von der UNO gecharterten Bretton-Woods-Finanzinstitutionen vollständig in das UNO-System integriert sind, in das die meisten Länder immer noch Vertrauen haben, vielleicht aus Mangel an etwas Besserem.

Es bleibt jedoch die Frage: Was ist besser, ein scheinheiliges, korruptes System, das dem „Schein“ dient, oder die Abschaffung eines dystopischen Systems und der Mut, ein neues System zu schaffen, unter neuen demokratischen Umständen und mit souveränen Rechten jedes teilnehmenden Landes?


Peter König ist Wirtschaftswissenschaftler und geopolitischer Analyst. Er ist auch Spezialist für Wasserressourcen und Umwelt. Er arbeitete über 30 Jahre lang mit der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation auf der ganzen Welt in den Bereichen Umwelt und Wasser. Er hält Vorlesungen an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika. Er schreibt regelmäßig für Global Research; ICH; New Eastern Outlook (NEO); RT; Countercurrents, Sputnik; PressTV; The 21st Century; Greanville Post; Defend Democracy Press; The Saker Blog, the und andere Internetseiten. Er ist der Autor von „Implosion — An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed“ — eine Fiktion, die auf Fakten und auf 30 Jahren Erfahrung der Weltbank rund um den Globus beruht. Er ist auch Mitautor von „The World Order and Revolution! — Essays from the Resistance“. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Centre for Research on Globalization.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel „The secret agenda of the worldbank and the IMF“. Er wurde vom ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratsteam lektoriert.

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KenFM: Hermann Ploppa: Antifa und das Ende der kontrollierten Opposition

Die privatisierte Faust des Tiefen Staates radikalisiert sich immer mehr, je weniger Anhänger sie noch hat.

Text kopiert von kenfm.de

Die privatisierte Faust des Tiefen Staates radikalisiert sich immer mehr, je weniger Anhänger sie noch hat

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Vor kurzem konnte man in einer hessischen Universitätsstadt auf Häuserwänden ein Graffiti in blauer Schrift lesen: „Danni Verteidigen!“ Nun fragt sich da der Normalbürger natürlich, welcher Danni oder Daniel hier verteidigt werden soll. Dann dämmert es dem nicht ganz Uneingeweihten: Hambacher Forst wurde ja zum „Hambi“ verkürzt zwecks besserer Einprägsamkeit. Dann könnte hier wohl der gerade niedergemetzelte Dannenröder Forst in Mittelhessen gemeint sein als „Danni“. Das wurde mit ängstlicher Klaue im Stadtgebiet gesprüht. Die Verteidigung der altehrwürdigen Buchenwälder ist ein absolut unterstützenswertes Anliegen, das in der Bevölkerung breite Akzeptanz findet. Daran ändert auch nichts, dass die Autolobby eine Handvoll Darsteller als Gegendemonstranten angeheuert hat.

Noch in derselben Nacht, als die Freunde der Danni-Buchen ihre Graffiti in großer Verzweiflung sprühten, wurden lichtscheuere Gegendemonstranten aus dem Bett geklingelt mit dem Auftrag, die Danni-Freunde in Verruf zu bringen. Sie belehren mit ihrem Gegen-Graffito am gleichen Ort die Dannis, diesmal in schwarzer Farbe (blau war wohl nicht so schnell aufzutreiben): „Gewaltlosigkeit führt zu Waldlosigkeit!“ Um alle Zweifel an der Urheberschaft der Danni-Feinde auszuräumen, fanden sich an anderen Orten Schmierereien mit dem Text „Black Lives Matter“. Die Diskussionen im Dannenröder Widerstandscamp sind mir nicht bekannt. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit sind mittlerweile auch dort Leute eingesickert, die die Abkehr von der Gewaltlosigkeit fordern und zu Terrorakten auffordern.

