Rubikon: Christian Kreiß: Gipfel der Unverhältnismäßigkeit

Wegen Corona stürzt die Welt in eine Jahrhundertrezession, wird Macht in ungesunder Weise in den Händen Weniger gebündelt.

Kommentar der Redaktion: Christian Kreiß zählt nicht die Toten sondern die Vernichtung von Lebensjahren und kommt zu dem Schluß, dass die Corona Maßnahmen mehr Lebensjahre kosten als sie retten.

Corona-Angepasste vertreten den Gesundheitsschutz und das Recht auf Leben; Skeptiker können höchstens ein paar formaljuristische Argumente für sich verbuchen. Dieser Eindruck wird jedenfalls in den meisten öffentlichen Debatten erweckt. Aber nichts könnte falscher sein. Die weltweiten Corona-Maßnahmen schädigen die Gesundheit, die wirtschaftliche und soziale Integrität von Millionen Menschen. Das kostet am Ende auch Leben. Der Autor rechnet aus, dass mit den Regierungsbeschlüssen, die Ansteckungen verhindern sollen, etwa 14- bis 28mal so viele Menschenleben vernichtet werden als durch das Virus selbst. Es geht also keineswegs darum, dass Kritiker — wie fälschlich und polemisch oft behauptet wird — behaupteten, die Krankheit Covid-19 existiere gar nicht; vielmehr tun Linientreue so, als existierten die vielen durch Maßnahmen verursachten Leiden und Opfer gar nicht, was einer Verhöhnung der Betroffenen gleichkommt. Dieser Artikel ist das Manuskript einer Rede, die der Autor bei einer Corona-Demonstration am 17. April 2021 in München gehalten hat.

Weil die deutschen Leitmedien unsere Demo-Reden entweder totschweigen oder vollkommen irreführend darstellen, soll hier meine Rede auf der Corona-Demo in München am 17. April 2021 wiedergegeben werden (1).

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

https://www.rubikon.news/artikel/gipfel-der-unverhaltnismassigkeit

Wirtschaftliche Entwicklung

Wir haben 2020 den größten Wirtschaftsabsturz seit Kriegsende erlebt. Ökonomen sprechen daher von einer Jahrhundertrezession: Die Weltwirtschaft ist um 4,4 Prozent abgestürzt. Grund dafür waren und sind die Lockdowns. Dadurch wurden die Bewegungen der Menschen in den Industrieländern um 50 Prozent, in den Entwicklungsländern um 60 Prozent heruntergefahren. Hunderttausende von Künstlern und Selbständigen sind dadurch bis heute arbeitslos, das Kulturleben liegt brach, wir haben enorme Kurzarbeit, steigende Selbstmordzahlen, Familientragödien. Millionen von Kindern gehen nicht in die Schule oder mit Masken, überall diese Masken, selbst im Freien, wo sie vollkommen sinnlos sind, wie zahllose wissenschaftliche Studien zeigen.

Natürlich gibt es das Virus. Es ist gefährlich für sehr alte und multimorbid stark vorerkrankte Menschen. Ich habe deswegen über sechs Monate nicht meine Eltern besucht. Aber die Lockdowns in unserem Lande sind vollkommen unverhältnismäßig. Sie richten einen ungleich größeren Schaden an, als sie Nutzen stiften. Der Schaden, den unsere Politiker, allen voran Merkel und Söder, in den letzten 13 Monaten angerichtet haben, ist der größte wirtschaftliche, soziale und menschliche Schaden seit Kriegsende. Das ist ein Skandal, weil vollkommen unverhältnismäßig. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Auswirkungen dieser Jahrhundertrezession

Besonders anschaulich sieht man das ganze Ausmaß der Zerstörung und die ganze Unsinnigkeit der Corona-Abwehrmaßnahmen, wenn man in die Dritte Welt schaut. Die Zahl der in Armut lebenden Menschen ist durch die Lockdowns dramatisch gestiegen. Am schlimmsten hat es die Kinder erwischt. Momentan verhungern weltweit wegen der Lockdowns in den Entwicklungsländern etwa 12.000 zusätzliche Kinder pro Tag (2). Derzeit gibt es etwa 10.000 Corona-Tote pro Tag (3). Das Median- und Durchschnittsalter der an oder mit Corona Verstorbenen liegt um die 80. Man kann nun grob folgende Rechnung machen.

Wenn man annimmt, dass die an oder mit Covid Verstorbenen vielleicht noch eine Lebenserwartung von 3 bis 5 Jahren gehabt hätten, so heißt das, dass durch Covid derzeit etwa 30.000 bis 50.000 Lebensjahre vernichtet werden. Nimmt man an, dass die durch die Lockdowns derzeit zusätzlich verhungernden 12.000 Kinder pro Tag noch eine Lebenserwartung von 60 bis 70 Jahren gehabt hätten, so heißt das, dass durch die Lockdowns 720.000 bis 840.000 Lebensjahre vernichtet werden. Es werden also durch die Corona-Verhinderungs-Maßnahmen etwa 14 bis 28 Mal mehr Lebensjahre vernichtet als gerettet.

In diese Zahlen ist noch nicht das Leid durch die geschlossenen Schulen, das Wegsperren der Kinder zu Hause, die stark gestiegenen Suizide, die aufgeschobenen Arztbesuche und so weiter, also die ganzen sozialen und gesundheitlichen Folgekosten enthalten. Ich rechne daher damit, dass durch die Corona-Verhinderungsmaßnahmen in der Dritten Welt mindesten 30 bis 50 Mal so viele Lebensjahre vernichtet wie gerettet werden. Auch bei uns in Deutschland werden meiner Einschätzung nach durch die Corona-Verhinderungs-Maßnahmen sehr viel mehr Lebensjahre vernichtet als gerettet.

Man verkauft uns hier einen Genozid als Heilmaßnahme. Das ist eine gigantische Lüge.

Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Unverhältnismäßigkeit auch bei uns

Diese Lockdowns sind vollkommen unverhältnismäßig, der Schaden ist ungleich höher als der Nutzen. Das gilt auch für Deutschland. Professor Raffelhüschen, ein Rentenexperte, hat ausgerechnet, dass in Deutschland durch die Lockdowns 10 bis 100 Mal so viele Lebensjahre vernichtet als gerettet werden.

Selbst der frühere amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin sagte letzten Sommer im Juni, wenn eine zweite Corona-Welle kommt, dann wird es keine Lockdowns geben, denn die seien unverhältnismäßig. Der Schaden sei größer als der Nutzen, selbst der gesundheitliche. Von dieser Einsicht sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Unsere ergriffenen Covid-Maßnahmen waren und sind vollkommen unverhältnismäßig. Mittel und Zweck stehen in keinerlei vernünftigem Verhältnis. Wir müssen sie sofort beenden. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Was sagen unsere Politiker und die Presse dazu?

Entwicklungsminister Müller (CSU) weiß das, was ich gerade zu den Entwicklungsländern gesagt habe, ganz genau. Der CSU-Minister sagte 2020: „An den Folgen der Lockdowns werden weit mehr Menschen sterben als am Virus“.

Die einzig logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis des Herrn Müller sollte, bei gesundem Menschenverstand betrachtet, sein, dass man sofort die Lockdowns beendet. Denn dann würden auch die dadurch verursachten Tode beendet. Aber genau das sagt der CSU-Minister nicht, sondern nennt alle möglichen irrelevanten Gegenmaßnahmen. Das ist in hohem Ausmaß heuchlerisch und verlogen. Genauso macht es die NGO Oxfam, die Zahlungen von der Großindustrie bekommt und die Süddeutsche Zeitung. Alle schweigen sich aus über die einzig sinnvolle Maßnahme, die sofortige Beendigung der Lockdowns. Das ist ungeheuer irreführend, heuchlerisch und verlogen. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Apropos Medien

Nicht nur zum Elend in anderen Ländern berichten unsere Staats- und Mainstreammedien heuchlerisch und verlogen, sondern auch zu Modellen, die anders, menschlicher mit diesem Virus umgehen: zum Beispiel zu Schweden, dem Lieblingsfeind der deutschen Staats- und Privatmedien. Die Staatsmedien bekommen ihre Order von oben. Unsere Privatmedien sind in Händen von einem knappen Dutzend von Milliardärs- oder Multimillionärsfamilien, die uns wegen ihrer Milliarden Tag und Nacht mit ihrer Privatmeinung beschallen dürfen.

In Schweden war der Umgang mit dem Virus tatsächlich völlig anders als bei uns, extrem menschlich statt unmenschlich und freiheitsverachtend wie in Deutschland. Es gab praktisch keine Masken, keinen Maskenzwang, keine Lockdowns, keine Schulschließungen, wenig Angst, so gut wie keine Denunziationen. Es war einfach ein menschlicher Umgang mit dem Virus.

Das hat die deutschen Politiker und Medien in ihrem Hochmut ungeheuer gestört, denn dadurch wurde ja tagtäglich der unmenschliche, freiheitsabwürgende, zerstörerische, permanent angstschürende Umgang mit dem Virus in Deutschland in Frage gestellt. Also wurden die schwedischen Maßnahmen irreführend, verzerrt und verlogen dargestellt, damit die guten deutschen Leser nicht auf dumme Gedanken kommen. Deshalb wurde dieses menschliche Gegenbeispiel niedergemacht.

In Deutschlandradio konnten wir am 5. August 2020 lesen: „Schweden verzeichnet trotz lockerer Corona-Maßnahmen einen mit Deutschland vergleichbaren Wirtschaftseinbruch“. Das war eine Lüge in den deutschen Staatsnachrichten. Denn zu dieser Zeit war der Wirtschaftsabsturz in Deutschland ziemlich genau doppelt so stark wie in Schweden.

In der Süddeutschen Zeitung schrieb am 24.8.2020 der Leiter der Wirtschaftsredaktion, Dr. Marc Beise: „Die ökonomischen Kosten sind in beiden Ländern praktisch gleich.“ Entweder kann der Mann, Dr. Marc Beise, keine Zahlen lesen. Dann ist er auch dem falschen Posten als Chef des Wirtschaftsresorts. Oder Dr. Marc Beise, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung, hat gelogen. Ich wiederhole. Dr. Marc Beise, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung, hat gelogen.

Die Bild-Zeitung schrieb am 20.8.2020: „Wegen Corona: Schweden hat die meisten Todesfälle seit 150 Jahren“. Das war eine absolut irreführende Darstellung. Denn was die Bild-Zeitung verschwieg, war, dass sich die Einwohnerzahl in Schweden in diesen 150 Jahren verzweieinhalbfacht hatte. Die Gesamtmortalität Schwedens pro eine Million Einwohne lag 2020 nicht signifikant höher als in den Jahren 2016, 2017 und 2018. So läuft in Deutschland die Berichterstattung in den Mainstream-Medien. Selbst die Covid-Mortalität Schwedens ist niedriger als in einigen anderen Ländern und nicht sehr viel höher als in Deutschland.

Unsere Leitmedien berichten in einem Ausmaß unehrlich, unwahrhaftig, heuchlerisch und lügnerisch, dass es schier unfassbar ist.

Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Die Schere geht auf — Gewinner und Verlierer

Bis jetzt haben den einen Blick auf das Elend geworfen, das durch die Lockdowns verursacht wird. Jetzt wollen wir uns einmal die Gegenseite ansehen. Während auf der einen Seite Millionen von Menschen durch unsere Bundesregierung, durch unsere Landeregierung ins Unglück gestürzt, in Existenzaufgabe gestürzt, in Arbeitslosigkeit gestürzt werden, profitieren auf der anderen Seite einige wenige Großkonzerne und Multimilliardäre in noch nie dagewesenem Maße von dem Elend der anderen. Ich betone: Sie profitieren durch, wegen des Elends. Weil zahllose Selbständige und Mittelständler in den Untergang getrieben werden, werden die großen reich und reicher, Stichwort amazon: Mögen die Innenstädte zugrunde gehen, es profitieren die großen Konzerne und die Oligarchen-Milliardäre dahinter.

Aber genauso in Deutschland. Stichwort BMW. Auf der Hauptversammlung letztes Jahr, während der Lockdowns, haben sich die Eigentümer noch schnell eine Dividende von weit über einer Milliarde gegönnt, die vor allem an zwei Multimilliardäre fließt, Quandt und Klatten — gleichzeitig werden vom Konzern Millionen Euro in Form von Kurzarbeitergeld kassiert, die wir Steuerzahler alle zahlen, dank sei Merkel und Söder. Das ist ein Skandal. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Stichwort Daimler: Die Hauptversammlung hat vor Kurzem die Dividende um über 40 Prozent erhöht, das ist etwa eine halbe Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Die Dividenden fließen zum größten Teil an Multimillionäre und Milliardäre. Gleichzeitig erhält Daimler hunderte Millionen Euro an Staatsgeldern, zum Beispiel für Kurzarbeit oder Elektroprämien die wir Steuerzahler alle finanzieren. Wir alle finanzieren also die Dividenden an die Multimillionäre durch Steuertransfers. Das ist ein riesiges Unrecht, was unsere Politiker, allen voran Merkel und Söder hier machen. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Die Großen fressen die Kleinen

In Krisenzeiten kann man riesige Gewinne machen. Ein Beispiel: Am Kursabsturz von Wirecard hat eine Gruppe von short-Spekulanten, die auf sinkende Kurse wetteten, laut Wall Street Journal an zwei (!) Tagen letzten Juni 2,6 Milliarden Dollar Gewinne gemacht. Das ist ein erster Vorgeschmack: Wir bekommen eine Ahnung welche Gewinne erst locken, wenn ganze Industriebranchen, ganze Volkswirtschaften kollabieren. Und unsere Politiker schauen zu, ja applaudieren.

Wie man so richtig vom Elend anderer profitieren, durch das Elend anderer so richtig reich werden kann, zeigt die große Finanz- und Wirtschaftskrise von 1907. Damals hat JP Morgan mit seinem Bankenimperium einen riesigen Wirtschaftsabsturz herbeigeführt, indem er im August neue Kredite verweigerte. Im Crash hat er seinen Konkurrenten zugesehen, wie sie pleitegehen, billig Aktien aufgekauft und riesige Marktanteile gewonnen. Nach der Krise war er unendlich viel reicher als davor.

Dieses Spiel klappt heute genauso. Je länger die Lockdowns, desto schlimmer geht es dem Mittelstand und den Selbständigen, desto höher die Marktanteilsgewinne, desto höher die Profite. Lockdowns sind ein Segen für die Großen, für die Konzerne, für die Milliardäre und ihre Helfershelfer, die Politiker. Je länger, je härter, je abwürgender, desto besser, desto mehr sprudeln die Gewinne. Ich war sieben Jahre Investmentbanker.

Wie kommt man zu möglichst langen Lockdowns? Der Schlüssel dazu ist: ANGST!!! Soviel Angst wie irgend möglich.

Angst frisst Hirn. Die Menschen werden betäubt. Je größer die Angst, desto länger und härter lassen sich die Menschen die Lockdowns bieten, ohne sie zu hinterfragen. Angst ist der Schlüssel.

Sie wird SYSTEMATISCH geschürt. Dazu gibt es sogar ein internes Papier des Innenministeriums vom Frühjahr 2020, das sagt, dass Angst bewusst geschürt werden soll, gerade bei Kindern und Jugendlichen. Hier läuft systematische, unrechtmäßige Panikmache. Das ist ein großes Unrecht. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Die Strategie funktioniert. Durch die Lockdowns besitzen heute 20 Multimilliardäre genauso viel Vermögen wie die untere Hälfte der Erdbevölkerung, wie knapp vier Milliarden Menschen zusammen. Vor 10 Jahren brauchte man dafür noch 388 Milliardäre. Wir sehen eine enorme Machtkonzentration and der obersten Spitze der Machthierarchie.

Fonds wie Blackrock machen die höchsten Gewinne der Geschichte. Die Gewinne der Investmentbanken schießen nach oben. Der Vermögenszuwachs von Oligarchen wie Bill Gates, Jeff Bezos, Zuckerberg, Brin, Page ist geschichtlich einzigartig. Diese Leute hat nie jemand gewählt. Sie werden aber wie Staatschefs von unserer rückgratlosen Regierung empfangen, bekommen prime time im deutschen Staatsfernsehen. Vermögenszuwachs übersetzt sich in politischen Machtzuwachs über Parteispenden, Lobbyismus und den Kauf von Politikern. Aber diese Oligarchen hat nie jemand gewählt. Das sind absolut antidemokratische Prozesse, demokratiezerstörende Prozesse. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Faschismus

Und damit komme ich zum entscheidenden Punkt. Die Bündelung von Macht in den Händen sehr weniger, sehr vermögender, nicht demokratisch gewählter Menschen nimmt durch die Lockdowns, durch die bewusste, geplante und orchestrierte Angstverbreitung dramatisch zu. Bündel heißt auf Italienisch il fascio. Daher kommt der Begriff Faschismus.

Ich habe die große Sorge, dass Corona für diese Zwecke bewusst missbraucht wird, dass die ganze Angsterzeugung mit der Absicht gemacht wird, faschistische Prozesse voranzutreiben, konkret:

Die Bündelung von Macht in den Händen von Wenigen, die von niemandem gewählt wurden. Das sind sehr gefährliche, antidemokratische Entwicklungen. Ich habe große Sorge um unsere Demokratie.

Ich habe die große Sorge, dass unsere Grundrechte dauerhaft eingeschränkt werden. Ich habe die große Sorge, dass unser wunderbares Grundgesetz, das wir uns mit so viel Leid errungen haben, immer mehr ausgehebelt wird. Dagegen will ich mich wehren. Das spüren, glaube ich, irgendwie alle, die hier sind. Deshalb sind wir hier auf dieser friedlichen Demo: für Freiheit, für Demokratie, für Menschenwürde und für unsere kostbaren Grundrechte. Deshalb stehen wir hier und demonstrieren.

Ermutigung

Zum Schluss möchte ich aber uns alle ermutigen. Es gibt eine neue Partei: dieBasis. Dort gibt es einen Block Achtsamkeit, Beachtung der Menschlichkeit. Woher kommt Gesundheit? Woher kommt innere Stärke? Ich glaube, wir können ganz viel Kraft schöpfen aus geistiger, aus spiritueller Entwicklung, aus Meditation, Beten, innerer Versenkung egal, welcher Religion oder Strömung. Dadurch finden wir Kraft in uns. Innere Erkenntnis ist oft sehr schmerzhaft. Man muss ungeheuer ehrlich und aufrichtig sein. Nach dem Motto „Erkenne dich selbst“ erkennt man schließlich auch die Welt sehr viel besser als zuvor.

Wir haben ungeheure Kraft in uns. Wir nutzen unser Hirn nur zu wenigen Prozent. Wir nutzen unser Herz vermutlich nur zu wenigen Promill. Lasst uns innerlich stark werden, dann können wir auch äußerlich stark werden, dann können wir das große Unrecht überwinden.

Leute, lassen wir uns nicht entmutigen! Vernunft und gesunder Menschenverstand werden siegen! Lawinen beginnen mit wenigen Steinchen oder Schneeflocken ganz oben. Lasst uns mit Wahrheit, Mut und Kraft eine kritische Menschenmasse gewinnen und eine Lawine auslösen.

Lassen wir uns nicht unterkriegen! Echte Stärke kommt von innen, von innerer Überzeugung, aus geistigen, aus spirituellen Quellen. Die schenken ungeheure Lebenskraft, Kraft der Zuversicht, Kraft des Vertrauens!

Leute, lasst Euch nicht entmutigen, das ist genau das, was sie wollen! Schöpft Kraft, Freude und Zuversicht aus dem Wissen, dass Ihr Euch für das Richtige, für die Wahrheit, für das Menschliche einsetzt! Deshalb stehen wir hier und demonstrieren.



Quellen und Anmerkungen:

(1) Die wissenschaftlichen Quellen zu allen genannten Zahlen, Daten, Fakten und Zitaten finden sich in meinen Veröffentlichungen der letzten Monate (https://menschengerechtewirtschaft.de/artikel). Das gesprochene Wort war natürlich teilweise vom Redemanuskript abweichend
(2) Oxfam 25. Januar 2021: https://oxfamilibrary.openrepository.com/bitstream/handle/10546/621149/bp-the-inequality-virus-250121-en.pdf
(3) https://www.worldometers.info/coronavirus/, abgerufen 15. April 2021

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International Health Regulations (IHR)

Regeln der privaten Organisation WHO

Maschinenübersetzung der WHO Quelle: euro.who.int

Die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) (2005) spielen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Art und Weise, wie sich die Welt auf Notfälle vorbereitet und darauf reagiert. Ein internationales Rechtsinstrument, DIE IHR (2005), bietet einen einzigartigen globalen Rahmen zum Schutz der Menschen vor gesundheitlichen Notfällen jeglicher Art, wobei sich seine 196 Vertragsstaaten verpflichten, Notfälle von internationalem Interesse im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu melden und die nationalen Bereitschafts- und Reaktionssysteme zu stärken.

Nach den Worten der IHR ist der Anwendungsbereich:

Prävention, Schutz vor, Kontrolle und Bereitstellung einer Reaktion der öffentlichen Gesundheit auf die internationale Ausbreitung von Krankheiten in einer Weise, die den Risiken der öffentlichen Gesundheit entspricht und sie darauf beschränkt und unnötige Eingriffe in den internationalen Verkehr und Handel vermeidet.

Das IHR (2005) ist im Mittelpunkt des WHO-Programms für gesundheitliche Notfälle (WHE), um die Länder bei der Erreichung gemeinsamer Ansätze und Kapazitätsstandards zu unterstützen. Die WHO unterstützt die Länder bei der Überwachung, Bewertung, Stärkung und Erweiterung ihrer Kernkapazitäten zur Bewältigung von Krisen.

Im WHO-Regionalbüro für Europa konzentriert sich ein Großteil der Arbeit auf die Verflechtung zwischen gesundheitlichen Notfällen und Gesundheitssystemen. Durch die Stärkung der Kernkapazitäten der IHR (2005) verbessern die Länder ihre Widerstandsfähigkeit im Gesundheitssystem. Ebenso ist die Entwicklung reaktionsfähiger Gesundheitssysteme ein integraler Bestandteil der Umsetzung von IHR (2005). Dieser tugendhafte Kreislauf bedeutet, dass Länder ständig „besser aufbauen“ können, wenn sie Notfälle verhindern, vorbereiten, reagieren und sich erholen.

Das WHO-Regionalbüro für Europa konzentriert sich auf vorrangige Länder, um die Verbesserung ihrer IHR-Kapazitäten und die Stärkung des Gesundheitssystems zu unterstützen. Dies ist Teil des erklärten Ziels der WHO, eine Milliarde zusätzliche Menschen vor gesundheitlichen Notfällen zu schützen und damit wichtige Ziele wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie die Verpflichtungen der G7 und der G20 zu erreichen.

Lothar Wieler überwacht diese Regulierung

Blauer Bote: Sterbefälle 11 % unter Durchschnitt und Abbau von Intensivbetten größer als Rekordwert an Corona-Intensivpatienten

Pandemie ohne Tote? Das Statistische Bundesamt hat per Pressemitteilung vom 13. April 2021 öffentlich gemacht, dass die Zahl der Toten im März 2021 ganze 11 Prozent unter der Durchschnittszahl der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat lag. Fast zehntausend Personen weniger als sonst durchschnittlich im März sind im „Corona-Monat März 2021“ gestorben.

lesen Sie bitte hier weiter: blauerbote.com

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Gleichzeitig zeigen die vom Intensivregister bereitgestellten Zahlen zu Intensivbetten und deren Belegung, dass in den vergangenen Monaten tausende Intensivbetten abgebaut wurden. Die Zahl der 2020/2021 während der Coronakrise abgebauten Betten ist sogar größer als der Höchstwert der Bettenbelegung „mit Corona“ auf den Intensivstationen. Eine Knappheit hat es nie gegeben.

Allerspätestens jetzt dürfte jedem, der noch an den guten Willen der Bundesregierung in dieser Krise geglaubt hat, klar sein, dass hier etwas nicht stimmen kann.

In der Pressemitteilung Nr. 185 des Statistischen Bundesamtes – vom 13. April 2021 – heißt es:

„WIESBADEN – Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind im März 2021 in Deutschland 81 359 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt 11 % oder 9 714 Fälle unter dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. In der 13. Kalenderwoche (vom 29. März bis 4. April) 2021 lagen die Sterbefallzahlen 6 % oder 1 077 Fälle unter dem Vierjahresdurchschnitt für diese Woche. Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor. Durch ein Hochrechnungsverfahren unvollständiger Meldungen können die ersten Sterbefallzahlen für Deutschland sehr aktuell veröffentlicht werden. (…)

Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle ist derzeit bis einschließlich der 11. Kalenderwoche 2021 (15. bis 21. März) möglich. In dieser dritten Märzwoche gab es laut dem RKI 954 COVID-19-Todesfälle. Die Zahl ist damit gegenüber der Vorwoche um 140 Fälle gesunken. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der 11. Kalenderwoche 2 471 Fälle beziehungsweise 12 % unter dem Durchschnitt der vier Vorjahre.“

Die Daten von intensivregister.de zeigen: Am 12. Mai 2020 waren es noch 31401 Intensivbetten in Deutschland. Anfang April 2021 waren es 23603 Betten. Das ist ein Minus von 7798 Intensivbetten oder 24.8 %, also etwa ein Viertel der Kapazitäten. Ein großer Teil davon ist auf die Schließung von Krankenhäusern zurück zu führen.

Hinzu kommt diese verblüffende Tatsache: Die Zahl der in Deutschland gemeldeten intensivmedizinisch behandelten COVID-Fälle war nie so hoch wie die Zahl der abgebauten Intensivbetten in Deutschland. Auch das lässt sich aus den Grafiken und Daten der offiziellen Intensivregister-Seite ablesen. Die Maximalzahl der gleichzeitig intensivmedizinisch behandelten COVID-Patienten liegt den Daten des Intensivregisters zu Folge in der Spitze bei 5745 Patienten, am 3. Januar 2021. Abgebaut wurden seit dem 12. Mai 2020 jedoch 7798 Betten.

reitschuster.de: Warum Merkel keinen CDU-Wahlsieg möchte. DDR-Bürgerrechtlerin rechnet mit der Kanzlerin ab.

In etlichen Kommentaren zum Kanzlerkandidaten-Machtkampf in der Union ist zu lesen, das Spektakel solle von dem geplanten Angriff auf das Grundgesetz mittels Novellierung des so genannten Infektionsschutzgesetzes ablenken. Das ist nicht ganz falsch. Aber es steckt viel mehr dahinter. Es geht um die endgültige Eliminierung des ehemaligen Erfolgsmodells CDU zugunsten einer zweiten links-grünen Partei. Von allen möglichen Kanzlerkandidaten ist nur Markus Söder dumm und/oder charakterlos genug, die Mission von Kanzlerin Merkel zum bitteren Ende führen zu wollen.

Ein Gastbeitrag von Vera Lengsfeld. Quelle des Beitrages: https://vera-lengsfeld.de/2021/04/16/mit-soeder-wird-die-zerstoerung-der-cdu-besiegelt/#more-5935

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Ich kenne Angela Merkel seit 1990 und weiß aus ihrem eigenen Mund, dass sie die CDU im Grunde immer abgelehnt hat („Mit der CDU will ich nichts zu tun haben“ zu Ewald König. „Ich will nicht aussehen wie eine West-CDU-Tussi“ zu mir). Für sie war die Partei die einzige Option, in die große Politik einzusteigen, nachdem Lothar de Maizière sie erst zu seiner stellvertretenden Regierungssprecherin gemacht und dann erfolgreich für das Kabinett Kohl vorgeschlagen hat. Sie wurde Ministerin für Frauen und Jugend und beerbte de Maizière als stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU.

Aber die Partei, der sie formal nie beigetreten ist, sondern in die sie als Mitglied des „Demokratischen Aufbruchs“ übernommen wurde, hat Merkel nur als Machtvehikel gedient. Eine andere Verbundenheit hat es nach meiner festen Überzeugung nie gegeben. Das war immer Merkels Stärke. Sie konnte frei agieren, ohne durch emotionale Bedenken gehindert zu werden. In ihrer Zeit als Parteivorsitzende, verstärkt als Kanzlerin, hat sie die CDU immer weiter nach links verschoben.

Atomausstieg als Hochzeitsgeschenk

In der Zeit der ersten Großen Koalition witzelten die Sozialdemokraten, Merkel sei die beste Sozi-Kanzlerin aller Zeiten. Dann verging ihnen das Lachen, weil Merkel zwar sozialdemokratische Politik machte, es der SPD aber nicht nützte, sondern schadete. Die schwarz-gelbe Interims-Regierung hat die Linksverschiebung der CDU zwar gebremst, aber nicht gestoppt. Den Blitzausstieg aus der Atomenergie konnte oder wollte auch die FDP nicht verhindern.

Offiziell war das Merkels Reaktion auf den Tsunami in Japan, jedoch hatten die Grünen zuvor intern signalisiert, dass es keine Koalition mit der Union wegen der beschlossenen Verlängerung der Laufzeit für die AKWs durch die schwarz-gelbe Regierung geben könne. Die Parteispitze der Grünen hätte zwar sehr wohl verstanden, dass Merkel mit dieser Laufzeitverlängerung von den Atomkraftbetreibern das Geld für die Realisierung der Energiewende einsammeln wollte. Die Basis würde das aber nicht mittragen, erklärte mir während einer Sommerparty am Wannsee der Büroleiter von Claudia Roth. In der zweiten Großen Koalition wurden noch mehr grüne Themen fokussiert. Die von Claudia Roth geforderten offenen Grenzen wurden 2016 von Kanzlerin Merkel realisiert.

Eine dritte GroKo sollte es eigentlich gar nicht geben. Aber für Schwarz-Grün reichte es nicht, weil die Grünen 2017 als schwächste Partei in den Bundestag einzogen und man gezwungen war, mit der FDP zu verhandeln. Die aber wurde so arrogant abserviert, dass der genervte Christian Lindner ausstieg.

Die SPD, statt die Chance zu bekommen, sich in der Opposition zu erholen, musste wieder mitregieren und leidet seitdem an anscheinend unheilbarer Schwindsucht. Warum eine 15-Prozent-Partei noch einen Kanzlerkandidaten aufstellt, hat eher mit der Macht der Gewohnheit zu tun als mit einer reellen Chance, als stärkste Partei bei den nächsten Wahlen hervorzugehen.

Die Grünen sind die treuesten Verbündeten von Merkel

Die vierte Merkel-Regierung ist die ganz große Koalition, denn sie hat die grüne Regierungspartei im Wartestand mit im Boot. Die Grünen sind die treuesten Verbündeten von Merkel, das beweist erneut ihre bedingungslose Gefolgschaft zur Aushebelung des Grundgesetzes mittels einer Novelle des Seuchenschutzgesetzes. Merkel hat offensichtlich das Ziel, am Ende ihrer Amtszeit noch die Axt an den Föderalismus zu legen, der doch verhindern soll, dass es in Deutschland wieder zu einer Zentralmacht kommt.

Diese kurze Geschichte muss man sich ins Gedächtnis rufen, wenn man begreifen will, worum es bei der Kanzler-Frage in der Union wirklich geht.

Es stehen sich zwei konträre Positionen gegenüber: Armin Laschet hat erkannt, dass Deutschland heute ein Sanierungsfall ist und das Land, mit ihm die CDU, eine grundlegende Erneuerung braucht. Auch Friedrich Merz ist das klar, deshalb unterstützt er seinen ehemaligen Widersacher Laschet. Beide stehen für einen Bruch mit der Politik Merkels und einen Neustart. Merz hat recht, wenn er sagt, dass Deutschland nur noch drei Prozent von einer Kanzlerin Baerbock entfernt ist, und er wolle das verhindern.

Markus Söder dagegen steht für eine Fortsetzung der Merkel-Politik. Wer Merkel-Stimmen will, müsse Merkel-Politik machen, verkündete er. Sein Generalsekretär Markus Blume sekundiert: „Wir wollen die Erfolgsgeschichte, das Erbe von Angela Merkel, fortsetzen.“ Nun werden die Merkel-Stimmen immer weniger. Auch wenn sie bei den Wahlen als Siegerin hervorging, dann nicht, weil sie historische Erfolge erzielt hätte, sondern von der Schwäche der Gegner profitierte.

Söder wird den Grünen ins Kanzleramt helfen

Merkels Politik hat Deutschland tiefgreifend verändert, aber nicht zum Besseren. Sie hat einerseits die AfD hervorgebracht und andererseits die Grünen stark gemacht. Innerhalb von nur vier Jahren ist aus der schwächsten Oppositionspartei im Bundestag eine Partei geworden, die nicht nur einen Kanzlerkandidaten aufstellen, sondern sich echte Chancen auf das Kanzleramt ausrechnen kann. Wenn Söder Kanzlerkandidat werden sollte, wird er den Grünen ins Kanzleramt helfen.

Ich habe es in früheren Texten schon ausgesprochen und wiederhole es jetzt: Meiner Meinung nach will Merkel keinen Sieg der Union bei der nächsten Bundestagswahl, weil das für sie die einzige Chance ist, dass eine Bilanzierung ihrer Politik unterbleibt.

Söder ist der Garant dafür, dass Deutschland als Sanierungsfall im Wahlkampf nicht zur Sprache kommt. Sobald Söder nominiert ist, wird das einsetzen, was im „Spiegel“ bereits vorexerziert wurde: Es werden alle seine sich widersprechenden Äußerungen seziert und ihm von den Altmedien um die Ohren gehauen werden. Die Altmedien, die voll auf Baerbock-Hype setzen, werden in Söders Maskengeschäfte und die Subventionen für die Firma seiner Frau schauen. Gegen Baerbock wird der Haudrauf aus Bayern alt aussehen. Medienprofi ist sie so gut wie er. Inhaltlich hat er nichts zu bieten. Sie wird ihm und der Öffentlichkeit vorführen, dass grüne Politik immer noch besser vom Original gemacht wird als vom Plagiat.

Armin Laschet ist die einzige Chance für die Union, sich aus der links-grünen Ecke freizuschwimmen und eigene inhaltliche Akzente zu setzen. Verstärkt mit der Wirtschafts- und Finanzkompetenz von Friedrich Merz könnte das die drohende Niederlage und den Zerfall der CDU abwenden.

Das sage ich nicht, weil ich eine Anhängerin von beiden wäre, sondern weil ich Angst um Deutschland habe, das Besseres verdient hat, als endgültig demontiert zu werden.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Dieser Artikel ist auch auf Vera Lengsfelds Blog und auf der Achse des Guten erschienen.



Vera Lengsfeld, geboren 1952 in Thüringen, ist eine Politikerin und Publizistin. Sie war Bürgerrechtlerin und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Von 1990 bis 2005 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages, zunächst bis 1996 für Bündnis 90/Die Grünen, ab 1996 für die CDU. Seitdem betätigt sie sich als freischaffende Autorin. 2008 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Sie betreibt einen Blog, den ich sehr empfehle. Sie finden ihn hier.

Epoch Times: „Moderne Trojaner“: Geheimdienstler warnen vor möglichen genetischen Analysen durch COVID-19-Tests

Mithilfe der COVID-19-Tests könnten weltweit auch unzählige genetische Daten gesammelt werden – und in eine Datenbank nach China fließen. US-Geheimdienstler warnen vor einer Zusammenarbeit mit der BGI-Group, früher als „Beijing Genomics Institute“ bekannt.

In den USA wird in Geheimdienstkreisen vermutet, dass das größte Forschungszentrum der Welt für Genetik mithilfe der COVID-19-Testkits die biometrischen Daten der Bürger sammelt, aufbewahrt und weiterverarbeitet.

Das wäre ein ganz normaler Vorgang, wenn sich dieses Forschungszentrum in den USA befinden würde. Allerdings könnten viele der Daten an das „Beijing Genomics Institute“ in China gehen – eine sehr große Biotech-Unternehmensgruppe, welche vom Staat unterstützt wird.

lesen Sie bitte hier weiter: https://www.epochtimes.de/politik/ausland/moderne-trojaner-geheimdienstler-warnen-vor-moeglichen-genetischen-analysen-durch-covid-19-tests-a3490959.html

RT DE: US-Präsident Biden erklärt nationalen Notstand: „Um russischer Bedrohung zu begegnen“

Mit den verhängten Sanktionen wegen angeblicher russischer Einflussnahme auf die letzten Wahlen zog US-Präsident Joe Biden einen besonderen Trumpf aus dem Ärmel: Er verhängt in seinem Dekret den nationalen Notstand. Großbritannien und Polen haben ihre russischen Botschafter einbestellt.

lesen Sie bitte hier weiter: https://de.rt.com/international/116056-wegen-russland-einfluss-biden-ruft-notstand-aus/

Kommentar der Redaktion: RT-Deusch, inzwischen umbenannt in RT DE, ist ein von Russland finanzierter, deutschsprachiger Sender und ist genauso mit Vorsicht zu genießen wie das deutsche Staatsfernsehen. Eine Auseinandersetzung mit der russischen Sicht auf die Dinge schützt uns vor der eignen Betriebsblindheit. Nachrichten von RT-Deutschland als Propaganda und die deutsche Sichtweise als „Qualitätsjournalismus“ zu bezeichnen ist anmaßend. In der DDR und im Dritten Reich waren ausländische Medien verboten, eine verbale Diffamierung ausländischer Medien sind ein erster Schritt in diese Richtung.
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In dem am Donnerstag durch US-Präsident Joe Biden unterzeichneten Dekret werden weitere Sanktionen gegen mehr als 30 Personen und Organisationen verhängt. Das Weiße Haus hat außerdem zehn Diplomaten des Landes verwiesen. Dazu rief Biden den nationalen Notstand aus und berief sich auf den National Emergency Act und auf den International Emergency Economic Powers Act. Der Präsident hat damit weitreichende militärische und ökonomische Entscheidungsgewalt.

Weitere Eskalation: USA verhängen neue Sanktionen gegen Russland und weisen zehn Diplomaten aus

Notstände werden am häufigsten genutzt, um Sanktionen gegen andere Länder zu verhängen und das Vermögen ausländischer Staatsangehöriger in den USA einzufrieren. Sie können aber auch dazu verwendet werden, die Nationalgarde einzuberufen, auf Umweltschutzmaßnahmen zu verzichten, Bundesgesetze zur Einstellung und Entlohnung zu ändern und Lohn-, Gesundheits- und Sicherheitsschutz für Arbeitnehmer auszusetzen.

Biden sprach im Dekret von „bestimmte[n] schädliche[n] ausländische[n] Aktivitäten der Regierung der Russischen Föderation – insbesondere Bemühungen, die Durchführung freier und fairer demokratischer Wahlen und demokratischer Institutionen in den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten und Partnern zu untergraben“. Er warf der russischen Regierung außerdem „böswillige Cyber-Aktivitäten gegen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten“ sowie die Förderung „transnationaler Korruption“ vor, „um ausländische Regierungen zu beeinflussen“.

CIA-Chef: Russlands Aufrüstung reicht nun aus, um in der Ukraine einzumarschieren

Das polnische Außenministerium hat heute drei russische Diplomaten zu „personae non gratae“ erklärt. In einer Pressemitteilung wurde erklärt:

„Die Entscheidung wurde damit begründet, dass die genannten Personen die Bedingungen des Diplomatenstatus verletzten und Aktivitäten zum Nachteil der Republik Polen durchführten. Polen steht in voller Solidarität zu den Entscheidungen, die die Vereinigten Staaten am 15. April 2021 bezüglich ihrer Politik gegenüber Russland getroffen haben. Gemeinsam getroffene, konzertierte Entscheidungen von Verbündeten sind die angemessenste Antwort auf die feindlichen Handlungen der Russischen Föderation.“

Um 22.30 deutscher Zeit will sich Präsident Biden live aus dem Weißen Haus eine Rede an die Nation zum Thema „Russland“ halten.

Epoch Times: Dringender Rat: Drostens Vorgänger fordert Abkehr von 7-Tages-Inzidenz

Mit der jetzt angedachten Kopplung neuer Maßnahmen an die 7-Tages-Inzidenz sei des möglich, dass selbst dann Freiheitsrechte massiv eingeschränkt werden müssten, wenn es weniger krankenhauspflichtige Erkrankungen als bei einer normalen Grippewelle gäbe. Vor dieser Folge warnen Prof. Dr. Krüger und Prof. Dr. Klaus Stöhr die deutsche Regierung.

lesen Sie bitte hier weiter: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/dringender-rat-drostens-vorgaenger-fordert-abkehr-von-7-tages-inzidenz-a3492277.html

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Zwei namhafte Gesundheitsexperten Deutschlands warnen dringend davor, die kommenden Maßnahmen im Infektionsschutzgesetz allein von den Inzidenzwerten abhängig zu machen. Prof. Dr. Detlef H. Krüger und Prof. Dr. Klaus Stöhr wenden sich dazu mit einem offenen Brief an den Deutschen Bundestag.

Sie schreiben: „Wir raten dringend davon ab, bei der geplanten gesetzlichen Normierung die ‚7-Tages-Inzidenz‘ als alleinige Bemessungsgrundlage für antipandemische Schutzmaßnahmen zu definieren.“

Prof. Dr. Krüger ist der Vorgänger von Christian Drosten, er leitete 27 Jahre lang das Virologische Institut an der Berliner Charité, bevor er im Jahr 2017 diese Arbeit an Prof. Drosten abgab. Prof. Dr. Stöhr leitete das Globale Influenza- und Pandemievorbereitungsprogramm der WHO in Genf. Als SARS-Forschungskoordinator der WHO entdeckte sein internationales Team das SARS-Virus 2003.

Beide sehen einige Lockdown-Maßnahmen der Bundesregierung kritisch. Der Inzidenzwert reiche als alleinige Beiessensgrundlage nicht aus, um die geplanten Schutzmaßnahmen zu definieren.

