Markus Langemann: Süddeutsche – Skandal im Sperrbezirk

Wie lebt und arbeitet es sich gerade mit einem Arbeitsvertrag als Redakteurin in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt?

Exklusiv berichtet eine Journalistin in verantwortlicher Position von ihren Gewissensnöten und den Zweifeln an ihrem Beruf und den Kolleginnen und Kollegen. Ich habe Kontakt zu dieser Kollegin und sie gibt Ihnen einen Einblick in eine Redaktion, anonym.

Einen wie die Süddeutsche Zeitung Informationen unterdrückt sehen Sie ebenfalls exklusiv.

In dem 45 Minuten Video mit beiden Storys, erfahren Sie auch, wie mir eine junge Faktencheckerin einer ARD – Anstalt einen Fragenkatalog stellte und wie ich darauf geantwortet habe.

Sie sind natürlich herzlich eingeladen das Video in Ihrem Kreis zu teilen.

Bleiben Sie heiter und achten Sie darauf, dass die schlechte Laune nicht die einzige Konstante in Ihrem Leben ist.

hier finden Sie das Video clubderklarenworte.de

und hier den Brief der Journalistin: https://clubderklarenworte.de/wp-content/uploads/2021/03/Brief-oeffentlich-rechtlicher-Journalistin.pdf

Antwortschreiben an den Bayrischen Rundfunk: Antwortschreiben an BR

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Brief der Journalistin

Geschätzte Berufskollegen
Geschätzte kritische Köpfe

Seit mindestens Sommer 2020 trage ich die Idee dieses Briefes in mir. Aber mich machte das Verhalten und die berufliche Haltung einiger meiner Kollegen nahezu sprachlos. Ich bin Redakteurin eines öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens und hadere seit Februar 2020 mit meinem Beruf.

Corona hat die Missstände der Menschheit und der unterschiedlichen Gesellschaften schonungslos zu Tage gefördert. Ich wusste zwar, dass im Journalismus die notwendige Objektivität, Distanz, Uneinnehmbarkeit und Professionalität im handwerklichen Sinne mal mehr, mal weniger zu wünschen übrigließ, aber dass diese Defizite dermaßen groß sind, das wurde mir erst schlagartig klar, als der erste Corona-Fall in Deutschland Ende Januar 2020 bekannt wurde. Anders als in der Vergangheit als Vogelgrippe, Schweinegrippe, SARS, MERS etc. vielleicht drohten eine reele gesundheitliche Gefahr mit Chance auf eine Pandemie zu werden, gab es dieses Mal verstörend schnell immer weniger kritische Stimme auf der medialen Bühne. Rasch war klar wer gehört werden darf und wer nicht. Auch wenn der ein oder andere jetzt hochgeschätzte Wissenschaftler in der Vergangeheit und im Nachhinein betrachtet tatsächlich mit mit seinen Einschätzungen und Bwertungen oft daneben lag. Tatsächlich renommierte und erfahrene Virologen, Epidemiologen

oder Mikrobiologen in der Berichterstattung, die eine kritische Auseinandersetzung im Sinne der wissenschaftlichen Wahrheitsfindung mit dem Thema forderten, wurden von Anfang an subtil unterbunden. Es lag ein bisher noch nie gefühlter diffuser Druck in der redaktionellen Luft. In Windeseile hat man sich auf ein Narrativ geeinigt und so ziemlich alle journalistischen Grundsätze über Bord geworfen. Allem und jedem was dem nicht entsprach wurde ein Aluhut aufgesetzt und ins rechte Eck gestellt. Bisher geschätzte Experten wurden weltweit diffamiert und Ruf gemordet.

Journalisten und Redakteure, die im Mainstream versuchten mit kritischen Geist wie es der Beruf verlangen sollte, dem Virus und der Regierung zu begegnen, fanden sich ebenso schnell unter einem Aluhut im rechten Eck wieder. Ich selbst durfte aus leicht mahnenden Nebensätzen heraushören, dass das wiederholtes Einfordern eines kritischen, öffentlichen Diskurses basierend auf Meinungspluralität zu gerne falsch verstanden werden könnte. Meist wurden kritische Anmerkungen aber einfach ignoriert. Forderungen die Zahlen in Relation zu setzen, der Frage dem Abbau der Intensivbetten und Schließungen von Krankenhäusern nachzugehen, Behandlungsmissstände und Alternativen aufzuzeigen, Verbindungen zwischen Pharmakonzernen, Politik, Lobbyisten und der WHO offen zu legen und vor allem sich einer klaren, fairen Sprache zu