There is nothing new under the sun, pflegt der Engländer zu sagen. Nichts ist neu unter der Sonne. Auch nicht die immer wieder auftauchenden Provokateure. Immer dann, wenn eine neue, nicht eingerahmte Massenbewegung echte Opposition praktiziert und aus den alten Gleisen aussteigt, um eine fundamental neue Welt zu entwerfen, kommen die Dunkelmänner. Der überwältigende Erfolg des Bürgerrechtsmarsches in den USA 1963, der weltweite Aufstand der Studenten im Jahre 1968, die Entwicklung der Alternativkultur: all das schockierte die Eliten. Der US-Geheimdienst CIA entwickelte zum Schutz der alten Militaristenclique eine buchstäblich todsichere Gegenstrategie: das Counterintelligence Program, oder abgekürzt: COINTELPRO. Das CIA-Maßnahmenpaket enthält schlicht alle Elemente, denen sich auch die heutige Bürgerrechtsbewegung ausgesetzt sieht. Dazu gehören: Ausspionierung und Einschüchterung der Aktivisten; Unterwanderung.

Und der entsprechende Artikel in Wikipedia über COINTELPRO bringt es schön auf den Punkt: „Psychoterror von außen: Mittels falscher Anschuldigungen in den Medien, gefälschter Briefe, anonymer Denunziationen etc. wurde versucht, Arbeitsverhältnisse und persönliche Beziehungen von bestimmten Personen zu zerstören.“

Passt genau auf die Gegenwart! Ich kenne allein fünf Personen, die ihre Anstellung wegen Corona-oppositioneller Haltung verloren haben. Weiterhin im Maßnahmenkatalog der Geheimdienste: Kriminalisierung der Oppositionellen durch gefälschte Dokumente. Schließlich die Ausübung blanker Gewalt zur Einschüchterung Andersdenkender. Das Portal Wikipedia beschreibt diese Techniken in der Vergangenheitsform. Tatsächlich hatte ein Kongressuntersuchungsausschuss in Washington diese Maßnahmen enttarnt und für illegal erklärt. Doch heute, im Zuge der allgemeinen Privatisierung, werden die COINTELPRO-Techniken in verfeinerter Form in öffentlich-privater Zusammenarbeit von Geheimdiensten und Stiftungen durchgeführt.

Unterwanderung und der Einsatz von Provokateuren gehörte schon immer zum Werkzeug der Aufstandsbekämpfung. Bismarcks Geheimdienstchef Wilhelm Stieber hatte solche Techniken im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Sozialdemokratie erfolgreich angewandt. Im Zarenreich wiegelte der Agent Provocateur und orthodoxe Priester Georgi Gapon im Auftrag des zaristischen Geheimdienstes Ochrana Streikende zu riskanten Aktionen auf, sodass das Militär im Jahre 1905 am Petersburger Blutsonntag unter den Arbeitern ein grässliches Massaker verüben konnte. Die Bewegung der Außerparlamentarischen Opposition im Jahre 1968 erlebte ebenfalls alle Techniken der COINTELPRO, diesmal von deutschen Geheimdiensten inszeniert. Bei der Kommune 1, einem für damalige Verhältnisse extrem experimentellen Wohnprojekt, tauchte ein Mann auf, der fragte, ob er mal eben seinen Koffer in der Wohnung abstellen dürfe. Kaum war der V-Mann außer Haus, erfolgte eine Polizeirazzia. In dem abgestellten Koffer fanden sich Materialien, die für einen Anschlag geeignet waren.

Linke Gruppierungen waren in jenen Jahren bevorzugtes Objekt der Unterwanderung und Umfunktionierung im Sinne der Geheimdienste. So wandelte sich zum Beispiel die Rote Armee Fraktion immer mehr zu einem gesichtslosen Terrorapparat. Schließlich, in den 1980er Jahren, wurden auffällig viele Prominente von der RAF erschossen, die gerade dabei waren, aus dem Mainstream auszuscheren. Zum Beispiel der damalige Chef der Treuhand, Detlev-Karsten Rohwedder. Die Treuhand sollte das DDR-Vermögen abwickeln. Rohwedder sagte zu Direktoren von DDR-Kombinaten, er wolle nicht, dass die Kombinate zu enthaupteten Instrumenten von West-Konzernen werden sollten. Er bekam massiven Druck in seiner Treuhand von marktradikalen Scharfmachern wie zum Beispiel seiner Nachfolgerin, Birgit Breuel. Den Hardlinern war Rohwedder nicht radikal genug. Rohwedder wurde dann angeblich von der RAF erschossen. Bis heute ist das einzige Indiz in Richtung RAF ein Bekennerschreiben, das in der Nähe des Hauses von Rohwedder gefunden wurde.