In ihrem Brief, der der „Welt“ vorliegt, plädieren sie als Bewertungsgrundlage für die sogenannte „Krankheitslast“, also die Häufigkeit der Erkrankungen und ihrer jeweiligen Schwere. Denn: „Die im Gesetzesvorhaben vorgesehene 7-Tages-Inzidenz differenziert nicht, in welchen Altersgruppen, Lebensräumen und Bevölkerungsgruppen Infektionen auftreten. Eine gleich hohe Inzidenz kann dramatisch unterschiedliche Bedeutung haben.“

Das könnte auch bedeuten, dass es auch dann, wenn es weniger Patienten in Krankenhäusern als bei Grippewellen gibt, „massive Einschränkungen der Freiheitsrechte mit gravierenden Auswirkungen auf Wirtschaft, Kultur und die körperliche und seelische Gesundheit erfolgen müssten.“

Ihr Vorschlag ist, auch die täglichen Neuaufnahmen auf Intensivstationen zu einem Kriterium zu machen, differenziert nach dem Landkreis des Patientenwohnortes, Alter und Geschlecht und unter Berücksichtigung zeitlicher Trends. „Die Zahl intensivstationärer Neuaufnahmen kann die Dynamik des Infektionsgeschehens besser abbilden als die intensivmedizinische Belegungsstatistik.“


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2020 News: Sensationsurteil aus Weimar: keine Masken, kein Abstand, keine Tests mehr für Schüler

Am 8. April 2021 hat das Familiengericht Weimar in einem Eilverfahren beschlossen, dass es zwei Weimarer Schulen mit sofortiger Wirkung verboten ist, den Schülerinnen und Schüler vorzuschreiben, Mund-Nasen-Bedeckungen aller Art (insbesondere qualifizierte Masken wie FFP2-Masken) zu tragen, AHA-Mindestabstände einzuhalten und/oder an SARS-CoV-2-Schnelltests teilzunehmen. Zugleich hat das Gericht bestimmt, dass der Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten ist (Urteil im Volltext inklusive dreier Sachverständigengutachten).

Lesen Sie bitte hier weiter:

https://2020news.de/sensationsurteil-aus-weimar-keine-masken-kein-abstand-keine-tests-mehr-fuer-schueler/

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Erstmalig ist nun vor einem deutschen Gericht Beweis erhoben worden hinsichtlich der wissenschaftlichen Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der verordneten Anti-Corona-Massnahmen. Als Gutachter waren die Hygieneärztin Prof. Dr. med Ines Kappstein, der Psychologe Prof. Dr. Christof Kuhbandner und die Biologin Prof. Dr. rer. biol. hum. Ulrike Kämmerer gehört worden.

Bei dem Gerichtsverfahren handelt es sich um ein sogenanntes Kinderschutzverfahren gem. § 1666 Abs. 1 und 4 BGB, das eine Mutter für ihre zwei Söhne im Alter von 14 bzw. 8 Jahren beim Amtsgericht – Familiengericht – angeregt hatte. Sie hatte argumentiert, ihre Kinder würden physisch, psychisch und pädagogisch geschädigt, ohne dass dem ein Nutzen für die Kinder oder Dritte gegenüberstehe. Dadurch würden zugleich zahlreiche Rechte der Kinder und ihrer Eltern aus Gesetz, Verfassung und internationalen Konventionen verletzt.

Die Verfahren nach § 1666 BGB können von Amts wegen eingeleitet werden sowohl auf Anregung einer beliebigen Person oder auch ohne eine solche, wenn das Gericht aus Gründen des Kindeswohls, § 1697a BGB, ein Einschreiten für geboten hält.

Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage und Auswertung der Gutachten ist das Familiengericht Weimar zu der Erkenntnis gelangt, dass die nun verbotenen Massnahmen eine gegenwärtige, in einem solchen Maß vorhandene Gefahr für das geistige, körperliche oder seelische Wohl des Kindes darstellen, dass sich bei weiterer Entwicklung ohne Intervention eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.

Der Richter führt aus: “Eine solche Gefährdung liegt hier vor. Denn die Kinder werden insbesondere durch die Pflicht, während der Schulzeit Gesichtsmasken zu tragen und Abstände untereinander und zu weiteren Personen einzuhalten, in ihrem geistigen, körperlichen und seelischen Wohl nicht nur gefährdet, sondern darüber hinaus schon gegenwärtig geschädigt. Dadurch werden zugleich zahlreiche Rechte der Kinder und ihrer Eltern aus Gesetz, Verfassung und internationalen Konventionen verletzt. Das gilt insbesondere für das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und auf körperliche Unversehrtheit aus Artikel 2 Grundgesetz sowie für das Recht aus Artikel 6 Grundgesetz auf Erziehung und Betreuung durch die Eltern (auch im Hinblick auf Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und von Kindern zu tragender„Gegenstände“)…

Der Richter bestätigt mit seinem Urteil die Einschätzung der Mutter: “Die Kinder werden physisch, psychisch und pädagogisch geschädigt und in ihren Rechten verletzt, ohne dass dem ein Nutzen für die Kinder selbst oder Dritte gegenübersteht.”

Auf die landesrechtlichen Vorschriften, auf denen die Maßnahmen beruhen, könnten sich die Schulleitungen, Lehrkräfte und andere nach der Überzeugung des Gerichts nicht berufen, weil diese verfassungswidrig und damit nichtig sind. Grund: Sie verstoßen gegen den im Rechtsstaatsprinzip wurzelnden Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Artikel 20, 28 Grundgesetz).

“Nach diesem auch als Übermaßverbot bezeichneten Grundsatz müssen die zur Erreichung eines legitimen Zwecks vorgesehenen Maßnahmen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig im engeren Sinn – soll heißen: bei Abwägung der mit ihnen erreichten Vor- und Nachteile – sein. Die entgegen § 1 Absatz 2 IfSG nicht evidenzbasierten Maßnahmen sind bereits ungeeignet, den mit ihnen verfolgten grundsätzlich legitimen Zweck zu erreichen, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden oder das Infektionsgeschehen mit dem Virus SARS-CoV- 2 abzusenken. In jedem Fall sind sie aber unverhältnismäßig im engeren Sinne, denn den dadurch bewirkten erheblichen Nachteilen/Kollateralschäden steht kein erkennbarer Nutzen für die Kinder selbst oder Dritte gegenüber.”, so der Richter.

Er stellt klar: “Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass nicht die Beteiligten die Verfassungswidrigkeit der Eingriffe in ihre Rechte zu begründen hätten, sondern umgekehrt der Freistaat Thüringen, der mit seinen landesrechtlichen Vorschriften in die Rechte der Beteiligten eingreift, mit der gebotenen wissenschaftlichen Evidenz beweisen müsste, dass die von ihm vorgeschriebenen Maßnahmen dazu geeignet sind, die angestrebten Zwecke zu erreichen, und dass sie ggfls. verhältnismäßig sind. Das ist bisher nicht ansatzweise geschehen.”

  1. 1. Der fehlende Nutzen des Maskentragens und des Einhaltens vonAbstandsvorschriften für die Kinder selbst und Dritte

Zur Überzeugung des Gerichts hat die Gutachterin Prof. Kappstein nach Auswertung der gesamten internationalen Datenlage zu dem Thema Masken dargelegt, dass eine Effektivität von Masken für gesunde Personen in der Öffentlichkeit nicht durch wissenschaftliche Evidenz belegt ist.

Im Urteil heisst es: “Ebenso sind ‚Fremdschutz‘ und die ‚unbemerkte Übertragung‘, womit das RKI seine ‚Neubewertung‘ begründet hat, nicht durch wissenschaftliche Fakten gestützt. Plausibilität, mathematische Schätzungen und subjektive Einschätzungen in Meinungsbeiträgen können bevölkerungsbezogene klinisch-epidemiologische Untersuchungen nicht ersetzen. Experimentelle Untersuchungen zur Filterleistung von Masken und mathematische Schätzungen sind nicht geeignet, eine Wirksamkeit im wirklichen Leben zu belegen. Die internationalen Gesundheitsbehörden sprechen sich zwar für das Tragen von Masken im öffentlichen Raum aus, sagen aber auch, dass es dafür keine Belege aus wissenschaftlichen Untersuchungen gibt. Vielmehr sprechen alle gegenwärtig verfügbaren wissenschaftlichen Ergebnisse dafür, dass Masken keinen Effekt auf das Infektionsgeschehen haben. Durchweg alle Publikationen, die als Beleg für die Wirksamkeit von Masken im öffentlichen Raum angeführt werden, lassen diese Schlussfolgerung nicht zu. Das gilt auch für die sog. Jena-Studie, wie die Gutachterin im Gutachten eingehend darlegt. Denn bei der Jena-Studie – wie die große Mehrheit der weiteren Studien eine auf theoretischen Annahmen beruhende rein mathematische Schätzungs- oder Modellierungsstudie ohne reale Kontaktnachverfolgung mit Autoren aus dem Bereich der Makroökonomie ohne epidemiologische Kenntnisse – bleibt, wie von der Gutachterin detailliert erläutert, der entscheidende epidemiologische Umstand unberücksichtigt, dass die Infektionswerte bereits vor Einführung der Maskenpflicht in Jena am 6. April 2020 (etwa drei Wochen später im ganzen Bundesgebiet) deutlich zurückgingen und es bereits Ende März 2020 kein relevantes Infektionsgeschehen in Jena mehr gab.”

Die Masken sind nicht nur nutzlos, sie sind auch gefährlich, urteilt das Gericht: “Jede Maske muss, wie die Gutachterin weiter ausführt, um prinzipiell wirksam sein zu können, richtig getragen werden. Masken können zu einem Kontaminationsrisiko werden, wenn sie angefasst werden. Sie werden aber von der Bevölkerung zum einen nicht richtig getragen und zum anderen sehr häufig mit den Händen berührt. Das ist ebenso bei Politikern zu beobachten, die im Fernsehen zu sehen sind. Der Bevölkerung wurde nicht beigebracht, Masken richtig zu benutzen, es wurde nicht erklärt, wie man sich unterwegs die Hände waschen soll bzw. wie eine effektive Händedesinfektion durchgeführt wird. Es wurde ferner nicht erklärt, warum die Händehygiene wichtig ist und dass man darauf achten muss, sich mit den Händen nicht an Augen, Nase und Mund zu fassen. Die Bevölkerung wurde mit den Masken quasi allein gelassen. Das Infektionsrisiko wird durch das Tragen der Masken nicht nur nicht gesenkt, sondern durch die inkorrekte Handhabung der Maske noch gesteigert. Die Gutachterin legt dies in ihrem Gutachten ebenso eingehend dar wie den Umstand, dass und aus welchen Gründen es „wirklichkeitsfremd“ ist, den angemessenen Umgang der Bevölkerung mit Masken zu erreichen.”

Weiter heisst es im Urteil: “Die Übertragung von SARS-CoV-2 durch ‚Aerosole‘, also durch die Luft, ist medizinisch nicht plausibel und wissenschaftlich unbewiesen. Sie stellt eine Hypothese dar, die hauptsächlich auf Aerosol-Physiker zurückgeht, die der Gutachterin zufolge nachvollziehbarerweise von ihrem Fachgebiet her medizinische Zusammenhänge nicht beurteilen können. Die ‚Aerosol‘- Theorie ist für das menschliche Zusammenleben außerordentlich schädlich und führt dazu, dass sich Menschen in keinem Innenraum mehr sicher fühlen können, und manche fürchten sich sogar außerhalb von Gebäuden vor einer Infektion durch ‚Aerosole‘. Zusammen mit der ‚unbemerkten‘ Übertragung führt die ‚Aerosol‘-Theorie dazu, dass in jedem Mit-Menschen ein Infektionsrisiko gesehen werden kann.

Die geänderten Einlassungen der Politik zu Masken, erst Stoffmasken in 2020, dann seit Anfang 2021 entweder OP-Masken oder FFP2-Masken, lassen jede klare Linie vermissen. Auch wenn OP-Masken und FFP-Masken beides medizinische Masken sind, haben sie unterschiedliche Funktionen und sind deshalb nicht austauschbar. Entweder hat die Politik, die diese Entscheidungen getroffen hat, selbst nicht verstanden, wozu welcher Maskentyp sich prinzipiell eignet, oder es kommt ihr darauf nicht an, sondern nur auf den symbolischen Wert der Maske. Die Masken-Entscheidungen der Politik sind aus der fachlichen Sicht der Gutachterin nicht nachvollziehbar und schonend ausgedrückt als unplausibel zu bezeichnen.

Die Gutachterin weist weiter darauf hin, dass es keine wissenschaftlichen Untersuchungen zum Abstandhalten außerhalb der medizinischen Patientenversorgung gibt. Zusammenfassend können dazu nach ihrer Ansicht zur Überzeugung des Gerichts lediglich folgende Regeln aufgestellt werden:

1. Bei vis-à-vis-Kontakten einen Abstand von etwa 1,5 m (1 – 2 m) einzuhalten, wenn eine der beiden Personen Symptome einer Erkältung hat, kann als eine sinnvolle Maßnahme bezeichnet werden. Im wissenschaftlichen Sinne gesichert ist sie allerdings nicht, sondern es gibt lediglich Anhalt dafür oder kann als plausibel bezeichnet werden, dass es eine wirksame Maßnahme ist, um sich vor einem Erregerkontakt durch Tröpfchen respiratorischen Sekrets zu schützen, wenn die Kontaktperson Zeichen einer Erkältung hat. Ein Rundum-Abstand dagegen ist nicht sinnvoll, um sich zu schützen, wenn die Kontaktperson erkältet ist.

2. Einen Rundum-Abstand oder auch nur einen vis-à-vis-Abstand von etwa 1,5 m (1 – 2 m) zu einhalten, wenn keiner der anwesenden Personen Zeichen einer Erkältung hat, wird durch wissenschaftliche Daten nicht gestützt. Dadurch wird aber das Zusammenleben der Menschen und insbesondere der unbeschwerte Kontakt unter Kindern sehr stark beeinträchtigt, ohne dass ein Nutzen im Sinne des Infektionsschutzes erkennbar ist.

3. Nahe Kontakte, also unter 1,5 m (1 – 2 m), unter Schülern oder zwischen Lehrern und Schülern oder unter Kollegen bei der Arbeit etc. stellen aber auch selbst dann kein Risiko dar, wenn einer von beiden Kontaktpersonen Erkältungszeichen hat, weil die Dauer solcher Kontakte in der Schule oder auch bei Erwachsenen irgendwo in der Öffentlichkeit viel zu kurz ist, damit es zu einer Tröpfchenübertragung kommen kann. Das zeigen auch Untersuchungen aus Haushalten, wo trotz des engen Zusammenlebens mit zahlreichen Haut- und Schleimhautkontakten nur wenige Mitglieder des Haushalts erkranken, wenn einer eine respiratorische Infektion hat.”

Auch hinsichtlich der Übertragungsraten von symptomatischen, präsymptomatischen und asymptomatischen Menschen folgt das Gericht der Einschätzung von Prof. Kappstein. Es schreibt:

“Präsymptomatische Übertragungen sind nach ihren Ausführungen möglich, aber nicht zwangsläufig. In jedem Fall sind sie ihr zufolge bei Auswertung realer Kontaktszenarien deutlich geringer als bei mathematischen Modellierungen.

Aus einem im Dezember 2020 erschienenen systematischen Review mit Metaanalyse über Corona-Übertragungen in Haushalten stellt sie eine zwar höhere, aber immer noch nicht überhöhte Übertragungsrate bei symptomatischen Index-Fällen von 18 % einer äußerst geringen Übertragung bei asymptomatischen Fällen von lediglich 0,7 % gegenüber. Die Möglichkeit, dass Asymptomatische, vormals als Gesunde bezeichnet, das Virus übertragen, ist daher bedeutungslos.”

Zusammenfassend stellt das Gericht fest: “Es gibt keine Belege dafür, dass Gesichtsmasken unterschiedlicher Art das Infektionsrisiko durch SARS-CoV-2 überhaupt oder sogar nennenswert senken können. Diese Aussage trifft auf Menschen aller Altersgruppen zu, also auch auf Kinder und Jugendliche sowie auf asymptomatische, präsymptomatische und symptomatische Personen.

Im Gegenteil besteht eher die Möglichkeit, dass durch die beim Tragen von Masken noch häufigeren Hand-Gesichtskontakte das Risiko erhöht wird, selbst mit dem Erreger in Kontakt zu kommen oder Mit-Menschen damit in Kontakt zu bringen. Für die normale Bevölkerung besteht weder im öffentlichen noch im privaten Bereich ein Infektionsrisiko, das durch das Tragen von Gesichtsmasken (oder anderen Maßnahmen) gesenkt werden könnte. Es gibt keinen Anhalt dafür, dass die Einhaltung von Abstandsvorschriften das Infektionsrisiko senken kann. Dies gilt für Menschen aller Altersgruppen, also auch für Kinder und Jugendliche.”

Auch nach den umfangreichen Feststellungen des Gutachters Prof. Dr. Kuhbandner gibt es nach den Urteilsgründen “bisher keine hochwertige wissenschaftliche Evidenz dafür, dass durch das Tragen von Gesichtsmasken das Infektionsrisiko nennenswert gesenkt werden kann. Die Empfehlungen des RKI und der S3-Leitlinie der Fachgesellschaften beruhen nach den Feststellungen des Gutachters auf Beobachtungsstudien, Laboruntersuchungen zum Filtereffekt und Modellierungsstudien, welche nur niedrige und sehr niedrige Evidenz liefern, weil aus solchen Studien aufgrund der zugrundeliegenden Methodik keine wirklich validen Schlüsse auf den Effekt von Masken im Alltag und an Schulen gezogen werden können. Zudem sind die Ergebnisse der einzelnen Studien heterogen und neuere Beobachtungsstudien liefern ebenfalls widersprechende Befunde.”

Der Richter stellt fest: “Hinzu kommt, dass das erreichbare Ausmaß der Reduktion des Ansteckungsrisikos durch das Maskentragen an Schulen an sich sehr gering ist, weil an Schulen auch ohne Masken sehr selten Ansteckungen auftreten. Dementsprechend ist die absolute Risikoreduktion so gering, dass eine Pandemie damit nicht in relevanter Weise bekämpft werden kann… Die aktuell angeblich steigenden Infektionszahlen bei Kindern gehen nach den Ausführungen des Gutachters mit hoher Wahrscheinlichkeit in Wirklichkeit darauf zurück, dass die Testanzahl bei den Kindern in den vorangegangenen Wochen stark zugenommen hat. Da das Ansteckungsrisiko an Schulen an sich sehr klein ist, ist selbst bei einer möglichen Erhöhung der Ansteckungsrate bei der neuen Virusvariante B.1.1.7 in der in Studien vermuteten Größenordnung nicht damit zu rechnen, dass sich an Schulen die Virusausbreitung nennenswert erhöht. Diesem geringen Nutzen stehen zahlreiche mögliche Nebenwirkungen in Bezug auf das körperliche, psychische und soziale Wohlergehen von Kindern entgegen, unter denen zahlreiche Kinder leiden müssten, um eine einzige Ansteckung zu verhindern. Diese legt der Gutachter unter anderem anhand des in der Fachzeitschrift Monatsschrift Kinderheilkunde veröffentlichten Nebenwirkungsregisters eingehend dar.”

2. Die Ungeeignetheit von PCR-Tests und Schnelltests zur Messung des Infektionsgeschehens

Zum PCR-Test schreibt das Gericht: “Bereits die Gutachterin Prof. Dr. med. Kappstein weist in ihrem Gutachten darauf hin, dass mit dem verwendeten PCR-Test lediglich genetisches Material nachgewiesen werden kann, nicht aber, ob die RNA aus infektionstüchtigen und somit replifikationsfähigen (= vermehrungsfähigen) Viren stammt.

Auch die Gutachterin Prof. Dr. rer. biol. hum. Kämmerer bestätigt in ihrem molekularbiologischen Sachverständigengutachten, dass ein PCR-Test – auch wenn er korrekt durchgeführt wird – keinerlei Aussage dazu treffen kann, ob eine Person mit einem aktiven Erreger infiziert ist oder nicht.

Denn der Test kann nicht unterscheiden zwischen „toter“ Materie, z.B. einem völlig harmlosen Genomfragment als Überbleibsel des Kampfes des körpereigenen Immunsystems gegen eine Erkältung oder eine Grippe (solche Genom-Fragmente finden sich noch viele Monate, nachdem das Immunsystem das Problem „erledigt“ hat) und „lebender“ Materie, d.h. einem „frischen“, reproduktionsfähigen Virus.

So wird die PCR beispielsweise auch in der Forensik eingesetzt, um aus Haarresten oder anderen Spurenmaterialien mittels PCR vorhandene Rest-DNA so zu vervielfältigen, dass die genetische Herkunft des/der Täter erkennbar ist („Genetischer Fingerabdruck“).

Selbst wenn also bei der Durchführung der PCR inclusive aller vorbereitenden Schritte (PCR-Design und Etablierung, Probenentnahme, Aufbereitung und PCR-Durchführung) alles „richtig“ gemacht wird, und der Test positiv ist, d.h.: eine Genom-Sequenz erkennt, welche ggf. auch in einem oder sogar dem konkreten „Corona“-Virus (SARS-CoV-2) existiert, bedeutet dies unter keinen Umständen, dass die Person, welche positiv getestet wurde, mit einem replizierenden SARS-CoV-2 infiziert und folglich für andere Personen ansteckend = gefährlich ist.

Vielmehr müssen für die Feststellung einer aktiven Infektion mit SARS-CoV-2 weitere, und zwar konkret diagnostische Methoden wie die Isolation von vermehrungsfähigen Viren eingesetzt werden.

Unabhängig von der prinzipiellen Unmöglichkeit, mit dem PCR-Test eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 festzustellen, hängen darüber hinaus die Ergebnisse eines PCR-Tests nach den Ausführungen der Gutachterin Prof. Dr. Kämmerer von einer Reihe von Parametern ab, die zum einen erhebliche Unsicherheiten bedingen und zum anderen gezielt so manipuliert werden können, dass viele oder wenige (scheinbar) positive Ergebnisse erzielt werden.

Von diesen Fehlerquellen sollen zwei markante herausgegriffen werden.

Dazu gehört zum einen die Zahl der zu testenden Zielgene. Diese wurde nach den Vorgaben der WHO von ursprünglich drei sukzessive auf eins reduziert.
Die Gutachterin rechnet vor, dass durch die Verwendung nur noch eines zu testenden Zielgens bei einer Mischpopulation von 100.000 Tests mit keiner einzigen tatsächlich infizierten Person aufgrund einer bei einem Instand-Ringversuch festgestellten mittleren Fehlerrate sich ein Ergebnis von 2.690 falsch positiv Getesteten ergibt. Bei Verwendung von 3 Zielgenen wären es lediglich 10 falsch positiv Getestete.

Würden die 100.000 durchgeführten Tests repräsentativ bei 100.000 Bürgern einer Stadt/eines Landkreises innerhalb von 7 Tagen durchgeführt sein, so ergibt sich alleine aus dieser Reduzierung der verwendeten Zielgene hinsichtlich der „Tagesinzidenz“ ein Unterschied von 10 Falsch-Positiven gegenüber 2690 Falsch-Positiven und davon abhängig die Schwere der ergriffenen Freiheitsbeschränkungen der Bürger.

Wäre konsequent die korrekte „Targetanzahl“ von drei bzw. sogar besser (wie z.B. in Thailand) bis zu 6 Genen für die PCR-Analyse verwendet worden, hätte sich die Rate der positiven Tests und damit die „7-Tagesinzidenz“ fast komplett auf null reduziert.

Zum anderen gehört zu den Fehlerquellen der sog. ct-Wert, also die Zahl der Amplifikations- /Verdopplungsschritte, bis zu der der Test noch als „positiv“ gewertet wird.

Die Gutachterin weist darauf hin, dass nach einhelliger wissenschaftlicher Meinung alle „positiv“-Resultate, die erst ab einem Zyklus von 35 erkannt werden, keinerlei wissenschaftliche (d.h.: keine evidenzbasierte) Grundlage haben. Im Bereich ct-Wert 26-35 kann der Test nur als positiv gewertet werden, wenn mit Virusanzucht abgeglichen. Der mit Hilfe der WHO weltweit propagierte RT-qPCR Test zum Nachweis von SARS-CoV-2 hingegen war (und ihm folgend auch alle anderen auf ihm als Blaupause basierenden Tests) auf 45 Zyklen eingestellt, ohne einen CT-Wert für „positiv“ zu definieren.

Dazu kommt noch, dass bei der Anwendung des RT-q-PCR-Tests die WHO Information Notice for IVD Users 2020/05 zu beachten ist (Nr. 12 der rechtlichen Hinweise des Gerichts). Danach muss, soweit das Testresultat nicht mit dem klinischen Befund eines Untersuchten übereinstimmt, eine neue Probe genommen und eine weitere Untersuchung vorgenommen sowie Differentialdiagnostik betrieben werden; nur dann kann nach diesen Vorgaben ein positiver Test gezählt werden.

Auch die zum Massentest eingesetzten Antigen-Schnelltests können nach den Darlegungen im Gutachten keinerlei Aussage über eine Infektiosität leisten, da hiermit nur Protein- Bestandteile ohne Zusammenhang mit einem intakten, vermehrungsfähigen Virus nachgewiesen werden können.

Um eine Abschätzung der Infektiosität der getesteten Personen zu erlauben, müsste der jeweilig durchgeführte positive Test (ähnlich wie der RT-qPCR) individuell mit einer Anzüchtbarkeit von Viren aus der Testprobe abgeglichen werden, was unter den extrem variablen und nicht überprüfbaren Testbedingungen unmöglich ist.

Schließlich weist die Gutachterin darauf hin, dass die geringe Spezifität der Tests eine hohe Rate an falsch positiven Ergebnissen bedingt, welche unnötige personelle (Quarantäne) und gesellschaftliche (z.B. Schulen geschlossen, „Ausbruchsmeldungen“) Folgen nach sich ziehen, bis sie sich als Fehlalarm entpuppen. Die Fehlerwirkung, also eine hohe Zahl von Falsch-Positiven, ist gerade bei Tests an Symptomlosen besonders stark.

Festzuhalten bleibt, dass der verwendete PCR-Test ebenso wie die Antigen-Schnelltests, wie gutachterlich nachgewiesen, prinzipiell nicht zur Feststellung einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 geeignet sind. Dazu kommen die beschriebenen und andere im Gutachten aufgeführte Fehlerquellen mit gravierenden Auswirkungen, so dass eine adäquate Feststellung des Infektionsgeschehens mit SARS-CoV-2 in Thüringen (und bundesweit) nicht ansatzweise vorhanden ist.

Ohnehin wird der Begriff der „Inzidenz“ vom Landesverordnungsgeber fehlgebraucht. Denn „Inzidenz“ meint eigentlich das Auftreten von Neuerkrankungen in einer (immer wieder getesteten und ggfls. ärztlich untersuchten) definierten Personengruppe in einem definierten Zeitraum, vgl. Nr. 11 der rechtlichen Hinweise des Gerichts. Tatsächlich aber werden undefinierte Personengruppen in undefinierten Zeiträumen getestet, so dass es sich beidem, was als „Inzidenz“ ausgegeben wird, lediglich um schlichte Melderaten handelt.

Die infection fatality rate jedenfalls beträgt nach einer Metastudie des Medizinwissenschaftlers und Statistikers John Ioannidis, eines der meistzitierten Wissenschaftler weltweit, die im Oktober 2020 in einem Bulletin der WHO veröffentlicht wurde, 0,23 % und liegt damit nicht höher als bei mittelschweren Influenzaepidemien.

Ioannidis kam auch in einer im Januar 2021 veröffentlichten Studie zum Ergebnis, dass lockdowns keinen signifikanten Nutzen haben.

3. Die Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung durch Schnelltests in den Schulen

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung als Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts in Artikel 2 Absatz 1 Grundgesetz ist das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Zu diesen personenbezogenen Daten gehört auch ein Testergebnis. Ein solches ist darüber hinaus ein persönliches Gesundheits-„Datum“ im Sinne der Datenschutz- Grundverordnung (DSGVO), das grundsätzlich niemanden etwas angeht.

Auch dieser Grundrechtseingriff ist verfassungswidrig. Denn bei den konkreten Abläufen des Testgeschehens in den Schulen erscheint es unvermeidlich, dass zahlreiche weitere Personen (Mitschüler, Lehrer, andere Eltern) Kenntnis von einem beispielsweise „positiven“ Testergebnis erhalten würden.

Das gilt im Übrigen entsprechend, wenn ähnliche Testbarrieren beim Zugang zum Einkaufen oder zu kulturellen Veranstaltungen errichtet werden.

Hinzu kommt, dass eine etwaige landesrechtlich angeordnete Testpflicht für Schüler bereits nicht vom Infektionsschutzgesetz – unabhängig davon, dass sich dieses seinerseits erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken ausgesetzt sieht – gedeckt ist.

Nach § 28 IfSG können die zuständigen Behörden in der dort näher bezeichneten Weise die notwendigen Schutzmaßnahmen treffen, wenn „Kranke, Krankheitsverdächtige, Ansteckungsverdächtige oder Ausscheider“ festgestellt werden. Diese können nach § 29 IfSG einer Beobachtung unterworfen werden und haben dann auch erforderliche Untersuchungen zu dulden.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat es in seinem Beschluss vom 02.03.2021, Az.: 20 NE 21.353, abgelehnt, Beschäftigte in Pflegeheimen von vornherein als krank, krankheitsverdächtig oder Ausscheider anzusehen. Das dürfte auch für Schüler gelten. Aber auch eine Einstufung als ansteckungsverdächtig kommt nicht in Betracht.

Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts gilt als ansteckungsverdächtig im Sinne des § 2 Nr. 7 IfSG, wer mit hinreichender Wahrscheinlichkeit Kontakt zu einer infizierten Person hatte; eine bloß entfernte Wahrscheinlichkeit genügt nicht. Erforderlich ist, dass die Annahme, der Betroffene habe Krankheitserreger aufgenommen, wahrscheinlicher ist als das Gegenteil. Maßgebend für einen Ansteckungsverdacht ist ausschließlich die Wahrscheinlichkeit eines zurückliegenden Infektionsvorgangs, vgl. Urteil vom 22.03.2012 – 3 C 16/11 – juris Rn. 31 ff. Der BayVGH, a.a.O., hat dies für die Beschäftigten in Pflegeberufen abgelehnt. Für Schüler gilt nichts anderes.”

4. Das Recht der Kinder auf Bildung und Schulunterricht

Zum Bildungsanspruch der Kinder führ der Richter aus: “Die Schulkinder unterliegen nicht nur der landesrechtlich geregelten Schulpflicht, sondern haben auch einen Rechtsanspruch auf Bildung und Schulunterricht.
Dieser ergibt sich auch aus Artikel 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention, die in Deutschland geltendes Recht ist.

Danach müssen alle Vertragsstaaten nicht nur den Besuch der Grundschule für alle zur Pflicht und unentgeltlich machen, sondern darüber hinaus auch die Entwicklung verschiedener Formen der weiterführenden Schulen allgemeinbildender und berufsbildender Art fördern, sie allen Kindern verfügbar und zugänglich (!) machen und geeignete Maßnahmen wie die Einführung der Unentgeltlichkeit und die Bereitstellung finanzieller Unterstützung bei Bedürftigkeit treffen. Die Bildungsziele aus Artikel 29 UN- Kinderrechtskonvention sind dabei einzuhalten.”

5. Ergebnis

Der Richter faßt seine Entscheidung wie folgt zusammen:

“Der den Schulkindern auferlegte Zwang, Masken zu tragen und Abstände untereinander und zu dritten Personen zu halten, schädigt die Kinder physisch, psychisch, pädagogisch und in ihrer psychosozialen Entwicklung, ohne dass dem mehr als ein allenfalls marginaler Nutzen für die Kinder selbst oder Dritte gegenübersteht. Schulen spielen keine wesentliche Rolle im „Pandemie“-Geschehen.

Die verwendeten PCR-Tests und Schnelltests sind für sich allein prinzipiell und schon im Ansatz nicht geeignet, eine „Infektion“ mit dem Virus SARS-CoV-2 festzustellen. Das ergibt sich nach den Darlegungen in den Gutachten bereits aus den eigenen Berechnungen des Robert-Koch-Instituts. Laut RKI-Berechnungen, wie Gutachter Prof. Dr. Kuhbandner ausführt, beträgt bei Massentestungen mit Schnelltests unabhängig von Symptomen die Wahrscheinlichkeit, beim Erhalt eines positiven Ergebnisses tatsächlich infiziert zu sein, bei einer Inzidenz von 50 (Testspezifität 80%, Testsensitivität 98%) nur zwei Prozent. Das würde heißen: Auf zwei echt-positive Schnelltest-Ergebnisse kämen 98 falsch-positive Schnelltest-Ergebnisse, welche man dann alle mit einem PCR-Test nachtesten müsste.

Ein (regelmäßiger) Zwang zum anlasslosen Massentesten an Asymptomatischen, also Gesunden, für das schon die medizinische Indikation fehlt, kann nicht auferlegt werden, weil er außer Verhältnis zu dem Effekt steht, der damit erreicht werden kann. Zugleich setzt der regelmäßige Zwang zum Test die Kinder psychisch unter Druck, weil so ihre Schulfähigkeit ständig auf den Prüfstand gestellt wird.”

Abschliessend merkt der Richter an: “Ausgehend von Erhebungen in Österreich, wo in Grundschulen keine Masken getragen werden, aber dreimal pro Woche flächendeckend Schnelltests vorgenommen werden, ergibt sich nach den Darlegungen des Gutachters Prof. Dr. Kuhbandner:

100.000 Grundschüler müssten eine Woche lang sämtliche Nebenwirkungen des Maskentragens in Kauf nehmen, um nur eine einzige Ansteckung pro Woche zu verhindern.

Dieses Ergebnis nur als unverhältnismäßig zu bezeichnen, wäre eine völlig unzureichende Beschreibung. Vielmehr zeigt sich, dass der diesen Bereich regulierende Landesverordnungsgeber in eine Tatsachenferne geraten ist, die historisch anmutende Ausmaße angenommen hat.”

Rubikon: Big Brother Bill

Sven Böttcher skizziert in seinem neuen Buch, wie wir die Gates-Agenda durchkreuzen und stattdessen unsere eigene neue Weltordnung errichten.

von Roland Rottenfußer

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

https://www.rubikon.news/artikel/big-brother-bill

Das Cover hat eigentlich zwei Titel. Im Fragesatz „Wer, wenn nicht Bill?“ ist das letzte Wort durchgestrichen und durch „wir“ ersetzt: „Wer, wenn nicht wir?“. So fährt Sven Böttchers neues Meisterstück von Anfang an zweigleisig. Der Autor entwirft darin zwei alternative Zukunftsvisionen. Die eine beschreibt eine Welt, wie sie wohl auf uns zukäme, wenn wir Bill Gates die Führung überlassen. Die andere ist ein postapokalyptisches Worst-Case-Szenario. Der Autor macht keinen Hehl daraus, dass er letztere Variante vorziehen würde. Denn während der omnipotente Microsoft-Macher wohl in Richtung einer technokratischen, transhumanistischen Weltdiktatur steuern würde, sucht das andere Team — „Wir“ — kreative Lösungen nach dem zu erwartenden großen Zusammenbruch. Wir wären arm, auf Improvisation und Gemeinschaft angewiesen — dürften aber noch Menschen bleiben. Unter King Bill wäre das nicht so sicher.

Sie haben schon alles über Corona gelesen, wissen schon alles und brauchen keine weiteren diesbezüglichen Nörgelattacken? Ein solches Urteil könnte sich als verfrüht erweisen. Zunächst: Zwar schreiben manche Autoren Ähnliches wie Sven Böttcher, aber sie schreiben es niemals so wie Sven Böttcher. Der Mann ist ein stilistischer Solitär. Meist lacht und weint man bei der Lektüre gleichzeitig, denn Böttchers Milde ist grimmig und giftgetränkt, seine Untergangsszenarios lassen einen frohgemut zurück.

Ferner ist das ganz Außerordentliche an diesem Autor, dass er für seine Erzählung einen weitaus größeren Rahmen absteckt als die meisten anderen — selbst wenn es sich um hellsichtige Corona-Analysten handelt. Das Virus-Thema ist bei Böttcher eingebettet in den Kontext eines noch größeren Themas: der Klima- und Umweltkatastrophe. Wenn wir zurückgehen ins Greta-Jahr 2019, so stellen wir fest, dass dessen Erkenntnisse mittlerweile fast verschwunden sind hinter Corona. Nicht so für Bill und seinen ungnädigen Biografen Sven.

Der startet mit einem Rückblick auf die Zeit „davor“:

„Schon vor der Krise war absehbar, dass wir mit unserem Ressourcenverbrauch so nicht weitermachen können und dass Banken- und Finanzsysteme sich von der Realität abgekoppelt haben und nur noch künstlich am Leben erhalten werden durch hemmungsloses Gelddrucken beziehungsweise die Aufnahme immer höherer Schulden. All diese wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Trends und Probleme hat Corona nicht verursacht, wohl aber ‚beschleunigt und wie unter einem Brennglas sichtbar gemacht‘.“

Und Böttcher schlussfolgert: „Niemand kann es sich mehr leisten, keine Zukunftstheorie zu entwickeln.“

Die Krise hinter der Krise

Das tut er in diesem Buch. Das Klimathema ist für ihn wie für seinen „Helden“ Bill das Alpha und Omega des großen Seuchendramas. Es ist der Ursprung der ganzen Inszenierung — weil nämlich erst die drastischen Umweltschäden und die Blindheit der Menschen für diese es notwendig gemacht haben, bei dieser disziplinlosen Bande die Zügel fester anzuziehen. Und es ist das, worauf alles hinausläuft: auf eine Menschheit, die sich nach vollzogener Dressur unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes auch der zweiten Stufe der Diktatur wohl willig hingeben wird — dem globalen Ökototalitarismus. All das ist natürlich vonseiten der großen Weltenlenker sehr gut gemeint. Denn wenn die Freiheit zum Tod des gesamten Ökosystems führt, der Tod der Freiheit jedoch dessen Rettung wäre — was bleibt dann als einziger Ausweg? Die mit wohlwollender Brutalität durchregierende Diktatur. Alles klar?

Sven Böttchers Vision erinnert an zwei der großen Bestseller der Vor-Corona-Epoche: Der erste ist Dan Browns „Inferno“ — ein Roman, der vor der Katastrophe durch Überbevölkerung warnt, aber auch vor dem Verlust jeder Menschlichkeit unter dem Vorwand der Weltrettung. Sven Böttcher — als Advocatus Diaboli — rechnet vor, dass die Eliten nach dem Great Reset nur noch höchstens 40 Prozent der sonstigen Menschen werden „brauchen“ können. Und worin sonst sollte unsere Existenzberechtigung liegen als darin, von den Eliten gebraucht zu werden? Diese Überlegung kombiniert er mit der bewiesenen Tatsache, dass Menschen notorische CO2-Ausstoßer und somit gefährlich sind.

„Andere Menschen könnte der Planet massenhaft verkraften, aber von diesen Menschen sind zu viele da. Mit dieser Schlussfolgerung aber wird es endgültig eng für uns, die 60 Prozent, denn nicht nur werden wir nicht mehr gebraucht, sondern wir gefährden obendrein durch unser unverbesserliches Tun und Treiben (fortwährende CO2-Ausatmerei symbolisch inklusive) das Überleben der ganzen Gruppe.“

Die Abschaffung des Verbrechens — und des Menschen

Die andere hier relevante literarische Vorlage ist Dave Eggers dystopischer Roman „The Circle“, der die Techniken der Menschenzähmung glänzend beschreibt: die Verführung zu Konformismus und totaler Selbstentblößung, der wir uns alle seit einigen Jahrzehnten ausgesetzt sehen. In diesem Geist entwirft auch Böttchers Bill die Vision einer Welt, in der Verbrechen nicht mehr möglich sein werden.

„Wir werden niemanden mehr bestrafen müssen. Denn es wird ja niemand mehr eine Straftat begehen können. (…) Kriminelles Verhalten ist in dieser neuen Welt dem Einzelnen praktisch unmöglich. Nicht nur weil es kein Bargeld mehr gibt und er nicht mehr schwarzarbeiten oder unerkannt Drogen kaufen kann, sondern auch weil sein Verhalten jederzeit vorhersagbar ist. Genau diese Vorhersagbarkeit ist doch der Schlüssel zum kollektiven Glück.“

Wie im System „The Circle“ erstreckt auch das System Bill seinen Einfluss bis tief ins Seeleninnere des Menschen hinein. Eine Mischung aus Totalüberwachung und chinesischem Social Scoring wäre „das Ende jeder Chance, sich unbemerkt, und sei es auch nur für ein paar Sekunden, danebenzubenehmen“. Die Menschen würden also nicht mehr nur aus Angst vor Strafe gehorchen, sie würden — wie am Schluss von Orwells Roman „1984“ dargelegt — anfangen, den Großen Bruder aus eigenem Antrieb zu lieben.

„In der neuen Normalität des Teams Bill wird nichts mehr frei sein, nicht einmal mehr die Gedanken, denn sie werden nicht mehr geboren. Wir werden uns jeden Gedanken ganz von selbst abgewöhnen, der in sozialpunktereduzierendes Verhalten auch nur theoretisch münden könnte.“

Das ist gruselig, aber leider angesichts der jüngeren Entwicklung nicht mehr ganz abwegig. Böttchers Buch ist ein Sachbuch mit den Zügen eines dystopischen Romans, eine Tragödie mit eingebautem Satyr-Spiel.

