Rubikon: „The Great Reset“ mehr als ein Etikettenschwindel

Text übernommen von rubikon.news

Der neue Feudalismus ist grün und smart — statt „The Great Reset“ droht „The Great Reload“. Teil 1/2.

von Thomas Castellini

„The Great Reset“ — der angekündigte und verheißene „Große Neustart“ in eine bessere Welt, weil grüner, fairer und intelligenter, entlarvt sich schon bei weiterem und erst recht bei näherem Hinsehen als eine Rückkehr in feudale Verhältnisse, digital ausgestaltet und mit viel Grün aufgehübscht. Es handelt sich also eher um „The Great Reload“. Ein großes Geheimnis allerdings wird von den Machern nicht daraus gemacht. Umso überraschender oder vielmehr bezeichnender, dass dies im Mainstream kaum oder höchstens marginal thematisiert wird. Die Bevölkerung ist fixiert auf die Killervirus-Pandemie und wird zudem mit erprobten Propagandatechniken manipuliert. Das macht es notwendig, mehr als einen Blick darauf zu werfen sowie auf den Stand der Dinge und einen Ausblick zu wagen, wie „The Great Reload“ vielleicht doch noch aufgehalten werden kann.

„Viele von uns fragen sich, wann wir wieder zur Normalität zurückkehren. Die kurze Antwort ist: nie“, so Klaus Schwab, Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Amüsant bis grotesk, dass immer noch von Verschwörungstheorien — Pardon: kruden Verschwörungstheorien natürlich — gesprochen wird, wenn vom „Großen Plan“ oder „Großen Neustart“, vom „Great Reset“ also, die Rede ist, ist dieser doch nicht nur auf der Webseite des WEF als großes Thema zu finden, sondern liegt englischsprachig seit Juli 2020 auch in Buchform vor, und seit kurzem zudem in deutscher Übersetzung. Die Welt soll grüner, friedlicher, gesünder, gerechter werden, so die Autoren Klaus Schwab und Thierry Malleret.

So weit die Kostümierung. In Wirklichkeit geht es um eine Globalisierung der Macht, eine Bündelung der Interessen, eine Sicherung der Erträge, konzentriert auf wenige Personen und transnationale Konzerne, denen die Regierungen als Besitzdiener zuarbeiten. Die Abschussbasis dafür bilden Sars-Cov-2 und Covid-19. Ein wichtiger Pfeiler dabei: Überwachung und Nachverfolgung. „Wir werden sehen, wie die Kontaktverfolgung eine unvergleichliche Kapazität hat und einen quasi unverzichtbaren Platz in der Waffenkammer einnimmt, die zur Bekämpfung von Covid-19 benötigt wird, während sie gleichzeitig so positioniert ist, um ein Wegbereiter für die Massenüberwachung zu werden“, schreibt Schwab.

„Die Ermittlung und Verfolgung von Kontaktpersonen ist daher ein wesentlicher Bestandteil unserer Reaktion auf Covid-19 im Bereich der öffentlichen Gesundheit.“

Hinsichtlich drohender Arbeitslosigkeit nach Niedergang der alten Normalität fällt ihm ein:

„Es ist gut, dass das Schiff sinkt, denn wir werden einige Arbeitsplätze schaffen, wenn das Schiffswrack aus dem Wasser gehoben werden muss.“

Verschwiegenes

Etwaige Reformbewegungen sollen — das schreibt Schwab natürlich nicht — erstickt oder okkupiert und gelenkt werden, damit sie keine Gefahr darstellen. Denn wer allen Ernstes an die vorgeblichen Absichten glaubt, sollte nur einmal einen Blick auf Schwabs Besetzungsliste werfen: mit im Boot die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, der UN-Generalsekretär António Guterres und der ewige britische Thronfolger Prinz Charles, dazu als Stakeholder Vertreter von Microsoft, BP, Mastercard. Selten wohl wurden die Interessen der Armen und Unterprivilegierten kompetenter und angemessener vertreten.

Guterres hat im Sommer 2019 eine Kooperation mit dem WEF vereinbart, über das die Frankfurter Rundschau unter der Überschrift „Der falsche Partner“ vorsichtig schrieb:

„Eine exklusive Vereinbarung der UN mit einer solchen Lobbyorganisation (…) wirft automatisch die Frage auf, wie unabhängig das Sekretariat arbeitet und ob es tatsächlich den Ausgleich der Interessen von Nationen in ihrer ganzen Vielfalt angemessen vertreten kann.“

Und bereits im Juni 2015 hieß es über die United Nations (UN) in der Tageszeitung Die Welt:

„Die sind moralisch in etwa genauso korrumpiert wie die FIFA. Man muss sich nur die Dysfunktionalität der UN-Generalversammlung anschauen oder die Zusammensetzung von Untergliederungen wie dem UN-Menschenrechtsrat. Dort sitzen derzeit Champions der Menschenrechte wie Algerien, China, Kuba, Äthiopien, Kasachstan, die Malediven, Katar, Russland, Saudi-Arabien und Venezuela.“

Die IWF-Chefin war sich nicht zu schade, die „Corona-Toten“ oder die, die als solche bezeichnet wurden, für den „Großen Neustart“ zu instrumentalisieren: „Das beste Denkmal, das wir denen bauen können, die ihr Leben verloren haben, ist eine grünere, smartere und fairere Welt.“ Und Klaus Schwab lässt sich in seinem Buch auch nicht lumpen, wenn er die Krise als Nährboden für große Kunst feiert, denn in Zeiten von großem Druck und großer Not sei schon viel gute Weltliteratur entstanden, da solcherlei Zeiten so „inspirierend“ seien.

Zur Ausgeburt des flotten Wahnsinns kommt es, wenn Schwab statt eines motorisierten Ausflugs zur entfernt wohnenden Familie empfiehlt, die WhatsApp-Familiengruppe zu nutzen. Das macht „zwar nicht so viel Spaß, ist aber wiederum sicherer, billiger und umweltfreundlicher“ (1, 2, 3, 4, 5).

Schaut man auf die Teilnehmerliste des WEF von 2020, das in Davos vom 21. bis 24. Januar zum 50. Mal stattfand, und bedenkt, was sich danach in Sachen Corona abspielte und abspielt, könnte man auf gewisse Gedanken kommen — würde diese aber sogleich wieder verwerfen, da man zügig zu der Erkenntnis käme, es wären ja, schon wieder, krude Verschwörungstheorien.

Werfen wir trotzdem einen Blick auf einige Namen der Teilnehmerliste des Jubiläumstreffens, denn unter den 3000 Teilnehmern befanden sich 53 Staats- und Regierungschefs sowie jede Menge Global Player: Donald Trump, Angela Merkel, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde, Greta Thunberg, Ursula von der Leyen als Chefin der Europäischen Kommission, Chinas Vizepremier Han Zheng, Sebastian Kurz, Pakistans Premier Imran Khan, aus Großbritannien der damalige Schatzkanzler Sajid Javid sowie Prinz Charles, António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, und der damalige Generaldirektor der Welthandelsorganisation Roberto Azevêdo sowie Ex-US-Vizepräsident Al Gore — und Markus Söder.