bemühen, das wird bis jetzt von vielen Redakteuren sowie Reportern nicht beachtet oder wenn, nur oberflächlich wahrgenommen. Und alsbald beim Aufkeimen unbequemer Ungereimtheiten werden diese oft voreilig als sogenannte Verschwörungstheorien abgetan und von sogenannten Fakten Checkern mit Quellen widerlegt, die wiederum eines Fakten-Checks bedürften. Es ist beschämend, undifferenziert ALLE Menschen, die die Maßnahmen der Regierung kritisieren als Corona-Leugner, Pandemie-Leugner oder gar Covidioten darzustellen. Denn das ist schlicht weg falsch, verleumdend und unjournalistisch. Natürlich gibt es auch wie immer und überall Hetzer und verkürzt Denkende, aber die sind meiner Einschätzung nach nicht die Masse.

Der anonyme und lesenswerte Artikel eines Kollegen beschreibt im Detail genau, den redaktionellen Alltag seit Corona:

https://multipolar-magazin.de/artikel/die-mainstream-blase?fbclid=IwAR3Gy3EiCQu-S- dE9UuHqYtnGT70nSZKJjNqK6V27nBzWVaGVv_siaQSnI4

Meine Erfahrungen bestätigen den Bericht des Kollegen.

Seit dieser Krise frage ich mich warum einige Journalisten so unjournalistisch handeln – egal in welcher Redaktion und hierarchischen Position – und bin zu folgendem Schluss gekommen:

Es gibt viele, die Angst haben, ja teilweise sogar echte Panik. Angst vor dem Virus, vor Widerspruch, vor Ausgrenzung, davor seine Lebensgrundlage zu verlieren uvm. Letztere Angst betrifft auch mich. Das ist menschlich und verständlich, aber auch gefährlich. Denn gegen Angst hilft bekanntlich kein noch so logisches Argument. „Zensur besteht aus Frechheit und Angst“, das wusste schon Kurt Tucholsky

Anderen wiederum fehlt das grundsätzliche journalistische Handwerk und Verständnis. Das sind meist jüngere Kollegen. Man könnte sogar den Eindruck haben, es würde an den Ausbildungseinrichtungen Aktivismus anstelle von Journalismus gelehrt werden. Findet sich ein medienkritischer Hochkaräter wie Noam Chomsky denn überhaupt noch in den Literaturverzeichnissen der Studierenden?

“Indoktrination ist keineswegs inkompatibel mit der Demokratie. Vielmehr (…) ihre Essenz. (…) Ohne Knüppel, ohne Kontrolle durch Gewalt (…) muss man das Denken kontrollieren. Dazu greift man zu dem, was in ehrlicheren Zeiten Propaganda genannt wurde.” (Noam Chomsky)

Dann gibt es diejenigen, die vielleicht zwar andauernden latent vorhandene Unstimmigkeiten wahrnehmen, aber nicht für sich zulassen und deshalb nicht tiefer gehen. Frei nach Christian Morgenstern, es kann nicht sein was nicht sein darf. In der Sozialpsychologie als kognitive Dissonanz bekannt. Dieses schlechte Gefühl versucht der Mensch natürlich zu reduzieren und zwar durch:

–           Nichtwahrnehmung oder Leugnen von Informationen

–           Änderung von Einstellungen oder Verhalten (Abwerten der Glaubwürdigkeit medizinischer

Forschungsergebnisse

–           selektive Beschaffung und Interpretation dissonanzreduzierender Informationen (z.B. ein starker Raucher wurde 96 Jahre alt)*

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die wahre Regierungsmacht unseres Landes ist.“ (Edward Bernays)

Und zu schlechter Letzt sind da noch die Reiter am hohen Ross. Selbstgefällig biedern sie sich der herrschenden Mächte an, fusionieren mit der Legislative und der Exekutive. Nennen Querdenker im Generalverdacht vorverurteilend mindestens schräge, anthroposophische Spinner, kaufen aber als gefühlt stolzes Vorbild Demeter-Produkte während sie dabei mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die ihren Warenkorb nicht biodynamisch füllen. Den Wenigsten unterstelle ich hierbei mutwilligen oder gar böswilligen Vorsatz. Das Ego fühlt sich einfach gut in dem vermeintlichen Glauben, zu wissen was gut und böse, was richtig oder falsch ist. Denn man bekommt dafür von der Gruppe

und den Mächtigeren Lob und Zuspruch.

„Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es möglich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.“ (Edward Bernays)

Aber es gibt auch die Kollegen, die dem nicht fassungslos zusehen wollen, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeit den ein oder anderen kritischen Vorstoß in der Berichterstattung wagen. Mal gelingt es, öfter scheitert man. Eine sensible Gradwanderung zwischen journalistischem Idealismus und der Abhängigkeit seine Familie weiterhin finanzieren zu können.

Wenn wir nicht an die Meinungsfreiheit der Menschen glauben, die wir verachten, glauben wir überhaupt nicht an Meinungsfreiheit.“ (Noam Chomsky)

Bei einem der Versuch mit einem Kollegen eine regierungskritische Story zu veröffntlichen trafen wir natürlich auf Widerstände. Ich fragte mich: wie lange wir das noch aushalten können und mein Kollge meinte: Wenn WIR DAS hier in diesem Laden nicht machen würden, würde es keiner machen.“ Sein Ausspruch stärkt mich und soll euch da draußen bitten, die jenseits dieser Informationsblase berichten und unterrichten, geht differenziert mit uns Journalisten im Mainstream um. Denn es gibt uns, die kritischen, ehrlich investigativen, die gegen Widerstände kämpfen und dabei auch Druck ausgesetzt sind. Haltet Ausschau nach kritischen Berichten auf der Mainstream Bühne. Auch im Öffentlich-Rechtlichen gibt es immer wieder den ein oder anderen kritischen Beitrag oder zumindest kritische Untertöne und Subtexte. Durch die bewusste Unterstützung und den Zuspruch von extern bekommen wir mehr Akzeptanz intern und das wiederum schützt uns und unser Tun zumindest etwas. Das hoffe ich.

Ich persönlich lehne als Journalistin und Redakteurin jede tendenziöse Haltung ab und sehe mich keinem politischen Lager nahe, sondern allein der Wahrheitsfindung, der freien Meinungsäußerung und einem fairen, öffentlichen, pluralistischen Diskurs verpflichtet. Und ich maße mir keineswegs an die Lage medizinisch beurteilen zu können, jedoch aber journalistisch, kommunikationswissenschaftlich und menschlich.

Ich will hier niemanden anklagen, sondern aufzeigen, dass es den oft kolportoerten kollektiven VORSÄTZLICH bösen Mainstream in der Form nicht gibt. Die Mechanismen einer Krise sind auch innerhalb dieser Medienunternehmen wie vorhin beschrieben vielschichtig. Voreilige Kategorisierungen sowie Bewertungen führen nur zu einer weiteren, tieferen Spaltung und lenken davon ab was wirklich zu tun ist.

Wenn wir im Sinne von Klarheit und Wahrheit – die kein einzelner allein exklusiv hat – zum Wohle aller zusammen weiterarbeiten, kann etwas Gutes daraus entstehen.

Damit will ich mit Noam Chomsky schließen:

„Ich war mir nie einer anderen Möglichkeit bewusste als der, alles in Frage zu stellen.“

*Vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kognitive-dissonanz-37371

Die Weltwoche: Wie eine Traditionszeitung kritischen Geistern das Leben schwer macht

Es ist überall dasselbe – in Brüssel, Bern oder Berlin: Hauptstadtmedien und Regierung haben ein symbiotisches Verhältnis. Man kennt sich, man braucht sich, man tut einander nicht weh.

Boris Reitschuster ist anders. Wenn er Fragen stellt, tut es der Regierung weh. Wenn er mit einer Antwort nicht zufrieden ist, hakt er nach. Penetrant.

Lesen Sie bitte hier weiter:

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Deshalb soll er weg. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) hat auf ihrer grossen «Seite drei» einen Schmähartikel über den Nestbeschmutzer in der Berliner Bundespressekonferenz veröffentlicht. Der Vorwurf: Reitschuster missbrauche diese Bühne für «rechte» Proganda.

Reitschuster war 16 Jahre Focus-Korrespondent in Moskau und hat nun einen regierungskritischen Blog. Für ihn ist er in Berlin  akkreditiert, mit Zugang zur Bundespressekonferenz.

Doch die SZ hat gehört, dass sich Regierungssprecher über ihn  beschwert hätten. Da springt man dem Staat gerne zur Seite. Dass in derselben Ausgabe eine ganzseitige Impf-Anzeige des Gesundheitsministeriums stand, ist wahrscheinlich reiner Zufall.

Wie unangenehm Reitschuster sein kann, bewies er schon in Moskau. Keiner kritisierte Putin mehr als er, und als er endlich ging, schlug man drei Kreuze. Nur hätte dort kein unabhängiges Blatt gemeinsame Sache mit dem Kreml gemacht.