Wasser

Die zunehmende Wasserknappheit ist wohl die wesentliche Auswirkung des Klimawandels. Nur 1% der auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süßwasser. Eine Welt auf Pump, bei Wasser bekommt dieses Wort eine ganz besondere Bedeutung, denn wir pumpen Grundwasserreserven, die in Jahrmillionen entstanden sind aus dem Boden. Es ist nur eine Frage der Zeit bis diese Vorräte unwiederbringlich aufgebraucht sein werden. Sollten wir uns nicht besser mit dem Peak-Water beschäftigen statt mit dem Peak-Oil (Globales Ölfördermaximum)? Ohne Wasser können wir nicht leben, ohne Öl schon. Die Oberfläche unserer Welt wird immer trockener, geringer Erträge der Landwirtschaft und Waldbrände sind die Folge.

Wird Wasser am Ende „kriegsentscheidend“ für eine neue Weltordnung sein? In der Geschichte finden wir immer wieder Konflikte und Kriege ums Wasser z.B. im Nahen Osten siehe -> Upper Jordan River Hyropolitical

Daher beschäftigen sich Wissenschaftler und nachhaltig wirtschaftende Betriebe mit unserem Wasserfußabdruck (Viruelles Wasser): waterfootprint.org
92% des weltweiten Wasserverbrauchs auf das Konto der Landwirtschaft. In Israel wird 90% des Wasser recyled, in den USA 1% (Quelle; Arte)

Ein Unternehmen, das für die Privatisierung von Wasserversorgung steht ist Nestlé. Peter König, der über 20 Jahre für die Weltbank Wasserentwicklungsprojekte geleitet hat sprach zu diesem Thema bei KenFM


Der tägliche Trinkwasserverbrauch eine Deutschen betrug 2018 128 Liter (Quelle: Statistisches Bundesamt). Diese Wassermenge entspricht etwa dem Wasserbedarf zum Wachstum von einem Pfund Tomaten.

wateraid.org

Wasserfußabdruck von Produkten

  • Landwirtschaft: z.B. 1 kg Tomaten 200l, Baumwolle 8000 Liter für eine Jeans (Quelle ingenieur.de)
  • Öl- und Gasförderung mittels Fracking: Obwohl ein Teil des für das Fracking verwendeten Wassers recycelt wird, ist es größtenteils tief unter der Erde angeordnet, fast vollständig aus dem Wasserkreislauf entfernt und darf nie wieder verwendet werden.
  • Kühltürme Kern- und Kohlekraftwerke: ca. 2,3l Wasser pro kWh (Quelle: umweltbundesamt.de)