Dazu: Facebook-Chefin Sheryl Sandberg, der oberste Microsoft-Repräsentant Satya Nadella sowie der, laut Frankfurter Allgemeine Zeitung, „vor kurzem im Google-Konzern Alphabet an die absolute Spitze emporgestiegene Sundar Pichai. Und auch Tim Cook, der Herr der iPhones, wird den Puls in Davos fühlen“ — also Apples Chief Executive Officer. Der Dax war ebenfalls mit voller Kapelle vor Ort: Joe Kaeser (Siemens), Herbert Diess (Volkswagen), Werner Baumann (Bayer), Christian Sewing (Deutsche Bank), Frank Appel (Deutsche Post), SAP-Doppelspitze Jennifer Morgan und Christian Klein sowie Volkmar Denner (Bosch).

Nur Mitgliedsunternehmen dürfen am Weltwirtschaftsforum teilnehmen, doch die Warteliste ist lang und die Beitrittshürden sind hoch: 5 Milliarden Dollar Umsatz, eine bedeutende Marktstellung, ein repräsentativer Firmensitz und die Bereitschaft, sich zu engagieren für das Membership Committee in Cologny, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Antrag zuschlägig beschieden wird, ungemein. Die Premiumklasse der 100 strategischen „Partner“ zahlt 600.00 Franken pro Jahr, was für diese Kategorie von Unternehmen wohl eher einem Trinkgeld gleichkommt (6, 7, 8).

Unverschlüsselte Pläne

Wie ist es nun möglich, dass trotz so vieler offen kommunizierter Pläne und Sachverhalte, so vielzähliger Widersprüche das herrschende „Narrativ“ so wenig Skepsis und Zweifel erfährt?

In Klaus Schwabs Buch ist beispielsweise zu lesen:

„Die Folgen von Covid-19 in Bezug auf Gesundheit und Mortalität werden im Vergleich zu früheren Pandemien mild sein. Ende Juni 2020 hat Covid-19 weniger als 0,006 Prozent der Weltbevölkerung getötet.“

Und die Situation in Italien betreffend heißt es: „Das Durchschnittsalter derer, die an Covid-19 sterben, liegt bei fast 80 Jahren.“

Der Sender n-tv meldete am 14. März 2020, an „Gerüchten, dass auch eine Art landesweite Ausgangssperre bevorstehe“, sei „nichts dran“. Wörtlich hieß es:

„Das Bundesgesundheitsministerium hat die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache in der Corona-Krise gewarnt. Ein Sprecher von Minister Jens Spahn bestätigte gegenüber ntv.de, dass an Gerüchten über einen angeblich bevorstehenden ‚Lockdown‘ absolut nichts dran sei. ‚Achtung Fake News‘, schrieb das Ministerium auch auf Twitter. ‚Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen‘“ (9).

Ach ja, niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Und: „Es gibt keine amerikanischen Ungläubigen in der Stadt Bagdad.“

Derselbe Sender meldete Anfang Juni 2020:

„Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben nach Ansicht von Forschern zig Millionen Infektionen und Todesfälle verhindert. Der groß angelegte Lockdown samt Grenzschließungen, Kontaktsperren und Schulschließungen habe allein in elf europäischen Ländern bis Anfang Mai womöglich etwa 3,1 Millionen Todesfälle verhindert und eine Kontrolle des Pandemie-Verlaufs ermöglicht, berichten Forscher um Seth Flaxman vom Imperial College London in Großbritannien nach der Analyse der Todesfallzahlen“ (10).

Eine Recherche auf der Webseite der Bill & Melinda Gates Foundation unter der Rubrik „Grants“ (Deutsch: Zuschüsse) ergibt, dass das Imperial College London im März einen „Zuschuss“ von mehr als 79 Millionen US-Dollar erhalten hat. Zwischen Mai und Juli 2020 folgten weitere Zuwendungen über gut sieben Millionen US-Dollar; gefördert wird das Londoner Institut von der Foundation seit: „2009 und früher“ (11, 12). Der Leser könnte in der Folge auf krude Gedanken kommen …

Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert an die Bürger: „Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause“, um danach im Berliner Kaufhaus des Westens shoppen zu gehen. Im Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) mit einem, laut Wikipedia, „gehobenen Sortiment und Luxuswaren“, wird sie kaum Lebensmittel oder Drogerieartikel erworben haben, insofern war der Einkaufsbummel, betrachtet man ihren „Appell“ als Richtschnur, überflüssig und letztlich verantwortungslos (13, 14, 15).

Und so könnte man die Liste noch lange weiterführen, eine Aufzählung, in der allein die zahlreichen „Maskenverstöße“ der Politiker — Spahn, Steinmeier, Lindner, Laschet, Kramp-Karrenbauer, Kretschmann, Roth, Macron, Kurz — großen Raum einnehmen würden, dazu offensichtlich willkürlich festgelegte Zahlen, bei deren Überschreiten bestimmte Konsequenzen folgen, absurde Maskenregeln, das Virusgeschehen in medialer Endlosschleife, zum Teil wie bei Fußballspielen mit Liveticker, dazu lächerliche „Faktenchecker“, die kritische Ärzte und Wissenschaftler „widerlegen“ — wie drückte es der Wiener Neurowissenschaftler Raphael Bonelli bezüglich Sucharit Bhakdi so treffend aus: „Irgendein Idiot, ein geistiger Zwerg, beurteilt einen Riesen“ (16).

Warum also ist dies alles möglich und wird weiter eingehend und sehr wirkungsvoll praktiziert?

Genutzte Erkenntnisse

Es kommen hier ganz offenkundig die Resultate klassischer psychologischer Experimente sowie bewährte Propagandamaßnahmen zum Einsatz. Werfen wir einen Blick darauf:

Das Asch-Experiment

Der Psychologe Solomon Asch untersuchte 1951 die Ursachen, weshalb sich Menschen aufgrund von Gruppendruck konform verhalten. Der Versuchsaufbau war folgender: Eine Gruppe scheinbarer Versuchspersonen — in Wahrheit Darsteller derselben — sitzt an einem Konferenztisch. Zu ihnen gesellt sich die einzig wirkliche Versuchsperson. Der Versuchsleiter erklärt, er sei daran interessiert herauszufinden, wie gut die Probanden die Länge verschiedener Linien einschätzen können, und präsentiert vier Linien — drei Vergleichslinien und eine Referenzlinie. Die Aufgabe ist äußerst einfach, denn es ist offensichtlich, welche Vergleichslinie die richtige ist.

In der Variante „Kontrollgruppe“ geben die Darsteller die korrekte Antwort, und so machten auch die Versuchspersonen kaum Fehler; die Quote lag bei unter 1 Prozent.

Bei der Variante „Experimentalgruppe“ — dem eigentlichen Experiment — mischen die Vertrauten unter die zutreffenden Antworten falsche und schätzen einstimmig eine offensichtlich nicht der Referenzlinie entsprechende Linie als gleichlang ein; diese Wahl treffen sie bei 18 Durchgängen zwölfmal. Und das führt dazu, dass viele Versuchspersonen nun ebenfalls diese Linie als die richtige benennen, obwohl ihnen — dies spiegeln der Zweifel, die deutliche Irritation und schließlich Resignation in ihrer Mimik wider — offensichtlich bewusst war, die falsche Antwort zu geben.