Die Geburt des Homo billensis

„Rette sich, wer kann!“ — Böttchers literarische Abrechnung mit unserem Gesundheitssystem — wäre durchaus auch als Titel seines neuen Opus geeignet. Bill Gates schwingt sich darin selbst mit Batman-Attitüde und aasigem Joker-Grinsen zum Weltenretter auf. Nachdem — wie er es ausdrückt — „wir“ alle Menschen auf diesem Globus durchgeimpft haben, löst er mit links auch noch das nächste Problem: die Klima- und Umweltkatastrophe. Doch wer rettet uns vor einem solchen Weltenretter?

Die Methode Bill ist schon seit seinen Anfängen als genialischer Garagenbastler das alles durchdringende Monopol. Seine neue Weltordnung wäre zentral gesteuert, würde wie eine gut geölte Maschine funktionieren und wäre vor allem eine völlig freiheitsbereinigte Zone.

Menschen, wie sie jetzt existieren, so beklagenswert unvollkommen und undiszipliniert, würden in diesem neuen Menschheitsentwurf nur stören. Vielmehr müssten sie Platz machen für einen neuen Typus: den Homo billensis. Vernetzt, überwacht, verwaltet, apparateabhängig. In einem Szenario, das auf eine Mischung aus Global China und einer „freien Welt“ ohne Freiheit hinauslaufen würde. Doch Bill kommt nicht mit leeren Händen.

Zum Dank für die Preisgabe von fast allem, was bisher unser Menschsein ausgemacht hat, verspricht er ein lange entbehrtes Gefühl kuscheliger Geborgenheit: die Lösung aller Gesundheitsprobleme — außer ein paar klitzekleinen Impfschäden — und aller Umweltprobleme. Die Befreiung von aller Zwietracht und Gewalt, die die Welt so lange in Atem gehalten haben.

Sanfter Sarkasmus

Man kann einem Werk von Sven Böttcher natürlich niemals gerecht werden, wenn man nur dessen Inhalt, nicht den Stil beschreibt. Böttchers Tonfall ist geradezu heimtückisch familiär. So redet er selbst die seriösesten Menschheitsheroen mit dem Vornamen an. Bill, Klaus, Greta. Man fühlt sich streckenweise geradezu eingelullt durch einen freundlichen, verstehenden Tonfall. Dann aber beißt Böttcher zu — mit scharfsinnigem Sarkasmus:

„Denn ohne Bill und die von ihm so großzügig unterstützte Weltgesundheitsorganisation (…) sowie unsere allzeit wachsam und ausführlich berichtenden Leitmedien (ebenfalls reich von Bill unterstützt) wüssten 7,8 Milliarden Menschen vielleicht bis heute nichts von der herrschenden Pandemie, sondern würden noch immer völlig ungeschützt im Dunkeln tappen und irrtümlich annehmen, die ‚Grippe‘ wüte dieses Jahr schlimmer als in anderen schlimmen Grippejahren.“

Derartige Wendungen sind typisch für Böttcher, der sich teilweise zu einer Rhetorik von Shakespeare’scher Raffinesse aufschwingt. Der ließ in seinem Stück „Julius Cäsar“ dessen Vertrauten Marc Anton Schlag auf Schlag gegen den Verräter Brutus austeilen, um dann jeden Satz mit der tückischen Wendung zu beenden: „Und Brutus ist ein ehrenwerter Mann.“ Vergleichen Sie nun, wie fintenreich Sven Böttcher seinen Bill killt:

„Bill behält seine mit KI und Transhumanismus verbundenen Hoffnungen aber lieber für sich, denn die angestrebte Unsterblichkeit wäre ja keinesfalls für alle zu haben — wohin sollte das denn führen, auf einem überlasteten Planeten? Es wäre deprimierend für alle, wiese Bill nun auch noch darauf hin. Regelrecht unmenschlich. Und Bill ist doch lieber ganz Mensch.“

Die kreative Zerstörung

In einem Punkt hat der Autor jedoch Verständnis für die Great Resetter um Klaus Schwab und Bill Gates:

„Die ‚kreative Zerstörung‘ der Weltwirtschaft, Neustart und Reset erscheinen aber Team Bill nicht nur unvermeidlich, sondern sogar wünschenswert. Für eine bessere Welt. Zu unserem eigenen Besten, denn der bis Covid eingeschlagene Weg war nicht zukunftsfähig. Jede Fortsetzung dieses Weges hätte uns über kurz oder lang ins Chaos geführt und/oder unseren Planeten unbewohnbar gemacht.“

Nur leider: Der vermeintliche Ausweg ist wiederum ein Holzweg. Denn beim Marsch in die schöne neue Zukunft gilt, wie es Marius Müller Westernhagen beschrieben hat: „Freiheit ist die einzige, die fehlt.“ Bill Gates „geht also davon aus, dass die Mehrzahl der Menschen bei diesem existenziell notwendigen Verhaltenswandel nicht mitmachen wird. Nicht freiwillig. Appelle an die Vernunft führen erkennbar, nachweislich, zu nichts.“

Am deutschen Wesen…

Und da bleibt nichts übrig als der „Escape from freedom“ (Erich Fromm). Des Autors Blick richtet sich in diesem Zusammenhang zwangsläufig auf ein bestimmtes Volk: die Deutschen. Haben diese nicht in den Jahrhunderten ihrer ruhmbekränzten Geschichte auf das Schönste bewiesen, dass sie sehr gut ohne die Freiheit auskommen können? Henryk M. Broder sagte in diesem Zusammenhang:

„Ich habe den Eindruck — das erschreckt mich beinahe mehr als die Pandemie —, dass die deutsche Seele aufblüht, wenn ihr Befehle gegeben werden.“

Ähnlich ungnädig sieht es Sven Böttcher:

„Im internationalen Vergleich ragen die Deutschen in mancher Hinsicht heraus, insbesondere hinsichtlich ihrer tapferen, unverbrüchlichen Obrigkeitstreue. (…) Deshalb erscheint Deutschland als ideales Terrain, um zu testen, wie weit die Mehrheit der Bevölkerung im Angstfall mitgeht bei einer weitreichenden Abschaffung von Grundrechten und der Einführung von massiven Überwachungs- und Zwangsmaßnahmen.“

Um Deutschland an sich geht es einem Globalstrategen wie Gates natürlich nicht. Es geht überhaupt nicht so sehr um Menschen. Die meisten von ihnen sind ohnehin entbehrlich.

„Für Bills Experiment ist auch diese Entbehrlichkeit wichtig. Denn gelingt sein Experiment, kann Deutschland bestehen bleiben, wenn auch auf kontrolliert niedrigerem Niveau, jedenfalls totalüberwacht, rund um die Uhr getrackt und alljährlich neu geimpft. Aber es wäre eben auch nicht dramatisch, wenn Deutschland unterginge.“

Spätestens hier könnte selbst der bisher sehr duldsame Untertan rabiat werden. Deshalb gilt:

„Um nun jeden denkbaren Widerstand schon im Keim zu ersticken, muss dem Menschen zunächst die Freiheit genommen werden, mit der er bisher nachweislich ohnehin nichts weiter anzufangen wusste, als sie egoistisch einzusetzen dem direkten Mitmenschen gegenüber wie gegenüber allen fernen Mitmenschen da draußen auf der Welt.“

Der große Vakzinator

Wohlgemerkt: In einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Zukunftsgesellschaft muss auch der Freiheitsentzug nachhaltig sein. Andernfalls droht der Wiedereinzug des lange herrschenden Chaos. So zitieren wir in diesem Zusammenhang einmal nicht Sven Böttcher, sondern gleich direkt den großen Vakzinator Bill:

„Viele hoffen, dass in einigen Wochen alles wieder so sein wird, wie es im Dezember war. Das wird leider nicht geschehen. Ich glaube, dass die Menschheit diese Pandemie besiegen wird, aber nur, wenn der größte Teil der Bevölkerung geimpft ist. Bis dahin wird das Leben nicht zur Normalität zurückkehren.“

Hier nun steigt Böttcher aus seiner ironischen Haltung für kurze Zeit aus und zeigt drastisch die drohenden Folgen der globalen Impfkampagne: eine Art kollektive Antibiotika-Resistenz, nur bezogen auf den Impfstoff. Die Impfung könnte im globalen Mutantenstadl die neuen Varianten nicht nur nicht besiegen — sie könnte diese erst hervorbringen.

„Wird der Erreger allerdings nicht getötet, sondern kann (gehustet, geniest) wieder austreten, hat er förmlich einen Blick auf das Verteidigungssystem des von ihm angegriffenen Ziels geworfen und passt sich für seinen nächsten Angriff an — ein solches Virus nennt man dann ‚leaky‘, und es wird nach dem Wiederaustritt gern ‚hot‘.“

Bills Team hätte damit ein System kreiert, das die im Interesse der Repression gewünschten Virusgefahren andauernd wieder selbst hervorbrächte. Das Heilmittel der aktuellen Viruswelle würde zum Gift der nächsten — und so weiter bis in alle Ewigkeit.

Der permanente Impf-Alarmismus

Daher sagt Bill Gates treffend: „Die nächste Pandemie wird für immer drohend über unseren Köpfen hängen.“ Das wäre eine Art Ewigkeitsgarantie für den Corona-Psychoterror. Denn die immerwährende potenzielle Verwundbarkeit durch Pandemien hätte für die Gesellschaft ganz praktische Folgen:

„Wir können nur dann rechtzeitig gewarnt sein und unser zukünftiges Überleben sicherstellen, wenn wir ab jetzt jederzeit, weltweit, wissen, wer infiziert ist, infiziert sein könnte oder mit anderen möglicherweise Infizierten in Kontakt getreten ist — oder getreten sein könnte.“ (Keine Ironie, Originalton Bill Gates)

Und nun, in den Worten von Sven Böttcher:

„Das bedeutet aber natürlich auch, dass niemand sich der vollständigen Überwachung entziehen darf. Logisch. Denn verweigern sich auch nur wenige Millionen, ist unser Seuchenradar nutzlos. Verweigerer gefährdeten mit ihrer Haltung das Überleben von uns allen. Es wären daher Verweigerer fraglos Feinde der Menschenfamilie, die verantwortungslos das Sterben von Millionen in Kauf zu nehmen bereit wären, nur um ihre absurde Vorstellung von ‚Privatsphäre‘ zu bewahren.“

Bedingtes Grundeinkommen als Disziplinierungsinstrument

Es gehört wohl zu den historisch bedeutendsten Folgen der Coronakrise, dass sie es geschafft hat, der angeschlagenen Privatsphäre den Todesstoß zu versetzen und dabei das sentimentale Festhalten vieler Bürger an ihr uncool aussehen zu lassen. Für die Zukunft heißt das wohl — neben anderem: Von China lernen heißt überwachen lernen. Konkret: ein globales Social-Credit-System. Hier wird Böttcher nun kreativ und stellt sich als Lösung für die erwartbare Massenarbeitslosigkeit ein Grundeinkommen vor — nicht bedingungslos, sondern bedingt durch Wohlverhalten, dessen Regeln der Staat festlegt.

„Der Pandemie folgt die kreative Zerstörung des Wirtschaftslebens, aus der kreativen Zerstörung des Wirtschaftslebens erwächst die Notwendigkeit eines echten Nothilfeprogramms für alle — eines bedingungslosen Grundeinkommens in Form einer neuen digitalen Währung, deren Ausgabe gekoppelt ist ans Solidarverhalten des Einzelnen.“

Böttchers Zusammenfassung des Gates-Wegs.

„Es wäre dies eine Welt, in der für die Illusion kein Platz mehr wäre, der Mensch sei vernunftbegabt, eigenständig und frei.“

Weder Pest noch Cholera

Nun aber zum positiven Teil meines Artikels beziehungsweise des Buchs „Wer, wenn nicht Bill?“. Sven Böttcher zeichnet die neue Normalität als kollektiven Albtraum, er weiß aber auch, dass eine einfache Rückkehr zur alten nicht möglich sein wird, da diese wohl auf eine selbstmörderischen Lemming-Wanderung hinauslaufen würde. Hier hält es der Autor mit der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy, die sich von den Mächtigen keinesfalls in eine destruktive Scheinalternative hineindrängen lassen wollte. Bei ihrer Rede beim Weltwirtschaftsforum 2003 forderte Roy, „dass die Menschen der Welt nicht zwischen einer böswilligen Mickey Mouse und den verrückten Mullahs wählen müssen“. In den Worten von Böttcher: „Bleibt uns tatsächlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera?“

Es muss einen dritten Weg geben, und den skizziert Sven Böttcher in der zweiten Hälfte seines Buchs auch ausführlich. Ich will hier nicht über Gebühr spoilern — es wird wirklich spannend —, aber einige Hinweise seien erlaubt: Die Bürger haben in der Folge der Lockdowns und der damit verbundenen Entbehrungen gelernt, was sie wirklich brauchen und was nicht.

„Wir können vielleicht sogar ganz gut ohne Unternehmensanwälte leben, die im Interesse ihres Unternehmens gegen das Gemeinwohl agieren; ohne Steuerberater, Hartz-IV-Schikaneure und ohne Investmentbroker; ohne die hundertfach überbesetzten Verwaltungen von Krankenkassen und Versicherungen.“

Erträglicher Worst Case

Wir sollten also mit Klugheit und Gemeinschaftsgeist unsere eigenen konstruktiven Schlussfolgerungen aus den derzeitigen verstörenden Erfahrungen ziehen: „Die dritte Verschwörung ist die des ‚Team Mensch‘.“

In gewisser Weise ist der zweite Teil ein postapokalyptisches Szenario, aber eines, mit dem es den Menschen gut geht, wenn sie zusammenhalten — vielleicht besser als in der jetzigen „erfolgreichen“ Episode der Menschheitsgeschichte. „Nur wer den Worst Case erkennt, kann versuchen, ihn zu verhindern oder sich auf die Folgen vorzubereiten.“ War das nicht das Motto aller großen Dystopisten, angefangen bei George Orwell?

In seiner Vision versucht Böttcher, die Fehler des Teams Bill ebenso zu vermeiden wie den Rückfall in die alte, ja ebenfalls nicht taugliche Normalität. Wenn das große Passagierschiff voll auf Eisberg-Kurs ist, müssen wir Rettungsboote bauen, und zwar bevor dieses gesunken ist. Wir müssen nachhaltig, menschen- und mitweltgerecht leben — freiwillig oder auch gezwungenermaßen als Folge eines großen Zusammenbruchs. Aber: „Es ist nie zu spät für einen neuen Weg“, wie es der österreichische Schlagersänger Peter Cornelius sang. Das Ganze läuft dann auf neue Bescheidenheit, Degrowth, Selbstversorgung, Nachbarschaftshilfe und Sharing Economy im Kleinen hinaus. Die Zukunftsmenschheit nach Böttcher — man muss sie sich eher wie Hobbits als wie die Borg vorstellen.

Eines aber ist Sven Böttchers Konzept nicht: eine nur oberflächlich dargestellte Idylle. Der Autor geht in die Tiefe und baut seine Vision auf zukunftsfähigen Werten auf. Wenn wir nach solchen suchen, müssen wir nur die falschen Werte, die jetzt gelten, in ihr Gegenteil verkehren: Vertrauen, Freiheit, Güte, Aufrichtigkeit, Wahrheit, der Kant‘sche „Kategorische Imperativ“… Selten wurden in Zukunftsszenarios so große Worte gemacht, blieb der Autor jedoch gleichzeitig auch so angenehm konkret.

„Vor die Wahl gestellt, unsere Kinder zu opfern oder unsere eigenen Leben, opfern wir unsere Leben. Wir sperren unsere Kinder nicht ein, und wir traumatisieren sie auch nicht mit Masken und Horrorgeschichten.“

Eine neue Definition von Glück

Wir leben in einer Zeit, die große Entscheidungen braucht — wenn man so will auch Heldinnen und Helden. Dennoch sind es auch die kleinen Schritte, die das Team Mensch voranbringen werden: selbst produzierte erneuerbare Energie, Vorratshaltung, partielle Selbstversorgung, eine selbst organisierte Alternativwährung, natürlich auch wahrhaftige alternative Medien, die von ihren Lesern unterstützt werden sollten — danke, Sven!

Es läuft auf das kleine Glück hinaus, das in Selbstbeschränkung besteht — bei gleichzeitig funktionierenden, erfüllenden menschlichen Beziehungen. Wir alle hätten dann viel mehr Zeit für die wirklich wesentlichen Dinge. Füreinander. Die Billianer, die uns die ganze Zeit auf Trab gehalten, kontrolliert, bestohlen und gemaßregelt haben — sie hätten keine Macht mehr über uns.

Schon das wäre eine Definition von Glück.


Hier können Sie das Buch bestellen: als Taschenbuch oder E-Book.


Pressestimmen:

„Das dritte Buch der ‚Corona-Aufklärungsoffensive‘ des Rubikon-Verlags ist etwas ganz Besonderes. Nachdem die ersten beiden Bücher die Machenschaften und Lügen von Eliten, Lobbyisten und Regierung offenbarten, ändert Sven Böttcher mit ‚Wer, wenn nicht Bill?‘ nun die Richtung und liefert die Überlebensanleitung zur globalen Krise ― voller Humor, analytischer Brillanz, nebst Bauplan für eine bessere Welt. Ein Buch, das berührt, verändert, Hoffnung und Zuversicht schenkt, vor allem aber endlich Antworten auf die Frage liefert: Was können wir tun?“
Markus Haintz, Rechtsanwalt

„Sven Böttcher hat ein großes Buch im Kleinformat geschrieben ― und gibt mitten in der endlos ermüdenden Coronakrise das zurück, was längst verloren geglaubt war: Leichtigkeit und Gelassenheit. Seine Erzählung über das ‚Team Bill‘ (Gates) und das ‚Team Mensch‘ ist ein Versuch, den Wahnsinn nicht nur verstehbar zu machen, sondern auch zu kurieren ― mit Zukunftsvisionen, die den Rahmen des Denkbaren endlich wieder auf ein vernünftiges Maß ausweiten.“
Paul Schreyer, Mitherausgeber Multipolar-Magazin

„Endlich mal eine neue Pandemieübung: Wie kommen wir aus der sich entwickelnden Gesundheitsdiktatur raus? Sven Böttcher ist der geniale Spielleiter beim Match ‚Team Bill‘ versus ‚Team Mensch‘. Dass man dabei auch herzlich lachen kann, liegt an der Brillanz des Autors und dessen bitterbösen Beobachtungen.“
Walter van Rossum, Autor

„Sven Böttchers neuester Geniestreich dient nicht nur der unverzichtbaren Aufklärung über aktuelle Machtstrukturen, sondern fungiert auch als Wegweiser zur Rettung der Menschlichkeit ― für Güte, Geduld, Gemeinschaftssinn und Mut. Endlich eine Handreichung sowohl zur Überwindung der Krise als auch zur Errichtung einer besseren Welt!“
Florian Schwindt, Physiotherapeut

„Ein bewegendes Manifest unserer Zeit: ein überzeugendes, kluges und berührendes Buch. Schockierend lustig, lustig schockierend und schockierend gut recherchiert! Die aufrüttelnde und motivierende Lektüre macht auf freudvolle und tiefsinnige Art Lust darauf, die schönste aller Gesellschaften zu gestalten ― und so die Welt zu retten. Ich setze auf ‚Team Mensch‘. Wer macht mit?“
Denisa Vosahlik, Übersetzerin

„Nach diesem unglaublichen Jahr 2020, in dem sich für die meisten von uns vieles auf eine Art und Weise änderte, die wir uns nie hätten vorstellen können, macht Sven Böttcher nicht nur Mut, sondern sogar Lust auf das, was uns nun bevorsteht. Vor allem Lust darauf, Teil von ‚Team Mensch‘ zu werden und unsere zukünftige Welt gemeinsam zu gestalten.“
Friederike Pfeiffer-de Bruin, Geburtsbegleiterin

„Das neue Buch von Sven Böttcher zeigt unmissverständlich auf, dass das Zeitalter des ‚betreuten Denkens‘ geradewegs in die Katastrophe führt. Wollen wir unsere Freiheit zurückgewinnen, müssen wir jetzt handeln und als ‚Team Mensch‘ die Zukunft selbst gestalten: empathisch, gerecht und ohne übergriffigen Staat.“
Jens Lehrich, Moderator

„Sven Böttcher zeigt auf unterhaltsame und humorvolle Weise auf, wie wir nach einem durch das ‚Team Bill‘ und seine Helfer verursachten Worst-Case-Szenario als mutiges ‚Team Mensch‘ die Zukunft neu gestalten können.“
Svenja Herget, Lehrerin

„Böttcher in Bestform. Ein radikalhumanistisches Manifest, das seinesgleichen sucht!“
Jens Wernicke, Journalist

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Boris Reitschuster: Spahn: Sonderrechte für Geimpfte sind keine Sonderrechte

Wieler fordert Verschärfung des Lockdowns

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versucht sich heute auf der Bundespressekonferenz mit Wortzauberei. Lange führt er aus, welche Sonderrechte künftig für Geimpfte gelten sollen – um dann zu erklären, dass diese gar keine Sonderrechte seien. Die abenteuerliche Begründung dafür: Geimpfte sollten lediglich in vielem genauso behandelt werden wie Menschen, die einen tagesaktuellen Test vorweisen können. Eine solche Gleichstellung sei kein Sonderrecht, so Spahn. So könnten Geimpfte nach seinen Vorstellungen etwa ohne Test in Geschäfte, sie könnten ebenso nach Reisen auf Tests verzichten, und geimpfte Kontaktpersonen müssten nicht mehr in Quarantäne. Dies alles sei möglich, weil nach neuesten Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts die Wahrscheinlichkeit, dass Geimpfte andere Menschen ansteckten, noch geringer sei als die Wahrscheinlichkeit, dass negativ Getestete andere anstecken, so der Gesundheitsminister.

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„Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte“, hatte tagesschau.de noch am 28.12.2020 als Titel vermeldet. „Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden können. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden. Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten“, hatte Spahn damals gesagt.

Der Minister sprach sich erneut für nächtliche Ausgangssperren aus. Wenn nötig, müssten soziale Kontakte durch solche Einschnitte geregelt werden, so der Minister. Es falle niemandem leicht, aber es sei notwendig. „Heute morgen meldet das Robert-Koch-Institut über 25.000 neue Corona-Fälle, das sind zu viele. Zu viele, die bald um ihr Leben ringen werden, und bald zu viele für unser Gesundheitssystem“, hatte Spahn zu Beginn der Pressekonferenz erklärt. „Um diese Zahlen zu senken, braucht es konsequente und vor allem bundeseinheitliche Maßnahmen. Es braucht einen Lockdown.“

Zur weiteren Entscheidungsfindung über die Corona-Maßnahmen sagte er mit Blick auf die Diskussionen um den Termin des Corona-Gipfels: „Meines Erachtens wäre eine Bund-Länder-Runde eigentlich das richtige Format dafür.“ Solch eine Runde werde aber wohl nicht stattfinden, so Spahn: „Ich kann mich über einige Aussagen nur wundern. Wenn schon einige die Einschätzung der Lage nicht teilen, wird es allerdings schwierig. Eine kurze Besprechung wird jedenfalls nicht reichen“. Der Minister bezieht sich damit offenbar auf Aussagen von Länderchefs, die von seinem harten Kurs abweichen.

„Wir befinden uns in der dritten Welle“, sagte der Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler. Er warnte wie bereits oft zuvor vor der Mutante B.1.1.7: „Wir können diese Welle nicht mehr verhindern, aber wir können sie abflachen.“ Zum derzeitigen Zeitpunkt seien die Zahlen aufgrund der Osterfeiertage nicht verlässlich, doch ab kommender Woche werde dies wieder der Fall sein. „Das heißt aber nicht, dass wir nicht wissen, wo wir stehen. Im Gegenteil: Wir wissen sehr gut, was passiert und beobachten seit langem.

„Wenn wir Mobilität nicht einschränken, nicht in einen Lockdown gehen, dann werden eben die Zahlen steigen und dann werden eben auch viele Menschen ihr Leben verlieren in unserem Land“, sagte Wieler: „Jeder Tag, den wir später handeln, verlieren wir Menschenleben“. Ein Lockdown bedeute eine starke Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Offenbar ist die aktuelle Situation für den Chef der obersten Bundesbehörde also noch gar kein Lockdown.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Boris Reitschuster: Intensivbetten: Wie Medien Angst schüren und verschleiern – Irreführende Berichterstattung

Es sind Nachrichten, die kaum jemanden kalt lassen, die da etwa Focus Online verbreitet, eines der am meisten gelesenen Internet-Portale in Deutschland. Allein schon die Überschrift: „Niedrigster Wert seit Pandemiebeginn: Nur noch 3104 Intensivbetten frei“. Im Text heißt es sodann: „Die Zahl freier Intensivbetten ist in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie gefallen. Aktuell sind noch 3104 Betten frei, wie aus den Daten des DIVI-Intensivregisters hervorgeht. Am Vortag waren es noch 3417 und damit etwa 300 mehr freie Betten gewesen.“

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Weiter ist zu lesen: „Neben steigenden Patientenzahlen gibt es noch weitere Gründe, warum die Zahl sinkt. Einer dieser Gründe ist der sogenannte Pflegeschlüssel, der angibt, wie viele Pfleger pro Intensivbett verfügbar sein müssen. Zu Beginn der Pandemie lag der Wert noch bei 2,5 Betten pro Pfleger (tagsüber) beziehungsweise 3,5 Betten in der Nacht. Zum 1. Januar wurde dieser Wert auf zwei respektive drei gesenkt, was natürlich auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeiten hatte. Zudem fallen Pflegekräfte krankheitsbedingt aus, was ebenfalls zu weniger verfügbaren Betten führte.“

Kein Wort steht in dem Bericht zu den Hintergründen. Am 26. März habe ich auf der Bundespressekonferenz dem Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Oliver Erhard, folgende Frage gestellt: „Heute haben Herr Wieler und Herr Spahn darauf verwiesen, dass wieder eine Überlastung der Intensivstationen drohen könnte. Im September gab es laut DIVI knapp 31.000 Plätze auf Intensivstationen. Inzwischen sind es 24.000. Wie kam es zu diesem massiven Rückgang um rund 20 Prozent mitten in der Pandemie?“

Ewald antwortete: „Ich kann an dieser Stelle nicht die Aussagen von Herrn Wieler und Herrn Spahn interpretieren oder bewerten, da bitte ich um Nachsicht. Die Auflistungen der Intensivkapazitäten sind im täglichen Situationsbericht des RKI hinterlegt. Da gibt es auch umfassende Erläuterungen zu der Entwicklung und auch Einschätzungen des RKI. Darauf möchte ich Sie verweisen.“

Ich hakte nach: „Aber das Bundesgesundheitsministerium muss doch die Zahl verfolgen. Sieht sie es mit Sorge, dass die Zahl der Intensivbetten mitten in der Pandemie um fast 20 Prozent zurückgegangen ist? Was macht das Ministerium, um hier entgegenzuwirken?“

Darauf Ewald: „Noch einmal: Ich verweise hier auf die Einschätzung des RKI.“

Ich fragte noch mal nach: „Sie haben also keine Meinung dazu?“

Ewald nickte (anzusehen ist die Szene hier).

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch folgende Grafik, die mir gestern ein Leser auf Twitter in die Kommentare postete:

Bemerkenswert ist auch, dass die 7-Tage-Notfallreserve von 10.392 Betten etwa in dem Focus-Bericht nicht erwähnt wird. Weil die Meldung dann nicht so dramatisch geklungen hätte?

Ich kann nun versuchen, das zu tun, was Spahns Sprecher nicht getan hat – mögliche Gründe für den Rückgang der Intensivbetten aufzählen. So mag dieser zumindest teilweise daran liegen, dass der Betreuungsaufwand bei Infizierten höher ist und dass auch insgesamt weniger Personal zur Verfügung steht, weil etwa Ärzte und Pfleger positiv getestet wurden und damit ausfallen. Aber das würde die Frage aufwerfen: Warum hat die Regierung in einem Jahr Pandemie da nicht entschieden gegengesteuert? So aber wird der Rückgang schlicht verschwiegen.

Mit kritischem Journalismus haben Meldungen wie der genannte Focus-Artikel nichts mehr zu tun. Dafür viel mit dem Schüren von Angst, ja Panik.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

reitschuster.de: ZDF-Redakteurin packt aus – und fordert: keine Gebührenerhöhung jetzt! Eklatante Missstände in öffentlich-rechtlichem Sender

Ein Gastbeitrag von einer ZDF-Redakteurin, die anonym bleiben möchte, weil sie sonst ihren Arbeitsplatz verlieren würde:

Ich möchte als seit mehr als einem Jahrzehnt beim ZDF beschäftigte Redakteurin einen Impuls für eine sachgerechte und fundierte Diskussion über die Gebührenerhöhung geben. Dazu biete ich hier Einblicke aus Gesprächen mit Kollegen und schildere Tatsachen, die ein Großteil der ZDF-Mitarbeiter kennt. In der Öffentlichkeit wird über die Missstände beim ZDF nicht diskutiert. Auch, weil in den meisten Verträgen steht, dass Interna nur innerhalb des Hauses besprochen werden dürfen. Wer dies offenlegt, bricht seinen Vertrag und verliert seinen Job. Der Gebührenzahler hat jedoch ein Anrecht auf eine solche Diskussion, die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, was die Öffentlich-Rechtlichen mit ihren Geldern machen.

Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und skizziere Strukturen im Überblick. Details und die Aufarbeitung seien den Verantwortlichen des ZDF und einer interessierten Öffentlichkeit überlassen.

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Thesen:

Die politisch geführte Debatte zwischen Sachsen-Anhalt und den anderen Bundesländern, den Ministerpräsidenten und Länderparlamenten lenkt ab vom eigentlichen Thema: Wofür verwendet der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Gebührengelder?

Was hätte der Zuschauer an Mehrwert, wenn die Gebührenerhöhung durchgeht? Darüber geben die ÖR zu wenig Transparenz gegenüber dem Gebührenzahler.

Ein Abbruch interner Strukturen ist seit Jahrzehnten im Gange. Es dauert nicht mehr lange, und viele frei berichtende Redaktionen, die jahrzehntelang Rundfunkgeschichte geschrieben haben, sind nicht mehr handlungsfähig im Sinne einer unabhängigen Presse und Berichterstattung.

Die ÖR erklären sich als wirtschaftlich agierende Medienunternehmen. Wenn sie dies sein wollen, dürfen sie strenggenommen keine Gebührengelder beziehen. Wenn sie aber Gebührengelder einziehen, sind sie verantwortlich für die Erfüllung des Rundfunkstaatsvertrags und damit für den Bildungsauftrag. Dies findet seit geraumer Zeit immer weniger statt. Es fehlt an gutem Journalismus, daran, dass öffentliche Debatten angestoßen und dabei alle Schichten der Bevölkerung abgebildet werden, und dies bereits vor März 2020.

Die Verantwortlichen wissen genau um diesen Missstand. Sie veröffentlichen positive Meldungen, die der Öffentlichkeit die Erfüllung des Bildungsauftrages erklären. Z. B. die Agenturmeldung Anfang Januar, ARD und ZDF planten ein Home-Schooling-Programm. Reaktionen im Tagesspiegel vom 21.1.2021 („Ohne Struktur, ohne Ordnung. Die Erfahrungen mit dem Schul-TV bei ARD/ZDF sind ernüchternd. Wie es geht, zeigen BBC oder Mexiko“) sowie in „Der Freitag“ vom 14.1.2021 („ARD und ZDF müssen endlich Schule machen“).

Missstände:

Die Vertragsformen eines beträchtlichen Teils der ARD- und ZDF-Mitarbeiter (freie Mitarbeit) wären in der freien Wirtschaft Scheinselbstständigkeit und verboten. In den Gewerken der öffentlich-rechtlichen Anstalten sind sie gängige Praxis.

Verträge von Mitarbeitern verschiedener Gewerke (vor allem programmgestaltend) wurden vielerorts, wo es juristisch möglich ist, sukzessive in unverbindlichere Formen überführt und eingespart.

Die jetzt geforderten Gebührengelder kommen vor allem den üppigen Pensionszahlungen von Mitarbeitern zugute, die bereits in Rente sind. Dieses Problem haben die Sender bisher nicht gelöst. Dies wäre im Sinne der gebührenzahlenden Öffentlichkeit dringend geboten.

Zahlreiche Mitarbeiter und Führungskräfte in ARD und ZDF sind gegen die Gebührenerhöhung und für eine Konzentration auf das Wesentliche, halten sich aber öffentlich bedeckt (Quellen liegen vor).

Die Vielfalt von Meinungen und Formaten, eine journalistisch ausgewogene Berichterstattung durch freie Journalisten hat immer weniger Raum.

Ein Netzwerk von Kooperationsverträgen mit wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Playern wird seit Jahren geschaffen, so dass eine kritische, freie Berichterstattung immer schwieriger wird. Mit wem man zusammen arbeitet, den kritisiert man nicht öffentlich. (Im Kulturbereich sind das z. B. die großen Museen wie Städel, Schirn, Pinakotheken München.)

Strukturumbau:

Das ZDF wird seit Jahren zu einer Abspielstation umgebaut. Kraftvoll investiert wird vor allem noch in die Aktualität (Heute, Heute-Journal, Heute Plus sowie Magazinsendungen), Sportübertragungen und Spielfilm. Zentral in der Senderstrategie ist u.a. die Gewinnung jüngerer Zuschauergruppen, Aufrechterhaltung der großen Sportübertragungen sowie der Ausbau in Social Media und Online.

Von der ursprünglichen Vielfalt an Sendeformaten aus einem breiteren Ressort-Spektrum (Wirtschaft, Sport, Kultur, Kirche und Leben, Zeitgeschichte, Wissenschaft) für alle Schichten und diverse Publikumsgruppen in der Bevölkerung bleibt immer weniger übrig.

1998/99 kam die Unternehmensberatung McKinsey ins ZDF und hat den Impuls gegeben, die Struktur einer öffentlich-rechtlichen Anstalt umzubauen in die eines wirtschaftlich agierenden Unternehmens.

Die einzelnen Bereiche wie Kamera, Schnitt, Gebäudemanagement etc. wurden als Geschäftsbereiche aufgestellt und bekamen eine eigene Währung, die sogenannten DLP-Kosten. In dieser internen Währung stellten sich die einzelnen Abteilungen gegenseitig Rechnungen. Dadurch wurden die Mitarbeiter und Dienstleistungen innerhalb des ZDF teilweise nicht mehr konkurrenzfähig zum freien Markt. Beispiel: Ein Kamerateam wird berechnet mit Kameramann, Ton-Assistent, Equipment-Ausleihe, Dienstwagen und Parkplatz in der Tiefgarage für den Dienstwagen.

Der Parkplatz war in der vorherigen Struktur natürlich kostenfrei, weil auf dem ZDF-Gelände und Eigentum des ZDF. Mit der Umwandlung der Geschäftsbereiche stellte das Gebäudemanagement neuerdings eine Rechnung an die Produktion für den Parkplatz. Dadurch erhöhten sich die Gesamtkosten für ein Kamerateam auf ca. 1.800 Euro am Tag (Zahlen nur beispielhaft und ungefähr, nicht zitierfähig). Ein freies Team einer externen Produktionsfirma kostete dagegen am 1.100 Euro am Tag. Wenn nun ein Produktionsleiter die Kosten für eine größere Produktion berechnete, z. B. 10 Tage Dreh, dann war es ein eklatanter Vorteil, ein freies Team zu buchen und in der Summe 11.000 Euro Kosten zu haben, als 18.000 Euro Kosten im Haus zu bezahlen.

Das ZDF schuf zwar intern Anreize für die Produktion, eher DLP-Kosten zu verursachen als Geld rauszugeben. Aber die Tendenz ging dahin, externe Firmen zu buchen, anstatt die internen, vorhandenen Strukturen zu nutzen. So nahm der sukzessive Umbau der Strukturen über die Jahre seinen Lauf.

Ergebnis: Während das ZDF Ende der 90er Jahre mehr als 100 festangestellte Kameraleute und 60 Tonassistenten hatte, gibt es jetzt nur noch rund 20 Kameraleute und 6 Tonassistenten mit festem Vertrag.

Redakteure und Mitarbeiter 1., 2. und 3. Kreis:

Die Mitarbeiter des ZDF sind seit der Strukturreform 2011/12 in 3 Kreise eingeteilt, was große Ungerechtigkeiten mit sich bringt.

Der 1. Kreis ist klein, darin sind nur wenige hochbezahlte Moderatoren und Mitarbeiter. Im 2. Kreis sind Festangestellte und Mitarbeiter, die bei Vertragsantritt zumeist ihren Bestandsschutz und andere Sicherheiten aufgeben mussten, um eine feste vertragliche Bindung zum Sender garantiert zu bekommen. Im 3. Kreis sind freie Mitarbeiter, deren Verträge einer Scheinselbstständigkeit gleichen, ohne die der Sender aber seinen Auftrag nicht mehr erfüllen könnte.

Dies führt zu einem starken Ungleichgewicht z. B. von Redakteuren, die in gleicher Funktion (z. B. Planer, Autor, Chef vom Dienst) arbeiten, aber sehr unterschiedlich bezahlt werden (der eine hoch, der andere vergleichsweise niedrig). Der Festangestellte kann sehr oft krank sein und dafür vollen Lohnausgleich erhalten und/oder mangelhafte Arbeit leisten, behält in jedem Falle seinen Vertrag bis zur Berentung und bekommt eine hohe Rente. Der „Freie Mitarbeiter“ wird bei gleicher Funktion wesentlich geringer bezahlt, kann schneller entlassen werden, hat nur eine begrenzte Anzahl an Krankheitstagen und steht insgesamt stärker unter Druck, gute Arbeit zu leisten, als der Festangestellte. Seine Rente fällt geringer aus.

Strategie der Verlagerung von Mitarbeitern und Produktionen in Tochterunternehmen

Das ZDF hat über die Jahrzehnte Tochterunternehmen (Gruppe 5, ZDF Digital, ZDF Enterprise mit Sparten wie „Junior“ (Kinderfernsehen), „Drama“ (Spielfilm), „Unscripted“ (Dokumentation)) gegründet und verlagert seit Jahren gezielt Mitarbeiter, Aufträge und große Produktionen in die Tochterunternehmen.

Dass es sich hier um eine Verlagerung öffentlich-rechtlich eingezogener Gebührengelder in eine privatwirtschaftliche Struktur handelt, ist weder lauter noch hat die zahlende Öffentlichkeit davon Kenntnis.

Vielen langjährigen Mitarbeitern des ZDF, die Programm gestalten (Redakteure, Cutter, Kameraleute) wird damit die Arbeit im Haus entzogen. Wenn sie feste Verträge haben, bleiben sie häufig in ihren Funktionen und haben weniger oder auf niedrigerem Niveau zu tun.

Vorteil für das ZDF, wenn es Produktionen und langjährige Mitarbeiter in Tochterunternehmen verlagert: Langjährige ZDF-Mitarbeiter mit einem Vertrag, der Bestandsschutz und andere vertragliche Sicherheiten beinhaltet, bekommen beim Tochterunternehmen in der Regel einen Ein- bis Zweijahresvertrag. So verringert das ZDF die Anzahl seiner Mitarbeiter in der alten öffentlich-rechtlichen Struktur, befreit sich von Personalkosten und baut eine komplett betriebswirtschaftlich funktionierende, kleinteiligere Struktur auf.

Beispiel: Ein langjähriger Redakteur des Heute-Journals wollte seine Arbeitszeiten geringfügig reduzieren, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Seine Vorgesetzte empfahl ihm, zum Tochterunternehmen des ZDF, „Gruppe 5“, zu wechseln. Hätte er zugestimmt, hätte er seine Rechtsansprüche auf Bestandsschutz aufgegeben und seinen unbefristeten Vertrag in einen befristeten eingetauscht. Als Anreiz wurde ihm ein höherer Tagessatz in Aussicht gestellt.

Bei „37 Grad“ sind Redakteure angehalten, 25 Prozent aller Produktionen von Tochterfirmen produzieren zu lassen. Dadurch werden die ZDF-internen Gewerke weniger gebraucht und damit geschwächt.

Redundanz-Effekt: Autoren von Langformaten wie Terra X oder 37 Grad, die früher aufwändig innerhalb des ZDF Programminhalte gestaltet haben, sind dadurch degradiert und redundant. Während sie früher selbst Langformate produzierten, sind sie nun als Redakteure inhaltlich verantwortlich für eine Sendung, dürfen sie aber nicht mehr selbst erstellen. Da die Autorenschaft (Dreh, Konzept, Schreiben des Drehbuches, Schnitt etc.) im Gegensatz zu früher jetzt eine Produktionsfirma übernimmt, muss der ZDF-Redakteur jedes Detail nachrecherchieren, was der externe Autor ja ohnehin recherchiert hat und viel schneller präsent hätte.

Ergo: Es entsteht eine Arbeitsredundanz, ein hoher Arbeitsaufwand für den ZDF-Redakteur bei gleichzeitiger Lahmlegung seiner früheren Befugnisse: Was er selbst vormals herstellte (eine komplette Sendung), haben inzwischen Externe übernommen. Dennoch ist er inhaltlich verantwortlich und muss sich in sämtliche Inhalte hineinarbeiten, ohne mit der Materie direkt Kontakt zu haben.

Begründung des internen Abbaus bzw. der Sparmaßnahmen:

Wenn Leitungspersonen innerhalb des ZDF davon sprechen, warum gespart werden soll und Personal gekürzt, Abteilungen zusammengelegt oder insgesamt konsolidiert werden soll, werden zwei oder drei große „Widersacher“ genannt:

a) die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland). Argument: Wenn es um Personalabbau, Budgetkürzungen und Programmreduktion geht, müsse das ZDF den Forderungen der KEF nachkommen.