Noch haariger sind die Umstände um den Mord an Alfred Herrhausen. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Herrhausen, galt als Dissident unter den Alpha-Bankern. Er forderte einen Schuldenerlass für die Länder der Dritten Welt. Zudem wollte er die Deutsche Bank als ernstzunehmenden Konkurrenten der Angloamerikanischen Superbanken aufstellen. Auch in diesem Falle wurde der Mord in den Medien der RAF zugeschrieben, obwohl die absolute Professionalität des Mordanschlags eher auf Geheimdienste schließen lässt.

Nicht nur rechte Organisationen, sondern auch linke Organisationen werden also gekapert, um aus ihnen Instrumente der staatlichen Repression zu machen. Wobei die allgemeine Privatisierung auch vor der Repression und Aufstandsbekämpfung nicht Halt macht. Immer öfter übernehmen private Stiftungen diese Aufgaben der COINTELPRO. Die Unterwanderung und Umfunktionierung linker Organisationen war in den letzten drei Jahrzehnten ein Kinderspiel.

Denn die linken Organisationen hatten lange Zeit massive Nachwuchsprobleme. Und viele Initiativen litten unter dem strukturellen Mangel, dass sie meistens von einer Person selbstausbeuterisch am Laufen gehalten wurden. Wenn dieser Selbstausbeuter mal ausfiel aus Altersgründen, oder wegen Burnout oder Krankheit, war er froh, wenn sich dann junge Leute scheinbar selbstlos anboten, den Laden weiterzuführen. So hat schon in den 1990er Jahren ein Personalwechsel angefangen. Auf der Strecke blieben dabei Idealismus und Transparenz. Dieser Wechsel von ganz alten zu ganz jungen Aktivisten prägt gerade das Geschehen in der so genannten Linkspartei. Aufrechte Anti-Imperialisten wie Wolfgang Gehrcke oder Norman Paech gaben die Staffel aus Altersgründen ab.

Als letzte authentische Linke führen Sarah Wagenknecht, Sevim Dagdelen und Dieter Dehm einen aussichtslosen Abwehrkampf gegen die Flut von eingesickerten Transatlantikern. Die Bewegung ist nichts, der Parteiapparat ist alles, heißt jetzt die Devise. Marktradikale Figuren wie Klaus Lederer geben den Ton an. Stefan Liebich war lange Zeit führende Gestalt im proamerikanischen Honoratiorenverein Atlantikbrücke. Wer bis dato noch Zweifel hegte, von wo der Wind bei der Linkspartei heutzutage weht, wurde spätestens beim letzten Neujahrsempfang der so genannten „Links“partei einem Klärungsprozess zugeführt. Ehrengast war dort nämlich kein Geringerer als Richard Grenell, der damalige Botschafter der USA und Jens Spahn-Intimus, der durch seinen rüpelhaften Tonfall gegenüber Deutschland aufgefallen ist.

Das Bild ist überall das gleiche: ob bei den Grünen, wo sich die transatlantisch orientierten „Realos“ gegen die authentischen „Fundis“ durchsetzen konnten, oder eben – besonders krass – bei der Antifa. Die Antifaschistische Aktion wurde in den 1970er Jahren gegründet von echten Linken. Aber auch die kurz „Antifa“ genannte Gruppierung litt irgendwann unter Nachwuchsproblemen. Doch dann waren plötzlich Leute da, die bereit waren, den Laden in Vollzeit zu übernehmen, und Geld sprudelte plötzlich reichlich. Bei der inzwischen weit nach rechts gewendeten Antifa fehlt heutzutage jede politische Reflektion. Es geht ganz unspezifisch „gegen rechts“. Wobei auffällt, dass echte Nazis und Antifas sich gegenseitig sehr schonend behandeln. Auch die AfD bleibt bei Akten des Individualterrors gegen ihre Mitglieder durch die Antifa auffällig passiv.