Das Ergebnis laut Konformitaetsexperiment.de: Durchschnittlich 37 Prozent der Antworten waren fehlerhaft. Bei gut einem Drittel der Durchgänge passten sich die Versuchspersonen der deutlichen Mehrheit an, obwohl die Antworten augenscheinlich falsch waren. Und:

„Obwohl ‚nur‘ 37 Prozent an Fehlentscheidungen vorhanden waren, war die Anzahl der offensichtlich beeinflussten Versuchspersonen jedoch wesentlich höher. Von allen Versuchspersonen gaben beim Konformitätsexperiment 75 Prozent, also drei Viertel, während der zwölf manipulierten Durchgänge mindestens eine falsche Antwort ab. Lediglich 25 Prozent zeigten sich völlig unbeeinflusst vom Verhalten der anderen und folgten weiter ihrer richtigen Meinung.“

Jochen Mai von der Technischen Hochschule Köln berichtet:

„Später befragte der Sozialpsychologe die Teilnehmer, warum sie sich gegen ihre eigene Meinung und Wahrnehmung entschieden hatten. Auch hierbei gab es bemerkenswerte Begründungen: Einige gaben an, zunächst unsicher gewesen zu sein. Weil sich aber die Mehrheit sicher schien, hätten sie zugestimmt. Andere gaben zu, Angst vor Repressalien gehabt zu haben, wenn Sie sich gegen die Mehrheit stellten. Wieder andere wollten wegen ihrer abweichenden Meinung einfach nicht aus der Gruppe hervorstechen. Und einige behaupteten sogar, es genauso wie die Mehrheit gesehen zu haben.“

Und Mai, der Karriere-Coach und Gründer sowie Chefredakteur von karrierebibel.de, weist noch auf den Minoritätseffekt hin — die Beeinflussung der Mehrheit durch eine geschlossene Minderheit:

„Bei einer jüngeren Wiederauflage des Asch-Experiments zeigte sich zum Beispiel, dass die Geschlossenheit von Minderheiten entscheidend ist, um andere auf ihre Seite zu ziehen. In dem Fall können sie ihre Unterzahl kompensieren. Zudem muss die Mehrheit den Eindruck haben, dass sich die Querdenker ihrer Sache sicher sind. Allerdings benötigen die Querköpfe hierfür zusätzlich sozialen Kredit und Glaubwürdigkeit. Wer nur am Rand einer Gruppe steht und auf seine individuelle Meinung pocht, wird weder ernst genommen noch respektiert. Wer aber zuvor seine Verlässlichkeit unter Beweis gestellt hat, für den kann das plötzliche Abweichen von der Gruppe sogar ein Erfolgsturbo sein: Mit einem Mal stechen Sie aus der Masse hervor, dokumentieren eindrucksvoll Meinungsstärke und Durchsetzungsvermögen“ (17, 18).

Ein treffendes Beispiel für Konformitätsverhalten und Gruppendruck — in Militär- oder Polizeieinheiten sowie Sportmannschaften oft besonders hoch —beschreibt der Basketballer Johannes Herber — 74 Länderspiele, Deutscher Meister mit Alba Berlin und höchst erfolgreich in der US-College-Liga — in seinen Erinnerungen Almost Heaven:

„Niemand hat mich je gezwungen, mit einer Verletzung zu spielen. Warum ich es dennoch tat? Für das Team? Für die anerkennenden Blicke oder den Klaps auf die Schulter, den man nach einem durchkämpften Spiel bekam? (…) Ich bereue wenige Dinge in meinem Leben, aber manchmal wünschte ich, dass ich früher verstanden hätte, dass oftmals mehr Mut dazu gehören mag, eine Verletzung zu kurieren, als mit ihr zu spielen; dass jene, die sich dem impliziten Druck des Umfeld widersetzen, mitunter stärker sind als die, die dem Ethos des Spiels bedingungslos folgen“ (19).

Das Milgram-Experiment

Siehe Seite /das-milgram-experiment/

Ein klassisches Experiment der Psychologie zum Gehorsam gegenüber Autoritäten, durchgeführt an der Yale-Universität in New Haven von Psychologe Stanley Milgram — ehemaliger Schüler von Solomon Asch, von dem er sich auch zu der einem Theaterstück ähnlichen Versuchsanordnung inspirieren ließ. Zwei Darsteller — „wissenschaftlicher“ Versuchsleiter in grauem Technikerkittel als „Autorität“ und erwachsener „Schüler“ — und eine Versuchsperson.

Der Versuchsperson wurde erklärt, sie müsse im Rahmen eines Lernfähigkeitsexperiments — Versuchsthematik sei die Auswirkung von Bestrafung auf das Lernverhalten —, dem „Schüler“ bei falschen Antworten Elektroschocks von wachsender Stärke in Intensivierungsgraden von „leichter Schock“ bis „äußerst intensiver Schock“ und letztlich „Achtung: schwerer Schock“ verabreichen, von 15 bis 450 Volt.

Im Laufe des Experiments reagierte der „Schüler“ mit stetig steigernden akustischen Schmerzäußerungen: von Klagen über heftiger werdende Schmerzensschreie, der Weigerung, weitere Fragen zu beantworten, bis zu qualvollem Brüllen und letztlich unheilvollem Schweigen. Auf Zweifel oder Bedenken der Versuchsperson — insbesondere nach dem vom „Schüler“ geäußertem Verlangen, das Experiment abzubrechen — reagierte die „wissenschaftliche Autorität“ mit Sätzen wie „Sie müssen unbedingt weitermachen!“ oder „Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen!“

Bei dieser Originalversion des Experiments fügten zwei Drittel der Versuchspersonen dem „Schüler“ sehr starke Schmerzen zu: Von 40 Versuchsteilnehmern verabreichten 26 dem „Schüler“ Schocks von 450 Volt, lediglich 14 brachen das Experiment vorher ab, praktisch kein Proband weigerte sich grundsätzlich, Schocks herbeizuführen. Bei einer weiteren Variante waren 30 Prozent der Versuchspersonen bereit, die Hand eines vor Schmerzen schreienden „Schülers“ auf eine Platte zu drücken, die diesem Schocks mit einer durchschnittlichen Stärke von 268,2 Volt zufügte.

Das Milgram-Experiment wurde in vielen Ländern und Kontinenten — Australien, Südafrika, Europa — wiederholt mit ähnlichen oder sogar noch drastischeren Ergebnissen. So gehorchten in einer deutschen Studie 85 Prozent der Versuchspersonen der „Autorität“. Ein Proband äußerte nach dem Experiment auf die Frage, was für ein Gefühl er wohl gehabt hätte, wenn der „Schüler“ wirklich tot gewesen wäre: „Dann ist er eben tot. Ich habe meinen Job getan.“

In Milgrams Experiment weigerten sich am ehesten diejenigen, die Schocks auszulösen, die sich für das eigene Tun verantwortlich fühlten. Die anderen hingegen betrachteten den Versuchsleiter als die verantwortliche Person für das, was sich im Experiment ereignete — sie selbst führten einfach nur die Befehle dieser Autorität aus (20, 21).

Eines der kennzeichnendsten historischen Ereignisse bezüglich Konformität und Gehorsam gegenüber Autoritäten hat Christopher Browning in seinem Buch Ganz normale Männer dargestellt:

Im Sommer 1942 wurde ein Bataillon der Hamburger Polizeireserve nach Polen gebracht, um dort einen „Sonderauftrag“ durchzuführen. Dieses „Reserve-Polizeibataillon 101“ bestand aus etwa 500 Männern, die zu alt zum Dienst in der Wehrmacht waren, und ihr Auftrag lautete, die jüdische Bevölkerung in Dörfern aufzuspüren, die noch arbeitsfähigen Männer auszusondern und die Übrigen, also Alte, Kranke, Frauen und Kinder, zu erschießen.