Fakt ist, dass die KEF nicht festlegt, wo eingespart wird. Der KEF-Bericht legt nur fest, welcher Gesamtbetrag eingespart werden muss. Wie und wo gespart wird, obliegt dem ZDF. Der KEF-Bericht umfasst mehrere hundert Seiten und ist für die Öffentlichkeit oder auch kritische Journalisten nicht leicht auf Richtigkeit zu überprüfen. Der Geschäftsführer der KEF, Jurist Dr. Tim Schönborn, LLM, hat beratende Funktion in einem Gremium, das u. a. aus Vertretern der Länder bzw. der Ministerpräsidenten besteht.

Erforderlich wäre eine Überprüfung des KEF-Berichtes durch eine unabhängige Instanz und für den Gebührenzahler nachvollziehbare Darlegungen der Inhalte.

b) Netflix und Amazon. Argument: Das ZDF muss gegen globale Medienplayer wie Netflix oder Amazon konkurrenzfähig bleiben.
Dies sind m. E. keine schlagkräftigen Argumente, da das ZDF gegen solche globalen Player ohnehin nie konkurrenzfähig sein wird. ARD und ZDF versuchen momentan, ihren Fokus auf die Mediatheken zu legen, eigene Inhalte dafür zu produzieren und dort möglichst viel Zulauf zu haben.

Aushöhlung von Journalismus / Vernachlässigung des Bildungsauftrages / Abbau der Kultur:

  • Geringer Gesamtetat der Kultur im Vergleich zu Sport, Nachrichten und Unterhaltung seit Jahrzehnten
  • Abschaffung der ZDF-Bibliothek 2015/16
  • Abschaffung des 3sat-Messe-Standes auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig mit jeweils knapp 50 moderierten Live-Gesprächen mit Buchautoren pro Messe
  • Löschung eines Teils des Bewegtbild-Archivs mit historischen Dokumenten der Zeitgeschichte
  • Abschaffung der Frauensendung „Mona Lisa“ in München
  • Abziehung der ZDF-Marke „Blaues Sofa“ zu Bertelsmann nach Berlin in Corona-Zeiten
  • Kurzzeitige Abschaffung der Sendung „Buchzeit“, dann Wiedereinführung, nachdem der NDR im Sommer 2020 für die Kürzung seiner Kulturprogramme öffentlich stark kritisiert wurde. Das ZDF wollte sich einen ähnlichen Eklat nicht leisten und hat die „Buchzeit“ wieder eingeführt, allerdings in reduzierter Form (4 statt 6 Sendungen im Jahr, Umzug des Drehortes)
  • Das wöchentlich ausgestrahlte Kulturmagazin „Aspekte“ wird in Zukunft als Reportage-Format realisiert. => Wegfall des aufwändig hergestellten Studios, Studiobetriebes und Schwächung von Autoren, Reportern und anderen Mitarbeitern, die mittels ihrer Magazin-Beiträge vor allem durch journalistische Leistung Programm gestalteten.
  • Die Strategie einer Plattformredaktion reduziert die Möglichkeiten freier, unabhängiger und kritischer Berichterstattung, da die Redakteure zunehmend für Kooperationen und Sonderprojekte abgezogen werden und weniger einem Sendeablauf zuträglich arbeiten können.
  • Kulturkritik hat immer weniger Raum, es gibt immer weniger Kulturredakteure für kritischen Journalismus und Feuilleton im klassischen Sinne findet immer weniger statt.
  • Die Hauptredaktion Kultur entzieht ihrem „Flaggschiff“, der werktäglichen Magazinsendung „Kulturzeit“, die Online-Redaktion.
  • Ausbildung von Journalisten in der Breite der Fachrichtungen (Sport, Wirtschaft, Kultur, Aktualität) wird reduziert. Der Fokus der Ausbildung liegt in Online und Social Media. Dabei geht aber die inhaltliche Kompetenz, die für die Erfüllung des Bildungsauftrages relevant ist, zunehmend verloren.

Frauen:

Führungskräfte geben stolz bekannt, dass das ZDF so viele Frauen auch in Leitungsfunktionen fördert. Nicht gesagt wird, dass die Führung des ZDF nach wie vor in Männerhand liegt (Der Intendant und drei von vier Direktoren sind Männer) und wie sehr Mütter in Teilzeit benachteiligt werden. Sie haben oft Verträge im dritten Kreis und verdienen in der Regel weniger als ihre männlichen Kollegen – je nach Vertragsform – nur real an dem Tag, an dem sie auch arbeiten.

Forderungen

Ich fordere eine vollständige Transparenz und eine Rückkehr zum Bildungsauftrag und zu anderen gesetzlich festgelegten Verpflichtungen im Rundfunkstaatsvertrag.

Ich fordere Gerechtigkeit im Verhältnis der Leistung zu Vertrag und Bezahlung. Während sich festangestellte Mitarbeiter alles erlauben können, stehen freie Mitarbeiter im Verhältnis dazu unter einem massiven Druck, selbst wenn beide inhaltlich und in denselben Funktionen arbeiten.
Ich fordere eine strukturelle und bewusste Förderung von Müttern in Teilzeit: Gleiches Niveau der Tätigkeit auch nach einer längeren Elternzeit, Überführung der losen Drittkreis-Verträge in Festanstellungen, Mentoring in Frauennetzwerken im und außer Haus.

Ich fordere einen Strukturwandel, so dass der Mitarbeiter nicht mehr gegen seinen Arbeitgeber kämpfen muss, damit er seine durch langjähriges, zuverlässiges Arbeiten erworbenen Arbeitnehmerrechte beibehält. Umgekehrt soll der Arbeitgeber die Arbeitnehmerrechte fair und gerecht verteilen und nicht dafür kämpfen, zahlreiche, langjährige Mitarbeiter mit hoher Qualifikation loszuwerden.

Ich fordere, dass die gängige Praxis beendet wird, junge, wenig ausgebildete Kurzzeitkräfte einzustellen, die nach maximal 2 Jahren ohnehin wieder gehen müssen.

Ich fordere in Corona-Zeiten, angesichts von Millionen von Menschen in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit, Solidarität und den Verzicht auf eine Gebührenerhöhung.

Ich fordere eine umfassende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems, so dass es wieder das tut, was im Bildungsauftrag verankert ist: seinen Bildungsauftrag erfüllen und alle Schichten der Gesellschaft repräsentieren.

Ich fordere, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder Kultur in allen Bereichen fördert und auch für alle Altersstufen im Publikum Sendungen bereitstellt.

Wir brauchen einen öffentlichen Diskurs, ob die Macht der Kirche im Rundfunkrat, so wie sie derzeit ausgeübt wird, noch zeitgemäß ist.

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Die Autorin ist langjährige Redakteurin beim ZDF und mir persönlich bekannt.

dpa: Spahn: Künftig Freiheiten für Geimpfte beim Reisen und Einkaufen

„Wer vollständig geimpft wurde, kann beim Reise oder Einkäufen wie jemand behandelt werden, der ein negatives Testergebnis hat. Das ist eine wichtige Erkenntnis und erleichtert den Alltag enorm.“

Jens Spahn

Über vier Millionen Menschen haben in Deutschland bereits zwei Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Für sie könnte es nach Einschätzung des Gesundheitsministers Erleichterungen geben – wenn es nach der dritten Corona-Welle Lockerungen gibt.

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https://www.krankenkassen.de/dpa/383530.html

deutungsvielfalt.de: Künstliche Intelligenz, die zweite Revolution der industriellen Menschheitsgeschichte

Transformation in eine Arbeitswelt 4.0

In welche “neue Normalität“ soll uns die digitale Trans­formation führen? Wie möchten wir unsere zukünftige Arbeitsweltgestalten? Mit diesem Artikel möchten wir Hintergründe und Zusammenhänge dieser Transformation vielschichtig beleuchten und zum Nachdenken, Nachfühlen und Mitgestalten anregen.

Ein kurzer Streifzug durch unsere Industriegeschichte

Die erste industrielle Revolution 1.0 Mitte des 18. Jahr­hunderts fußte im Wesentlichen auf der Unterstützung körperlicher Arbeit durch Maschinen. Sie wurden zunächst regenerativ mit Wasser- und Windkraft betrieben, im 19. Jahrhundert wurden sie von kohlebefeuerten Dampfmaschinen verdrängt. Im 20. Jahrhundert kamen erdölbetriebene Motoren hinzu, das Erdöl ermöglichte den ersten industriell geführten Weltkrieg. 1913 führte Henry Ford die Fließbandarbeit (Industrie 2.0) ein, die Geburt der Automobilindustrie. Bereits frühzeitig stellte man sich im Ölkonzern Shell die Frage: „what comes after oil?“. 1973 erfuhren die Menschen durch den Ölschock ausgelöste Fahrverbote zum ersten Mal die Endlichkeit der Ressourcen. In den 80ern folgten Fahrverbote nach Smogalarmen. Die Zerstörung der Welt und Beeinträchtigung unserer Gesundheit durch Verkehr und industrielle Produktion rückten zunehmend in unser Bewusstsein. Die zunehmende Automatisierung ermöglichte der IG-Metall die 35-Stundenwoche durchzusetzen. Während sich die alte Ökonomie damit beschäftigte, wie industrielles Wachstum mit weniger Rohstoffen ökologischer fortgeführt werden konnte, nahm in den 1980er Jahren die zweite Revolution Fahrt auf: Die Verlagerung von Denkaufgaben auf elektronische Maschinen.

Die Grenzen des industriellen Wachstums

Das Wachstumsdiktat der unseres Schuldgeldsystems brachte die industrielle Old Economy aufgrund endlicher Ressourcen, Umwelt­belastung, Marktsättigung­seffekten und abnehmender Innovations­­perspektiven zu­nehmend in Be­dräng­­nis. Die New Economy hingegen profitierte mit innovativen Produkten und Dienstleistungen mit einem wesentlich geringeren Rohstoff­bedarf. In einem rasanten evolutionären Prozess konnten immer anspruchsvollere “Aufgaben 3.0“ von immer schnelleren, klei­neren, kostengünstigeren, für sehr unterschiedliche Ein­sätze programmierbaren Maschinen geleistet werden. Die Progra­mmierung wurde zunehmend aufwendiger und mit den Plänen zum vollautomatisch fahrenden Auto stieß man an die Grenzen des mit herkömmlicher Software Machbaren.

Künstliche Intelligenz

Für hochkomplexe Aufgaben werden heute Maschinen mit künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt. Die Funktionalität dieser Maschinen wird nicht mehr programmiert, sondern mit großen Datenmengen (Big Data) trainiert. KI-Maschinen “lernen“ so im Sinne eines Reverse Engineering menschliches Verhalten. Nun können die KI-Maschinen in einem kontinuierlichen Kreislauf eigenständig dazulernen. Solche “Data Driven Ecosystems“ sind bereits bei Amazon und Google im Einsatz. Im Zuge einer rasanten Entwicklung von KI-Maschinen, werden Wertschöpfung und Innovation zunehmend vom Besitz umfangreicher Daten abhängig sein.

Einen ähnlichen Trend sehen wir auch in der Pharmaindustrie. Her­kömmliche Impfstoffe basieren meist auf abgeschwächten „natürlichen“ Erregern, die neuen DNA/mRNA Impfstoffe werden gentechnisch „programmiert“. Daher wird auch für die Pharmaindustrie die Erfassung und Auswertung von persönlichen Gesundheitsdaten und die Entschlüsselung des menschlichen Genoms immer wichtiger.

Wettbewerb zwischen der Old- und New Economy

Wir stehen am Beginn einer tiefgreifenden Revolution lernendender Maschinen. Im Schatten des „Krieges gegen das Coronavirus“ bauen Konzerne der New Economy wie Microsoft, Google, Apple, Facebook, Amazon, Alibaba, Netflix, Spotify, Uber, Airbnb, Lieferando …ihre „virtuellen“ Geschäfts­modelle aus. Die New Economy steht für ein neues Zeitalter der Monopole virtueller Handelsplattformen und des Ersatzes von Produkten durch Dienst­leistungen (Smart Services). Es herrscht ein disruptiver Verdrängungs­wettbewerb um die alleinige Hoheit über personen­bezogener Daten, ein Kampf, der mit der unerschöpflichen Macht des Kapitals und massivem geopolitischem Einfluss US-amerikanischer und chinesischer Hightech-Unter­nehmen geführt wird.

Die digitale Transformation wird vermutlich tiefgreifender und schneller ablaufen als sich es viele von uns vorstellen können. So verfolgt das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos mit “The Great Reset“ einen revolutionären Ansatz, der im Zuge der Corona Maß­nahmen beschleunigt werden soll. „Im Jahr 2030 werden sie nichts besitzen und glücklich sein“ lautet die sozialistische Verheißung des Forums. (Quellen: weforum.org, Buch “COVID-19: Der Große Umbruch“ von Klaus Schwab, Gründer des WEF)

Im Zuge der aktuellen Corona-Beschränkungen können wir gut beobachten, wie materieller Konsum, reales Erleben und menschliche Begeg­nungen zunehmend digitalem Entertainment und virtueller Kommunikation weichen. Die großen Internet­handels­plattformen wachsen, Lieferando wird in Zukunft vermutlich mehr Geld an einer Pizza verdienen als der Pizzabäcker.

Transformation der Auto­industrie

Wird sich auch die Mobilität zu einem Smart Service entwickeln? Wird das Lenken von Autos bald nur noch KI-Maschinen erlaubt sein? „Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbständig Auto fahren dürfen“ sagte Angela Merkel 2017 in Argentinien, über Autofahrer sagte sie: „Wir sind das größte Risiko“. Frau Merkel geht offenbar davon aus, dass der Mensch spätestens in zwanzig Jahren der Technik unterlegen sein wird. (Quelle: welt.de)

Auch schwinden die Anreize, neue Autos zu kaufen. Fahrzeug­generationen und Klassen werden sich vorwiegend in Größe, Design und Prestige unterscheiden. Die Fahrzeugtechnik wird zunehmend standardisiert, die Wertschöpfung wird sich vermutlich immer weiter zu Software und Smart Services außerhalb der Fahrzeuge verlagern.

Die US-Unternehmen der New Economy konnten sich hier in den letzten 30 Jahren einen großen Wissensvorsprung erarbeiten. Ihre Vorherrschaft basiert auf einem jahrelang mit Wagnis­kapital und Subventionen finanzierten, risikofreudigen Ver­drängungs­­­wettbewerb. Sie schöpfen ihre Innovationskraft aus föderativen, demokratischen Organisationsstrukturen und kaufen mit gewaltigen finanziellen Ressourcen Startup Unternehmen auf.

Unternehmen der Old Economy wie die Automobilindustrie hingegen finanzieren ihre Transformation meist aus laufenden Ge­winnen. Die Fokussierung auf Kosten­reduzierung durch Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedrig­lohnländer vernachlässigt lange überfällige Effizienzsteigerungs-maßnahmen durch Bürokratie­abbau und Auto­matisierung verbleibender Verwaltungs­­abläufe. Überregulierte Abläufe werden meist hierarchisch verwaltet, unternehmerische Risiken werden vermieden. Die alte Technologie wird zwar weiterhin benötigt, die Wertschöpfung steckt jedoch in der Innovation. Wir brauchen eine Strategie der langfristigen Potenziale, statt den Fokus auf kurzfristige Gewinne zu richten.

Die Evolutionsgeschichte geistiger Arbeit

Die ersten geistigen Arbeitsbereiche entstanden vermutlich mit der Entwicklung unseres Bewusstseins. Der Mensch verab­schiedete sich vom Tierreich, es entstanden Sprache und Schrift. Wissen konnte nun generationsübergreifend verbreitet werden. Mit der Erfindung des Buchdrucks und Übersetzung der Bibel im 15. Jahrhundert wurde Wissen allen Bevölkerungs­schichten zugänglich. Es war der Beginn der Arbeitswelt 1.0. Im Zuge der Industrialisierung 2.0 wurden auch geistige Arbeiten wie Forschung, Entwicklung und Verwaltung arbeitsteilig organisiert. Im 20. Jahrhundert führte uns die Erfindung der Elektronenstrahlröhre und des Transistors in einer rasanten Evolution zur heutigen Arbeitswelt 3.0. Leistungsstarke Rechen- und Daten­speicher­ungs­­­maschinen ermöglichen uns heute die Nutzung komplizierter Rechenmodelle (z.B. Simulationen), eine unbe­grenzte Speicherung von Daten und einen weltweit vernetzten Informations­austausch in Echtzeit.

Die Revolution der Arbeitswelt 4.0

Wir stehen nun an einer bedeutenden Schwelle der Menschheitsgeschichte. Nachdem die Produktion bereits weitgehend von Maschinen erledigt wird, stehen wir bei der Automatisierung geistiger Tätigkeiten erst am Anfang. Mit künstlicher Intelligenz werden zunehmend anspruchsvollere geistige Aufgaben von lernfähigen Maschinen erledigt werden können. Während die Automatisierung von Handarbeit an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit stößt, steht die Übernahme geistiger Arbeit durch KI-Maschinen erst am Anfang einer rasanten Entwicklung. Der zunehmende Einsatz von KI bedingt einen tiefgreifenden Umbau von Arbeits­verständnis, Arbeits­abläufen sowie Orga­nisa­tions- und Führungs­strukturen.

Den Kostenwettbewerb zwischen Menschen und Maschinen werden wir langfristig nur gewinnen, wenn wir menschliche Qualitäten wie das Verständnis von komplexen inter­disziplinären Zusammenhängen, Kreativität und Empathie in den Vordergrund unseres Handelns stellen. Hierbei ist nicht das technisch Machbare entscheidend, sondern das menschlich Sinnvolle, sonst wird der Mensch zu einem kleinen Rädchen in einer starren, immer weniger kontrollierbaren digitalen Verwaltungs- und Kontrollmaschine verkümmern.

Automatisieren wir unsere Arbeit an der richtigen Stelle?

Große Unternehmen überlassen die Vorauswahl von Bewerbern Multiple Choice Frage- und Auswertungsmaschinen, E‑Learning Maschinen ersetzen leben­­dige Schulungen, während viele Verwaltungsabläufe noch traditionell ablaufen besitzen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen große Unternehmen unnötigen Bürokratismus abbauen, um danach die richtigen Aufgaben in die virtuelle Welt umzuziehen! Es ist nicht sinnvoll, überfrachtete Verwaltungsabläufe beizubehalten oder sogar weiter aufzubauen, nur weil sie digital effizienter ablaufen.

Wo sehen wir unsere Zukunftsperspektiven?

Was passiert nun mit den Menschen, die in traditionellen Bereichen arbeiten bzw. nur die alte Technologie beherrschen? Erhalten Sie die Möglichkeit, sich frühzeitig neu zu qualifizieren oder werden sie obsolet? Werden lieber Startup Unternehmen zugekauft, statt die eigene Innovationskraft voranzutreiben? Fehlt das Vertrauen in unsere Lernfähigkeit?

Wo sehen wir unsere Zukunft? In einer kreativen, menschlichen Arbeitswelt mit einer Vielfalt unterschiedlich denkender und fühlender Menschen oder in einer transhumanistischen, durchstandardisierten, globalen Monokultur?

Besinnen wir uns auf unsere Qualifikation, Freude dazuzulernen sowie Fähigkeit und Akzeptanz eigenständigen, unkonventionellen Denkens und Handelns. Dies ist der Wettbewerbsvorteil unserer Kultur und Voraussetzung für Innovation!

Ergreifen wir jetzt die Chance, eine erfüllende, lebendige Arbeitswelt mitzugestalten! Lassen wir uns nicht eine „Neue Normalität“ im globalen Interesse von Macht und Geld vorsetzen!

Boris Reitschuster: Verdachtsfall in Halle: Können Geimpfte Superspreader werden?

Oberbürgermeister schlägt Alarm

„Corona: Erhöhte Ansteckungsgefahr durch Impfen? – Gefahren, von denen unsere Regierung nichts wissen will“: So lautete die Überschrift eines Artikels vom 28. Januar auf meiner Seite. Ich zitierte darin einen befreundeten Arzt mit folgender Warnung: „Es scheint derzeit darauf hinauszulaufen, dass alle neuen Impfstoffe (Vector & mRNA) keine (komplette) sterile Immunität erzeugen. Unter einer sterilen Immunität versteht man jene Art der Immunität, bei welcher man nicht nur selbst geschützt ist, sondern als Geimpfter den Erreger auch nicht mehr weitergeben kann. Man benötigt aber zwingend eine sterile Immunität, um nicht zu einem asymptomatischen Superspreader zu werden. Doch das ist unseren Regierenden egal und viele Redaktionen verstehen es offenbar schlicht nicht. Dabei wird an diesem Thema immer noch geforscht, die Risiken müssten allen Entscheidern in Politik und Wissenschaft klar sein. Dennoch reden unsere Politiker immer noch davon, junge und gesunde Menschen zu impfen (und tun es auch), vor allem jene im Gesundheits- und Pflegebereich, um die Schwachen, Alten und Vulnerablen zu schützen, von denen zahlreiche aufgrund von Kontraindikationen (z.B. Allergien und Autoimmunerkrankungen) gar nicht geimpft werden dürfen. Das grenzt an Kafka.“

Boris Reitschuster Youtube Kanal: Boris Reischuster | Spenden
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Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Ich habe das Thema auch auf der Bundespressekonferenz angesprochen. Die Antwort empfand ich als ausweichend. Sie können meinen Wortwechsel mit dem Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unten nachlesen.

Und nun das: „Mysteriöser Corona-Fall in Halle (Sachsen-Anhalt): Ein Mann soll in einer Klinik unwissentlich zum Superspreader geworden sein, obwohl er zwei Mal geimpft worden und ohne Symptome gewesen sei. Der Oberbürgermeister schlägt Alarm zu diesem Superspreader-Verdacht“ – so berichtet jetzt RTL:  „Ohne Symptome, mit negativem Test und zwei Impfungen zum Superspreader.“

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand ist dem Bericht zufolge in Sorge, nachdem ihm der Ärztliche Direktor des Elisabeth-Krankenhauses, Hendrik Liedtke, den Fall des Mannes schilderte, der mehrere Menschen in der Klinik unwissentlich angesteckt haben soll.  „Die Person habe demnach zwei Impfungen erhalten, sei symptomfrei im Krankenhaus erschienen und im Schnelltest negativ gewesen“, schreibt RTL. Ein PCR-Test habe dann bei dem Mann eine enorm hohe Virenlast zum Vorschein gebracht hat, so dass er womöglich völlig unwissentlich zu einem Superspreader geworden sei.

Das Virus trickse uns offenbar aus, so die Warnung des Klinik-Direktors nach den Worten des Oberbürgermeisters: “ ‚Das Virus hat offenbar eine neue Strategie und umschifft alle Abwehr-Maßnahmen, die wir bisher hatten. Das ist eine völlig neue Situation.‘ Liedtke habe ihn gebeten, seinen Bericht der Öffentlichkeit weiterzutragen“, so RTL.

Zu der Warnung aus Halle wollte ich heute Gesundheitsminister Jens Spahn befragen. Eine entsprechende Frage habe ich über das Online-System der Bundespressekonferenz gestellt, bei der Spahn heute zu Gast war. Leider wurde die Frage nicht berücksichtigt. Das ist umso erstaunlicher, als der Vorsitzende der heutigen Pressekonferenz einem Kollegen sogar schon das zweite Mal das Wort erteilen wollte, während ich mit meiner Frage noch gar nicht dran war. Ich habe die Gepflogenheiten so in Erinnerung, dass erst alle Fragen abgearbeitet werden, bevor jemand zum zweiten Mal drankommt. Im konkreten Fall zog der Kollege dann allerdings die angebotene Möglichkeit, ein zweites Mal dranzukommen, zurück. So viel Verständnis ich für die Schwierigkeiten einer Moderation habe und dafür, dass dabei Fehler und Abweichungen von den Gepflogenheiten unterlaufen – ich finde es merkwürdig, wenn sich der Eindruck ergibt, dass dies so oft ausgerechnet zu meinen Lasten geht.https://www.youtube.com/embed/UqrrriAnZDM

Stenogramm meines Wortwechsels mit Spahns Sprecher auf der Bundespressekonferenz vom 27.1.2021 

FRAGE REITSCHUSTER: Herr Gülde, eine Frage zu den Impfungen: Nach den bisherigen Erkenntnissen ist ja nicht erwiesen, dass sie vor einer Übertragung schützen, und es ist auch nicht wahrscheinlich, dass sie zu einer sterilen Immunität führen, also dazu, dass der Geimpfte nicht mehr krank werden kann; sie schützen nur vor einem schweren Verlauf. Bei einigen Fachleuten gibt es nun eine Befürchtung. Sie sagen: Dadurch, dass Menschen geimpft sind, werden sie, gerade Jüngere, nach dieser Impfung keine Symptome zeigen und könnten dadurch zu Superspreadern werden, könnten das Virus also noch mehr verbreiten.

Wie sieht die Bundesregierung diese Gefahr? Die bisherige Impfstrategie ist ja, dass man Junge und Gesunde impft, um Schwache und Alte zu schützen. Wie funktioniert das, wenn die Impfung nicht vor einer Übertragung schützt und wenn die Gefahr besteht, dass keine sterile Immunität vorhanden ist?

GÜLDE: Die Impfstrategie der Bundesregierung sieht vor, dass wir jetzt in erster Linie erst einmal die Alten, Kranken und Schwachen impfen und nicht die Gesunden.

Zurzeit gibt es noch keine Hinweise darauf, dass mit einer Impfung nicht auch eine sterile Immunität einhergeht. Diese Forschungen laufen derzeit noch und deren Ergebnisse bleiben abzuwarten.

Grundsätzlich gilt aber nach wie vor natürlich auch die Einhaltung der weiteren Maßnahmen, sprich, Kontaktbeschränkungen, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. All das sind Maßnahmen, die natürlich auch dazu führen, dass eine Übertragung verhindert werden kann.

ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Sie sagten, es gebe keine Hinweise darauf, dass sie nicht eintritt. Ich schließe daraus, dass es umgekehrt auch noch keine belegten Hinweise darauf gibt, dass sie eintritt. Wenn man das nicht belegt, wäre das ja ziemlich negativ in der Hinsicht, dass dann die Impfung nicht insoweit helfen könnte, als dass man auf die Kontaktbeschränkungen und dergleichen verzichten könnte.

Ist also im Moment wirklich noch unklar, inwieweit die Impfung diesbezüglich zu einer Erleichterung führen wird?

GÜLDE: Eine Impfung sorgt in erster Linie dafür, dass eine schwere Erkrankung verhindert wird. Die vorliegenden Studien deuten genau darauf hin, dass dies wirklich so funktioniert.

Was die sterile Immunität anbelangt, so gilt es, die Forschungen dazu abzuwarten.

Grundsätzlich ist es so darauf haben wir auch immer wieder hingewiesen: Je mehr Menschen bereit sind, sich impfen zu lassen, desto schneller können wir dazu kommen, nach und nach auch kontaktbeschränkende Maßnahmen zu lockern.




RT DE: Dänemark setzt AstraZeneca-Impfungen weiterhin aus

Dänemark folgt nicht dem Beispiel der meisten europäischen Staaten und bleibt vorerst beim Stopp für den AstraZeneca-Impfstoff. Die dänische Arzneimittelbehörde will eine weitere Untersuchung abwarten, obwohl die EMA erklärte, der Impfstoff sei „sicher und effektiv“.

lesen Sie bitte hier weiter:

https://de.rt.com/europa/114994-daenemark-setzt-astrazeneca-impfungen-weiterhin-aus/

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Die dänische Regierung will den Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca vorerst nicht wieder einsetzen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. „Wir verlängern die Pause um drei Wochen“, sagte Søren Brostrøm von der dänischen Gesundheitsbehörde am Donnerstag.

Kopfschmerzen bis zum Tod? – Wie eine Packungsbeilage den AstraZeneca-Impfstoff "sicher" machen soll

MeinungKopfschmerzen bis zum Tod? – Wie eine Packungsbeilage den AstraZeneca-Impfstoff „sicher“ machen soll

Der Einsatz war am 11. März gestoppt worden, nachdem eine Frau nach der Impfung an mehreren Blutgerinnseln gestorben war. Dem Beispiel Dänemarks folgten zahlreiche weitere europäische Länder. In Deutschland wurden die Impfungen mit AstraZeneca am 15. März ausgesetzt, nachdem mehrere Fälle von Hirnvenen-Thrombosen mit teilweise tödlichem Verlauf nach einer AstraZeneca-Impfung in Deutschland bekannt wurden. Das Paul-Ehrlich-Institut nannte in einer Presseerklärung vom 16. März einen „kausalen Zusammenhang“ zwischen AstraZeneca-Impfung und der Blutgerinnsel-Bildung „nicht unplausibel“.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) kam am 18. März zu dem Schluss, dass der Impfstoff „sicher und effektiv“ sei. Es werde aber eine Extrawarnung vor den möglichen seltenen Blutgerinnseln hinzugefügt. Daraufhin nahmen die meisten Länder die AstraZeneca-Impfungen wieder auf. In Deutschland traten am 19. März Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der SPD-Politiker Karl Lauterbach in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf und berichteten von der Wiederaufnahme der AstraZeneca-Impfungen in Deutschland. Laut Lauterbach habe der Impfstoff ein „hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis“.

Auch die dänische Arzneimittelbehörde hält den AstraZeneca-Impfstoff für sicher, dennoch wolle man die Ergebnisse einer umfangreicheren Untersuchung abwarten. Tanja Erichsen von der dänischen Arzneimittelbehörde konkretisiert:

„Der AstraZeneca-Impfstoff ist aus medizinischer Sicht im Allgemeinen ein sicherer Impfstoff. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und dem sehr ungewöhnlichen Krankheitsbild besteht, das wir gesehen haben.“

Nach AstraZeneca-Impfung: Weitere Blutgerinnsel-Fälle und ein Todesfall in Dänemark

Nach AstraZeneca-Impfung: Weitere Blutgerinnsel-Fälle und ein Todesfall in Dänemark

In Deutschland sind mittlerweile 16 Fälle von Hirnvenenthrombosen nach Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffes bekannt. Mit Ausnahme eines Falles waren nur Frauen zwischen 20 und 63 Jahren betroffen. In vier Fällen endeten die Blutgerinnsel tödlich. In zehn Fällen wurde laut Paul-Ehrlich-Institut zudem neben Hirnvenenthrombosen ein Mangel an Blutplättchen festgestellt.

Aufgrund der Blutgerinnsel-Befunde bei Personen unter 65 Jahren wollen Finnland und Island das Vakzin aktuell nur bei Menschen über 65 beziehungsweise über 70 Jahren einsetzen.

Mehr zum Thema – Norwegen: Zwei weitere Todesfälle nach AstraZeneca-Impfung

Rubikon: Die upgedatete Menschheit

Das Weltwirtschaftsforum ist eine der geistigen Brutstätten der Transhumanismus-Ideologie. Exklusivabdruck aus „Meine Pandemie mit Professor Drosten“.

von Walter van Rossum

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

Audio Podcast von KenFM.de

Menschsein ist nicht genug. Die heute lebenden Exemplare seien unzulänglich, unvollständig — so die geläufige Auffassung derer, die sich anschicken, den Menschen mittels einer Fusion mit der digitalen Technik auf eine höhere Stufe emporzuhieven. Nachdem im 19. Jahrhundert Gott für tot erklärt wurde, maßt sich im 21. Jahrhundert eine kleine Avantgarde gottähnliche Macht an. Die Angehörigen dieser Eliten wollen nicht mehr länger die Gebrechlichkeit, die Vergänglichkeit der menschlichen Physis hinnehmen und sich selbst zu einem höheren Wesen transformieren. Das von Klaus Schwab gegründete Weltwirtschaftsforum ist eine der Brutstätten dieser vor menschlicher Hybris triefenden Denkschule. Ein Ausschnitt aus der Gedankenwelt derer, die in Davos ein- und ausgehen, lässt tief blicken. Exklusivabdruck aus „Meine Pandemie mit Professor Drosten“.

Die Runde eröffnet ein Statement von Klaus Schwab, Gründer des World Economic Forum (WEF). Schwab sitzt auf einem Sessel, der zu schweben scheint. Von Ferne erinnert er an den von dunklen Visionen getriebenen Colonel Kurtz in dem Film „Apokalypse Now“ von Francis Ford Coppola.

Schwab erklärt:

„Die Covid-19-Krise hat uns gezeigt, dass unsere alten Systeme nicht mehr für das 21. Jahrhundert geeignet sind. Sie hat einen grundlegenden Mangel an sozialem Zusammenhalt, Gerechtigkeit, Inklusion und Gleichberechtigung gezeigt. Jetzt ist der historische Augenblick da, nicht nur, um das eigentliche Virus zu bekämpfen, sondern auch, um das System gemäß den Bedürfnissen umzuformen, die im Zusammenhang mit Corona entstanden sind.

Wir haben die eine Wahl, passiv zu verbleiben, was dazu führen wird, dass viele Trends, die wir heute sehen, verstärkt werden. Polarisierung, Nationalismus, Rassismus und am Ende eine zunehmende soziale Unruhe mit Konflikten. Aber wir haben eine andere Wahl, wir können einen neuen Gesellschaftsvertrag ausarbeiten, der vor allem die nächste Generation integriert. (…)

Wir brauchen einen globalen Neustart. Wir müssen alle Teile unserer globalen Gesellschaft mobilisieren. (…) Wir dürfen dieses einzigartige Zeitfenster nicht verpassen. Wir können unser Verhalten ändern, um wieder in Harmonie mit der Natur zu sein, und wir können schauen, dass die neue Technik der vierten industriellen Revolution in bester Weise verwendet wird, um uns ein besseres Leben zu gestalten.“

Danach schickt UN-Generalsekretär António Guterres seine „wärmsten Grüße und besten Wünsche zum Auftakt des großen Neustarts“. „Klimawandel, Ungleichheit und die Gesetzlosigkeit des Cyberspace“ müssten ein Ende haben. „The Great Reset“ versteht die Tragödie der Pandemie als einen Weckruf.

„Es ist unausweichlich, dass wir unsere Welt neu erfinden, neu gestalten, neu beleben und neu ausbalancieren.“

Charles, Prince of Wales, sieht das ganz ähnlich. „Wir haben eine riesige Chance, etwas Gutes aus dieser Krise zu machen. Ihre beispiellosen Schockwellen könnten die Menschen empfänglich machen für große Visionen des Wandels.“

Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, sieht in der Krise eine Chance „für eine grünere, gerechtere Welt“. Und so sehen das eigentlich auch all die anderen, die hier zu Worte kommen — vom Vertreter der Bank of China über den Chef von Mastercard bis zum Vorstand von BP. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Ein Dutzend wahrhaft mächtiger Global Leaders gibt zu Protokoll, was unsereiner seit geraumer Zeit denkt: Die Welt ist aus den Angeln. Die Probleme sind nicht mehr zu kontrollieren. Doch darüber hinaus rufen sie zur Revolution auf: Mühselige und Beladene aller Länder, vereinigt euch mit uns!

Bleiben bloß ein paar Fragen offen: Wo liegt die Bastille, die es zu stürmen gilt? Wie demoliert man sie? Und schließlich, wie sieht das kommende Paradies eigentlich aus? „Sie arbeiten seit vielen Jahrzehnten an dieser Agenda“, sagt der Moderator zu Schwab und fragt ihn, wie es nun weitergehe. Und dieser dekretiert: „Wichtig ist, die Denkweise zu ändern!“ Man müsse die Kurzfristigkeit hinter sich lassen, und er führt aus:

„Wir werden jetzt eine recht hohe Zahl von Taskforces starten, um alle die Themen zu untersuchen. Und wir werden alle diese Ideen den in Davos versammelten Menschen, den Führern aus Wirtschaft und Politik präsentieren. Wir werden Davos sehr offen halten. Wir werden unsere über 10.000 globalen Shaper auf der Welt mobilisieren, um einen Doppelgipfel zu organisieren, um kontinuierlich mit den in Davos versammelten Menschen zu kommunizieren und interagieren.“

Er verspricht, alle Menschen auf Erden, die eine Stimme haben und die „besonders innovative Ideen zur Verbesserung der Lebensbedingungen haben“, einzubinden. Die 10.000 globalen Gestalter bilden ein Netzwerk aus 438 Hubs in 150 Ländern. Ein Shaper ist unter 30 Jahre alt. Hubs bestehen aus „Teams junger Menschen, die durch gemeinsame Werte vereint sind — Inklusion, Zusammenarbeit und gemeinsame Entscheidungsfindung. Gemeinsam schaffen sie Projekte und Wandel für ihre Communities“ — alles in Diensten des WEF.

Der Prince of Wales sekundiert: „Wir haben es geschafft, einige Leute auf unsere Seite zu ziehen, aber bei Weitem nicht die Mehrheit des privaten Sektors. Aber ich denke, dass der private Sektor der Schlüssel ist.“ Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbunds in Brüssel, ist sich sicher, dass viele Regierungen auf ihrer Seite seien. Das Denken in kurzen Fristen funktioniere nicht mehr. Doch „wie bringt man die Unternehmen dazu mitzumachen? Oder müssen wir einigen Vorständen die Hände auf die Herdplatte legen?“

Die Zustimmung aller Unternehmen wäre tatsächlich ein schier unlösbares Problem — gäbe es da nicht die Corona-Pandemie. Wie sagte Klaus Schwab anlässlich der Vorstellung des „Great Reset“-Projekts? „Diese globale Pandemie hat auch wieder gezeigt, wie sehr wir miteinander vernetzt sind. Wir müssen ein funktionierendes System intelligenter globaler Zusammenarbeit wiederherstellen, das strukturiert ist, um die Herausforderungen der nächsten 50 Jahre zu bewältigen. Der ‚Great Reset‘ wird von uns verlangen, alle Stakeholder der globalen Gesellschaft in eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Interessen, Zielen und Handlungen zu integrieren.“ Fast möchte man Schwab und die Seinen weltferner Naivität beschuldigen.

Schließlich klingt es so, als erschöpfe sich der „Great Reset“ auf die Einberufung eines weltweiten Palavers von kreativen Köpfen mit neuen Ideen. Und so wäre es vermutlich, gäbe es die globale Pandemie nicht, die in erstaunlicher globaler Eintracht so gemanagt wurde, dass die meisten Volkswirtschaften vor dem Ruin stehen — ebenso wie der private Sektor. Mal ganz abgesehen von den Menschen, die mittlerweile jeder Erlösung bedingungslos zur Verfügung stehen.

Insofern könnte man sagen, dass WEF schafft zunächst eine globale Abstimmungsebene, die es vollkommen kontrolliert. Damit schafft es die Legitimität für eine globale Handlungsebene, aus der eine Weltregierung hervorgehen wird, die den Auftrag hat, den globalen Schrotthaufen, den das globale Pandemiemanagement hinterlassen hat, zu beseitigen — und bei dieser Gelegenheit noch alle anderen irdischen Schieflagen.

Es kann kein Zweifel bestehen, dass eine solche Exekutive über Mittel verfügen würde, die alle dystopischen Albträume überträfe. Der Lohn: eine grüne Welt voller gesunder Menschen ohne nennenswerte Ungleichheiten, die dem Klimawandel Einhalt geboten hat und dem Wohlstand und Fortschritt frönt.

Wie diese Weltordnung dann aussähe, darüber schweigen sich das Video und die Ankündigungen des „Great Reset“ aus. Davon vermittelt jedoch das Buch „Covid-19: The Great Reset“, das Anfang Juli 2020 auf Englisch erschienen ist, einen Vorgeschmack. Die Autoren sind Klaus Schwab und Thierry Malleret. Der Franzose Malleret hat jahrelang das Forum in Davos organisiert und ist der Gründer des Global Risk Network des WEF. Der Mann verfügt über einen exzellenten akademischen Hintergrund und hat sich als Investmentbanker, als Berater im Büro des französischen Ministerpräsidenten und als Herausgeber des Monthly Barometer einen großen Namen als Kapazität auf dem Gebiet der Big Pictures gemacht.

Die Autoren verbinden in ihrem Buch Schwabs schon früher gehegte Fantasien über die sogenannte „Vierte Industrielle Revolution“ mit den durch die Pandemie geschaffenen Realitäten. Konsequent verstehen sie Covid-19 als das Ereignis, das die Notwendigkeit eines Resets allen evident gemacht hat, und sie sehen die pandemische Lage als Chance, den Übergang in das Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution zu beginnen. „Es ist ein seltenes, aber enges Zeitfenster, um unsere Welt zu reflektieren, neu zu interpretieren und neu zu starten.“ Das Buch hat drei Teile: „Macro Reset“ handelt von Ökonomie, Technologie und Global Governance, „Micro Reset“ untersucht die Folgen für Industrie und Unternehmen, „Individual Reset“ befasst sich mit dem neuen Individuum.

Die Pandemie habe ein elementares Problem verdeutlicht: Es gebe eine globale Katastrophe, aber keine globale Antwort. Das verweise auf das zentrale Problem: „Daher besteht die Sorge, dass wir ohne angemessene Global Governance bei unseren Versuchen, globale Herausforderungen anzugehen und darauf zu reagieren, gelähmt werden.“ Das gelte nicht nur für den medizinischen Kampf gegen die Pandemie, sondern auch für die Folgen, die auf uns zukommen: Hunger, Armut, Arbeitslosigkeit und Flucht werden biblische Ausmaße annehmen.

All diese globalen Herausforderungen können nicht im nationalen Rahmen gelöst werden, sondern nur durch eine globale Führung. „Kurz, Global Governance steht im Zentrum aller anderen Probleme“ (Seite 83). Dieses Big Picture klingt eher wie ein Nachruf:

„Das 21. Jahrhundert wird höchstwahrscheinlich eine Ära ohne absoluten Hegemon sein, in der keine Macht absolute Dominanz gewinnt — deshalb werden Macht und Einfluss chaotisch und manchmal zähneknirschend neu verteilt“ (Seite 85).

Der Kampf gegen den Klimawandel sei zum Beispiel eine dringende Aufgabe, die man nur global und mit den entsprechenden Instanzen lösen könne. Und dieser Kampf werde zu radikalen Neuerungen führen.