Die Aktivitäten der Antifa werden flankiert von der Bundeszentrale für Politische Bildung, von der Antonio Amadeu-Stiftung und Online-Portalen ohne Impressum wie zum Beispiel Psiram. In einem Zitierkartell werten diese Gruppen sich gegenseitig auf: so wird mittlerweile in der Lehrerfortbildung Psiram als seriöse Quelle wärmstens empfohlen. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia beruft sich bei ihren steilen Behauptungen fast ausschließlich auf Autoren, die ihr politisch nahestehen und in die einschlägigen Netzwerke eingebunden sind. Netzwerker der Aufstandsbekämpfung werden bei den Stiftungen geschult und verteilen sich dann auf Medien, Universitäten oder Politik.

Immer noch wird verkannt, wie eng vernetzt jene Leute sind, die uns diffamieren und angreifen. Und immer noch wird nicht gesehen, wie gefährlich diese Antifanten sein können. Dazu muss natürlich einschränkend gesagt werden, dass es bei den Antifas ein Fußvolk gibt, das leider ohne Umschweife als vom funktionalen Analphabetismus umwölkt eingestuft werden muss. In einem Zeitalter, in dem das Smartphone Kenntnisse differenzierteren Sprachgebrauchs durch vorgegebene Formulierungsangebote und durch Icons überflüssig macht, ist auch eine anspruchsvollere Analyse zeitgeschichtlicher Ereignisse nicht mehr möglich. So erschöpft sich die Themenpalette bei Jugendorganisationen der einschlägig im  Bundestag vertretenen Parteien auf den „Kampf gegen Rechts“. Irgendwie. Irgendwo. Ich weiß auch nicht. Andere Themenbereiche fallen dabei weitgehend unter den Tisch. Damit befassen sich nur die Nachwuchspolitiker, die wirklich Karriere machen wollen. Punkt.

Wenn das Objekt der auszuübenden Gewalttaten erst einmal durch perfektes Framing und Diffamieren entwertet und entmenschlicht ist, fällt es ganz leicht, die dehumanisierten Opfer mit allem Sadismus, den man irgendwann einmal aufgestaut hat, zu quälen. Man ist ja im Recht. Dazu eine kleine, absolut nicht vollständige Reihung von Beispielen:

  • In Stuttgart wurde bei einer Querdenken-Veranstaltung der Journalist Ken Jebsen mit Feuerwerk beworfen. Nur dadurch, dass Jebsen die Bühne noch rechtzeitig verlassen hat, ist ihm nichts passiert.
  • Ebenfalls in Stuttgart wurde ein rechter Gewerkschaftler am Rande einer Querdenker-Kundgebung von maskierten Männern aus der Antifa-Szene brutal zu Boden geschlagen. Als der Mann schon bewusstlos am Boden lag, hat ein vermummter Täter noch eine Schreckschusspistole an seinen Kopf gehalten und abgedrückt. Der Gewerkschaftler lag lange Zeit in Intensivbehandlung und befand sich in Lebensgefahr.
  • Bei der Querdenken-Kundgebung in Konstanz Anfang Oktober warf eine Person ein so genanntes Bengalfeuer auf die Bühne, das gottlob nicht explodierte, und traf Friedericke Pfeiffer-de Bruin am Kopf. Im Gegensatz zum Anschlag auf Ken Jebsen konnte der Täter von Ordnern gefasst und der Polizei überstellt werden. Die Polizei sah keinen sonderlichen Handlungsbedarf. Sie nahmen lediglich die Personalien auf und ließen den gescheiterten Mörder dann laufen.
  • Die Haltung der Polizei differenziert sich von Ort zu Ort. In Leipzig schützt die Polizei die Querdenker konsequent. Denn auch Polizeibeamte sind von der dortigen Antifa aus ihrem Führerhauptquartier in Leipzig-Connewitz mit Leuchtraketen beschossen und erheblich verletzt worden. In Flensburg jedoch zeigte die Polizei mehrmals, und besonders auffällig am 25. Juli dieses Jahres, ein Verhalten, das man nur als Kooperation mit der Antifa verstehen kann. Dort stürmten zwei Antifas ohne jeden Anlass auf einen Demonstranten zu. Einer der beiden totalvermummten Täter trat dem friedlichen Demonstranten mit aller Gewalt in die Beine, während sein Komplize seinem Opfer heftige Faustschläge auf den Kopf verpasste. Als der Attackierte wieder aufstehen wollte, wurde er als nächstes von Polizeibeamten angegriffen und weggedrängt. Als nächstes unterhielt sich der Einsatzleiter der Polizei ganz entspannt mit dem Antifa-Angreifer. Anscheinend war den Polizisten nicht bewusst, dass sie aus zwei Blickwinkeln gefilmt wurden.
  • Es gibt unter jungen Leuten die Schenker-Bewegung. Die Schenker lehnen jede wirtschaftliche Tätigkeit, die mit Geld abgewickelt wird, kategorisch ab. Geld ist für sie die Quelle unethischen Handelns. Die Antifa hasst Leute, die sich dem totalitären Zugriff der Banken entziehen, in besonderer Weise – was ja für angebliche Kapitalismuskritiker schon erstaunlich ist. So ruft die Antifa zum Individualterror gegen Schenker auf: die Schenker sind in ihren Augen Rechtsesoteriker. So wurde eine Kneipe der Schenker-Bewegung in Marburg beim ersten Anschlag nachts mit Feuerlöschern komplett verwüstet, und ein zweites Mal wurde die Fassade flächendeckend beschmiert.

Das soll als kleiner, in keiner Weise erschöpfender Eindruck der Gefährlichkeit der rechts gewendeten Antifa genügen. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang das feinmaschige Netz der Kooperation von Stadtregierung, örtlicher Presse, „linken“ Parteien und der kriminellen Antifa. So bilden bei Veranstaltungen von Bürgermeistern oftmals Antifanten den größten Teil des applaudierenden Publikums.

Auch die Wissenschaft will dabei sein. So wusste Professor Benno Hafeneger von der Marburger Philipps-Universität in mehreren Interviews mit der örtlichen Monopolpresse zu berichten, die Marburger Weiterdenken-Gruppe sei gegenüber Rechten offen. Erstaunlich daran: Hafeneger wurde niemals bei Weiterdenken gesichtet. Völlig empiriefrei, also ohne eigene Recherchen vor Ort, hatte er wohl durch die Glaskugel Rechtsextreme bei der Marburger Gruppe gesichtet. Die grundlegenden Handwerkszeuge des seriösen Wissenschaftlers, nämlich die Interview-Recherchen mit Betroffenen oder die teilnehmende Beobachtung, hat Hafeneger nicht angefasst.

Man muss dazu anmerken, dass ein Universitätsprofessor heutzutage den größten Teil seiner Arbeitszeit mit der Einwerbung von Drittmitteln verbringen muss. Das heißt: er muss in der freien Wirtschaft und bei Stiftungen Fördergelder einwerben, weil ihm die vom Bundesland zugeteilten Mittel nicht reichen. Entsprechend neigt der Drittmittelprofessor oft dazu, seinen Forschungsgegenstand in seiner eminenten Bedeutung für die Menschheit mächtig aufbauschen. Das gilt nicht nur für Herrn Drosten. Ob nun die Bedrohung des Nagelpilzes für die Menschheit oder die Bedrohung durch Rechtsextremismus: Professor Hafeneger hat sich das Schwerpunktthema Rechtsextremismus ausgewählt. Und da der Personenkreis der echten Rechtsextremen überschaubar ist, muss Herr Hafeneger potentielle Spender wie Volkswagenstiftung oder Bertelsmann davon überzeugen, dass die mittlerweile viele Millionen Mitstreiter umfassende Querdenker-Bewegung eben ein Hort des Rechtsextremismus ist – also viel mehr Drittmittel nötig sind, um der braunen Plage Herr zu werden. Dies nur als Illustration des desolaten Zustands unserer Wissenschaft.