Im Morgengrauen eines Julitages 1942 versammelte der Kommandeur, Major Wilhelm Trapp, den es selbst vor der Aufgabe schauerte, sein Bataillon im Halbkreis um sich und erläuterte den „Sonderauftrag“ — um dann ein außergewöhnliches Angebot zu unterbreiten: Wer von den Männern sich der Aufgabe nicht gewachsen fühle, möge vortreten. Eine Weile geschah nichts, dann trat der erste Mann vor, um sich seitens eines weiteren Vorgesetzten sofort wütender Vorhaltungen ausgesetzt zu sehen. Dieser Vorgesetzte wurde aber vom Kommandeur Trapp unterbrochen und der Polizist von ihm in Schutz genommen.

Daraufhin, berichtet Browning, „traten noch zehn oder zwölf andere Männer vor. Sie gaben ihr Gewehr ab und wurden aufgefordert, sich für weitere Befehle von Trapp zur Verfügung zu halten.“ Also maximal 13 Männer von etwa fünfhundert, mithin 2,6 Prozent.

Einige, die die Gunst des Augenblicks verpasst hatten, versuchten, dies im Anschluss nachzuholen; durchaus mit Erfolg, denn ihren Bitten wurde entsprochen — mehrere Polizisten erreichten so die Abkommandierung zum Wachdienst. Andere versteckten sich im Garten des katholischen Ortsgeistlichen, weitere „drückten sich während der Durchsuchungsaktion auf dem Marktplatz herum, weil sie sich nicht an der Jagd auf die Juden beteiligen wollten. Wieder andere verbrachten so viel Zeit mit der Durchsuchung der Häuser, um nicht auf dem Marktplatz Gefahr zu laufen, einem Erschießungskommando zugeteilt zu werden.“

Trotz dieser ehrenhaften und durchaus beeindruckenden Ausnahmen bleibt festzuhalten, dass nur eine absolute Minderheit das Angebot des Bataillonskommandeurs angenommen hatte, obwohl keinerlei Konsequenzen drohten und es sich bei den Männer mehrheitlich gewiss nicht um glühende Nationalsozialisten gehandelt hatte — die gab es sicherlich auch unter ihnen —, denen es eine sadistische Freude bedeutete, jüdische Frauen und Kinder und Betagte zu ermorden.

Auch auf eine der wichtigsten Erkenntnisse hinsichtlich Indoktrinierung und Anpassung in Zusammenhang mit dem Experiment weist, Stanley Milgram zitierend, Browning hin:

„Eine Möglichkeit, das Verhalten von Menschen entscheidend zu beeinflussen, besteht darin, ihre Weltsicht zu prägen. Wenn sie die Ideologie der Autoritätsperson erst einmal akzeptieren, handeln sie auch bereitwillig danach. ‚Will man freiwilligen Gehorsam erreichen, ist die ideologische Rechtfertigung von entscheidender Wichtigkeit, weil sie der betroffenen Person erlaubt, ihr Verhalten so zu sehen, als diene sie mit ihm einem erstrebenswerten Ziel‘“ (22).

Gustave Le Bon: Psychologie der Massen

Le Bons Klassiker stellt ebenfalls einen Quell der Inspiration dar, enthält er doch wichtige Handreichungen, und es wird deutlich, weshalb so zahlreiche Bilder von Intensivstationen, Särgen und medizinischem Personal in Schutzkleidung kursierten. Zudem wird ersichtlich, dass die beständige Wiederholung bestimmter Wörter und Begriffe — „Corona-Leugner“, „Verschwörungstheoretiker“, „krude“, „Star-Virologe“, „Covidioten“ — nicht Einfallslosigkeit und Gedankenarmut geschuldet sind. Neun selbsterklärende Zitate über die Masse:

  • „Nichts erscheint ihr unwahrscheinlich und das darf man nicht vergessen, wenn man begreifen will, wie leicht die unwahrscheinlichsten Legenden und Berichte zustande kommen und sich verbreiten.“
  • „Welche Ideen den Massen auch suggeriert werden mögen, zur Wirkung können sie nur kommen, wenn sie in sehr einfacher Form aufzunehmen sind und sich in ihrem Geist in bildhafter Erscheinung widerspiegeln.“
  • „Hat sich aber eine Idee endlich in die Seele der Massen eingegraben, dann entwickelt sie eine unwiderstehliche Macht und es ergibt sich eine ganze Reihe von Wirkungen.“
  • „Regeln, welche auf rein begrifflichem Ermessen beruhen, vermögen sie nicht zu leiten. Nur die Eindrücke, die man in ihre Seele pflanzt, können sie verführen.“
  • „Es ist überflüssig zu bemerken, dass die Unfähigkeit der Massen, richtig zu urteilen, ihnen jede Möglichkeit kritischen Geistes raubt, das heißt, die Fähigkeit, Wahrheit und Irrtum voneinander zu unterscheiden und ein scharfes Urteil abzugeben. Die Urteile, die die Massen annehmen, sind nur aufgedrängte, niemals geprüfte Urteile.“
  • „Je bestimmter eine Behauptung, je freier sie von Beweisen und Belegen ist, desto mehr Ehrfurcht erweckt sie.“
  • „Die Behauptung hat aber nur dann wirklichen Einfluss, wenn sie ständig wiederholt wird, und zwar möglichst mit denselben Ausdrücken. Napoleon sagte, es gäbe nur eine einzige ernsthafte Redefigur: die Wiederholung. Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, dass es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird.“
  • „Das Wiederholte setzt sich schließlich in den tiefen Bereichen des Unbewussten fest, in denen die Ursachen unserer Handlungen verarbeitet werden. Nach einiger Zeit, wenn wir vergessen haben, wer der Urheber der wiederholten Behauptung ist, glauben wir schließlich daran.“
  • „Sie müssen durch Verdichtung (…) ein packendes Bild hervorbringen, das den Geist erfüllt und ergreift. Die Kunst, die Einbildungskraft der Massen zu erregen, ist die Kunst, sie zu regieren“ (23).

Wie eine Bedienungsanleitung zum gegenwärtigen Geschehen liest sich dieser Auszug aus „Buch V“ von Aristoteles‘ Politik.

Der griechische Universalgelehrte (384 bis 322 vor Christus) nährt die Überzeugung, dass es nicht um den Great Reset, sondern um einen Great Reload geht. Er listet Maßnahmen auf, die Tyrannen zum Erhalt ihrer Herrschaft anwenden, nämlich

„gemeinsame Mahlzeiten, Zusammenschluss zu einem Klub (…) nicht zu gestatten, sondern alles genau zu überwachen (…); zu tyrannischen Maßnahmen gehört auch, den Untertanen Treffen, die der Bildung gewidmet sind, oder andere Zusammenkünfte zu geselligem Zeitvertreib nicht zu erlauben und alles in ihrer Kraft zu tun, sodass die Untertanen, so weit es möglich ist, sich nicht näher kennenlernen; denn Bekanntschaft bewirkt, dass sie eher Zutrauen zueinander fassen.

Zum Erhalt der Tyrannis trägt auch bei, dass alle, die sich im Lande aufhalten, immer in der Öffentlichkeit sichtbar sind und ihre Zeit vor den Türen verbringen; so können sie ihr Treiben am wenigsten verheimlichen und dürften die Gewohnheit annehmen, gering von sich selber zu denken, da sie sich ständig servil aufführen müssen (…). Dazu gehört auch zu versuchen, dass nichts geheim bleiben kann, was ein Untertan sagt oder spricht, sondern dass es Spitzel gibt, so wie in Syrakus die sogenannten ‚Zuträgerinnen‘ und die Lauscher, die Hieron überall hinschickte, wo immer es ein Treffen oder eine Versammlung gab; denn aus Angst vor ihnen reden die Untertanen weniger offen, und wenn sie sich frei aussprechen, bleiben sie weniger leicht unentdeckt.