„Wenn wir in der Zeit nach der Pandemie beschließen, unser Leben wieder so aufzunehmen wie vorher (indem wir die gleichen Autos fahren, unsere Häuser auf die gleiche Weise heizen und so weiter), dann ist die Covid-19-Krise in Bezug auf die Klimapolitik umsonst gewesen“ (Seite 100).

Die Pandemie habe bereits für einen gewaltigen Sprung nach vorne gesorgt, was die Digitalisierung angehe.

„Die Pandemie wird die Innovation noch mehr beschleunigen, indem sie bereits eingeleitete technologische Veränderungen katalysiert und jedes digitale Business oder die digitale Dimension jedes Business turbomäßig auflädt“ (Seite 107).

Ein Beispiel sei die digitale Kontaktverfolgung:

„Wir werden sehen, dass die Kontaktverfolgung Unvergleichliches leistet und einen quasi unverzichtbaren Platz in dem Arsenal einnimmt, das zur Bekämpfung von Covid-19 benötigt wird, während sie gleichzeitig so positioniert ist, dass sie eine Massenüberwachung ermöglicht.“

Jeder könne jederzeit aufgespürt werden. Aber es sei klar, dass das nicht auf freiwilliger Basis funktioniere, „wenn die Menschen nicht bereit sind, ihre eigenen persönlichen Daten der Regierungsbehörde, die das System überwacht, zur Verfügung zu stellen“ (Seite 115). Natürlich werde niemand solche Systeme nach der Krise einfach aufgeben. Das Risiko der Totalüberwachung sei real, räumen die beiden Visionäre ein, aber leider unvermeidlich.

Nach Beendigung der Pandemie werden vermutlich viele Vorstandschefs glauben, man könne weitermachen wie zuvor. Offenbar übersehen sie, dass Business as usual an Covid-19 gestorben ist. Die Arbeitswelt wird einfach anders aussehen. Man arbeitet auf Distanz, ersetzt persönliche Treffen durch virtuelle, überhaupt wird die Digitalisierung alle Arbeitsvorgänge durchdringen. Künstliche Intelligenz und Roboter bieten sich als „natürliche“ Alternative für Menschen an. „Die Technologien der Vierten Industriellen Revolution sind tatsächlich verstörend (disruptiv) — sie stellen die bestehende Art und Weise des Wahrnehmens, Rechnens, Organisierens, Handelns und Ausführens auf den Kopf. Sie stellen völlig neue Möglichkeiten der Wertschöpfung für Organisationen und Bürger dar.“

Die Auswirkungen der Pandemie haben verheerende Folgen für die Individuen. Aber auch hier gelte, die Pandemie als Chance zu verstehen: „Sie stellt ein seltenes, aber enges Fenster der Gelegenheit dar, unsere Welt zu reflektieren, neu zu überdenken und neu zu gestalten“ (Seite 172). Wenn Schwab und Malleret an die Fortschritte in Neuro- und Biotechnologie denken, dann wird sich die Frage, was ein Mensch ist, neu stellen. „Diese Technologien werden innerhalb unserer eigenen Biologie operieren und die Art und Weise verändern, wie wir mit der Welt in Kontakt treten. Sie sind in der Lage, die Grenzen von Körper und Geist zu überschreiten, unsere körperlichen Fähigkeiten zu verbessern und sogar einen dauerhaften Einfluss auf das Leben selbst zu haben.“

Zwangsläufig schüttelt es einen, wenn visionäre Technokraten ihre digitalen Träume preisgeben. Doch darum geht es hier nicht — auch nicht um die schlichte Denkungsart, die die Autoren in dem Buch an den Tag legen. Bis zu einem gewissen Punkt könnten vermutlich viele — darunter auch ich — die Diagnose von Schwab und Malleret teilen. Der Stand der Dinge war bereits vor der Pandemie beängstigend. Allerdings hat die massive Verschlechterung durch die Pandemie kaum damit zu tun, dass Nationen unabgestimmt nur ihre Interessen verfolgt hätten.

Vielmehr vermittelte die global-kollektive Übernahme des chinesischen Modells den Eindruck einer konzertierten Aktion. Erst dadurch entstanden die wahrscheinlich irreparablen Folgeschäden, erst das führte die bereits vorher bestehenden Systemschäden an den Rand des Kollapses und darüber hinaus.

Vermutlich mit Absicht bleibt „Covid-19: The Great Reset“ in fast jeder Hinsicht vorsichtig allgemein. Global Governance definieren die Autoren als „Prozess der Zusammenarbeit unter transnationalen Akteuren mit dem Ziel, Antworten auf globale Probleme zu geben. (…) Es umfasst die Gesamtheit von Institutionen, Richtlinien, Normen, Verfahren und Initiativen, durch die Nationalstaaten versuchen, mehr Vorhersehbarkeit und Stabilität in ihre Reaktionen auf transnationale Herausforderungen zu bringen“ (Seite 82). Das klingt nach diplomatischem Oberseminar, aber nicht nach einer starken Global Governance, die in der Lage wäre, die beschriebenen Probleme zu lösen.



Quellen und Anmerkungen:

Die Fußnoten zu diesem Buchauszug können in „Meine Pandemie mit Professor Drosten“ eingesehen werden.

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Walter van Rossum

Walter van Rossum ist Autor, Medienkritiker und Investigativjournalist. Er studierte Romanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Paris. Mit einer Arbeit über Jean-Paul Sartre wurde er 1989 an der Kölner Universität promoviert. Seit 1981 arbeitet er als freier Autor für WDRDeutschlandfunkZeitMerkurFAZFR und Freitag. Für den WDR moderierte er unter anderem die „Funkhausgespräche“. Zuletzt erschien von ihm im Rubikon-Verlag „Meine Pandemie mit Professor Drosten: Vom Tod der Aufklärung unter Laborbedingungen“.

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

reitschuster.de: Die beunruhigenden Zahlen zu Impfschäden und das Schweigen der Medien

Grundsätzlich gehören Impfstoffe zu den großen Errungenschaften der Medizin. Bei Mensch und Tier. Bei ihrer Entwicklung und Einsatz geht Sorgfalt vor Schnelligkeit. Denn ein Impfstoff ist kein Medikament, das man einem Kranken verabreicht und dessen Nebenwirkungen tolerabel sind, um die Krankheit zu bekämpfen. Impfstoffe werden gesunden Menschen gespritzt, die möglicherweise in der Zukunft an der Krankheit erkranken könnten, gegen die der Impfstoff eine körpereigene Antwort aufbauen soll. Eben deshalb unterliegen Impfstoff-Entwicklung, -Prüfung und -Zulassung sowie -Herstellung deutlich strengeren Regeln als Medikamente.

Ein Gastbeitrag von Gregor Amelung (Der Autor ist in der Medienbranche tätig und schreibt hier unter Pseudonym).

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Merkel: Wir sammeln jetzt zum ersten Mal Erfahrungen…

Im Gegensatz zu bisher bekannten Impfstoffen, deren Entwicklung und Prüfung im Schnitt fünf bis sieben Jahren in Anspruch nahm, wurden die drei bekannten Corona-Impfstoffe innerhalb von weniger als einem Jahr entwickelt und erhielten lediglich eine „bedingte“ Zulassung. Genauso hatte es auch die Bundeskanzlerin am 19. März vor der Presse gesagt: „Alle… Impfstoffe haben eine bedingte Zulassung. Im Laufe dieser bedingten Zulassung sammeln wir zum ersten Mal Erfahrungen hinsichtlich der Frage: Was passiert, wenn dieser Impfstoff für Millionen von Menschen angewandt wird?“

Zwei der drei „bedingt“ zugelassen Impfstoffe basieren überdies auf einer beim Menschen bisher nicht angewandten Impfstrategie: die mRNA-Impfstoffe von BioNTech und Moderna. Beide sind Boten-RNA-Impfstoffe.

Während man bei klassischen Impfstoffen dem Körper einen abgeschwächten oder „toten“ Virus verabreicht, den er erkennt und dann gegen ihn eine Abwehr aufbaut, spritzt man bei RNA-Impfstoffen einen genetischen Boten, der die menschlichen Zellen dazu anregt, einen unbedenklichen Teil des Virus herzustellen, den das körpereigene Immunsystem anschließend erkennt und eine Abwehr aufbaut. Eben deshalb bezeichnet der Immunologe und Toxikologe Prof. Stefan Hockertz diese neue Impfmethode in Abgrenzung zur bisher bekannten auch als „Gen-Therapie“.

Steinmeiers ‚Impfwunder‘

Doch anders als beim Gen-Mais interessieren sich die Medien für diesen Umstand recht wenig. Wenn er doch mal zur Erwähnung kommt, dann im Kontext von Fortschritt und Wissenschaft. In diesem Tenor verlieh auch der Bundespräsident den BioNTech-Gründern Dr. Özlem Türeci und Prof. Dr. Ugur Sahin am 19. März das Bundesverdienstkreuz. „Viele Menschen auf der ganzen Welt bezeichnen Ihre Leistung als ein Impfwunder“, so Steinmeier.

Und diesem „Impfwunder“ konnten bisher auch nicht die sogenannten „Sicherheitsberichte“ des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) etwas anhaben. Denn die in den Berichten gesammelten „Meldungen“ von „Verdachtsfällen auf Nebenwirkungen und Impfkomplikationen“ stünden lediglich in einem zeitlichen, keinesfalls aber in einem kausalen Zusammenhang mit den Impfungen, so die einhellige Meinung der Presse.

‚Sicherheitsberichte‘ des Paul-Ehrlich-Instituts

Seit dem 4. Januar 2021 hat das PEI inzwischen sieben dieser Berichte veröffentlich. Der aktuellste, der 7. Sicherheitsbericht ist vom 4. März. Er bezieht sich auf die Corona-Impfungen vom 27. Dezember 2020 bis zum 26. Februar 2021. Die Kernzahlen des Berichts lauteten: 11.915 Verdachtsfälle auf Impfnebenwirkungen, davon 2.003 schwere und 330 Todesfälle.

Acht Tage nach Erscheinen des Berichts titelte das Portal Corona Blog „Explosion der Impfnebenwirkungen seit Beginn der „Coronavirus Schutzimpfungen“ im Vergleich der letzten 21 Jahre“. Zuerst war man geneigt zu denken, da sind wohl ein paar Impfgegner auf der Jagd nach den schnellen Klicks. Aber bei genauerer Betrachtung und zusätzlicher Recherche entpuppt sich der erste Eindruck mehr und mehr als Trugschluss.

Explosion der Impfnebenwirkungen

Vergleicht man etwa die Anzahl aller beim PEI gemeldeten Verdachtsfälle auf Impfnebenwirkungen in den letzten 21 Jahren (01.01.2000 bis 31.12.2020) für Erwachsene (d.h. ab dem 18 Lebensjahr) mit den nun eingegangenen Meldungen bezüglich der Corona-Schutzimpfung (27.12.2020 bis 26.02.2021) erkennt man tatsächlich einen überraschendes Missverhältnis:

KATEGORIE2000-20202021 (CORONA)
Verdachtsfälle27.72111.915
davon schwere11.3102.003
davon Todesfälle206330
Paul-Ehrlich-Institut Sicherheitsbericht vom 4. März, Seite 1: „… 11.915 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen…“
Paul-Ehrlich-Institut Sicherheitsbericht vom 4. März, Seite 7: „330 Todesfälle“
Paul-Ehrlich-Institut Sicherheitsbericht vom 4. März, Seite 7: „In 2003 Verdachtsfällen wurden unerwünschte Reaktionen gemeldet, die als schwerwiegend klassifiziert wurden.“
Paul-Ehrlich-Institut: Meldungen der Verdachtsfälle nach Impfungen vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Dezember 2020 (Screenshot / UAW-Datenbank)

Dieses Missverhältnis kann eigentlich nicht durch das Alter der Meldenden ausgelöst worden sein. Denn im „Mittel waren die geimpften Personen, bei denen unerwünschte Reaktionen gemeldet wurden, 48 Jahre alt (Minimum 15 Jahre, Maximum 107 Jahre, Median 45 Jahre)“, so das Paul-Ehrlich-Institut zu den Corona-Impfungen. Demgegenüber betrug der Mittelwert bei den Meldungen 2000-2020 48,9 Jahre, das Minimum war 18 Jahre, das Maximum 104 Jahre und der Median 50 Jahre. Und das sind ebenfalls Daten des PEI.

Auch die Menge der zum Einsatz gebrachten Impfdose kann das Missverhältnis nicht erklären. So gibt das PEI die Impfstoffmenge bis zum 26. Februar mit 5,9 Millionen Dosen an. Dem stehen etwa 35,6 Millionen Dosen (DDD, sogenannte Tagesdosen) gegenüber, die zwischen 2000 und 2020 jährlich in Deutschland verimpft worden sind.

Noch deutlicher wird das Missverhältnis, wenn man die Zahlen auf einen Monat herunter bricht.

KATEGORIE2000-2020 PRO MONAT2021 (CORONA) PRO MONAT
Verdachtsfälle1105.957
davon schwer44,91.001
davon Todesfälle0,8165

Die Unterschiede zwischen den Werten 2000-2020 und denen 2021 sind massiv. Die Verdachtsfälle haben um das 56-fache zugenommen, die schweren um das 22-fache und die gemeldeten Todesfälle um das 207-fache. Hier ist also nicht nichts passiert.

Bei jeder 132. Dosis von AstraZeneca ‚unerwünschte Reaktionen‘

In seinem 7. Sicherungsbericht geht das Paul-Ehrlich-Institut auch auf die drei in Deutschland eingesetzten Vakzine ein:

HERSTELLERNEBENWIRKUNGENSCHWERE NEBENWIRKUNGENTODESFÄLLE
BioNTech/Pfizer8.3681.705269
Moderna4841071
AstraZeneca2.76569
keine Angaben29812260

Die Meldequote pro Impfdose betrug bei BioNTech/Pfizer 0,16%, bei Moderna 0,29% und bei AstraZeneca 0,76%. Das klingt auf den ersten Blick recht wenig, bedeutet allerdings, dass bei jeder 132. Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin mindestens eine „unerwünschte Reaktion“ aufgetreten ist. Wie viele Reaktionen und welche in absoluten Zahlen gemeldet wurden, berichtete das PEI nur bis zum 4. Sicherheitsbericht, dann verschwanden diese Zahlen und man ging zu Prozentangaben und einer Grafik über.

Legt man die Zahlen der letzten beiden Berichte zugrunde, dann klagte eine meldende Person im Durchschnitt über drei (28.01.2021 2,8) bis vier (20.01.2021) „unerwünschte Reaktionen“, also beispielsweise: Fieber, Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerz und leichte Übelkeit.

Dauer der ‚unerwünschten Reaktionen‘

Auch bei der Dauer der Reaktionen halten sich die Berichte des PEI auffallend zurück. In der Regel lässt sich die zeitliche Dauer nur dann indirekt ablesen, wenn der Bericht das Abklingen einer Reaktion oder das „Anhalten von Beschwerden“ beschreibt. Aufschlussreicher ist hier ein Blick auf die anonymisierten Daten aus der Smartphone-App SafeVac 2.0, die für eine Studie beim Paul-Ehrlich-Institut erhoben werden. Benutzer dieser App werden „siebenmal innerhalb von 3 Wochen nach der ersten Impfung und achtmal innerhalb von 4 Wochen nach der zweiten Impfung befragt.“ Die knapp 69.000 App-Benutzer entsprechen laut PEI 1,8% aller (erst)geimpften Personen (Stand 26.02.). Am häufigsten beklagten sie sich über:

Schmerzen an der Injektionsstelle47.560
Müdigkeit34.405
Kopfschmerzen31.049
Muskelschmerzen23.161
Unwohlsein20.607
Schüttelfrost15.375
Fieber13.386
Gelenkschmerzen12.933
Schwellung an der Injektionsstelle12.015

Teilt man die Gesamtsumme (210.491) durch die 15 Befragungen und die vom PEI angegebenen 4 Reaktionen (20.01.2021) pro Meldung, käme man auf eine Summe von 3.508 meldenden Personen, was rund 5 Prozent der App-Nutzern entspräche. Das wäre über das Zehnfache dessen, was das PEI in seinem 7. Sicherheitsbericht pro Impfling angibt, nämlich etwa 0,4 Prozent. Insofern deutet die hohe Zahl auf mehr Beschwerdearten pro Person hin, die deutlich länger als nur wenige Tage angehalten haben.

Paracetamol, damit die Impfung #einigermaßen verträglich wurde‘

Das deckt sich mit einer kritischen Beschreibung von Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi und seine Frau Prof. Dr. Karina Reiß: „Eine solche Vielfalt an sofortigen Nebeneffekten ist bei keiner anderen Impfung je beobachtet worden. Wenn man in Amerika die Anzahl an gemeldeten Nebenwirkungen verschiedener Impfungen über die zwei letzten Jahre vergleicht, erreicht die COVID-19-Impfung schon jetzt den absoluten Spitzenplatz, obwohl diese erst im Dezember 2020 zugelassen wurde.“ Des Weiteren weisen beide Wissenschaftler darauf hin, dass es bei dem Impfstoff von AstraZeneca bereits die der Studienphase zum Einsatz von „schmerz- und fieberlinderndem Paracetamol gekommen ist, damit die Impfung einigermaßen verträglich wurde.“ Auch das deutet auf eine längere Dauer der Beschwerden hin.

Diese Einordnung bestätigt sich auch in den wenigen Presseberichten, die es zu dem Thema gibt. So schrieb eine norddeutsche Ärztin bei Tichys Einblick am 14. März von Schwindelgefühl, Fieber, Schwäche und extremem Kopfschmerzen nach ihrer ersten Dosis AstraZeneca. „Praktisch alle Kollegen aus der Praxis berichten… von ähnlichen Beschwerden… Von Feuerwehr und Notdiensten weiß ich, dass ähnliche Beschwerden die Belegschaften nahezu lahm legen. Schuldirektoren empfehlen Lehrern, die Impfung am Freitag entgegen zu nehmen, um Ausfälle zu minimieren.“ Einen Tag später, am 15. März berichtete reitschuster.de über die Impfung von Angehörigen eines Rettungsdienstes in Dortmund. Im Anschluss kam es zu erheblichen Personalengpässen. Betroffene klagten über „Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Kopfdröhnen und Schlappheit“.

‚Das hält kein geschwächter Körper aus‘

Noch schockierender, aber nach dem Vorgenannten nicht mehr unglaubwürdig, liest sich ein Bericht auf dem Corona Blog vom 15. und 18. Februar 2020. Dort berichtet die Mitarbeiterin eines Krankenhauses in einer deutschen Großstadt.

Die erste Impfung mit dem BioNTech-Produkt, so die Krankenhausmitarbeiter, sei noch „ohne Zwischenfälle“ abgelaufen, die zweite habe dann aber „reihenweise das Personal umgehauen“. Sie selbst fand sich in der Notaufnahme mit Herzrasen und Zitteranfällen wieder. Vier Tage lang war sie nicht in der Lage zu laufen oder sich selbst zu versorgen. Andere Mitarbeiter klagten über Schmerzen, die etwa ein bis zwei Tage anhielten. Auch bei dem anschließend eingesetzten Moderna-Vakzin sei es zu Komplikationen gekommen. Betroffene Kollegen berichteten von Hautausschlag, Gelenkschmerzen oder Konzentrationsstörungen. „Ich selber kann nur sagen, dass es mich nicht wundert, dass Senioren nach der Impfung versterben. Das hält kein geschwächter Körper aus“, so die 59-jährige über ihre eigene Impferfahrung.

‚Is’ ne Impfkampagne und fertig.‘

Da die Nebenwirkungen bereits nach der ersten Dosis derart stark verlaufen waren, hatten zwar „alle große Sorgen“, trotzdem wusste keiner, „was zu tun war“, und verantwortlich habe sich auch niemand gefühlt. „Wir haben dann die Leitung der ganzen Impfaktion angerufen. O-Ton war, dass auch der externe Impfarzt nicht zuständig sei – „es ist ne Impfreaktion und fertig“.“ Doch nachdem bei etlichen Mitarbeitern deutliche Nebenwirkungen aufgetreten waren, erging dann doch die Bitte, mal alle Vorkommnisse an „das Impfkommando“ bei Email weiterzuleiten, denn der „externe Impfarzt sei jetzt doch dafür der Ansprechpartner. Oh Wunder, ich dachte ich habe mich verhört.“

Bei dieser Schilderung gewinnt man nicht den Eindruck, dass das Dokumentieren und Weitermelden von Nebenwirkung oberste Priorität gehabt hätte.

Auch die offiziellen Aufklärungsblätter zur Schutzimpfung sind nicht so formuliert, als wolle man zum Melden von einladen. In dem 3 Seiten langen Text zum Vektor-Impfstoff von AstraZeneca heißt es, „Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten.“ In diesen Fällen stehe einem der Hausarzt „selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen begeben Sie sich bitte umgehend in ärztliche Behandlung.“ Zusätzlich habe man die Möglichkeit „Nebenwirkungen“ im Internet zu melden.

‚Erklären Sie in einfacher Sprache‘

Noch softer ist das Aufklärungsmerkblatt zum RNA-Impfstoff formuliert. Hier heißt es, bei dem Impfstoff wurden sehr selten „akute Gesichtslähmungen“ festgestellt. Diese werden einige Sätze weiter semantisch als „vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen“ eingeordnet, für die man nicht zum Hausarzt gehen brauche. Möglicherweise handelt es sich hierbei um einen simplen Copy-paste-Fehler, entstanden bei einem Übertrag aus dem Vektor-Impfstoff-Blatt. Trotzdem vermisst man in beiden Merkblättern eine deutliche Bitte zur Meldung von Nebenwirkungen. Genauso wenig findet man eine explizite Erinnerung, Nebenwirkungen zu melden, auf dem offiziellen „Leitfaden für Ärzt:innen im Patient:innen- und Bürger:innengespräch“ (1. Auflage, 21.12.2020). Offenbar geht man davon aus, dass Ärzte das eben einfach deshalb tun, weil sie es wissen. Was sie möglicherweise nicht wissen, darüber informiert der Leitfaden: „ Suchen Sie als Ärzt:innen selbst das Gespräch mit Ihren Patient:innen und impfwilligen Bürger:innen über die Corona-Schutzimpfung. Das baut bei den zu impfenden Personen die Hemmschwelle ab… Kommunizieren und erklären Sie in einfacher Sprache… Nur gemeinsam und in Solidarität aller Bürger:innen gelingt uns eine Normalisierung unseres Alltags.“

‚Zügig weiterimpfen‘

Nachdem in dem zuvor erwähnten Krankenhaus der externe Impfarzt doch wieder zum verantwortlichen Ansprechpartner geworden war, ging man dazu über, Krankenhausmitarbeiter aus verschiedenen Bereichen zu impfen, um so „die Ausfälle zu minimieren“.

Einen Monat später setzte Deutschland die Impfungen mit dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca für drei Tage aus. Bis zum 18. März. Nachdem die EMA (European Medicine Agency) erklärt hatte, das Vakzin sei „sicher und wirksam“, sagte Bundesgesundheitsminister Spahn, er wolle „zügig weiterimpfen“. Zeitgleich konnte man auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts lesen: „Der für den 18. März 2021 angekündigte [8.] Sicherheitsbericht zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen mit den zugelassenen COVID-19-Impfstoffen wird voraussichtlich in der kommenden Woche… erscheinen… Wir bitten Sie dafür um Ihr Verständnis und werden an dieser Stelle… über die Veröffentlichung informieren, sobald wir einen konkreten Termin nennen können.“

Wir informieren Sie über die Veröffentlichung

Eine geradezu grotesk banal formulierte Verschiebung angesichts der Tatsache, dass seit dem letzten Bericht vom 4. März, der sich auf die Impfungen bis zum 26. Februar bezog, mehr als drei Wochen vergangen waren. Drei Wochen, in denen in Deutschland weitere 4,4 Millionen Impfdosen gespritzt worden sind. Parallel hatten acht europäische Staaten die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff kurzzeitig ausgesetzt. Deutschland war der neunte.

Vier Tage später, am 18. März vermisste dann niemand in den großen deutschen Medien den 8. Sicherheitsbericht. Lieber titelte man bei ntv: „Spahn gibt grünes Licht für Astrazeneca-Impfungen.“ Positiv gestimmt ging es weiter: „Nach Kritik wegen knapper Mengen… werden in den nächsten Monaten größere Impfstoffmengen erwartet.“

Deutschland krempelt die Ärmel hoch!

Ja, Deutschland krempelt die Ärmel hoch! Diese semantische Schönfärberei in Verbindung mit Sätzen wie „Dann hol’ ich die Bazzoka raus“ und Wörter wie „Coronapatriotismus“, „Impfwunder“ oder „Impfangebot“ ist allmählich unerträglich. Es werden ja keine unmündigen Wesen geimpft sondern Bürger und Angehörige von Bürgern.

Und die Kiste ist jenseits aller Semantik eigentlich ganz einfach. Entweder haben Experten wie Drosten und Lauterbach recht, DANN haben wir ein Problem. Oder aber „Rentner“ und „Verschwörungstheoretiker“ wie Bhakdi, Hockertz oder Wodarg haben recht, DANN haben wir auch ein Problem. Nur ein anderes. Trotzdem sind beide Probleme in etwa gleich groß und groß genug, um endlich mal wieder zu einer ernsthaften Sachlichkeit zurückzukehren. Wir spielen hier ja nicht ’ne Runde Minigolf auf dem Betriebsausflug zwanzig-einundzwanzig mit jetzt Frei-Impfen und später Frei-Saufen.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Und ich bin der Ansicht, dass gerade Beiträge von streitbaren Autoren für die Diskussion und die Demokratie besonders wertvoll sind. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen, und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

*) Der Autor ist in der Medienbranche tätig und schreibt hier unter Pseudonym.

reitschuster.de: Historischer Klinik-Leerstand inmitten der Krise

„Die dritte Welle rollt auf die Intensivstationen zu“, „Kollaps der Krankenhäuser“, „Kampf um Intensivbetten“, „Sorge vor der Belastungsgrenze“. Seit bald einem Jahr schüren Überschriften wie diese die Panik der Bundesbürger vor einer Ausweitung des Virus.

Von Christian Euler

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Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Eine kürzlich veröffentlichte Analyse von Krankenhausdaten durch die Technische Universität Berlin spricht eine andere Sprache: Im vergangenen Jahr sind in deutschen Krankenhäusern 13 Prozent weniger abgerechnete Behandlungsfälle registriert worden als 2019. In der Zeit vom 9. März bis 24. Mai 2020, der Zeit des ersten Lockdowns, sanken die Fallzahlen sogar um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Reinhard Busse, der an der TU Berlin das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen leitet und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Ulrike Nimptsch konstatieren darüber hinaus einen deutlichen Rückgang der Bettenauslastung. Lag die Bettenauslastung 2019 noch bei 75,1 Prozent, erreichte sie 2020 ein historisches Allzeittief von 67,3 Prozent. Besonders niedrig lag sie mit 62,1 Prozent bei den kleineren Krankenhäusern mit bis zu 299 Betten.

172.248 Behandlungsfälle, bei denen das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen worden war, wurden 2020 in deutschen Krankenhäusern gezählt und an das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus übermittelt. „Dabei ist es wichtig zu beachten, dass es sich um Fälle handelt und nicht um Personen. Wenn also eine Person von einem Krankenhaus in ein anderes verlegt wurde, sind das zwei Fälle“, erläutert Studienautorin Nimptsch.

En passant: Bezogen auf die rund 83 Millionen in Deutschland lebenden Menschen entspricht die Zahl der Behandlungsfälle einem Anteil von 0,21 Prozent. Trotz jedem zu bedauernden Einzelschicksal: Ob dies wirklich der von der Regierung gebetsmühlenartig beschworenen Gesundheitskatastrophe entspricht, sollte zumindest bezweifelt werden dürfen – ganz zu schweigen von der Sinnhaftigkeit des nicht enden wollenden Lockdowns.

Hat die Gesundheitspolitik fatal versagt?

2020 gingen 21 Krankenhäuser vom Netz. Weitere werden in diesem Jahr folgen, von 30 weiteren Kliniken ist bekannt, dass ihnen das Aus droht oder ihre Abwicklung schon feststeht. Und das in der fast täglich von den Mainstream-Medien propagierten „schlimmsten Pandemie aller Zeiten.“ Von Vielen unbemerkt werden Kapazitäten abgebaut, während der Mangel in täglichen Bulletins beklagt wird. Zugleich müssen planbare Eingriffe verschoben werden, um Betten für Corona-Patienten freizuhalten.

Besonders bizarr: Panik schüren heute besonders gerne diejenigen Politiker, die sich vor der Krise für das Kliniksterben stark gemacht hatten. Noch Ende Februar vergangenen Jahres hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu mehr Mut bei Krankenhausschließungen geraten, SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hielt 2019 einen Kapazitätsabbau für grundsätzlich richtig. „Bei weniger Krankenhäusern hätten wir mehr Pflegekräfte, Ärzte und Erfahrung pro Bett und Patient und könnten auf überflüssige Eingriffe verzichten“, rechnete der oberste Corona-Warner der Republik damals vor. Mit Blick auf vernetztes Denken scheint der in TV-Talkshows fast omnipräsente selbst ernannte Gesundheitsökonom dringenden Nachholbedarf zu haben: Insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung erscheint der Abbau von Krankenhauskapazitäten kontraproduktiv.

Mit den Kapazitäten sanken im vergangenen Jahr auch die Intensivbetten. Trotz steigender Infektionszahlen hielten deutsche Kliniken im Herbst 2020 immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Patienten frei. Die baden-württembergische Landesregierung etwa hatte im September entschieden, statt 35 Prozent nur noch zehn Prozent der Betten für Schwerkranke zu reservieren. Damit folgte Ministerpräsident Kretschmann der Entwicklung in anderen Bundesländern. Berlin hatte schon seit Juni nur noch zehn Prozent der Betten für Covid-Patienten reserviert, Niedersachsen folgte Mitte Juli.

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Bundesregierung: Beschluss zur Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder am 22. März 2021

Quelle: https://clubderklarenworte.de/wp-content/uploads/2021/03/BKMPK22032021_end.pdf

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BESCHLUSS

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fassen folgenden Beschluss:

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder danken den Bürgerinnen und Bürger für ihre Solidarität im Kampf gegen die Pandemie bei den derzeit erforderlichen Beschränkungen. Nach deutlich sichtbaren Erfolgen bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens im Januar und Februar zeigt die aktuelle Entwicklung – insbesondere aufgrund der hohen Verbreitung von Covid-19-Variante B.1.1.7 – wieder ein starkes Infektionsgeschehen und eine exponentielle Dynamik.

Das bedeutet, dass ohne Maßnahmen, die den Anstieg der Neuinfektionen begrenzen, bereits im April eine Überlastung des Gesundheitswesens wahrscheinlich ist. Denn auch wenn bereits ein relevanter Teil der älteren Bevölkerung geimpft werden konnte, trägt die -nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen- deutlich höhere Sterblichkeit der in Deutschland nun führenden Mutante B.1.1.7 und die Tatsache, dass jüngere Patienten generell eine längere Verweildauer auf der Intensivstation haben, dazu bei, dass in der aktuellen Situation die Belastungsgrenze des Gesundheitssystems zwar nicht mehr bei der gleichen Inzidenzen wie bisher, aber bei exponentiellem Wachstum auch zeitlich nicht sehr viel später erreicht wird, als vor der Impfung der älteren Bevölkerung.

Bund und Länder haben sich auf Grundlage der geplanten Impfstofflieferung das Ziel gesetzt, im Sommer jeder Bürgerin und jedem Bürger ein Impfangebot zu machen. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Impfstoffen werden die Impfungen von Woche zu Woche mehr Dynamik aufnehmen. Mit der zunehmenden Durchimpfung der Bevölkerung wird die Pandemie ihren Schrecken verlieren, denn je mehr Menschen geimpft sind, desto schlechter kann das Virus sich verbreiten. Der Anteil der geimpften Bevölkerung wirkt sich also positiv auf die Senkung des r-Wertes und damit auf die Frage aus, ob die Neuinfektionszahlen stabilisiert oder gesenkt werden können. Bei einem hohen r-Wert setzt die Stabilisierung des Infektionsgeschehens durch die Impfquote später ein. Bei hohen Neuinfektionszahlen muss über eine Stabilisierung des Infektionsgeschehens hinaus mit Öffnungen abgewartet werden, bis die Zahlen gesenkt werden konnten. Eine strenge Eindämmung des Infektionsgeschehens in den nächsten Wochen führt somit zu einer früheren Rückkehr zur Normalität und zu insgesamt kürzeren Beschränkungen. Sie ist damit aus gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen geboten.

Zukünftige Öffnungsschritte werden maßgeblich von der konsequenten Testung der Bürgerinnen und Bürger abhängen. Schnelltests und Selbsttests können tagesaktuell zusätzliche Sicherheit bei Kontakten geben. Regelmäßige Testungen können dabei unterstützen, auch Infektionen ohne Krankheitssymptome zu erkennen. Infizierte Personen   können   so   schneller   in   Quarantäne   gebracht   und   ihre   Kontakte besser nachvollzogen werden. Der Effekt ist dabei umso größer, je mehr Bürgerinnen und Bürger sich konsequent an dem Testprogramm beteiligen. Es geht um eine deutliche  Ausweitung  der  Tests  im  Rahmen  des Testprogramm  und  eine  bessere Nachvollziehbarkeit der Kontakte im Falle einer Infektion. Damit die Teststrategie funktioniert, müssen ausreichend Tests verfügbar sein. Die Teststrategie umfasst drei Säulen: In der ersten Säule werden die Schülerinnen und Schüler wie auch das Personal an den Schulen getestet. Die zweite Säule umfasst die kostenlosen Tests für die Bürgerinnen und Bürger und die Dritte Säule bilden die Tests für die Beschäftigten in den Betrieben, bei denen eine Präsenz der Arbeitnehmerinnen und Abeitnehmer nötig ist. Bund und Länder weisen erneut darauf hin, dass ein positiver Schnell- oder Selbsttest eine sofortige Absonderung und zwingend einen Bestätigungstest mittels PCR erfordert. Ein solcher PCR-Test kann kostenlos durchgeführt werden.

Angesichts dieser Lage bedarf es konsequenter Maßnahmen. Insbesondere Kontakte in Innenräumen müssen aufgrund der dort erhöhten Infektionsgefahr weitestgehend vermieden oder mit umfassenden Schutzmaßnahmen wie dem verpflichtenden Tragen von Masken mit hoher Schutzwirkung und der Nutzung von Schnelltests verbunden werden. Um das Übergreifen von Infektionen aus Regionen mit höheren Inzidenzen in Regionen mit niedrigeren Inzidenzen weitestgehend einzudämmen, muss auch die Mobilität weiterhin eingeschränkt und auf das absolut notwendige reduziert werden. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bitten alle Bürgerinnen und Bürger dringend, auch in den nächsten Wochen alle Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken und insbesondere Zusammenkünfte in Innenräumen zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund vereinbaren die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder:

1.  Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss keine     abweichenden     Festlegungen     trifft.     Die     Länder     werden     ihre

Landesverordnungen mit Wirkung ab 29. März 2021 entsprechend anpassen und bis zum 18. April 2021 verlängern.

2. Angesichts der exponentiell steigenden Infektionsdynamik muss die im letzten Beschluss vereinbarte Notbremse für alle inzidenzabhängigen Öffnungsschritte („Steigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen in dem Land oder der Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft (Notbremse).“) konsequent umgesetzt werden.

Für die vereinbarten Öffnungsschritte wurde als Voraussetzung vereinbart, dass in dem Land oder der Region eine stabile oder sinkende 7-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern erreicht wird. Zusätzliche Öffnungen bei exponentiellem Wachstum der Neuinfektionszahlen scheiden also auch unterhalb dieser Inzidenzschwelle aus.

3.  Angesichts des deutlich exponentiellen Wachstums muss darüber hinaus durch

zusätzliche Maßnahmen dafür Sorge getragen werden, dass die Neuinfektionszahlen wieder verlässlich sinken. Deshalb werden in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 weitergehende Schritte umgesetzt. Dies kann insbesondere sein:

a.  Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten PKW, soweit diese nicht dem Hausstand des Fahrers angehören;

b.  weitergehende Verpflichtungen, in Bereichen, in denen die Einhaltung von Abstandsregeln und konsequente Maskentragung erschwert sind, tagesaktuelle Schnelltests zur Voraussetzung zu machen.

c.  Ausgangsbeschränkungen;

d.  verschärfte Kontaktbeschränkungen.

4.  Angesichts der ernsten Infektionsdynamik wollen Bund und Länder die Ostertage nutzen, um durch eine mehrtägige, sehr weitgehende Reduzierung aller Kontakte das exponentielle Wachstum der 3. Welle zu durchbrechen. Deshalb sollen der 1. April (Gründonnerstag) und der 3. April (Samstag) 2021 zusätzlich einmalig als Ruhetage definiert werden und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen sowie einem Ansammlungsverbot vom 1. bis 5. April verbunden werden („Erweiterte Ruhezeit zu Ostern“). Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause. Private Zusammenkünfte sind in dieser Zeit im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei   nicht   mitgezählt.   Paare   gelten   als   ein   Haushalt.   Ansammlungen   im öffentlichen Raum werden grundsätzlich untersagt. Soweit Außengastronomie geöffnet ist, wird diese während der fünf Tage geschlossen. Ausschließlich der Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinne wird am Samstag geöffnet. Der Bund wird dazu einen Vorschlag zur rechtlichen Umsetzung einschließlich der Begründung vorlegen. Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen. Soweit in den kommenden Tagen die Kriterien für einen Öffnungsschritt nach dem MPK- Beschluss vom 3. März 2021 erfüllt werden, erfolgt dessen Umsetzung ab dem 6. April 2021. Impf- und Testzentren bleiben geöffnet. Bürgerinnen und Bürger werden ermutigt, die kostenlosen Testangebote zu nutzen.

5.  Nach Ostern wird umfangreiches Testen für die Bekämpfung der Pandemie noch mehr eine entscheidenden Rolle spielen. Seit dem 8. März 2021 übernimmt der Bund die Kosten für mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche (Bürgertest). Es ist den Ländern und Kommunen seitdem sehr schnell gelungen, flächendeckend und in Kooperation mit vielen unterschiedlichen Partnern vor Ort (u.a. kommunale Testzentren, Ärzte, Apotheker, Einzelhändler, Hilfsorganisationen, uvm.) eine entsprechende Infrastruktur für dieses Testangebot aufzubauen. Die eingesetzte Taskforce Testlogistik hat sichergestellt, dass alle Länder für die Monate März und April durch bereits getätigte und noch laufende Beschaffungen ausreichend mit Schnell- und Selbsttests versorgt sind.

Die Taskforce Testlogistik wird weiterhin mit den Herstellern dafür Sorge tragen, dass auch nach Ostern ausreichend Schnelltests zur Umsetzung der Teststrategie zur Verfügung stehen.

Das Robert-Koch-Institut wird gebeten, bis zur nächsten Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder einen Bericht darüber vorzulegen, ob bzw. ab welchem Zeitpunkt geimpfte Personen mit so hinreichender Sicherheit nicht infektiös sind, dass eine Einbeziehung in Testkonzepte möglicherweise obsolet wird.

In den Ländern werden derzeit mit der steigenden Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests flächendeckende Tests in Schulen und Kitas eingeführt. Mit der bevorzugten Impfung von Kitabeschäftigten sowie Grund- und Förderschullehrkräften wird ein wichtiger zusätzlicher Baustein bei den Schutzmaßnahmen erreicht. Die Testungen von Beschäftigten im Bildungsbereich und von Schülerinnen und Schülern werden weiter ausgebaut, es werden baldmöglichst zwei Testungen pro Woche angestrebt. Auch im Kitabereich werden die Beschäftigten baldmöglichst zweimal pro Woche in entsprechenden Verfahren getestet. Durch diese Maßnahme wird zum einen ein besserer Infektionsschutz in Schulen und Kitas erreicht, zum anderen auch das Erkennen und die Unterbrechung von Infektionsketten in der Gesamtbevölkerung unterstützt.

6.  Im Rahmen von zeitlich befristeten Modellprojekten können die Länder in einigen ausgewählten Regionen, mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu untersuchen. Zentrale Bedingungen dabei sind lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und ggf. auch zum Testnachweis, räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene, eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst und klare Abbruchkriterien im Misserfolgsfalle.

7.  Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es gerade in der aktuellen Phase der Pandemie wichtig, dass die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie durch die Ermöglichung des Arbeitens von zu Hause die epidemiologisch relevanten Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg zu Arbeit reduzieren und, wo dies nicht möglich ist, ihren in Präsenz Beschäftigten regelmäßige Testangebote machen. Dem dient die Selbstverpflichtung der Wirtschaftsverbände zu den Testangeboten für die Mitarbeiter sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Angesichts der steigenden Infektionszahlen ist eine zügige Umsetzung der Testangebote in allen Unternehmen in Deutschland notwendig. Die Tests sollen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so sie nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens einmal und bei entsprechender Verfügbarkeit zwei Mal pro Woche angeboten und auch bescheinigt werden. Anfang April werden die Wirtschaftsverbände einen ersten Umsetzungsbericht vorlegen, wie viele Unternehmen sich beteiligen. Auf dieser Grundlage und auf der Grundlage eines eigenen Monitorings wird die Bundesregierung bewerten, ob regulatorischer Handlungsbedarf in der Arbeitsschutzverordnung besteht.

8.  Für die Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, wird die Bundesregierung ein ergänzendes Hilfsinstrument im Rahmen der europarechtlichen Vorgaben entwickeln.