Die örtliche Presse steht nicht besser da. Von den ersten Kundgebungen der Grundgesetzfreunde in Marburg an wurde der krampfhafte Versuch unternommen, die dortige Weiterdenken-Gruppe als von Verschwörungstheoretikern und Rechten durchsetzt darzustellen. Dazu mussten sogar zwei echte Rechtsextreme herhalten. Die hatten, ohne Genehmigung durch Weiterdenken, zur Corona-Demonstration auf dem Marktplatz aufgerufen. Dass die beiden profilierten Nazis von Weiterdenken des Platzes verwiesen wurden, nützte gar nichts. Die örtliche Monopolzeitung zeigte Fotos der beiden Nazis als Repräsentanten von Weiterdenken. Immer wieder.

Ungeachtet aller Klarstellungen. Die Fotografin der Monopolzeitung machte ihre Bilder ausschließlich mit Tele-Objektiv. Während tatsächlich die Teilnehmer die allseits bekannten Abstandsregeln von 1.50 Meter eingehalten hatten, erschienen in der Presse dank Teleobjektiv, das Entfernungen schrumpfen lässt, der visuelle Eindruck, die Teilnehmer stünden dicht gedrängt zusammen wie in der Sardinenbüchse. Zur Eigenart dieser Fotoreporterin gehört auch, dass sie mit dem Teleobjektiv alle Kundgebungsteilnehmer einzeln fotografierte, was nicht erlaubt ist. Dabei wurde sie von einer Teilnehmerin fotografiert. Während die Fotoreporterin für die Redner der Kundgebung nur ein demonstratives Gähnen aufbrachte, unterhielt sie sich sehr angeregt mit den Antifa-Störern.

Possen aus der Provinz. Aber diese Studien im Mikrokosmos zeigen, wie fein gesponnen das Netz der Aufstandsbekämpfung geflochten ist. Selbstverständlich sind hier nicht alle Effekte geplant und beabsichtigt. Aber gewisse Dinge wie zum Beispiel der Zwang zur Drittmitteleinwerbung bei Professoren oder zufällige Bekanntschaften von Presseleuten mit Antifanten wirken hier als Geschmacksverstärker.

Mittlerweile bekommt allerdings die Koalition der Aufstandsbekämpfung deutlich erkennbare Risse. Den Gewaltprofis von der Antifa läuft so langsam das Fußvolk davon. Als vor kurzem eine Querdenker-Demo in Leipzig stattfinden sollte, hatte ein gewaltiger Chor aus örtlicher Presse, den Parteien SPD, Grüne und Linke und den gewaltbereiten Antifanten zu einer machtvollen Gegendemo aufgerufen. Auf insgesamt vier angemeldeten Gegendemos verloren sich gerade einmal fünfzig Personen. Der Mangel an Mitläufern wurde durch mächtige Beschallungsanlagen ausgeglichen – was aber den Schwund an Akzeptanz nicht mehr wettmachen konnte.

Auch bislang der Antifa und den Antideutschen nahestehende Journalisten gehen auf vorsichtigen Abstand. Denn einschlägige Organe der Antifa-Hassprediger werden in ihrer zunehmenden Isoliertheit immer schriller und nähern sich der Neuen Rechten immer ungenierter an. Im Fokus wohlwollender Kritiker steht hier besonders das Magazin Bahamas. Die gemeinsame Schnittmenge mit der Neuen Rechten besteht vor allen Dingen im Hass gegen Muslime und der kritiklosen Anbindung an die in Israel herrschende Netanyahu-Regierung. Es kann ja auch nicht ewig unbemerkt bleiben, dass führende Gestalten der Antifa gut bezahlte Redakteure in etablierten rechten Mainstream-Zeitungen sind. Wie passt das noch mit links zusammen, fragt sich da der erstaunte Beobachter.