Weiter gehört dazu, Leute gegeneinander aufzubringen und Zwietracht unter Freunden (…) zu säen. Zu den tyrannischen Maßnahmen gehört auch, dass man die Untertanen in Armut stürzt, damit man von ihren Abgaben die Leibwache unterhalten kann und damit die Untertanen, die ihren täglichen Verpflichtungen nachgehen müssen, keine freie Zeit haben, um einen Anschlag gegen den Tyrannen zu unternehmen (…). Auch das Eintreiben von Steuern verfolgte diesen Zweck wie zum Beispiel in Syrakus; unter der Tyrannis des Dionysius wurde im Laufe von fünf Jahren das ganze Vermögen als Steuer abgeführt. Ein Tyrann bricht aber auch gewohnheitsmäßig Kriege vom Zaun, damit seine Untertanen durch Tätigkeiten angespannt bleiben und dauernd auf einen Führer angewiesen sind“ (23).

Ja, wie schrieb die Weiße Rose in „Flugblatt III“ — in welchem übrigens aus dem genannten Text von Aristoteles zitiert wurde: „Das Volk muss aber dauernd in Spannung gehalten werden, nie darf der Druck der Kandare nachlassen!“ Über die Adressaten der ersten vier der insgesamt sechs Flugblätter heißt es auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung, verfasst von Kirsten Schulz:

„Die ersten vier ‚Flugblätter der Weißen Rose‘ schrieben und verbreiteten Hans Scholl und Alexander Schmorell zwischen dem 27. Juni und dem 12. Juli 1942. Je 100 Stück schickten sie an Schriftsteller, Professoren, Buchhändler aus München und Umgebung, aber auch an Freunde und Studienkolleginnen und Studienkollegen. Die Zielgruppe war bewusst gewählt. In den Augen Hans Scholls hatte 1933 vor allem die Intelligenz politisch versagt, wie er 1943 nach seiner Festnahme der Gestapo erklärte: ‚Ich empfand, dass es höchste Zeit war, diesen Teil des Bürgertums auf seine staatspolitischen Pflichten aufs Ernste hinzuweisen‘“ (24, 25, 26).

Auch eine Parallele zur Gegenwart, in der wir das große Versagen der Intellektuellen und Künstler erleben, die sich fast durchgängig auf die Seite der Herrschenden geschlagen und die Kritiker beschimpft und verhöhnt haben. Monetäre Zwänge sind das eine, doch der beinahe schon fanatische Eifer, wie Andersdenkende von ihnen angegangen werden, offenbart Kriegsgewinnlergesinnung. Dazu die dämlichen Einlassungen, es herrsche ja Meinungs-, nur eben keine Widerspruchsfreiheit.

Kein ernsthafter Kritiker der Maßnahmen und der zahlreichen anderen Begleiterscheinungen im Zuge von Corona hat je gefordert, dass man ihm nicht widersprechen dürfe und seine Einschätzung quasi Gesetz sei. Im Gegenteil, man wünscht sich den Diskurs, die Diskussion, die Auseinandersetzung, gerne auch kontrovers, aber eben nicht die Beschimpfungen, die Verleumdungen, den Sturm aus Scheiße, die augenblicklich auf Kritiker und Skeptiker niederregnen.

Es stellt kein Zeichen von Demokratie dar, wenn man als Andersdenkender und das herrschende Narrativ Negierender zwar in dieser Weise angegangen, aber eben nicht in einem Gulag endet. Die aus Ostdeutschland stammende Schriftstellerin Monika Maron sagte in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau:

„Jeder kann seine Meinung sagen, ja! Aber nur, wenn er die Folgen trägt. Also dann konnte man auch in der DDR seine Meinung sagen“ (27).

Die Reaktion auf kritische Äußerungen hat respektvoll und gesittet zu erfolgen, ohne Beschimpfungen, ohne Beleidigungen, ohne Verunglimpfungen, ohne Verleumdungen — nur dann hat sie das Ehrenwort demokratisch verdient.

Auch und gerade der Nationalsozialismus beinhaltet wertvolles Werkzeug, gilt doch Joseph Goebbels, Doktor der Philologie, als Meister der Propaganda.

Über Goebbels sagte Arthur George Weidenfeld, der erste Autor, der, bereits im Jahr 1942, eine Studie über Goebbels‘ Propagandatechnik verfasst hatte:

„Er hat die zeitgenössischen Konzepte des politischen Marketing fusioniert und perfektioniert (…). Nicht nur bei der Massenkommunikation, auch bei bildender Kunst, Theatern, öffentlichen Ritualen. Diese Macht der Kommunikationslenkung hat keiner vor ihm und nach ihm gehabt.“

In Goebbels‘ Handbibliothek stand übrigens auch Edward Bernays Buch Propaganda, das heute mit dem Untertitel Die Kunst der Public Relations verkauft und von Klaus Kocks im Vorwort „als Leitbild täglicher Praxis und das derzeit modernste und wichtigste Werk der PR, obwohl es aus dem Jahr 1928 datiert“, bezeichnet wird.

In der nationalsozialistischen Sprache finden sich zahlreiche Techniken, die auch augenblicklich Anwendung finden, so die bereits erwähnten oftmaligen Wiederholungen, das theatralische, aggressive Reden mit bestimmten, oft wiederholten Schlagwörtern sowie der Hang zu Übertreibungen und Superlativen: „Wir steuern auf den Kollaps zu!“, „Uns drohen italienische Zustände!“, „Überfüllte Intensivstationen!“, „Knapp werdende Beatmungsgeräte!“, „Steigende Zahlen!“ — und allesamt in Endlosschleife. Außerdem neue Wortkreationen wie „Community-Maske“, „Covidioten“, „Risikogruppe“, „Social Distancing“, „Superspreader-Event“, „Corona-Party“, „Corona-Leugner“.

Dazu natürlich die „Maske“ als Kennzeichen des Gehorsams und der Zugehörigkeit zur Volksgemeinschaft, ihr Nichttragen als Ausweis des Volksschädlings.

„In dem Augenblick, da eine Propaganda bewusst wird, ist sie unwirksam“, äußerte Goebbels. Aber auch Hitler selbst wusste Bescheid über das Beeinflussen und Lenken von Massen, schrieb er doch in Mein Kampf:

„Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag“ (28, 29).