9.  Bund und Länder appellieren weiterhin eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten – auch hinsichtlich der bevorstehenden Ostertage. Sie weisen nachdrücklich darauf hin, dass bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend ist, und dass eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von 10 Tagen nach Rückkehr besteht. Eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nur durch einen negativen Test möglich, der frühestens am 5 Tag nach der Einreise abgenommen wurde. Dies gilt aufgrund der jetzt vielfach beschriebenen längeren Ansteckungsdauer durch Virusvarianten seit dem 8. März ausdrücklich nicht bei Rückreisen aus Virusvariantengebieten. Hier ist strikt eine Quarantäne von 14 Tagen einzuhalten. Darüber hinaus ist bei der Rückreise aus Virusvariantengebieten mit eingeschränkten Beförderungsmöglichkeiten zu rechnen.

Das Auftreten von verschiedenen Covid-19-Varianten und deren weltweite Verbreitung haben gezeigt, dass der grenzüberschreitende Reiseverkehr auch weiterhin auf das absolut erforderliche Mindestmaß begrenzt werden muss. Da insbesondere bei beliebten Urlaubszielen damit zu rechnen ist, dass Urlauber aus zahlreichen   Ländern   zusammentreffen   und   sich   Covid-19   Varianten   leicht verbreiten können, erwarten Bund und Länder von allen Fluglinien konsequente Tests von Crews und Passagieren vor dem Rückflug und keine weitere Ausweitung der Flüge während der Osterferien. Die Bundesregierung wird eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorlegen, wonach angesichts der weltweiten Pandemie eine generelle Testpflicht vor Abflug zur Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland vorgesehen wird.

10. Die     wirtschaftliche     Situation     der     Krankenhäuser     wird     durch     die Ausgleichszahlungen des Bundes nachhaltig stabilisiert. Die Bundesregierung leistet mit dem vorgesehenen coronabedingten Erlösausgleich für das Jahr 2021, der  Ausweitung  der  anspruchsberechtigten  Krankenhäuser  für Ausgleichszahlungen durch Absenkung des 7-Tage-Inzidenzwertes sowie der Verlängerung der reduzierten Zahlungsfrist für Krankenhausrechnungen durch die Krankenkassen einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Absicherung der Krankenhäuser  in  der  Pandemie.  Zudem  sollen  Krankenhäuser  mit coronabedingten Liquiditätsproblemen, die trotz eines Belegungsrückgangs im Jahr 2021 keine Ausgleichszahlungen erhalten haben, im Vorgriff auf den nach Ablauf des Kalenderjahres durchzuführenden coronabedingten Erlösausgleich für das Jahr 2021 zeitnah unterstützt werden können. Die Umsetzung dieser Regelung erfolgt im

Rahmen des aktuell laufenden Rechtsverordnungsverfahrens.

11. In Umsetzung der Impfstrategie wurden vorrangig Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe und dort Beschäftigte geimpft, dies ist ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung schwerer und tödlicher Verläufe und zeigt bereits Erfolge. Mit diesem Erfolg ist die Erwartung nach einer Normalisierung der seit langem angespannten Situation für alle Beteiligten verbunden. Dieser Erwartung steht bis zu einer entsprechenden wissenschaftlichen Klärung und Empfehlung durch das Robert-Koch-Institut weiterhin die Unsicherheit gegenüber, inwieweit die Impfung eine potenzielle Infektiosität Geimpfter ausschließt. Deshalb haben die Bundeskanzlerin und die Regierunschefinnen und -chefs der Länder die Gesundheitsministerkonferenz gebeten, hierzu Empfehlungen vorzulegen. Danach ist es erforderlich, Hygiene- und Testkonzepte weiterhin konsequent umzusetzen. Zwei Wochen nach der Zweitimpfung können die Besuchsmöglichkeiten in Einrichtungen ohne Ausbruchsgeschehen wieder erweitert werden und wohnbereichsübergreifende Gruppenangebote wieder durchgeführt werden. Eine Differenzierung zwischen geimpften und ungeimpften Bewohnerinnen und Bewohner erfolgt danach bei den Maßnahmen nicht. Die Einrichtungen sind gehalten, ungeimpften, zum Beispiel neuen Bewohnern zügig zu einem Impfangebot zu verhelfen. Das Unterstützungsangebot des Bundes beim Testen, auch durch die Bundeswehr, wird vor diesem Hintergrund weiterhin aufrechterhalten.

12. Die  Bundeskanzlerin  und  die  Regierungschefinnen  und  Regierungschefs  der Länder werden im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am 12. April 2021 erneut beraten.

Boris Reitschuster: Merkel setzt sich durch: Sie macht über Ostern dicht

Kanzlerin: Wir sind in neuer Pandemie

Es war nach halb drei Uhr in der Nacht, als Merkel, Söder und Müller heute Nacht endlich vor die Presse traten und Vollzug meldeten. Der so genannte „Corona-„Gipfel“, eine Runde von Länderchefs und Kanzlerin, die im Grundgesetz gar nicht vorgesehen ist, hatte seine Beschlüsse getroffen. „Wir sind einen wirklich harten Weg gegangen“, sagte die Kanzlerin. Und war sich offenbar gar nicht bewußt, wie doppeldeutig das ist. „Wir haben das Virus noch nicht besiegen können“, sagte sie – und brachte mit diesem kurzen Satz eines der Probleme der deutschen Corona-Politik auf den Punkt: Dass man das Virus für bespielbar hält.

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Wir sind in einem Wettlauf mit dem Impfen“, sagte Merkel. Vorsicht und Flexibilität seien entscheidend. „Wir haben heute sehr sehr lange und neu gedacht“, sagte die Kanzlerin in der ihr eigenen Sprache. 1. und 3. April, also Gründonnerstag und Ostersamstag sollen Ruhetage sein. Damit gelte an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip „Wir bleiben Zuhause“. Das öffentliche Leben soll vom 1. bis 5. April weitgehend herunter gefahren werden; Versammlungen im öffentlichen Raum seien in dieser Zeit verboten. Somit wurde offenbar ein Kompromiss ausgehandelt: Aus Teilnehmerkreisen hieß es, dass für die Ostertage sogar ein „totaler Lockdown“ mit Schließung des Lebensmittelhandels im Gespräch war. Offenbar scheiterten die Hardliner mit diesem radikalen Plan an den moderaten Kräften. Merkel sprach sogar davon, dass wir „im Grunde eine neue Pandemie“ hätten.

„Das war eine schwere Geburt heute“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD): „Es war im Rahmen unserer Pandemiebekämpfung ein Paradigmenwechsel.“ Es zeigten sich die Erfolge, gerade für die Älteren, die Todeszahlen gingen zurück, so Müller. Dabei bemerkte der Sozialdemokrat offenbar gar nicht, dass er damit der großen Linie widerspricht – der Verschärfung der Grundrechts-Einschränkungen und Einschränkungen der Freiheit.

Söder sagte: „Wir sind jetzt in der gefährlichsten Phase überhaupt“. Sagte er so was früher nicht auch schon? „Wir sind jetzt in einer ganz neuen Pandemie“, so der Bayer synchron mit der Bundeskanzlerin. Er betonte, die neue Mutation sei deutlich gefährlicher als die bisherige Virus-Variante: „Ungeduld darf nicht zu unserer Schwäche werden.“ Menschen, die das Land verlassen wollen, warnte Söder, man müsse dann bei der Rückkehr die Konsequenzen tragen, etwa durch eine Testpflicht: „Ohne einen entsprechenden Test kann man dann nicht zurückkommen“. Ob das mit dem Grundgesetz vereinbar ist, Deutschen die Einreise ins eigene Land zu verweigern, sei dahingestellt. „Unser klares Ziel ist, die Pandemie zu bekämpfen, und sich ihr nicht zu ergeben“, so Söder im Stile eines Kriegsherren.

Journalisten als Einpeitscher

In der anschließenden Pressekonferenz kamen wie fast immer bei dieser Gelegenheit die gleichen Journalisten zu Wort. Wirklich kritische Fragen blieben aus, es wurden eher brav Stichworte geliefert. Und eingepeitscht. Eine Kollegin fragte: „Muss man das auch härter durchsetzen, da die Zahlen für viele ihren Schrecken verloren haben, muss man da mit Bußgeldern noch strenger vorgehen?“

Zuvor hatte sich der Krach auf dem Gipfel nicht mehr verheimlichen lassen: Die Kanzlerin war unzufrieden mit dem Verlauf, es war ihr so nicht hart genug. Während die Kanzlerin, die nicht mehr für Wahlen antritt und einen gewissen Hang zur harten Hand hat, auf massive weitere Einschnitte in die Grundrechte der Bürger bestand, regte sich bei den Ministerpräsidenten, die näher an den Bürgern dran sind als die Regierungschefin in Berlin, Widerstand. Viele von ihnen wissen, dass die Geduld der Bundesbürger mit dem harten Kurs nachlässt.

Die Kanzlerin hatte sich wieder einmal als Hardlinerin gezeigt auf der Konferenz. Als die Diskussion auf den Inlandsurlaub zu sprechen kam, mahnte die Kanzlerin laut Bild: „‘Wir beschließen heute, dass wir das einhalten, was wir letztes Mal beschlossen haben. Und das in einer Zeit exponentiellen Wachstums. Das ist zu wenig.‘ Weil zumindest die Küstenländer Inlandsreisen teilweise erlauben wollten, kam es dann zur stundenlangen Pause.

Merkel konnte sich damit erneut weitgehend durchsetzen, nur ihre radikalsten Forderungen wie Ausgangssperren und Schließung der Supermärkte über die Feiertage musste sie fallen lassen. Offenbar hatten die Ministerpräsidenten darüber hinaus nicht den Mut, bei ihren Positionen zu bleiben. Sie geben einer Regierungschefin nach, die nicht mehr zur Wahl antritt und in fast 16 Jahren an der Macht den Bezug zu den Wählern zu einem großen Teil verloren hat, Aus Feigheit gehen sie lieber mit der sturen Kanzlerin in den politischen Abgrund, als etwas politischen Mut zu beweisen und auf die Stimmungen im Land zu reagieren. „Merkel agiert wie alte germanische Fürsten, die ihre Gefolgschaft mit sich ins Grab nehmen, nur dass es in ihrem Fall ein politisches Grab ist“, kommentierte der frühere russische Vize-Regierungschef Alfred Koch das Vorgehen der Kanzlerin. Mit dem „politischen Grab“ könnte er aber etwas voreilig sein. Ob Merkel wirklich im Herbst abtritt, halten zumindest Skeptiker für keineswegs ausgemacht.

Einen ganz anderen Weg als Deutschland geht Österreich. Die Alpenrepublik verzichtet auf weitere Einschränkungen in der Corona-Krise, obwohl die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei rund 240 liegt. Der bisherige Weg eines fast beispiellosen intensiven Testens werde noch ausgebaut, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag in Wien, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schreibt: „Gesundheitsminister Rudolf Anschober nannte die millionenfachen Tests ein ‘innovatives Gegenprogramm‘, um die Ausbreitung anders als mit Verschärfungen zu bekämpfen. Zur Bewertung der Lage werde gerade in den nächsten Monaten nicht nur der Inzidenzwert herangezogen, sondern vor allem auch die Auslastung auf den Intensivstationen und die Durchimpfungsquote der über 50-Jährigen.“

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Epoch Times: Dramatischer Appell an die WHO: Top-Virologe warnt vor Massensterben durch Corona-Impfungen

„Wir werden einen enormen Preis für die Corona-Massenimpfkampagne zahlen“, sagt ein führender Virologe und Impfentwickler. Er fordert die WHO auf, die Impfkampagnen weltweit „sofort“ zu stoppen.

Einer der weltweit führenden Virologen und ein starker Befürworter von Impfstoffen schlägt Alarm. Geert Vanden Bossche, der im Bereich der Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung für die Pharmaunternehmen Novartis und GlaxoSmithKline, sowie für die Organisation GAVI und die Bill & Melinda Gates Stiftung tätig war, warnt, dass die Massenimpfkampagnen gegen das Corona-Virus, eine globale Katastrophe „epischen Ausmaßes“ auslösen wird.

lesen Sie bitte hier weiter:

https://www.epochtimes.de/politik/ausland/dramatischer-appell-an-die-who-top-virologe-warnt-vor-massensterben-durch-corona-impfungen-a3473412.html

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Der Experte wandte sich diesbezüglich in einem offenen Brief direkt an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bossche ist so besorgt über die aktuellen Impfmaßnahmen, dass er die Organisation der Vereinten Nationen in einem dringenden Appell auffordert, alle Impfkampagnen gegen das Corona-Virus weltweit „sofort“ zu stoppen. Wenn dies nicht geschehe, würden sich „viel infektiösere“ Virusvarianten nur noch verstärken und schließlich ein Massensterben der Menschen verursachen.

Im Brief schreibt er: „Ich bin alles andere als ein Impfgegner. Als Wissenschaftler berufe ich mich normalerweise nicht auf eine solche Plattform, um zu Impfstoff-bezogenen Themen Stellung zu beziehen. Als engagierter Virologe und Impfexperte mache ich nur eine Ausnahme, wenn Gesundheitsbehörden zulassen, dass Impfstoffe in einer Weise verabreicht werden, die die öffentliche Gesundheit gefährdet. Und vor allem dann, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert werden. Die gegenwärtige, äußerst kritische Situation zwingt mich dazu, diesen Notruf zu verbreiten. Da das beispiellose Ausmaß der menschlichen Beteiligung an der Covid-19-Pandemie zu einer globalen Katastrophe ohnegleichen zu führen droht, kann dieser Aufruf nicht laut und deutlich genug ertönen und stark genug sein.“

Bossche betont, keine Kritik an dem Impfstoff selbst zu üben. Die bisher zugelassenen Corona-Impfstoffe seien von „einfach brillanten“ Menschen entwickelt worden. Aber, sagt er: „Bitte den richtigen Impfstoff am richtigen Ort verwenden. Und verwenden Sie ihn nicht in der Hitze einer Pandemie bei Millionen von Menschen.“

 „Unkontrollierbares Monster“

Die Impfung von Menschen gegen das Corona-Virus mitten in einer Pandemie wird seiner Ansicht nach dazu führen, dass das Virus ansteckender wird. Damit werde auch die Resistenz der Viren gegen die Impfstoffe weiter zunehmen. Zudem wird laut Bossche die Massenimpfung gegen das Corona-Virus „höchstwahrscheinlich die adaptive Immunflucht weiter verstärken, da keiner der aktuellen Impfstoffe die Übertragung der viralen Varianten verhindert.“

Eine Immunflucht bedeutet, dass ein mutiertes Virus die angeborene Immunität des Körpers überlistet. Gegen das mutierte Virus hilft dann auch die Corona-Impfung nicht mehr. Und da immer mehr Menschen gegen Corona geimpft werden, würden solche Varianten, die bereits im Umlauf sind, verstärkt auftauchen und eben immer infektiöser. Und somit wird aus dem „recht harmlosen Virus ein unkontrollierbares Monster“, erklärt der Experte in einem Interview mit Dr. Philip McMillan nach Veröffentlichung des Briefs an die WHO.

Prophylaktische Impfstoffe sollten niemals bei Populationen eingesetzt werden, die bereits einem hohen Infektionsdruck ausgesetzt sind. Dies ist Grundwissen in der Vakzinologie, das laut Bossche bereits im ersten Jahr der Ausbildung gelehrt wird. Das werde aber zum jetzigen Zeitpunkt weltweit praktiziert.

„Wir werden einen hohen Preis dafür zahlen. Und ich werde emotional, weil ich an meine Kinder denke, an die jüngere Generation. Ich meine, es ist einfach unmöglich, was wir hier tun. Wir verstehen die Pandemie nicht“, so Bossche.

Immunsystem zerstört

Der Virologe übt auch scharfe Kritik am Lockdown. Vor allem, dass man jungen Leuten, die bekanntlich nicht zur Risikogruppe gehören und ein gutes Immunsystem haben, den Kontakt zu anderen Menschen verbiete, sei für ihn unverständlich.

Tatsächlich seien durch die staatlich verordneten Abriegelungen und Gesichtsverhüllungen schon Varianten entstanden, die auf eine potenzielle Immunflucht hindeuten. „Diese werden sich jetzt, da die Massenimpfung gegen die chinesischen Keime in vollem Gange ist, nur noch verstärken.“ Dies sei auch wissenschaftlich belegt, betont Bossche.

Der Wissenschaftler warnt auch davor, dass die Impfung während der Pandemie das Immunsystem zerstört. Er sei „mehr als besorgt“ darüber, was dieser virale Ausbruch anrichten wird. Die Menschheit wird durch die Impfstoffe „eine schwere Schädigung der angeborenen Immunität“ erleiden. Diese Schädigung beschränke sich aber nicht nur auf Geimpfte. Die Geimpften würden mutierte Viren an die Ungeimpften weitergeben und damit eine globale Gesundheitskrise auslösen. Und dies würde weitaus schlimmer ausfallen, als das, was bei einem natürlichen Verlauf der Pandemie geschehen wäre.

Die selektive Immunevasion begünstigt auch die weitere Verbreitung hochinfektiöser Stämme, da die Massenimpfung die Impfstoffempfänger zunehmend zu asymptomatischen Spreadern macht. Letztere übertragen hochinfektiöse Viren auf die ungeschützten oder noch nicht infizierten Personen. Dies ist genau das Gegenteil von dem, was die Impfstoffe tun sollten“, so der Mediziner.

Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die angeborene Immunität „vollständig verloren geht“ – die angeborene Immunität bezieht sich auf die natürliche Fähigkeit des Körpers, Krankheitserreger durch eine reichhaltige, variantenreiche, unspezifische Immunität abzuwehren.

„Genügend wissenschaftliche Beweise wurden auf den Tisch gebracht. Leider bleiben sie von denen, die die Macht haben zu handeln, unberührt. Wie lange kann man das Problem ignorieren, wenn es derzeit massive Beweise dafür gibt, dass die virale Immunflucht inzwischen die Menschheit bedroht? Wir können kaum sagen, wir hätten es nicht gewusst – oder wären nicht gewarnt worden“, betont Bossche.

Dass eine Massenimpfung die virale Immunflucht vorantreibt, wird man bei der Infektiosität und den Morbiditätsraten in den Ländern beobachten, die bereits Millionen Menschen in nur wenigen Wochen geimpft haben. Bossche nannte die Beispiele: Großbritannien, Israel und die USA. Während sich diese Länder über sinkende Infektionsraten freuen, würden sie in den nächsten Wochen „zweifellos“ einen steilen Anstieg der Covid-19-Fälle erleben.

Auf den steilen Rückgang, den wir im Moment sehen, könnte ein kurzlebiges Plateau folgen. Aber, ein anschließender steiler Anstieg der (schweren) Krankheitsfälle ist unvermeidlich“, so der Virologe.

Man müsse dies klar ansprechen, denn „es geht um die Menschheit“, betont er. „Es geht um jeden. Richtig. Und ich setze alles aufs Spiel, weil ich meine Hausaufgaben gemacht habe. Es ist einfach eine moralische Verpflichtung. Eine moralische Verpflichtung.“ (oz)

Alexander von Paleske: Neue Studien legen nahe: Corona wird bleiben – trotz Impfung

Die grosse Hoffnung, die Covid-19 Pandemie mit Impfstoffen zu besiegen, entpuppt sich mehr und mehr als Illusion. Alles deutet vielmehr darauf hin, dass der Erreger von Covid-19, das SARS-Corona Virus 2 (SarsCov-2), durch Massenimpfung nicht eliminiert werden kann.

Was bleibt ist die Hoffnung auf einen milderen Krankheitsverlauf nach einer Impfung, bzw. nach einer durchgemachten Infektion.

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Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Zwei Studien, die eine aus Dänemark, die zweite aus Brasilien, beide veröffentlicht in der hochangesehenen Medizinzeitschrift  LANCET, zeigen, dass selbst eine durchgemachte Infektion mit dem Coronavirus, die,  wie bei vielen anderen  Infektionskrankheiten eine stärkere Immunantwort auslöst als Impfungen, nicht absolut vor einer Reinfektion schützt, anders als beispielsweise Infektionen mit den Kinderkrankheiten Masern, Mumps und Keuchhusten.

In Brasilien kam es in der Stadt Manaus – trotz Herdenimmunität von 75% – zu einer neuen Welle von Infektionen.

Ältere Menschen, geringere Immunantwort

Grundsätzlich wird aufgrund der dänischen Studie der Schutz vor einer Neuinfektion nach durchgemachter Infektion für den jetzt überblickbaren Zeitraum, also 1 Jahr, auf insgesamt 80% geschätzt. Bei älteren Personen beträgt der Schutz vor einer Reinfektion offenbar jedoch nur 50% – oder sogar weniger.

Auch ist bisher völlig unklar, wie lange der Schutz vor einer Neuinfektion nach einer durchgemachten Infektion, bzw. nach einer Impfung, selbst bei jüngeren immunkompetenten Personen, tatsächlich anhält.

Heilpraxisnet vom 21.3. 2021

Keine Ueberraschung

So ist es keine Ueberraschung, dass die ersten Meldungen über Infektionen trotz Impfung  bzw. durchgemachter Infektion  einlaufen, insbesondere aus Altenheimen.

 Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Die Impfungen werden, wie bei einer Grippeimpfung, wiederholt werden müssen, da von einer lebenslangen Immunität keine Rede sein dürfte, wobei noch fraglich ist, ob die bisherigen Impfstoffe überhaupt erneut eingesetzt werden können:

  • Zum einen, weil sich Mutanten genbildet haben, die einer Immunantwort ganz oder teilweise entgehen könnten: so hat die Astra-Zeneca-Impfung gegen die südafrikanische Mutante nur eine Wirksamkeit von rund 20%, schützt aber – bisher – vor einem schweren Krankheitsverlauf.
  • Zum anderen, weil bei den bisher eingesetzten Vektor-Impfstoffen, wo ein Virus den Bauplan für die Herstellung der Vakzin in die Körperzelle transportiert, dieselben Viren nicht mehr eingesetzt werden können, da sich Antikörper gegen diese gebildet haben dürften. Unklar ist, ob das auch für die Hüllsubstanz der Biontech-Pfizer m-RNA Impfstoffe gilt.
  • Weil außerdem durch Neumutationen – die bei Reinfektionen eher an Wahrscheinlichkeit zunehmen – selbst die bisher wirksamen Impfstoffe teilweise oder ganz unwirksam werden.

Schutzmassnahmen müssen weiterlaufen

Dies bedeutet, dass die Schutzmassnahmen – auch nach einer Durchimpfung der Bevölkerung – weiterlaufen müssen, möglicherweise weniger strikt, aber an eine vollständige Rückkehr zur Vor-Covid-Ära zur Zeit nicht zu denken ist.

Ausserdem: dass ständig nach neuen Mutationen gefahndet werden muss und nach Impfstoffen gegen diese Mutanten.

Landesregierungen: Entwurf der SPD-regierten Bundesländer für Corona-Gipfel am 22.03.2021

Quelle des Entwurfs: clubderklarenworte.de/wp-content/uploads/2021/03/2021.03.20-Entwurf-BV-MPK-Stand-20.40.pdf

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fassen folgenden Beschluss:

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder danken  den  Bürgerinnen  und  Bürger  für  ihre  Solidarität  im  Kampf  gegen  die Pandemie bei den derzeit erforderlichen Beschränkungen. Nach zwischenzeitlich deutlich sichtbaren Erfolgen bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens zeigt die aktuelle Entwicklung – insbesondere aufgrund der hohen Verbreitung von Covid-19- Varianten wie der inzwischen dominanten Variante B.1.1.7 – wiederum ein starkes Infektionsgeschehen und eine exponentielle Dynamik.

A n g e s i c h t s   d e r   d u r c h   d i e   C o v i d – 1 9   Va r i a n t e n   b e s c h l e u n i g t e n   a k t u e l l e n Infektionsdynamik bedarf es weiterhin konsequenter Maßnahmen. Insbesondere Kontakte in Innenräumen müssen aufgrund der dort erhöhten Infektionsgefahr weitestgehend vermieden oder mit umfassenden Schutzmaßnahmen wie dem verpflichtenden Tragen von Masken mit hoher Schutzwirkung und der Nutzung von Schnelltests verbunden werden. Um das Übergreifen von Infektionen aus Regionen mit höheren Inzidenzen in Regionen mit niedrigeren Inzidenzen weitestgehend einzudämmen, muss auch die Mobilität weiterhin eingeschränkt und auf das absolut notwendige reduziert werden.

Vo r   d i e s e m   H i n t e r g r u n d   v e r e i n b a r e n   d i e   B u n d e s k a n z l e r i n   u n d   d i e Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder:

1.   Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss k e i n e   a b w e i c h e n d e n   F e s t l e g u n g e n   t r i f f t .   D i e   L ä n d e r   w e r d e n   i h r e Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum [XX. April 2021] verlängern.

2.   Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es gerade in der aktuellen Phase der Pandemie erforderlich, dass auch die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten regelmäßige Testangebote machen. Diese sollen pro Woche das Angebot von mindestens zwei Schnelltests  umfassen.  Die  Bundesregierung  wird  hierfür  die  entsprechenden Regelungen bis Ende März erlassen und einen Rahmen schaffen, auf dessen Basis die Arbeitgeber entsprechende Testbescheinigungen ausstellen.

3.   Zukünftige Öffnungsschritte werden maßgeblich von der konsequenten Testung der Bürgerinnen und Bürger abhängen. Es ist wichtig, die für die Wirksamkeit von Teststrategien  notwendige  Akzeptanz  und  die  erforderliche  Verfügbarkeit  von Tests sicherzustellen. Zugleich soll das Vertrauen in die Ergebnisse von Selbsttests gewährleistet werden, wenn diese zur Inanspruchnahme von Öffnungen vorgelegt werden. Daher wird der Bund in die Erstattungsregelung der Testverordnung  kurzfristig  die  Erstattung  der  Kosten  für  die  Durchführung  von S e l b s t t e s t s   u n t e r   A u f s i c h t   u n d   d i e   v e r l ä s s l i c h e   D o k u m e n t a t i o n   d e s Testergebnisses aufnehmen.

4. Um einen Fortgang des exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen entgegenzuwirken, ist es grundsätzlich notwendig, die epidemiologisch relevanten Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg zu Arbeit zu reduzieren. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fordern Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber daher auf, die SARS-CoV-2- Arbeitsschutzverordnung weiterhin konsequent anzuwenden und durch großzügige Homeoffice-Lösungen mit stark reduziertem Präsenzpersonal umzusetzen oder ihre Büros ganz geschlossen zu halten. Wo Homeoffice nicht möglich ist, sind immer dann, wenn sich mehrere Personen in einem Raum aufhalten, verpflichtend medizinische Masken zu tragen. Diese Verpflichtung  wird  der  Bund  in  die  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung aufnehmen.

5.   Im  Rahmen  von  zeitlich  befristeten  Modellprojekten  ist  es  in  Ländern  und Regionen möglich, mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu untersuchen. Zentrale Bedingungen dabei sind negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und ggf. auch zum Testnachweis,  räumliche Abgrenzbarkeit  auf  der  kommunalen  Ebene  und  eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst.

6.   [Das  Konzept  des  „kontaktarmen      Urlaubs“  kann  für  Bürgerinnen  und Bürger des jeweils eigenen Landes unter Beachtung der geltenden Kontaktbeschränkungen, strengen Hygieneauflagen und der Umsetzung eines Testregimes ermöglicht werden.    Dies umfasst Beherbungen und Übernachtungen,  bei  denen  eigene  sanitäre  Anlagen  genutzt  und  Essen über Selbstversorgung organisiert werden kann. Dies trifft für Apartments und Ferienwohnungen oder für Wohnwagen und Wohnmobile auf entsprechenden Stellplätzen und Campingplätzen zu.]

7.   [Sollte die epidemiologische Lage eine wirtschaftlich relevante Öffnung zu Ostern nicht möglich machen, ist über die bisherigen Hilfsprogramme hinaus ein Sonderprogramm des Bundes, insbesondere für Tourismus und damit verknüpfte Bereiche, aber auch für weitere Unternehmen, die ebenfalls seit November (bzw. Dezember) geschlossen sind, unabdingbar.]

8.   Das Auftreten  von  Covid-19  Varianten  und  deren  weltweite  Verbreitung  haben gezeigt, dass der grenzüberschreitende Reiseverkehr auch weiterhin auf das absolut erforderliche Mindestmaß begrenzt werden muss. Reisen, insbesondere Urlaubsreisen ins Ausland müssen daher unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland verbunden sein. Da insbesondere bei beliebten Urlaubszielen damit zu rechnen ist, dass Urlauber aus zahlreichen Ländern zusammentreffen und sich Covid-19 Varianten leicht verbreiten können, müssen diese daher unverzüglich und unabhängig von den dortigen lokalen Inzidenzwerten in eine Überarbeitung der    entsprechenden Verordnungen durch die Bundesregierung bis Ende März einbezogen werden.

9.   Die  Bundeskanzlerin  und  die  Regierungschefinnen  und  Regierungschefs  der Länder werden im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am [XX. April 2021] erneut beraten.

Rubikon: Die Test-Orgie

Die Corona Schnelltests im Selbstversuch werden von der Politik als Ausweg aus dem Lockdown verkauft. Aber das RKI fürchtet um seine Testpfründe und -zahlen.

Nun soll es den PCR-Test in der Do-it-yourself-Variante für Jedermann geben. Das RKI erläutert den Umgang mit solchen Tests — in Wahrheit verdammt er sie und lässt sich dabei tief in die Karten schauen. Ein Kommentar von Walter van Rossum, Autor des soeben im Rubikon-Verlag erschienen Buches „Meine Pandemie mit Professor Drosten“.

von Walter van Rossum

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

rubikon.news/artikel/die-test-orgie

Man kann sich eine gewisse Bewunderung nicht ganz verkneifen. Die Art und Weise, wie Professor Christian Drosten als PCR-Sieger durchs Ziel schoss, weltweiten Ruhm erntete und mit einiger Wahrscheinlichkeit dafür den Palmarès der Drittmittelbeschaffung verdiente, war schon ein Husarenstück sondergleichen (1).

Nun gut, Drosten ist eine Nummer für sich. Aber wie steht es mit der wissenschaftlichen, der journalistischen und der politischen Elite, die ihm seinen Quatsch ungeprüft abgekauft hat?

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist eine gängige Methode in der Molekularbiologie oder Biochemie.

Jeder, der damit zu tun hat, weiß, dass dieser sogenannte Inhouse-Test ein Werkzeug der Forschung ist, aber von diversen Gesundheitsbehörden, Herstellern und gar vom Erfinder dieses Tools, Kary Mullis, ausdrücklich als nicht zu diagnostischen Zwecken geeignet bezeichnet wird — es sei denn in Verbindung mit einer eingehenden klinischen Untersuchung. Und da die verbreitetsten Symptome von Covid-19 Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind, müsste diese klinische Untersuchung schon ziemlich gründlich sein. Vermutlich durchgeführt wurde sie aber wohl nur bei jenen vom „neuartigen“ Coronavirus Befallenen, die schwer erkrankt waren. So wurde ein PCR-Test, der nie molekularbiologisch validiert (2) und fast immer missbräuchlich angewandt wurde, zum Maß einer Pandemie, deren Management gerade für den Kollaps der irdischen Realitäten sorgt.

Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass man mit PCR-Tests fast alles finden kann — wie schon der Nobelpreisträger Kary Mullis warnend festgestellt hatte. Doch gegebenenfalls kann man auch nichts finden — alles eine Sache der Einstellung, mit der man Pandemien aufblasen, aber auch wieder abschwellen lassen kann.

Das ist vermutlich auch der entscheidende Grund, warum das Robert Koch-Institut (RKI) und artverwandte „Experten“ unverdrossen behaupten: „Der Nachweis von SARS-CoV-2 mittels RTPCR ist der Goldstandard“ (3).

Wie kann etwas zum Goldstandard erhoben werden, das 80 Prozent der Fälle zu Infizierten ohne Symptome macht beziehungsweise leichte Allerweltssymptome zur Infektion erhebt — auch wenn diese nicht infektiös ist?

Was heißt überhaupt „Goldstandard“? Was wäre der Goldstandard bei einer Blinddarmentzündung oder einem Herzinfarkt? Bei Fieber würde man vermutlich das Thermometer zum Goldstandard erklären. Was natürlich Unfug wäre, denn ein Thermometer misst Temperatur, aber von Fieber spricht man erst bei einer Körpertemperatur über 37,5 Grad.

Um infektiöses Virus nachzuweisen, müsste man den PCR-Test bei ca. 30 Ct abriegeln. Ct ist der Amplifikationswert der PCR-Methode. Man könnte es eine chemische Lupe nennen. Bei einem Ct von 30 hat man es mit einer Vergrößerung von 1 Milliarde zu tun, bei 40 Ct-Zyklen geht es um eine Vergrößerung von 1 Billion der gesuchten Moleküle. Zu Beginn des Auftretens ernstzunehmender Symptome ist die Viruslast am höchsten, nämlich circa 100 Millionen RNAs pro Mikroliter (= 0,001 Milliliter). Dem entspricht aber ein sehr geringer Amplifikationswert.

Das RKI glaubt, festgestellt zu haben, dass unter 50 RNAs pro Mikroliter keine Zellkultur mehr anzüchtbar sei, das heißt, spätestens bei einem Ct-Wert von 30 bis 32 kann Infektiosität ausgeschlossen werden.

Man müsste sich jetzt nur entscheiden, zwischen 100 Millionen und 50 RNAs eine definitorische Grenze zu ziehen, also einen entsprechenden Ct-Wert festzulegen, dann käme der PCR-Test einem Goldstandard ziemlich nahe — zumal in Verbindung mit einer klinischen Anamnese. Und dass man dies so beharrlich unterlässt, ist ein klarer Hinweis auf den vorsätzlichen Willen zur Pandemie. Immer vorausgesetzt, dass die gesuchten RNAs tatsächlich unverwechselbare Moleküle von SARS-CoV-2 sind und dieses Virus der Erreger von Covid-19 ist. Im Übrigen kann man nicht oft genug darauf hinweisen, dass die Probleme von PCR-Tests fast allen Labormitarbeitern geläufig sein dürften. Es geht hier nicht um Spitzfindigkeiten, sondern um Routine. Insofern darf man davon ausgehen, dass das Kartell des Schweigens bedrückend groß ist.

Die Schnell-Tests

Doch weil PCR-Tests teuer, kompliziert und langsam sind, kommen jetzt Schnelltests zum Einsatz, bei denen der einfache Mann Stäbchen in sich einführen darf oder in Reagenzien spucken soll. Wenige Minuten später wird ihm das Ergebnis angezeigt, dann weiß er, ob er positiv oder negativ ist. Bei positivem Ergebnis muss allerdings noch ein PCR-Test für definitive Klarheit sorgen, bei negativem Ergebnis kann er sich wiederum nicht in Sicherheit wiegen, denn solche Antigen-Diagnostika sind nicht sonderlich genau — behauptet das RKI: Sie „weisen allerdings eine geringere Sensitivität und Spezifität als PCR-Tests auf, was zu einer höheren Anzahl falsch negativer beziehungsweise falsch positiver Testergebnisse führen kann“ (4).

Um eine CE-Kennzeichnung zu erhalten, müssen die Hersteller nur nachweisen, dass das Produkt ausreichend gebrauchstauglich für die Anwendung durch Laien ist. Sobald dieser Nachweis erfolgt ist, gilt der Test als marktreif. „In Europa können In-vitro-Diagnostika alleinig unter Veröffentlichung von durch die Hersteller selbst generierten Validierungsdaten vertrieben werden; eine unabhängige Validierung muss hier nicht durchlaufen werden. Eine ‚Zulassung‘ im engeren Sinne ist Medizinprodukterechtlich nicht vorgesehen.“

Wie tauglich diese Schnelltests sind, wird also nicht behördlich überprüft. Alle Angaben dazu stammen von den Herstellern, und wie zu erwarten, geben sich diese begeistert.

„Ob in Fachkreisen bekannt ist, dass die Herstellerangaben zur Sensitivität und Spezifität von Antigentests auf PCR-positiven Proben beruhen und zudem in der Praxis davon stark abweichen können, ist zusätzlich unklar“, heißt es im zitierten Text des RKI, der sich wie ein ellenlanger Warnhinweis liest.

Dabei erhält man auch Einweisungen in die Abgründe des Testwesens. Dazu gehören die Merkmale Sensitivität und Spezifität.

Die Sensitivität gibt Auskunft darüber, wie genau ein Test Infizierte ermittelt, während Spezifität den Anteil derer ausdrückt, die fälschlicherweise positiv getestet wurden (falsch Positive).

Wenn man aber jetzt ermitteln will, mit wie hoher Wahrscheinlichkeit ein Testergebnis auch zutrifft, muss man auf die Prävalenz zurückgreifen, die besagt, wie viel Prozent einer bestimmten Population infiziert sind. Daraus sollte sich dann ein Vorhersagewert errechnen lassen. Der positive Vorhersagewert beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person auch wirklich infiziert ist, wenn sie positiv getestet wurde. Der negative Vorhersagewert beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person nicht infiziert ist, wenn sie negativ getestet wurde.

Dummerweise ist die Prävalenz aber auch nur ein grober Schätzwert, denn man weiß nicht, wie viele Menschen etwa in Köln oder in Greifswald zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich infiziert sind. Grob zusammengefasst gilt: Je höher die Prävalenz, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Testergebnis zutrifft. In einem erläuternden Beispiel geht das RKI von einer sehr niedrigen Prävalenz von 0,22 Prozent aus.

„Bei der Verwendung eines Antigentests mit einer klinischen Sensitivität von 60 Prozent bei asymptomatischen Personen und einer Spezifität von 97 Prozent beträgt der negative Vorhersagewert des Antigentests circa 99,91 Prozent. Der positive Vorhersagewert beträgt dann 4,17 Prozent. Diese Werte hängen jedoch stark von weiteren Variablen ab (Testzeitpunkt; Qualität der Probennahme; Qualität des verwendeten Tests).“

Also ist der negativ Getestete zu 99,1 Prozent wahrscheinlich wirklich negativ, und die positiv Getesteten sind zu 4,17 Prozent auch wirklich positiv.

Schnelltest versus PCR-Test

Dabei fällt auf, dass das RKI besonders niedrige Sensitivitätswerte und Prävalenzwerte in seinem Beispiel ansetzt. Das könnte bedeuten, dass man den Herstellerangaben zutiefst misstraut, die durchweg behaupten, die Performanz ihrer Schnelltests liege bei mindestens 95 Prozent. Wenn aber die Sensitivität wirklich so niedrig ist, wie in der Beispielrechnung angesetzt, dann hält das RKI die Schnelltests für eine Falle.

Jede Menge real Positiver wähnen sich negativ und verhalten sich entsprechend. Das könnte die dunklen, aber öffentlich nicht sehr schlüssig begründeten Prophezeiungen (5) von Lothar Wieler erklären, bis Ostern könnten die Inzidenzwerte auf 300 und mehr steigen.

So gesehen würde die Leitung des RKI sich allerdings gegen die vorsichtigen Lockerungsmaßnahmen der Politik richten. Diese Politik beruft sich aber auf funktionierende Schnelltests. Das RKI „entlarvt“ das als gefährliche Augenwischerei. Aber warum überprüft die Behörde dann nicht einfach die „wahre“ Sensitivität der Schnelltests?

Man könnte das auffällig abwertende Statement des RKI gegen die Schnelltests — getarnt als kritische Gebrauchsanweisung — auch ganz anders interpretieren: Die Behörde möchte unbedingt die Kontrolle über das Testgeschehen behalten. Falls nämlich die Antigen-Schnelltests andere Ergebnisse produzieren als die beliebig manipulierbaren PCR-Tests, dann könnte sich bald eine erhebliche Differenz zwischen der Anzahl der PCR-Infizierten und der Anzahl der Schnelltest-Positiven zeigen.

Wir erinnern uns: Wieler und Co haben sich stets mit allen Mitteln gegen eine „anlasslose“ breite Testung gewehrt. Das könne zu einer Häufung von falsch Positiven führen, obwohl man andererseits stets betont hatte, dass der PCR-Test sowohl bei der Sensitivität als auch bei der Spezifität nahezu hundertprozentig arbeite. Im Übrigen hat man sich in der Praxis nie an das Verdikt der anlasslosen Testung gehalten, wenn man die „Infektionszahlen“ hochtreiben wollte.

Die Gebrauchsanleitung für das Aufspüren von „Infizierten“ findet sich in einem geleakten Papier des Innenministeriums, das die Strategie der Kriegsführung gegen das eigene Volk formuliert. Unter der Überschrift „Maßnahmenplanung der Bevölkerung vermitteln“ findet sich unter anderem folgende Anweisung:

„Wenn die Fallsterblichkeit unter diesem Wert (von 1 Prozent) liegt, muss davon ausgegangen werden, dass die Anzahl der Toten nicht richtig gezählt wird. Wenn die Fallsterblichkeit darüber liegt, Tote x 100, so viele Fälle müssten wir finden. Um sie zu finden, braucht man unter sehr guten Bedingungen 20 x mehr Tests als die Anzahl Fälle, die man finden möchte“ (6).

Deshalb begann das RKI ab Juni 2020 die Testzahlen kontinuierlich höher zu fahren. Anfang Oktober war man bei 1 Million Tests — bei einer „Positivenquote“ von 0,77 Prozent. „Anlassloser“ im epidemiologischen Sinne können Tests kaum sein. Der wahre Anlass war offenkundig der politische Auftrag.

Doch den könnten jetzt die Schnelltests torpedieren, wenn sie — wie das RKI insinuiert — eine wesentlich geringere Sensitivität oder, besser gesagt, eine andere Sensitivität hätten als der PCR-Test, bei der also die Masse der „Asymptomatischen“ und der Schnüpfchen nicht anschlügen. Man überliest es schnell: In dem Beispiel, das das RKI nennt, geht es ausdrücklich um die Sensitivität der „Asymptomatischen“. Die „Asymptomatischen“ sind im Grunde jedoch die falsch Positiven des PCR-Tests, der bei einer Einstellung von über 32 Ct auch dann leuchtet, wenn es sich nicht mehr um infektiöses Virus handeln kann. Doch erst die vermeintliche Masse von Infizierten verleiht der Pandemie ihre bedrohliche Wirkung. Und diese propagandistisch wichtige Größe sieht das RKI jetzt durch die neuen Selbsttests bedroht.