Mit dem Niedergang der Antifa kommt auch das Ende der Kontrollierten Opposition. Kontrollierte Opposition heißt: die Mächtigen erkennen, dass sich gegen sie Widerstand regen könnte in nächster Zeit. Also bilden sie klugerweise selber Organisationen, die den zu erwartenden Frust der Basis im Vorfeld schon aufnimmt und die vermeintliche Lösung des Problems anbietet. So wurden schon am Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts in den USA von den damaligen Unternehmerverbänden eigene Gewerkschaften oder Organisationen für Afroamerikaner gegründet, um die zu erwartenden Sozialkämpfe kanalisieren und entschärfen zu können. Über viele Jahrzehnte hatten wir in der Bundesrepublik nur solche kontrollierten Oppositionsgruppen. Die APO war eine unkontrollierte Opposition, die aber schnell eingehegt werden konnte. Die augenblickliche Querdenker-Bewegung ist noch nicht kontrolliert und eingehegt, obwohl die Vorbereitungen dazu vermutlich auf vollen Touren anlaufen.

Die Symbolpolitik ist aber im Moment in einer Krise. Das zeigte sich deutlich bei der Räumung des besetzten Hauses in der Berliner Liebigstraße 24. Zum Räumungstermin hatten sich die Besetzer hinter Metallabsperrungen verschanzt. Dann legte die Polizei eine Art Feuerwehrleiter an den Balkon, flexte mal eben die Metallarmierung weg und begleitete die Besetzer über die Gangway nach draußen. Das ist Symbolpolitik. Wozu macht man einen Wehrpanzer, wenn man dann gar keinen Widerstand leisten will?

Der Unterschied zwischen Symbolpolitik und echtem Widerstand ist augenfällig bei der Besetzung von bedrohten Wäldern. Jahrelang haben sich die echten Besetzer des Hambacher Forstes in den Baumhütten den Allerwertesten abgefroren und große persönliche Opfer gebracht, um die Natur zu retten. Dann kamen die klassischen Organisationen wie Greenpeace und witterten, gerade nach dem anrührenden Video mit der traurigen Baumbesetzerin, eine Chance, Spendengelder einzuwerben, und machten „Hambi“ zum Mega-Thema. Eine große Public-Relations-Sause. Danach waren die Baumbesetzer wieder alleine. Und jetzt „Danni“, auf erheblich reduzierter Publicity-Stufe.

Die echten Baumbesetzer hocken schon elend lange bei Wind und Kälte im Dannenröder Forst. Im Zuge von Corona ließen sie sich sogar herbei, Masken in der kerngesunden Waldluft anzulegen und die vorgeschriebenen Distanzregeln im Wald einzuhalten. Dieses Entgegenkommen der „Dannis“ hat aber in keiner Weise verhindert, dass das korrupte Rodungsprojekt in vollem Maße durchgezogen wurde. Der Frust unter den echten Waldbesetzern ist groß, was auch die hessische Landtagsfraktion der Grünen schon erfahren musste. Eine maskierte Abordnung der „Dannis“ stürmte das Büro und beschmierte die Wände. Dies war sicher keine Antifa. Dieser Protest war echt. Aber die Verteidiger des Dannenröder Forstes dürfen sich jetzt nicht von den Antifas zur Ausübung sinnloser Gewalt hinreißen lassen.

Die politische Gemengelage ist kompliziert und teilweise auch konfus. Wenn wir die Techniken, eine authentische Bewegung, wie jetzt die Querdenken-Bewegung oder die Waldbesetzer-Bewegung, von außen und von innen her zu zerschlagen, exakt und wissenschaftlich untersuchen, haben wir die Chance, sauber zu bleiben. Und damit auch tatsächlich zu siegen.

Quellen:

<1> https://www.youtube.com/watch?v=JANfB0iqNQU