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/boris-johnson-great-reset/
(2) https://www.amazon.de/COVID-19-Great-Reset-Klaus-Schwab/dp/2940631123/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=klaus+schwab&qid=1603624355&sr=8-1
(3) https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/grosser-neustart/
(4) https://www.fr.de/wirtschaft/falsche-partner-13451334.html
(5) https://www.welt.de/debatte/kommentare/article141914839/Die-UN-sind-mindestens-so-versumpft-wie-die-Fifa.html
(6) https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/weltwirtschaftsforum/weltwirtschaftsforum-davos-wer-auf-der-gaesteliste-steht-16591127.html
(7) https://www.bayern.de/ministerpraesident-dr-markus-soeder-nimmt-an-weltwirtschaftsforum-in-davos-teil/
(8) https://www.amazon.de/Gastgeber-M%C3%A4chtigen-Klaus-Schwab-Weltwirtschaftsforum/dp/3898799859/ref=sr_1_7?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3SZKYS516WN6C&dchild=1&keywords=klaus+schwab&qid=1603979508&sprefix=klaus+schwab%2Caps%2C185&sr=8-7
(9) https://www.n-tv.de/politik/Spahn-dementiert-angeblichen-Lockdown-article21641486.html
(10) https://www.n-tv.de/wissen/Studie-Lockdown-rettete-drei-Millionen-Leben-article21832765.html
(11) https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2020/03/OPP1210755
(12) https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database#q/k=imperial%20college%20london
(13) https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-10/angela-merkel-coronavirus-appell-steigende-infektionszahlen
(14) https://www.youtube.com/watch?v=eHyYFbmSaXo
(15) https://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_des_Westens
(16) https://www.youtube.com/watch?v=5kxbbvfthVw
(17) http://www.konformitaetsexperiment.de/versuchsaufbau.shtml
(18) https://karrierebibel.de/konformitaet/
(19) Herber, Johannes: Almost Heaven. Berlin 2014.
(20) Schwartz, Steven (1987): Wie Pawlow auf den Hund kam … Die 15 klassischen Experimente der Psychologie. Weinheim und Basel 1991.
(21) https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment
(22) Browning, Christopher (1992): Ganz normale Männer. Reinbek 2020.
(23) Le Bon, Gustave (1895): Psychologie der Massen. Hamburg 2009.
(24) Aristoteles: Politik. Hamburg 2012.
(25) https://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/weisse-rose/61019/flugblatt-iii
(26) https://www.bpb.de/geschichte/nationalsozialismus/weisse-rose/61008/die-flugblaetter-im-wortlaut
(27) https://www.fr.de/kultur/literatur/schriftstellerin-monika-maron-ich-bin-freiheitssuechtig-90019674.html
(28) Bernays, Edward (1928): Propaganda. Die Kunst der Public Relations. Berlin 2019.
(29) Sodtke, Petra (2010): Propaganda im Nationalsozialismus. Inszenierung und Symbolik. München 2011.

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Norbert Häring: The Great Reset: Das Weltwirtschaftsforum plant den Großen Neustart, um ihn zu verhindern

Der Club der reichsten Menschen und der größten naturzerstörenden  Konzerne will den “Great Reset”, den Großen Neustart. Statt Armut, Krankheiten, Übervölkerung und Naturzerstörung verheißen uns die Megareichen eine faire Welt in Einklang mit der Natur. Absurd? Ja. Zynisch? Natürlich. Zu ignorieren? Auf keinen Fall.

Nach seiner Eigenbeschreibung ist das Weltwirtschaftsforum “DIE internationale Organisation für öffentlich-private Zusammenarbeit” und hat als Hauptziel “die Verbesserung des Zustands der Welt”. An Macht fehlt es der 1971 vom deutschen Wirtschaftswissenschaftler Klaus Schwab gegründeten Stiftung ebenso wenig wie an Selbstvertrauen. Seit Jahren pilgern fast alle wichtigen Regierungschefs der Welt zum jährlichen Treffen in Davos, um den Konzernen und Milliardären ihre Aufwartung zu machen.

lesen Sie weiter auf -> norberthaering.de

World Economic Forum -> The Great Reset

Sarah Wagenknecht: Alles Verschwörungstheorien?! Über schräge Debatten und warum der Steuerzahler wieder der Dumme ist

Nach wochenlangem Gezerre haben sich Bundesregierung und Lufthansa über ein Rettungspaket für die taumelnde Airline geeinigt. Auch wenn noch nicht alles beschlossene Sache ist: Bei den bekannt gewordenen Konditionen bleibt einem die Spucke weg! Neun Milliarden Euro Staatshilften und Bürgschaften soll die Lufthansa erhalten – aus dem Geschäft will sich der Staat aber komplett heraushalten. Offensichtlich geht es bei dieser Rettung eher um der Altaktionäre als um den Erhalt von zehntausenden Jobs und einer essenziellen Infrastruktur.  Aber wehe dem, der in diesen Tagen hinter politischen Entscheidungen die Einflussnahme von Lobbyisten oder Interessensverbänden wittert. “Verschwörungstheorie!!” heißt es dann gleich aus vielen Ecken. Dass wir dieser Debatte nicht auf den Leim gehen dürfen und wie wichtig es ist, über die finanzielle Abhängigkeit öffentlicher Institutionen von privaten Geldgebern und die kommerzielle Einflussnahme auf politische Entscheidungen zu reden – darüber spreche ich diese Woche im Video. Melde dich an für meinen Newsletter »Team Sahra« um die wöchentlichen Videos und mehr jeden Donnerstag direkt in Dein Postfach zu bekommen: https://www.team-sahra.de