Wie auch immer man die Sache betrachtet, die Leitung des RKI arbeitet engagiert an der Verdunklung des realen Infektionsgeschehens und der Aufblähung der Pandemie.

Dazu gehört auch, ständig und in schrillen Tönen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems und insbesondere der intensivmedizinischen Kapazitäten zu warnen.
Im Deutschen Ärzteblatt erschien soeben eine Auswertung der Krankenhausdaten aus dem Jahr 2020 (7). Die Autoren konstatieren für 2020 eine „historisch niedrige Bettenauslastung“, einen Rückgang um 13 Prozent. Für Covid-19-Patienten ergibt sich — gemessen an der vorhandenen Bettenkapazität — „eine durchschnittliche Belegungsquote von 1,3 Prozent. Die höchsten tagesbezogenen Belegungsquoten gab es in der zweiten Dezemberhälfte mit knapp fünf Prozent aller Betten.“

Bezogen auf alle Intensivbetten ergibt sich für Covid-19-Patienten eine Belegungsquote von 3,4 bis 3,6 Prozent. Umgekehrt dürfte die hohe Anzahl von schweren Erkrankungen wie Schlaganfällen oder Herzinfarkten, die unbehandelt blieben, eine erhebliche Auswirkung auf die angenommene Übersterblichkeit des vergangenen Jahres gehabt haben.



Quellen und Anmerkungen:

(1) Zusammengefasst hat die Geschichte: Illa, „Das PCR-Desaster. Zur Genese und Evolution des ‚Drosten-Tests‘“.
(2) Erst im November 2020 hat eine Gruppe von Wissenschaftlern sich der Sache angenommen und den Drosten-Test auseinandergenommen. Pieter Borger et alii: „External peer review of the RTPCR test to detect SARS-CoV-2 reveals 10 major scientific flaws at the molecular and methodological level: consequences for false positive results .“
Dabei kamen erstaunliche Dinge zutage. Selbstverständlich haben die diversen gekauften Zensuragenturen, wie zum. Beispiel Correktiv. diese Arbeit umgehend widerlegt und obendrein den Autoren beschieden, gar keine richtigen Wissenschaftler zu sein.
(3) „Was ist bei Antigentests zur Eigenanwendung zum Nachweis von SARS-CoV-2 zu beachten?“, Epidemiologisches Bulletin 8/2021, Seite 3. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/08_21.pdf?__blob=publicationFile
(4) Ebenda.
(5) https://www.tagesschau.de/inland/rki-prognose-inzidenz-rekord-101.html
(6) Bundesinnenministerium, „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“, Seite 14.
(7) Reinhard Busse, Ulrike Nimptsch, „Covid-19-Pandemie: Historisch niedrige Bettenauslastung“. Deutsches Ärzteblatt 2021, 118 (10), https://www.aerzteblatt.de/archiv/218200/COVID-19-Pandemie-Historisch-niedrige-Bettenauslastung

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Walter van Rossum

Walter van Rossum ist Autor, Medienkritiker und Investigativjournalist. Er studierte Romanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Paris. Mit einer Arbeit über Jean-Paul Sartre wurde er 1989 an der Kölner Universität promoviert. Seit 1981 arbeitet er als freier Autor für WDRDeutschlandfunkZeitMerkurFAZFR und Freitag. Für den WDR moderierte er unter anderem die „Funkhausgespräche“. Zuletzt erschien von ihm im Rubikon-Verlag „Meine Pandemie mit Professor Drosten: Vom Tod der Aufklärung unter Laborbedingungen“.

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Cashkurs: Fed glasklar ultralocker – USA forciert verantwortungslose Eskalation

Der Finanzmarkt nahm gestern bis zur Zinsentscheidung eine abwartende Haltung ein. Um 19 Uhr setzte dann Bewegung ein. Der FOMC der US-Notenbank drückte sich glasklar aus und schrieb faktisch die ultralockere Zins- und Geldpolitik fort. Das forcierte dann Marktbewegungen. Der US-Präsident forcierte derweil den Eklat mit der russischen Führung, unterstellte Einmischung in die jüngsten US-Präsidentschaftswahlen, ohne jedwede Beweise vorzulegen, drohte Russland Konsequenzen an und bezeichnete Putin als einen Mörder. (Autor: Folker Hellmeyer)

lesen Sie bitte hier weiter:

https://www.cashkurs.com/anleihen-und-devisenwelt/beitrag/fed-glasklar-ultralocker-usa-forciert-verantwortungslose-eskalation/

reitschuster.de: „Geheime Direktive der Regierung“ zum Gendern? Eine Posse um den „geschlechtergerechten Sprachgebrauch“

Verbreitet reitschuster.de Verschwörungstheorien? Nach Ansicht des Direktors des steuerfinanzierten Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) ist das wohl so. In seinem soeben erschienenen Buch „Sprachkampf – Wie die Neue Rechte die deutsche Sprache instrumentalisiert“ gibt sich Henning Lobin als Leser dieser Seite zu erkennen, freilich als ein sehr oberflächlicher, mit Schwächen in der Texterfassung, die bei einem Wissenschaftler in seiner Position eigentlich nicht vorkommen sollten. Von geheimen Mächten schreibt er sogar.

Ein Gastbeitrag von Thomas Paulwitz

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Allein der Titel des Buches klingt schon etwas kauzig, vor allem angesichts der Tatsache, daß es sich vornehmlich einer (vermeintlich) „geschlechtergerechten Sprache“ widmet. Wer „instrumentalisiert“ hier? Bei diesem Thema fällt einem zur Zeit als erstes der Dudenverlag ein. Dieser schafft gerade in seinem Wörterbuch das generische Maskulinum ab. Gemäß www.duden.de ist ein Mieter nicht mehr „jemand, der etwas mietet“, sondern nur noch eine „männliche Person, die etwas mietet“. Tritt also ein Verein als Mieter auf, ist er für den Duden eine „männliche Person“ – nur die Genderei macht solchen Unsinn möglich. „Wie der Duden die deutsche Sprache instrumentalisiert“, so könnte also ein Buch heißen.

Geheime Regierungsvorgabe an den Duden?

Doch der Dudenverlag wird in dem Buch ausdrücklich in Schutz genommen. Das erstaunt nicht, denn die Leiterin der Dudenredaktion, Kathrin Kunkel-Razum, hat das Buch höchstpersönlich redigiert und verlegt. Wohlwollend dürfte sie gelesen haben, wie Lobin den Duden gegen die Kritik an der 28. Auflage des Rechtschreibdudens, der im August erschienen ist, verteidigt. In dem orthographischen Standardwerk finden sich, auf den Seiten 112 bis 114, erstmals Empfehlungen zum „geschlechtergerechten Sprachgebrauch“ mit dem zweifelhaften Satz: „Es ist zu beobachten, dass sich die Variante mit Genderstern in der Schreibpraxis immer mehr durchsetzt.“

Gegen die Genderpolitik des Dudens empören sich bis heute zahlreiche Bürger (jederlei Geschlechts). Dazu schreibt nun IDS-Direktor Henning Lobin auf Seite 36 seines neuen Buches: „Manche meinen sogar, dass der Dudenverlag damit einer geheimen Direktive der Regierung folge.“ Zum Beleg verweist Lobin in einer Fußnote auf reitschuster.de. Folgt man dieser Adresse, ist dort aber gar nicht von einer geheimen Direktive die Rede. Sie ist offenbar so geheim, daß sie nur im Kopf Lobins existiert. Oder steht es in Geheimschrift auf reitschuster.de?

Ist der IDS-Direktor schlampig oder unredlich?

Daß ein Wissenschaftler eine solche Unwahrheit verbreitet, ist erstaunlich. Ist es Schlampigkeit oder Unredlichkeit? Beides wäre kein Gütesiegel für den Leiter eines Instituts, das den Steuerzahler Millionen kostet. Denn weder gab es eine Direktive aus der Bundesregierung, sondern die Forderung einer Ministerin, noch wurde diese geheim erhoben, sondern ganz öffentlich in einer Tageszeitung. So steht das alles auch völlig richtig bei reitschuster.de.

Am 6. September 2020 erschien auf reitschuster.de der – deutlich mit Fragezeichen versehene – Beitrag „Drückt die Regierung den Genderstern durch?“. Darin wird beschrieben, wie sich der Duden als Mitglied der Regierungsorganisation „Rat für deutsche Rechtschreibung“ in diesem Rat für den Genderstern starkmacht. Auffällig ist dabei, daß der Duden damit einer Forderung aus der Bundesregierung nachkommt.

Gender-Gegner sind ’neurechts‘

Bereits im Mai 2018 hatte nämlich die seinerzeitige Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) im Berliner „Tagesspiegel“ gefordert, den Genderstern in den Duden aufzunehmen. Rechtschreibrätin Kathrin Kunkel-Razum, zugleich Leiterin der Duden-Redaktion, hatte danach in der Arbeitsgruppe „Geschlechtergerechte Schreibung“ des Rats für deutsche Rechtschreibung für den Genderstern geworben. Im Jahr 2020 wurde dann tatsächlich das Wort „Genderstern“ in den Duden aufgenommen, zusammen mit den erwähnten drei Seiten zum „geschlechtergerechten Sprachgebrauch“.

Von einer „geheimen Direktive der Regierung“ kann also gar keine Rede sein. Über den Beweggrund Lobins, Unwahrheiten zu verbreiten, kann man nur rätseln. Ganz offensichtlich kommt es ihm jedoch in seinem neuen Buch darauf an, Gegner des Genderns als „neurechts“ und Anhänger von Verschwörungstheorien anzuprangern. Wenn sachliche Argumente fehlen, diskreditieren eben manche leider gern ihre Gegner als Rechtsradikale und Spinner. Henning Lobin unterstellt dem Gespenst „Neue Rechte“ „Verschwörungstheorien reinsten Wassers“, da es doch keine Gruppe gebe, die anderen „eine neue Sprache aufzwingen will“ (Seite 158): „Der nationalidentitäre Sprachkampf funktioniert nur im Verbund mit dieser sprachpolitischen Verschwörungstheorie.“

Mit Fug und Recht könnte man hingegen Lobins Behauptung, eine „Neue Rechte“ instrumentalisiere die deutsche Sprache, als Verschwörungstheorie kennzeichnen. Indem er in seinem Buch unbequeme Kritiker vom konservativen Theologen Peter Hahne bis zum linken Kabarettisten Uwe Steimle politisch verdächtigt, „neurechts“ zu sein, baut er in seinem „Sprachkampf“ ein Feindbild auf und betreibt Agitation und Propaganda „reinsten Wassers“.

Steuergelder für Genderpropaganda?

Ein solches Machwerk wie Lobins „Sprachkampf“ rückt das steuerfinanzierte Institut für Deutsche Sprache (IDS) ins Zwielicht. Zwar beeilt sich Lobin zu betonen, daß das Buch keine Veröffentlichung des IDS sei. Auch habe er das Buch außerhalb seiner Dienstzeiten „ausschließlich an Wochenenden und Urlaubstagen“ geschrieben. So könne niemand behaupten, „dass dafür Steuergelder aufgewendet wurden“, baut er etwaigen Vorwürfen vor (Seite 163).

Das ist allerdings wenig glaubhaft. Denn schon eine Seite weiter dankt er Annette Trabold in ihrer Funktion als „Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit des IDS“, daß sie „das fertige Manuskript gelesen und einige wichtige Hinweise gegeben habe“. Ohne das IDS wäre das Buch nicht entstanden. Am Rande einer Jahrestagung des IDS hatte 2020 Lobin mit Kunkel-Razum das Buchprojekt verabredet. Auf seinem Netzauftritt weist das IDS darauf hin, wo man Lobins Buch bestellen kann. Als Anzeige ist es nicht gekennzeichnet.

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache mit Sitz in Mannheim hat laut eigenem Bericht im Jahr 2020 rund 15,5 Millionen Euro institutionell und durch Projektmittel eingenommen. Da das IDS vom Bund und dem Land Baden-Württemberg getragen wird, sind das fast ausschließlich Gelder des Steuerzahlers. Etwa zwei Drittel der Einnahmen werden allein für Personalkosten aufgewendet, rund 10,6 Millionen Euro. Sicher will der Steuerzahler nicht, daß dieses Geld für die Verbreitung von Verschwörungstheorien und Gender-Propaganda verwendet wird.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Thomas Paulwitz (*1973) ist Mitbegründer und Chefredakteur der seit dem Jahr 2000 erscheinenden Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT (Erlangen).
Außerdem ist er Vorstandsvorsitzender der in Düsseldorf ansässigen Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache sowie Vorstandsmitglied und Mitbegründer der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt. 2006 erhielt er den Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten „in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste für einen engagierten unabhängigen Journalismus“. Die Sprachpflegezeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT erscheint vierteljährlich in gedruckter Form und dient den Bürgern, die sich um die deutsche Sprache sorgen, als Sprachrohr. Der Bezug der spendenfinanzierten Zeitschrift ist kostenlos: Postfach 1449, 91004 Erlangen, bestellung@deutsche-sprachwelt.de

Boris Reitschuster: Brauerei verhöhnt in Reklame Kritiker der Lockdown-Politik Massiver „Shitstorm“ gegen Oettinger

Man neigt ja dazu, sich die Vergangenheit schön zu denken. Und vergesslicher wird man auch mit der Zeit. Deshalb hier heute die Frage an Sie: Irre ich mich, dass es in der alten Bundespolitik eher unüblich war, dass sich Firmen in ihrer Werbung über Kritiker der Regierung lustig machten oder diese gar verhöhnten? Dass etwa Knorr in der Suppenwerbung Atomkraft-Gegner verlachte? Oder BMW in seinem neuen Cabrio-Trailer die Friedensbewegung aufs Korn nahm? Zumindest kann ich mich nicht erinnern. Und bis vor einiger Zeit habe ich es für ein Merkmal autoritärer Regimes gehalten, wenn Firmen oder Kombinate sich wie politische Aktivisten geben in ihrer Reklame und Gegner der Regierungspolitik verhöhnen. Denn marktwirtschaftlich macht das ja wenig Sinn – man verprellt damit Kunden. Und dass man sich damit bei der Regierung beliebt macht, bringt in lupenreinen Demokratien keinen nennenswerten Mehrwert.

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Insofern sagt es einiges über die politischen Zustände in Deutschland 2021 aus, was für eine Reklame jetzt die Brauerei Oettinger macht, die gar nicht allzu weit entfernt von meiner Geburtsstadt  Augsburg in der schwäbischen Kleinstadt Oettingen in Bayern sitzt. Also im Lande von Corona-Macho Söder. Die Brauerei ist zwar dafür bekannt, das niedrige Preissegment zu bedienen. Aber zumindest bisher nicht für billige Sprüche:

Die Reklame löste einen Shitstorm auf Facebook aus. Insgesamt wurde sie auf der Seite der Brauerei dort mehr als 3.500 mal kommentiert. Hier ein paar Auszüge:


Rosa Rot

…geht’s eigentlich noch blöder und billiger? Werbung auf Kosten der Mitte der Gesellschaft zu machen? Offensichtlich auch noch im Tiefschlaf, die Firma Oettinger! Viel Spass beim Aufwachen – könnte ungemütlich für das Unternehmen werden! Damit hat sich der Genuss von Oettinger Bier für mich künftig erledigt und ich hoffe, dass mir viele Konsumenten folgen…..


Katja J. KirillovaWenn man sich die Geschichte der Menschheit ansieht, fällt auf, dass immer diejenigen, die offensichtlich im Unrecht waren, sich solcher Mittel bedient haben. Auch heute sind es wieder selbige, die unter kognitiver Dissonanz leiden. Anstelle sich mal ausgiebig mit der Thematik zu befassen, um diskutieren und sinnvolle Argumente hervorbringen zu können, belassen sie es bei Diffamierung und Diskriminierung, wodurch sie sich selbst entlarven. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich über so viel Ignoranz und Überheblichkeit in einer Tour lachen. OeTTINGER kommt auf meine mittlerweile lange Liste derer, die aufgrund ihres Beitrages zur Spaltung auf Lebzeit gemieden werden – nicht, dass ich dieses Gebräu selbst trinken würde – aber ich werde im Freundes- und Bekanntenkreis mit Hilfe dieses Posts davon abraten. Und da mag der ein oder andere bei sein, der die „Pandemie“ für gefährlicher hält, als ich das tue – aber gegen Hetze und gesellschaftliche Spaltung ist jeder von ihnen – das ist, was uns nach wie vor verbindet! Gelebte Demokratie! In diesem Sinne: Ein „Prost“ auf diese strunz-dämliche Marketingidee.


Bernd KlingenbergHier unterschätzt eine Firma die Menge der Querdenker. Es werden auch immer mehr. Den Grund, auf diese Menschen als Kunden zu verzichten, kann ich nicht nachvollziehen.


Karsten LanghansScheisse, ich habe gerade noch ’ne Kiste Oettinger gekauft, war meine letzte!!!!


Michaela SchwarzOeTTINGER Brauerei …. Ja nee ist klar…..werdet zum Alkoholiker und stellt das Denken komplett ein…. Nie wieder Oettinger.


Lucy KlausAuf diesen Zug der Gesellschaftsspaltung aufzuspringen, ist in meinen Augen schon selten dämlich!


Janosch KorellHolt euch ’ne neue Marketing Agentur. Politische Inhalte sind sehr pikant, polarisieren und gehen nach hinten los. Das sollte man sich gut überlegen, hier wurde nicht überlegt. Dass ihr all jene verunglimpft, die für die Verfassung eintreten und gegen die anti-humane Politik und vor den Impfungen warnen, von welchen eine schon ausgesetzt wurde – diese hätte Leben retten können, nun haben Millionen Menschen die Brühe in sich – spricht nicht für euch.


Michael SchöberlHerzlichen Glückwunsch zu diesem erbärmlichen Outing. Eure Marketingabteilung sollte vielleicht in Zukunft eher die Raumpflege übernehmen


Regina RockstedtDemnächst kommt dann der Slogan: Nur Geimpfte dürfen unser Bier kaufen.Kaufe nichts mehr von euch.


Wie politisiert und gespalten muss eine Gesellschaft sein, dass eine Marketingabteilung oder Werbeagentur auf die Idee kommt, eine zumindest nennenswerte Minderheit im Land öffentlich in ihrer Reklame zu diffamieren? Ideologie frisst Hirn, das ist bekannt. Weniger bekannt, aber durch die Geschichte mindestens genauso bewiesen ist, dass Ideologie auch das vernünftige Wirtschaften zerstört. Um zu sehen, wie stark die ideologische Schlagseite in unserer Gesellschaft ist, stelle man sich nur einmal für eine Sekunde vor, eine Firma würde etwa in ihrer Reklame das „Gendern“ in der Sprache lächerlich machen. Ja, Sie haben recht: Das liegt außerhalb des Denkbaren. Und das sollte uns zu fragen geben.

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Boris Reitschuster: Ohrfeige für Merkel & Co: Richter im Saarland kippen Einkaufs-Verbot

Eilentscheidung zwingt Bundesland zur Öffnung

Gar nicht so wenige Läden machen offenbar in Deutschland ihre Türen auf, obwohl sie das nicht dürften – große Ketten eingeschlossen. Das jedenfalls zeigten die Reaktionen auf meinen Beitrag zu solch einer „grauen Öffnung“ in Berlin heute. Aus ganz Deutschland bestätigten Leser ähnliche Erfahrungen. Das zeigt: Die Sehnsucht nach einem Stück Normalität ist groß – und vielleicht auch die Not der Händler. Im Saarland sind solche „grauen Öffnungen“ nun gar nicht mehr nötig. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) des kleinsten Bundeslandes der Republik hat eine beachtenswerte Entscheidung getroffen. Es hat zumindest teilweise die beim „Corona-Gipfel“ von Kanzlerin und Länderchefs vereinbarten Corona-Auflagen für Geschäfte außer Kraft gesetzt. Mitbetroffen: Einkaufen nach Termin sowie die Begrenzung auf einen Kunden pro 40 Quadratmeter.

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Das Urteil ist eine Ohrfeige für die Verfechter und Autoren der aktuellen Corona-Maßnahmen. Umso erstaunlicher ist das Medien-Echo: Es ist zwar wie so oft, dass man die entsprechenden Meldungen durchaus finden kann. Aber in vielen Medien muss man sie eben suchen. Obwohl es von der Relevanz her durchaus ein Thema wäre, das ganz groß aufgemacht werden müsste. Aber offenbar geht da vielen die politische bzw. „Corona-Korrektheit“ über die althergebrachten journalistischen Grundsätze. Nach denen ist ein solches Umkippen der Corona-Regeln durch das oberste Verwaltungsgerichts eines Bundeslandes mehr als brisant – auch wenn es nur im kleinsten Flächenstaat passiert.

Tatsächlich haben die neuen Richtlinien wieder einmal für Ratlosigkeit gesorgt. „Die Vielzahl der Regelungen für den Einzelhandel sorgt bei Händlern und Kunden zunehmend für Verwirrung“, sagte etwa Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), gegenüber der Zeitung „Welt“ in einem Kommentar zu dem Entschluss aus dem Südwesten: „Das Eilverfahren des Gerichts im Saarland zeige die ‘teilweise absurden Folgen‘ der Regelungen auf. Genth sprach von einem ‘Regulierungsdschungel‘, der aufhören müsse. So sei es nicht nachvollziehbar, warum die Geschäfte nicht in ganz Deutschland ihre Türen wieder ohne Terminvergabe öffnen könnten.“

Eine Leserin aus Berlin schrieb mir etwa über ihren Einkauf (ich schreibe die Namen der Geschäfte nicht aus, um ihnen keinen Ärger zu machen): „Bei XXXX unterhielt ich mich mit der Kassiererin. Sie erzählte, dass 430 Kunden in das Geschäft dürfen, weil die Verkaufsfläche es zulässt. Ob diese 430 Kunden allerdings auf die 5 Stockwerke des Geschäfts verteilt sind, ist egal. Sie könnten sich auch allesamt in nur einem Stockwerk befinden … macht Sinn, nicht?! Irrsinnig war auch, dass man bei dm und Rossmann keinen Namen hinterlegen muss, beim direkt daneben liegenden „XXXX XXXXX“ jedoch sehr wohl. Was ist der gesundheitliche Unterschied dieser beiden Geschäfte?!“

Seit Montag ist es zwar Buchhandlungen und Blumenläden erlaubt, auch in den Bundesländern wieder zu öffnen, wo dies bisher nicht gestattet war. 15 Quadratmeter pro Person gelten dort laut „Welt“ als infektionsschutzrechtlich unbedenklich: Für andere Geschäfte jenseits von Supermärkten und Discountern gelten aber andere Einschränkungen. Im Saarland hatte deswegen die Betreiberin eines Computerladens geklagt, sie sah sich durch die Vorschriften ungleich behandelt.

Das Gericht teilt die Auffassung laut „Welt“ und äußerte „erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Betriebseinschränkungen. Damit drohe den Geschäften ein bedeutender und mit zunehmender Dauer der Einschränkungen existenzbedrohender Schaden, urteilten die Richter unter dem Aktenzeichen 2 B 58/21. Die gegenwärtige Regelung verletze zudem die Grundrechte der Berufsausübungsfreiheit und die Eigentumsgarantie.“ Zudem seien dem Text zufolge „die ‘privilegierten Geschäfte‘ nicht unbedingt zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung erforderlich. Es sei daher nicht begründet, andere Einzelhändler aufgrund des Infektionsgeschehens strenger zu behandeln. Gleichzeitig könne die Öffnung kleinerer Geschäfte auch zur Entspannung des Einkaufsgeschehens insgesamt beitragen.“

Das Gericht verwies in seiner Begründung auch darauf, dass gegenwärtig keine gefährlichen Engpässe in den Intensivstationen der Krankenhäuser zu erkennen seien. Ebenfalls Eingang in die Entscheidung fanden Angaben des Robert-Koch-Institutes, denen zufolge im Einzelhandel insgesamt eine „niedrige“ Ansteckungsgefahr vorhanden sei.

In anderen Bundesländern fällten Gerichte allerdings gegenläufige Entscheidungen.

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Markus Langemann: Süddeutsche – Skandal im Sperrbezirk

Wie lebt und arbeitet es sich gerade mit einem Arbeitsvertrag als Redakteurin in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt?

Exklusiv berichtet eine Journalistin in verantwortlicher Position von ihren Gewissensnöten und den Zweifeln an ihrem Beruf und den Kolleginnen und Kollegen. Ich habe Kontakt zu dieser Kollegin und sie gibt Ihnen einen Einblick in eine Redaktion, anonym.

Einen wie die Süddeutsche Zeitung Informationen unterdrückt sehen Sie ebenfalls exklusiv.

In dem 45 Minuten Video mit beiden Storys, erfahren Sie auch, wie mir eine junge Faktencheckerin einer ARD – Anstalt einen Fragenkatalog stellte und wie ich darauf geantwortet habe.

Sie sind natürlich herzlich eingeladen das Video in Ihrem Kreis zu teilen.

Bleiben Sie heiter und achten Sie darauf, dass die schlechte Laune nicht die einzige Konstante in Ihrem Leben ist.

hier finden Sie das Video clubderklarenworte.de

und hier den Brief der Journalistin: https://clubderklarenworte.de/wp-content/uploads/2021/03/Brief-oeffentlich-rechtlicher-Journalistin.pdf

Antwortschreiben an den Bayrischen Rundfunk: Antwortschreiben an BR

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Brief der Journalistin

Geschätzte Berufskollegen
Geschätzte kritische Köpfe

Seit mindestens Sommer 2020 trage ich die Idee dieses Briefes in mir. Aber mich machte das Verhalten und die berufliche Haltung einiger meiner Kollegen nahezu sprachlos. Ich bin Redakteurin eines öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens und hadere seit Februar 2020 mit meinem Beruf.

Corona hat die Missstände der Menschheit und der unterschiedlichen Gesellschaften schonungslos zu Tage gefördert. Ich wusste zwar, dass im Journalismus die notwendige Objektivität, Distanz, Uneinnehmbarkeit und Professionalität im handwerklichen Sinne mal mehr, mal weniger zu wünschen übrigließ, aber dass diese Defizite dermaßen groß sind, das wurde mir erst schlagartig klar, als der erste Corona-Fall in Deutschland Ende Januar 2020 bekannt wurde. Anders als in der Vergangheit als Vogelgrippe, Schweinegrippe, SARS, MERS etc. vielleicht drohten eine reele gesundheitliche Gefahr mit Chance auf eine Pandemie zu werden, gab es dieses Mal verstörend schnell immer weniger kritische Stimme auf der medialen Bühne. Rasch war klar wer gehört werden darf und wer nicht. Auch wenn der ein oder andere jetzt hochgeschätzte Wissenschaftler in der Vergangeheit und im Nachhinein betrachtet tatsächlich mit mit seinen Einschätzungen und Bwertungen oft daneben lag. Tatsächlich renommierte und erfahrene Virologen, Epidemiologen

oder Mikrobiologen in der Berichterstattung, die eine kritische Auseinandersetzung im Sinne der wissenschaftlichen Wahrheitsfindung mit dem Thema forderten, wurden von Anfang an subtil unterbunden. Es lag ein bisher noch nie gefühlter diffuser Druck in der redaktionellen Luft. In Windeseile hat man sich auf ein Narrativ geeinigt und so ziemlich alle journalistischen Grundsätze über Bord geworfen. Allem und jedem was dem nicht entsprach wurde ein Aluhut aufgesetzt und ins rechte Eck gestellt. Bisher geschätzte Experten wurden weltweit diffamiert und Ruf gemordet.

Journalisten und Redakteure, die im Mainstream versuchten mit kritischen Geist wie es der Beruf verlangen sollte, dem Virus und der Regierung zu begegnen, fanden sich ebenso schnell unter einem Aluhut im rechten Eck wieder. Ich selbst durfte aus leicht mahnenden Nebensätzen heraushören, dass das wiederholtes Einfordern eines kritischen, öffentlichen Diskurses basierend auf Meinungspluralität zu gerne falsch verstanden werden könnte. Meist wurden kritische Anmerkungen aber einfach ignoriert. Forderungen die Zahlen in Relation zu setzen, der Frage dem Abbau der Intensivbetten und Schließungen von Krankenhäusern nachzugehen, Behandlungsmissstände und Alternativen aufzuzeigen, Verbindungen zwischen Pharmakonzernen, Politik, Lobbyisten und der WHO offen zu legen und vor allem sich einer klaren, fairen Sprache zu

bemühen, das wird bis jetzt von vielen Redakteuren sowie Reportern nicht beachtet oder wenn, nur oberflächlich wahrgenommen. Und alsbald beim Aufkeimen unbequemer Ungereimtheiten werden diese oft voreilig als sogenannte Verschwörungstheorien abgetan und von sogenannten Fakten Checkern mit Quellen widerlegt, die wiederum eines Fakten-Checks bedürften. Es ist beschämend, undifferenziert ALLE Menschen, die die Maßnahmen der Regierung kritisieren als Corona-Leugner, Pandemie-Leugner oder gar Covidioten darzustellen. Denn das ist schlicht weg falsch, verleumdend und unjournalistisch. Natürlich gibt es auch wie immer und überall Hetzer und verkürzt Denkende, aber die sind meiner Einschätzung nach nicht die Masse.

Der anonyme und lesenswerte Artikel eines Kollegen beschreibt im Detail genau, den redaktionellen Alltag seit Corona:

https://multipolar-magazin.de/artikel/die-mainstream-blase?fbclid=IwAR3Gy3EiCQu-S- dE9UuHqYtnGT70nSZKJjNqK6V27nBzWVaGVv_siaQSnI4

Meine Erfahrungen bestätigen den Bericht des Kollegen.

Seit dieser Krise frage ich mich warum einige Journalisten so unjournalistisch handeln – egal in welcher Redaktion und hierarchischen Position – und bin zu folgendem Schluss gekommen:

Es gibt viele, die Angst haben, ja teilweise sogar echte Panik. Angst vor dem Virus, vor Widerspruch, vor Ausgrenzung, davor seine Lebensgrundlage zu verlieren uvm. Letztere Angst betrifft auch mich. Das ist menschlich und verständlich, aber auch gefährlich. Denn gegen Angst hilft bekanntlich kein noch so logisches Argument. „Zensur besteht aus Frechheit und Angst“, das wusste schon Kurt Tucholsky

Anderen wiederum fehlt das grundsätzliche journalistische Handwerk und Verständnis. Das sind meist jüngere Kollegen. Man könnte sogar den Eindruck haben, es würde an den Ausbildungseinrichtungen Aktivismus anstelle von Journalismus gelehrt werden. Findet sich ein medienkritischer Hochkaräter wie Noam Chomsky denn überhaupt noch in den Literaturverzeichnissen der Studierenden?

“Indoktrination ist keineswegs inkompatibel mit der Demokratie. Vielmehr (…) ihre Essenz. (…) Ohne Knüppel, ohne Kontrolle durch Gewalt (…) muss man das Denken kontrollieren. Dazu greift man zu dem, was in ehrlicheren Zeiten Propaganda genannt wurde.” (Noam Chomsky)

Dann gibt es diejenigen, die vielleicht zwar andauernden latent vorhandene Unstimmigkeiten wahrnehmen, aber nicht für sich zulassen und deshalb nicht tiefer gehen. Frei nach Christian Morgenstern, es kann nicht sein was nicht sein darf. In der Sozialpsychologie als kognitive Dissonanz bekannt. Dieses schlechte Gefühl versucht der Mensch natürlich zu reduzieren und zwar durch:

–           Nichtwahrnehmung oder Leugnen von Informationen

–           Änderung von Einstellungen oder Verhalten (Abwerten der Glaubwürdigkeit medizinischer

Forschungsergebnisse

–           selektive Beschaffung und Interpretation dissonanzreduzierender Informationen (z.B. ein starker Raucher wurde 96 Jahre alt)*

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die wahre Regierungsmacht unseres Landes ist.“ (Edward Bernays)

Und zu schlechter Letzt sind da noch die Reiter am hohen Ross. Selbstgefällig biedern sie sich der herrschenden Mächte an, fusionieren mit der Legislative und der Exekutive. Nennen Querdenker im Generalverdacht vorverurteilend mindestens schräge, anthroposophische Spinner, kaufen aber als gefühlt stolzes Vorbild Demeter-Produkte während sie dabei mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die ihren Warenkorb nicht biodynamisch füllen. Den Wenigsten unterstelle ich hierbei mutwilligen oder gar böswilligen Vorsatz. Das Ego fühlt sich einfach gut in dem vermeintlichen Glauben, zu wissen was gut und böse, was richtig oder falsch ist. Denn man bekommt dafür von der Gruppe

und den Mächtigeren Lob und Zuspruch.

„Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es möglich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.“ (Edward Bernays)

Aber es gibt auch die Kollegen, die dem nicht fassungslos zusehen wollen, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeit den ein oder anderen kritischen Vorstoß in der Berichterstattung wagen. Mal gelingt es, öfter scheitert man. Eine sensible Gradwanderung zwischen journalistischem Idealismus und der Abhängigkeit seine Familie weiterhin finanzieren zu können.

Wenn wir nicht an die Meinungsfreiheit der Menschen glauben, die wir verachten, glauben wir überhaupt nicht an Meinungsfreiheit.“ (Noam Chomsky)

Bei einem der Versuch mit einem Kollegen eine regierungskritische Story zu veröffntlichen trafen wir natürlich auf Widerstände. Ich fragte mich: wie lange wir das noch aushalten können und mein Kollge meinte: Wenn WIR DAS hier in diesem Laden nicht machen würden, würde es keiner machen.“ Sein Ausspruch stärkt mich und soll euch da draußen bitten, die jenseits dieser Informationsblase berichten und unterrichten, geht differenziert mit uns Journalisten im Mainstream um. Denn es gibt uns, die kritischen, ehrlich investigativen, die gegen Widerstände kämpfen und dabei auch Druck ausgesetzt sind. Haltet Ausschau nach kritischen Berichten auf der Mainstream Bühne. Auch im Öffentlich-Rechtlichen gibt es immer wieder den ein oder anderen kritischen Beitrag oder zumindest kritische Untertöne und Subtexte. Durch die bewusste Unterstützung und den Zuspruch von extern bekommen wir mehr Akzeptanz intern und das wiederum schützt uns und unser Tun zumindest etwas. Das hoffe ich.

Ich persönlich lehne als Journalistin und Redakteurin jede tendenziöse Haltung ab und sehe mich keinem politischen Lager nahe, sondern allein der Wahrheitsfindung, der freien Meinungsäußerung und einem fairen, öffentlichen, pluralistischen Diskurs verpflichtet. Und ich maße mir keineswegs an die Lage medizinisch beurteilen zu können, jedoch aber journalistisch, kommunikationswissenschaftlich und menschlich.

Ich will hier niemanden anklagen, sondern aufzeigen, dass es den oft kolportoerten kollektiven VORSÄTZLICH bösen Mainstream in der Form nicht gibt. Die Mechanismen einer Krise sind auch innerhalb dieser Medienunternehmen wie vorhin beschrieben vielschichtig. Voreilige Kategorisierungen sowie Bewertungen führen nur zu einer weiteren, tieferen Spaltung und lenken davon ab was wirklich zu tun ist.

Wenn wir im Sinne von Klarheit und Wahrheit – die kein einzelner allein exklusiv hat – zum Wohle aller zusammen weiterarbeiten, kann etwas Gutes daraus entstehen.

Damit will ich mit Noam Chomsky schließen:

„Ich war mir nie einer anderen Möglichkeit bewusste als der, alles in Frage zu stellen.“

*Vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kognitive-dissonanz-37371

Rubikon: Großbritannien setzt einheimische Journalisten und Youtuber zur Destabilisierung von Russland und dessen Nachbarländern ein

Der Vernichtungsfeldzug

Alexej Nawalny ist ein Symptom. Wenn man sich die Episoden rund um den russischen Oppositionspolitiker vor Augen führt, so erscheint er ganz wie ein Geschöpf des Westens. Medien und Politik haben den Giftgasanschlag auf ihn bis ins kleinste Detail begleitet und ausgeschlachtet. Die Choreografie der Ereignisse hätte nicht besser geplant sein können ― von Merkels „Rettungsaktion“ bis hin zu den Gutachten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und dreier Militärlabore. Nawalnys Rückkehr in die Heimat liefert dem Westen weitere Munition, Russland zu disqualifizieren, diffamieren und sanktionieren. Dass all dies kein Zufall, sondern von langer Hand geplant ist, lässt ein kürzlich gehackter Dateienbestand des britischen Außenministeriums vermuten: Er enthüllt die Existenz geheimer Programme zur Destabilisierung Russlands. (von dem amerikanischen Blog Moon of Alabama übersetzt von Rubikons Weltredaktion)

Der folgende Beitrag wurde auf Basis einer Creative Commons-Lizenz mit freundlicher Genehmigung von Rubikon übernommen. Hier finden Sie den Original Text und eine Vorlesefunktion:

https://www.rubikon.news/artikel/der-vernichtungsfeldzug

Neue Dokumente enthüllen weitere britische Anstrengungen, um Russland zu untergraben

Im Jahr 2018 schrieben wir bereits über „Die ‚Integrity Initiative‘ ― eine militärische Geheimdienstoperation getarnt als Wohltätigkeitsorganisation erfindet die ‚russische Bedrohung‘“. Unser Bericht basierte auf internen Dateien der Integrity Initiative, die sich eine anonyme Organisation verschafft und publiziert hatten.

Weitere Daten von derselben Gruppe aus dem britischen Außenministerium FCO (Foreign and Commonwealth Office) eröffneten Einblicke in umfangreiche Propagandaprogramme zur Unterstützung von Dschihadisten in Syrien sowie in weitere britisch beeinflusste Operationen zur Unterminierung der Sicherheitsbehörden im Libanon und zur geheimen Beeinflussung seiner Bevölkerung.

Jetzt wurde ein weiterer großer Datensatz von der gleichen Quelle veröffentlicht. Diese thematisieren ein umfangreiches britisches Regierungsprogramm, mit dem Russland destabilisiert werden soll: Dazu gehören Aufbau und Finanzierung „unabhängiger“ Medien in russischer Sprache, „Trainingsprogramme“ für russische Journalisten und die geheime Bezahlung russischer Influencer. Sicherlich ist es nicht das einzige britische gegen Russland gerichtete Projekt, aber es ist wahrscheinlich insgeheim das mit dem größten Einfluss auf die Bevölkerung.

Der anonyme Autor hat das komplette Programm zur „Destabilisierung Russlands“ in vier umfangreichen Dokumenten zusammengestellt: einszweidreivier.

Diese vorliegenden Informationen stammen aus Regierungsdateien, in denen verschiedene Projekte vorgestellt werden sowie von Unternehmen und ― interessanterweise ― von den karitativen Zweigen von Reuters und der BBC, die sich für die vom FCO ausgeschriebenen Projekte beworben haben. All dieses Quellenmaterial kann in Form einer einzigen Archivdatei von etwa 80 Megabyte heruntergeladen werden.

Die interessantesten Dateien sind die Angebote der Firmen für Projekte. Sie geben Aufschluss über frühere Projekte, Methoden und Personen, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Das Budget für die verschiedenen antirussischen Projekte beträgt pro Jahr einige Dutzend Millionen Pfund. Die ersten Programme starteten 2016 und einige laufen bis in dieses Jahr.

Ein „Supplier Event“ für eines der Projekte veranschaulicht die grundlegende Vorgehensweise:

Programmschwerpunkte:

  • Engagieren ― Zusammenarbeit mit dem British Council (1) bei der Implementierung eines Austausches zwischen ethnischen Russen und lokalen Gemeinschaften, um diese entsprechend den Kompetenzen des 21. Jahrhunderts zu verlinken – dazu gehören englische Sprachkenntnisse und Medienkompetenz, soziale Unternehmen und kulturelle Aktivitäten.
  • Optimieren ― Unterstützung unabhängiger Medien in Russlands Nachbarländern, um Ausgewogenheit und Pluralität in russischsprachigen Kanälen, in den baltischen Staaten und den Ländern der Östlichen Partnerschaft (2) anzubieten.
  • Entlarven ― Enttarnung und Offenlegen russischer Desinformation in Echtzeit, über die dann in den Hauptmedien verbreitet wird, um bösartige staatliche Desinformation in den davon betroffenen Ländern aufzudecken. Durch die Offenlegung erreicht die Desinformation ihren Zweck nicht mehr, entsprechend leidet die Glaubwürdigkeit des russischen Staates.
  • Ermöglichen ― Zusammenarbeit verbündeter Regierungen durch den Government Communication Service, um deren strategische Kommunikation mit ihren Bevölkerungen zu verbessern.

Dabei wird alles, was den Briten an Russland nicht gefällt, als „russische Desinformation“ bezeichnet. Die „Entlarvung“ solcher „Desinformation“ geschieht am besten durch Verbreitung eigener. Das sind keine defensiven Programme, sondern Angriffe auf Russland.

Die Projekte zu den oben genannten Zielen sollten in fast jedem an Russland grenzenden Land mit einer russischsprachigen Minderheit sowie in Russland selbst stattfinden. Die britische Regierung will nicht, dass Sie von diesen Projekten wissen.

In dem „Supplier Event“-Informationsblatt ist zu lesen:

„Sicherheit

Keine unautorisierte Offenlegung der hier genannten Aktivitäten. Vor dem Abschluss von Verträgen klären, mit wem wir zusammenarbeiten. Grundlegend sinnvolle IT-Sicherheitsmaßnahmen sollten für uns ausreichen, aber das FCO kann eine Erklärung verlangen, welche Schritte zur Gewährleistung der Sicherheit und Sorgfaltspflicht unternommen wurden.