YouTube Kanal: Sarah Wagenknecht

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Ich will mich heute mit 2 Themen beschäftigen zum einen mit der inzwischen ja wirklich breit geführten Debatte über Verschwörungstheorien und zum anderen damit warum bei den aktuellen rettungspaketen leider alles danach aussieht dass genau wie in der letzten Finanzkrise der Steuerzahler am Ende wieder der dumme sein wird und diese 2 Themen haben tatsächlich mehr miteinander zu tun als das wahrscheinlich auf den ersten Blick erscheinen Mark fangen wir an mit den Verschwörungstheorie Es sind ja jetzt ganz viele Artikel erschienen die davor warnen dass Verschwörungstheorien im Umlauf sind anders sind die aktuellen Demonstrationen aber es wird natürlich auch immer wieder davor gewarnt dass im Netz also sehr viel süßes Zeug verbreitet wird und ist da was dran weil es werden natürlich tatsächlich auch sehr merkwürdig und abenteuerliche Theorien verbreitet Ich denke zum Beispiel daran dass wirklich einige ernsthaft glauben Bill Gates hätte sich die pandemie ausgedacht um die Weltherrschaft zu ergreifen oder wir sollten alle in Zukunft ein mikrochip eingeimpft bekommen das ist natürlich abenteuerliches Zeug aber es ist auch nicht so ganz neu also Ich erinnere mich dass mir seit vielen Jahren schon Menschen schreiben die allen Ernstes davon überzeugt sind dass im kondensstreifen der Flugzeuge Chemikalien versprüht werden die uns alle geistig umnachtet sollen glaub ich mal die Theorie hat jetzt wahrscheinlich in der corona Krise Anhänger verloren weil sollte es nicht mehr viele Flugzeuge und nicht mehr viele kondensstreifen wir müssen wir Kollektiv ein unglaubliches erwachen und eine Erleuchtung wahrnehmen Na ja also ja Es gibt Unsinn Es gibt wirklich wüstes Zeug und davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen das ist richtig und das Verschwörungstheorie zu nennen ist auch durchaus nachvollziehbar was mich aber schon stört und was mir auch etwas Sorge macht ist die alt wie diese Debatte inzwischen geführt wird und die Ausweitung des Begriffs Verschwörungstheorie wenn man genau hinguckt läuft das nämlich darauf hinaus eigentlich jeden erklärungsansatz zu diskreditieren der danach fragt ob hinter politischen Entscheidungen um möglich Interessen oder auch einflussnahmen stehen und wenn man das nicht mehr machen darf dann entfällt natürlich jede kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Politik weil es ist leider keine Verschwörungstheorie sondern harte Realität dass wirtschaftliche Interessen Gruppen politische Entscheidungen massiv beeinflussen das kommerzielle Interessen in Bereiche hinein reichen und hineinwirken die eigentlich Gemeinwohl orientiert sein sollten es aber eben nicht mehr sind und diese Verflechtung diese Hintergründe diese Einflussnahme der natürlich müssen wir die aufdecken mit Verschwörungstheorie hat das nichts zu tun also vor kurzem hat mich jemand und Er hat es gut gemeint ganz erschüttert gefragt nachdem was viel so um läuft warum glauben die Leute eigentlich nicht mehr der Wissenschaft ja da muss ich sagen das ist natürlich nicht erstaunlich dass viele Menschen nicht mehr der Wissenschaft glauben weil es die Wissenschaft erstens nicht gibt aber vor allem weil sie immer wieder erlebt haben das ihnen Leute als vermeintliche Experten präsentiert wurden die in Wahrheit und wenn man genau hinschaut dass ich als lobbyist net Punkt also ich erinnere daran wie anfang des jahrtausends um das Jahr 2001 herum massenhaft irgendwelche sogenannten Experten durch die Talkshows tourten die uns erzählt haben und erklärt haben als große Wissenschaftler und Ökonomen dass die gesetzliche Rente nichts taugt und dass wir auf private Vorsorge setzen müssen auf die Finanzmärkte weil das so rentabel ist und irgendwann stellte sich raus diese ganzen vermeintlichen Experten schon auf der Gehalts Lobby der Finanzwirtschaft sassen aufsichtsräten von Versicherungen wie beispielsweise ein gewisser Herr Raffelhüschen der bis heute immer wieder als Experte zu dem Thema befragt wird einfach zu beantworten Es gibt keine Altersarmut in Deutschland sie ist quasi irrelevant ja wenn man das erlebt glaubt man dann noch Experten oder ist man gut beraten ihn zu glauben aber umgekehrt was passiert wenn gar nichts mehr geglaubt wird wenn alles sich relativiert das ist natürlich ein Problem und genau so ist es ein Problem wenn Universitäten staatlich so schlecht finanziert werden dass sie immer mehr von drittmitteln abhängen drittmittel das sind Finanzierungen der Industrie aber hinter diesem Finanzierungen stehen natürlich kommerzielle Interessen oder sollen wir doch keiner sagen dass das nicht studienergebnisse beeinflusst Wer sie bezahlt also in dem Bereich wo ich mich auskenne nämlich in der Ökonomie kann ich das ganz klar sagen Es gibt völlig gegensätzliche Ergebnisse von Studien je nachdem ob sie in einem gewerkschaftsnahen Institut oder in einem arbeitgebernahen Institut beauftragt dann kann man sagen gut bei der Ökonomie da ist natürlich alles noch viel manipulierbarer weil man ja unterschiedliche Annahmen in die Modelle einbauen kann aber ist das wirklich bei der Medizin und bei Naturwissenschaften soviel anders in welcher auch ein Beispiel was zunächst mit corona nichts zu tun hat das Beispiel des herbizids Glyphosat Es gibt ja nun wirklich überwältigende Indizien dass dieses Mittel Krebs verursacht einfach weil ganz viele Menschen die es angewandt haben Krebs bekommen haben weil in den Regionen wo es massiv eingesetzt wurde die krebsrate gestiegen ist trotzdem gibt es allen Ernstes natürlich jede Menge Studien die das widerlegen ganz Wissenschaft viele dieser Studien sind ganz zufällig von Unternehmen wie Monsanto finanziert worden zumindest indirekt oder von links und Stiftungen die wiederum mit Monsanto zusammenarbeiten und diese Studien wiederum bedeuten Lobbyarbeit die immerhin bis heute erfolgreich erreicht hat das nie Fuß Art nicht verboten ja klar glauben die Leute irgendwann nicht mehr was Wissenschaftler sagen und natürlich ist das ein Problem aber wenn wir das Problem lösen wollen dann müssen wir Universitäten öffentlich voll finanzieren und diese ganze Drittmittel Geschichte endlich beenden und natürlich sehe ich es auch als problematisch an das selbst Mediziner dass er ki ja nun eine Schlüssel Behörde sind in dieser ganzen corona pandemie die ganz entscheidend mit ihren Ratschlägen waren und sind was wir tun sollen was wir nicht tun sollen dass Mediziner im RKI ebenfalls teilweise im beratergremien Pharmakonzerne sitzen oder auch ihre Studien ihre Arbeit von Pharmakonzern bezahlt wird dass RKI macht das transparent auf der eigenen Webseite das ist ja positiv aber das ändert doch ein Abhängigkeiten nichts die dadurch entstehen und deswegen muss man ganz klar sagen überall wo der Staat sich zurückzieht da kommen die kommerziellen Interessen rein das Ergebnis ist dann eben keine unabhängige Forschung sondern eine abhängige keine objektive Wissenschaft sondern Lobbyismus und wenn man das zulässt muss man sich nicht wundern dass viele Menschen erhebliche Zweifel an den Ergebnissen haben die dann so entstehen und an den Studien und an dem Handeln von Institutionen die auf diese Weise beeinflusst sind. Das größte Beispiel ist ja die Weltgesundheitsorganisation seit die Staaten ihre Mitgliedsbeiträge eingefroren haben, sie immer weniger finanzieren, wird sie von privaten Spendern finanziert und natürlich kommen die mit ihren Interessen. Das ist ja ganz deutlich sie wollen dass ihr Geld für Dinge eingesetzt wird mit denen wiederum sie selber Geld verdienen können, ja klar so geht der Kommerz. Aber so nicht eine Organisation handeln die von der UNO beauftragt ist mit ihren mitteln eigentlich das bestmögliche für die allgemeine Gesundheit zu erreichen.

Man muss auch alle Alarmglocken schrillen lassen wenn beispielsweise die UNO jetzt ein Memorandum of Understanding unterzeichnet mit dem Weltwirtschaftsforum. Das Weltwirtschaftsforum ist die Lobbyorganisation der 1000 größten multinationalen Konzerne die sich sowieso schon gerne als Weltregierung aufspielen wollen. Was soll eine Kooperation zwischen diesem Gremium hinter dem unglaublich viel Geld und eine ganz klare Strategie steht mit der UN hinter der wenig Geld und sehr viel Uneinigkeit leider steht. Ich glaube nicht dass wir so die internationalen Angelegenheiten besser verwalten und organisieren sondern eher die Gefahr besteht, dass so natürlich Konzerninteressen noch massiver sich durchsetzen noch ungehemmter Einfluss nehmen auf internationale Entscheidungen.

Genau das schreckt dann Menschen natürlich auch wieder genau das führt natürlich auch dazu das viele an allem zweifeln und das am Ende auch ganz abenteuerliche Theorien plötzlich Verbreitung finden weil ja die Leute einfach nicht mehr wissen was sie noch glauben sollen in einer Welt wo Wissenschaft, wo öffentliche Institutionen plötzlich privat finanziert werden unter privatem Einfluss stehen das ist ein großes Problem also natürlich. Es gibt massiven Einfluss privater wirtschaftlicher Interessengruppen auf politische Entscheidungen diesen Einfluss müssen wir ansprechen wir dürfen uns nie einreden lassen das sei eine Verschwörungstheorie.

Da sind wir jetzt bei den aktuellen Rettungspaketen bei dem was die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat in der corona Krise und ich sag vorab natürlich ist auch viel richtiges dabei und Ich bin auch froh dass jetzt offenbar sogar noch ein neues Programm kommen soll gerade für Solo Selbständige Freiberufler und kleine Unternehmen die bisher sehr wenig bekommen haben die teilweise wirklich ihr Lebenswerk gerade zusammenbrechen sehen und das hier nochmal mehr Mittel gegeben werden sollen für diese Gruppe die ja auf jeden Fall dringend Hilfe braucht. Also die rettungspakete als solche sind natürlich nicht falsch aber wir müssen mal gucken wo die größten Summen hinfließen.

Da will ich jetzt wirklich nur ein Beispiel nehmen und das ist die Lufthansa Rettung und auch da ist es nicht falsch dass man eine Airline wie die Lufthansa die eine Schlüsselstellung in Deutschland hat dass man sie natürlich vor der Pleite bewahren muss dass man sie auch und ihre vielen beschäftigten schützen muss dagegen dass irgendein ausländischer Wettbewerber kommt und die Landungen und Starts übernimmt und ansonsten das Unternehmen zerfleddert und die Leute rausschmeißt ja da muss der Staat tätig werden aber er muss tätig werden im Sinne dessen dass er dieses Unternehmen als ein Anbieter einer wichtigen infrastrukturleistung und als einen großen arber zeitgeber also sprich die vielen beschäftigten Schütz. Er muss nicht tätig werden als Schutzherr der alten Aktionäre der Lufthansa und hier sehe ich jetzt wirklich ein richtig großes Problem und das hat wieder mit Einfluss zu tun das hat wieder was damit zu tun Wer politische Entscheidungen bestimmt es ist doch wirklich frappierend dass wir jetzt bei der Lufthansa Rettung genau die gleichen Fehler wieder machen wie schon in der Finanzkrise schon damals ist Deutschland ein anderen weggegangen als viele andere Länder selbst die USA hat damals Banken verstaatlicht später wieder verkauft und immerhin am Ende dabei für den Steuerzahler ein Gewinn von 48 Milliarden Dollar gemacht. Deutschland dagegen hat nur die Schrott Boden verstaatlicht wie der HE die wirklich komplett Pleite waren die keiner mehr haben wollte und damit deren Verluste übernommen. Bei der Commerzbank hat man das gemacht was man jetzt bei Lufthansa wieder machen will man gibt sehr viel Geld in ein Unternehmen, aber man verzichtet auf jeden Einfluss indem man sich eine stille Beteiligung kauft. Stille Beteiligung heißt eben der Steuerzahler trägt die Verluste aber am Ende sagt er auf keinen Fall irgendetwas bestimmte irgendetwas mit der Finanzkrise war das Ergebnis dass wir als Steuerzahler dort mit einem Verlust von 46 Milliarden herausgegangen sind. Nochmal zum Vermerk Verstaatlichung in den USA Gewinn von 48 Milliarden Dollar am Ende in Deutschland stille Beteiligung Verlust und 46 Milliarden und trotzdem macht man das jetzt wieder so die Lufthansa ist aktuell 4 Milliarden Euro wert an der Börse. Der Staat gibt jetzt nachdem was zurzeit verhandelt wurde und das scheint er jetzt soweit abgestimmt zu sein der Staat 9 Milliarden Euro in ein Unternehmen geben was zur Zeit an der Börse nur 4 Milliarden Euro wert ist und sich trotzdem nur mit 20% Aktienanteile begnügen plus einer Wandelanleihe die dann maximal 25% ergibt.

Ja das ist doch so als wenn ich einen alten Gebrauchtwagen kaufe der ungefähr ein Wert von 4000€ ich bezahle aber den Vorbesitzer 9000€ dafür und ich Räume ihm außerdem noch das Recht ein dass er natürlich bestimmen kann wann er weiterfährt und ich eigentlich überhaupt nichts mit dem Auto zu tun haben will. Ja was ist denn das für ein Investor? Niemand würde so agieren und hier muss man wirklich sagen natürlich wird am ende der steuerzahler dann der dumme sein genauso wie in der finanzkrise wenn wir also die Lufthansa retten und dafür spricht alles dann müssen wir nicht das alte Geschäftsmodell der Lufthansa retten sondern ein Unternehmen dass wir unsere Infrastruktur wichtig ist und das sehr viele Menschen beschäftigt aber genau da wenn man überhaupt keinen Einfluss nehmen und man muss deutlich sagen seit der Privatisierung ist das Geschäftsmodell der Lufthansa eines das nicht mehr darauf orientiert ist gemeinwohlorientierte wirtschaften das nicht mehr darauf orientiert ist Beschäftigung zu sichern oder einigermaßen gut zu bezahlen sondern das ausschließlich darauf orientiert ist die schlüsselstellung am deutschen Markt im Interesse der Aktionäre maximal auszubeuten das sieht man zum Beispiel daran dass die Lufthansa heute Tochtergesellschaften in Panama auf den auf den britischen jungferninseln und in vielen anderen illustren Steueroasen unterhält weil sie den deutschen Staat betrügt weil sie Gewinne dort wäscht und steuerzahlungen nicht leistet und das wird einem doch der kam so viele kleine gastwirte oder ladenbesitzer die immer brav ihre Steuern gezahlt haben werden jetzt nicht gerettet aber ein Unternehmen wie die Lufthansa dass seine steuerzahlung minimiert hat bekommt jetzt staatsgeld und es wird noch nicht mal verlangt dass in Zukunft in Deutschland ordentlich Steuern gezahlt werden spricht dass man diese Tochtergesellschaften in Panama und anderen Steueroasen schließt wird nicht verlangt dass du unglaublich so kann man Rettung nicht gestalten es sei denn man sagt ganz offen ja wir retten mit Steuergeld nicht Arbeitsplätze direkt mit Steuergeld nicht Infrastruktur sondern wir retten altaktionäre und da ist sie wieder da is es wieder das Bündnis zwischengruppe im Geschäft und korrupter Politik so muss man leider sagen und oft genug ist es ja so wenn solche Rettungsaktionen stattfinden irgendwann findet sich dann plötzlich ein Politiker daran beteiligt war irgendwo wieder in einem Aufsichtsrat oder in einer anderen Schlüsselposition gut bezahlt weil man muss ja irgendwas machen wenn die Politiker ihre vorbei ist insoweit das ist leider keine Verschwörungstheorie das sind Einflussnahmen und dieser Einflussnahme müssen wir zum Thema machen, gerade um sie zu verhindern, gerade um das zu verändern was unsere Demokratie kaputt macht. und in dem Zusammenhang habe ich zum Abschluss ein sehr schönes Buch diesmal auch nicht so dick wie die letzten und zwar von Michael Hartmann die abgehobenen wie die Eliten die Demokratie gefährden Ein Mann im weil ich kein Verschwörungstheoretiker ist sondern jemand der sehr seriös analysiert hat wie tatsächlich die Superreichen die Oberschicht die Politik beeinflussen wie sie die Demokratie untergraben und wie dort eben tatsächlich alles das man ethischen grundsätzen und Moral und auch gemeinwohlverpflichtung was ja sogar unser Grundgesetz vorschreibt wie alles das eigentlich irrelevant geworden ist oder für viele vielleicht auch schon immer also das kann ich euch ans Herz legen ansonsten bis zum nächsten Mal machts gut bleib gesund und Wir sehen uns bald wieder

Heinrich Böll Stiftung: Bill & Melinda Gates Stiftung – Wohlwollende Alleinherrscher?

Die Bill and Melinda Gates Foundation hat eine PR-Firma dafür bezahlt, heimlich den einzigen UN-Prozess zur Regulierung von Gene-Drive-Technologien – der unkontrollierten Freisetzung genetisch manipulierter Lebewesen – zu unterwandern. Darauf lassen über 1.000 E-Mails schließen, die am vergangenen Montag offengelegt wurden.

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