Erwähnt werden sollte, dass einzelne Fördergeldempfänger aus Sicherheitsgründen nicht mit dem FCO verlinkt sein wollen. Außerdem wünscht die Programmkommission nicht, dass Programmdokumente in den russischen Medien veröffentlicht werden. Wir wissen, dass sie uns verfolgen und rechnen mit dem baldigen Erscheinen eines Berichts.“

Was ist das eigentliche Zweck all dieser Geheimprogramme?

Der Autor der Serie zur „Destabilisierung Russlands“ erklärt in Bezug auf die „Vergiftung“ von Alexei Nawalny:

„Einem chemischen Angriff gehen viele Jahre akribischer Arbeit der HMG (Her Majesty’s Government, die britische Regierung) durch ihre Botschaften und Geheimdienste voraus. Es werden Medien und zivile sowie pseudo-humanitäre Organisationen geschaffen, die ‚zufällig‘ zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit Kameras bereit sind, wenn ‚plötzlich‘ ein grässlicher Unfall passiert, der alle in Aufregung versetzt.

Glauben Sie, dass die HMG die ‚Nawalny-Vergiftung‘ im Rahmen einer Geheimoperation in Szene gesetzt hat? Hat die HMG Medienkanäle geschaffen, Blogger und Stringer (3) aufgebaut und bezahlt? Hat sie versucht, Putin zu dämonisieren wie zuvor Assad, und beide als böse Diktatoren dargestellt, die ihr eigenes Volk mit verbotenen Chemiewaffen angreifen?

Und wozu dient das Ganze? Sie wollen den Regierungschef eines Landes delegitimieren und die Menschen auf der ganzen Welt davon überzeugen, dass ‚jedes Mittel recht ist im Kampf gegen einen verrückten Diktator‘. Verstehen Sie das Gewicht und den Ernst dieser Vorgänge? Nun, Sie sollten darüber nachdenken. Man bereitet uns für den Krieg vor, mit den Russen und den Chinesen. Sie suchen nach einem Casus Belli, und nur die Wahrheit kann sie aufhalten, denn: ‚Wenn Kriege mit Hilfe von Lügen begonnen werden können, dann kann die Wahrheit sie beenden.‘ (Julian Assange)“

Diese Ansicht ist noch nicht einmal übertrieben. Der Westen wetzt bereits die Messer gegen Russland. Wir haben vor einiger Zeit einen Bericht der Pendagon-Denkfabrik RAND (4) erwähnt, der untersucht hat, wie man Russland am besten „aus dem Gleichgewicht bringen und überdehnen“ kann.

Letztendlich läuft das klar auf einen Regimewechsel in Russland hinaus, und wenn es anders nicht möglich ist, durch Krieg.

Am Freitag wurde Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, von einem deutschen Radiosender über die neuen geplanten EU-Sanktionen gegen Russland befragt. Er ist skeptisch, ob diese wirken werden, denn:

„Wir wollen ja nicht weniger als einen Regimewandel in Russland, das ist sehr schwer zu erreichen mit wirtschaftlichem Druck“ (5).

Die neuen Dokumente enthalten auch interessante Einzelheiten über Nawalny, der offenbar von der HMG bezahlt wird:

„Fallstudie: Sicherheitsmaßnahmen für das YouTuber-Netzwerk in Russland.

Das Konsortium hat auf der Grundlage robuster Sicherheitsmaßnahmen ein Netzwerk von YouTubern in Russland und Zentralasien aufgebaut, die Inhalte zur Förderung der Medienintegrität und demokratischer Werte verbreiteten. Zu den Maßnahmen zählen solche zum Schutz gegen Angriffe des Kreml, zum Beispiel: den Teilnehmern ermöglichen, internationale Zahlungen zu erhalten, ohne sich dafür registrieren zu lassen (6), die Pflege ihrer Onlineprofile, um sie gegen Cyberattacken, Trollen und Beleidigung zu schützen; den YouTubern lokalen, kostenlosen Rechtsbeistand vermitteln, ihnen helfen, redaktionelle Strategien zur Übermittlung von Schlüsselbotschaften zu entwickeln und dabei das Risiko einer Strafverfolgung unter missverständlichen Zensurauflagen zu minimieren und die Projektkommunikation so zu managen, dass ihre Mitwirkung geheim bleibt.“

Diese entlarvenden Dokumente zeigen, dass das FCO ein Netzwerk populärer YouTuber in Russland aufgebaut hat, die in der Regierung nach Korruption forschen. Diese YouTuber erhalten Unterstützung von einigen Journalisten aus baltischen Staaten. Außerdem hat das FCO Erfahrung damit, Proteste in Russland zu organisieren.

Inzwischen haben Sie sicherlich den Namen eines der populären YouTuber erraten, die Korruption untersuchen. Nachdem wir vor zwei Jahren die Dateien des EXPOSE-Netzwerks erhielten und die Fallstudien darin untersuchten, konnten wir noch nicht ermitteln, welchen YouTuber das FCO via ZINC (7) unterstützte. Auch als Journalisten entdeckten, dass Wladimir Aschurkow, ein enger Verbündeter Nawalnys, zum Cluster der Integrity Initiative gehörte, zogen wir daraus noch keine Schlüsse.

Aber als wir Nawalny und Bellingcat (8) zusammen sahen, begannen die Dinge einen Sinn zu ergeben. Indem wir tiefer gruben, fanden wir eine weitere in London lebende Unterstützerin von Nawalny ― eine undurchsichtige Maria Pewtschich die ein „Smart Voting“-System in Russland unterstützt.

Labour nutzte ein ähnliches System, um den Konservativen Stimmen abzujagen. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass Großbritannien Nawalny das System empfahl (9).

Außerdem hat Nawalny eine Lügenkampagne gegen den Sender RT gestartet ― einer der wenigen Nachrichtenkanäle im Westen, der diejenigen, die mit der offiziellen Position ihrer Regierung nicht übereinstimmen, zu Wort kommen lässt. Nawalnys Kampagne lief zeitgleich mit derjenigen der Integrity Initiative. Eine berechtigte Frage ist:

Warum nimmt sich Nawalny, dessen politische Kämpfe in Russland stattfinden, Zeit für die Bekämpfung eines Fernsehsenders, der im Ausland operiert?

War RT wirklich ein Problem für ihn? Nein das war es natürlich nicht. Sondern es war den westlichen Imperialisten ein Dorn im Auge, und die bedienten sich der Hilfe Nawalnys.

Wie dem auch sei. Hier sind noch einaml die Links zu den vier Dokumenten des Projekts „Destabilisierung Russlands“: einszweidreivier.

Sie erlauben einen umfassenden Einblick in die Methoden des Westens zur Zerstörung anderer Länder. Das ist Wissen, das man heute braucht, um zu verstehen, was in dieser Welt vor sich geht.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien am 15. Februar 2021 unter dem Titel „New Documents Reveal More British Efforts To Undermine Russia“ bei Moon of Alabama. Er wurde von Christoph Hohmann aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzerteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratteam lektoriert.


Quellen und Anmerkungen:

Anmerkungen des Übersetzers:

(1) Der British Council ist, in Analogie zum deutschen Goetheinstitut, eine britische gemeinnützige Einrichtung zur Förderung internationaler Beziehungen. Formal unabhängig, arbeitet er de facto eng mit dem FCO zusammen.
(2) „Östliche Partnerschaft“ der EU: Ukraine, Moldau, Georgien, Belarus, Armenien und Aserbaidschan.
(3) Im Journalismus ist ein Stringer ein freiberuflicher Journalist, Fotograf oder Videograf, der fortlaufend Berichte, Fotos oder Videos zu einer Nachrichtenorganisation beiträgt, jedoch für jedes veröffentlichte oder ausgestrahlte Werk einzeln bezahlt wird.
(4) RAND (Research ANd Development) ist eine dem Militär zuarbeitende Denkfabrik.
(5) Dieses Zitat von Felbermayr habe ich nicht übersetzt, sondern im Wortlaut der deutschen Quelle übernommen.
(6) Hier geht es um die Umgehung eines russischen Gesetzes aus dem Jahre 2012: Demnach sind in Russland Organisationen und Einzelpersonen zur Registrierung als ausländische Agenten verpflichtet, wenn sie aus dem Ausland finanziert werden und sich mit politischen oder militärischen Themen beschäftigen. Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/russland-auslaendische-agenten-gesetz-101.html,
(7) ZINC ist ein in London und Sydney (Australien) ansässiges geheimdienstliches Netzwerk, das eng mit der Integrity Initiative zusammenarbeitet und die Arbeit von mehr als 50 NGOs koordiniert.
(8) Bellingcat ist eine britsch-basierte und vom US-amerikanischen NED finanziell unterstützte „investigative“ Onlinezeitung.
(9) „Smart Voting“ ist eine Strategie der Stimmabgabe, die auf Bündelung der Oppositionsstimmen hinausläuft, indem diese regional auf den jeweils aussichtsreichsten Kandidaten fokussiert werden. Diese Methode wurde von Nawalny bei den russischen Regionalwahlen von 2019 zum Einsatz gegen die Regierungspartei „Einiges Russland“ propagiert.

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Boris Reitschuster: Nach Hammer-Kritik an Merkel: Bild-Chef unter „Fehlverhalten“-Verdacht

Nach Hammer-Kritik an Merkel: Bild-Chef unter „Fehlverhalten“-Verdacht“Machtmissbrauch und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen“?

Die Intervalle zwischen meinen Moskau Déjà-vus und den Momenten, wo ich mir sage – das kann doch gar nicht wahr sein – werden immer kürzer. Erst vor wenigen Tagen habe ich hier darüber berichtet, wie ausgerechnet Abgeordnete der CDU, die öffentlich Merkel bzw. ihren harten Lockdown-Kurs kritisierten und zum Teil auch hinter den Kulissen gegen sie agierten, plötzlich öffentlich an den Pranger gerieten. Zwei wegen Masken-Deals, die – wenn sie zutreffen – wirklich unerträglich sind. Und zwei, obwohl die Vorwürfe in einem Fall Jahre zurückliegen und im anderen absurd wirken.  Ob Zufall oder nicht – die Wirkung der Affären ist klar: Jeder Unionspolitiker wird es sich künftig dreimal überlegen, Merkel und ihren Kurs zu kritisieren.

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Und jetzt das! In schärfsten Tönen hat vergangene Woche der Chefredakteur der Bild, Julian Reichelt, die Bundesregierung kritisiert. So scharf, dass ich meinen Ohren kaum trauen wollte, als mir ebenfalls verdutzte Mitarbeiter die entsprechende Video-Aufzeichnung schickten (sehen Sie es sich selbst hier an). Ob das mal gutgehen wird, war mein erster Gedanke. Denn es hat besondere Symbolwirkung, wenn letztlich der Chef der größten Zeitung im Land massiv die Regierung attackiert. Gerade eben schickt mir die gleiche Mitarbeiterin, die mir damals Reichelts Video sandte, einen neuen Beitrag. Diesmal nicht von Reichelt, sondern über Reichelt: „Interne Ermittlungen gegen »Bild«-Chefredakteur Reichelt“, titelt Spiegel Online: „Der Chefredakteur der »Bild«-Zeitung, Julian Reichelt, sieht sich mit einer Compliance-Untersuchung im eigenen Haus konfrontiert. Die Vorwürfe sollen wiederholtes Fehlverhalten gegenüber Frauen betreffen.“

„Unter anderem geht es bei der Untersuchung um Machtmissbrauch und die Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen“, heißt es in dem Beitrag: „In einzelnen Fällen soll sich Reichelt möglichen Vorwürfen von Nötigung und Mobbing stellen müssen, wie mehrere Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, berichten. Das genaue Ausmaß der Compliance-Untersuchung ist derzeit noch unklar.“ Die Vorwürfe sind sicher älter als Reichelts jüngstes Video. Aber der Bild-Chef fiel auch schon früher durch kritische Töne auf. Und publik wurden die Vorwürfe eben jüngst nach seiner neuen, massiven Attacke auf Merkel.

Stasi-Methoden gegen Stasi-Aufklärer

Schon wieder so ein Zufall. Schon wieder einer, bei dem ich, käme er alleine, keinerlei Hintergedanken hätte. Bei dem sich aber bei mir nach 16 Jahren Moskau alle Nackenhaare sträuben, wenn ich mir ansehe, wie viele ähnliche Zufälle es gab und gibt. Gerade eben mit den Abgeordneten, die Merkels Lockdown kritisieren (und obwohl angeblich zwanzig im Verdacht stehen, wissen wir nur von denen, die kritisch waren). Oder mit Hubertus Knabe, dem wichtigsten Stasi-Aufklärer, der mit Vorwürfen aus dem Amt als Chef der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen gemobbt wurde, die haargenau an die Methoden eben jener Stasi erinnerten.

Von Helmut Kohl über Wolfgang Schäuble bis hin zu Guttenberg: Immer, wenn jemand Angela Merkel in die Quere kam bzw. ihr politisch gefährlich wurde, war wie von Wunderhand das parat, was man in Russland „Kompromat“ nennt: kompromittierendes Material. Nein, das ist keine Verschwörungstheorie. Nur ein Hinweis darauf, dass genau solche Methoden in den kommunistischen Kaderschmieden gelehrt wurden – die auch Merkel durchlaufen hat, als Funktionärin der SED-Nachwuchsorganisation FDJ, die früher Erich Honecker selbst geleitet hat. Natürlich kann alles Zufall sein. Nüchtern betrachtet spricht sehr viel genau dafür. Aber genauso, wie man als Journalist die Pflicht hat, genau das deutlich zu machen und vor vorschnellen Urteilen zu warnen, hat man andererseits eben auch die Pflicht, darauf aufmerksam zu machen, dass es auch kein Zufall sein kann.

Jeder kann sich selbst ein Bild machen, wenn er aufmerksam den Weg von Gegnern von Angela Merkel verfolgt.

Ich kenne den Kollegen Julian Reichelt von der Bild persönlich und habe mich auch an ihm gerieben. Intern ist er wegen eines laut seinen Kritikern autoritären Führungsstils und dem Setzen auf ausgewählte „Lieblinge“ umstritten. Doch in meinen Augen ist er einer, der den Mut hat, zumindest nicht ganz mit dem Strom zu schwimmen. So schreibt er etwa für die „Achse des Guten“ – was in den Augen der meisten Journalisten heute schon eine Art Ketzerei ist. Letzter Beitrag dort, vergangene Woche: „Der Staat scheitert – und zahlt es uns heim“, Da ist die Rede von einem „willkürlichen Staat, der Menschen drangsaliert“. Man mag es drehen und wenden, wie man will: Es spricht viel dafür, dass der unbequeme Reichelt, ohnehin schon eingehegt durch stramm rotgrüne Ideologen mit direktem Draht in die Regierung wie seinem Vize Paul Ronzheimer, abgeschossen werden soll. Mit doppeltem Effekt, wenn man nach einer Weisheit geht, die Mao zugeschrieben wird: „Bestrafe einen, erziehe Hundert“.

Einiges spricht dafür, dass wir Zeugen eines verzweifelten Abwehrkampfes von Merkel und ihren Paladinen gegen den eigenen Niedergang erleben: Je heftiger und offensichtlicher ihr Versagen, umso heftiger die Methoden im Umgang mit Menschen, die auf dieses Versagen hinweisen. Auch ich bekam zugetragen, dass der Hetzartikel gegen mich in der Süddeutschen nicht auf dem Mist der Redaktion dort allein gewachsen sei. Kritiker sagen der Zeitung, die auch von Reklame aus der Staatskasse lebt, einen besonders guten Draht ins Kanzleramt und zur Regierung nach. Aus der sie gar keinen Hehl macht – schreibt sie doch, Regierungssprecher hätten sich über mich beklagt. Früher galt das aus Auszeichnung für Journalisten. Heute als Anlass für Kollegen zu Diffamierung und Mobbing.

Erstaunlich viele Zufälle in Deutschland im Jahr 2021 unter Angela Merkel. Und wie immer bei negativen Diagnosen hoffe ich sehr, dass ich einfach nur das Gras wachsen höre – und meine Sorgen völlig übertrieben sind.

reitschuster.de: Millionen FFP2-Masken schützen nicht

Weitere Infos auf unserer Seite FFP Masken

FFP2-Masken schützen nicht so gut, wie bislang gedacht. Das haben nach diversen Studien und der Stiftung Warentest nun auch Nachprüfungen der Prüfgesellschaft Dekra ergeben.

FFP steht für „Filtering Face Piece“, die Masken sollen in erster Linie kleinste Partikel aus der Luft filtern – im besten Fall. Laut Herstellern bieten sie besonders guten Schutz vor Corona-Aerosolen. Genau diese gefährlichen Partikel werden jedoch von Millionen der weißen Vliesmasken durchgelassen. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Prüfgesellschaft Dekra, die 27 Hersteller unter die Lupe nahm. 13 Hersteller fielen mit ihren Produkten durch. Die Durchlässigkeit übersteige teilweise „erheblich“ die Normwerte, so die Prüfer.

Von Christian Euler

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Experten befürchten, dass Millionen von zertifizierten FFP2-Masken im Umlauf sind, die nicht ausreichend vor Corona-Viren schützen. Selbst das Bundesgesundheitsministerium brachte der „Welt“ zufolge rund 8,5 Millionen Masken in Umlauf, die im Test durchs Raster fielen. Einer der Gründe für die peinliche Panne ist die europäische Norm „EN 149“, nach der die Qualität geprüft wird. „Wir verlassen uns auf eine Norm, die den Namen nicht verdient“, sagte Maximilian Weiß, Geschäftsführer der Palas GmbH der Zeitung „Die Welt“. Die Karlsruher Firma stellt Geräte her, die feinste Partikel messen können. Gemäß der europäischen Norm müssen FFP2-Masken mindestens 94 Prozent der Partikel aus der Luft abhalten.

Die Prüfpartikel, die bei einem Test nach der EN-149-Norm auf die Maske gesprüht werden, dürfen unterschiedlich groß sein. „Die darin zugelassene Messtechnik erkennt unterschiedlich große Prüfpartikel aber nicht“, erläutert Weiß. Doch liegt auf der Hand, dass es von der Größe der Partikel abhängt, wie gut Masken filtern. Treffen etwa nur große Partikel auf die Maske, bleiben viel mehr im Vliesstoff hängen als bei kleineren Partikeln. Daher kann dieselbe Maske den Test bestehen oder durchfallen – selbst wenn die Prüfung beide Male die Norm erfüllt.

Mehr noch: „Ursprünglich war die Norm auch gar nicht gegen Viren ausgelegt“, so Prüfgerätehersteller Weiß gegenüber der „Welt“. Die Masken seien für den Arbeitsschutz gedacht gewesen und würden entsprechend geprüft. Die Aerosolpartikel, die ein Mensch ausatmet, sind jedoch viel kleiner – das trifft insbesondere auf die Covid-19-Tröpfchen zu. „Selbst bei zugelassenen FFP2-Masken atmen Träger durchschnittlich immer noch 20 Prozent der Virenkonzentration aus der Umgebungsluft ein“, unterstreicht der Ingenieur.

Auch EU-Gesundheitsbehörde rät von FFP2-Masken ab

Der gesundheitliche Schaden dürfte immens sein, folgert Weiß: „Die Verbraucher werden hier getäuscht, weil die Norm eine Sicherheit verspricht, die es oft nicht gibt.“ Zum einen ist nicht feststellbar, welche Maske wie gut schützt, zum anderen gehen darauf viele Ansteckungen in Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen zurück.

Damit steht Weiß nicht alleine. „Es kommen Masken in Umlauf, die nach der technisch orientierten EN-149-Norm die Kriterien zwar erfüllen, aber gerade als Infektionsschutzmasken gegen Corona keine ordentliche Filterleistung bieten“, zitiert die „Welt“ Roland Ballier, der Sachverständigengutachten zur Schutzwirkung von Atemschutzmasken erstellt. Dies treffe hierzulande mindestens auf jede dritte Maske zu. Auch die Stiftung Warentest hat FFP2-Masken von verschiedenen Marken getestet und kam zu einem beängstigenden Ergebnis: Nur eine der zehn Masken erfüllte alle Kriterien.

Nicht umsonst riet die EU-Gesundheitsbehörde European Centre for Disease Prevention and Control erst Mitte Februar von der Verwendung von FFP2/N95-Atemschutzmasken in der Allgemeinheit ab. „Auf Basis der Bewertung der verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse ist es nicht sinnvoll, eine Empfehlung für die bevorzugte Verwendung von medizinischen oder nicht-medizinischen Gesichtsmasken in der Bevölkerung abzugeben“, so die ECDC.

Als wäre dies nicht genug, verschärft eine juristische Dimension den offensichtlich allzu häufig mangelnden Schutz. „Ich halte die Anordnung FFP2-Masken zu tragen schlicht für rechts- und verfassungswidrig“, betont der Anwalt und Bürgerrechtler Ralf Ludwig seit Monaten. „Es ist erwiesen, dass FFP2-Masken einen erhöhten Atemwiderstand haben und im Arbeitsrecht eine solche nicht ohne ärztliche Untersuchung angeordnet werden darf und zwingende Tragezeitbegrenzungen gelten.“

Boris Reitschuster: Geht Ideologie über Menschenleben? Wie Medien gegen Stöcker und sein Antigen hetzen. Heftige Attacke gegen umtriebigen Mediziner

Immer, wenn man glaubt, es könne einen kaum noch etwas negativ überraschen im Journalismus in Deutschland, wird man eines Besseren belehrt. Aktuellster Auslöser: Ein Beitrag von Focus Online unter dem Titel „Mediziner Stöcker und sein Antigen in der Kritik: Das steckt dahinter“. Dabei wird nicht nur der Mediziner, der nach eigenen Angaben ein hoch wirksames, aber verschmähtes Antigen gegen das Corona-Virus entwickelt hat, im Stile von Propaganda auseinandergenommen – sondern auch gleich noch eine Journalisten-Kollegin. Der Beitrag ist derartig entlarvend, dass sich ein genauerer Blick lohnt. Umso mehr, als Focus Online zum Burda-Verlag gehört. Und dessen Berliner Büro von keinem anderen geleitet wird als vom Ehemann des Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU). Alles in der Familie, sozusagen.

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Auslöser für den Artikel ist ein Video auf Spiegel TV, in dem über das Antigen des Mediziners Winfried Stöcker berichtet wird. Und zwar lobend. Stöcker ist bereit, sein Mittel kostenlos zur Verfügung zu stellen und beschwört seine Wirksamkeit. Doch statt Begeisterung von den Behörden bekam er eine Strafanzeige von ihnen. Die Art und Weise, wie in dem Focus Online-Beitrag nun versucht wird, das Video über Stöcker zu diskreditieren, ist hanebüchen. Da wird zum einen zwischen den Zeilen unterstellt, in dem Spiegel-Beitrag seien Christian Drosten und Hendrick Streeck falsch zitiert worden. Man erwartet sodann den großen Knüller – ein Dementi von den beiden. Stattdessen wird dann ausgeführt, wie der Focus-Online-Autor Drosten und Streeck nicht erreicht hat. Wie bitte? Wird hier der Leser für dumm verkauft?

Doch dann wird es noch abenteuerlicher: „Vorsicht ist hinsichtlich Stöcker allerdings auch aus anderen Gründen geboten“, heißt es in dem Beitrag. Und jetzt raten Sie mal warum? „Auf seinem Internet-Blog hetzt der Gründer des vor vier Jahren für 1,2 Milliarden Euro verkauften Unternehmens EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG, das sich auf Infektionen spezialisiert hatte, gegen die Regierung und bekommt vor allem Beifall von der AfD, den er an mehreren Stellen zurückgibt, etwa bei der Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich (FDP) mit den Stimmen der AfD.“

Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Vorsicht gegenüber einem Mediziner mit einem Stoff, der möglicherweise sehr vielen helfen könnte, ist geboten, weil dieser Mediziner Kritik an der Regierung übt und von einer Oppositionspartei gelobt wird. Kritik an der Regierung als „Hetze“ – genau das ist wirkliche Hetze. Und das liest man in einem Medium, dessen Verlag mit dem Gesundheitsminister verbandelt ist. Die Vorwürfe gegen den Mediziner gehen noch weiter: „Flüchtlinge wollte er ‘am liebsten zurück in ihre Heimat schicken‘ und auch zur #MeToo-Bewegung hat er eine Meinung. Mädchen sollten „zurückhaltender gekleidet und weniger provozierend zum Casting gehen, dass die armen Regisseure auf dem Pfad der Tugend bleiben“.

Es klingt wie Satire und es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre und nicht so viel über den Zustand der Medien und die Demokratie-Defizite hierzulande aussagen würde. Im Zweifelsfall, so zumindest der Schluss, der sich aufdrängt, gehen Regierungstreue und Ideologie vor Gesundheit. Ich habe es noch so gelernt, dass jeder Flüchtling eigentlich davon träumt, in seine Heimat zurückkehren zu können; heute ist es für regierungstreue Journalisten offenbar schon ein (Meinungs-)Verbrechen, wenn man sich das wünscht. Und es ist böse, wenn man zur „#MeToo-Bewegung“ eine Meinung hat – genau das wird dem Mediziner vorgeworfen. Rückschluss: Bloß keine Meinung haben. Und was man sich als Kleidung für Mädchen wünscht, hätte ich bislang auch noch eher für Privatsache gehalten – der eine wünscht sich vielleicht Reizwäsche, der andere zurückhaltendere Kleidung – doch was bitte hat das mit der medizinischen Leistung und Erfindung zu tun?

‘Haltung‘ vor Menschenleben

Es ist atemberaubend, wie in dem Beitrag die leider so allgegenwärtige Ideologisierung (selbst-)entlarvt wird. Doch es wird noch absurder. „Mit dem Impfstoff hat die ethische und gesellschaftliche Haltung eines Mediziners zwar grundsätzlich nichts zu tun“, schreibt der Autor. Grundsätzlich nicht, aber im besonderen Fall eben doch: „Wenn jemand laut eigenem Blog ‘davon durchdrungen‘ ist, ‘wo immer ich kann, meinen Beitrag zur Beendigung bösartiger Gewalt und Ungerechtigkeit zu leisten‘, darf sie und die Frage der generellen Seriosität jedoch thematisiert werden.“ Wie bitte? Ideologie frisst Hirn. Fazit: Lieber bleiben wir im Lockdown und lassen uns die Grundrechte abnehmen, als dass wir auch nur ernsthaft in Erwägung ziehen, dass ein Mittel von einem Mediziner mit falscher „Haltung“ Abhilfe leisten könnte. Um es ganz böse zuzuspitzen: Hier besteht gar der Verdacht, dass im Zweifelsfall Ideologie und richtige „Haltung“ vor Menschenleben geht.

Es gibt Momente, da könnte man an seinem Land verzweifeln. Genauer gesagt an denen, die sich für seine Elite halten. Denn leider ist dieser Beitrag im Focus nicht ein einmaliger Ausrutscher eines Einzelnen. Er steht für die Denkart, die heute in weiten Teilen der Medien vorherrscht und durch und durch ideologisiert ist. Dabei hätte Stöckers Erfindung nach allem, was bekannt ist, zumindest verdient, überaus ernst geprüft zu werden. Zumal er selbst auf alle finanziellen Ansprüche verzichtet und bereit ist, sie kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Details sehen Sie sich am besten in dem so arg gescholtenen Spiegel-Film hier selbst an:


Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

RT DE: COVID-19-Impfung: Werden Kollateralschäden unter den Teppich gekehrt?

3.290 Verdachtsfälle von schweren Nebenwirkungen und 330 Tote im Zusammenhang mit COVID-19-Impfungen in zwei Monaten: Das ist die Bilanz aus dem neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), der den Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis 26. Februar 2021 umfasst. Doch rechtsmedizinisch untersucht wird kaum ein Fall, Konsequenzen bleiben aus. Dabei ist dies offenbar nur die Spitze des Eisbergs: Es sind inzwischen Sterbefälle kurz nach einer Impfaktion bekannt geworden, die die zuständigen Kommunen nicht einmal gemeldet haben. Sie gehen einfach unter, und das PEI mauert. von Susan Bonath

lesen Sie bitte hier weiter:

https://de.rt.com/meinung/114026-covid-19-impfung-werden-kollateralschaden/

Die nachfolgenden Inhalte wurden von obige Quelle als Sicherungskopie für den Fall der Löschung oder Sperrung der Original Quelle kopiert. Wir gehen davon aus, dass unserer Vorgehensweise im Sinne der Urheber ist. Sollte dies nicht der Falls sein, bitten wir um eine kurze Nachricht an redaktion äät deutungsvielfalt.de. -> weitere Hinweise

Auch junge Menschen sind gestorben

Laut PEI wurden die Verstorbenen 33 bis 101 Jahre alt. Ihr Tod trat zwischen einer Stunde und 34 Tagen nach der ersten oder zweiten Impfung ein. Wie in den Berichten zuvor geht das PEI davon aus, dass ihr Tod nichts mit der Impfung zu tun haben könne.

Die Toten sortiert das Institut in drei Kategorien ein: 78 Menschen waren nach der Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden, sie gelten als COVID-19-Tote. Bei 95 Menschen seien Grunderkrankungen diagnostiziert worden, die wohl zum Tod geführt hätten. Bei 157 Verstorbenen traf beides offenbar nicht zu. Diese Fälle erklärt das PEI wie schon in vorherigen Berichten mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit, plötzlich und unerwartet zu sterben. Dazu führt es eine Berechnung für plötzliche Todesfälle in der Altersgruppe 50 plus an.

AstraZeneca: Vier von 1.000 Impfungen führten laut Institut zu schweren Reaktionen

Außerdem listet das PEI 8.700 Geimpfte mit leichten und 3.290 mit schweren mutmaßlichen Nebenwirkungen auf. Nur knapp die Hälfte dieser Impfreaktionen waren demnach zum Zeitpunkt der Meldung abgeklungen.

Israel: Zehn Fälle von Entzündungssyndromen nach Corona-Impfungen

Israel: Zehn Fälle von Entzündungssyndromen nach Corona-Impfungen

Der Vektor-Impfstoff des schwedisch-britischen Konzerns AstraZeneca sorgte für die höchste Rate an Nebenwirkungen: Bei 363.645 verabreichten Dosen kamen im Institut 1.356 schwere Fälle an. Das ist eine Quote von 0,37 Prozent. Erst am 4. März hatte die im Robert Koch-Institut angesiedelte ständige Impfkommission das Serum von AstraZeneca auch für über 65-Jährige zugelassen.

Insgesamt wurden in Deutschland demnach bisher knapp sechs Millionen Dosen verabreicht, davon rund 5,4 Millionen mit dem mRNA-Vakzin der Pharmakonzern-Verbundes Pfizer/BioNTech, 170.000 mit mRNA-Serum von Moderna und der Rest mit dem AstraZeneca-Vektor-Impfstoff.

Die Liste der vom PEI genannten Nebenwirkungen wird dominiert von Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen, Migräne, „grippeähnliche Erkrankungen“, Müdigkeit, Schwellung der Lymphknoten, Schwindel, Ausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen und -flimmern.

Autoimmunschocks, Gesichtslähmungen, Krampf- und Schlaganfälle und mehr: Jüngste betroffene Person war erst 16 Jahre alt

Unter den schwerwiegenden Reaktionen, die alle vorläufig zugelassenen Vakzine von Pfizer/BioNTech, Moderna und AstraZeneca betrafen, verzeichnet das PEI 67 anaphylaktische Schocks, die großteils nach der ersten, in elf Fällen nach der zweiten Dosis auftraten. Dabei handelt es sich um eine akute, oft lebensbedrohliche Immunreaktion des Körpers auf die Zufuhr fremder Eiweiße, die bis hin zu tödlichem Kreislauf- und Organversagen führen kann. Das Durchschnittsalter der Betroffenen betrage 44,6 Jahre.

Weitere 51 Geimpfte im Alter zwischen 19 und 107 Jahren erlitten nach der Spritze Krampfanfälle, in nur 14 Fällen war eine bestehende Epilepsie bekannt. Sechs Probanden zwischen 16 bis 89 Jahren reagierten mit einer Thrombozytopenie, einer oft lebensbedrohlichen Abnahme der Blutplättchen, die zu Hirn- und Organblutungen führen kann.

COVID-19-Impfung: Immer mehr Nebenwirkungen und Todesfälle – systematisch untersucht wird dies nicht

MeinungCOVID-19-Impfung: Immer mehr Nebenwirkungen und Todesfälle – systematisch untersucht wird dies nicht

Außerdem meldete das PEI zahlreiche Fälle schwerer Schädigungen nach einer Impfung mit dem mRNA-Vakzin von Pfizer/BioNTech. Dazu gehören 33 Fälle von Gesichtslähmungen bei Geimpften im Alter von 35 bis 93 Jahren sowie 26 Schlaganfälle, die Betroffenen waren zwischen 28 und 99 Jahre alt. Sieben Menschen im Alter von 23 bis 89 Jahren reagierten mit einer Herzmuskelentzündung auf die Pfizer/BioNTech-Impfung, drei weitere im Alter von 39, 55 und 61 Jahren erlitten eine Entzündung des Rückenmarks, die zu dauerhaften Lähmungen, Schmerzen und sogar zum Tod führen kann.

Eine schwere Autoimmunreaktion, bei der der Körper Blutgefäße und Organe angreift, ereilte drei Frauen. Diese waren nach PEI-Angaben zwischen 42 und 83 Jahre alt. Ein 69-jähriger Geimpfter sei zudem an einer Gehirnentzündung erkrankt, bei zwei geimpften Frauen im Alter von 32 und 34 Jahren habe sich eine bestehende Multiple Sklerose (MS) verschlimmert.

Sterbewellen nach Impfaktionen in Pflegeheimen?

Die Pflegeheime sollen Medienberichten zufolge inzwischen fast komplett „durchgeimpft“ sein. Doch die geimpften Bewohner sitzen großteils weiter isoliert in ihren Zimmern. Was sich in den Heimen nach den Impfungen abspielt, bekommt die Außenwelt kaum mit. In vielen Einrichtungen brach das Coronavirus erst Tage oder Wochen nach der Impfung aus. Meist lokale Medien berichteten von einigen regelrechten Sterbewellen in den Heimen. Hier seien nur einige jüngere Beispiele genannt.

Was nach der Impfaktion in einem Berliner Pflegeheim der Diakonie geschehen war, sollte wohl nie öffentlich werden. Erst nach der Aussage eines Whistleblowers bei den „Anwälten für Aufklärung“ räumte die Einrichtung sechs von acht berichteten Todesfällen auf Anfrage des Nordkuriers ein. Gestorben sind die Bewohner offiziell an COVID-19. Man hatte sie nach der Impfung positiv getestet.

16 Tote binnen vier Wochen nach der Impfung waren in einem Leipziger Pflegeheim zu beklagen. Den Fall griff die Leipziger Volkszeitung auf, nachdem sich eine Angehörige an deren Redaktion gewandt hatte. Heimbetreiber, Stadt und Ärzte beließen es bei einer Vermutung: Wohl kam auch hier die Impfung zu spät.

Viele Todesfälle weder obduziert noch gemeldet

Im niedersächsischen Emstek waren sechs pflegebedürftige Senioren nach der Zweitimpfung „mit Corona“ und „trotz milden Verlaufs“ gestorben, wie das Format buten un binnen von Radio Bremen Ende Februar berichtete. Der zuständige Landkreis Cloppenburg könnte die Fälle rechtsmedizinisch untersuchen lassen. Doch er stellt sich quer, will die Toten nicht obduzieren lassen – obwohl ein Bremer Virologe dazu geraten hatte. Mehr noch: Die Kommune meldete die Toten demnach nicht einmal als Verdachtsfälle an das für die Überwachung zuständige PEI. In dessen Statistik tauchen sie also gar nicht auf.

Mit, nicht wegen COVID-19 im Krankenhaus: "Sensible Neuigkeiten" zum Corona-Narrativ

Mit, nicht wegen COVID-19 im Krankenhaus: „Sensible Neuigkeiten“ zum Corona-Narrativ

Gevatter Tod zog seine Runden auch durch ein BRK-Pflegeheim im oberbayerischen Garatshausen im Landkreis Starnberg. Dort starben laut Münchner Merkur 18 Bewohner in den vier Wochen nach der Zweitimpfung im Januar. Der Landkreis und die Einrichtung sprachen gegenüber der Zeitung von 14 Verstorbenen und schoben die Fälle ebenso auf COVID-19 trotz Impfung. Nur eine Person sei obduziert worden. An das PEI habe der Kreis keinen Fall gemeldet. Grund: Keiner habe schwere Symptome gehabt.

Auf die Nachfragen der Autorin reagierte Landratsamtssprecherin Barbara Beck lediglich mit einer allgemeinen Antwort. Sie sprach nun von 15 Todesfällen nach der Impfung mit dem Vakzin von Pfizer/BioNTech. Der Landkreis wisse aber nicht, ob alle 15 Toten zuvor geimpft worden waren. „Die Durchführung von Impfungen bei Heimbewohnern sind beim Gesundheitsamt nicht anzeigepflichtig“, wies Beck die Verantwortung von sich. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) als Heimbetreiber habe keine Nebenwirkungen registriert.

Institut beantwortet kritische Fragen nicht

Das PEI prüfe die Fälle zwar, könne aber selbst keine Obduktionen anordnen, hatte dessen Sprecherin Susanne Stöcker der Autorin bereits am 15. Februar auf Anfrage mitgeteilt. Man erkundige sich aber nach etwaigen Ergebnissen von Untersuchungen vor Ort. Vieles blieb unbeantwortet, so auch weitere komplette Anfragen vom 23. Februar und dem 1. März.

Erfahren wollte die Autorin etwa, nach welchen konkreten Kriterien die Behörde einen möglichen Beitrag des Impfstoffes zum Versterben ausschließt, und zwar für alle drei Rubriken, unter denen sie die Toten subsumiert: „Tod durch COVID-19“ (nach positivem Test), „Tod durch Vorerkrankungen“ und „Tod im Rahmen eines statistisch wahrscheinlichen plötzlichen Versterbens“. Ebenso interessant wäre es gewesen, Klarheit darüber zu gewinnen, warum es offenkundig keine Untersuchungs- und Meldepflicht von schweren Erkrankungs- und Sterbefällen in einem gewissen Zeitraum nach der Impfung gibt. Das PEI schweigt.

Rechtsmediziner sieht Fehler im System

Das rechtsmedizinische Institut der Uniklinik Köln hatte drei Sterbefälle in einem Pflegeheim nach der COVID-19-Impfung untersucht. Zwar seien die Bewohner schwer vorerkrankt gewesen, berichtete dessen Leiter Markus Rothschild mehreren Medien. Dies allein schließe aber nicht aus, dass die Impfung zum Tod beigetragen haben könne. „So etwas ist schwer zu ermitteln“, erklärte er im Gespräch mit der Autorin dieses Artikels. Er fordert flächendeckend Obduktionen, sowohl bei „Corona-Toten“ als auch bei allen, die nach der Impfung starben. „Der Fehler liegt im System“, sagte er.

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Das Dilemma beginne mit Leichenschau und Totenschein. Kreuze der Arzt eine natürliche Todesursache an, werde der Tote sofort zur Einäscherung freigegeben. Gebe er einen ungeklärten oder nicht natürlichen Tod an, werde immer die Polizei gerufen. Die Staatsanwaltschaft stelle die Fälle bei „fehlenden Hinweisen“ aber häufig ein. Die Gesundheitsämter könnten zwar Obduktionen anordnen, täten das aber äußerst selten. Er als Rechtsmediziner könne zwar Angehörige um Erlaubnis bitten. „Die müssen das dann aber selbst bezahlen“, so Rothschild. Die Kosten lägen bei etwa 920 Euro, klärte er auf.

Der Rechtsmediziner betonte, er befürworte alle Impfungen, auch gegen COVID-19. Die mRNA bei den Seren von Pfizer/BioNTech und Moderna an sich könne „eigentlich keine größeren Nebenwirkungen machen“. Das Problem seien eventuell die Lipid-Nano-Partikel, winzige Fetttröpfchen, in denen die mRNA verpackt ist, um in die Zelle zu gelangen, so Rothschild. Die Hersteller gingen davon aus, dass diese diese in den Zellen verbleiben und keinen Schaden anrichten. „Wir wissen das aber nicht, und wir wissen auch nicht: Was tun die eigentlich in den Eizellen der Frau?“, räumte er ein. Ähnliche Bedenken hatte bereits der Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg geäußert.

Maximalprofite und andere Interessen

In Deutschland sind bisher die beiden mRNA-Vakzine der Firmen Pfizer/BioNTech und Moderna sowie der Vektor-Impfstoff von AstraZeneca vorläufig zugelassen. Vorläufig heißt: Die Entwicklung befindet sich noch in der letzten Testphase. Wer mit den Seren geimpft wird, gilt quasi als Proband. Die Welt ist das Testlabor.

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Den Herstellern beschert das Impfen hohe Profite. Der US-Pharmakonzern Pfizer erwartet in diesem Jahr einen Umsatz-Zuwachs um 47 Prozent auf 61,4 Milliarden Dollar. Der US-Konzern Moderna rechnet mit Einnahmen von 18 Milliarden Dollar allein für sein COVID-19-Vakzin. Auch der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca freut sich über eine Explosion von Umsatz und Gewinnen. 

Dies und die unmittelbare Beteiligung sehr vieler Institutionen und Personen in den Impfaktionen, darunter Kommunen, Institute, politische Gremien, Ärzte, Pflegepersonal, Betreuer und Heimbetreiber, sind zumindest hinreichende Gründe, hier genauer hinzusehen. Ein gewisses Interesse, Impf-Kollateralschäden nicht an die große Glocke zu hängen, liegt zumindest nahe.

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